Die Musik-Video-Ecke – 23

 

Die bekannteste Nummer von JOY DIVISION aus dem Jahre 1980: „Love will tear us apart“.

 

 

 

 

Mittwoch
07
Dezember 2016

Das Ableben von Fidel Castro und ein kleiner kläffender Köter. Teil 2.

 

Die bestimmten Handlungen vorgelagerten Ausgangssituationen wurden von Christian Ultsch unterschlagen, um sein Pamphlet, denn um mehr handelte es sich hierbei nicht, in eine bestimmte Bahn zu lenken. Dazu gehörte auch die Meinung, dass die Bedingungen, wie ein Staat außerhalb der USA zu funktionieren habe, von eben diesen USA bestimmt werde.

Ein gesellschaftliches Model wie der Sozialismus gehörte nicht dazu, weil dieses die so genannten Eliten, die alte Herrschaftsklasse, und das Kapital zum Gemeinwohl unterordnen ließ. Was für Ultsch als einen Vertreter des US-Raub-Kapitalismus ein „ideologischer Starrsinn“ gewesen sein soll, war Fidel Castros Vorstellung eines gesellschaftlichen Ideals gewesen, in welchem die Menschen in der Bevölkerung innerhalb einer sozialen Gerechtigkeit untereinander „gleich“ sein sollten. Im Zuge dessen hatte Kuba ein kostenloses Bildungssystem aufgebaut und den vor 1959 herrschenden Analphabetismus von sage und schreibe rund 70% auf einen besseren Stand bringen können als jenen in den USA. Als vorbildlich galt auch das damals neu geschaffene und für die Kubaner ebenfalls kostenlose Gesundheitssystem mit vorzüglich ausgebildetem Personal. Kuba hatte daraufhin in Afrika und Süd- sowie Lateinamerika medizinische Einrichtungen solidarisch zur Verfügung gestellt, wo es einen großen Mangel gegeben hatte. Das neue Gesellschaftssystem hatte übrigens auch das Ende des zuvor ausgeübten Rassismus bedeutet.

Richtig ist der Umstand, dass Kuba unter den Brüdern Castro ein Ein-Parteien-System etabliert hatte und somit eine autokratische Regierung. Die von Ultsch behauptete „unterdrückerische Despotie“, wobei „Despotie“ erst in der Neuzeit als Begriff für eine Willkürherrschaft verwendet wird, war keine gewesen, denn die Regierung hatte die Mehrheit der Bevölkerung immer hinter sich gewusst. Sie hätte sich andernfalls auch niemals so lange halten können.

Natürlich hatte es eine Fluchtbewegung von der Karibikinsel gegeben. Die zuvor herrschende weiße Oberschicht und die Akteure der Diktatur hatten mit ihren Familien Kuba verlassen, wie überhaupt alle, die aufgrund vergangener Umtriebe die Aussicht auf ein Gerichtsverfahren gehabt hatten.

Es ließe sich einiges auch an der Regierung Castro kritisieren und diskutieren, aber darum ging es Ultsch gar nicht, da er nur auf einseitige Diffamierung setzte. Die besondere Situation der kubanischen Regierung unter Castro lag in der grenzenlosen Aggressivität der USA begründet, welche die Existenz Kubas als freien und souveränen Staat permanent bedroht hatte. Dies wurde von Ultsch wohlweislich komplett ausgeblendet, weil seine US-Dienstherren dann als antidemokratische, despotische und kriegerische Gewaltmenschen da stehen würden. PRESSE-Leser mussten daher bei Interesse selbst in Erfahrungen bringen, dass bestimmte Handlungen wie jene der Castro-Regierung auch einem bestimmten Umfeld geschuldet waren.

Dass die von Ultsch behauptete „Despotie“ über einen sehr großen Rückhalt in der kubanischen Bevölkerung verfügt hatte, wurde auch dadurch deutlich, dass die USA trotz Kriegshandlungen wie Bombardierungen, einer – gescheiterten – Invasion („Schweinebucht“), Terroranschlägen, Morden und Mordversuchen, Sabotage, Handelskrieg und totale Blockade sowie einer permanenten subversiven Wühlarbeit und Manipulationen der Bevölkerung nicht gelungen war, die Regierung Castro zu stürzen und Kuba unter die eigene Gewaltherrschaft zurückzubringen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Mongoose

Das durch und durch kriminellen Kapazitäten wurden auch in anderen Plänen deutlich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods

 

Dies war für Ultsch kein Thema, gehört aber dazu, um differenzieren zu können. Kuba hat ungleich mehr Gründe, Menschenrechte in den USA anzumahnen, die – rechtlich abgesichert – sogar auf Kuba noch ein KZ unterhalten. Ultsch versuchte hier die Sichtweise des US-Verbrecherpacks unter die Leute zu bringen, und dies nicht sonderlich intelligent.

Natürlich hatte die Regierung Castro nicht die „Zuckerrohrinsel in den wirtschaftlichen Ruin“ getrieben. Würde Ultsch hier seinen Maßstab für alle gleich anlegen, wären die USA mehr als „ruiniert“. Das zieht demnach nicht. Da es wiederum die USA waren, welche im Verein mit ihren Verbündeten Kuba mit einer vollständigen wie widerrechtlichen Handels-Blockade versehen hatten, waren verschiedene Entwicklungen – vor allem technischer Natur – nicht möglich gewesen. Die Regierung Castro hatte nichts verboten oder abgeriegelt, aber sie war dann genötigt gewesen, ihre Wirtschaft unter sehr schlechten Bedingungen halbwegs autark zu gestalten.

Was Castro angeblich an der Entwicklung Kubas „gestohlen“ haben soll, blieb hier der alleinigen Phantasie Ultsch überlassen. Er teilte es seinen Lesern auch nicht mit. Eine gegensätzliche Sichtweise ist auf jeden Fall zulässig: die verhinderte Unterordnung und Ausplünderung der USA und die Wahrung der Souveränität Kubas mit einem sozialistischen Gesellschaftsmodell zum Preis eines relativ niedrigen Einkommens und überschaubaren Konsummöglichkeiten. Und dies auch noch bei einer hohen Lebenserwartung. Oder auch das Ringen eines soziales Systems gegenüber einem korrupten und kriminellen, welches nur die Klientel einer bestimmten Oberschicht bedient.

Diese Sichtweise dürften US-Lohnschreibern wie Ultsch natürlich überfordern, weil sie mit echten Werten und Haltungen, mit Moral, Anstand und Selbstbestimmung nichts anfangen können. Die einzige Grundlage ihres Berufsstandes besteht aus gewissen Talenten als bezahlte Sprachrohre und ansonsten aus amoralischer Verkommenheit – und sonst nichts. Ultsch trat den Nachweis sogleich an.

„Statt den Ausgleich mit dem reichen Nachbarn zu suchen, pflegte Castro die Feindschaft zu den USA, in die er sich nach der Revolution mit Enteignungen und seiner Verbrüderung mit der Sowjetunion ritt. Das brachte die Welt nach der Stationierung russischer Raketen auf Kuba 1962 an den Rand eines Atomkrieges.“

Ein Ausgleich setzt immer noch die Befähigung beider Seiten voraus, ein bestimmtes Problem zu lösen. Diesen Ausgleich hatten die USA allerdings nie gesucht. Die Masse der Verstaatlichungen von ausländischer Industrie geschah erst nach den US-Aggressionen bis 1962. Da die USA auch Drittstaaten genötigt und erpresst hatten, damit diese ihre Handelsbeziehungen zu Kuba abbrechen, war eine wirtschaftliche Annäherung Kubas an die Sowjetunion eine zwangsläufige gewesen. Diese Entwicklungen wurden von Ultsch unterschlagen, um ein einseitiges Zerrbild zu entwerfen. Ebenso unterschlug er, dass der Stationierung von sowjetischen Raketen auf Kuba ein anderes Ereignis vorausgegangen war: die USA hatten damals in der Türkei gegen die Sowjetunion gerichtete Jupiter-Atom-Raketen installiert. Das Vorhaben, sowjetische Raketen auf Kuba zu stationieren, war eine Reaktion darauf gewesen.

