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Schatten

Schatten.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Diesen findet man auch im NATO-Staat Norwegen, wo sich derzeit ein gewisser Breivik auf der Anklagebank eines Gerichtes in Oslo aufhält, konfrontiert mit dem Vorwurf des 77igfachen Mordes.

Ein Attentäter im Zentrum des medialen Interesses.


Die (Video-) „Installation des Versagens“ (siehe unten) hatte im vergangenen Dezember aufgezeigt, dass die Rolle eines Attentäters sehr stark von dem Tun oder Nichttun der Behörden abhängig sein kann.

Breivik hatte sich vor allem auf das Nichtstun verlassen können, weshalb der Verdacht entstehen musste, dass Versagen auch installiert worden sein kann.

Da gab es am Anschlagstag eine blockierte Notruffunktion, und wer es doch bis in die Notruf-Zentrale geschafft hatte, wurde in der ersten Viertelstunde abgewimmelt. Da gab es das für derartige Einsätze trainierte Spezialkommando der Polizei, welches angeblich in Norwegen (!) keinen Hubschrauber besaß, dann aber doch, leider aber ein zu kleines Fluggerät, wo nicht alle Spezialpolizisten hineingepasst hätten, auch wegen dem „Gerümpel“ im Fluggerät. Und dann wären ja auch noch die angeblich einzigen Piloten im Urlaub gewesen, dann aber doch wieder vor Ort, doch habe sie niemand haben wollen.

Also mit den Autos zum Tatort, einer Insel, gefahren. Leider zu einer falschen Anlegestelle und nicht jener, die jeder dort kennt. Sondern weiter entfernt und ohne Boot. Dann doch mit einem Boot der örtlichen Polizei, die mittlerweile schwer bewaffnet damit zu tun hatte, die Hilfeleistungen der Anwohner und Urlauber zu behindern, die gerade Opfer vor dem Ertrinken retten wollten. Also mit einem Boot den langen Weg zur Insel, welches die Superpolizisten allerdings überluden, dass es fast gesunken wäre. Und dann sei auch noch der Motor kaputt gewesen. Doch glücklicherweise habe man noch zwei Privatboote gefunden, die ohnehin schneller gewesen wären. Glücklicherweise war das Polizeikommando doch noch rechtzeitig zur Insel gekommen, weil Breivik, des Schießens müde, dort bereits hatte abgeholt werden wollen – wie von ihm telefonisch angekündigt.

Eine derartige Aneinanderreihung von „Pannen“ kann man nur noch als eine KUNST der Polizeieinsatzleitung und des Spezialkommandos bezeichnen. KUNST ist es, keine einzige „Panne“ ausgelassen zu haben.

 

Aber auch Breivik scheint ein Künstler zu sein, denn er hätte ja kaum ahnen können, dass der Geheimdienst, welcher ihn wegen dem Kauf von 16-Euro-Chemikalien in Polen „durchleuchtet“ habe und nichts von seinen jahrelangen Anschlagsvorbereitungen bemerkt haben soll. Genauso wenig hätte er ahnen können, dass die Geldtransfers auf seinen teilweise versteckten Konten eher nur für Verwirrung bei der Polizei sorgen würden – anstatt zur Aufklärung.

Auch kann es Breivik unmöglich geahnt haben, so viel Zeit für seinen Auftrag auf der Insel zu bekommen. Er hätte auch nicht ahnen können, dass er zuvor im überwachten Regierungsviertel mit Helm maskiert und mit einer Pistole in der Hand nicht auffallen würde. Und er hätte es niemals ahnen können, dass die Polizei gar nicht nach ihm fahnden würde, obwohl diese nur 9 Minuten nach der Bombe das Kennzeichen des Fluchtfahrzeuges erfahren hatte.


Und doch, Breivik hat es geahnt. Er muss es geahnt haben, dass es keine Fahndung nach seiner Person geben würde, da die Polizei ihren eigenen Angabe zur Folge befürchtet haben soll, eine Panik auszulösen. Deswegen erfuhr die Bevölkerung nichts von einer Fahndung, wegen der Panik. Und auch nicht die Polizeibeamten, eben wegen dieser Panik. Und deswegen wurde die Fahndung gleich weggelassen.

Wir warten nur noch gespannt auf die Behauptung der Polizeibehörde, dass man durch die Nichtfahndung Zeit gespart hätte.

Das werden genügend Leute glauben. Und darauf kommt es ja an.

Die Rücktritte des Justizministers und der Geheimdienst-Chefin fanden medial wenig Beachtung, aber dafür Breivik um so mehr. Doch sein Schatten wurde in den bisherigen sechs Prozesstagen länger und sein vermeintlicher Fanatismus konkreter. Wie das so ist, wenn man mit dem eigenen Schriftwerk („Manifest“) inhaltlich ins Schleudern gerät, Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion des Tatverlaufes zeigt und als Islamhasser die Islamisten-Phantom-Organisation „Al Kaida“ ganz gut findet.

Man darf gespannt sein, was noch an die Öffentlichkeit gelangen wird. Und was nicht.

 

 

 

 

Dienstag
24
April 2012
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