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Corona. Und das, was bleibt. Teil 6.

 

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Der Sonntag hatte als Ruhetag aufgehört zu bestehen, der 1. März 2020 war einer dieser gewesen. Der KURIER erlaubte sich den Spaß, in ihrem Titel Viren als „Kleine Monster“ zu veralbern, wenn auch nur im Kontext mit einer „Viralen Panik“. Beides war falsch. Barbara Mader befand im selben Blatt: „Ein Virus zeigt uns die Grenzen auf“, was sie aber nicht daran hinderte, die Grenze einer seriösen Berichterstattung zu überschreiten und innerhalb der medialen Kampagne nur noch Schund zu verbreiten. Julia Pfligl war mit „Angst ist ein starkes Gefühl“ einfach nur peinlich, erfüllte aber die Frauenquote.

Auch die PRESSE tat an diesem Tag so, als würde es außer „Corona“ nichts anderes mehr geben. „Leben mit Corona“, verbildlicht mit einem s/w-Foto im düsteren low-key-look, auf dem sich ein Fetisch-Paar gegenseitig auf ihre Atemschutzmasken küsst. Susanna Bastaroli glaubte, „Mailand sehnt sich nach seinem hektischen Alltag“. Die chinesischen Billig-Lohnarbeiter hatte sie aber nicht gemeint, sie hatte ihren Fokus auf abgesagte Modeschauen und Möbelmessen gelegt, um bestimmte Vorurteile weiterhin zu nähren. Die Presse sah eine Krankheit, welche die Welt auf Trab halte, während sich Gerhard Hofer Sorgen um Lieferketten machte, die wahrscheinlich besonders seine Kollegin Bastaroli hart treffen würde. Teure Schuhe aus Bangladesh nicht mehr lieferbar? Köksal Baltaci malte unterdessen bereits eine Art Endkampf am Anfang aus: „Forscher in einem Kampf ohne Beispiel“. Im Kampf um Milliarden Euro, die sie nämlich forderten. Und zwischendurch die Meldung von 4 neuen „Fällen“ in Österreich, ohne diese mit den neuen Influenza-Fällen zu veranschaulichen. Immerhin wurde in einem Artikel ein Vergleich angestellt: 2.900 „Coronatote“ bislang im laufendem Jahr und fast alle in China, gleichzeitig ebenfalls weltweit 79.000 Tote aufgrund gewöhnlicher Grippe. Diese Angabe verschaffte zumindest ein Verhältnis zueinander, ohne dass freilich aufgrund Influenza die mediale wie politische Trommel geschlagen worden wäre.

Wir wollen diese Aufzählung hier nicht weiterführen, sondern nur einen Ausschnitt aus der medialen Zeitungslandschaft in Erinnerung rufen. Die Drohkulisse war gewaltig. Bis zum 10. März brachten KURIER, STANDARD und PRESSE täglich zwischen 5 und 10 Artikel, abgesehen von kleinen Rubriken, Notizen und „Splittern“, in welchen sich das Thema ebenfalls wiederfand. Und andere Themen natürlich verschwanden. „Corona“ hatte sich zum medialen Herrscher aufgeschwungen, publizierte Stimmen, welche die angebliche Gefährlichkeit des „Coronavirus“ in Frage stellten oder die auf die statistisch belegbaren Influenzazahlen hinwiesen, gingen vollkommen unter. Dem Absturz der Börsen wurde beispielsweise am 10. März weitaus mehr Bedeutung beigemessen.

Nach dem die WHO am 11 März 2020 eine weltweite Pandemie erklärt und wenig später die österreichische Bundesregierungund mit aus einer offenbar angelsächsischen PR-Agentur entwichenen Begriff „Lock-Down“ den Stillstand des öffentlichen Lebens verkündet und angeordnet hatte, war es tatsächlich ernst geworden.

Die Bundesregierung begründete ihre Anordnung unter anderem mit einer Vorsorgemaßnahme, um die Zahl der Ansteckungen und Erkrankten zu verringern und zeitlich nach hinten zu strecken. Das Gesundheitswesen sollte auf diese Weise nicht überfordert. Die niedergelassenen Ärzte wiederum schalteten auf Notbetrieb, ebenso die Krankenhäuser, welche Kapazitäten für die erwarteten Kranken schaffen sollten, was natürlich nur auf Kosten anderer, weniger dringender Fälle geschehen kollte. Wie wir heute wissen, wurden Kapazitäten für eine Notlage geschaffen, die dann allerdings nicht kam.

Wir möchten hier aber erst einmal die Sicht der Regierung einnehmen, die nicht in die Zukunft zu schauen vermochte. Die von den Regierungsvertretern erlassenen Verordnungen sollten eine Reaktion der Fürsorge auf eine Gefahr darstellen, welche allerdings noch nicht abgeschätzt werden konnte. Ob diese unter den gegebenen Aspekten spät kam oder der Gedanke, dass etwas, was vielleicht spät, aber besser als zu spät käme, motiviert haben könnte, soll dahingestellt bleiben.

Medial hatte der Corona-Virus jedenfalls eine Bedeutung bekommen, die sich in keinem Verhältnis zu diesem Virus und einer kolportierten Gefährlichkeit befunden hatte. Die wenigsten Artikel hatte sich mit dem Phänomen „Viren“ befasst, und dies häufig nur oberflächlich. Die Symptome bei einer Corona-Erkrankung waren ähnlich denen der Influenza, doch mit einem anscheinend weitaus höheren Ansteckungsgrad. Außerdem, und das war wichtig, konnte und kann dieser Virus den alten Menschen gefährlich werden, vor allem jenen mit Vorerkrankungen wie Lungenschäden, Krebs, Herzerkrankungen usw. Darüber hinaus herrschte weitgehende Ahnungslosigkeit, was auch über die Medien bis dato genau so kommuniziert worden war.

Vereinfacht ließe sich festhalten, dass unter dieser Voraussetzung und zu diesem Zeitpunkt weder die Regierung noch deren Skeptiker behaupten konnten, über genaue Kenntnisse zum Covid-19 zu verfügen. Die einen sahen eine große Gefahr, der man zu begegnen versuchte, die anderen nicht viel mehr als eine normale Grippewelle, wenn auch mit einer neuen Viren-Variation.

Über die Maßnahmen und Verordnungen der Regierung, welche nicht nur das gesellschaftliche Leben und Teile der Wirtschaft lahmlegten, sondern die Freiheiten der Bürger wie seit 1945 nicht mehr beschnitten, hatte sich von Anfang an erregt streiten lassen. Es gab Stimmen, welche die Maßnahmen zwar nicht guthießen, teilweise auch für sinnlos und idiotisch hielten, und dennoch sich für diese aussprachen. Ihrer Ansicht nach könnten Maßnahmen nur greifen, wenn diese aufgebauscht werden und genügend Angst verbreiten würden, um von den Bürgern ernst genommen und befolgt zu werden.

Dieser Argumentation war durchaus etwas abzugewinnen und schien logisch. Sie fand sich sogar beim österreichischen Bundeskanzler wieder, wenn auch nicht offiziell. Erst durch ein Leak aus der Bundesregierung gelangte das Dokument einer Sitzung vom 12. März 2020 in die Öffentlichkeit, was daraufhin in einigen kleinen Medien skandalisiert wurde.

https://orf.at/stories/3163435/

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2058651-Politisches-Geplaenkel-nach-Leak-ueber-vermeintliche-Angstmacherei.html

Das Vorhaben wie auch die über mediale Netzwerke gesteuerte Ausführung, die Furcht in der Bevölkerung zu steigern, um diese zum Einhalten der „Regelungen“ und zum Gehorsam zu nötigen, hätte kaum einen massentauglichen Zuspruch generieren können. Es sagt aber nichts über die Sinnhaftigkeit einer Handlung aus, da unter Verwendung von eher unschönen und eher unverkäuflichen Methoden immer noch ein lauteres Ziel, ein positives Ergebnis beabsichtigt worden sein könnte.

Die Problematik befand sich allerdings ganz woanders. Die erste Frage sollte lauten, ob für die drastischen Verordnungen der österreichischen Regierung eine Grundlage vorhanden gewesen war, zum Beispiel belastbare Daten, um die Maßnahmen rechtfertigen und auch verantworten zu können.

Mit anderen Worten: hatte eine Notstand existiert oder sich dieser abgezeichnet, um mit Notstandsgesetzen diesem entgegenzuwirken?

 

Freitag
29
Mai 2020
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Corona. Und das, was bleibt. Teil 5.

 

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Rückblickend lässt sich feststellen, dass der KURIER am 1. Februar 2020 mit seiner Kampagne der Angstmacherei etwas vorgegriffen hatte.

In den folgenden Tagen und Wochen ging es bei den hier beobachteten Druckmedien um die Situation in China, und dieses befindet sich bekanntlich weit entfernt. Neben neutral gehaltenen Berichten, die sich häufig auf wirtschaftliche Situationen und den Konsequenzen bezogen, war auch immer wieder Kritik an das Gesundheitssystem und das politische System in China eingeflossen. Höhepunkt bildete hier die chinesische Zensur, die Medienkontrolle und der Tod eines Arztes, angeblich an „Corona“, was skandalisiert wurde. Abgerundet wurde dies mit wilden Spekulationen, Geschichten von Hörensagen und Müll aus den sog. sozialen Netzwerken.

Auffallend war, dass es Stimmen gab, die China eine gute Arbeit gegen das Virus bescheinigten, andere wiederum genau das Gegenteil auszumachen glaubten, ohne dass jemand hätte es konkret beurteilen können. Gerne wurden die chinesischen Maßnahmen als überzogen hingestellt, und zwar von jenen, die später diese Maßnahmen an der heimatlichen Gesundheitsfront ganz in Ordnung und notwendig empfanden. Das ist nicht neu, das ist nicht ungewöhnlich, denn Doppelmoral ist alltäglich.

Einen der Tiefpunkte bot abermals der KURIER am 9. Februar mit einem „Leitartikel“ der Chefredakteurin Salomon, die sich selbst als denkbar inkompetent outete und nebenbei ungewollt verriet, aus welchen Versatzstücken sich Propaganda und Dreckschleuderei speiste.

http://www.bollwerk.co.at/2020/02/14/die-chefredaktion-verstrickt-im-netz-der-eigenen-verschwoerungstheorien/

 

Andere Autoren freuten sich darauf, die chinesische Regierung in Schwierigkeiten zu sehen und hofften darauf, dass die dortigen Kontroll-Fetischisten die Kontrolle verlieren würden. Der alte US-Farbenrevolutionärs-Millardär George Soros erhielt eine Plattform, um den Leuten „das wahre China“ vorzuführen, aber niemand die Plattform, um den wahren Soros näher zu beleuchten.

Immer wieder Thema waren Sorgen um wirtschaftliche Belange, weil China nicht nur einer der wichtigsten Produzenten gewesen war, sondern europäische Industrie aus Kostengründen ihre Produktionsstätten dorthin ausgelagert hatte. Auch die Entwicklung an den Börsen wurden im Auge behalten.

Am 16. Februar 2020 wurde der erste „Corona“-Todesfall in Europa vermeldet. Ein 80-jähriger Chinese war in Paris verstorben. Die „Corona“-Fälle wurden noch als eine in China befindliche regionale Epidemie angesehen. Der Infektionsspezialist Steininger vom AKH Wien erinnerte daran, dass in Österreich jährlich zwischen 1.000 und 2.000 Menschen an einer Influenza sterben würden, doch wurde dem weiterhin zu wenig Bedeutung beigemessen.

So war es erst einmal weitergegangen. Anti-chinesische Polemik wie von Burkhart Bischof von der PRESSE wechselte sich mit Fragen zur Wirtschaft ab. Immer wieder wurden neuen Zahlen von Infizierten und Todesfällen gemeldet, aber auch eine weitere Front im Internet festgestellt: die „Infodemie-Front“, welche Kritiker errichtet haben sollen. Am 21. Februar wurde schließlich über Todesfälle in Japan, Südkorea und im Iran berichtet. Allerdings wurde wenig später nur der Iran verdächtigt, die richtigen Zahlen zu verschleiern. Eh klar.

Ab dem 24. Februar steigerte sich die Dichte der Artikel zum „Corona-Virus“ enorm. In der dicht besiedelten italienischen Lombardei waren drei alte Menschen angeblich an „Corona“ verstorben und ganze 130 „Infizierte“ entdeckt worden. Das war der Zeitpunkt, an dem die österreichischen „Qualitätsblätter“ mächtig an der Schraube drehten. Der KURIER verortete nun eine „Corona-Panik in Italien“. Walter Friedl zeigte sich entsetzt: „Zehntausende von Außenwelt abgeriegelt. Norditalien in Corona-Angst“. Jutta Sommerbauer von der PRESSE sah die Lombardei im „Bann des Coronavirus“, ähnlich wie Dominik Straub vom Standard, der gleich ganz Norditalien im „Bann des Coronavirus“ herbeischrieb. Nun zeugten drastische Schritte auch von einem guten Krisenmanagement, wie Karin Pollack im STANDARD zwischen „Umsicht und Angst“ behauptete.

Die Medienmaschine hatte Fahrt aufgenommen. Experten tappten im Dunkeln, das Virus breitete sich weltweit aus, Schutz vor dem Corona-Virus rückte in den Vordergrund. „Coronavirus erreicht Österreich: Erste Notfall-Maßnahmen“, so der KURIER am 26. Februar. Es war geschehen, die Angst verbreitete sich mit medialer Unterstützung schneller als das Virus, erste Hamsterkäufe fanden statt, wenn jemand hüstelte oder paranoid war, dann befüllten diese Personen angsterfüllt die Krankenhäuser, Angst setzte sogar der Börse zu.

Zwei „Coronafälle“ wurden aus Tirol gemeldet, aber das Virus breitete sich auch nach Süden in Richtung Süditalien, und mit dem Virus auch die Angst, wie der STANDARD meinte. Matthias Auer beobachtete in der PRESSE richtig „Goldene Zeiten für das Geschäft mit der Angst“.

Österreich beschäftigte sich nun mit sich selbst. Reisen und Stornos, Kinder und Schulen, Mundschutz und „richtiger“ Umgang miteinander bekamen Bedeutung. Zwischendurch wurden einige Meinungen von Medizinern abgedruckt, dass Panik nicht angebracht sei. Aber das wurde sofort mit Beiträgen wie „Was die Angst vor den Viren mit uns macht“ von Bianca Blei im STANDARD sofort korrigiert. Weitere Schreckensszenarien wurden skizziert, die Globalisierung auf einmal in Frage gestellt, eine Rezession kommen gesehen, Betten in Krankenhäusern freigehalten. Hatte es zuerst noch geheißen, dass Österreich gut auf das Virus vorbereitet wäre, wurde dann wieder das Gegenteil behauptet. Wenigstens die Kirche schien gegen den Feind gerüstet, während ungenannte Unternehmen noch daran arbeiten würden.

Es wurde an eine „Seuchenbekämpfung ohne Show“ appelliert, eine Warnung von der WHO verbreitet, das Virus-Problem nicht zu unterschätzen, Profiteure der Situation bei Hygiene-Herstellern ausgemacht, aber auch bei „Populisten“. Gleichzeitig wurden Ärzte der „Corona-Hotline“ vorgestellt, die Panik, die man verhindern wollte, nun an der Börse verortet, die Angst vor der Maske besprochen, ÖVP und GRÜNE dienerisch gelobt, die Welt nun als ein Gegensatz zu diesem einen Virus reduziert und die anstehenden Kosten im Finanzministerium ausgerechnet – wenn auch ohne Ergebnis.

Das war der Februar im KURIER, STANDARD und PRESSE gewesen. Der Weg war bereitet, das Klopapier war aus. Eine lustige Verwandte wusste auch die Ursache: „Wenn einer hustet, scheißen sich hundert andere an.“

Und dann kam der März 2020.

 

Mittwoch
20
Mai 2020
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Der Berufsidiot.