Ultsch ließ somit aggressives und bedrohliches Handeln der USA weg, um Reaktionen darauf als „Aggression“ darzustellen. Wie wir wissen, haben die USA nicht die geringsten Probleme damit, weltweit etwa 800 Militärbasen zu unterhalten und an den Grenzen anderer Länder schweres Kriegsgerät auffahren zu lassen. Aber wehe, irgendjemand kommt auf eine ähnliche Idee. Dann tat auch ein Ultsch empört, der dafür zuständig ist, die Anliegen, Meinungen und Verbrechen Washingtons als normal, gerecht, demokratisch oder als Wahrheit zu verkaufen.

„Vom unseligen Handelsembargo, dass die USA schon zwei Jahre zuvor verhängt hatten, profitierte Castro letztlich politisch. Er hatte von da an eine bequeme Patenterklärung, um von seiner Verantwortung für die Misere in Kuba abzulenken.“

Ultsch empfand hier das Handelsembargo als „unselig“, aber nicht, weil es sich um einen kriminellen Akt handelte und noch handelt, sondern weil es die Castro-Regierung unbeabsichtigt innenpolitisch unterstützt hatte. Das kriminelle Agieren der USA hatte sich aber nicht nur auf eine Blockade beschränkt, sondern sämtliches verbrecherisches Potenzial beinhaltet, was von Ultsch nicht erwähnt wurde. Der wies Castro nur die „Schuld“ an einer angeblichen „Misere“ zu, die freilich von anderen initiiert wurde.

 

Montag
05
Dezember 2016

Das Ableben von Fidel Castro und ein kleiner kläffender Köter. Teil 1.

 

Es ist kaum erträglich, sich jeden Tag die österreichischen Massenblätter anzutun geschweige denn zu kaufen. Besonders was im außenpolitischen Bereich an transatlantischen Dreck abgesondert wird, passt auf keine Kuhhaut – und mag sie noch so fett sein. Es erfordert eine eigene Redaktion, die tagtäglich nur dafür arbeiten müssten, diese Lügen, Verdrehungen, Unterschlagungen, Manipulationen und Propaganda aufzuzeigen und deren Verfasser als eine besonders verkommene Gruppe von Schreibtischtätern und Kriminellen bloß zu stellen. Sofern sie selbst ihren verbliebenen Lesern nicht den geringsten Zweifel daran lassen. Die Masken fallen jeden Monat ein wenig mehr.

Zweifellos gehört Christian Ultsch von der österreichischen PRESSE zu jenen Schreiberlingen, die nicht verhehlen, als wessen Meinungsmacher und Sprachrohre sie dienen. Seine Attitüde als US-Lakai ist bekannt und seit Jahren in seinen Artikeln nachvollziehbar.

Das Ableben von Fidel Castro hatte für ihn wieder einmal eine Gelegenheit gegeben, um auf der ersten Seite der PRESSE (Ausgabe vom 27. November 2016) einen so genannten Leitartikel zu platzieren, eine Meinung, die ganz sicher eine des US-State-Departement ist, und welche er möglicherweise bereits verinnerlicht hat, so dass er sie als eigene Meinung verkaufen kann. Im Grunde spielt dies aber keine Rolle.

Zuerst teilte Ultsch seinen Lesern seine Wahrnehmungen in der Welt mit Hilfe einer Aufzählung mit, um dann darüber zu spekulieren, warum was ausgelöst haben könnte. Als Resultat nannte er dies eine verunsichernde Endzeitstimmung; aber wie gesagt, es war seine Meinung, vielleicht auch sein ängstliches Empfinden, welches (von seinen Lesern) nicht nachempfunden werden musste.

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/5125038/Anmerkungen-zum-Tod-eines-Diktators

 

Fidel Castro verbannte Ultsch anschließend als anachronistisches Etwas in die Vergangenheit, um anschließend verständnislos über verschiedene Nachrufe einiger Politiker zu mokieren, in welchen er eine Art „Revolutionsromantik“ verortete.

„Europäische Sozialdemokraten wie etwa auch Österreichs Nationalratspräsidentin Doris Bures erwähnten zwar pflichtschuldig die Verletzung von Menschenrechten und demokratischen Werten auf Kuba, doch auch bei ihr klang Bewunderung durch.“

Das Erwähnen von Menschenrechtsverletzungen als „pflichtschuldig“ zu bezeichnen, entsprang natürlich hier der armseligen wie heuchlerischen Geisteshaltung eines Ultsch. Denn dieser „Pflichtschuldigkeit“ kam er gegenüber seinen Dienstherren natürlich nicht nach, die sogar auf Kuba Menschen ohne Anklage wegsperren und foltern ließen und lassen – von allen anderen Massenverbrechen einmal abgesehen. Deren Opfer hatten bei Ultsch nie ein Menschenrecht erhalten. Ähnlich verhielt es sich mit den „demokratischen Werten“, zu denen sich jedes Volk immer noch selber entscheiden sollte. In den US-Oligarchie konnte von „demokratischen Werten“ keine Rede sein, es waren und sind auch – nicht nur – die USA, welche reihenweise demokratische Regierungen gestürzt hatten, um sie mit willfährigen und teilweise bei ihnen ausgebildeten Diktatoren zu ersetzen.

Das alles ist bekannt, nur Ultsch tat in seiner Doppelmoral so, als wüsste er nichts davon. Und das musste er auch, weil seine Propaganda sonst nicht greifen würde. Er konnte nur hoffen, dass seine Leser so dumm sein würden, um es nicht zu bemerken.

„Wie kaum ein anderer habe Castro die Hoffnungen von Millionen auf eine gerechtere Welt verkörpert, merkte die SPÖ-Politikerin an. Was immer sich die Millionen, zu denen sich offenbar auch Bures zählt, erträumt haben: In Kuba haben sich diese Hoffnungen nicht erfüllt. Castro errichtete einer unterdrückerische Despotie, sperrte Kritiker ein und trieb die Zuckerinsel in den wirtschaftlichen Ruin. Mit seinem ideologischen Starrsinn stahl er Kuba Jahrzehnte der Entwicklung.“

So jedenfalls Ultsch gewohnt einseitig, aber auch falsch und verlogen. Die kubanische Welt war vor dem Sturz des Diktators Filgencio Batista alles andere als gerecht gewesen. Die Bevölkerung war, von der reichen Oberschicht abgesehen, verelendet. Das Land wurde auch von der US-Industrie ausgebeutet. Drogenhandel, Glückspiel und Prostitution hatte sich in der Hand der US-Mafia befunden. Havanna war in dieser Zeit für weiße US-Amerikaner die Stadt gewesen, in welcher sie ungestraft Kinder missbrauchen konnten. Die Diktatur Batista hatte Oppositionelle wegsperren oder ermorden lassen. Das war für die US-Regierung kein Problem gewesen, schließlich war das korrupte kubanische Regime eine Filiale für US-amerikanische Interessen gewesen, und Kuba nicht viel mehr als eine verkappte US-Kolonie.

