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Kriegshetze, Teil 7.

 

Die ihm aufgetragenen Gedanken kreisten bei Ultsch um Aleppo, wo im Ostteil der Stadt die von ihm nicht erwähnten Terroristen eingekreist waren. Bei ihm gab es nur „Assad“ sowie russische und iranische Verbündete, die rücksichtslos agieren und – um „Geländegewinne“ ringen würde. Das war natürlich falsch, denn die syrische Regierung wollte bezüglich Aleppo nichts anderes, als ihre eigene Stadt vom Terrorismus und Krieg befreien.

„Russlands Stärke in Syrien liegt derzeit in seiner Entschlossenheit und Klarheit“, sinnierte Ultsch und vergaß in seinem Dilemma weitere Umstände wie Legalität und moralische Überlegenheit. „Putin will die russischen Interessen in Syrien wahren, indem er Assad im Sattel hält“, um gleichzeitig seine Leser die Interessen und Absichten aller weiteren Akteure zu unterschlagen.

„Dafür wagt der Kreml-Chef, wovor der Westen nach den Fiaskos im Irak, in Afghanistan und Libyen zurückschreckt: eine massive Militärintervention“, zeigte Ultsch weiter seine Sicht der Dinge auf. Die Angriffskriege der USA und einiger NATO-Staaten verharmloste er als „Fiasko„, allerdings als einen für den „Westen„, nicht etwa für die überfallenden und zerstörten Länder mit über einer Million Toten. Dafür dichtete er Russland erneut eine nicht vorhandene „Militärintervention“ in Syrien an, die gar massiv sein soll. Deren relativ geringe Anzahl vermochte er freilich nicht zu nennen.

„Die Flugverbotszone in Syrien, die Assads Gegner vergeblich gefordert hatten, hat nun de facto Russland errichtet: Russische Flugabwehrsyteme sichern Assad die Lufthoheit“, trauerte Ultsch einer nicht erfolgten Eskalationsstufe hinterher. Wie üblich wurde der syrische Staat auf „Assad“ personifiziert und reduziert. „Niemand riskiert es, die russischen Kreise zu stören. Putins Einschüchterungstaktik funktioniert“, ärgerte sich Ultsch, wobei er jegliches Hinterfragen nach Ursache und Sinnhaftigkeit vermied und gleichzeitig vergessen hatte, was er zuvor über seine Freunde gesagt hatte – „Fiaskos“ angerichtet in zahlreichen Ländern. Mit ganz viel Krieg.

„Der Westen indes hat sich in ein Dilemma manövriert. Er fordert immer noch den Rücktritt Assads, hat aber keine vernünftigen Alliierten in Syrien, die Garanten für eine bessere Zukunft nach dem Sturz des Diktators wären“, tat Ultsch dann nachdenklich, aber weiterhin verlogen bis ins Mark. Bei Assad handelt es sich nach wie vor um den legitimen Staatschef von Syrien, ob dies nun dem PRESSE-Schmierfink und seinen Auftraggebern gefiel oder nicht. Was der Westen fordert, hat keinerlei Relevanz, wie auch ein Assad keinen Regierungswechsel in den USA oder in Deutschland zu fordern hat. Das macht er auch nicht, und erst recht betreibt er keine Regierungswechsel in anderen Ländern mit Gewalt – ganz im Gegensatz zu jenen, für die Ultsch als Fürsprecher auftrat. Dem vagen Eingeständnis von ihm, dass es in Syrien für den „Westen“ keine „vernünftigen“ Alliierten in Syrien gebe, folgte nicht der logische Rückschluss, dass somit unvernünftige Alliierte unterstützt wurden und werden – Terroristen.

„Die syrische Opposition hat sich radikalisiert“, versuchte sich Ultsch aus seinem eigenen Dilemma zu retten. Die in Syrien befindliche „Opposition“ hatte allerdings keinen Krieg geführt, von einzelnen Individuen abgesehen. Ultsch versuchte einmal mehr, eine Armee von „Rebellen“ zu erfinden, um diese sich „radikalisieren“ zu lassen. Da hatte der seit 2001 bestehende Plan der US-Administration, eine Reihe von Ländern einschließlich Syrien anzugreifen ebenso wenig Platz wie die von Anfang an in Syrien befindlichen bewaffneten und von Westmedien wohlwollend begleiteten Islamisten. Ebenso wurde von Ultsch die Tatsache unterschlagen, dass sich auch im Osten von Aleppo ausschließlich und von Al-Kaida geführte Terroristen-Verbände befinden.

„Assads Narrativ, das letzte Bollwerk gegen terroristische Jihadisten zu sein, war vor fünf Jahren noch eine große Lüge“, log Ultsch, „ist aber von Monat zu Monat wahrer geworden.“ Wieder musste ein nicht existierender „Bürgerkrieg“ herhalten, der sich für Ultsch bedauerlicherweise als unübersichtlich darstellte. Und dann mahnte er Moskau vor „Gefahren“ seiner Handlungen, unter anderem wegen den angeblichen „Großmachtallüren“ eines „Putin“, wegen einem „Reich auf tönernen Füßen“, wo doch Putin ein „Nullsummenspieler“ sei, ein „geopolitischer Wiedergänger des 19. Jahrhunderts“. Auf der anderen Seite empfand Ultsch den „Westen“ als „lau“, er bettelte förmlich um ein schnelles „Rezept“ gegen Putin. Um schließlich seine bezahlte „Meinung“ mit einer widerlichen wie verlogenen Hetze abzuschließen: „Sonst nimmt er sich weiterhin, was er kriegen kann.“

Was sich der Putin derzeit „nimmt„, führte Kriegspropagandist Ultsch nicht aus. Vielleicht könnte es sich um das „Recht“ handeln, was einem Unterstützer der Rechtsbrecher kaum behagen kann.

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/5106218/Der-traumwandelnd-laue-Westen-findet-kein-Rezept-gegen-Putin

 

 

 

Montag
07
November 2016

Kriegshetze, Teil 6.

 

Nach dem obigen Propaganda-Artikel hatte Christian Ultsch in einem Leitartikel den Part der verlogenen Hetze übernommen. Ähnlich wie Brandstätter beim KURIER hatte auch Ultsch in seinem bisherigen Wirken bei der PRESSE nie den Eindruck vermittelt, etwas anderes als transantlantische Standpunkte und Meinungen seinen Lesern nahe zu bringen.

Sein Vokabular war entsprechend angepasst. Putin würde nicht spielen, nein, er würde es „treiben“, dieses „Spiel“, und „zynisch“ noch dazu. Weil sich ein kleiner russischer Flottenverband in Richtung Mittelmeer bewegen würde. Also dorthin, wo bereits die Flotten der USA und anderer NATO-Marineeinheiten die See bevölkern, die Ultsch allerdings nicht auf seinem Radar zu haben schien. Dafür wusste er bereits von dem Plan dieses Putin, nämlich den, „zum entscheidenden Schlag in Aleppo auszuholen“.

So sind sie, die Russen, sie „schlagen“, wenn sie bezüglich Syrien dessen legitime Regierung bei der Verteidigung des Landes unterstützen, während die USA und die NATO für ihre Angriffskriege den Begriff der „humanitären Intervention“ Ende in den 90er-Jahren erfunden hatten. Natürlich kam einem Ultsch nicht in den Sinn, Russland die Übernahme dieser Begrifflichkeit zu empfehlen, im Sinne von „humanitärer Verteidigung“ allerdings.

Doch Verteidigung gegen wen? Und siehe da, auch bei Ultsch kamen weder die in Syrien operierenden westlichen Militärs noch die Söldner- und Terroristenhaufen vor. Sie waren auch bei ihm verschwunden.

„Der Westen schaute staunend zu, wie Russland im Lauf des vergangenen Jahres mit einer Militärintervention das Kräftegleichgewicht im syrischen Bürgerkrieg zugunsten von Präsident Bashar al-Assad kippte.“

Ultsch versuchte hier seinen Lesern vorzugaukeln, als wäre der „Westen“ in dem Geschehen nur daneben gestanden und nicht etwa ganz stark daran beteiligt. Für das Eingreifen eines russischen Militärkontingents auf den Schauplatz Syrien verwendete er zudem den falschen Begriff „Intervention“, ob aus Kalkül oder Unwissenheit. „Intervention“ bedeutet allerdings – innerhalb des genannten Kontextes – ein militärisches Einmischen in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates. In diesem Fall wurde aber Russland als Verbündeter ausdrücklich um die Hilfeleistung gebeten und eingeladen, weswegen es sich um keine Intervention handelte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Intervention_(Politik)

 

Sehr wohl trifft dieser Begriff, wenn auch verharmlosend, auf andere Kriegsparteien zu, welche auf syrischem Territorium illegal Krieg führen und somit Verbrechen nachgehen. Allerdings existierten diese Kriegsparteien bei Ultsch erst gar nicht, denn das hätte seiner Kriegspropaganda für eben diese Kriegsparteien natürlich den Boden entzogen.

Ultsch musste sich daher mal wieder einen angeblichen Bürgerkrieg in Syrien herbeilügen, welcher zumindest zwei syrische Parteien beinhalten sollte und nicht jene zwanzig, die illegal in Syrien bomben. Welche andere Partei Ultsch im Widerpart zur syrischen Regierung entdeckt haben will, blieb sein Geheimnis. „IS“ und „Al-Kaida“ kann er kaum gemeint haben, aber wer blieb dann übrig? Und wer von diesen besaß die syrische Staatsbürgerschaft?

Aber das war nicht das Thema von Ultsch. Es missfiel ihm, dass „Al-Kaida“ und alle mit ihr verbündeten Söldner und Terroristen ins Hintertreffen geraten waren – wegen dem militärischen Engagement Russlands, welches sich somit eigenartig erfolgreich gestaltet hatte. Eigenartig, weil die USA und ihre Verbündeten zuvor auch so eifrig den Terrorismus in Syrien bekämpft, diesen aber nie geschadet hatten.

Nein, Propagandisten wie Ultsch wollen dies nicht bemerkt haben, so offensichtlich diese Zustände auch waren. Deswegen konnte er auch nicht mit Informationen und Logik hantieren, sondern nur noch auf billige Kriegshetze zurückgreifen.

„Die USA und Europa nahmen, unterbrochen nur von kurzatmiger rhetorischer Entrüstung, achselzuckend wüste russische und syrische Bombardements auf Wohngebiete im Osten Aleppos hin.“

Dieser Satz war verlogen bis zum Erbrechen und verkehrte Realitäten ins Gegenteil. Der Waffenstillstand von Februar und die russischen Bemühungen um eine Beendigung der Gewalt hatten die USA und ihre Verbündeten dazu genutzt gehabt, um ihre Al-Kaida-Freiheitskämpfer neu auszurüsten und aufzustocken, so dass diese anschließend in die Offensive hatten gehen können. Das war noch gar nicht lange her. Es waren nie Achseln gezuckt worden. Die USA hatten auch den Waffenstillstand von September gebrochen und sämtliche Bemühungen sabotiert. Ultsch reduzierte alles auf Bombardements von Syrern und Russen auf Wohngebiete, um abermals die in Ost-Aleppo verschanzten Terrorgruppen verschwinden zu lassen. Der PRESSE-Mann zeigte auf, dass er außer plumper Hetze nichts mehr zu bieten hatte.

„Sie werden Putin auch nicht in den Arm fallen, wenn er mit Assad wie weiland im tschetschenischen Grosny den Rest der von Jihadisten kontrollierten Ruinenbezirke, in denen eine Viertel Million Zivilisten darben, den Erdboden gleichmachen lässt.“

Ultsch beklagte sich über die angebliche Passivität der westlichen Staaten. Er verhehlte nicht, dass er sich somit eine verstärkte Konfrontation wünschte, auch wenn er nicht ausdrücklich nannte, auf welche Weise. Auf Grosny und die Tschetschenienkriege könne wir hier aus Platz- und Zeitgründen nicht eingehen, allerdings stellten wir fest, dass der ehemalige US-Botschafter von Syrien, Robert Ford, bereits zuvor den Grosny-Vergleich in die Medien gesetzt hatte, was dann von zahlreichen US-hörigen Propagandisten (so auch vom PRESSE-Propaganda-Komplizen Wieland Schneider) übernommen worden war. Als Ultsch die Botschaften seiner Herren und Dienstmänner erst Tage später in seine „Meinung“ einbaute, war die Lüge um so fetter geworden. Wenn jemand kein Interesse hat, eine eigene Stadt bzw. einen Teil dessen, „den Erdboden gleichzumachen„, dann ist es die syrische Regierung und sind es die Bewohner. Die syrischen und russischen Bemühungen, weitere Opfer und Zerstörungen zu vermeiden, wurden ebenso von Ultsch verschwiegen wie die Reaktionen und Handlungen sämtlicher terroristischer Gruppierungen und ihren Unterstützern.