 

„In der Tat, das Coronavirus ist ein Beweis dafür, dass autokratische Systeme gerade auch in Krisenzeiten nicht funktionieren, weil Diktaturen die Menschen nicht ehrlich informieren.“

 

Helmut Brandstätter, ehemaliger Chef-Redakteur und Herausgeber des KURIER sowie jetziger Abgeordneter der Partei NEOS, in Anspielung auf China in:

„Außenpolitik ist mehr als Photo-Ops“, STANDARD, Druckausgabe vom 20. Februar 2020.

https://www.derstandard.at/story/2000114773759/aussenpolitik-ist-mehr-als-photo-ops

 

 

Donnerstag
14
Mai 2020
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Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 7.

 

Als negatives Beispiel soll hier die Organisation „MEDICO“ mit Sitz in Frankfurt/Main stehen, welcher als gemeinnütziger Verein eingetragen ist.

https://www.medico.de/

„MEDICO“ präsentiert sich als eine Hilfsorganisation, wobei Grundsätze und auch Partnerschaften hier zu entnehmen sind:

https://www.medico.de/wir/grundsaetze/#c17815

Auf dieser Seite geht auch hervor, dass diese Organisation vor allem durch das deutsche Außenamt sowie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird. Warum dem so ist, wird anhand der Feststellung deutlich, worin diese Zusammenarbeit besteht.

„MEDICO“ ist auch in Syrien tätig, weswegen es hier von Interesse sein soll.

https://www.medico.de/projekte/syrien/

Die Organisation behauptet von sich, dort zu „helfen“, wobei sich hier ein erster Widerspruch ergibt. Da die Bundesrepublik Deutschland in seiner Feindschaft zum syrischen Staat zusammen mit seinen Bündnispartnern eines der brutalsten Sanktionsregimes unterhält und neben dem Wirtschaftskrieg auch politisch, medial und eingeschränkt auch militärisch gegen Syrien operiert, soll die vor allem von Deutschland finanzierte Organisation „MEDICO“ angeblich genau dort „helfen“.

Hier einige entlarvende Eindrücke von den Sprechern der „helfenden“ Bundesregierung Deutschlands, die an Verlogenheit, Heuchelei, Verkommenheit und krimineller Energie kaum zu überbieten sind. 

 

 

 

 

Auf der Homepage dieser Organisation wird schnell deutlich, dass „MEDICO“ mit den bisher erwähnten Hilfsorganisationen absolut nichts gemein hat.

Auf ihrer Seite zum Thema Syrien („Projekte und Partner“) ist folgendes als eine Art „Vorinformation“ zu lesen:

„Die mit dem Aufstand gegen das Assad-Regime geweckte Hoffnung auf eine zivile und demokratische Entwicklung Syriens ist in einem immer grausamer werdenden Bürgerkrieg zerrieben worden. Doch nach wie vor gibt es eine Zivilgesellschaft, die sowohl dem allgegenwärtigen Terror des Regimes als auch dem religiösen Extremisten standhält – in Syrien ebenso wie in Syrisch-Kurdistan. Genau diese zivilen Kräfte unterstützt medico und steht den Menschen auf der Flucht über die Nothilfe lokaler Partner zur Seite.“

Was möchte „MEDICO“ hiermit zum Ausdruck bringen? Eindeutig ist hier die Zuweisung der syrischen Regierung in die Rolle des (alleinigen) Täters, welche hier mit antisyrischer Propagandasprache als „Assad-Regime“ verunglimpft wird. Die vom „Merkel-Regime“ finanzierte Organisation vermacht dort den Terror, sogar „allgegenwärtig“. Sie behauptet einen Aufstand durch eine Zivilgesellschaft, angeblich wegen – unbelegter – demokratischer Bedürfnisse. „MEDICO“ behauptet auch die Existenz eines Bürgerkrieges in Syrien, obwohl sämtliche antisyrische Bewaffnete von ausländischen Kriegstreibern unterhalten werden, die sich ganz offiziell dem Sturz der syrischen Regierung verschrieben haben. Sämtliche Aspekte, welche nicht in das vom deutschen Auswärtigen Amt gepflegte Bild passen, werden unterschlagen.

„MEDICO“ behauptet weiters, jene Zivilgesellschaft zu unterstützen, welche sich außerhalb der staatlichen syrischen Strukturen sowie jenen der „religiösen Extremisten“ befinden würde. Wo diese sich befinden soll, wird nicht konkret genannt, kann sich aber nur auf jene Gebiete erstrecken, die noch von den syrischen Kurden gehalten werden. Diese wurden und werden zumindest zeitweise von den USA unterstützt.

Bereits dieser Einleitungstext disqualifiziert „MEDICO“ als neutrale Hilfsorganisation. Ihre gezeigte Vorliebe für das kurdische Projekt „Rojava“ sowie ihre gleichzeitige antisyrische Haltung wird auch in weiteren Bereichen überdeutlich.

Ein gewisser Till Küster zeigt sich für einige Artikel verantwortlich, welche durch eine extrem einseitige Sicht „bestechen“. Hier werden Inhalte von BILD-Zeitung bis SPIEGEL, von Washington über Berlin bis Riad wiedergegeben, einschließlich der Verlautbarungen durch Al-Quaida-Medienstützpunkte, welche durch eben diese und andere Gegner Syrien finanziert werden.

Kurzum: die Sicht aller Beteiligter, welche den Krieg auf allen Ebenen gegen Syrien und dessen Regierung führen. Eine andere Darstellung, wie jene der syrischen oder russischen Seite, kommt darin nicht vor. Küster, und das muss man ihm lassen, deklariert sich hier eindeutig als der Partei der Aggressoren zugehörig.

Zum Beispiel der Artikel „Das Leben geht zu Ende“ vom 15. Januar 2020:

https://www.medico.de/blog/das-leben-geht-zu-ende-17616/

Dieser Propagandadreck beinhaltet die üblichen Textbausteine wie „Tötung“ statt Ermordung, „Rebellen-Enklave“ statt Terroristen-Hochburg, „Regime“ statt Regierung. Der syrische Staat, der berechtigterweise seine Souveränität wieder herzustellen und die besetzten Gegenden gegenüber den ausländischen Invasoren zurückzugewinnen versucht, ist auch bei Küster derjenige, der bombardiert, Schäden anrichtet, Menschen in die Flucht schlägt und gerne Krankenhäuser und Schulen sinnlos bombardiert. Von der anderen Seite ist nichts zu erfahren. „Assad“ – das Böse muss immer personifiziert werden – führt natürlich Krieg gegen das eigene Volk, lässt mit Vorliebe kleine Kinder misshandeln und gleichzeitig ihnen keine Winterkleidung zukommen.

Jene Leute, die in den letzten Jahren in militärisch wenig aussichtsreicher Lage das Angebot der syrischen Regierung angenommen hatten, sich gegen freies Geleit nach Idlib evakuieren zu lassen – und das waren und sind allesamt Al-Quaida-Terroristen, Söldner, Verbrecher und Mörder (einschließlich des familiären Anhangs), wären, so erfährt man von Küster, „Aktivisten“ der Partnerorganisationen von „MEDICO“.

In Idlib wiederum, was auch Küster nicht leugnen kann, herrscht die „radikale Miliz HTS“, die er fälschlicherweise als Ableger von Al-Nusra betitelt. Es handelt sich aber nur um eine Umbenennung dieser Al-Quada-Gruppe, welche natürlich keine Miliz ist, sondern eine Terror-Verband. Von wem diese gesteuert, finanziert und bewaffnet wird, nennt Küster nicht. Stattdessen hatte er eine andere „Rebellen-Gruppe“ ausgemacht, welche – und das ist richtig – von der Türkei unterstützt wird. Allerdings handelt es sich bei diesen Gruppierungen von „Ahrar al-Sham bis zur „Islamic-Party“ ebenfalls um Terroristen und Söldner, was kein Geheimnis ist.

Wo sich bei all diesen vom Ausland gestützten „Aktivisten“ der verschiedenen Al-Quaida-Banden die syrischen „Demokraten“ befinden sollen, die es dort für „MEDICO“ zu unterstützen gilt, bleibt auch in Küster seiner Legende schleierhaft.

Die antisyrische Propaganda sollte am Ende so etwas wie eine rechtliche Fassade erhalten, indem Küster auf die UN-Resolution 2254 hinwies:

„Grundlage aller UN-Initiativen zu Syrien ist die Sicherheitsratsresolution 2254 aus dem Jahr 2015: Im Kern beinhaltet sie eine Friedenslösung per Machtübergabe von Präsident Baschar Al-Assad an eine Nachfolge. Ein Rücktritt Assads war einst die Minimalanforderung der Vereinten Nationen für eine friedensorientierte Nachkriegsordnung in Syrien.“

Küster suggerierte hier, dass nach dieser Resolution ein Rücktritt der syrischen Regierung um Assad eine Voraussetzung für eine Friedenslösung wäre. Dem ist allerdings nicht so. Vorgesehen war ein politischer Prozess, die Ausarbeitung einer neuen Verfassung und freien Wahlen. Russland hatte von Anfang an deutlich gemacht, dass das syrische Volk selbst über ihre Regierung abstimmen sollte, also einschließlich der Möglichkeit, die Regierung Assad im Amt zu bestätigen. Und nur deswegen war diese Resolution einstimmig erfolgt.

https://en.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Security_Council_Resolution_2254

https://www.rt.com/news/326466-un-syria-resolution-terror/

Weil Küster den Inhalt dieser Resolution verfälscht, zeigt auch er auf, dass er an freien Wahlen in Syrien kein Interesse hat. Genauso wenig wie jene, die ihn dafür bezahlen. Denn die Mehrheit der Syrer würde in freien Wahlen eben nicht die syrischen Handlanger der Aggressoren zu einem Wahlerfolg verhelfen. Ein wesentlicher Aspekt, der die Bekämpfung der Al-Quaida-Gruppen ausdrücklich autorisiert, wird von Küster erst gar nicht erwähnt.

Und so ist diese Resolution 2254 nicht das Papier wert, auf welchem diese geschrieben steht. Die ausländischen Aggressoren unterhalten diesen Krieg nach wie vor auf allen Ebenen, obwohl dieser de facto ihre Kriegsziele nicht mehr erreichen kann. Aber er wird noch am Kochen gehalten, und das ist sicherlich nicht das Bedürfnis einer syrischen Regierung.

 

 

Montag
11
Mai 2020
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Corona und das, was bleibt. Teil 4.2.

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Der erwähnte Artikel, „Coronavirus: Die Faszination der Angst“, stammt von den Redakteurinnen Valerie Krb und Barbara Mader, die anfänglich auf der einen Seite Medienmeldungen und auf der einen Seite ängstliche und besorgte Österreicher schilderten. Hierbei handelte es sich um einen Stimmungsbericht. Anschließend kamen sie auf „soziale Medien“ zu sprechen und den dort kursierenden (echten oder falschen) Falschmeldungen. Die beiden Damen vom KURIER hatten zwar selbst keinen blassen Schimmer, was als Teilnehmer von „sozialen Medien“ wenig erstaunlich wirkt, traten aber entschieden „Verschwörungstheorien“ entgegen, was sich natürlich einer Vertrauensbildung beim weniger einfältigen Leser konträr auswirken muss. Aber dieser Preis muss gezahlt werden, denn die Verteidigung der Deutungshoheit, und mag diese noch so sehr den Verstand ihrer Leser beleidigen, ist ihr Beruf.

Online mit verändertem Titel:

https://kurier.at/chronik/oesterreich/panik-vor-dem-coronavirus-warum-die-angst-viral-wird/400742661)

 

Die Redakteurinnen selbst zeigten kein Bedürfnis, irgendetwas herauszufinden oder wenigstens Fragen zu stellen, mussten aber festhalten, dass in Österreich noch kein „Verdachtsfall“ bestätigt worden sei. Weniger infektiös als Masern soll der Corona-Virus sein, hieß es da noch. Ein Biochemiker wurde zitiert, der keine Panik für gerechtfertigt hielt und sagte, dass eine normale Grippe gefährlicher sei. 2019 habe es in Österreich 1.600 Influenza-Tote gegeben. Es folgte in dem Artikel noch Küchenpsychologie und Erinnerungen an Terror, um die noch nicht hingestellte vermeintliche Gefährlichkeit des Corona-Virus dafür mit anderen Befürchtungen zu stimulieren.

 

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Rückblickend ist es interessant zu beobachten, dass um den 1. Februar 2020 medial eine Hysterie geschürt wurde, in Österreich aber (noch) kein Anlass zur Beunruhigung vorgelegen hatte. Ein Virus im Anmarsch, aber nicht gefährlicher als irgendein Grippe-Virus.

Als weiterer Aspekt ist das Bedürfnis der Massenmedien (und ihrer Eigentümer) zu nennen, aufgrund der vermeintlichen Herkunft ihre anti-chinesische Kampagne fortzuführen. (Neben den Kampagnen gegen Russland).

Das ist bekannt, und wir müssten nicht gesondert darauf eingehen, wenn es nicht auch zu unserem Thema den gewohnten Doppelstandard offenbaren würde. In diesem Fall ist es freilich nur aus einer Nachbetrachtung möglich.

Der auf Seite 4 befindliche Artikel, welcher von den Redakteurinnen Susanne Bobek und Evelyn Peternel verfasst wurde, titelte „Viele Chinesen haben Angst vor Hunger“.

https://kurier.at/politik/ausland/coronavirus-viele-chinesen-haben-angst-vor-hunger/400742547

 

Das haben viele Afrikaner ebenfalls, allerdings berechtigt. Eindeutig sollte der Leser abermals mit dem Titel emotional erfasst werden, denn in dem Artikel fand sich nichts, was mit der Einleitung angedeutet worden war. Da wurde nur von befristet geschlossenen Supermärkten in China berichtet, das war alles, kein Hunger, keine Angst, kein Chinese.

Was Bobek und Peternel hier verbreiteten war ebenfalls nichts anderes als Stimmungsmache. Ihr Anliegen war es dann auch, ein wenig Dreck in Richtung chinesischer Regierung zu werfen.

„Das Misstrauen der Chinesen in ihre Führung ist sehr, sehr groß, viele haben das Gefühl, dass nicht alles gesagt wird, sagt Susanne Weigelin-Schwiedrzik, China-Expertin im Institut für Ostasienwirtschaft an der Uni Wien.“

Was sagt uns das? Das Gefühl haben wir doch alle, weltweit, das ist vollkommen unabhängig und bezieht sich nicht nur auf China. Und wenn der durchschnittliche Chinese gegenüber der Regierung aus dem genannten Grund misstrauisch sei, wie ist es um den Durchschnittsösterreicher gegenüber der hiesigen „Führung“ bestellt?

Das lässt sich durchaus ins Gegenteil verkehren. Hier der skeptische, fragende Chinese, dort der trottelige Naivling aus Österreich, der alles glaubt, was er gesagt bekommt.

In Ermangelung von Informationen konzentrierten sich die KURIER-Redakteurinnen auf das Geschwätz anderer. Dann wurden aus dem Widerspruch des Bürgermeisters von Wuhan gegenüber der Regierung „erhebliche Verwerfungen“ abgeleitet. Die Anordnung an einen Untergebenen, erst einmal die Klappe zu halten, wurden als „schwere politische Krise“ gedeutet.

Aber so sind sie eben, diese Chinesen, und besonders die dortige Regierung, die auch noch zu „wahnsinnig radikalen Maßnahmen“ gegriffen habe. Die ganze Wirtschaft hätten sie heruntergefahren, was für die Damen vom KURIER darauf hindeutete, „dass das Regime derzeit gar nichts im Griff“ habe. Eine erwähnte „Expertin“ verortete sogar „Chaos“.

Hierbei handelt es sich nur um ein Beispiel von unzähligen, wo Beobachtungen oder auch Verhaltensweisen anderer angeprangert oder diffamiert werden, das gleiche Verhalten bei der eigenen Regierung gepriesen oder verschleiert wird. Das wurde uns in den letzten Wochen ebenfalls deutlich vor Augen geführt.

„Das chinesische Regime lässt dort massenhaft löschen, was nicht zur offiziell veröffentlichten Meinung passt.“

Bei uns würde so etwas natürlich nie und nimmer geschehen, wurde hier suggeriert. Abseits dieser Scheinwelt sieht es freilich ganz anders aus, auch im „Wertewesten“ wird fleißig gelöscht, zensiert, andere Meinungen diskreditiert und übel verleumdet. 