Die Konfrontation war mit den USA erst entstanden, als sich die kubanische Revolution unter ihren Anführer Fidel und Raul Castro sowie Che Guevara durchgesetzt hatte und der Diktator Batista am 1. Januar 1959 mit seinem Anhang und 40 Millionen Dollar in bar aus Kuba geflohen war.

Für die USA hatte dies in ihren Bemühungen, sämtliche südamerikanische, lateinamerikanische und karibische Staaten als Bestandteile ihre „Hinterhofes“ unter ihre hegemoniale Knute zu zwingen, einen Rückschlag bedeutet. US-amerikanische Großgrundbesitzer wurden enteignet und die US-Mafia um sehr lukrative Geschäfte gebracht. Außerdem wurde auf Kuba ein sozialistisches und von den USA unabhängiges Gesellschaftsmodell eingeführt, welche von den US-Regierungen grundsätzlich weltweit mit allen Mittel bekämpft und eliminiert wurden.

 

Teil 2 folgt.

 

Sonntag
04
Dezember 2016

The Joshua Treeo am 2. Dezember 2016 im Wohnzimmer.

 

 

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DAS WOHNZIMMER-KONZERT!

Freitag, 2. Dezember 2016, 20 Uhr.

Café 7stern, Siebensterngasse 31, Wien. 

 

Donnerstag
01
Dezember 2016

Kleine Propagandaübersicht – 19/2/2016. Teil 2.

 

Ratte 0

 

 

„EU protestiert gegen Obergrenzen.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Neben Ungarn sollte nun auch Österreich schuld daran sein, dass sich Flüchtlinge möglicherweise auf dem Balkan rückstauen würden. Meinte die „EU“, welche wenig vertraut mit den eigenen Richtlinien schien und zudem mit verantwortlich an der Flüchtlingsbewegung.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4928922/EU-protestiert-gegen-Obergrenzen

 

„Es wird in Syrien noch schlimmer werden als bisher.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Wieland Schneider hatte im Jahre 2016 scharfsinnig erkannt, dass die Ursachen von Massenflucht aus der Welt geschafft werden müssten, um dem Flüchtlingsproblem wirksam gegenübertreten zu können. Nach Schneider sollen sich darin alle EU-Staaten angeblich einig sein. Genau das ist falsch, da einige der EU-Staaten in den Kriegen (Syrien, Afghanistan, Irak) militärisch involviert sind und nahezu alle auch politisch. Das heißt, sie waren und sind Akteure, welche Kriegszustände und Massenflucht ausgelöst hatten. Der PRESSE-Leser durfte sich hier aussuchen, ob es sich bei Schneider um naiven und ungebildeten Autor handelte oder ob dieser nichts weiter war, als ein gewöhnlicher Propagandist, der versuchte, die schmutzigen Hände anderer reinzuwaschen. Und natürlich auch seine eigenen.

„Doch nach einem Ende der syrischen Tragödie sieht es derzeit nicht aus. Im Gegenteil: externe Mächte wie Russland, der Iran, die Türkei oder Saudiarabien, die in Syrien einen Stellvertreterkrieg ausfechten, rüsten zum Showdown.“

Natürlich ist Wieland Schneider genau so wenig neutral wie das Blatt, für welches er arbeitet. Er stellte einige der staatlichen Akteure auf die gleiche Ebene, um „Stellvertreter“ zu zeichnen, freilich ohne zu benennen, wen diese vertraten. Gleichfalls verzichtete er auf die Klarstellung, dass es sich bei der Türkei und Saudiarabien um die Angreifer auf Syrien handelte, während Russland nebst Verbündeten dem Völkerrecht konform das angegriffene Land bei der Verteidigung unterstützte.

Schneider zeichnete Bedrohunsszenarios mit der Türkei als Mittelpunkt, er erwähnte sogar, dass die Terroristen in Aleppo, die er wiederholt als „Rebellen“ verharmloste, von der Türkei unterstützt werden würden. Aber nein, nicht die Türkei oder deren Regierung wurde für Krieg, Tod und Zerstörung gebrandmarkt, sondern die Verteidiger in Syrien. Dort verortete der Propagandist ein „Regime“ sowie einen syrischen „Machthaber“ in der Gestalt von Assad, der sich erdreistete, seinen „Herrschaftsbereich auszuweiten“. In Syrien.

Billiger und dümmer ging es kaum noch. Konsequenterweise bezeichnete der Propagandist Schneider den weiteren kriegerischen Einsatz der Türkei und Saudi-Arabiens auf syrischem Territorium nur als „Gegenmaßnahmen“ und nicht als das, um was es sich handelte: um einen verbrecherischen Angriffskrieg und um Terror, an dem auch Wieland seinen Anteil hatte.

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4928918/Es-wird-in-Syrien-noch-schlimmer-werden-als-bisher

 

„Türkische Regierung droht mit Vergeltung.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Susanne Güsten befand ebenfalls, dass die türkischen Behörden verblüffend schnell einen Schuldigen für das Bombenattentat in Ankara gefunden haben wollen. Und dazu noch einen, der gut in ihre Agenda passte. Erfreulich, dass Güsten auch eine Meinung von kurdischer Seite gelten ließ, welche in Erwägung zog, dass die Bombe von den Türken selbst gezündet worden wäre, um eine Intervention nach Nord-Syrien zu rechtfertigen.

Das war auch gar nicht weit her geholt. Die Türkei führte seit Jahren mit Proxy-Truppen gegen Syrien wie auch gegen die Kurden Krieg. Und tatsächlich schaffte die türkische Regierung neue Proxy-Truppen heran, um sie nach Syrien zu werfen. Eine internationale Ächtung und Verurteilung der Türkei durch die angebliche „Wertegemeinschaft“ des Westens gab es nicht.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4928917/Anschlag_Turkische-Regierung-droht-mit-Vergeltung

 

„UN-Hilfskonvois erreichen Notleidende in Syrien.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Andreas Zumach kannte sich aus: bei den Al-Kaida-Terroristen, welche Foua und Kafraya belagerten, würde es sich um „Rebellen-Milizen“ handeln, genauer gesagt: um „sunnitische Rebellen“. Er nannte die vom Ausland unterhaltenen Terroristen wie Al-Kaida „Bürgerkriegspartei“. Er wusste auch, dass sich in Madaya ein Krankenhaus mit Personal befand, nachdem zuvor gerne auch durch die PRESSE behauptet wurde, dass es dort keine Ärzte geben würde. Und natürlich würde die syrische Regierung der Hauptschuldige sein, welche gegen die Genfer Konvention und gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen würde. Das war natürlich die klassische Täter-Opfer-Umkehr, denn der Krieg gegen Syrien durch verschiedene Staaten mit Hilfe ihrer Proxy-Truppen wurde nicht als Rechtsbruch beanstandet. Humanitär verpackte Kriegspropaganda.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4928919/UNHilfskonvois-erreichen-Notleidende-in-Syrien

 

„Erdogan spielt Tür auf und Tür zu nach Belieben.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Erdogan wird noch immer als Präsident bezeichnet und nicht als Kriegsfürst oder „Machthaber“, obwohl er Krieg führen, Terroristen steuern, rauben und morden lässt. Gleichzeitig versuchte er die EU mit dem Flüchtlingsstrom zu erpressen. Das eigentliche Problem wurde nicht genannt: im Westen konnte zwar Empörung artikuliert werden, aber nicht viel mehr, da zu viele Regierungen an den Verbrechen beteiligt sind.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4928920/Turkei_Erdogan-spielt-Tur-auf-und-Tur-zu-nach-Belieben