„Folgen muss Russland nicht fürchten. Die EU wird sich kaum zu Syrien-Sanktionen aufraffen. Das wurde nun beim Gipfel in Brüssel deutlich; da schafften es die 28 nicht einmal, sich auf eine Drohung festzulegen. Mitglieder wie Italien, Griechenland und Ungarn verweigerten Merkel die Gefolgschaft.“

Kein Zweifel, der Hetzer Ultsch war enttäuscht. Nicht einmal Drohungen, nicht einmal Sanktionen, wobei er allerdings vergaß, dass von den Kriegstreibern veranlasste Sanktionen gegen Syrien schon seit langem aufrecht sind. Ultsch wünschte sich weitere Eskalation und reagierte beleidigt, dass einige europäische Staaten nicht mehr wie ferngesteuert hinter der US-Vasallin Merkel hinterhermarschierten.

„Moralischen Druck von der Straße spürt keine europäische Regierung. Friedensbewegte marschieren nur, wenn es gegen die USA geht. Russland kann bomben, wie es will: Zwischen Berlin, Paris und Wien wird deshalb keine Handvoll Demonstranten hinter dem Ofen hervorkommen.“

Kriegshetzer Ultsch versuchte es hier noch mit Moral, also etwas wie Anstand, was er – für jeden ersichtlich – selbst nicht einmal ansatzweise besaß. Und er weinte, dass „Friedensbewegte“ nur gegen die USA demonstrieren würde, die allerdings unerwähnt jedes Jahr, jeden Monat irgendwo Krieg führen und Massen morden. Deren Verbrechen werden von Komplizen wie Ultsch medial vertuscht. Dafür würde angeblich Russland bomben, wie es wolle, beklagte sich polemisierend Ultsch als demaskierter Mittäter, der ohne Argumente und Belege mit leeren Händen die Verbrechen seiner Auftraggeber gegen ein erquickliches Gehalt eifrig mit trug.

Interessant, dass Ultsch von der PRESSE wie Brandstätter vom KURIER am gleichen Tag die selbe Polemik verwendeten: keine Demonstranten (für die Eskalationsbegeisterung) auf den Straßen, sondern nur Empörung gegenüber den USA usw. Da schienen die US-Kriegs-Propagandisten einem kaum kaschierten Script gefolgt zu sein.

 

 

Sonntag
06
November 2016

Hubert Sielecki – Kurz und gut

 

Unser lieber Freund Hubert Sielecki wird am 6. November 2016 seinen 70. Geburtstag feiern. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Sielecki

Aus diesem Grund lädt er uns alle ein.

 

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EINLADUNG ZUR FILM – MATINEE
Am Sonntag, den 6. November 2016 ab 11 Uhr mit Hubert Sielecki
Eintritt frei!

im DEPOT, 1070 Wien, Breitegasse 3 (Hinter dem Museumsquartier)

http://us10.campaign-archive2.com/?u=4454ea504ff422a15ff167e3a&id=8ba5a0c6c9&e=ed4201dfcc

 

Präsentiert wird KURZ UND GUT Teil 2 und Teil 3, die eher selten gezeigten Filmprogramme von Hubert Sielecki.
Ein erweiterter Teil 1 wird am Abend um 20 Uhr als abendfüllendes Programm mit Interview und 22 Filmen in der Sendung OKTOSKOP im OKTO TV ausgestrahlt. Diese Sendung wird wiederholt und das Interview von Robert Buchschwenter mit Hubert ist dann noch weiter im Internet in der Oktothek zu sehen.
Nach den und während der Filmvorführungen im DEPOT können wir uns Wiedersehen, Kennenlernen, diskutieren und musizieren. Es wird ein gemütliches Beisammensein von und mit Freunden.
Sperrstunde im Depot ist um 17 Uhr.

DAS PROGRAMM:

11.00 Uhr: Kurz und Gut, Teil 2
75 Minuten: Huberts erster Trickfilm 1968, Kurzfilme 1968 – 1971: „Die Fliege“, „Ende“, „Masao“, „Fest in der Parkgasse“,
Huberts Filmgruppe A.S.K 1992 bis 2001 – mit den legendären No Budget Filmen 1989 – 2001 („Die Helden“, „Upperlake Story“, „Hitparade“, „Raumausstatter Stagl“, „Mein Kind“ – siehe Foto oben)
Das ASK-Team: Luise Buisman und Paul Braunsteiner sind anwesend und wir stellen uns der Diskussion.

Pause

13.00 Uhr: Kurz und Gut, Teil 3
75 Minuten: Elf Falter-Werbespots (1989-2000), Making of Falter Spot mit Kurt Kren 1989, Making of „Maria Lassnig Kantate“ 1993, Making of „Air Fright“ 1995, und dann der wohl längste österreichische Trickfilm „LIFE SHOW“,
40 Minuten, produziert von 1990 bis 1992.

Danach ab ca. 15:00 bis 16:00 Uhr: erste Präsentation der neuen Hubert-Filme 2016„Josephslegende“ (Text Gerhard Rühm),  „HERRENRAD“, mit Georg Sturmlechner, „Der Präsident-schaftskandidat“ als neuer glaubwürdiger Text und der Trickfilm „T. nicht füttern“ von Tone Fink mit Vertonung von Magdalena Knapp-Menzel, entstanden ebenfalls 2016 in Huberts Produktionswerkstätte.

 

Freitag
04
November 2016

Kriegshetze, Teil 5.

 

Im Anschluss soll hier noch kurz ein Blick auf zwei weitere Vertreter der österreichischen Presselandschaft genommen werden, die sich gleichfalls als „Qualitätsmedien“ wähnen.

Zu unserer Überraschung hatte die STANDARD-Ausgabe vom 22. Oktober nur eine kleine Meldung bezüglich der Situation in Syrien gebracht. In den drei Absätzen unter der Überschrift „Doch keine Sanktionen der EU gegen Russland wegen Syrien-Politik“ hatte es lapidar geheißen:

„Trotz Feuerpause im nordsyrischen Aleppo müssen die Bewohner weiter auf Hilfe warten. Es fehlten die Sicherheitsgarantien und Unterstützung vor Ort, kritisierte ein UNO-Sprecher am Freitag.“

Das waren zwar nur zwei Sätze gewesen, dennoch handelte es sich um eine Falschdarstellung und um Propaganda. Es wurde nicht erwähnt, dass nur syrische und russische Streitkräfte diese Feuerpause veranlasst und eingehalten hatten, während sie von den westlich unterstützten Militanten abgelehnt worden war. Auch die Darstellung „Bewohner“ war eine Irreführung, denn die große Masse an Bewohnern befand sich in West-Aleppo – unter dem Schutz der syrischen Regierung. Unterschlagen wurde bei dieser Gelegenheit, dass für die Bewohner des übrigen und nicht von Terroristen kontrollierten Aleppo nie eine Hilfe durch den Westen gefordert worden war. Ebenso wurde mit dem Weglassen der Information, dass es von den Terroristen keine Sicherheitsgarantien gegeben hatte und diese öffentlich abgelehnt worden waren, die Sachlage weiterhin verfälscht.

Der STANDARD hatte somit nur zwei Sätze benötigt, um sich als „Lügenpresse“ zu qualifizieren.

https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20161022/281646779674278

 

 

Die österreichische PRESSE hatte dagegen für den 22. Oktober gleich drei Artikel für die Druckausgabe bereit gestellt, die tatsächlich drei Bereiche abgedeckt hatten. Am Anfang befand sich einer reiner Propagandaartikel.

Auf Seite 1 prangte es in großen Lettern: „Putins Armada im Mittelmeer.“ Hatten wir zuvor etwas von „Obamas Armada im Mittelmeer“ gelesen? Oder „Obamas Armada im Chinesischen Meer“? Oder „Bushs Armada am Golf“ etc.?

Nein, haben wir nicht, obwohl diese „Armadas“ sogar ständig dort unterwegs sind.

„Syrien-Krieg. Russland verlegt die größte Flotte seit Ende des Kalten Krieges ins östliche Mittelmeer, um die Entscheidung in Aleppo herbeizuführen.“

Das sollte offenbar bedrohlich klingen, allerdings bestand diese „größte Flotte“ aus genau nur acht Schiffen inklusiv dem einzigen Flugzeugträger der russischen Marine. Gegenüber einer US-Marine, welche die weltweit größten Seestreitkräfte unterhält und diese weltweit auch einsetzt, mutete dies eher mickrig an.

Diese einseitige Darstellung nennt sich Propaganda, wozu auch die martialische Behauptung gehörte, dass mit diesen acht Schiffen eine „Entscheidung in Aleppo“ herbeigeführt werden sollte. Dafür werden diese Schiffe allerdings nicht benötigt. Wohl aber sollen sie offensichtlich dazu dienen, neben einer Drohkulisse den Luftraum über Syrien besser in Schach zu halten, sollten die westlichen Kriegstreiber oder ihre Verbündeten vom Golf auf dumme Ideen kommen.

In dem Artikel wurden über Strafen und Sanktionen geredet, die hier vor allem durch Kriegstreiber wie Hollande und Merkel gegen ihren Widersacher Russland gefordert wurden, wegen Putin seiner „Syrien-Politik“, wie es hieß. Und weil der russische Präsident für Hollande, Merkel und auch für die PRESSE kein Guter war, wurde er als Mann mit einer „Doppelstrategie“ beschrieben, welche dieser gar „im Schilde führen“ würde. Die (einseitige) Waffenruhe sowie die Aufstockung des russischen Truppenkontingents wurde mit einer „Ruhe vor dem Sturm“ in Verbindung gebracht. Es wurde durch westliche Militärs und Diplomaten ein (russisches) „Bombenfeuerwerk“ erwartet. Für Dumpfbacken wurde auch die schlichte Phrase „Wenn Assad verliert, dann verliert auch Putin“ eingebaut, es wurden Interessen von Russland erwähnt, aber die nur in Zusammenhang eines „Weltmachtstrebens“. Deswegen wolle Putin auch „Macht demonstrieren“ und den „Westen einschüchtern.“

In dieser Kriegsrhetorik hatten Kriegsursachen, ausländische Mächte, die in Syrien Krieg führen, deren Dauer-Präsenz um Syrien herum, die Horden an Terroristen usw. auch bei den einschlägig bekannten Redakteuren Vieregge, Grimm und Greber keinen Platz.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5106272/Putins-Armada-im-Mittelmeer?from=suche.intern.portal

 

 

Donnerstag
03
November 2016

CON ERA im Triebwerk

 

 

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CON ERA aus Wr. Neustadt geben am Samstag, den 5. November 2016, ihre Debut-Show im TRIEBWERK. 

 

 

Die „Neustadtpunk-Party“ wird außerdem die britischen PETROL GIRLS sowie die Wiener VËRDËRBËR aufbieten, um die Post abgehen zu lassen. 

 

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Triebwerk, Wr. Neustadt.

5. November 2016, Einlass: 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. 

Tagesticket: 8,- Euro.

http://triebwerk.co.at/?events=neustadtpunk-party-2016-day-2-petrol-girls-uk-con-era-verderber

 

 

Donnerstag
03
November 2016

Die Musik-Video-Ecke – 18.

 

TONES ON TAIL mit „Burning Skies“ aus dem Jahre 1983.  

 

 

 

 

Donnerstag
03
November 2016

Kriegshetze, Teil 4.

 

Fortsetzung des Kommentars zum Leitartikel „Putin – ein Ende wie im Kommunismus?“ von Helmut Brandstätter, KURIER, 23. Oktober 2016.

 

Der Chefredakteur des KURIER, Helmut Brandstätter, hatte in der Vergangenheit mehrmals wenig erfolgreich behauptet, dass sein Blatt nichts mit einer „Lügenpresse“ zu tun habe. Viel mehr kann dieser Mann auch nicht tun, denn das Gegenteil lässt sich täglich nachweisen.

In dem Artikel „Selbstmorde unter völlig verzweifelten Kindern in Aleppo“ vom 22. Oktober 2016 (Druckausgabe) hatte die Redaktion des KURIER wie gewohnt das reale Geschehen wie auch die Ursachen für das Scheitern von Versorgung und Evakuierung unterschlagen.