 

Die PRESSE hatte am selben Tag, 1. Februar 2020, einen neutral gehaltenen Artikel mit dem Titel: „Coronavirus-Epidemie: Gesundheitsnotstand ein „symbolischer Akt““. Köksal Baltaci berichtet hier von der WHO und die ausgerufene „gesundheitliche Notlage“, aber auch davon, dass dem keine konkrete Handlungsanweisungen folgten. Weiteres dazu hier:

https://www.diepresse.com/5761805/coronavirus-epidemie-gesundheitsnotstand-ein-symbolischer-akt

 

Gleiches gilt auch für den Artikel auf der Titelseite von Madlen Stottmeyer: „Niest China, hustet dann die Welt?“

https://www.diepresse.com/5761879/niest-china-hustet-dann-die-welt

 

Es war dann Burkhart Bischof vorbehalten, in seinem als „Leitartikel“ benannten Meinungsbeitrag anti-chinesische Ressentiments den Lesern unter die Nase zu reiben. „Der Virus, das auch noch Chinas starken Mann anstecken könnte“, frohlockte Bischof, der über eine jahrelange Erfahrung als Sprachrohr Washingtons verfügt.

https://www.diepresse.com/5761856/das-virus-das-auch-noch-chinas-starken-mann-anstecken-konnte

 

Er schwadronierte über „Stärken und Schwächen eines totalitären Systems“ und kritisierte die eineinhalbmonatige vermeintliche Tatenlosigkeit nach dem ersten Corona-Erkrankten, bevor die „Machthaber“ reagiert hätten. Und wie! Städte abgeriegelt, Menschen von der Außenwelt abgeschnitten, neue Krankenhäuser aus dem Boden gestampft, Reisetätigkeit eingeschränkt, Desinfektionsmaßnahmen eingeleitet.

Ist das gut, ist das schlecht? Bischof scheint sich selbst nicht sicher, deswegen hält er es fraglich, ob das reichen wird. Er wirft von seinem übersichtlichen Schreibplatz in Wien den chinesischen Behörden vor, nicht „rasch und die richtigen Gegenmaßnahmen getroffen“ zu haben. Denn damit kennt sich Bischof aus, mit Viren, Chinesen, Russen und anderen Schädlingen.

Zum Glück für Bischof hat das chinesische System nun seine Schwächen offenbart. Mit einem defacto Alleinherrscher auf Lebenszeit, Politbüro und 80 Millionen kommunistische Kader, die buckeln, auf Anweisungen warten. So sind sie, die Kommunisten, wie es sich ein Bischof gerne vorzustellen vermag. Aber nicht alle, die KP-Bonzen hätten natürlich auf irgendwelchen Bällen getanzt.

Informationspolitik? Streng kontrolliert! Von wem? Von chinesischen Kommunisten. Immerhin besser als zu SARS-Zeiten, wie Bischof befand, doch der Schaden wäre bereits angerichtet gewesen. Durch die „Machthaber“. Der gewöhnliche Chinese würde nun den staatlichen Medien misstrauen.

Keine Frage, die Chinesen sind dem Bischof weit voraus.

 

 

Samstag
02
Mai 2020
Kommentare deaktiviert für Corona und das, was bleibt. Teil 4.2.

Corona. Und das, was bleibt. Teil 4.1.

 

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In dieser Folge richtet sich unsere Wahrnehmung ausschließlich auf einen Kontext zwischen Massenmedien und „Corona-Virus“. Stellvertretend für die anderen austauschbaren Massenmedien der Qualitäts-Branche, haben wir uns dieses Mal aus dem KURIER geschöpft.

Für diesen Rückblick kehren wir an den Anfang von dem zurück, was nicht nur in Werbeagenturen, sondern auch beim durchorganisierten Militär als Kampagne bezeichnet wird. Kehren wir zum 1. Februar 2020 zurück.

Der KURIER titelte an diesem Tag:

„BSE, Vogelgrippe, Coronavirus: Warum wir in Panik geraten.“

https://www.pressreader.com/austria/kurier-samstag/20200201/281492163299780

 

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Eben erst begonnen, schon erwischt! Am 1. Februar 2020 gab es hier bei uns in Österreich keine Panik. Auch später nicht. In Teilen der Bevölkerung konnte eine mehr oder minder starke Verunsicherung ausgemacht werden, aber keine Panik.

Es ist einzig und alleine der KURIER, welcher eine nicht existierende Panik vorgaukelte. In dieser Botschaft wurden die Begriffe „BSE“ und „Vogelgrippe“ als emotionale Trigger benutzt, um die Behauptung zu unterstützen. Das mag bei manchen durchaus verfangen, bei jenen Desinteressierten, Dementen und Verblödeten, die sich an ein bestimmtes Gefühl zu erinnern vermeinen, welches auch damals eine Illusion gewesen war. Andere wiederum, die aufmerksamen Mitmenschen, können sich daran erinnern, dass außer einem großen medialen Wirbel fast nichts gewesen war. Pharmakonzerne waren auf ihren Impfstoffen sitzen geblieben, Manipulationen öffentlich geworden, einige Milliarden Euro an Steuergeldern quasi ohne Gegenleistung an Pharmakonzerne verschoben worden.

Gleichzeitig, und auch dies ist eine Sprache der Werbung, die über keinerlei Information verfügt, verwendete der KURIER das „Wir“, um mit der eigenen vorgeblichen Einbeziehung das Vertrauen ihrer Konsumenten zu erschleichen. Hier wurde im Kontext versucht, eine Bedrohung zu kreieren, die in dem suggerierten Ausmaß nicht vorlag und auch heute nicht vorliegt, eine, die uns alle angehen sollte.

Auf einer Doppelseite, Seite 6 und 7, war dann das „Thema“ zu finden: „Coronavirus: Die Faszination der Angst.“

Links außen eine Spalte mit verschieden aneinander gegliederten Texten unter der Überschrift „Wovor wir uns gefürchtet haben.“ Auch hier wurde wenig diskret verallgemeinert: wir, das gibt das Gefühl nach einer Gemeinschaft. Doch das ist nichts weiter als ein Verkaufsschwindel, ähnlich wie der Quatsch „Wir sind Papst“ (Zitat von BILD).

 

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Als erster Punkt kam „BSE“ mit 230 Toten und keinem Fall in Österreich.

Erzielter Furchteffekt: 3 von 100.

Als zweiter Punkt folgte mit „Anthrax“ die Behauptung, dass der US-Biologe Bruce Ivins die Anthrax-Anschläge im Oktober 2001 und den USA durchgeführt haben soll. Diese Information, welche auf gewisse und in dem Fall selbst verstrickte US-Ermittlungsbehörden fußt, ist allerdings falsch. Nicht erwähnt wird der entscheidende Zusammenhang, dass jene zwei US-Senatoren die vergifteten Briefe zugestellt bekamen, die sich gegen den Patriot-Act ausgesprochen hatten. Diese beiden Gesetzespakete wandelten die USA nach 9/11 in einen Polizeistaat um und hatten bereits fix und fertig in der Schublade gelegen. Irving war später das Bauernopfer, der – wenig erstaunlich – tot aufgefunden wurde. So ähnlich wie Epstein und andere.

Furchteffekt: 0 von 100.

Dritter Punkt war „Der Millenium-Fehler“ für das Computer-Jahr 2000.

Furchteffekt: 2 von 100, für jene ohne PC gar 0 von 100.

Vierter Punkt war „Ebola“, eine scheußliche Infektion mit über 11.000 Toten und damit gravierend. Allerdings in Westafrika.

Furchteffekt in Österreich: 0 von 100.

Fünfter Punkt mit „SARS“ eine Epidemie, an die heute medial wieder gerne erinnert wird. Als Ergebnis um die 800 Tote, was aber auch im Verhältnis zu anderen Epidemien eher glimpflich verlief.

Furchteffekt: 3 von 100.

Sechster Punkt die „Vogelgrippe“, bei der außer dem Mediengetrommel und den penetranten Versuchen, den Leuten Impfstoffe anzudrehen, kaum etwas passiert war.

Furchteffekt: gefühlte 1 von 100.

Als siebenter und letzter Punkt folgte mit „Terror“ ein unvermeidliches Sujet, das neben „Millenium“ nicht zu den übrigen Befürchtungen passte, aber notwendig erschien. Ein wenig Gemurmel, dass es auch in in den 70ern und 80gern Terror gegeben habe, wobei die wichtigen 90ger unterschlagen wurden, um auf das unvermeidliche 9/11 zu kommen und dieses mit den Anschlägen in Frankreich, Deutschland etc. fortzuführen.

Wer den Terror überhaupt durchgeführt hatte, wurde nicht erwähnt oder in Frage gestellt, es wurde eigenartigerweise auch nur der Terror im Westen angeführt, aber nicht der aus dem Westen exportierte permanente und maximale Terror in anderen Ländern. Um die anderen Menschen ging es aber gar nicht, das war offensichtlich gleichgültig, es ging nur um die eine an uns gerichtete Botschaft:

„Die Angst vor Terror ist heute ein ständiger Begleiter.“

Das würden sie gerne so haben, aber es ist eine Fiktion. Zweifellos wurde und wird auf den Zustand einer verängstigten Masse hingearbeitet, am besten auch noch verblödet, eine Masse, die das Maul hält, demütig allen Anweisungen folgt und die Schweinereien ihrer Regierung und den Strippenziehern hinter ihnen nicht kritisiert.

Furchteffekt: 10 von 100.

Dies allerdings nur aufgrund der Kampagne von Politik, Polizei und Medien und der Dummheit der Menschen, die es immer noch nicht begriffen haben, dass der Terror hausgemacht ist. Denn dann kämen wir vielleicht auf einen Furchteffekt von mindesten 25 von 100 – allerdings gegenüber den eigenen Regierungen und ihren „Partnern“.

Die Liste des KURIER hat nichts mit Realitäten zu tun, mit „Information“ ohnehin nicht, sie soll bei ihrer Leserschaft ausschließlich das dumpfe Gefühl schüren, dass es Gründe zur Furcht geben soll. Quasi als Matratze, um das „Corona-Zeug“ mit einer Steigerung von Angst hineinzubetten.

Wie billig und schlecht sich der Manipulationsversuch des KURIER darstellt, lässt sich im eigenen Umkreis erfassen. Ohne von außen aufgedrängte Themen würde die Liste der Furcht nämlich ganz anders aussehen. Nach einer Umfrage vor Ort kam das Folgende heraus:

Furcht vor

  1. Verlust von Arbeit, Einkommen und sozialem Abstieg
  2. Eigener Erkrankung an einer unheilbaren Krankheit wie Krebs
  3. Verlust der Eltern, Kinder, Lebenspartner durch Tod
  4. Von der Freundin/Freund bzw. Frau/Mann verlassen zu werden
  5. Einen Autounfall mit Todesfolge zu verursachen
  6. Zerstörung der Umwelt, Tierwelt, Wasser, Luft etc.
  7. Krieg

Das sind persönliche, normale, geradezu ganz gewöhnliche Sorgen, die tatsächlich jeden berühren. Es ist nicht das, was die billigen Marktschreier im Auftrag ihrer Eigentümer und Interessensgruppen einem verkaufen wollen. 

 

 

Samstag
25
April 2020
Kommentare deaktiviert für Corona. Und das, was bleibt. Teil 4.1.

Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 6.

 

Bereits am 15. April hatte uns das Büro „Nachbar in Not“ eine weitergehende Mail geschickt, in welcher freundlicherweise sehr genau auf die Tätigkeiten und auch auf den Codex eingegangen worden war.

Zweifellos können viele Menschen froh sein, dass derartige Organisationen existieren und dass es Menschen gibt, die sich dafür geradezu aufopfern sowie in einigen Fälle sogar ihr Leben riskieren.

Nur diese eine Frage, die wir uns gestellt hatten, dieser eine problematische Aspekt, der uns beschäftigt hatte, der wurde leider auch hier nicht berührt.

 

„…bei Einsätzen in Syrien wird, wie auch in anderen vom Konflikt betroffenen Gebieten, ein konfliktsensibler Zugang gewählt, der sich auf jahrzehntelange Expertise und Erfahrung aus verschiedensten Risikogebieten stützt. Die Arbeit des SARC ist stark in die Kooperation mit dem IKRK (Internationales Komitee des Roten Kreuzes) eingebettet und die Auswahl der Projektorte, so wie der Empfänger der Hilfsmaßnahmen unterliegt sehr strengen und sorgfältigen Sicherheitsmechanismen. Vor allem durch die direkte Präsenz vor Ort kann sichergestellt werden, das Hilfsgüter die Menschen erreichen, die diese am meisten benötigen. Unsere Hilfsmaßnahmen, sowie die unserer Partner orientieren sich an den Bedürfnissen der Menschen und ziehen die Bevölkerungsgruppen vor, die durch mehrere Risiken gleichzeitig betroffen sind, wie vor allem Frauen, Kinder, ältere Personen, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, schwangere Frauen und stillende Mütter. Diese Risikogruppen werden prioritär ausgewählt und in erster Linie in Hilfsmaßnahmen inkludiert.

Gleichzeitig stützen sich Organisationen bei ihrer Arbeit vor Ort auf aktuelle Sicherheitsinformationen, die auch in Zusammenarbeit mit der UNO, staatlichen und internationalen Akteuren erstellt und täglich aktualisiert werden. Aus diesen Quellen ergeben sich genaue Informationen zu den verschiedenen Gruppen mit Sicherheitsrisiko und ermöglichen eine Risikoeinschätzung. Basierend auf der vorgenommenen Risikoerfassung werden konkrete Vorgehensweisen der Akteure bestimmt und Aktionspläne entworfen, wobei humanitäre Bedürfnisse der zivilen Bevölkerung an erster Stelle stehen, gleichzeitig aber auch Risiken berücksichtigt und Projekte kontinuierlich begutachtet werden.

Hilfsmaßnahmen in Nordwest-Syrien konzentrieren sich hauptsächlich auf die Provinz Idlib, sowie Aleppo in Hama, als hauptsächliche Zufluchtsregionen für die aus Idlib geflüchteten Syrer und Syrerinnen. SARC ist jedoch auch in er Stadt Idlib aktiv, wo die Bedürfnisse am größten sind und stützt sich dort auf die vor dem Krieg vorhandenen Netzwerke und freiwillige HelferInnen.

Letztendlich sei zu erwähnen, dass Organisationen auf die in diesem Kontext relevanten Grundsätze der Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität zurückgreifen. Die Arbeit der involvierten Akteure basiert also in erster Linie darauf die grundlegenden Bedürfnisse der Bevölkerung anzusprechen, die durch den langwierigen Konflikt, wiederholte Vertreibung, die vielerorts nicht vorhandene Infrastruktur, Nahrungsmittelmangel, sowie die Abwesenheit von Gesundheitsdienstleistungen und Bildung, täglichen Bedrohungen ausgesetzt sind. Die bereits stark geschwächte Bevölkerung ist nun noch einer weiteren Bedrohung durch die Covid-19 Krise ausgesetzt. Um eine rasche Verbreitung des Virus die in einer humanitären Katastrophe enden könnte, ist es vor allem jetzt und in den am meisten betroffenen Gebieten notwendig Nahrungsmittel, Wasser, Hygiene- und Sanitärvorrichtungen, sowie medizinische Dienstleistungen zu Verfügung zu stellen.

Wir hoffen Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und viel Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen…“

 

Im syrischen Idlib wurde die Medientruppe von Al-Quaida unterdessen zur Abwehr von „Corona“ neu eingekleidet und ausgerüstet.

 

 

Lustig auch das „Desinfizieren“ dieser Saubermänner einer christlichen Kirche (mit halb abgedecktem Kreuz) in einem Gebiet, wo es keine Christen mehr gibt, da diese – gebrandmarkt als „Ungläubige“ – vor den islamistischen Halsabschneidern natürlich geflohen sind.

 

 

Das machen die extra für uns, für die unbedarften Sesselfurzer. Das ist Fernsehen.

 

Donnerstag
23
April 2020
Kommentare deaktiviert für Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 6.

Corona. Und das, was bleibt. Teil 3.