 

„Deal mit Vorbehalt.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Es wurde gefragt, ob dann auch andere EU-Mitglieder die Sonderregeln nutzen dürften. Warum nicht, was sprach dagegen?

http://diepresse.com/home/politik/eu/4928924/Grossbritannien_EUDeal-mit-Vorbehalt

 

„Die Erdölversorgung nach 2020 ist gefährdet.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Das hatten wir schon häufiger gehört. Nun auch noch vom russischen Energieminister, dessen Interesse ident ist mit allen anderen Förderstaaten: Profit.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4928931/Die-Erdolversorgung-nach-2020-ist-gefaehrdet

 

„Barrack Obama und sein Traum vom Cuba Libre.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Thomas Vieregge phantasierte sich seine US-Welt zusammen. Ein erster verbaler Schritt einer US-Regierung auf Kuba zu wurde als Sensation verkauft und von Vieregge arrogant-frech als eine „Etappe in der Demokratisierung“ Kubas bezeichnet. Dass die US-Oligarchie den Staat Kuba von einer „Terrorliste“ gestrichen haben sollen, war aufgrund des Umstandes, dass hier Terroristen ein Land als solche deklariert hatten, bedeutungslos und lächerlich. An dem Vorhaben, Kuba in ihre Hegemonie zu bringen/zwingen, hatte sich nichts geändert. Aber möglicherweise einige Methoden, abseits von Mord und Totschlag. Nicht erwähnt wurde die Tatsache, dass die USA mit ihrer aggressiven Kuba-Politik mittlerweile international vollkommen isoliert waren.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4928933/Barack-Obama-und-sein-Traum-vom-Cuba-Libre

 

„Verbrechen gegen alle auf der Welt.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Und noch einmal ein Artikel über das Gerichtsurteil gegen ein beschränktes 17-jähriges Mädchen. Wir warten nun auf die Prozesse gegen die tatsächlichen Verbrecher, denn gegenüber diesen ist dieses dumme Mädchen gar nichts. 

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4928876/Terror_Verbrechen-gegen-alle-auf-der-Welt

 

„OMV: Der Neustart aus dem Milliardenloch.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Ein Konzern, ein feudales Missmanagement, aber keine Verfahren. Und die US-Lobby in der EU wiederum versuchte Vereinbarungen zwischen der OMV und russischen Konzernen zu stören. Auch hier: die EU ist ein kostspieliges Pflaster für Österreich bzw. dem Steuerzahler.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4928894/OMV_Der-Neustart-aus-dem-Milliardenloch

 

„Schwarzmarkt für Arbeitsmigration.“ PRESSE, 19. Februar 2016.

Ein guter, weil richtiger Artikel von Josef Urschitz. Kosten werden sozialisiert, dieses Sozialgefüge aber gesprengt. Die Profiteure reduzierte Urschitz zum Schluss leider auf die Schlepper. Die Profiteure sind aber vor allem beim Kapital zu suchen, welche mit dem Migrationsdruck hervorragend sämtliche gewerkschaftlichen Errungenschaften weiter nach unten drücken können.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/4928892/Schwarzmarkt-fur-Arbeitsmigration

 

Ratte 0

 

Mittwoch
30
November 2016

Kleine Propagandaübersicht – 19/2/2016. Teil 1.

 

Ratte 0

 

 

„Eilige Suche nach dem Sündenbock.“ KURIER, 19. Februar 2016.

Die einen, wie Österreich, wollten zur Selbstrettung etwas einführen, was andere bereits praktizierten, und stießen auf Empörung und Doppelmoral.

https://kurier.at/politik/ausland/eu-gipfel-eilige-suche-nach-dem-suendenbock/181.859.707

 

„Granaten-Export: Pilz zeigt Kurz-Beamte an.“ KURIER, 19. Februar 2016.

150.000 Splittergranaten in die Vereinigten Arabischen Emirate, den die würden laut österreichischen Beamten nur einen Krieg aus der Luft führen.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160219/281560879856659

 

„English Breakfast liegt im Magen.“ KURIER, 19. Februar 2016.

Extrawürste statt Gleichmachung.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160219/281569469791251/TextView

 

„Reisewarnung an Obama: Flug nach Havanna eine „Schande“. KURIER, 19. Februar 2016.

Das ist die Meinung einiger US-Hardliner, die schlimme Dinge über Kuba behaupten, während sie die nachweislich schlimmen Dinge in ihrem eigenen Staat ignorieren. Die USA unterhalten noch immer das Folterlager Guantanamo auf Kuba, welches Kuba dort nicht haben möchte. Auch wegen den Menschenrechten.

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/KUR/20160219/reisewarnung-an-obama-flug-nach-hav/0750850820730690820952016%2002191921030037.html

 

„Ankaras Kriegskurs könnte IS stärken.“ KURIER, 19. Februar 2016.

Hans Jungbluth berichtete hier von der freundlichen Unterstützung der Türkei gegenüber den Söldnern und Terroristen der „Levante-Front“ (nach Reuters), welche bewaffnet über die türkische Grenze nach Syrien gekarrt wurden. Also eindeutig „Rebellen“. Türkische Truppen beschossen syrisches Territorium. Unzählige Menschen wurden in Syrien durch türkische Proxys ermordet. Aber Erdogan ist immer noch ein „Präsident“, kein „Machthaber“. Die kurdische Miliz YPG versuchte sich dem zu erwehren. Doch irrt Jungbluth, wenn dem nicht eine bewusste Falschaussage zugrunde liegt, indem er behauptet, die PKK habe auf Eskalation gesetzt. Das Gegenteil ist der Fall und das türkische Regime an allen genannten Schauplätzen eindeutig der Aggressor.

https://kurier.at/politik/ausland/ankaras-kriegskurs-koennte-is-staerken/181.800.395

 

„Junge Schwedin als Terroristin verurteilt.“ KURIER, 19. Februar 2016.

Ein dummes, naives und offensichtlich gestörtes Mädchen wurde verurteilt, nachdem ihr ein Plan nachgewiesen werden konnte. Andere, die ihren Plan in Syrien in die Tat umgesetzt hatten, wurden dagegen weiterhin nur beobachtet.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160219/281947426913299

 

„EU: Flüchtlingslimit rechtswidrig.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Interessant die Bezeichnung „Europarecht“. Demnächst wohl auch „Afrika-Recht“. Hat mit Europa nur nichts zu tun, da es sich um Verordnungen demokratisch nicht legitimierter Lobbyisten handelte, die ihr Eliten-Projekt „EU“ nennen. Rechtswidrig war an der österreichischen Bestrebung zwar nichts, dafür aber die Ursache der Massenflucht. Das war natürlich kein Thema.

https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160219/281479275477117

 

„Ankara droht mit größerem Schlag gegen Syrien.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

So betitelte Markus Bernath seinen Text, der bereits ein Verbrechen beinhaltete, denn auch die Androhung eines Krieges ist eine Straftat. Grotesk zudem, dass demnach zuvor die Türkei einen kleineren „Schlag“ gegen Syrien geführt haben müsste, also ein Kriegszustand herrscht, bei welchem Ankara als Aggressor auftrat.

Aufhänger war ein Bombenanschlag in Ankara und die blitzschnelle Identifizierung eines angeblichen Täters, welcher just mit der kurdischen YPG jener Gruppe angehören soll, gegen die Ankara auf syrischem Boden Krieg führt.