„Die Helfer hatten trotz gegenteiliger Versprechen von Damaskus und Moskau noch immer keine Sicherheitsgarantien“, wurde stattdessen gelogen. Mit dem Verschweigen aller Handlungen der ausländischen Aggressoren sowie jenen der umzingelten Terroristen wurden diese somit medial unterstützt.

Nicht unterstützt wurde dagegen die Versorgung der noch in Ost-Aleppo befindlichen Zivilbevölkerung, wie wir ebenfalls feststellen können, trotz aller geheuchelten Bekundungen der westlichen Massenmedien.

„Das unentwegte Bombardement, die ständige Angst, der Mangel an Wasser und Nahrung und der Verlust ihrer liebsten Familienangehörigen – die Not der seit Monaten unter russisch-syrischem Dauerfeuer liegenden Stadt Aleppo schürt vor allem bei Kindern die Verzweifelung…“, hatte der KURIER diesen Artikel in bester Propaganda begonnen. Der unentwegte Beschuss der Bevölkerung in West-Aleppo durch die von der „Wertegemeinschaft“ unterstützten Terroristen wurde ebenso unterschlagen wie die Bombardements von westlichen Kampfflugzeugen und die Ermordung zahlloser Zivilisten, darunter viele Kinder.

(Der Artikel in der Druckausgabe war weniger umfangreich als jener online. Das Thema um die Sicherheitsgarantien und die aktuellen Geschehnisse hatten zudem gefehlt:

https://kurier.at/politik/ausland/aleppo-selbstmordversuche-unter-veraengstigten-kindern/226.548.882)

 

Am folgenden Tag, am 23. Oktober, hatte Chefredakteur Brandstätter, wie oben bereits angeführt, in seinem als „Meinung“ deklarierten Leitartikel der verlogenen Hetze freien Lauf gelassen:

„Der syrische Diktator Bashar al-Assad bombardiert sein Volk seit Jahren, er hungert es aus und vertreibt es aus den Städten.“

Der Schreibtischtäter des KURIER war anschließend so freundlich, über seine geistige Befindlichkeit Auskunft zu geben.

„Von Protesten westlicher Intellektueller, gar Demonstrationen, hört man nichts,“ echauffierte sich Brandstätter. Er schien so sehr in seiner eigenen Kriegsbegeisterung, seiner Propaganda und den Sympathien für Al-Kaida-Freiheitskämpfer versunken, dass ihm in seinem degenerierten Hirn nicht einmal mehr in den Sinn kam, dass Drecksblätter wie der KURIER und hetzerische Propagandisten wie er selbst in den vergangenen Jahren einen erheblichen Vertrauensverlust erlitten hatten. Deren transatlantische Propaganda hatte mittlerweile ein besonders primitives Niveau erreicht, dass diese für immer mehr Leser oder ehemalige Leser kenntlich geworden war. Warum ging Brandstätter nicht selbst demonstrieren, wenn er sich auch als Anstifter gebärdete?

„Würden die Amerikaner ähnlich agieren, wären viele Botschaften weltweit besetzt“, entblödete sich Brandstätter, als würde er die Begriffe „Angreifer“ und „Verteidiger“ nicht verstehen. Niemand agiert ähnlich wie die USA, die seit ihrem Bestehen so gut wie jedes Jahr irgendwo Krieg geführt haben – als Angreifer.

„Und hilflos beobachten wir wie Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan die einander ewige Feindschaft geschworen hatten zu Brüdern im autoritären Geiste wurden.“

Das Schwören einer ewigen Feindschaft war natürlich Unsinn, das Gestammel von Brandstätter wies hier aber eindeutig auf dessen eigene Hilflosigkeit hin.

„Auch das ist keine gute Nachricht für Europa, da Putin an einer Destabilisierung durch Flüchtlinge natürlich interessiert ist.“

Brandstätter zeigte auf, dass er nichts mehr zu bieten hatte. Er bemühte nun „Europa“ als Empfänger von schlechten Nachrichten, also die Gruppe seiner beeinträchtigten Leser, um diese auf eine Kampfgemeinschaft einzuschwören, die es nicht gibt. Dazu noch leere, unbelegte Behauptungen und die falsche Unterstellung, als wäre „Putin“ für die Flüchtlinge verantwortlich.

„Die neue Freundschaft bringt übrigens unseren Putin-Freunden etwa in der FPÖ, noch eine Schwierige Denkaufgabe: Müssen sie jetzt auch an das Gute in Erdogan glauben?“

Brandstätter am Ende, er konnte nicht mehr anders, als dümmlich zu sein. Das Aus eines armseligen Mannes der kein „Putin-Freund“ war und ist und es niemals sein wird, solange er dafür bezahlt wird, es nicht zu sein. Ein verkommener Mann, der in den stinkenden Enddärmen Washingtons das Licht verloren hat, dass ihm offenbar nicht einmal bewusst war, dass er mit seiner verlogenen und primitiven Kriegshetze Wahlwerbung für die FPÖ betrieb.

Den Rest von Brandstätter seiner „Meinung“, der dreist um Presseförderung buhlt, schenken wir uns, denn es war auch weiterhin eine intellektuelle Beleidigung.

 

 

Dienstag
01
November 2016

Kriegshetze, Teil 3.

 

Fortsetzung des Kommentars zum Leitartikel „Putin – ein Ende wie im Kommunismus?“ von Helmut Brandstätter, KURIER, 23. Oktober 2016.

 

Der in Österreich erscheinende KURIER hatte zwar die Feuerpause der syrischen Armee und den russischen Kräften erwähnt, aber über die weiteren Vorgänge nichts berichtet. Unterschlagen wurde ebenfalls die Tatsache, dass – wie zuvor die ganze Zeit – die in Ost-Aleppo verschanzten Bewaffneten wahllos Raketen und Mörsergranaten in die dicht bevölkerten und unter Regierungskontrolle befindlichen Stadtteile verschossen. Durch diesen Beschuss starben auch am 18. Oktober in West-Aleppo vier Menschen, am 19. Oktober weitere drei neben vielen teilweise schwer verletzten Personen, wie von der syrischen Regierung vermeldet wurde.

Wer der Meinung war, im Boulevard-Blatt „KURIER“ unvoreingenommene Nachrichten vom Schauplatz Syrien zu erhalten, wurde – sofern es überhaupt bemerkt wurde – weiterhin enttäuscht. So wurden diesen Lesern die Informationen unterschlagen, dass die vom Westen unterstützten Takfiri-Terroristen am 20. Juli in Ost-Aleppo gezielt die Transit- und Evakuierungspunkte mit Mörserfeuer belegt haben. Beschossen wurde auch das Hotel, in welchem internationale Journalisten untergebracht worden waren, welche das Geschehen als Augenzeugen verfolgen konnten.

http://www.itv.com/news/2016-10-20/itv-news-witnesses-fierce-gunfight-in-aleppo-despite-ceasefire/

 

Unterdrückt wurde die Nachricht, dass die syrische Regierung und Russland aufgrund dieser Schwierigkeiten einen vierten Tag der einseitigen Feuerpause hinzugefügt hatten.

Unterdrückt wurden Nachrichten über etwa 2.000 Zivilisten, die sich aus Ost-Aleppo evakuieren lassen wollten, aber von Terroristen angegriffen wurden.

https://sputniknews.com/middleeast/201610201046536314-nusra-civilians-aleppo/

Unterdrückt wurde die Nachricht von der öffentlichen Exekution von 14 zivilen Bezirksvorstehern durch Terroristen, welche die Evakuierung von Zivilisten hatten veranlassen wollen. (Laut dem russischem Verteidigungsministeriums).

Unterdrückt wurden die Nachrichten über fortgesetzte Mörserangriffe auf West-Aleppo auch an diesem Tag sowie über die Opfer dieser Terrorakte.

Unterdrückt wurde auch die Nachricht, dass belgische Kampfflugzeuge sechs Kurden in einem Dorf nördlich von Aleppo ermordet hatten. (Laut dem russischen Militär).

https://deutsch.rt.com/newsticker/42099-belgische-luftstreitkrafte-bombardieren-aleppo-mindestens/

Oder die Nachricht, dass französische Luftangriffe 120 Menschen getötet hätten und andere an anderer Stelle weitere 45 Zivilisten. (Quelle Russland/Syrien).

http://sana.sy/en/?p=90968

Unterdrückt wurden Nachrichten über Morde an Einwohnern in Ost-Aleppo, die sich den Terroristen wenig verbunden gefühlt hatten.

Unterdrückt wurde gleichfalls die Nachricht, dass die türkische Luftwaffe auf syrischem Territorium um die 200 Personen umgebracht haben wollte. Laut türkischer Armee soll es bei ihnen um Kurden der YPG-Miliz gehandelt haben, laut syrischer Regierung um Zivilisten.

http://www.hurriyetdailynews.com/Default.aspx?PageID=238&NID=105156&NewsCatID=352

http://sana.sy/en/?p=91133

Unterdrückt wurde auch die Nachricht, dass die UNO am 20. Oktober erklärt hatte, dass ihr die Sicherheitsgarantien von der syrischen Regierung, von Russland und sogar von den in Ost-Aleppo verschanzten Al-Kaida-Verbänden vorliegen würden. (Die genannte Sicherheitsgarantie durch die Al-Kaida-Gruppierungen erscheinen hier allerdings im Widerspruch). 

http://english.ahram.org.eg/NewsContent/2/8/246236/World/Region/UN-plans-evacuations-of-Aleppo-Syrians-on-Friday.aspx

Dann soll es allerdings „Probleme“ mit diesen Sicherheitsgarantien gegeben haben.

 

Dieser kleine Abriss verdeutlicht bereits, dass die Massenmedien wie der österreichische KURIER nichts mit Journalismus und einer ausgewogenen Nachrichtenübermittlung zu tun haben. Es wurde nicht einmal versucht, die russischen und syrischen Angaben zu überprüfen geschweige denn sich an einem eigenen, unabhängigen Bild zu versuchen. Es ist geradezu entlarvend, dass sämtliche Nachrichten ausschließlich nur unterdrückt wurden.

Das Verschweigen von realen Geschehnissen und Verhältnissen war nur eine Möglichkeit, um die Medienkonsumenten zu manipulieren und zu belügen. Das Abschlagen einer Feuerpause für humanitäre Maßnahmen durch die Terroristen, deren Beschuss auf die Korridore und Fahrzeuge für die humanitäre Versorgung wie für die Evakuierung samt medizinischen Einrichtungen und Krankenwagen, welcher sich auch am 21. Oktober fortgesetzt hatte, kurzum: deren Bekämpfung aller humanitären Aktionen durch die vom Westen als Freiheitskämpfer verkauften Terroristen wurde mit keiner Silbe in den westlichen Massenmedien erwähnt. Dafür wurde abermals der Propaganda-Krieg gegen Syrien und Russland hochgefahren, sofern dies überhaupt noch möglich sein konnte.

 

Verschwiegen wurden die Kriegsaktivitäten türkischer Militärs und ihrer Proxy-Terroristen gegen kurdische Milizen und Dörfer auf syrischem Staatsgebiet. Verschwiegen wurden die Bombardements des westlichen Kriegsbündnisses und das Sterben am Boden, welche so gar nicht zur Propaganda passte, dass die syrische wie die russische Regierung für die Massenflucht der Bevölkerung verantwortlich sein sollte.

Verschwiegen wurden die Angriffe von neu ausgerüsteten „moderaten“ Terroristen aus der Provinz Idlib in Richtung West-Aleppo ab dem 21. Oktober.

Unterschlagen wurde auch die Erklärung der durch den türkischen Geheimdienst aufgestellten und durch die Kriegstreiber-Staaten gestützten Oppositionsgruppe „Syrian National Coalition“ in Istanbul, welche die Bemühungen der UNO ablehnte.

https://twitter.com/potifar66/status/789476594654015488

 

Manchmal reicht es, seinem Publikum unkommentiert die Meinung oder die Darstellung der anderen Seite zu präsentieren, um halbwegs eine Balance zu wahren. Die Massenmedien wie der österreichische KURIER hatten aber ihren Konsumenten unangenehme Stellungnahmen wie jene von dem russischen Außenminister Lavrov vorenthalten.

https://www.rt.com/news/363617-lavrov-syria-aleppo-nusra/

Oder jene des syrischen Botschafters.

http://sana.sy/en/?p=91191

Erwähnt wurde auch nicht, dass sich der syrische Präsident Assad am 19. Oktober einem Interview mit dem schweizerischen TV-Kanal SRF-1 gestellt hatte. Dieses Interview ist äußerst lesens-/sehenswert, weil es einerseits einen sehr gebildeten Politiker darstellt und andererseits einen unglaublich erbärmlichen, weil in jeglicher Hinsicht unterlegenden, aber auch handwerklich inkompetenten Propagandisten des „Westens“.