 

Rauchermaske 3

 

 

Von des Geschehens Ahnungslosigkeit über die Vertrauensfrage hinsichtlich einer im Vordergrund stehenden Figur des politischen Personals („Bundeskanzler“), erweitern wir heute an einem Beispiel den Blick auf eine Struktur, welche bisherigen Fragen und Feststellungen durchaus einer Nachschärfung erlauben.

Dafür bedienen wir uns der Tageszeitung PRESSE, die uns in sprachlicher, zielgruppenorientierter, wenn auch nicht in inhaltlicher Hinsicht ein wenig Abwechselung verschafft. Die PRESSE, der schon damals der Geruch von CIA & Consorten angehaftet war und mit der staatlichen Zuwendung, „Presseförderung“ genannt, als unabhängig deklariert wird, vermittelt bis zum heutigen Tage den Eindruck, über den Status einer US-Besatzungszeitung nie hinausgekommen zu sein. Qualitätspresse findet (auch) hier seinen Höhepunkt in der Qualität einer besonders einseitigen Darstellung von…, sagen wir mal: Geschichten.

Thomas Vieregge ist einer der Redakteure, die für diese Qualität standhaft eintreten und gleichzeitig nicht verhehlen, dass sie ein Faible für eine „große Nation“ besitzen, die sich im Ausland befindet und die zufällig für diesen Geruch der PRESSE zuständig gewesen war.

Vieregge hatte viel Raum bekommen, um über einen Besuch des neuen österreichischen Außenministers Alexander Schallenberg zu schreiben. Bei all der geballten Qualität und Kompetenz entstand ein Artikel, welcher – ob beabsichtigt oder nicht – zwischen den Zeilen geradezu aufdringlich weitere Botschaften vermittelte.

„Washington-Besuch in turbulenten Zeiten.“

PRESSE; Druckausgabe, 7. Februar 2020.

Online-Format:

https://www.diepresse.com/5764409/schallenberg-bei-amerikas-neuer-nummer-zwei

https://www.diepresse.com/5768691/neuauflage-deskurz-besuchs-im-weissen-haus-im-marz

 

Natürlich war nicht Washington zu Besuch, sondern Wien in Washington, um die Verhältnisse bei den Turbulenzen gerade zu rücken. Auch die Unterzeile erzählte etwas über bestehende Verhältnisse:

„Österreichs Außenminister, Alexander Schallenberg, traf seinen US-Amtskollegen, Mike Pompeo. Auf der Agenda standen Iran und Trumps Nahost-Plan.“

Wir stellen fest, dass der wichtigste und einflussreichste Akteur nicht auf der Agenda stand: die USA selbst. Vieregge füllte das erste Fünftel seines Aufsatzes mit Belanglosigkeiten, in welchen nicht ungeschickt Stimmungsmache gegen seine Feinde eingewoben worden waren. (Crazy-Nancy von der rechtsgerichteten Oligarchenpartei „Demokraten als „Heldin“ gegenüber Twitter-Trump von der rechtsgerichteten Oligarchenpartei „Republikaner“ sowie ein für Vieregge interessanter und dümmlicher Mann draußen mit dem Schild „Putins Marionette“).

 

 

Danach geriet Thomas „Fouregge“ ins Schwärmen. Transatlantische Wertegemeinschaft, der Fluss Potomac, Business, die tolle Aussicht aus dem 7. Stockwerk des State Departments auf Monumente, Denkmäler und Heldenfriedhof. Und genau dort, wir sind ergriffen von diesem Moment, befand sich kurz auch der österreichische Außenminister.

Allerdings zeichnete Vieregge anschließend keinen Moment der Erhabenheit, er zeichnete das Gegenteil – von Schallenberg. Dieser, so wurde er zitiert, wertete seinen dortigen Empfang als „Zeichen der transatlantischen Wertegemeinschaft“. Leere Phantasie und Heuchelei in einem Halbsatz unterzubringen, zeugt von Professionalität. Der österreichische Chefdiplomat soll dann selbst ein Zeichen gesetzt haben, das Zeichen eines mit Minderwertigkeitskomplexen beladenden Österreichers im Angesicht des großen Meisters:

„“Wir sind wieder stärker auf dem Radar“, resümierte er die Sicht Washingtons auf Wien.“

Vieregge zeigte ansonsten kein Interesse an der „Allianz für Religionsfreiheit“, weswegen internationale Diplomaten erschienen waren, auch nicht an dem österreichischen Außenminister. Er hat ja auch nichts zu sagen, könnte man argwöhnen.

Dem PRESSE-Redakteur war die Person Pompeo weitaus wichtiger, den er zuerst dazu benutzte, um das „Impeachment“-Verfahren gegen Trump aufzuwärmen und unter Nutzung eines Manipulations-Werkzeuges, Gegenteiliges einfach wegzulassen, ein angebliches Fehlverhalten gegenüber der Ukraine zu suggerieren. Hauptsache, mit Dreck zu patzen, auch wenn dieser Dreck alt und kalt war, um den Schmutz an Vieregges Freunden zu kaschieren.

Im Gegensatz zu Schallenberg ist Pompeo ein tatkräftiger Mann. Vieregge stellt ihm einen Raum zum Kennenlernen zur Verfügung. Der Mann, Pompeo, ist ein Evangelikaler, der „Bibelstellen auswendig zu zitieren weiß“, natürlich ist er auch ein Militär, ein Hardliner, ein Kriegsfalke und ein Ex-CIA-Chef, angeblich die Nummer 2 in der Trump-Regierung, der Mann, der auch „die spektakuläre Tötung“ des iranischen Generals Soleimanis (und weiterer nicht erwähnter Menschen) betrieben haben soll.

Die Verbundenheit zwischen US-Behörden und der PRESSE, vertreten durch den eifrigen Vieregge, sie ist in den Zeilen spürbar. Pompeo ist groß und stark, ganz anders als der kleine, mickrige Schallenberg, der nur das redet, was von einer Hofschranze erwartet wird. Pompeo kann das Morden mit „Tötung“ verschleiern, wahlweise auch mit „Umlegen“, es spielt keine Rolle, erst recht nicht in den gleichgeschalteten Massenmedien, denen auch nach 1 Million toter Iraker höchsten der Begriff „Fehler“ entrückte. Freilich erst später, nach dem Auffliegen der Kriegslügen.

Pompeo kann dagegen sagen, was er denkt, denn er muss keine Konsequenzen fürchten. Andere müssen sich vor ihm fürchten, das weiß er, er, der Mörder und Gewohnheitsverbrecher, er kann den unterwürfigen Gästen ins Gesicht lachen, herzlich sein, ihnen die Hände schütteln, bevor er sie wieder waschen wird. Aber wehe, jemand versucht ihm auf die Füße zu treten oder seinen Leuten, die unbewaffnete Menschen gerne aus der Distanz erledigen, dann kann er auch ungemütlich werden. Pompeo klingt auch danach, irgendwie sizilianisch, irgendwie nach Mafia. Er verhält sich dann auch so, ganz Mafia-Boss, dann kann er nicht nur Richtern drohen, die sich darum bemühen, US-Verbrecher (aus seinem Syndikat) vor dem Internationalen Strafgerichtshof anzuklagen, sondern deren Familien in diese Drohung einschließen. Das wirkt viel besser, das weiß man.

https://www.state.gov/secretary-michael-r-pompeo-remarks-to-the-press-6/

 

Der österreichische Außenminister diente in dem Artikel kaum zu mehr als einen Hampelmann, zu welcher Rolle er im Angesicht des riesigen US-Verbrecher-Syndikats auch degradiert sein muss. Deswegen bemühte sich Schallenberg als Vermittler, zum Beispiel zwischen den USA und dem Iran, das soll dann mit Verantwortung zu tun haben, der er sich gleichzeitig nicht stellt, eingebettet in Phrasen.

Gipfel seiner erbärmlichen Darstellung in der PRESSE:

„Wir brauchen das aktive Engagement der USA, um die internationalen Krisen zu bewältigen.“

Schallenberg tat so, als wäre es ihm in den letzten 30 Jahren entgangen, dass die USA ständig aktiv engagiert sind, um die internationalen Krisen erst zu erschaffen. Oder war das nur diplomatisches Gerede eines Schoßhündchen gewesen? Mochte es sein US-amerikanischer „Kollege“ nicht ähnlich gesehen haben, der große und starke Pompeo? Was mag der am Abend seiner Frau gesagt haben. Da war heute ein schleimiger Wichtigtuer bei mir gewesen, wie hieß er nochmal… aus… äh, wie heißt das Land nochmal?

Diese kleine Exkursion veranschaulicht an diesem einen Beispiel einerseits die Rolle der Medien und ihrer Handlanger als Sprachrohre und Hofberichterstatter Washingtons und anderer Mächte bzw. einflussreichen Interessensgruppen sowie ihr Verhältnis zu den kleinen Duckmäusern, aber auch Zuarbeitern auf internationalem Parkett. Es soll verdeutlichen, dass die Regierung Kurz, der wir vertrauen sollen, unter dem Einfluss anderer steht, sich anbiedert und nicht im geringsten auflehnt. Und diese anderen, das wissen wir aus all den vergangenen Jahren, scheuen sich nicht, ihre Interessen auch über riesige Leichenberge hinweg durchzusetzen.

Kein Zweifel, Vertrauen lässt sich auf diese Weise definitiv nicht erwerben. Jedenfalls nicht über die Rolle eines kleinen Krämers hinaus, der darauf vertrauen muss, dass seine Schutzgeldzahlung auch tatsächlich gut angelegt ist.

Zudem sind wir nicht darüber informiert, wie viele internationalen Könige, Kanzler, Magnaten und Bosse hinter dem regionalen Kanzler stehen, denen wir unausgesprochen indirekt ebenfalls vertrauen müssten. Hintermänner und Strippenzieher, die erst gar nicht um Vertrauen ansuchen. Das brauchen sie nämlich gar nicht, sie haben ihre Laufburschen, die sie nicht einmal selbst bezahlen müssen.

Wir machen das.

 

Sonntag
19
April 2020
Kommentare deaktiviert für Corona. Und das, was bleibt. Teil 3.

Corona. Und das, was bleibt. Teil 2.

 

Rauchermaske 2

 

Mit dem Vertrauen ist es so eine Sache. Als neugeborenes Kind ist Vertrauen gegenüber der Mutter alternativlos, wie wir wissen, in Einzelfällen aber nicht unbedingt berechtigt. Danach, in der Phase des Heranwachsens, hat Vertrauen sehr oft mit Naivität zu tun, das kennen wir alle.

Manche Menschen legen auch später eine mehr oder minder große Naivität an den Tage, die auf mancherlei Ursachen fußen mögen. Bei allen anderen bildet sich als Resultat eigener Erfahrungen auch das Phänomen Misstrauen heraus, wobei das Bedürfnis nach Vertrauen bestehen bleibt. Menschen, Situationen, bestimmte Vorgänge werden je nach Individuum unterschiedlich bewertet: vertrauenswürdig, nicht vertrauenswürdig oder neutral.

Bei einem Umstand herrscht bei wenig naiven Personen allerdings Konsens: Vertrauen wird nicht geschenkt, Vertrauen wird erworben. Sei es durch Berechenbarkeit, sei es durch langjähriges entsprechendes Verhalten.

Die Behören bitten uns um Vertrauen oder fordern dieses ein. Deren Sprachrohre, die Massenmedien in ihrem gewohnten Gleichklang, transportieren diese Forderung massiv und stellen gleichzeitig dar, wie gerechtfertigt dies angeblich sei. Ja, sie erzählen sogar, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich hinter diese Regierung und deren Maßnahmen stellen würde, deren Zuspruch nun in ungeahnte Höhen gestiegen sei. Sie transportieren somit die Botschaft einer starken Führung, die richtig handelt und die Masse hinter sich weiß. Die Botschaft der Massenmedien, soviel ist auch hier deutlich, ist mit der Botschaft der genannten Führung verschmolzen.

Der Mann, der dieser Regierung in der Rolle des österreichischen Bundeskanzlers vorsteht, heißt Sebastian Kurz. Von diesem wurden in der letzten Zeit mehrere Aussagen zitiert, die zumindest fragwürdig erscheinen.

Wir nehmen hier nur ein Beispiel heraus, fast eine Banalität, welches unlängst publiziert wurde. In diesem Fall im KURIER vom 11. April 2020:

Frage des KURIER:

„Wie fühlt es sich an, den Menschen zu sagen, dass sie trotz Schönwetters daheimbleiben müssen!“

Antwort von Sebastian Kurz:

„Natürlich ist das nicht angenehm. Aber es wäre viel schlimmer für mich, jeden Tag in der Früh berichten zu müssen, wieviele Menschen in der Nacht wieder ihr Leben lassen mussten.“

Hier ging es um die Befindlichkeit von Kurz, der auch entsprechend darauf antwortete. Seine Erwiderung beinhaltet allerdings die Behauptung, dass ohne die derzeit getroffenen Regelungen der Einschränkung viele Menschen jede Nacht sterben müssten. Diese Dramatisierung lässt sich allerdings nach wie vor nicht belegen, was… nicht vertrauenswürdig ist. Und wenn jemand etwas behauptet, was bislang von niemandem bewiesen werden konnte, diese Behauptung aber mit realen Handlungen verknüpft worden sind, bildet sich etwas von ganz alleine: Misstrauen. Zumindest bei jenen mit Verstand, somit zweifellos nicht bei allen.

Wir wollen gar nicht lange in der Vergangenheit herumwühlen, um uns anzuschauen, inwieweit Bundeskanzler Kurz zu den vertrauenswürdigen Menschen zählt. Da hatte es aber bereits zu Jahresbeginn einen hässlichen Vorfall gegeben, als die USA in der Nacht zum 3. Januar im irakischen Bagdad ein Attentat verübt und einen iranischen General samt seiner iranischen und irakischen Begleiter per Drohne heimtückisch ermordet hatten.

Sebastian Kurz hatte sich kurz danach von der deutschen BILD-Zeitung interviewen lassen, also von einem transatlantischen Hetzblatt, bei welchem jeder Arbeitsvertrag den Redakteuren eine bestimmte Sicht – die der USA – zwingend vorschreibt und „Journalismus“ zwangsläufig ausschließt.

Kurz versuchte das Massaker zuerst billig als eine „Reaktion“ (der USA) herunterzuspielen. Anschließend meinte er – auf was hinaus? – dem Hauptopfer eine Täterrolle zuzuweisen und hier zwischen „schuldigen“ und „unschuldigen“ Mordopfern zu unterscheiden. Das heißt, Kurz präsentierte hier die Sicht der Mörder, er gab ihnen Rückendeckung und ignorierte nebenbei auch die zahlreichen weiteren Mordopfer.

http://www.bollwerk.co.at/2020/01/10/feuerwerk-in-bagdad-teil-3/

 

 

Wir wollen uns hier nicht weiter darin vertiefen, können aber hinsichtlich einer Vertrauensfrage feststellen, dass Kurz eine erschreckende Rechtsauffassung dargeboten hatte, die mit Recht nichts zu tun hatte. Nicht einmal mit dem Recht auf Leben für gleich 10 Personen. Und wir beschäftigen uns hier noch gar nicht mit seinen Beziehungen zu transatlantischen Mördern, die er nicht anzupatzen gedachte. Da seine grauenhafte Selbstdarstellung keinerlei innenpolitische Folgen gezeitigt hatte, ist es nicht abwegig, auch das hiesige politische Establishment entsprechend zu bewerten.

Obwohl es nicht mehr notwendig wäre, wollen wir hier noch eine weitere Handlung darlegen, welche innen- wie außenpolitisch nicht unwichtig ist, auch wenn diese auf den ersten Blick wenig relevant erscheint. Es ist die Geschichte einer Heuchelei. 

Die österreichische Regierung hatte groß angekündigt, das Spendengeld für die Aktion „Nachbar in Not“ mit Thema Idlib (in Syrien) entsprechend dem Spendenaufkommen zu verdoppeln. Anfang März wurde zudem angekündigt, aus dem Auslandskatastrophenfond 3 Millionen Euro für die Hilfe vor Ort in Syrien an das Internationale Komitee des Roten Kreuzes zu spenden.

https://www.derstandard.at/story/2000115430231/wie-die-drei-millionen-euro-spende-der-regierung-fuer-syrien

https://www.bundeskanzleramt.gv.at/bundeskanzleramt/nachrichten-der-bundesregierung/2020.html (Unter Stichwort „Idlib“).