Die ganze Zeit war auch in diesem Artikel von Mord und Totschlag durch den türkischen Staat die Rede, was aber nie als das bezeichnet wurde, was sie war: als mordendes Verbrecherpack, welches vor ein internationales Gericht gestellt gehört. Aber nein, Bernath zelebrierte türkische Befindlichkeiten, deren Angriffskrieg und das Morden schien dagegen akzeptabel.

http://derstandard.at/2000031384481/Ankara-droht-mit-groesserem-Schlag-gegen-Syrien

 

„Gesellschaftliches Experiment mit Schlagkraft.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Michael Völker mit einem Artikel über die kurdische PYD und der militärischen YPG. Die Türkei führt Krieg gegen die syrischen Kurden, die wiederum die Terroristen des „IS“ bekämpfen, die wiederum zu einem Großteil von der Türkei gegen die Kurden gelenkt wurde. Die USA bekämpfen den „IS“, allerdings nicht wirklich, da sie gleichfalls den „IS“ unterstützt, aber sie unterstützen auch die Kurden hier und da, um diese Gruppe als Keil zu erhalten. Oder mit anderen Worten: die Türkei führt Krieg, die syrischen Kurden verteidigen sich, die USA dirigieren das Geschehen.

http://derstandard.at/2000031388324/Gesellschaftliches-Experiment-mit-Schlagkraft

 

„Syrien: Nahrung und Medikamente für belagerte Städte.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Die erbärmliche Redaktion des STANDARD speiste ihre Informationen wieder einmal aus dem anti-syrischen Info-Monopolist des britischen Geheimdienstes, genannt „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Die hatte zu berichten gehabt, dass die US-geführte Koalition der Wertegemeinschaft mit Bombardierungen in den vergangenen zwei Tagen 48 Zivilisten, darunter Kinder, umgebracht hatte.

Angeprangert wurden allerdings Luftangriffe auf angebliche Krankenhäuser in Nordsyrien durch die US-Organisation „Human Rights Watch“, wenn auch ohne Beweise. Allerdings führt „HRW“ einen Propagandakrieg gegen Syrien, weswegen Behauptungen von Seiten der US-Söldner und Terroristen als vollkommen ausreichend gelten. In der ebenso parteiischen EU wollte man Hinweise bemerkt haben, dass russische Kampfflieger auch „moderate“ Terroristen („Oppositionsgruppen“) anvisiert habe.

Außerdem wurde berichtet, dass in fünf belagerten syrischen Städten Hilfsgüter geliefert worden waren: in Muadimiyat al-Sham, Madaya und Zabadani, die von der syrischen Armee umstellt waren, sowie nach Foua und Kafraya, welche von als „Rebellen“ bezeichneten Al-Kaida-Truppen belagert wurden.

(Link nicht mehr auffindbar).

 

„Arabische Angst vor den Neo-Osmanen.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Gudrun Harrer versuchte in ihrem Artikel ein wenig Hintergrund über die Beziehung zwischen Erdogan und Assad zu vermitteln. Leider blieb es sehr unvollständig. Es änderte zudem nichts an der Tatsache, dass die Türkei gegen Syrien Krieg führte und nicht umgekehrt.

http://derstandard.at/2000031385828/Tuerkei-Syrien-Arabische-Angst-vor-den-Neo-Osmanen

 

„EU zerlegt Österreichs Obergrenze.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Ein Titel für Effekthascherei, mehr nicht. Rechtliche Grundlagen gab es nicht, also wurde auch nichts zerlegt. Stattdessen wurde überall die erschreckende Inkompetenz aufgezeigt. Die EU kommt Österreich teuer zu stehen.

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STA/20160219/eu-zerlegt-sterreichs-obergrenze/0830840650780680650820680%209520160219194006031960062.html

 

„Uno: Griechenland vor Flüchtlingsstau.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Griechenland ist EU, Griechenland ist Aussengrenze und Griechenland ist pleite. Jene, die Griechenland ausgeplündert hatten, verdienen auch an anderen Stellen prächtig. Interessant der Hinweis, dass Menschen aus Pakistan, Algerien, Marokko und dem Iran in Ungarn einen Asylantrag stellen. Allerdings gab es nur im westlichen Pakistan zeitweise kriegerische Zustände und den hinterhältigen US-Drohnentod.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160219/281599534561405/TextView

 

„Prozess gegen pubertär verwirrte Terroristin.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

In Schweden soll es legal sein, in vom IS kontrolliertes Gebiet ausreisen zu dürfen. Aber: wer gibt denn dies an? Und wo soll sich dieses Gebiet konkret befinden: in Syrien, im Irak oder in der Türkei? Die Einreise dort ist sicherlich legal.

http://www.pressreader.com/Austria/der-standard/20160219/textview

 

„OMV kämpft mit Rückständen bei Öl und Gas.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Wir nennen so etwas Missmanagement von hochbezahlten Versagern.

http://www.pressreader.com/Austria/der-standard/20160219/textview

 

„Terroranschlag. Ankaras Kriegsargument.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Auffallend, wie die türkische Regierung aus jedem Bombenanschlag einen Profit zu ziehen scheint. Nun ist die türkische Regierung tatsächlich das Gegenteil von seriös.

http://derstandard.at/2000031380885/Terroranschlag-Ankaras-Kriegsargument

 

„Von guten Geistern verlassen.“ STANDARD, 19. Februar 2016.

Befand Thomas Mayer über die Regierungschefs der EU, die sich seiner Ansicht nach nicht mit den „richtigen“ Anliegen befassen würde. Mayer wollte unbedingt darauf hinweisen, dass sich die Front im Osten befand und sich ein „eskalierender“ Russe, Putin, „ins Fäustchen“ lachen würde.

http://derstandard.at/2000031387972/Von-guten-Geistern-verlassen

 

Ratte 0

 

 

Dienstag
29
November 2016

Die Musik-Video-Ecke – 22

 

THE FALL mit „Big New Prinz“ aus dem Jahre 1988.

 

 

 

Und live aus dem Jahre 2005:

 

 

 

Samstag
26
November 2016

Bedürftig – 27. Kandidatin: Fabienne K.

 

Unserem Bedürftigen-Reporter Bernd Bieglmayer war es gelungen, eine besonders spannende Bewerberin für den Titel „Bedürftige der Woche“ aufzutreiben. Laut Herrn Bieglmayer habe sie sich angeboten, wenn nicht sogar geradezu aufgedrängt. Umgekehrt wäre es allerdings auch schwerlich möglich gewesen, gehört die Kandidaten doch zu jenen Menschen, die trotz gewisser oberflächlicher Kontur unsichtbar sind.

 

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Sie hatte sich als Fabienne K. vorgestellt, angeblich aus Wien stammend. Wir in der Redaktion hatte auf ihre Burka und ihrem Gesichtsschleier, dem Nikab, gestarrt und lächelnd genickt. Es war unsere liebe Reinigungskraft gewesen, welche gewisse Zweifel in den Raum gestellt hatte, woraufhin wir Frau K. vorsichtshalber um ihren Ausweis gebeten hatten.

Nachdem wir uns vergewissert hatten, dass die rauhe weibliche Stimme durchaus mit den Angaben des Passes vage deckungsgleich zu bringen war, baten wir sie, uns ihre Geschichte zu erzählen. Frau Fabienne K. zeigte unter ihrem Schleier keine Scham und legte sofort los, wobei wir sie darauf hinweisen mussten, unter dem Tuch doch bitte etwas deutlicher zu reden.