Hier der Artikel zu dem Interview:

http://sana.sy/en/?p=91031

Und hier das Video:

https://youtu.be/b_zMWv804l0

 

Die PROPAGANDASCHAU hatte hierzu einen ebenfalls lesenswerten Artikel aufgelegt.

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/10/21/interview-des-srf-mit-syriens-praesident-baschar-al-assad/

 

Am 18. Oktober hatte die russische Diplomatie die westlichen Terrorunterstützer abermals bloßgestellt. Seit Monaten hatte das russische Außenministerium die USA gebeten, ihnen doch bitte eine Liste zuzustellen, auf welcher die von ihnen angeblich „moderaten“ Bewaffneten aufgeführt sein würden, um diese von den Terroristen trennen zu können. Die USA waren dazu allerdings nie in der Lage gewesen. Obwohl sie sich dazu erst im vergangenen September dazu sogar verpflichtet hatten, waren sie auch dieser Verpflichtung nie nachgekommen.

Nun hatte Russland den Entwurf einer Resolution im UNO-Sicherheitsrat in Umlauf gebracht, in welcher erneut gefordert wurde, die durch westliche Staaten unterhaltenen „moderaten Rebellen“ von den Terrorverbänden der Al-Kaida zu trennen.

http://sana.sy/en/?p=90970

Dies wurde von den USA, England, Frankreich und der ukrainischen Junta abgelehnt.

https://sputniknews.com/politics/201610191046502951-unsc-syria-russia-draft/

Somit hatte Russland abermals verdeutlicht, das die unterschiedlichen Fraktionen von bewaffneten „Rebellen“ und Terroristen in Syrien in Wirklichkeit einer einzigen Interessengemeinschaft dienen. Gleichzeitig hatte es verdeutlicht, dass die westlichen Kriegstreiber gar nicht daran dachten, so etwas wie eine „politische Lösung“ zu suchen. 

 

 

Montag
31
Oktober 2016

Kriegshetze, Teil 2.

 

Fortsetzung des Kommentars zum Leitartikel „Putin – ein Ende wie im Kommunismus?“ von Helmut Brandstätter, KURIER, 23. Oktober 2016.

 

„Der syrische Diktator Bashar al-Assad bombardiert sein Volk seit Jahren, er hungert es aus und vertreibt es aus den Städten“, log und hetzte Brandstätter mit Schaum vor dem Mund. Im Jahre 2014 hatte es in Syrien Wahlen gegeben, wenn auch unter Kriegsbedingungen. Noch 2013 hatte eine Recherche der NATO ergeben, dass etwa 70% der Bevölkerung hinter ihrem Präsidenten Assad stehen würde. Diese Informationen hatten aber keinen Platz innerhalb der Kriegshetze. Diese wurde mit Phrasen gefüttert wie „bombardiert sein Volk“, was zwar nicht logisch und auch vollkommen Fakten frei ist, aber dafür richtig verbrecherisch wirken konnte. Das hatten die Nazis im 3. Reich nicht besser gekonnt.

Der Staat Syrien erwehrt sich einer mit Proxy-Truppen und mordenden Terroristen geführten ausländischen Invasion, aber die schwieg Brandstätter von der Bildfläche. Die existierten in seiner Kriegspropaganda einfach nicht. Dafür führte er wieder die Russen an: „Mithilfe russischer Waffen und russischer Kampfflieger“, ereiferte sich Brandstätter dümmlich. Ja, das dürfen die Russen nämlich – im Gegensatz zu jenen, für die der Schreibtischtäter Brandstätter seine Kriegshetze betrieb.

Die mediale Propagandamaschinerie läuft seit Jahren anhaltend auf Hochtouren, bekam aber innerhalb dessen eruptionsartige Schübe, wenn die Ambitionen der Kriegstreiber auf Schwierigkeiten stießen. Dies war derzeit wieder der Fall, weil der zur Entscheidungsschlacht stilisierte Kampf um Aleppo einen für die beteiligten westlichen NATO-Staaten und ihren verbündeten Golf-Diktaturen ungünstigen Verlauf genommen hatte.

Zuerst hatten Kräfte der kurdischen YPG und der kurdisch geführten SDF die direkte Versorgung der Terrorgruppe „IS“ aus der Türkei unterbrochen. Anschließend war der von Al-Kaida besetzte Korridor bedrängt worden, durch welchen die von Al-Kaida geführten Verbände im Raum von Aleppo versorgt wurden – gleichfalls über den NATO-Staat Türkei. Als es schließlich der syrischen Armee und seiner Verbündeten gelungen war, die in Ostaleppo befindlichen salafistischen Söldner und Terroristen einzuschließen, hatte das mediale Kriegsgeschrei des Westens gegen „Putin“ und „Assad“ ungeahnte Höhepunkte erlebt.

Völkerrechtlich ist die Situation glasklar. Die legitime Regierung von Syrien stemmt sich konform des Völkerrechts mit Hilfe von Verbündeten auf eigenem Territorium gegen die besonders brutalen und perversen Terroraktivitäten von Al-Kaida, IS und deren Verbündeten. Diese Mörderbanden wurden und werden allerdings durch ausländische Mächte ausgebildet, ausgerüstet und finanziert, weswegen eben diese Mächte und deren Sprachrohre in den Massenmedien daran interessiert sind, ihrer Bevölkerung eine Täter-Opfer-Umkehr aufzutischen. Diese ausländischen Mächte wiederum brachen auch mit offiziellen Streitkräften das Völkerrecht und bombten und operierten in Syrien ganz nach Gutdünken. Das ist das Maximale an Verbrechen.

Brandstätter vertrat hier die US-NATO-Kriegspropaganda, welche diese Fakten genau so wie die Terroristen weg log, quasi samt ihrer Unterstützer verschwinden ließ. Wenn sie mal erwähnt wurden, dann nur verharmlosend als „Rebellen“ oder „Aktivisten“, fälschlich auch als „Opposition“. Deren Zugehörigkeiten wurden ebenso wie deren Handlungen unterschlagen. Auch der Chefredakteur des KURIER reduzierte seine primitive Kriegshetze auf NATO-Phrasen, welche bereits seit dem Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien Eingang in die westliche Kriegsrhetorik gefunden hatte und immer wieder angewendet worden war.

Natürlich bombardiert die syrische Regierung nicht das „eigene Volk“, welches in großer Mehrheit hinter dieser steht und von dem die Regierung abhängig ist. Sie wäre bereits zusammengebrochen, wenn dem nicht so wäre. Dieses Volk wird auch nicht „ausgehungert“, was unglaublich abwegig ist und nebenbei die Drangsalierung durch die Sanktionen des Westens unterschlägt. Ebenso wenig wurde und wird dieses Volk auch nicht aus Städten vertrieben, sondern es flüchtet vor dem Krieg und den terroristischen Islamisten, die jeden abschlachten, die sich nicht ihnen anpassen wollen. Die Reduktion eines Brandstätters auf verlogene Phrasen sollte einzig und allein zur Dämonisierung der syrischen Regierung und ihrer Verbündeten dienen, um Zustimmung für den Krieg gegen Syrien zu entfachen und in weiterer Folge Stimmung gegen Russland zu schüren. .

Als Helmut Brandstätter seine Kriegshetze verfasst hatte, hatte zuvor das russische Außenministerium und die syrische Regierung am 17. Oktober (Dienstag) eine achtstündige einseitige Waffenruhe für den 19. Oktober (Donnerstag) in Aleppo verkündet, die am 18. Oktober (Mittwoch) auf 12 Stunden (bis 19 Uhr Ortszeit) erweitert worden war. Hierbei sollten Hilfsorganisationen der UNO ausreichende Gelegenheit gegeben werden, um humanitäre Güter in das von Terroristen besetzte Ost-Aleppo zu schleusen und gleichzeitig Kranke und Verletzte abzutransportieren. Gleichzeitig wurden sichere Übergänge aus Ost-Aleppo geschaffen, welche es den dort noch verblieben Teilen der Einwohner ermöglichen sollte, die umkämpften Gebiete zu verlassen.

Wochenlang war zuvor heuchlerisch genau diese Maßnahme auch durch die Westmedien gefordert worden, um gleichzeitig fälschlicherweise zu behaupten, dass die Versorgung einer notleidenden Bevölkerung durch die syrische Regierung durch Bürokratie oder einfach nur durch Bösartigkeit verhindert werden würde. Unterschlagen wurden grundsätzlich Informationen wie jene, dass sich in Aleppo rund 1,5 Millionen syrische Bürger unter dem Schutz der syrischen Regierung befinden, während der von den Terroristen besetzten Ostteil der Stadt weitgehend entvölkert ist. Unterschlagen wurden Informationen über Versuche, mit Hilfskonvois getarnt Kriegsmaterial aus der Türkei nach Aleppo an die Terroristen zu transferieren. Unterschlagen wurden auch die vergeblichen Versuche der syrischen Regierung, die Söldner und Terroristen zur Aufgabe zu bewegen und ihnen sogar einen freien Abzug in die von Al-Kaida beherrschte Provinz Idlib anzubieten.

Und so musste es für die medialen Sprachrohre der Kriegstreiber unglaublich peinlich sein, dass am 18. Oktober der Anführer der „Nur al Din Zanki“-Gruppierung öffentlich seine Verbundenheit mit Al-Kaida aka Nusra-Front erklärte und jeglichen Waffenstillstand ablehnte. Auch die Gruppierungen „Ahrar al-Sham“ und „Fastaqim“ hatten eine gleiche Stellungnahme über ihre eigenen Kanäle veröffentlicht.

http://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-rebels-idUSKCN12I14B

 

Diese Stellungnahmen unterliefen natürlich die westliche Kriegspropaganda, die sich immer darum bemüht hatte, alle anderen Formationen außerhalb der Labels „IS“ und „Nusra“ als „moderat“ und als „Rebellen“ oder gar „Oppositionelle“ zu verkaufen, nur keinesfalls als vom Westen abhängige Söldner und Terroristen.

Die bewaffnete Gruppierung „Nur al Din Zanki“, um hier nur auf diese kurz einzugehen, wird von den USA ausgehalten und von diesen (und ihren Parteigängern) seit ihrer Existenz als „moderat“ eingestuft, hatte aber wahllos gemordet wie alle anderen Terrorverbände und war auch nicht davor zurückgeschreckt, einem Kind vor der Kamera bei lebendigem Leibe den Kopf abzuschneiden. Und nun hatte der Anführer dieser „moderaten“ Halsabschneider auch noch erklärt, mit der Terrororganisation „Nusra-Front“ weiterhin zusammenzuarbeiten.

Erstaunlich ist dies allerdings nicht, gehören sämtliche Formationen ohnehin zur „Al-Kaida“, welche im Raum Aleppo von den USA, der Türkei und Saudi-Arabien ausgehalten werden. Und weil dem so ist, gelangten weder diese Informationen noch das Interview mit dem „Zanki“-Anführer in den medialen Propagandaapparat des Westens. So wurde des weiteren die Information unterschlagen, dass die in Ost-Aleppo von Al-Kaida geführten Terroristen die Evakuierung der noch in ihrem Einflussbereich befindlichen Einwohner abgelehnt hatte. Der Grund ist taktischer Natur: die Terroristen benötigen die Menschen als Schutzschilde.

Der örtliche Al-Kaida-Sprecher hatte am 19. Oktober ebenfalls eine Evakuierung von Zivilisten und die Teilnahme an der Feuerpause abgelehnt.

https://twitter.com/maytham956/status/788681026650464256

 

Teil 3 folgt.

 

Freitag
28
Oktober 2016

Kriegshetze. Teil 1.

 

Ein Kommentar zum Leitartikel „Putin – ein Ende wie im Kommunismus?“ von Helmut Brandstätter, KURIER, 23. Oktober 2016.

„Der russische Präsident will an vermeintlich große Zeiten anschließen. Und zwar um fast jeden Preis“, tat Helmut Brandstätter eingangs kund. Damit war die Richtung vorgegeben: Putin als Größenwahnsinniger, Putin als verwerflicher Politiker, Putin als Urheber allen Übels, Putin, Putin, Putin. Um dann bei dieser Gelegenheit auch noch über Donald Trump her zu ziehen, einem der beiden verbliebenen US-Präsidentschaftskandidaten, den Brandstätter als unreifen alten Mann bezeichnete.