 

Das ist eine Hilfsbereitschaft, die gut ausschaut. Medial wurde auch hinreichend darauf aufmerksam gemacht, dass dort Hilfe benötigt wird – wenn auch nur in einer ganz bestimmten, sehr speziellen Region.

Der entscheidende Punkt ist allerdings der, welcher nicht herausgestellt wird. Als Mitglied der EU ist auch Österreich Teil eines brutalen, von den USA initiierten Sanktionsregimes gegenüber dem Staat Syrien und natürlich auch seiner Bevölkerung. Es war auch das von der EU erklärte Ziel gewesen, mit dieser Bestrafung den Leidensdruck der dortigen Bevölkerung zu erhöhen, in der Hoffnung, diese würde dann den durch die Transatlantiker und ihren Helfern forcierten Umsturz fördern.

Es hat nicht funktioniert, die Sanktionen wurden dennoch verlängert. Die Menschen sterben dort unter anderem wegen nicht vorhandener Medikamente, wegen fehlendem medizinischen Gerät sowie Ersatzteilen Und die österreichische Regierung möchte in ihrer Doppelzüngigkeit dort helfen, wo sie selbst ein Teil der Verursacher sind – im Verbund mit den USA , dem Drahtzieher.

Die Vertrauensfrage lässt sich zumindest von uns eindeutig beantworten.

 

Ergänzung:

Das auch von der EU (mit Österreich) gegen den Staat Syrien verhängte Sanktionsregime, unter dem vor allem die sozial eher schwächeren Gesellschaftsschichten zu leiden haben, ist natürlich völkerrechtswidrig.

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8200/

https://www.sanctionsmap.eu/api/v1/pdf/regime?id[]=32&id[]=34&include[]=lists&lang=en

Die politische Absicht, die syrische Bevölkerung in ein Elend zu stürzen, um diese zu einer Revolte gegenüber der Regierung zur Unterstützung ausländischer Kriegsziele zu animieren, erfüllt den Tatbestand eines Kriegsverbrechens.

https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/aussenpolitik/voelkerrecht/humanitaeres-voelkerrecht/genfer-konvention.html

 

 

Freitag
17
April 2020
Kommentare deaktiviert für Corona. Und das, was bleibt. Teil 2.

Corona. Und das, was bleibt. Teil 1.

 

Rauchermaske 1

 

 

„Corona kann kommen.“

Gisela R., Pensionistin, 90 Jahre.

 

Ich sitze auf einen Stuhl und denke einmal nach, ganz rational und ohne all dem Zeug, welcher als Bewusstseinsteppich in die gedanklichen Räume gelegt wird.

1.

Ich stelle fest, dass ich keine Ahnung von dem haben, was da vor sich geht.

Aber ich habe von Anfang an ein schlechtes Gefühl gehabt, allerdings nicht nur wegen diesem Convid-19-Virus. Nennen wir das Intuition bei aller Ahnungslosigkeit.

2.

Ich stelle meine groben Kenntnisse über das Phänomen Viren fest, was das überhaupt ist, welche ich in mir tragen könnte, wozu sie dienen, wie sie sich gewöhnlich verbreiten und für wen Arten und Mutationen derselben gefährlich werden können.

3.

Ich stelle auch fest, dass ich Viren nicht sehen, riechen oder haptisch greifen kann. Das könnte bestimmte Viren für bestimmte und geschwächte Menschen auf eine heimtückische Weise gefährlich machen. Wie etwa Keime im Krankenhaus oder Strahlungen in nuklear verseuchten Gebieten.

4.

Ich stelle fest, dass vor dem Ausbruch einer durch bestimmte Viren verursachte Erkrankung – sollte es dazu unglücklicherweise kommen – eine Inkubationszeit vorangegangen sein muss, die etwas kürzer oder etwas länger angedauert haben mag. In dieser Zeit kann unwissentlich der Virus auf andere Menschen übertragen werden, was aber nicht zwingend eine Krankheit zur Folge haben muss.

5.

Nun stelle ich fest, dass weder im nahen noch im weiten Umfeld jemand erkrankt ist, was durchaus den Eindruck vermitteln könnte, dieser Virus würde gar nicht real existieren. Wohlgemerkt als Wahrnehmung, nicht als eine Tatsächlichkeit und medizinisch nachgewiesene Realität. Denn ich sehe ihn nicht, rieche ihn nicht, fühle ihn nicht.

6.

Was bleibt ist das, was in der Zeitung steht, was im TV gesagt wird, was die Leute auf der Straße reden und was über die Behörden kommuniziert wird. Und ich beobachte gewisse Reaktionen in meiner Umwelt.

7.

Und dann stelle ich noch fest, dass ich hier ein Ereignis glauben soll, welches sich außerhalb meiner Wahrnehmung befindet. Es kann einer Realität entsprechen, aber ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht wirklich. Mir fehlt das eigene Erlebnis, die eigene Erfahrung.

8.

Ich stelle fest, dass ich nun Vertrauen haben und am besten auch zeigen soll. In erster Linie den Behörden gegenüber, welche dazu bitten oder auch auffordern.

9.

Ich stelle fest, dass ich nun vor einem ganz anderen Problem stehe. Dieses Problem hat mit einem Virus nichts zu tun. Es hat mit Vertrauen zu tun, denn das fehlt mir.

10.

Dazu stelle ich fest, dass Zeitungen, Magazine und TV als Informationsquelle gänzlich untauglich sind, da durch die Interessen einiger Weniger gesteuert, welche mich tagtäglich zu bestimmten Themen belügen und zu manipulieren versuchen.

Zum politischen Tagesgeschäft gehört wiederum die Lüge. Diese muss nicht immer mit einem negativen Kontext versehen sei, denn Lüge kann auch ein Mittel sein, um zum Beispiel Panik zu vermeiden oder grundsätzlich kontraproduktivem Handeln entgegenzuwirken.

Jahrelange Erfahrungen und Beobachtungen des politischen Establishments haben zu bestimmten Erkenntnissen geführt.

Wie verhält es sich nun mit dem Vertrauen? Ich werde darüber nachdenken.

 

 

Nachtrag vom 26. April 2020:

Leser Günther L. machte auf folgenden Sachverhalt bezüglich dem oben angeführten Punkt 2 aufmerksam:

„… lt. Wissenschaftlicher Beschreibung (Zitat Pschyrembel = medizinisches Wörterbuch): ist ein Virus ein „Organisches Material und besitzt DNA oder RNA“ bzw. lediglich Fragmente des einen oder anderen. Lebewesen haben jedoch stets eine vollständige DNA und RNA. Um den Unterschied klarer zu machen ein Beispiel: Es verhält sich ungefähr so wie ein lebender Baum zu einem Brett.

Da ein Virus also keine vollständige DNA und RNA besitzt kann es sich auch nicht vermehren, kann somit auch nicht „mutieren“!“

 

Montag
13
April 2020
Kommentare deaktiviert für Corona. Und das, was bleibt. Teil 1.

Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 5.

 

Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 5.

In diesem Teil unserer Fragestellung werfen wir einen Blick auf die Organisation „Syrisch-Arabischer Roter Halbmond“ (SARC), die gänzlich vor Ort in Syrien ist.

Hier als Kurzinfo jene, die auf „Wikipedia“ zu finden ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Syrisch-Arabischer_Roter_Halbmond

Und hier deren Web-Auftritt:

http://sarc.sy/

Dort gibt es auch Video:

 

 

SARC ist im gesamten Syrien tätig, so gut es eben geht. Auch in der Provinz Idlib, wie beispielsweise in Sinjar, welches im Vorjahr vom Terrorismus durch die Syrische Armee befreit worden war.

http://sarc.sy/winter-clothes-awareness-sessions-children-returned-school-idleb/

 

Die Hilfeleistung stößt nicht immer auf Gegenliebe, wie SARC erst kürzlich auf ihrer Homepage signalisiert, ohne die Verantwortlichen zu benennen:

I am not a target

 

SARC unterhält tatsächlich einige Büros in der Stadt Idlib, im Carlton Hotel, welches 2017 beschädigt wurden:

 

Unbenannt

https://media.ifrc.org/ifrc/?s=idlib

 

Aus einem Text des Internationalen Kommitees der Roten Kreuzes geht hervor, dass SARC in der Stadt Idlib ein Notfall-Zentrum und im Kinderkrankenhaus eine Intensivstation für Neugeborene unterhält:

https://reliefweb.int/report/syrian-arab-republic/syria-alarming-humanitarian-situation-northwest

 

Die Hilfsorganisation betreibt tatsächlich Stützpunkte in Idlib, aber es bleibt der eigenen Phantasie überlassen, wie die Hilfeleistung dort konkret funktioniert, wie sie organisatorisch bewältigt wird und wie es mit den dortigen Al-Quaida-Strukturen vonstatten gehen mag.

Wir wissen nicht, inwieweit sich sämtliche in der Provinz Idlib befindlichen Menschen aus dem Land ernähren können. Aufgrund der kriegerischen Tätigkeiten, der Zerstörung von Infrastruktur, der Flucht von Teilen der ehemals ansässigen Bevölkerung einerseits und einer abseits jeglicher Produktivität stehenden Menschenansammlung sollte es zumindest problematisch sein. Anderes wird auch nicht kommuniziert.

Sie alle sind auf die Lieferungen von außerhalb angewiesen: vor allem die Flüchtlinge und natürlich auch das ausländische Kriegsvolk, Söldner und Terroristen. Wobei letztere natürlich durch ihre Unterstützer vor allem über die Türkei gespeist und versorgt werden.

(Anmerkung: Der österreichische Brigadier Walter Feichtinger referierte Anfang 2019 über die Situation in der Region Idlib. Nach seiner Darstellung halten sich dort 70.000 (!) „Rebellen“ auf, ungefähr zur Hälfte der „Komitee zur Eroberung der Levante“ (also HTS, Al-Quaida) zugehörige, die andere Hälfte der türkischen Armee eingewoben, also Söldner mit entsprechendem Backround). 

Al-Quaida muss also ein großes Interesse daran haben, dass die Hilfslieferungen auch in Form des alltäglichen Bedarfs ins Land kommen. Zum einen zwecks der Eigenversorgung, zum anderen um neben den Hilfsorganisationen eigene Monopole zu errichten und die Waren dann teuer an die Notleidenden zu verkaufen – wie beispielsweise in Madaya, Ost-Aleppo und sonstwo zu beobachten gewesen war.

Wir wissen es nicht, aber es erscheint logisch, dass auf einer bestimmten Basis ein Abkommen zwischen SARC und Al-Quaida existieren muss, welche auch der Terrororganisation zum Vorteil gereicht.

Zuletzt scheinen aber einige Al-Quaida-Banden mit ihrem Anteil die Geduld verloren zu haben, die Mitte März organisiert und zugleich die SARC-Stützpunkte in Idlib und Ariha überfallen, das Personal verprügelt und die Depots der Hilfslieferungen geplündert hatten.

https://www.islamtimes.org/en/news/850563/sarc-condemns-terrorists-assault-on-its-volunteers-and-hijacking-of-properties-in-idlib

 

Der hier von SARC angeführte Feststellung, dass es sich hierbei um ein Kriegsverbrechen handeln würde, und auch ihr naiver Appell, das „humanitäre Völkerrecht“ und die Genfer Konventionen einzuhalten, lässt die Tatsache außer Betracht, dass Terroristen außerhalb all dessen stehen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA hatte folglich dieser Meldung ihre eigene Feststellung hinzugefügt:

„Die Städte Idlib und Ariha stehen unter der Kontrolle terroristischer Gruppen, von denen die meisten der Terrororganisation Jabhat al-Nusra angeschlossen sind. Sie belagern Einheimische, verwenden sie als menschliche Schutzschilde, verhindern, dass sie über humanitäre Korridore abreisen, und entführen Hilfskonvois.“

Auch das Internationale Rote Kreuz vermittelte in ihrer Erklärung zu diesem Vorfall, als wäre auf dem von Al-Quaida besetzten Territorium irgendwo so etwas wie eine Rechtsstaatlichkeit vorhanden. Weltfremd.

https://www.icrc.org/en/document/syria-humanitarian-aid-workers-and-property-must-be-respected-and-protected

 

Ein Artikel von „Global Research“ wies bei dieser Gelegenheit daraufhin, dass in der westlichen „Qualitätspresse“ derartige Vorkommnisse, die ihre Schützlinge von Al-Quaida in ein schlechtes Licht rücken könnten, wie gewohnt unterschlagen werden. Dazu noch einige andere Informationen zu Aspekten (wie das Treffen zwischen Kinik vom IRFC und dem gesuchten Verbrecher „Dr. Islam“), von denen jene, die den Massenmedien anhängen, nie erfahren würden:

https://www.globalresearch.ca/armed-terrorists-storm-sarc-offices-idlib-attack-volunteers-loot-humanitarian-aid/5706564

 

Um hier noch zu unserer Fragestellung zurückzukommen: Spenden und sonstige Hilfsleistungen sind gut und wichtig für Menschen in Syrien, sofern sie tatsächlich jenen außerhalb der von Al-Quaida kontrollierten Gebiete zukommt. Innerhalb dessen werden auch die Söldner und Terroristen unfreiwillig unterstützt.

Das Problem ist eindeutig: wer kann garantieren, dass dies nicht geschieht? Erst recht, wenn sich Spenden-Kampagnen direkt auf Idlib beziehen?

 

 

Samstag
11
April 2020
Kommentare deaktiviert für Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 5.

Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 4.

 

Nachdem wir hinterfragt haben, wer sich in der Provinz Idlib befindet und wie viele, dieses aber genauso wenig wie andere konkret beantworten können, so bleibt doch die Tatsache bestehen, dass sehr viele Menschen außerhalb der terroristischen Strukturen eine arge Not leiden. Die Provinz verlassen können sie nicht, weil die Grenzen zur Türkei geschlossen sind, und weil die von der syrischen Regierung sowie den russischen Militärs eingerichteten Fluchtkorridore durch die Extremisten versperrt und beschossen werden.

Zivilisten und Flüchtlinge bilden das Faustpfand für die vom Ausland gesteuerten Söldner und Terroristen. Sie dienen als Deckung und als Geisel gleichzeitig, zudem lässt sich das Elend politisch und medial propagandistisch ausschlachten. Zumindest bei jenen, die immer noch nichts mitbekommen haben.

„Es ist die bislang größte Welle der Vertreibung seit 2011 – dem Jahr, in dem der Bürgerkrieg offiziell begann“, wird im Text der CARITAS International behauptet, was schlichtweg falsch ist. Weder handelt es sich um einen Bürgerkrieg noch um eine Vertreibung. Und von der größten Fluchtwelle seit 2011 kann ebenfalls keine Rede sein.

„Die Caritas stand den Betroffenen des Kriegs von Anfang an zur Seite und tut dies auch heute in der Region Idlib: Eine lokale Partnerorganisation verteilt täglich 12.000 Mahlzeiten an die Vertriebenen, gibt ihnen warme Kleidung und Decken. Zudem werden Waisenhäuser mit Lebensmitteln beliefert.“

Dieser Absatz berührt nun unsere anfängliche Fragestellung, gibt aber keine befriedigende Antwort. Es wird weder genannt, um welche Partnerorganisation es sich handelt, noch die konkrete Bewerkstelligung angeführt, was woanders ja möglich gewesen ist.

Unterm Strich bleibt bei uns eine gewisse Ratlosigkeit zurück. Wenn es auch hier und da bei ihren thematischen Artikeln und Angaben etwas zu kritisieren gibt, so steht das redliche Engagement vom Roten Kreuz, der CARITAS und allen anderen bei „Nachbar in Not“ angeführten Organisationen außer Frage.

Aber unsere Frage, wie den Flüchtlingen innerhalb der Provinz Idlib unter Al-Kaida-Herrschaft geholfen werden kann oder wird, konnte hier nicht beantwortet werden. Das ist insofern bedauerlich, wenn man als potentieller Spender verhindern möchte, dass die Spende oder zumindest ein Teil derselben in falsche Hände gerät.