Aufgewachsen war sie den eigenen Angaben nach in einer eher ruhigen und einsamen Ecke von Niederösterreich, wo sie eine streng katholische Erziehung genossen hätte. Der Umzug ihrer Eltern nach Wien habe sie dort allerdings in eine andere Form der Isolation getrieben. Sie habe sich einsam unter vielen Menschen gefühlt und es schließlich mit anderen Glaubensgemeinschaften versucht, um das zu erlangen, was wir „Anschluss“ nennen.

Nachdem sie schließlich doch einen Kontakt gefunden hatte, einen durchsetzungsfähigen Mann aus der Golfregion, habe sie den Glauben erneut gewechselt, wäre zum Islam konvertiert und habe den Mann geehelicht.

Aber Allah hatte es nicht gut mit Frau K. gemeint. Oder einer der Götter zuvor, denn so eindeutig war die Sachlage nicht gewesen. Eines Tages hatten die Ärzte bei ihr Krebs diagnostiziert, leider schon im Endstadium.

Wir alle in der Redaktion waren schockiert und sprachen der Frau K. unser Mitgefühl aus. Das benötige sie allerdings nicht, wie sie uns erklärte, weil sie mit der von ihr gewählten Konsequenz, der Vollverschleierung, nun Allah näher wäre.

 

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Als nüchterne Ungläubige in der Redaktion hatte wir den Zusammenhang nicht gänzlich nachvollziehen können. Jemand murmelte „Trost“, ein anderer von „Krebs als Gottes Strafe“, die Sekretärin von einer „islamischen Männerwelt“ und unsere Reinigungskraft davon, dass Allah doch männlich sei.

Wir führten allerdings keine Diskussion über Logik, die Frau Fabienne K. bereits im Ansatz zu überfordern schien, wie uns der erregte Atem in ihrem Gesichtstuch verriet. Wir gaben ihr stattdessen eine Chance, die Frau K. prompt ergriff. Sie erklärte uns, dass sie mit dem Vollschleier nicht nur Allah näher sein wolle, sondern auch ihren Beitrag für die Offenheit in der Gesellschaft leisten wolle.

Maskiert? Wir hatten uns alle gefreut. Der Tag war gerettet, das Gespräch zufriedenstellend zum Abschluss gebracht und die Bewerbung als Bedürftige der Woche hundertprozentig akzeptiert.

 

 

PS:

Natürlich haben wir auch Frau K. den Wunsch erfüllt, ihr Antlitz zu anonymisieren.

 

Dienstag
22
November 2016

Die Musik-Video-Ecke -21

 

Schwere Stimmung: LYDIA LUNCH mit „This side of nowhere“ aus dem Jahre 1982.

 

 

 

Dienstag
22
November 2016

Kleine Propagandaübersicht – 18/2/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Merkel hofft noch auf gemeinsame Lösungen.“ KURIER, 18. Februar 2016.

Die deutsche Bundeskanzlerin kämpfte um den Plan, der Türkei Milliardenbeträge zuzuschanzen, angeblich wegen der Reduzierung der Flüchtlingsströme. Es ist die selbe Türkei, die maßgeblich die Flüchtlingsströme verursacht hatte – unter Beihilfe der deutschen Regierung. Das ist eine einzige Verarschung. Nur nicht für den KURIER.

https://kurier.at/politik/ausland/fluechtlinge-deutschland-noch-hofft-merkel-auf-gemeinsame-loesungen/181.629.749

 

„Das letzte Gefecht der Angela Merkel“. KURIER, 18. Februar 2016.

Chefredakteur und Herausgeber Brandstätter hatte zwar nichts zu sagen, doch reichte dies dem KURIER für einen kleinen Leitartikel.

https://kurier.at/meinung/kommentare/innenpolitik/das-letzte-gefecht-der-angela-merkel/181.613.906

 

„Granaten-Export ins kriegerische Abu Dhabi.“ KURIER, 18. Februar 2016.

Verschiebung von Munition in Staaten, die an Angriffskriegen beteiligt sind. Das ist nicht neu, und auch ein Peter Pilz wird daran nichts ändern können. Ein wenig Staub aufgewirbelt, dann wieder vergessen.

https://kurier.at/politik/inland/granaten-export-ins-kriegerische-abu-dhabi/181.621.450

 

„Kultur wachsender Ignoranz.“ KURIER, 18. Februar 2016.

Trump als Präsident für die Verlierer in der US-Gesellschaft, die mittlerweile zahllos sind. US-Soziologin Sassen im Gespräch, in welchem sie auch wahre Worte sagte. Die dumme Behauptung, dass sich US-Wähler angeblich „radikalisieren“ würden, kam von Konrad Kramar, um potentielle Trump-Wähler in eine Schablone zu stecken.

https://kurier.at/politik/ausland/us-soziologin-saskia-sassen-ueber-den-us-vorwahlkampf-clinton-und-trump/181.617.245

 

„Wladimir Putin setzt auf Viktor Orbán.“ KURIER, 18. Februar 2016.

Ein Propagandaartikel von Elke Windisch, die hier ein hübsches Putin-Orbán-Diffamierungssüppchen anrührte, ohne in einem einzigen Punkt einen Inhalt anzubieten. Zuerst einmal unterstellte sie Putin mit „offenbar“ etwas, dann stellte sie Orbán als „Moskaus Mann in Brüssel“ hin. Das Geschäftsprojekt mit der der Erdgas-Pipeline „South Stream“ wurde von Windisch mit einer „Rolle als regionale Großmacht auf dem Balkan“ verknüpft. In dieser Weise ging es nicht nur weiter, sondern gar dichter und verlogener. Fragmentarisch wurden nur Reaktionen angedeutet auf etwas, was nicht genannt wurde. Nachrichtenwert 0, Mietmaul-Feeling 9 von 10.

https://kurier.at/politik/ausland/wladimir-putin-setzt-auf-viktor-orban/181.599.526

 

„Autobombe im Zentrum Ankaras: 28 Tote.“ KURIER, 18. Februar 2016.

PKK oder IS, das weiß man in der Türkei nicht, da auch weitere Akteure mitten im Geschehen sind, die leider nicht genannt werden: zum Beispiel der türkische Geheimdienst. Wir werden es nie erfahren.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160218/281638189265966

 

„Kiew: Koalition zerbröselt.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

„Die ukrainische Regierung zerbröselt.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Austritt der „Vaterlandspartei“ von Julia Timoschenko aus der ukrainischen Regierungskoalition unter der Führung des Kandidaten der USA, Jazenjuk. Wenn diese und jene Partei erwähnt wurde, so wurde nicht erwähnt, dass andere Parteien verboten oder zerschlagen worden waren.

http://derstandard.at/2000031262941/Krise-in-Kiew-Timoschenko-verlaesst-Koalition

 

„Statt Flüchtlingslösungen die große Cameron-Show.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Von der Lösung der Fluchtursachen stand dort nichts.

http://derstandard.at/2000031314708/EU-Gipfel-Statt-Fluechtlingsloesungen-die-grosse-Cameron-Show

 

„Immer weniger Flüchtlinge auf der Balkanroute.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Allerdings hatte sich die Fluchtbewegung nicht reduziert. Berndt Körner, der Vizedirektor der Grenzschutz-Organisation FRONTEX, sagte richtig, dass sich daran auch nicht ändern würde, so lange nicht die Fluchtursachen bekämpft werden würden. Auf das Wie wurde nicht eingegangen.