In einem besonders abstoßenden Leitartikel gebar sich Chefredakteur Brandstätter im österreichischen KURIER als skrupelloser Lakai der US-Finanz- und Kriegsmafia, welche die Eskalation gegenüber Russland und Syrien voranzutreiben versucht. Deren US-Kandidaten heißt Hillary Clinton, die Brandstätter somit auch als die seinige deklarierte.

Er behauptete wahrheitswidrig, dass Trump den „Amerikanern“ nicht habe klar machen können, warum es unter seiner Führung besser gehen sollte. Brandstätter pauschalisierte unzulässig, als würde es sich bei dem „Amerikaner“ um eine homogene Einheit handeln und verschwieg zudem, dass das Wahlprogramm von Trump vor allem eine innenpolitische Gewichtung beinhaltete, welche (angeblich) tatsächlich den „Amerikanern“ zugute kommen sollte. Nicht nur das, Trump warb – zumindest innerhalb seines Wahlkampfes – um Deeskalation und Dialog mit Russland.

Dies im Gegensatz zur von der Wall Street finanzierten Hillary Clinton, weswegen Brandstätter als deren Parteigänger weder auf die Begründung seiner Behauptung einging noch auf die Inhalte und Ziele einer Clinton. Stattdessen schwenkte er zur Außenpolitik um, welchen den von ihm zuvor genannten „Amerikanern“ zumeist vollkommen scheißegal ist. Dessen Belange waren für Brandstätter nun nicht mehr von Interesse.

„Eine Präsidentin Hillary Clinton wird sofort Außenpolitik machen“, warb Brandstätter, „und einen schweren Fehler von Barack Obama gutmachen müssen, nämlich die völlig falsche Einschätzung von Wladimir Putin.“

Was wollte Brandstätter seinen Lesern mitteilen? Clinton würde sofort Putin richtig einschätzen, wollte er wissen lassen. Sehr gut, und dann?

„Obama hat den russischen Präsidenten niemals ernst genommen“, beklagte sich Brandstätter. Seine Hoffnung schien getragen von dem Glauben, dass Hillary Clinton diesen Putin ernst nehmen würde. Sehr gut, und dann?

„So steht am Ende der Amtszeit Obamas ein Russland, das wirtschaftlich ständig schwächer wird, gleichzeitig aber den Nahen Osten durch das (brutale) Eingreifen in Syrien dominiert, mit Atomwaffen spielt und die uneinigen Europäer lächerlich aussehen lässt.“

Hier wurde die Intention von Brandstätter deutlich. Die Russen hätten zwar ihre Wirtschaft nicht im Griff, würden aber dennoch in Nahost „dominieren“ und „Europäer“, zu denen übrigens auch der Westen Russlands zählt, lächerlich machen. Diese seine Meinung, die er Fakten frei als Realität verkaufen wollte, gedachte Brandstätter offensichtlich nicht hinzunehmen. Und deswegen wünschte sich Brandstätter eine Hillary Clinton als US-Präsidenten, um das russische Reich des Bösen in die Schranken zu weisen, also Putin „richtig einschätzen“ und „ernst nehmen“.

Seit ihrer Amtszeit als US-Außenministerin hatte Clinton keinen Zweifel daran gelassen, dass Konfrontation, Eskalation, Krieg und Massenmord für sie ein probates Mittel ist, um ihre Klientel (Finanz, Rüstungs- und Energie-Lobby) zufrieden zu stellen. An ihren Händen klebt das Blut zahlloser Ermordeter in Libyen, Syrien und sonstwo. Noch im TV hatte sie sich über die bestialische Ermordung von Gadaffi lustig gemacht, sich wohl gefühlt als Mörderin.

Brandstätter schien dies zu gefallen, ohne es direkt zu artikulieren. Stärke solle Hillary Clinton zeigen, ließ Brandstätter zwischen den Zeilen durchblicken. Genau jene Clinton, welche durch die gleiche Medienmafia unterstützt wird, der auch Brandstätter angehört.

Als Vertreter von ausländischen Interessen gehört das Lügen zu seinem Beruf wie das Amen in der Kirche. So steht Russland trotz Einbrüche wirtschaftlich immer noch besser da, als die meisten anderen Staaten, was Brandstätter nicht erwähnte. Die Ursache des russischen militärischen Engagements in Syrien nannte er gleichfalls nicht, aber es missfiel ihm ganz und gar.

Russland führt gemeinsam mit dem syrischen Staat Antiterror-Operationen auf syrischem Staatsgebiet gegen vom Ausland unterhaltene Söldner und Terroristen durch. Nein, das muss man nicht mögen, auch wenn der Rückschluss bezüglich der Person Brandstätter ein verheerender sein muss. Allerdings blieb es dessen Geheimnis, warum er sich nur auf die russischen Antiterror-Operationen bezog und nicht jene der seit 2001 weltweit von den USA durchgeführten kritisierte. Ja, weil die Russen „brutal“ wären, wer hätte das gedacht. Typisch russisch. Die würden auch mit Atomwaffen „spielen“, befand er, um das Bild vom russischen Wahnsinnigen zu schärfen.

Davon weiß zwar niemand etwas außer er selbst, machte sich aber gut in seiner Diffamierung, weil er als Europäer lächerlich aussah, wie er selbst eingestand. Hierbei unterschlug er wie nebenbei, dass die einzigen, welche nicht mit Atomwaffen und Nuklearmunition herumgespielt, sondern diese auch eingesetzt haben, eben jener Staat in Übersee ist, als deren bezahlter Parteigänger sich Brandstätter verpflichtet fühlte. Aber das sind Kleinigkeiten, die für einen Propagandisten vernachlässigbar sein müssen, wenn es nur der Diffamierung dienlich ist.

„Die von vielen dummen Lügen begleiteten Attacken russischer Truppen in der Ukraine haben ja irgendwann doch zu Sanktionen des Westens gegen Moskau geführt“, log der Chefredakteur vom KURIER jene an, die sich seinen Dreck noch antun wollten. Es gab nie einen Angriff russischer Truppen auf die Ukraine, wohl gab es aber einen vom Westen gestützten und mit Hilfe von Nazis durchgeführten Putsch gegen die legitime ukrainische Regierung, es gab Massaker und dann einen Kriegszug durch das Putschregime gegen die mit dem Putsch nicht einverstandene Bevölkerung der Ostukraine, die kurzerhand pauschal zu Terroristen erklärt worden war – und die erst in der Folge bei ihrer Verteidigung indirekt Hilfeleistungen von Russland erfahren hatte.

Das ist alles dokumentiert, passte aber für Brandstätter nicht zu seiner Hetze. Also unterstellte er als Befürworter des von den USA diktierten Wirtschaftskrieges dem russischen Präsidenten, dass dieser ein Ende der Sanktionen als Aufforderung verstehen würde, in der Ukraine weiter für Unfrieden zu sorgen.

„Aber auch die westliche Zivilgesellschaft steht hilflos vor dem Krieger aus dem Kreml“, kam Brandstätter weiter mit verlogener Kriegsrhetorik daher. „Krieger“ sind hier wie immer die anderen, aber nicht jene, die ständig Krieg führen. Wen immer Brandstätter mit „Zivilgesellschaft“ gemeint haben mag, er selbst gehört nicht dieser an. Sein Handwerk ist Kriegspropaganda, das ist nicht zivil. Die Gegner seiner Herren werden personifiziert, diffamiert und dämonisiert, deren Sicht nicht genannt, reale Verhältnisse verschwiegen und verzerrt, um mit dem Finger wie 1941 nach Osten zeigen zu können.

So behauptete Brandstätter eine angebliche Hilflosigkeit des „Westens“ und unterschlug, dass eine ganze Reihe von NATO-Staaten direkt wie indirekt in dem Krieg gegen Syrien involviert sind und dieser Krieg bereits seit 2001 von den USA geplant worden war. Natürlich musste Brandstätter alles unterschlagen, was nicht in die verbrecherische Kriegspropaganda passte, sonst wäre es keine. Mit der behaupteten Hilflosigkeit des „Westens“ versuchte Brandstätter Empörung in seinem eher minderbemittelten Publikum zu generieren, um den Ruf nach Stärke, Härte, Eskalation und letztlich nach mehr Krieg zu provozieren.

Mit einer „Zivilgesellschaft“ hatte dies nichts zu tun, denn deren Mehrheit will nach wie vor keine Kriege. Doch wurde und wird diese „Zivilgesellschaft“ täglich von verkommenen Propagandisten der ferngesteuerten und einheitlichen Massenmedien belogen, um die Kriegsbegeisterung zu schüren oder wenigstens eine stille Toleranz zu erreichen. Blätter wie KURIER, PRESSE und STANDARD weisen tagtäglich mit ihrem transatlantischen Propagandabrei nach, wessen Interessen sie dienen. Es sind nicht die unseren.

 

Teil 2 folgt.

 

Mittwoch
26
Oktober 2016

Die Musik-Video-Ecke – 17.

 

SEBADOH mit „Happily Devided“ aus dem Jahre 1993:

 

 

Eine Variation:

 

 

 

Mittwoch
26
Oktober 2016

Kleine Propagandaübersicht – 17/2/2016. Teil 3.

 

Ratte 0

 

 

„Das Ende der Willkommenskultur.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Eine echte „Willkommenskultur“ hatte es politisch nie gegeben, denn diese war auferlegt worden. Diese kann dennoch existieren – mit kontrollierter Einreise.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4927022/Asyl_Das-Ende-der-Willkommenskultur

 

„Allzu billiges Erdöl schadet uns allen.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Möchte jedenfalls Matthias Auer mit billigen Milchmännchen-Rechnungen den Lesern glauben machen. Und wir glauben, dass diese „Meinung“ zu 75% von der Finanzlobby und zu 25% von der Energielobby bezahlt wurde.

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4927247/Allzu-billiges-Erdol-schadet-uns-allen

 

„Das Match um die Bad Bank.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Kriminalität in der Heimat und der Verlust von Milliarden Euros. Wenn irgendwo etwas fehlt, dann besitzt es ein anderer. Wer?

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4927282/HypoUAusschuss_Das-Match-um-die-Bad-Bank-

 

„Ein Britendeal mit Restrisiko.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Cameron auf dem Wege, sich zu verspekulieren.

http://diepresse.com/home/politik/eu/4927291/Countdown_Ein-Britendeal-mit-Restrisiko-

 

„Premier Jazenjuk übersteht Misstrauensvotum.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Jutta Sommerbauer bezeichnete „Jaz“ als damaligen Wunsch-Kandidaten des „Westens“ für das Amt des ukrainischen Premiers. In Wirklichkeit war er der Kandidat der USA, welche damals sehr viel Geld investiert hatte, um ihn ins Amt zu putschen – Massenmorde inklusive.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4927288/Ukraine_Premier-Jazenjuk-ubersteht-Misstrauensvotum

 

„Verfahren gegen Ex-Staatschef Sarkozy eröffnet.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Sarkozy konnte von Glück reden, dass mit dem ermordeten libyschen Staatschef und dessen Regierung wichtige Zeugen verschwunden waren. Dafür hatte Sarkozy, gemeinsam mit NATO-Partnern, selbst gesorgt.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4927975/Das-Sundenregister-des-Nicolas-Sarkozy-

 

„Wie sich Araber in Bosnien einkaufen.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Mit Petro-Geldern. Steinzeit-Wahhabiten werden sich bald auch in Europa wie zu Hause fühlen.

http://diepresse.com/home/panorama/welt/4927294/Wie-sich-Araber-in-Bosnien-einkaufen-

 

„Die Scheinlösung der Ölproduzenten.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Wenn es um die eigene „Kohle“ geht, dann ist der Handel auch über Gräben hinweg möglich.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4927266/Ol_Die-Scheinlosung-der-Olproduzenten-

 

„Die Schicksalsschlacht von Aleppo.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Der Pathos in der Überschrift deutete bereits auf Alfred Hackensberger hin, und tatsächlich, dem war auch so. Hackensberger, der auch für den Springer-Konzern arbeitet, erzählte wieder Geschichten, die er seinen Lesern bereits häufiger ähnlich in Romanform verkauft hatte. Als würde er neben dem Zaun stehen und die Vorgänge beobachten.

Nach einer langen atmosphärischen Einleitung platzierte er den ersten Unsinn: die Russen würden den türkischen Grenzsoldaten ermöglichen, zu einen Nebenverdienst zu kommen, indem diese sich illegale Grenzübergänge der Flüchtlinge mit Schmiergeld bezahlen lassen würden. Mit anderen Worten: die „Russen“ wären für die Korruption der „Türken“ verantwortlich.