„Ein schnelles Ende der Situation ist nicht in Sicht“, so CARITAS mit einer Einschätzung, womit die eigentliche Katastrophe beschrieben wird. Jene Mächte, welche hinter dem Kriegsvolk in der Provinz Idlib stehen, haben daran (noch) kein Interesse. Ganz abgesehen davon, dass kein Staat dieses islamistische Söldnergesindel wieder zurückhaben möchte. Es sei denn, es würde sich ein neuer Kriegsschauplatz finden lassen. Die Türkei soll bereits 2.000 Mann ihrer Islamisten nach Libyen verlegt haben.

https://kurier.at/politik/ausland/warum-der-frieden-in-libyen-noch-in-weiter-ferne-ist/400729353

 

Quelle: YouTube. Völkerrechtswidrig in Syrien: türkisches Militär. Zusammen mit Al-Kaida.

 

Unterdessen hat uns am 28. März das Antwortschreiben von „Nachbar in Not“ erreicht:

„…vorrangig ist geplant, mit dieser Aktion direkt Projekte in der Region Idlib zu unterstützen. Insgesamt erstreckt sich die NACHBAR IN NOT-Hilfeleistung jedoch auf ganz Syrien.

Die Mehrheit der NIN- Mitgliedsorganisationen haben Projekte in Syrien:

1) Der Syrisch-Arabische Rote Halbmond (SARC), der vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)unterstützt wird, versorgt in Idlib, die von Idlib in die umliegenden Gebiete (u.a. Hama und Aleppo) geflüchtet sind, u.a. mit medizinischer Hilfe, Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln in Flüchtlingscamps, Wiederherstellung der Wasserversorgung und Sanitäreinrichtungen.

2) Die Malteser sind auf die Bereiche Gesundheit, WASH und Verteilung von NFI (Non Food Item) Kits spezialisiert. Sie betreiben mit zwei syrischen Partnerorganisationen ein Netzwerk von Gesundheitsstationen und Krankenhäusern in Idlib, West- und Nord-Aleppo. Zum Versuch, die medizinische Versorgung der Menschen aufrecht zu erhalten, gehört nicht nur Notfallchirurgie, sondern auch lebensrettende Gesundheitsdienste wie Dialyse.

3) CARE hat einen Schwerpunkt auf sauberes Wasser, Grundnahrungsmittel und Hygiene-Sets. Um direkt auf die Bedürfnisse der besonders stark Betroffenen – Kinder, Schwangere, stillende Mütter und ältere Personen – eingehen zu können, wird vor Ort laufend analysiert, was am dringendsten benötigt wird, und die Hilfe entsprechend angepasst.

4) Die Caritas Österreich arbeitet in Syrien schwerpunktmäßig in Hassake, Aleppo und in Damaskus. Dabei geht es einerseits um Nothilfe, in dem vulnerable, vom Krieg betroffene Menschen in Damaskus und Aleppo Bargeldzahlungen erhalten. In Ost-Ghouta wurde Winterhilfe geleistet, in Damaskus lag der Fokus auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Wiederaufbau der Lebensgrundlagen besonders vulnerabler Personen. In Aleppo werden die Menschen in der Gesundheitsversorgung und Wiederaufbau der Lebensgrundlagen sowie Bildung für Kinder und Kinderschutz unterstützt. In Idlib wird die Nothilfe über lokale Partner und das internationale Caritas Netzwerk unterstützt.

Gemäß unseren Werte sind wir verpflichtet dort Hilfe zu leisten, wo sie am dringendsten benötigt wird und enthalten uns an politischen, ethischen, religiösen und ideologischen Auseinandersetzungen.

Ich hoffe somit Ihre Frage beantwortet zu haben und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen…“

 

Da uns die hier thematisierte Information fehlte, haben wir eine weitere Mail abgeschickt.

 

„…vorweg herzlichen Dank für Ihre genaue Auskunft und für Ihre Mühe!

Mittlerweile habe ich erfahren, dass SARC in jenen Gebieten der Provinz Idlib tätig ist, welche wieder unter der Kontrolle der syrischen Regierung stehen. Aber wie verhält es sich mit den Gegenden, die vonHayat Tahrir al-Sham“ und anderen islamistischen Söldnergruppen besetzt sind?

Wie Sie sicherlich wissen, sind in der vergangenen Jahren zahlreiche Hilfsgüter in die falschen Hände gekommen, mit denen sich dann Extremisten selbst versorgt und alles übrige teuer an die Zivilbevölkerung verkauft haben.

Aus diesem Grund trage ich Sorge, dass Teile von Spenden und Hilfsgütern bei Transporten in von der „HTS“ und anderen ähnlichen Organisationen gehaltenen Gebieten ebenfalls dieses Schicksal erleiden könnten.

Daher ist mir eine Antwort auf die Fragen wichtig, ob die Waren tatsächlich in diese besetzten Gebiete geliefert werden (oder doch nur um diese herum) und wenn ja, um welche lokalen Partner es sich dort handelt. Diese konnte ich bislang noch nicht eruieren.

Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit den besten Grüßen…“

 

 

Donnerstag
02
April 2020
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Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 3.

 

Bei der CARITAS Österreich entdeckten wir auf deren Homepage unter der Rubrik „Auslandshilfe“ beim Schauplatz Syrien die Spendenaktion „Nachbar in Not“ wieder. Der Text der CARITAS erwähnte die prekäre Lage im Norden Syriens und die Fluchtbewegung im Nordwesten.

https://www.caritas.at/

https://www.caritas.at/aktuell/news/detail/news/86203-9-jahre-krieg-in-syrien-caritas-hilft-menschen-vor-ort/

Und hier unter „Auslandshilfe“ und „Syrien“:

https://www.caritas.at/auslandshilfe/katastrophenhilfe-humanitaere-hilfe/laender-brennpunkte/syrien/

Über „CARITAS Österreich“ nun zu „CARITAS International“, die auf ihrer Homepage unter „Syrien: Nothilfe im Kriegsgebiet“ einige Artikel stehen hatte, die von Schicksalen und von Hilfe berichten. Auch hier ist jede Seite mit einem Feld für eine Direktspende versehen, welche die Menschen vor Ort zweifellos bitter nötig haben.

https://www.caritas-international.de/

https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/syrien/humanitaere-hilfe-syrien

Da wäre die Geschichte von Fuzia mit ihren fünf Kindern und dem verschwundenen Mann in Jabal Badro bei Aleppo:

https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/syrien/kampf-ums-ueberleben-in-aleppo

Tragisch die Geschichte eines Kindes, Amal, die in Aleppo durch eine Mörsergranate ein Bein verlor und von der CARITAS immerhin eine Prothese erhalten hatte:

https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/syrien/reportage-amal-aleppo

Dann die Familie Hamud aus einem Dorf in der Nähe von Aleppo, die in einen Vorort von Damaskus geflohen waren:

https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/syrien/reportage-binnenvertreibung

In dem Beitrag „Wann ist der Krieg endlich vorbei?“ ist zu erfahren, dass die CARITAS in einem zerstörten Stadtteil von Aleppo einen Stützpunkt unterhält und dort vor Ort die Bewohner unterstützt. Hier wird auch erzählt, wie diese Hilfe in welcher Form erfolgt:

https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/syrien/wann-endet-der-krieg-in-syrien

Diese Reportagen sind auf eine Seite der CARITAS International eingebettet, die sich unter „Projekt“ findet:

https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/syrien/humanitaere-hilfe-syrien

Der Umfang der Flüchtlingsbewegung, angeblich die größte seit 2011, wird allerdings unserer Ansicht nach stark übertrieben. Syrien hatte vor dem Krieg eine Einwohnerzahl von ungefähr knapp 21. Mio. Menschen. Von denen waren bis 2017 bereits 5,3 bis 5,6 Mio. ins Ausland geflüchtet, rund 6,3 Mio. wurden als Binnenflüchtlinge registriert. Über den größten Teil der Ballungsräume hatte die Regierung nie die Kontrolle verloren. Andere Gebiete sind nach wie vor durch US-Truppen, SDF-Verbände oder jene der Türkei besetzt. Da auch noch über 550.000 Menschen ums Leben gekommen sein sollen, sind wir doch sehr skeptisch über Zahlen, die noch eine ganze weitere Million allein an Flüchtlingen in der Provinz Idlib ausmachen möchten.

Die Provinz Idlib soll im Jahre 2010 rund 1,85 Mio. Einwohner besessen haben. Die ersten Kampfhandlungen dort hatten bereits eine Fluchtbewegung ausgelöst, die sich noch verstärkt hatte, als islamistische Kampfverbände von der Türkei her eine Invasion unternommen und im März die Provinz unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Die Bevölkerung hatte sich demnach reduziert, die ausländischen Söldner sich aber zusammen mit ihrem familiären Anhang vermehrt.

Die Operationen des türkischen Militärs im Norden Syriens hatte ebenfalls viele Menschen flüchten lassen, vor allem Kurden, zumal die türkischen Truppen ihre zuvor verdeckt unterhaltenen islamistischen Söldner und Halsabschneider nun ganz offiziell neu organisiert, ausgerüstet und in ihre Militärstruktur eingegliedert hatte. Dort sind auch IS-Logos äußeres Bestandteil einer islamistischen Söldner-Kultur. Die dortigen Flüchtlinge mögen überall hin geflüchtet sein, nur nicht in die Provinz Idlib.

https://orbisnjus.com/2020/02/15/in-video-tuerkisch-gestuetzter-rebell-traegt-offenkundig-insignien-von-der-isis-bekaempft-ankara-den-is-nicht/

https://orbisnjus.com/2020/02/16/in-video-weitere-tuerkisch-gestuetzte-rebellen-mit-isis-insignien-gesichtet/

Bei dem „Reporter“ handelt es sich um den türkisch-stämmigen Abdussamed Dagül alias Samet Dagül, welcher zuvor in der deutschen Stadt Hanau gelebt hatte.

https://www.deutschlandfunk.de/salafisten-von-hanau-aus-in-den-dschihad.862.de.html?dram:article_id=327557

Er ist Bestandteil der Terrororganisation „Jabhat al-Nusra“ oder „Ahrar al-Sham“, was sich anhand seiner jahrelangen Selbstdarstellung nachvollziehen lässt.

https://www.heise.de/tp/features/Aleppo-Das-neue-Srebrenica-3570656.html?seite=all

 

Nun kommt auch noch hinzu, dass in den vergangenen Jahren die syrische Regierung – freilich auch aus der eigenen Not heraus – das feindliche Kriegsvolk bei einer eingetretenen aussichtslosen Lage angeboten hatte, die besetzten Gebiete wie in Ost-Aleppo oder in Ost-Ghouta vorzeitig gegen freien Abzug in die Provinz Idlib zu räumen. Im Verlauf der Jahre waren zehntausende Söldner und Terroristen einschließlich ihrer Familien nach Idlib umquartiert worden, dafür aber letztlich Zentralsyrien wieder befriedet worden.

Die Provinz Idlib beherbergt nun die größte Ansammlung von Al-Kaida-Terroristen weltweit, aber „erstaunlicherweise“ interessiert es die Westmächte und allen voran die USA nicht, die doch 2001 noch den Krieg gegen den Terror verkündet hatten, aber für alle sichtbar Kriege mit ihnen führen.

 

 

Montag
30
März 2020
Kommentare deaktiviert für Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 3.

Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 2.

 

„Nachbar in Not“ hatte eine Mailadresse angegeben, welcher dem Rotem Kreuz Österreich zuzuordnen ist: nachbarinnot@roteskreuz.at

Eine Antwort auf unsere Frage traf bis dato nicht ein.

Wir wissen nicht, ob man beim Roten Kreuz nun ein Problem erkannt hat oder ob wegen der „Corona-Welle“ eine Überlastung in der Verwaltung herrscht und die Spendenanliegen für die Nachbarn in Syrien nicht mehr jene Priorität genießen, die man ihnen hatte zuvor zubilligen wollen.

Ohne eine vom Roten Kreuz erhaltene Erklärung versuchten wir, für unser Anliegen eine eigene Antwort zu finden. Auf der Homepage vom Roten Kreuz Österreich werden für Afrika zwei Kampagnen von „Nachbar in Not“ aufgelistet:

https://www.roteskreuz.at/katastrophenhilfe/wo-wir-helfen/hunger-in-afrika/

Unter der Rubrik „Rotkreuzhilfe in der Syrien-Krise“ findet sich dagegen aus irgendeinem Grund keine Kampagne von „Nachbar in Not“:

https://www.roteskreuz.at/katastrophenhilfe/wo-wir-helfen/hilfe-in-der-syrien-krise/

Es war nur eine vergangene von Oktober 2016 zu finden.

https://www.roteskreuz.at/news/datum/2016/10/05/nachbar-in-not-bittet-um-spenden-fuer-kriegsopfer-in-syrien/

Die Seite vom Roten Kreuz bezog sich allgemein auf die Lage in Syrien, ohne auf die Provinz Idlib fixiert zu sein, und weist auch ein Spendenkonto aus.

Auf der Suche nach dem Verbleib von „Nachbar in Not“ schauten wir nun bei dem Internationalen Roten Kreuz nach, welcher in Syrien mit dem arabischen Gegenstück, dem Roten Halbmond, engagiert ist. Grundsätzliche Information über diese beiden Organisationen der Einfachheit halber hier auf Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Rotkreuz-_und_Rothalbmond-Bewegung

 

 

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat auf der Hauptseite der Webseite einen Spendenaufruf für den Irak:

https://www.icrc.org/de

Unter „Wo wir arbeiten“ findet sich bei „Syrien“ die Rubrik „Syrien im Fokus“, wo ebenfalls ein Spendenaufruf zu finden ist:

https://www.icrc.org/de/wo-wir-arbeiten/naher-osten/syrien

Hier gab es einige zumeist überholte Artikel, von denen der neueste vom 20. Januar 2020 stammt: Syrien: „Eine Welle von zivilen Opfern, Massenvertreibungen im Nordwesten des Landes“:

https://www.icrc.org/de/document/syrien-welle-von-zivilen-opfern

Oben in der Menü-Leiste führte uns die Rubrik „Helfen Sie uns“ zu einem aktuellen Spendenaufruf für Syrien: Dringender Spendenaufruf für Syrien:

https://www.icrc.org/de/spende/dringender-aufruf-fur-syrien

Hier bezog man sich auf die „Region Idlib“ und auf die eingeschlossenen Flüchtlinge. Der Text ist knapp gehalten und bewahrt eine Neutralität, indem die Kriegsparteien nicht genannt werden. Nicht genannt werden auch die genauen Umstände der Flucht sowie die Ursache einer für Flüchtlinge „eingeschlossenen“ Situation.

Leider wird auch hier nicht aufgeklärt, wie innerhalb der Provinz Idlib geholfen werden könnte. Von der Aktion „Nachbar in Not“ war auch nichts mehr zu entdecken gewesen.

Das „Schweizerische Rote Kreuz“ unterhält mit dem „Roten Halbmond“ ihren Angaben nach u. a.  Stützpunkte in Damaskus, bei Aleppo, bei Ar-Raqqa und im Süden bei As-Suwaida an der jordanischen Grenze:

https://www.redcross.ch/de/katastrophen-chronologie/syrien-konflikt/hilfe-fuer-die-opfer-des-buergerkriegs

Hier wurde auch eine „Nothilfe für Idlib“ erwähnt, mehr aber auch nicht:

https://www.redcross.ch/de/gesundheit/wasserversorgung/das-srk-baut-die-hilfe-im-norden-syriens-aus

 

 

Idlib ist auf dieser Seite des SRK das Thema:

https://www.redcross.ch/de/organisation/fluechtlinge/ein-nicht-enden-wollender-krieg

Bedauerlicherweise behauptet hier das Schweizerische Rote Kreuz, dass es sich bei der Provinz Idlib um den letzten Rückzugsort der „Opposition“ handeln würde. Bei dieser „Opposition“ handelt es sich allerdings, wie wir wissen, um Al-Kaida. 