http://derstandard.at/2000031310555/Immer-weniger-Fluechtlinge-auf-der-Balkanroute

 

„Es geht in die richtige Richtung.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Meinte der „EU-Kommissar“ Johannes Hahn. Der selbe Hahn meinte auch, dass die Türkei „Probleme“ haben würde. Mit dem Völkerrecht, mit Syrien, mit den Kurden, mit Journalisten und mit Terror, aber nein, das sagte Hahn nicht.

http://derstandard.at/2000031327655/EU-Kommissar-Hahn-Tuerkei-drosselt-Zustrom

 

„Dutzende Tote bei Anschlag auf Militärkonvoi in Ankara.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Wie beim KURIER, „Sicherheitskreise“ vermuteten die Täter bei der PKK, andere „Sicherheitskreise“ bei der „IS“. Nicht erwähnt wurde die Vermutung, dass sich die Täter auch in den besagten „Sicherheitskreisen“ befinden könnten.

http://derstandard.at/2000031315185/Explosion-in-tuerkischer-Hauptstadt-Ankara

 

„Türkei kämpft um ihren Einfluss in Syrien.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Türkische Artillerie beschoss seit Tagen syrisches Territorium. Die UN forderte die Türkei nur auf, internationales Recht zu beachten – und sonst nichts. Eine „Abmahnung“ wurde durch die Kriegstreiber USA, England und Frankreich verhindert. Die Türkei unterstützt – neben den „IS“ – die Terroristen der „Nusra-Front“ und „Ahrar al-Sham“, die von der kurdischen Miliz YPG bekämpft werden. Der NATO-Staat Türkei musste sich keine Sorgen machen, für Kriege und Verbrechen, von denen tatsächlich im STANDARD berichtet wurde, von der „westlichen Wertegemeinschaft“ zur Verantwortung gezogen zu werden. Und auch nicht vom verständnisvollen STANDARD. 

http://derstandard.at/2000031311882/Tuerkei-kaempft-um-ihren-Einfluss-in-Syrien

 

„Paris präsentiert seine Nahostkonferenz-Pläne.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Und dabei blieb es auch. Israel kam bislang keiner UN-Resolution, weil es immer folgenlos geblieben war.

http://derstandard.at/2000031313767/Paris-praesentiert-seine-Nahostkonferenz-Plaene

 

„Pyrrhussieg für Jazenjuk in Kiew.“ STANDARD, 18. Februar 2016.

Die westlichen Lakaien gingen sich an ihre eigenen Kragen und schwächten sich entsprechend. US-Statthalter Jazenjuk hatte den Misstrauensantrag abwehren können. 

http://derstandard.at/2000031318184/Pyrrhussieg-fuer-Jazenjuk-in-Kiew

 

„Die EU driftet auseinander.“ PRESSE, 18. Februar 2016.

EU-Befürworter Wolfgang Böhm sah in mancherlei Hinsicht die Felle davon schwimmen.

http://diepresse.com/home/politik/eu/4927980/Die-EU-driftet-auseinander

 

„EU-Verteilung von Flüchtlingen chancenlos.“ PRESSE, 18. Februar 2016.

Chancenlos war allerdings nur die Aufteilung dieser Flüchtlinge unter der Regentschaft Berlins, welche den Flüchtlingsstrom mit verursacht hatte.

http://diepresse.com/home/politik/eu/4927990/EUVerteilung-von-Fluchtlingen-chancenlos

 

„Merkel setzt weiter auf die Türkei.“ PRESSE, 18. Februar 2016.

Was hatte Merkel gesagt? Ursachen der Flucht bekämpfen, Wiederherstellung der EU-Außengrenze und die Regelung zur Verteilung der Flüchtlinge. Zur Bekämpfung der Ursache empfahl sie eine legal nicht durchsetzbare „Flugverbotszone“ in Syrien, um die Eskalation richtig in die Höhe zu treiben. Dazu die weitere Unterstützung des Staates Türkei, welcher mit Söldnern, Terroristen und regulären Streitkräften in Syrien mordet und raubt. Was sagt dies über Merkel aus?

http://diepresse.com/home/politik/eu/4927984/Deutschland_Merkel-setzt-weiter-auf-Turkei

 

„Orbán und Putin auf Kuschelkurs in Moskau.“ PRESSE, 18. Februar 2016.

Boris Kálnoky gab hier die Sichtweise der Verbrecher wider. Russland „nun“ als Freund? Das ging gar nicht. Orbán sprach mit Putin? Nein, Verständigung war nicht gut, denn sollte laut dem Propaganda-Heini Kálnoky Zwietracht sähen unter den nicht genannten Kriegstreibern. Orbán kümmerte sich um wirtschaftliche Interessen Ungarns? Nun, Kálkony hatte für nichts Verständnis innerhalb seines armseligen Propaganda-Drecks. Dafür wurde er nicht bezahlt.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4927991/Orban-und-Putin-auf-Kuschelkurs-in-Moskau

 

„Österreichische Waffen für Bürgerkrieg im Jemen?“ PRESSE, 18. Februar 2016.

Warum nicht? Die anderen liefern schließlich ebenfalls. Die VAE beteiligt sich allerdings auch an dem Terrorkrieg gegen Syrien, was nicht erwähnt wurde. Die österreichische Regierung tat ahnungslos.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4927976/Osterreichische-Waffen-fur-Burgerkrieg-im-Jemen

 

„Krieg in der türkischen Hauptstadt.“ PRESSE, 18. Februar 2016.

Susanne Güsten versuchte dramatisch zu wirken, indem sie einen Bombenanschlag zu einem „Krieg“ umformulierte. Der reale Krieg der Türkei gegen Syrien fand bei Güsten dagegen nicht statt. Gewalt der türkischen Kräfte wurde nur im Zusammenhang mit der PKK oder der YPG erwähnt, im Rahmen eines Gefechtes. Spekulationen über die Urheberschaft des Anschlags in Ankara verleitete die Güsten zur Hetze gegen die Kurden. „Verdacht fällt auf Kurden“, positionierte sie. Das ist so, als würde jemand behaupten: es waren die Jesiten, die Katholiken, die Araber, die Deutschen oder die Schwarzen. Außerdem fiel nicht einfach so ein Verdacht vom Himmel herunter, sondern es wurde einer ohne Beweise lanciert. Das reicht für eine verkommene Schreibtischtäterin wie Güsten aus.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4928079/Krieg-in-der-turkischen-Hauptstadt

 

„Die vielen Geschäfte des Bilal Erdogan.“ PRESSE, 18. Februar 2016.

Was soll von einem Sohn erwartet werden, dessen autoritärer Vater ein Schwerstverbrecher ist? Korruption, Raub, Krieg, Mord, Terrorismus. Geschäfte eben.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4927973/Turkei_Die-vielen-Geschaefte-des-Bilal-Erdogan

 

Ratte 0

 

 

 

Montag
21
November 2016

Die Musik-Video-Ecke 20

RED LORRY YELLOW LORRY mit „Talk about the weather“ aus dem Jahre 1985. 

 

 

 

Samstag
19
November 2016

Trump und das Medienkartell. Teil 2.

 

Der österreichische KURIER hatte sich ihre Propagandaschlappe für die Druckausgabe 10. November 2016 ganze 9 Seiten kosten lassen. Dieser Umfang war bezüglich der Relevanz für eine transatlantische Gazette durchaus angemessen.

Der Chefredakteur und Herausgeber des KURIER war düpiert, aber ignorant genug, um sein unsägliches Gestammel auf die erste Seite zu setzen.