Hackensberger wurde dann konkreter und behauptete, dass mehr als 100.000 Syrer vor den Bomben Russlands geflohen sein „dürften“. Ganz genau weiß er es nicht, aber dass es die Russen waren, das weiß der Schmierfink genau. Syrer, die vor Russen fliehen, so das Zerrbild, welches hier transportiert werden sollte.

Die zahlreichen anderen Konfliktparteien, welche in Syrien seit 2011 bomben und massakrieren kamen bei Hackensberger nicht vor, genau so wenig wie die Tatsache, dass die Masse der Bevölkerung bereits vor dem Eintreffen des russischen Kontingents geflohen war – entweder ins Ausland oder in von der syrischen Regierung kontrollierten Territorien.

Aber darum ging es ja nicht in der massenmedial orchestrierten Hetz-Kampagne. Die Russen sollen an allem Schuld sein, so die Propagandalinie, und Aleppo aus dieser Sicht davon bedroht, vom Terrorismus befreit zu werden. Das konnte auch Hackensberger nicht akzeptieren, er sah die Nachschubroute der Al-Kaida geführten Terroristen nach Ost-Aleppo in Gefahr, abgeschnitten zu werden.

„Sollte das Regime Erfolg haben, wäre Aleppo von der Außenwelt abgeschnitten“, schrieb er mahnend, um sich bei dieser Gelegenheit noch deutlicher als Freund der Terroristen zu outen. Aleppo war narürlich nicht abgeschnitten, denn immerhin etwa 1,5 Millionen syrische Bürger leben dort unter dem Schutz der syrischen Armee. Die Terroristen unter Führung Al-Kaidas im entvölkerten Ostteil der Stadt wären abgeschnitten, und zwar von ihrer „Außenwelt“ in Gestalt von Al-Kaida und IS-Unterstützer Türkei und deren Verbündete wie USA und Saudi-Arabien. Aber das kam einem Kriegspropagandisten wie Hackensberger natürlich nicht in den Sinn, er vermochte sich auch nicht richtig darüber freuen, dass es der syrischen Armee gelungen war, die lange durch Söldner und Terroristen belagerten Städtchen Nubl und Zahraa zu erreichen. Hackensberger nannte die Bevölkerung der beiden Orte „shiitisch“, als würde die Konfession eine Rolle spielen. Dies verursachte  einen weiteren üblen Beigeschmack, als würde der PRESSE-Propagandist an den konfessionellen Bruchlinien agieren wollen. Nubl und Zahraa wurden übrigens bereits am 3. Februar vom Terrorismus befreit.

Hackensberger ließ dann wieder einmal andere Leute reden, die – wie es der Zufall bei ihm immer wollte – den Söldnern und Terroristen penetrant freundlich gesinnt waren. Die von ihm aufgestellte neue Figur nannte sich „Wael“, angeblich ein „Journalist“ und „Fotograf“, den wir allerdings nirgendwo nachweisen konnten. Dieser Mann soll auch prompt die Sicht der Kriegstreiber geäußert und sich beklagt haben.

Allerdings verriet der Text von Hackensberger, welchem Lager dieser „Wael“ angehörte. Diese Peron wurde zwar aus Aleppo stammend bezeichnet, doch wurde gesagt, dass sich dessen Familie in Idlib befinden würde. Idlib wurde allerdings im Frühjahr 2015 von der Terrorfraktion „Nusra-Front“ erobert, also von Al-Kaida. Da Hackensbergers „Wael“ problemlos zwischen den regierungsfeindlichen Territorien pendeln sollte, kann er somit den Terroristen zugeordnet werden.

Hackensberger wollte offenbar seiner nicht vorhandenen journalistischen Sorgfaltspflicht nachkommen und eine zweite Meinung einholen. Diese stammte wiederum aus dem terroristischen Lager, präsentiert durch einen „Abu Fares“ als Sprecher der „Schami-Front“. Hackensberger meinte, dass es sich bei diesem Verband um „einer der stärksten Milizen in Aleppo“ handeln würde.

Diese „Miliz“ besteht allerdings aus Söldnern und Terroristen, was Hackensberger so nicht sagen darf. Die „al-Jabhat al Shamiya“ ist bekannter unter der Bezeichnung „Levante-Front“, einem Bündnis mehrerer salafistischer Gruppierungen wie die „Islamische Front“ einschließlich den Mördern der Al-Tawhid-Brigade, wie die „Armee der Mudschaedin“ oder den durch die bewaffneten Zengi-Brigaden, welche auch vor laufender Kamera Kindern bei lebendigem Leibe die Hälse durchschneiden. Das sind Hackensbergers „Milizen“, die allesamt durch die USA, Türkei und Saudi-Arabien finanziert und bewaffnet wurden. Er ließ diesen „Abu Fares“ (Identifizierung war schwer möglich, da es mehrere Personen dieses Namens gibt. Als angeblich ehemaliger Angehöriger der syrischen Armee von uns nicht nachweisbar. Allerdings gibt es einen „Abu Fares“ in dem sog. „Aleppo-Media-Center“, einer durch die USA und Frankreich finanzierten Propagandaeinrichtung. Nicht unwahrscheinlich, dass Hackensberger deren Berichte aus erster Terroristenhand aufsammelte) damit prahlen, wie gut seine Truppe gegen Angriffe vorbereitet sei, um ihn dann behaupten zu lassen, dass er keinen Zweifel habe, dass das „Assad-Regime“ keine politische Lösung haben wolle.

Propaganda pur. Zum einen gibt es nirgendwo einen Staat, der mit durch das Ausland gestützte Terroristen zu einer „politischen Lösung“ kommen wolle, zum anderen kann es keine geben, da es sich bei den Terroristen vor allem um Ausländer handelt und der syrische Anteil gering ist. Das wissen diese Leute am besten, weswegen ausschließlich auf Krieg und Terror gesetzt wird. Bezeichnenderweise besaß/besitzt die Terrorvereinigung „Levante-Front“ gar kein politische Programm.

Und zu guter letzt: der von Hackensberger genannte „Jassir Darwisch“ und als „Direktor“ eines „Freien Gesundheitsdienstes von Aleppo“ verkauft, ist identifiziert. Dieser Mann heißt Jasser Darwasch, er ist Mediziner und bewegt sich innerhalb der Terroristenszene. (Was durch Frau Ursula Behr dokumentiert wurde). Ein „Bassem Ayoub“ konnte dagegen nicht identifiziert werden, die genannte „Hilfsorganisation Syrischer Traum“ existiert (öffentlich) nicht.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4927262/Syrien_Die-Schicksalsschlacht-um-Aleppo-

 

„Türkei fordert Einsatz von Bodentruppen.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Kriegstreiber fordern Krieg in einem anderen Land, den sie mit Proxy-Truppen seit langem führen. Angeblich gegen den sog. „IS“, welcher von – Überraschung – eben diesen Kriegstreibern die ganze Zeit versorgt wurde. Innerhalb dieser Kriegshetze wird das NATO-Wording verwendet: hier „Ankara“ und „Riad“ bzw. „Königshaus“, dort das „Regime“ mit seinen „Regimetruppen“. Terroristen und Söldner gaben wie gewohnt die „Rebellen“, sofern diese erwähnt wurden. Die in Syrien mit Todesschwadronen marodierenden Kriegstreiber wurden nicht beanstandet, wohl aber die Antiterror-Operationen des „Regimes“ mit ihrem „Machthaber“ und den „Russen“.

„Unter „Terroristen“ fallen im Sprachgebrauch des Regimes nicht nur Jihadisten wie der „IS“ oder die al-Nusra-Front, sondern alle bewaffneten Aufständischen – also eigentlich auch die, mit denen nun die Waffenruhe vereinbart werden sollte“, deklarierten sich REUTERS und PRESSE als verlogene Anhänger des Terrorismus. „Terroristen“ in Anführungszeichen gesetzt, als wäre dies bei „IS“ und „Al-Kaida“ strittig und nur im „Sprachgebrauch des Regimes“ üblich; dazu die Leugnung, als wäre alle übrigen Banden nicht mit ihnen verbündet. Deren Anführer erklärten dies allerdings auch öffentlich, womit sie aber nur das Sichtbare bestätigten.

 

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4927248/Turkei-fordert-Einsatz-von-Bodentruppen?_vl_backlink=/home/index.do

 

„Terror-Anklage: Morde, serienweise.“ PRESSE, 17. Februar 2016.

Manfred Seeh stellte fest, dass in Österreich bislang noch nie ein Beschuldigter wegen Mordes im Zusammenhang mit dem sog. „IS“ angeklagt worden ist. Darauf kann es mehrere Antworten geben, auf welche eine andere folgen könnte: warum wurde bislang niemand einer anderen Terrorfraktion wie „Jabhat al-Nusra“ oder „Ahrar al-Sham“ angeklagt?

Vor dem Gericht in Graz standen Männer, denen regelrechtes Massenmorden an Zivilisten vorgeworfen wurde. Interessant wäre hier aber auch die Aufklärung, in wessen Auftrag sie gehandelt und wer sie dabei unterstützt hatte.

Eines ist aber klar: die operative Basis befand sich im NATO-Staat Türkei. Die von Seeh genannte Zugehörigkeit zur Terrorgruppe „Dschaisch al-Muhadschirin wal-Ansar“, sollte dies zutreffen, würde sie einem durch die USA unterstützten salafistischen Terrorverband zuweisen, die zusammen mit der Nusra-Front den Terrorkrieg gegen den syrischen Staat und dessen Bevölkerung führt. Mit „IS“ hatte das wenig zu tun, weil sämtliche Terroristen in verschiedene Einheiten gegliedert sind, aber von den selben Hintermännern bewaffnet, bezahlt und geführt werden, um ein und dieselben Ziele zu erreichen.

Die Anklageschrift deutete somit ganz andere Verhältnisse an als jene verlogenen, welche täglich auch von den österreichischen Massenmedien propagiert wurden und werden. Denn die Kriegspropaganda behauptete, dass die syrische Regierung „das eigene Volk“ umbringen würde, während diese vollkommen abgestumpften Mörderbanden als „Rebellen“ verharmlost wurden und werden.

Wir werden dieses Thema zum gegebenen Zeitpunkt separat behandeln.

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4927268/TerrorAnklage_Morde-serienweise

 

Ratte 0

 

Montag
24
Oktober 2016

Die Musik-Video-Ecke – 16

 

Mit einem anderen Sound: THE SOUND mit dem Titel „I can’t escape myself“ aus dem Jahre 1980. 

 

 

 

Montag
24
Oktober 2016

Kleine Propagandaübersicht – 17/2/2016. Teil 2.

 

Ratte 0

 

 

„Die Zukunft Omans liegt in einem Briefkuvert.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

Gudrun Harrer in ihrem Element: Königshäuser, dieses Mal der Oman. Aristokratien, Autokratien, Diktaturen in 1000 und einer Nacht, alles wunderschön, so lange es sich nicht um den gewählten „Diktator“ Assad aus Syrien handelt. Oder irgendeinen anderen legitimierten Staatschef, den die USA zum Abschuss frei gegeben haben.

http://derstandard.at/2000031212733/Die-Zukunft-Omans-liegt-in-einem-Briefkuvert

 

„Libyens alte Garde will auch nicht aufgeben.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

Astrid Frevel schrieb unter der Überschrift: „Fünf Jahre nach der Abkehr von Diktator Muammar al-Gaddafi droht dem Land der Niedergang.“

Einen besonders bestialischen Mord durch NATO-Söldner als „Abkehr“ zu bezeichnen war schon mehr als dreist. Außerdem schien sie noch nicht mitbekommen zu haben, dass der Niedergang Libyens durch die NATO-Bomber und Söldnerhaufen bereits vollzogen worden war – mit einer Zerstörung, im STANDARD als „Revolution“ bezeichnet. Frevel selbst ließ auch keinen Zweifel daran, dass ihr die Stammesräte unter Gaddafi unsympathisch gewesen war, künstlich und „bizarr“.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160217/281582354687834/TextView

http://derstandard.at/2000031204258/Abkommens-von-Shikrat-koennten-an-Libyens-alter-Garde-scheitern

 

„Eine Trumpfkarte namens George W. für Jeb Bush.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

Sein Trumpf hieß Mord, Massenmord. Für Frank Herrmann nicht die Rede wert.

http://derstandard.at/2000031210787/Eine-Trumpfkarte-namens-George-W-fuer-Jeb-Bush

 

„Machtkampf in Kiew geht weiter.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

Aber der von den USA eingesetzte Faschist Jazenjuk in seiner Rolle als Ministerpräsident blieb noch im Amt.

http://derstandard.at/2000031219919/Ukrainischer-Regierungschef-Jazenjuk-ueberstand-Misstrauensvotum

 

„Tiefer Ölpreis beginnt auf den Banken zu lasten.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

András Szigetvari berichtete hier über die Sorgen der Finanzmafia, deren faulen Geschäften eine Beeinträchtigung drohte.

http://derstandard.at/2000031216230/Tiefer-Oelpreis-beginnt-auf-den-Banken-zu-lasten

 

„Russisch-saudischer Anlauf zur Ölpreiswende.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

Wirtschaftskrieg innerhalb der Öl-Branche.

http://derstandard.at/2000031236421/Russisch-saudischer-Anlauf-zu-Oelpreiswende

 

„Dominos können nach allen Seiten umfallen.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

Populist Hans Rauscher kam mal wieder nicht umhin, ein wenig Dreck zu platzeren: „Wenn Putin weiterhin Syrer über die türkische Grenze bombt…“

Diese Behauptung ist in jeglicher Hinsicht falsch. Kriegshetze und Unterstützung von Terrorismus nennen wir so etwas. Dokumentiert.

http://derstandard.at/2000031213117/Dominos-koennen-nach-allen-Seiten-umfallen

 

„Assad und die Feuerpause. Realitätsverlust.“ STANDARD, 17. Februar 2016.