Ansonsten ist zu erfahren, dass der Syrisch-Arabische Rote Halbmond (SARC) unter anderem in der Provinz Idlib Hilfe geleistet haben soll:

„2019 hat der SARC 23 000 Familien in verschiedenen Bezirken der Provinz Idlib mit Nahrungsmitteln, Wasser, Material und Zugang zu medizinischen Leistungen unterstützt. 3 000 Familien haben insgesamt 5 000 Nahrungsmittelpakete erhalten und dank einer Gemeinschaftsküche konnten 750 000 Mahlzeiten abgegeben werden. In den beiden Gesundheitszentren und Erste-Hilfe-Stationen sowie in der Neugeborenen-Station des SARC wurden 19 000 Menschen medizinisch versorgt. Das SRK beteiligt sich an der Finanzierung dieser Hilfe. Zudem hat (sic!) einen Beitrag an die Verlegung des Büros des SARC geleistet. Denn die Situation war derart gefährlich, dass das Personal der Regionalstelle in Idlib in Sicherheit gebracht werden musste.“

Wie und wo diese Hilfe geleistet wurde, wird nicht beschrieben. Auch wird nicht erklärt, warum es in Idlib für das Personal von SARC so gefährlich gewesen sein soll, hatten wir doch zuvor gehört, dass sich dort doch nur die „Opposition“ konzentriert haben soll.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland weiß mehr. In ihrer Reisewarnung bezüglich Syrien heißt es dort:

„Die Al-Kaida-nahe Hayat Tahrir al-Sham (vormals Dschabhat Fatah al-Sham bzw. Dschabhat al-Nusra) kontrolliert insbesondere weitgehend die Provinz Idlib sowie nördliche Gebiete der Provinz Hama und westliche Gebiete der Provinz Aleppo.“

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/syrien-node/syriensicherheit/204278

Das ist erstaunlich ehrlich, denn die BRD gehört zu den Unterstützern des dortigen islamistischen Kriegsvolkes, vor dem gleichzeitig gewarnt wird.

 

Fortsetzung folgt.

 

Mittwoch
25
März 2020
Kommentare deaktiviert für Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 2.

Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 1

 

Während aller Aufmerksamkeit auf den sog. Corona-Virus bzw. den offiziellen Verlautbarungen etc. gerichtet ist, können wir hier einen Blick auf ein anderes „Sujet“ werfen, welches der Wahrnehmung wieder entronnen ist.

Die Organisation „Nachbar in Not“ ruft derzeit zu einer Spendenaktion auf, welche auch politisch durch die österreichische Regierung gestützt wird, auch finanziell unterstützt werden soll. Unlängst war einer Ausgabe der Tageszeitung KURIER der Spendenaufruf samt einem Erlagschein von „Nachbar in Not“ beigefügt. Neben dem Logo vom KURIER war auch eines vom ORF zu finden, die offensichtlich als Kooperationspartner fungieren.

Der Zeitpunkt für diese Kampagne ist derzeit zweifellos ungelegen. Die Menschen hier haben derzeit andere Sorgen. Bei vielen von ihnen wird es sich bald um Nachbarn in Not handeln, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht.

Die Spendenaktion von „Nachbar in Not“ bezieht sich allerdings auf „Nachbarn“, die sich recht weit entfernt befinden: in Syrien. Genauer gesagt: in der nordwestlichen Provinz Idlib. „Katastrophe in Idlib“ titelt das Spendenblatt. Das Foto von einem Kind mit einem ängstlichen Gesichtsausdruck und nassen Haaren soll hier versuchen, den geneigten Spender über die emotionale Ebene zu erreichen. Es soll Hilfsbereitschaft generieren.

 

Spendenaufruf Nachbar in Not 1

 

„Nachbar in Not“ sind eine Reihe von etablierten Hilfsorganisationen angeschlossen, von der CARITAS bis zur VOLKSHILFE.

https://nachbarinnot.orf.at/?story=230

https://nachbarinnot.orf.at/?story=91

Die Spendenkampagne online:

https://nachbarinnot.orf.at/?story=281

Das Versprechen der österreichischen Regierung, die eingezahlten Spenden aus staatlichen Mitteln zu verdoppeln:

https://nachbarinnot.orf.at/?story=284

https://kurier.at/politik/inland/nachbar-in-not-wer-bis-ostern-spendet-gibt-doppelt/400776212

 

Und doch hat diese Spendenkampagne einen gewaltigen Haken. Den ausgegebenen Informationen nach soll den Flüchtlingen innerhalb der syrischen Provinz Idlib geholfen werden. In dieser Provinz existieren allerdings keine staatlichen Strukturen, sie wird von Al-Kaida beherrscht, wobei es gleichgültig ist, unter welchem Label deren Verbände (Hai‘ at Tahrir asch-Scham/Nusra-Front/Ahrar al-Sham etc.) auftreten. Und es spielt auch keine Rolle, dass dort türkische Kriegstechnik hineingestopft wurde, von westlichen geheimdienstlichen Strukturen ganz zu schweigen.

Da aufgrund dieser Umstände erhebliche Zweifel an einer Durchführung des von „Nachbar in Not“ geplanten Unternehmens bestehen, wahrscheinlich aber dennoch einige Spendengelder von uninformierten und naiven Menschen eingesammelt werden, fragten wir per Mail einfach mal nach:

 

Hier die Mail vom 18. März 2020, 11.13 Uhr an: nachbarinnot@roteskreuz.at

Sehr geehrte Damen und Herren!

Einer Ausgabe der Tageszeitung KURIER war unlängst eine Spendenaufruf-Aktion von „Nachbar in Not“ beigelgt. Der fehlerhafte Begleittext zum Thema „Katastrophe in Idlib“ hatte mich dazu veranlasst, einen Blick auf die Homepage von „Nachbar in Not/ORF“ zu werfen.

Nach Durchsicht derselben wird deutlich, dass mit den eingesammelten Spenden den Flüchtlingen und Hilfsbedürftigen innerhalb der syrischen Provinz Idlib geholfen werden soll.

Hierin sehe ich eine gewisse Problematik, weil die Provinz Idlib über keinerlei staatliche Strukturen verfügt und es mir schleierhaft ist, wie dort Hilfsgelder und Hilfsgüter seine Bestimmung finden könnten.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mich darüber aufklären könnten.

Mit besten Grüßen,

 

Anmerkung zu der obigen Feststellung eines fehlerhaften Begleittextes:

a) Die Dauer des Krieges in Syrien wird mit 10 statt richtigen 9 Jahren angegeben. (Auf der Homepage richtig: 9 Jahre).

b) Ob der Krieg „unfassbar“ ist oder nicht, bleibt sicherlich dem Autor und dessen Wahrnehmung überlassen, allerdings vermittelt „unfassbar“ ein unglaubliches Ereignis wie etwa ein Naturphänomen und ignoriert den Umstand, dass dieser Krieg ein von den Kriegstreibern bewusst herbeigeführtes Ereignis ist, dessen Beendigung nicht in ihrem Interesse erscheint.

c) Die Angabe, dass sich angeblich „hunderttausend Menschen“ aufgrund der Bombenangriffe auf der Flucht befinden würden, impliziert die Behauptung, dass diese nicht wegen dem Krieg allgemein, vernichteten Existenzgrundlagen, Hunger, Islamisten-Terror, sondern angeblich vor Verbänden der syrischen Armee und deren Unterstützern in Form von russischen Luftstreitkräften fliehen würden. Tatsache ist, dass es sich bei der Syrischen Armee auf dem syrischen Staatsgebiet nicht um den Aggressor handelt, sondern diese bei den durch das Ausland gestützten Invasoren in der Provinz Idlib zu finden sind.

d) Die auf der Website getätigte Behauptung, dass es sich bei dem Krieg in Syrien um einen „Bürgerkrieg“ handeln würde, ist falsch.

e) Die auf der Website getätigte Behauptung, dass in der Provinz Idlib hunderttausende Menschen vom Krieg bedroht wären, ist in sofern unvollständig, weil die Tatsache unterschlagen wird, dass diese Provinz 2015 von Kampfverbänden aus vor allem ausländischen Söldnern und Terroristen eingenommen worden war, welche übrigens von der Türkei aus dort eingedrungen waren.

f) Auf der Website geht an keiner Stelle hervor, dass die Provinz Idlib von Al-Kaida und den hinter ihnen stehenden Strukturen besetzt worden ist, die kein Interesse am Ende der Gewalt haben.

 

 

Fortsetzung folgt.

 

Freitag
20
März 2020
Kommentare deaktiviert für Nachbar in Not! Welcher Nachbar? Teil 1

Die Chefredaktion verstrickt im Netz der eigenen Verschwörungstheorien

 

Martina Salomon, seit dem erfreulichen Abgang von Brandstätter die aktuelle Chefredakteurin des Blattes KURIER, hatte am vergangenen Sonntag, 9. Feber, ihre geballte Kompetenz der Kurier-Leserschaft demonstriert.

In ihrem als „Leitartikel“ deklarierten Text, eine Meinung, war es ihr ein Anliegen gewesen, gewisses Gerede über die Herkunft des sog. „Corona-Virus“ zu unterbinden bzw. lächerlich zu machen. Nun ist allerdings dieser Versuch allein für Frau Salomon lächerlich genug in Anbetracht ihrer eigenen Unkenntnis, die sie übrigens mit uns allen teilt. Im Gegensatz zu ihr entblöden wir uns allerdings nicht – und machen uns lächerlich.

https://kurier.at/meinung/verschwoerungstheorien-fast-wie-vor-400-jahren/400748763

 

„Verschwörungstheorien fast wie vor 400 Jahren“, titelte sie, doch zeigte sie sich nicht einmal in der Lage, irgendetwas konkret zu benennen, was „fast“ hätte sein können, oder wenigstens das Jahr 1620 richtig einzuordnen, von einer möglichen mathematischen Schwäche abgesehen. Für Frau Salomon, die sich selbst in einem „aufgeklärten Info-Zeitalter“ wähnt, ist 1620 das Mittelalter – welches in Österreich etwa 1500 geendet hatte.

„Würden wir im Mittelalter leben, hätte man bereits die Scheiterhaufen angezündet…“ usw.

Die Zeit der Hexenverbrennung war aber ein Phänomen der frühen Neuzeit und nicht des Mittelalters, doch man muss nicht alles wissen. Frau Salomon scheint es zu reichen, selbst in einer „aufgeklärten“ Zeit zu leben, zu welcher sie freilich nichts beizutragen hat.

Doch diese aufgeklärte Zeit hat auch seine Tücken. Salomon denkt, dass es noch nie so einfach gewesen wäre, sich Informationen zu beschaffen. Doch hatte sie feststellen müssen, dass sich auch „Verschwörungstheorien“ leichter verbreiten würden. Und, oh weh, diese würden manchmal eine stärkere Glaubwürdigkeit entwickeln als die „Fakten“.

Abgesehen von dem CIA-Begriff „Verschwörungstheorie“, seit dem Attentat an John F. Kennedy als Memo an die Massenmedien ausgegeben, um medial Kritiker und die Meinungen selbständig Denkender zu unterdrücken, von welchen „Fakten“ sprach Salomon? Sie besaß keine. Sie stellte nur etwas in den Raum und tat so, als würden diese, also bewiesene Umstände etc., existieren. Und ignorierte die Tatsache, dass der Mangel an Fakten eben auch andere Überlegungen zeitigt, mit denen sie in ihrer Beschränktheit nichts anzufangen weiß (oder es nicht will). Immerhin deutete sich eine diffuse Irritation an:

„Noch dazu, wenn etwas nicht zweifelsfrei geklärt ist oder doch ein Körnchen Wahrheit enthält.“

Mit anderen Worten: die Ahnungslosigkeit ist ein Faktum, vor allem die ihre. Salomon verbrauchte anschließend eine Reihe von Zeilen, um anzuführen, dass irgendjemand irgendetwas geredet habe, ohne eine Quelle anzuführen. Es klang aber nach „Facebook“ und anderen Mülleimern ähnlichem Kalibers oder nach der KURIER-Kantine. Das alles war nicht der Rede wert und vollkommen belanglos, weil nicht ein gegenteiliges Gerede angeführt wurde. Gerede über Ereignisse, wo sich dann das Gerede als Realität herausgestellt hatte. Der Ausgewogenheit halber, zumindest bei einem Bedürfnis nach „Qualität“.

Aber ging es in diesem Leitartikel ohnehin nur um eine einseitige Meinung. Was Salomon hier verzapfte, war nichts weiter als hohles Geschwätz, welches einzig der Verankerung einer politischen Agenda mit dem Unwort „Verschwörungstheorie“ als Trigger diente. Das zeigte sich im letzten Absatz, als Salomon ihre anti-russische Propaganda anzubringen gedachte.

„Real sind hingegen Vermutungen, dass es Cyber-Angriffe auf Staaten gibt. Russland scheint da eine spezielle Rolle zu spielen – siehe den Wahlkampf Hillary Clinton gegen Donald Trump 2016. Clintons privater Server wurde gehackt, Tausende Mails geleakt. Die US-Geheimdienste bezichtigen Russland, dessen Regierung dementierte…“

Nun haben reale Vermutungen, mit den Salomon hier hantieren möchte, nichts mit Fakten zu tun. Sie selbst ist es, die hier mit schon seit langem widerlegten Verdächtigungen eine „Verschwörungstheorie“ in den Raum zu stellen versuchte, in der Hoffnung, der permanent ausgeworfene Dreck würde in den Köpfen der Leser hängen bleiben.

Salomon zeigte hier ganz offen, dass die Mittel für ihre Kampagnen mit Manipulation, Lügen, Verdrehungen, Verzerrungen oder dem einfachen Weglassen (z.B. Der Cyperangriff der USA gegen den Iran ist nachgewiesen) ihr Limit erreicht haben. Es sind nur noch widersinnige und erbärmliche Ausdünstungen einer durch und durch verkommenen massenmedialen Branche.

„Elvis lebt“ – sie scheinen alle den selben Zettel auf den Tisch gelegt bekommen zu haben. Frau Salomon sollte sich bei ihren Geldgebern um einen neuen Zettel bemühen.

 

Freitag
14
Februar 2020
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Feuerwerk in Bagdad. Teil 3.

 

Kurz

Sebastian Kurz mit äußerst bedenklichem Gerede im Gespräch mit zwei BILD-Redakteuren.

 

Aus Österreich gab es zu dem US-Mordanschlag eine Meinung von Sebastian Kurz, die wir hier nicht vorenthalten wollen. Zuvor wollen wir aber neben den zuvor aufgezählten Beispielen des „Wordings“ einen Blick auf die Reaktion der deutschen Bundesregierung werfen.

Ulrike Demmer, die stellvertretende Sprecherin der Bundeskanzlerin Merkel, hat sich dazu folgendermaßen geäußert:

„Das amerikanische Vorgehen ist eine Reaktion auf eine Reihe von militärischen Provokationen, für die der Iran die Verantwortung trägt.“

https://deutsch.rt.com/inland/96399-bundesregierung-rechtfertigt-ermordung-von-soleimani-durch-usa/

 

Demmer distanzierte sich von dem Mordanschlag nicht, sondern zeigte Verständnis, wobei sie das Opfer zum Täter umformulierte.

Aus dem iranischen Außenministerium wurde umgehend geantwortet:

In a statement on Friday, Seyyed Abbas Mousavi said such remarks show Germany is not aware of realities.

Such comments indicate Berlin is not aware of realities on the ground in the region, and will, intentionally or unintentionally, align this country (Germany) with the United States’ state terrorism,” said the spokesman.