Auf Kriegshetze versteifte sich auch Gudrun Harrer, allerdings unglaublich wirr und debil.

„Vor einem halben Jahr bestand die nationale syrische Armee nur noch aus einem Haufen dem Regime zuzurechnender Milizen“, behauptete Harrer. Sie brachte es fertig, innerhalb eines Satzes mehrere Lügen und Dummheiten unterzubringen. Natürlich ist die Syrisch Arabische Armee (SAA) national, weil es keine internationale gibt. Sie war und ist eine Armee des Staates Syrien und hat nie eine Strukturveränderung zu einer „Miliz“ durchlaufen. „Remine“ ist ein Propagandabegriff, und das Militär des Staates genau das und nicht diesem „zuzurechnen.“ Da Harrer auch den Begriff „Haufen“ verwendete, war es ihr um nichts anderes gegangen, als um eine bewusste Diffamierung im Zuge einer Falschdarstellung. Terroristen log sie wie gewohnt zu „Rebellen“ um. Also Kriegspropaganda.

Harrer phantasierte, dass dem syrischen Präsidenten Assad der Sinn für die Realität abhanden kommen würde, welche sie demnach für sich selbst unausgesprochen beanspruchte. Sie empörte sich darüber, dass Präsident Assad in Interviews reden würde, als habe er den Ausgang des Krieges in seinem Land in der Hand. Das hatte er allerdings so nie gesagt und wäre auch unrealistisch, da er die Aggressoren überhaupt nicht beeinflussen kann.

„Er bestimmt, wann Schluss ist – und die geplante Feuerpause, die die Außenminister der USA und Russlands in München ankündigten, sei eine schwierige Sache, lässt er die Welt wissen“, versuchte Harrer weiß zu machen.

Sie schien kein einziges Interview gesehen/gehört zu haben, denn der syrische Staatschef hatte nicht anderes verdeutlicht, als dass er nach wie vor alles dran setzen werde, das Land vom Terrorismus zu befreien.

Was jedem verständlich sein wollte, war für Harrer „Zynismus“ und „Größenwahn“. Auch befand sie, dass Assad sich mit seiner Absicht, das Land gegen Terrorismus zu verteidigen und die selbstverständliche Souveränität des Staates wieder herzustellen, als Akteur für die Zukunft disqualifiziert habe. Offensichtlich bevorzugte Harrer in ihrer bezahlten Meinung eine vom Ausland gesteuerte Al-Kaida-Regierung.

http://derstandard.at/2000031213672/Assad-und-die-Feuerpause-Realitaetsverlust

 

Wann steht diese widerliche Person endlich wegen Kriegshetze vor Gericht?

 

Ratte 0

 

 

Sonntag
23
Oktober 2016

Die Musik-Video-Ecke – 15.

 

Ebenfalls aus dem Jahr 1985 die BOLLOCK BROTHERS mit „Faith Healer“:

 

 

Dabei handelte es sich um einen gelungenen Cover des Originals aus dem Jahre 1973 von Alex Harvey:

 

 

 

Sonntag
23
Oktober 2016

Kleine Propagandaübersicht – 17/2/2016. Teil 1

 

Ratte 0

 

„Der Gesetzgeber verschaukelt die Bürger.“ KURIER, 17. Februar 2016.

Brandstätter beschwerte sich zu recht über das Gebaren der Parteienförderung, lag aber bei einem anderen Aspekt vollkommen daneben.

„Die aktuelle Kritik ist auch ein guter Anlass, darüber nachzudenken, wie sehr Politiker mit Geld das Volk beeinflussen können. In den USA zeigt Bernie Sanders gerade, dass die Wähler eher einem ehrlichen „Armen“ vertrauen, als der mit Millionen von der Wall Street ausgestatteten Hillary Clinton.“

Sanders hatte allerdings nie eine Chance, dafür aber die Funktion, Clinton ein Wähler-Lager zuzuführen, auf welches sie kaum Einfluss hatte nehmen können. Da bleibt das Geld dort, wo es investiert wird – bei den eigenen Kandidaten. Und nicht zu vergessen die kostspielige Medienmaschinerie, welche den Wählern ihre geringe Wahlmöglichkeit auch noch abzunehmen versuchte.

https://kurier.at/meinung/kommentare/innenpolitik/der-gesetzgeber-verschaukelt-die-buerger/181.423.376

 

„“Kleinbauern leiden am meisten“: Dürrekatastrophe in Afrika.“ KURIER, 17. Februar 2016.

Es war wieder soweit: Hunger in Afrika, alle drei Monate mal eine Erwähnung wert.

https://kurier.at/politik/ausland/hunger-in-afrika/181.412.740

 

„Die heiteren Wahlmärchen der Gebrüder Bush.“ KURIER, 17. Februar 2016.

Heiterkeit mit einem Massenmörder. Im KURIER. 

https://kurier.at/politik/ausland/bush-im-vorwahlkampf-in-south-carolina/181.417.198

 

„Angriffe werden zunehmen.“ KURIER, 17. Februar 2016.

Ingrid Steiner-Gashi hat in der Vergangenheit häufig dummes Zeug geredet – wenn man es gut mit ihr meint. An diesem Tag wurde sie auf Syrien losgelassen, was durchaus wörtlich genommen werden kann.

Die Angabe „300.000 Menschen“ fußte auf den Quellen der NATO und anderer Kriegstreiber, während die syrische Regierung die Zahl aufgrund der Flucht des Großteils der Bevölkerung weitaus niedriger geschätzt hatte. Letztere sollte richtig liegen, wie spätestens im September 2016 deutlich geworden war. Das Herausstellen, dass die meisten Bewohner vor den islamistischen Terroristen geflohen waren, wurde aber nie herausgestellt, weil die vom Westen unterhaltenen Banden als „moderat“ verkauft wurden. 

Darum ging es aber nicht. Steiner-Gashi wollte Stimmung machen, sie wollte mal richtig auf den Putz hauen, ähnlich wie die russischen und syrischen Kampfflugzeuge. „Bombardiert wird ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung alles, was auf dem Weg liegt – auch Schulen, Spitäler, Märkte“, log sie sich zurecht, um nicht nur ein Inferno, sondern auch verbrecherisches Tun der syrischen und russischen Gegner darzustellen. Das waren auch bei ihr nicht die Terroristen, denn bei denen habe es sich um „Rebellen“ gehandelt. Diese waren auch nach Steiner-Gashi irgendwie nur da, also anwesend, aber auch nicht richtig, denn der Stadt selbst, mithin ihrer Bevölkerung, würden nun „grausame Wochen“ bevorstehen. Ihr Herz schlug fest für Al-Kaida und deren verbündete Islamisten-Banden, denn sie setzte bei einer möglichen bevorstehende Rückeroberung den Begriff „Befreiung“ in Anführungszeichen, als würde es sich bei Aleppo nicht um eine syrische Stadt handeln und bei einer Befreiung nicht jene vom Terror. Dazu schien sie noch nicht einmal Kenntnis davon zu haben, dass in Aleppo etwa 1,5 Millionen Syrer unter dem Schutz der Regierung lebten, folglich es nur um den Osten der Großstadt handelte.

Billige wie verbrecherische Kriegshetze von Steiner-Gashi, welche hier als Unterstützerin des Terrorismus auftrat, den sie bei den Anschlägen in Paris noch so bitterlich beklagt hatte.

https://kurier.at/politik/ausland/die-angriffe-werden-zunehmen/181.412.742

 

„Scharfe Kritik der UNO an Viktor Orbans Demokratieabbau.“ KURIER, 17. Februar 2016.

Auch hier wurden doppelte Standards angelegt. Natürlich wurde keine „Demokratie“ abgebaut, welche die gleiche Organisation zuvor noch gelobt hatte. Allerdings hatte zu diesem Zeitpunkt die ungarische Regierung noch ganz die neoliberale Schiene gefahren. Was nicht hieß, dass die ungarische Regierung nach wie vor eine rechte ist. 

(Link nicht mehr auffindbar).

 

„Die diffuse Angst vor dem Asylbewerber.“ KURIER, 17. Februar 2016.

Was wiederum mit einer diffusen Bildung zusammenhängt.

https://kurier.at/chronik/oesterreich/fluechtlinge-loesten-keine-kriminalitaetswelle-aus/181.403.369

 

„85 Österreicher vom IS radikalisiert.“ KURIER, 17. Februar 2016.

Diese Überschrift diente allein der Stimmungsmache, da die Frage angebracht sein sollte, woher denn die anderen Terrororganisation ihre ausländischen Söldner rekrutieren würden. Im Text war von „IS“ tatsächlich nichts mehr zu lesen, nichts, null. Propaganda. 

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160217/281913067170537

 

Ratte 0

 

 

Samstag
22
Oktober 2016

Die Musik-Video-Ecke – 14

 

KILLING JOKE mit „Love like blood“ aus dem Jahre 1985. Unvergessen ihr Konzert in „Knopf’s Music Hall“ (Hamburg) 1986, wo der Sound am Ende nur noch einen Ton ergeben hatte. 

 

 

 

Ein wenig älter geworden: live in London 2004:

 

 

 

 

Samstag
22
Oktober 2016

Stolpersteine für Wr. Neustadt – Eröffnung zur Ausstellung

 

Eröffnung am Donnerstag, den 20. Oktober 2016, 19 Uhr,

Stadtmuseum Wr. Neustadt

 

 

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Im Gespräch mit Dr. Anton Blaha, Dr. Brigitte Bailer und Dr. Werner Sulzgruber.

Moderation: Natasha Macheiner. 

Klezmermusik: Maria Salamon und Hannes Laszakowitsch. 

 

 

Mittwoch
19
Oktober 2016

Kunstkörper VII

 

Bei unserem letzten Gespräch mit der begandeten Künstlerin Ini K. äußerte sie ein gewisses Erstaunen über die hiesigen Verhältnisse. Obwohl die Stadt Wr. Neustadt keine 50 Kilometer von der Großstadt Wien entfernt wäre, hätte sie vor Ort fast ausschließlich ländliches Volkstum und geistige Provinzialität vorgefunden. Als wäre diese Stadt, so Ini K. weiter, resistent gegenüber Kultur und Bildung.

Panzerkettengerassel auf einer Durchzugsstraße, Anbiederungen an einen Haufen rechter Schreihälse mit US-Affinität, einen auf Bürger mit Migrantenhintergrund einprügelnden Stadtpolitiker wie auch mit Hundekot verschmierte Fahrzeuge von Kopftuch tragenden Bürgerinnen hätten sie unwohl fühlen lassen, beklagte sie sich. 

Ehemalige Bürgermeister, welche Phrasen dreschen, welche sie zuvor schon nicht verstanden haben, ungebildete Parteifunktionäre einer olivfarbenen Partei, welche einem Drohnenkiller huldigen und Wahlwerbung für ausländische Schwerverbrecher betreiben, Politiker in ewig gleichen Anzügen, die bemüht sind, im Interesse des Kapitals die letzte ansehnliche Ecke der Stadt mit einem hässlichen Hotel zu zerstören – natürlich im Namen der Zukunft, welche diese Leute in der Regel genau mit diesen Handlungen zerstören, und vermeintliche Kulturdarsteller, die nur diesen Namen verdienen, hatten Frau Ini K. uns aufsuchen lassen.

Sie habe sich, wie sie uns berichtete, auch an den gekünstelt lustigen Volksfestchen nicht mehr erfreuen können, auf denen sie nur Leute getroffen habe, die nichts zu sagen hätten, und auch nicht an der uninspirierten Blasmusik oder dem gezwungen wirkenden Trachtentag. Bemitleidenswerte Banalitäten in Schaufenstern, die von grinsenden Gesichtern als „Kunst“ angepriesen wurden, hätten sie eher an die Vergangenheit erinnern lassen, als der Banalität das Böse entsprungen war.

Wir müssen gestehen, dass wir uns ein wenig geschmeichelt fühlten dass, sich die begnadete Künstlerin Ini K. an uns wandte, um ihren Eindrücken die nötige Luft zu verschaffen. Da wir ebenfalls nicht auf den Kopf gefallen sind, empfahlen wir ihr, das zu machen, was sie am besten kann: ihre Wahrnehmungen in einem Kunstobjekt zu verarbeiten.

Bereits am nächsten Tag schaute Ini K. bei uns vorbei und präsentierte ihr Objekt, an welchem sie sich mit Leidenschaft befasst hatte: einen kunstvoll gearbeiteten symbolischen Stein.

 

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Stein aus biologischem Stoff mit Griff für den praktischen Transport. 

 

Wieder einmal zeigten wir uns beeindruckt von der einzigartigen Kompetenz dieser begnadeten Künstlerin, der es immer wieder so eindrucksvoll gelingt, den Stein Nagel auf den Kopf zu treffen. Chapeau!

 

 

Dienstag
18
Oktober 2016

Die Musik-Video-Ecke – 13.

 

Aus dieser Zeit auch VIRGIN PRUNES mit „Baby Turns Blue“, veröffentlicht 1982. 

 

 

 

Dienstag
18
Oktober 2016

Kleine Propagandaübersicht – 16/2/2016. Teil 2.

 

Ratte 0

 

„Noch keine Feuerpause in Syrien.“ STANDARD, 16. Februar 2016.

Syrische Truppen würden mit Hilfe russischer Luftangriffe versuchen, die Stadt Aleppo einzunehmen, was die Wirklichkeit allerdings verzerrte. Hier ging es nur um den weitgehend entvölkerten Ostteil der Stadt, wo sich die Terroristen verschanzt hatten. Sie würden dabei, so hieß es, vor allen gegen „Rebellen“ vorgehen, die vom Westen unterstützt werden würden. Richtig musste es natürlich heißen, dass sie gegen vom Westen unterhaltene Terroristen vorgehen. Logischerweise musste der syrische Staat gegen diese Killerbanden vorgehen, wie jeder andere Staat auch. Türkische Aggressionen und Morde au syrischen Staatsgebiet wurden nicht weiter kommentiert. Dazu die Geschichte von den getroffenen Krankenhäusern, einschließlich der vollständigen Ausklammerung der terroristischen Akteure.

(Kein Link mehr auffindbar.)

 

Online:

„Tote bei Luftangriff auf Krankenhaus in Syrien.“ STANDARD, 15. Februar 2016.

Die Türkei drohte und mordete auf syrischem Territorium, was aber nicht beanstandet wurde. Die türkische Regierung hatte dafür einen konkreten Grund: sie versuchte ihre im syrischen Raum Azaz positionierten Söldner und Terroristen zu schützen, die gerade von Kräften der kurdisch geführten SDF bedrängt wurden. Azaz war eine wichtige Drehscheibe für die Versorgung der Terroristen in Ost-Aleppo, welche über die Türkei gespeist wurden.

http://derstandard.at/2000031114426/Tote-bei-Luftangriff-auf-Krankenhaus-in-Syrien

 

„Eine Luftbrücke für Aleppo“. STANDARD, 16. Februar 2016.

Der Handlanger Eric Frey brabbelte nach, was US-hörige Politiker bereits vorgebrabbelt hatten. Als die Bevölkerung von Aleppo von Al Kaida eingekreist gewesen war, hatte niemand von einer „Luftbrücke“ gequatscht. Frey versuchte mit seiner Meinung, es den Verbrechern in Washington, Ankara und Berlin recht zu machen.

http://derstandard.at/2000031144857/Fluechtlinge-Eine-Luftbruecke-fuer-Aleppo

 

„Notbremse oder doch nur infamer Egoismus.“ PRESSE, 16. Februar 2016.

Natürlich ist Wolfgang Böhm an einem Zusammenhalt der EU interessiert, schließlich hatte er jahrelang dafür geworben. Dennoch ein ausgewogener Leitartikel von ihm, was wir an dieser Stelle auch mal sagen müssen. Unserer Ansicht nach irrt er allerdings bezüglich der so genannten „Visegrád-Gruppe“, deren Staaten die Umverteilung von 160.000 Flüchtlingen torpedieren würden. Warum sie dies nicht wollen, hatten diese bereits dargelegt (Aushebelung des Schengenabkommens, verantwortungslose Politik Berlins, Aufnahme von nicht registrierten und auch nicht identifizierten Flüchtlingen unakzeptabel. Auch die Ansicht, dass sich desertierte Islamisten und Terroristen unter die Flüchtlinge gemischt haben könnten, war nicht von der Hand zu weisen).

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4926554/Notbremse-oder-doch-nur-infamer-Egoismus

 

„Der Plan B der Visegrád-Gruppe.“ PRESSE, 16. Februar 2016.

Hans-Jörg Schmidt verhehlte kaum, dass er davon nicht viel hielt. Seine Meinung konnte er auch positionieren, weil er die Meinungen der Visegrád-Gruppe weitgehend außen vor ließ.

http://diepresse.com/home/politik/eu/4926547/Visegrad_Orban-will-eine-zweite-Verteidigungslinie

 

„Griechenland droht de facto Schengen-Ausschluss.“ PRESSE, 16. Februar 2016.

Das wäre allerdings nur noch Theorie, denn in der Praxis hatte sich das vollkommen zerüttete Griechenland dem Ansturm nicht gewachsen gezeigt, wobei es freilich mit dem Problem auch alleine gelassen worden war. Aus Brüssel gab es auch im Februar 2016 neben weiterer Ausplünderung Griechenlands und der Verringerung seiner Ressourcen nur Forderungen nach diesem und jenem – und sonst nichts. Hierbei zeigte sich, dass die Visegrád-Gruppe allein nur auf die Unfähigkeit Brüssels reagierte – zu recht. Dass sich Griechenlands Position weiter verschlechtern musste, war der logischen Konsequenz geschuldet.

http://diepresse.com/home/politik/eu/4926545/Griechenland-droht-de-facto-SchengenAusschluss

 

„Nordkoreas bizarre Gerüchteküche.“ PRESSE, 16. Februar 2016.

Und wer verbreitete die aufgeschnappten Gerüchte, die andere außerhalb Nordkoreas angerührt hatten? Na, die Marlies Kastenhofer von der PRESSE, deren Wahrnehmung sich außerhalb ihrer eigenen Lächerlichkeit zu befinden schien.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4926564/Nordkoreas-bizarre-Geruchtekuche

 

„Gezielter Angriff“ auf Krankenhäuser.“ PRESSE, 16 Februar 2016.

Unbewiesene Propaganda, siehe oben. Im Verlauf der folgenden Monate sollte deutliche werden, dass es anscheinend eine Unmenge an Krankenhäusern in Syrien gab, deren Existenz vor dem Krieg unbekannt gewesen war. Diese Meldungen dienten einzig dazu, die Anti-Terror-Operationen des syrischen Staates und seiner Verbündeten in Misskredit zu bringen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4926566/Gezielter-Angriff-auf-Krankenhaeuser-in-Nordsyrien

 

„Erbitterte Schlacht um Grenzkorridor im Norden Syrien.“ PRESSE, 16. Februar 2016.

Propagandist Wieland Schneider ließ den türkischen Premierminister Davutoglu zu Wort kommen, der den Volksverteidigungskräften der kurdischen YPG mit Krieg drohte, den seine Truppen allerdings schon verdeckt wie offiziell bereits vor langer Zeit entfacht hatten. Für Schneider waren die Verbrechen des türkischen Regimes und ihrer Militärs allerdings weiter keine Rede wert, er schwätzte stattdessen davon, dass sich in der Region (nördlich von Aleppo) „eine gefährliche militärische Dynamik in Gang gesetzt“ habe – als wäre diese vorher, seit 2011, nicht zu beobachten gewesen.

Schneider beschrieb erst einmal die PYD/YPG und deren Ziel, sich einen Korridor durch das von Söldnern und Terroristen besetzte Gebiet zu den östlich befindlichen kurdischen Kantonen zu kämpfen. Schneider berichtete bei dieser Gelegenheit, dass bei Erfolg dem so genannten „Islamischen Staat“ die Nachschubwege aus der Türkei abgeschnitten werden würden.

Diese Tatsache wurde in der Vergangenheit durchwegs geleugnet: der NATO-Staat Türkei ist die logistische Drehscheibe der IS-Terroristen im Raum Aleppo und unterstützt diese. Allein dieser Aspekt hätte – normalerweise – alles in Frage stellen müssen, was an verlogener Legendenbildung medial behauptet worden war.

Schneider führte weiter aus, dass sich zwischen den Gebieten der YPG und dem vom „IS“ besetzten Raum ein relativ schmal gewordener Korridor befand (Achse Aleppo-Türkei), in welchem er „Rebellengruppen“ ausmachte, die zum Teil „moderat“, zum Teil islamistisch wären. Schneider behauptete, dass der Angriff von YPG-Kräften auf diesen Korridor die syrische Armee unterstützen würde, wobei er allerdings neben diesen richtigen Aspekt beiseite ließ, dass auch die YPG gegen Terroristen operierte, die von Schneider als „Rebellen“ verharmlost wurden.

Zur Türkei wusste Schneider über gewisse Ambitionen zu berichten, aber nicht darüber, dass dieser Staat Verbrechen am laufenden Band beging. Er reduzierte auch die türkische Rolle der vormaligen Belagerung der kurdischen Stadt Kobane durch IS-Truppen auf unterlassene Hilfeleistung, obwohl sämtliche IS-Truppen über die türkische Grenze aufgefahren waren. Die Türkei hatte hier einen Angriffskrieg mit Proxy-Truppen durchzuführen. Aber Schneider schien dies unbekannt und er schien zudem nicht zu verstehen, was er selbst zuvor geschrieben hatte.

„Für Ankara ist das Gebiet nördlich von Aleppo aber auch aus einem anderen Grund wichtig. Hier verläuft der letzte Verbindungsweg der von Ankara unterstützten syrischen Rebellen in die Türkei.“

Richtig. Die Türkei unterstützte nicht nur die des sog. „IS“, sondern auch die Terroristen, die unter einem anderen Label firmierten. Schneider schrieb es selbst, auch wenn er abermals die letztere Gruppe als „Rebellen“ verharmloste – trotz Nachweises, dass es sich hierbei um vom Ausland gesteuerte Proxy-Truppen handelte.

Schneider tat abermals so, als würde er nicht verstehen, was er zuvor geschrieben hatte. Bezüglich des Akteurs „Syrisches Regime“ meinte er, dass es ein „schwerer Rückschlag“ für den „Aufstand“ gegen „Machthaber“ Assad wäre, sollte der Versorgungsweg (in die Türkei) abgeschnitten werden. Schneider schien verwirrt, er schien nicht mehr zu wissen, wie er was zu schreiben habe, und fiel in die jahrelange Kriegspropaganda zurück. Zuvor war von IS-Terroristen die Rede gewesen, von vom Ausland gesteuerte Islamisten und Söldner, von dem türkischen Verbrecherstaat als Verbündeter des Terrorismus – nur was hatten diese Akteure mit einem „Aufstand“ zu tun? Nichts. Jahrelang hatte er den Krieg gegen Syrien medial unterstützt, und nun eine Entwicklung, mit welcher er nicht mehr klar zu kommen schien. Da nützten auch die Kampfbegriffe „Regime“, „Regimetruppen“ und „Machthaber“ nicht mehr viel, schickten die sich doch an, das eigene Land vom Terrorismus jener zu befreien, denen Schneider bislang eifrig zugearbeitet hatte.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4926568/Erbitterte-Schlacht-um-Grenzkorridor-im-Norden-Syriens

 

Ratte 0

 

 

Montag
17
Oktober 2016