The Islamic Republic of Iran regards the German government’s stances in support of brutal and unilateral US actions which are against international law as complicity in these actions, and Iran reminds the German government of General Soleimani’s key role in fighting the terrorism of ISIS, whose continued existence would have endangered the lives of countless number of people even in Europe,” he said.

https://en.mfa.ir/portal/NewsView/570712

 

Das ist nachvollziehbar. Die Mittäterschaft Deutschlands bei US-Verbrechen ist allerdings nicht neu. Der Regierungssprecher Steffen Seibert ist in seiner Funktion das Lügen und Verdrehen daher gewohnt. Wie auch dieses Mal:

 

 

Kommen wir zu Sebastian Kurz, welcher ausgerechnet dem transatlantischen Hetzblatt „BILD“ ein Interview gegeben hatte, also dort, wo die US-Agenda in jedem Arbeitsvertrag verankert ist. In diesem Interview wurde Kurz auch nach dem US-Mordanschlag gefragt, ohne dass dieser natürlich als solcher bezeichnet wurde. BILD titelte stattdessen entsprechend seines Niveaus mit einer Diffamierung: „Darf man sich über den Tod eines Terroristen freuen?“

Sebastian Kurz:

„Ich würde sagen, dass ist eine Reaktion gewesen auf das iranische Vorgehen und des iranischen Verhalten in der Zeit zuvor; es gab immer wieder Anschläge auf US-Diplomaten, und insofern ist es als das zu bewerten, was es war, nämlich eine Reaktion.“

Kurz schien außerdem immer noch nicht mitbekommen zu haben, dass die USA das Iran-Abkommen gebrochen und die involvierten NATO-Staaten nicht ihren Verpflichtungen nachgekommen waren – im Gegensatz zu dem Iran. Das Abkommen war also tot.

„Jetzt ist trotzdem wichtig, dass die Situation nicht weiter eskaliert, und daher sollte man den Krisenmechanismus nutzen, den das Iran Abkommen auch vorsieht.“

Beschämend auch die folgende Entgleisung:

„Freude ist bei einem Tod immer das falsche Gefühl, aber… natürlich…glaube ich, ist es wichtig zu unterscheiden, ob es Unschuldige trifft oder ob es Personen trifft, die durchaus auch für Anschläge, für Entführungen und anderes verantwortlich war.“

Sebastian Kurz vertrat hier demnach die Auffassung, dass es zu unterscheiden wäre, dass der Mordanschlag auf einer Person, unschuldig oder im Sinne von Washington als „schuldig“ bezeichnet werden würde.

 

 

Und auch hier gab Kurz brav das Pfötchen den Kriegstreibern aus Übersee:

„Der Iran tut alles, um keine positive Rolle in der Region zu spielen…“

https://www.bild.de/video/clip/politik-ausland/oesterreichs-bald-kanzler-bild-trifft-sebastian-kurz-67099130.bild.html

Sebastian Kurz war offensichtlich sehr bemüht, der US-Regierung, den Tätern, nicht ans Bein zu pinkeln. Er offenbarte dabei eine sehr gegensätzliche Wahrnehmung zur Realität, ohne diese freilich zu belegen. Auffallend auch hier, dass er einerseits fast wörtlich den Kommentar der deutschen Regierung wiedergab, andererseits das sichtlich vorgegebene „Wording“ der deutschsprachigen Massenmedien verwendete. Er verkaufte somit nicht nur die verlogene Meinung anderer, sondern äußerte Verständnis für den US-Mordanschlag. Dieses „Verständnis“ des Kurz artikulierten sogar, ob nun aus Kalkül oder nicht, auch die Nachrichtenagenturen APA/Reuters/dpa.

https://www.apa.at/Site/News.de.html?id=6452462690

Um es hier noch einmal ganz deutlich herauszustellen: Sebastian Kurz, der wieder die Rolle als Bundeskanzler Österreichs inne hat, übernimmt die Sichtweise der Aggressoren und hat kein Problem damit, für Massenmord Verständnis zu äußern. Sein Gerede, die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen, erweist sich somit als leeres Gewäsch, da er jene, welche eskalieren, unterstützt.

Der Politologe Gerhard Mangott sah in den Äußerungen von Kurz ein Problem:

„Das geht nicht zusammen: Kurz äußert Verständnis für das US-Attentat auf Soleimani und schlägt gleichzeitig Österreich als Vermittler zwischen beiden Seiten vor. Ein potenzieller Vermittler sollte sich öffentlicher Parteinahme enthalten.“

https://www.diepresse.com/5747470/politologe-mangott-wirft-kurz-pr-gag-mit-iran-gipfel-in-wien-vor

 

Es gab in der Vergangenheit nicht viele Momente, in welchen Sebastian Kurz außenpolitisch einzuordnen war, denn zu bemüht war er gewesen, sich nicht zu positionieren und niemandem auf die Füße zu treten. Hier hatten wir die Gelegenheit zu beobachten, dass Kurz, der Kanzler aus Österreich, Berlin und Washington untergeordnet ist. Souveränität schaut anders aus.

 

Freitag
10
Januar 2020
Kommentare deaktiviert für Feuerwerk in Bagdad. Teil 3.

Feuerwerk in Bagdad. Teil 2.

 

Apropos: in dem vorgenannten KURIER-Artikel und erst recht nicht in dem verhetzenden Kommentar von Schwarz wurde der Anschlag via US-Rakete kein einziges Mal als Mord bezeichnet, obwohl dies – sachlich gesehen – eindeutig der Fall ist. Auch die richtigen Bezeichnungen „Attentat“ und „Terroranschlag“ sucht man vergebens. Stattdessen wurde der Mord ausschließlich und verharmlosend als „Tötung“ bezeichnet. Selbst aus dem Mordauftrag wurde ein „Tötungsbefehl“.

In einem Artikel vom 4. Januar 2020 des KURIER, hier von Ingrid Steiner-Gashi, oder auch vom 5. Januar ist von keinem „Mord“ die Rede.

https://kurier.at/politik/ausland/iran-droht-den-usa-sie-werden-jahrelang-buessen/400717905

https://kurier.at/politik/ausland/us-experte-erwartet-keinen-krieg-iran-will-sich-nicht-mit-trump-anlegen/400718184

Es ist immer nur von einer „Tötung“ die Rede. Das schaut dann – hier als Fragment – folgendermaßen aus:

„Präsident Rohani kündigt Vergeltung für die Tötung von General Soleimani an.“

„den von einer US-Rakete getöteten General Kassem Soleimani…“

„Ihn zu töten hatte man in Washington bisher nicht gewagt…

„… an der Entschlossenheit des Iran, die Tötung Soleimanis mit aller Härte…“

„…nach der gezielten Tötung des Generals…“

„…Vergeltungsangriffe für die Tötung des Generals…“

„… im Irak getöteten einflussreichen General…“

„…gegen die gezielte Tötung des iranischen…“

Ein Blick in die Blätter „STANDARD“ und „PRESSE“ zeigt, dass dieses „Wording“ keine Erfindung der KURIER-Redaktion ist. Hier einige Fragmente aus Zitaten aus der PRESSE vom 5. Januar 2020, wo bereits der Titel das Augenmerk vom Mordanschlag weg auf Reaktionen des Iran zu lenken versuchte: „Das Warten auf die Rache des Iran“:

https://www.diepresse.com/5747188/das-warten-auf-die-rache-des-iran

„Frauen in Bagdad trauerten am Samstag um den getöteten iranischen General Qasem Soleimani.“

„Die Nervosität im Nahen Osten nach der Tötung von General Soleimani steigt.“

„… von einer US-Rakete getöteten iranischen Generals Qasem Soleimani.“

„… der die gezielte Tötung….“

„… werfen dem Getöteten vor….“

Hier die Kostprobe des PRESSE-Artikels „Irakischer Schiiten-Führer will internationalen Widerstand gegen USA“ vom 5. Januar:

„Der Schritt folgt auf die Tötung des iranischen Generals…“

Eine bemerkenswerte „Tötungsdichte“ konnte im PRESSE-Artikel „Trump droht Iran mit Gegenschlägen bei Rache-Angriffen“ vom 5. Januar festgestellt werden.

https://www.diepresse.com/5747374/trump-droht-iran-mit-gegenschlagen-bei-rache-angriffen

Dieser setzte sich weitgehend aus den Agentur-Meldungen zusammen, die allesamt gleich klingen:

„… um gegen die gezielte Tötung…“

„… erwartet nach der Tötung des iranischen Generals…

„…Vergeltungsangriffe für die Tötung des Generals…“

„…erneut die gezielte Tötung…“

„Iran hatte nach der Tötung

„erwartet nach der Tötung…“

„Wenn die Tötung Soleimanis eine Wende…

„Die Tötung passe überhaupt nicht…

„Die Tötung des iranischen Generals…

„… Auswirkungen der Tötung…“

„gezielt getötet…“

„…und über die Tötung des iranischen…“

„… in Bagdad getötet.“

Mit ganzen 13x wurde besonders penetrant aus dem Mord, de facto Massenmord, eine begrifflich ungenaue „Tötung“ geformt. 13x sollte eingehämmert werden, dass der Mord nichts mit Mord zu tun haben würde.

Nicht anders der STANDARD, welcher am 3. Januar 2020 online titelte: „Der Iran droht den USA nach Tötung eines hohen Generals im Irak mit „schwerer Vergeltung““:

https://www.derstandard.at/story/2000112882392/hoher-iranischer-general-bei-us-raketenangriff-im-irak-getoetet

„…iranischen Generäle getötet worden.“

„Die Tötung sei eine „defensive Maßnahme“ gewesen… „

„Zarif verurteilte die Tötung Soleimanis am Freitag…“

„…haben die Tötung Soleimanis bereits verurteilt.“

Ebenso Gudrun Harrer vom STANDARD:

https://www.derstandard.at/story/2000112892701/general-soleimani-war-irans-omnipraesenter-gesandter-im-nahen-osten

„Der nun getötete Kommandant der Quds-Einheit war…“

„…bei einem US-Angriff gezielt getötet wurde…

https://www.derstandard.at/story/2000112897422/irak-us-iranisches-schlachtfeld

„Nach der Tötung von General Soleimani eskaliert die Lage im Irak.“

„Die Tötung Soleimanis gemeinsam…“

„Die Behauptung, die Eliminierung Soleimanis werde…“

„… macht diese Tötung zu seinem Sonderfall…“

Und auch am 5. Januar 2020:

https://www.derstandard.at/story/2000112952981/irakisches-parlament-fordert-abzug-aller-us-truppen

„Nach der Tötung eines iranischen Generals…“

„Die Tötung des hochrangigen…“

„…die Tötung Soleimanis…“

„…dass mit der Tötung Soleimanis…“

https://www.derstandard.at/story/2000112932795/irans-garden-erwaegen-racheangriff-auf-us-schiffe-in-strasse-von

„… sollte Teheran Rache für die Tötung des…“

„… haben wegen der Tötung Soleimanis…“

„… Rache für den getöteten Soleimani…

„… dass mit der Tötung Soleimanis…“

 

In Deutschland übrigens das gleiche Bild, von SÜDDEUTSCHE über FAZ bis zum SPIEGEL. Herrlich, so eine große Anzahl an „freier“ und „unabhängiger“ Presse, so viele unterschiedliche Redakteure – und so viele Gemeinsamkeiten, dass ein einziger Name gereicht hätte.

 

Mittwoch
08
Januar 2020
Kommentare deaktiviert für Feuerwerk in Bagdad. Teil 2.

Feuerwerk in Bagdad. Teil 1.

 

Die USA haben es auch nach dem Neujahrstag gleich richtig krachen lassen, obwohl jeder auch in Österreich weiß, dass das Abfeuern von Raketen nach Silvester verboten ist.

 

 

 

Allerdings brauchten die USA bislang noch nie Konsequenzen fürchten, wenn sie mit Feuerwerkskörpern hantierten, erst recht nicht in fernen Ländern. Auch waren Opfer immer nur irgendetwas am Rande, bestenfalls eine Zahl in der Statistik, zumeist aber nicht einmal das. Das Leben von „Sandniggern“ (US-Jargon) im Nahen Osten war für US-Regierungen noch nie etwas wert gewesen, genauso wenig wie „Schlitzaugen“ in Asien. (Und noch andere wie „Rothäute“ bis „Russen“). Und wer den US-Interessen im Weg gestanden war, hatte häufig genug ein nicht bestelltes Feuerwerk erhalten.

Der via Drohne ausgeführte US-Raketenangriff auf eine militärische Führungsspitze auf dem Flughafen von Bagdad, bei welchem in der Nacht zum 3. Januar der iranische General Kassem Soleimani, Kommandeur der Al-Quds-Brigaden, Abu Mahdi al-Muhandis, Vize-Kommandant der irakischen Volksmobilisierungseinheiten (PMU) und – nach unterschiedlichen Quellen weitere fünf bis acht Menschen iranischer wie irakischer Staatsbürgerschaft zerrissen worden waren, hatte auch das österreichische Blatt „KURIER“ beschäftigt.

KURIER, Druckausgabe vom 4. Januar 2020:

https://www.pressreader.com/austria/kurier-samstag/textview

 

Kurier - Soleiman

 

Interessanterweise wurde hier das Hauptaugenmerk auf den im Iran äußerst populären General Soleimani gelegt, obwohl sich unter den Opfern auch Iraker befunden haben. Einflüsse oder mögliche Reaktionen des Iran waren Thema, aber nicht die des Irak trotz derer Opfer. Unterschlagen wurde die Tatsache, dass Soleimani in militärische Strukturen des Irak eingebunden gewesen war, welche die Söldnerhaufen des sog. „IS“ im Irak sowie die Al-Kaida-Verbände in Syrien bekämpft hatten. (Welche wiederum durch die USA und ihre Verbündeten ausgehalten wurden und werden).

Der KURIER-Artikel ließ an einigen Stellen so etwas wie Kritik anklingen, wenn die Vorwände für den US-Angriffskrieg gegen den Irak 2003 und die Ausplünderung der irakischen Ressourcen erwähnt werden. Größeres Gewicht bekam allerdings eine negative Darstellung der Iran sowie deren General Soleimani, welcher die Interessen Teherans im Nahen Osten „brutal“ vorangetrieben haben soll. Diese Behauptung allein erscheint in einer Umwelt, in welcher USA, NATO, Israel und die Golf-Diktaturen ihre Interssen brutal durchzusetzen suchen – auch auf Kosten des Irans, zumindest diskussionswürdig.

Die richtige Würze bekam der Artikel mit dem Kommentar von Andreas Schwarz, dem Ressortleiter für die Außenpolitik des KURIER. Dieser Mann behauptet in seiner Meinung, dass der iranische General „kein Guter“ gewesen sei. Nur wer will das beurteilen? Er, Schwarz? Dessen Sichtweise ist nichts wert, denn er selbst ist kein „Guter“, der hier einen Mord, einen zigfachen Mord, zu rechtfertigen versucht.

https://kurier.at/meinung/krieg-und-es-gibt-einen-dem-er-nuetzt/400717152

 

Das sagt schon viel über eine Person wie Schwarz aus, dazu muss man nicht einmal mehr den Dreck aus der Versenkung holen, den er in der Vergangenheit abgesondert hatte. Von seiner mangelhaften Einstellung gegenüber jeglicher Rechtsstaatlichkeit abgesehen, beschuldigte er das „Regime“ des Iran als Unterstützer von Terrorismus, freilich ohne Belege, was allein an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist, weil der iranische General und Menschen um ihn herum einem Attentat, einem hinterhältigen Terroranschlag zum Opfer gefallen waren – ausgeführt durch die USA, welche sich als Täter öffentlich deklariert hatten.

Aber das war für Schwarz kein Thema, womöglich ist dies für ihn kein Terror, vielleicht ist es für ihn ein „guter“ Terror, weil die Opfer keine „Guten“ gewesen sein sollen. Es ist viel zu sehr damit beschäftigt, dem Opfer eine Täterrolle anzukleiden, in dem er weiter behauptet, dass der Iran „Krieg von Syrien bis Saudi-Arabien“ führen würde. Nur führt der Iran keinen Krieg gegen Saudi-Arabien, sondern auf Einladung der syrischen Regierung Krieg gegen Al-Kaida-Truppen und zumeist ausländischen Söldnerverbänden in Syrien (und im Irak), von denen ein Teil von den Saudis bezahlt und ausgerüstet werden. Eine klassische Täter-Opfer-Umkehr. In seiner ihm eigenen und womöglich auch berufsbedingten Verlogenheit faselte Schwarz dann auch von „finsteren Großmachtplänen“, an denen die „Mullahs“ schmieden würden.

Schwarz deklariert sich in seiner Meinung als eine Person, welche Feindbilder für Interessengruppen entwickelt und Krieg und Gewalt verkauft, um sich gleichzeitig „besorgt“ zu zeigen. Widerlich.

 

 

 

Montag
06
Januar 2020
Kommentare deaktiviert für Feuerwerk in Bagdad. Teil 1.
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