„Vor 71 Jahren haben die Amerikaner mit ihren Soldaten nicht nur wesentlich dazu beigetragen, Europa von der Nazi-Diktatur zu befreien, sie haben auch wesentliche Werte gebracht: Freiheit und Demokratie“, wie Brandstätter meinte.

71 Jahre – das ist reichlich lange her. Zu den anderen 70 Jahren war Brandstätter offenbar nichts eingefallen. Auch Freiheit ist relativ. Die deutsche Regierung übt sich seitdem in der Freiheit, der USA ein treuer Vasall und Komplize zu sein. Westliche Konzernmedien nehmen sich die Freiheit, ihre Bevölkerung mit Lügen einzudecken, um alle Freiheiten des Establishments und des Kapitals zu garantieren. Freiheiten überall. Und Demokratie aus dem Land der Oligarchie mit zwei Rechts-Parteien für den demokratischen Anstrich, die sich nur im Namen unterscheiden. Wesentlich dazu beigetragen, Deutschland von der Nazi-Diktatur zu befreien, hatten allerdings auch die Russen und dies unter riesigen Opfern. Für russophobe Propagandisten eine unangenehme Tatsache.

„Gestern musste eine deutsche Bundeskanzlerin den 45. Präsidenten der USA an diese Werte erinnern. Und daran, dass es eine Zusammenarbeit nur aufgrund dieser Werte geben könne, zu denen auch der Respekt vor der Würde des Menschen gehöre.“

https://kurier.at/meinung/er/229.869.734

 

Herrlich, diese weltfremde Arroganz. Merkel hatte, was Brandstätter in seiner Polemik nicht ausführte, einige dieser vermeintlichen „westlichen Werte“ aufgezählt. Ihre ekelhafte Heuchelei hatte in den Worten „Respekt vor Andersdenkenden“ einen Höhepunkt durchlitten, dem nämlich nur gegenteilige Handlungen gegenüberstehen. Als Komplizin Washingtons hatte sie in ihrer bisherigen Amtszeit ebenfalls Menschenrechte und Menschenwürde mit Stiefeln getreten.

Brandstätter generierte sich verlogen wie Merkel, denn Heuchelei ist auch seine zweite Haut. Er zeigte einmal mehr auf, auf welcher unterirdischen Ebene er krebste.

„Donald Trump, der stolz darauf ist, dass er wegen seiner Berühmtheit jeder Frau zwischen die Beine greifen dürfe, hat den Hinweis hoffentlich verstanden.“

Brandstätter nahm nicht nur großmäuliges Wahlkampfgedröhne ernst, nein, er spielte sich im Fahrwasser merkelscher Heuchelei als Moralist auf. Als wäre er derjenige, dem diese Rolle zustehen würde – als transatlantischer Sprecher, Lügenbaron und Hetzer.

Nicht zuletzt diesem verkommenen Mediengesindel hatte Trump seinen Sieg in den USA zu verdanken. Dieser hatte seinen Wahlkampf nicht nur mit innenpolitischen Themen geführt, sondern sich klar gegen das verbrecherische und korrupte Establishment gewendet, welches durch das ebenso korrupte wie verlogene Medienkartell mit seiner Meinungsmacht geschützt wird. Deswegen war der Sieg Trumps in den USA dort auch ein Sieg gegenüber dem Verbrecherpack in den Medien.

Der selbsternannte Moralapostel Brandstätter war und ist wie zahlreiche andere Komplizen ein doppelmoralistisches Sprachrohr eben dieses kriminellen Establishments. Was einem Donald Trump vorgeworfen wurde, ob nun zu recht oder unrecht, spielte keine Rolle, weil sich dieser Mann noch nicht einmal im Amt befand. Von Hillary Clinton war dies zumindest in Teilen der US-Bevölkerung bekannt. Ihre kriminelle Energie war nicht nur während ihrer Zeit als Außenministerin ans Licht gekommen.

Hatte Brandstätter zu Trump nicht viel mehr als dessen Großmäuligkeit während des Wahlkampfes anzuführen, hüllte er die außenpolitische Vita der Regierung Obama/Clinton in Schweigen: Fortsetzung des Krieges in Afghanistan, Kleinkrieg im Irak, Krieg gegen Libyen, Unterstützung des Putsches in Honduras, Putschversuch in Venezuela, blutiger Putsch in der Ukraine sowie Unterstützung des Bürgerkrieges auf der Seite von Oligarchen und Nazis gegen die Bevölkerung der Ostukraine, Krieg gegen Syrien, Unterstützung des Krieges Saudi-Arabiens gegen den Jemen, Drohnen-Terror auch in weiteren Ländern wie Pakistan und Somalia. Selbst während ihres Wahlkampfes hatte es Clinton nicht daran zweifeln lassen, dass für sie weltweite Eskalation selbstverständlich sein würde.

Die „westlichen Werte“ auch eines Brandstätters haben somit eine sehr hässliche, mörderische Seite. Barrack Obama ließ während seiner Amtszeit tausende Menschen mit persönlich unterzeichneten Anweisungen per Drohnentod hinrichten. Das ist kein Geheimnis, für verkommene Handlanger wie Brandstätter aber offenbar vereinbar mit „Menschenrecht“ und „Menschenwürde“.

„So mancher Politiker hat ja ein unordentliches Verhältnis zur Wahrheit“, befand Berufslügner Brandstätter, der sich offensichtlich ein ordentliches Verhältnis dazu attestierte. „Bei Trump kann man nur hoffen, dass er viele seiner Versprechungen, die auf Lügen basieren, nicht umsetzt.“

Auch dieses dumme Geschwätz entlarvt Brandstätter als einen gewöhnlichen Propagandisten, welcher hier mit Diffamierung und Einseitigkeit arbeitet. Zuerst einmal nahm er Wahlkampfgerede für bare Münze, was lächerlich ist. Dann stellte er Lügen von einigen ungenannten Politikern in den Raum, deren Anzahl („manche“) mit Sicherheit untertrieben war, um sofort auf Trump als einzigen bei Namen genannten Lügner zu kommen bei gleichzeitiger Ignorierung der überführten Lügen einer Clinton – der verordneten Kandidatin Brandstätters.

Welche Lügen von Trump der KURIER-Mann gemeint haben könnte, wurde von diesem leider nicht genannt. Das Unkonkrete ersparte somit eine Überprüfung. So konnte die werte Leserschaft, welche grundsätzlich auch bei heimischen Wahlkämpfen belogen wird, selbst rätseln, was Trump gelogen haben könnte und was nicht. Das wird sich allerdings nicht einfach gestalten für jene, welche sich ausschließlich im KURIER „informiert“ hatten.

Was könnte nach Brandstätter gelogen gewesen sein? Die Informationen über die Hintermänner des Clinton-Clans und dem Verkauf von Anteilen der politischen Einflussnahme? Die Informationen über die schmutzigen Vorgänge, mit denen Bernie Sanders kalt gestellt wurde? Die Informationen über den Inhalt der gehackten DNC-Mails? Die Informationen über die maßlose Bereicherung der so genannten Eliten? Die Informationen über den Bankrott des Staatshaushalts, welcher nur mit gigantischen neuen Schulden abgewendet werden konnte, und dies trotz Dauer-Einsatz von Dollar-Druckmaschinen, mit denen ein Teil dieser Schulden weltweit „sozialisiert“ werden konnte?

Möglicherweise hatte es Brandstätter auch persönlich genommen, dass Trump einen ausdrücklichen Kampf gegen das korrupte Medienkartell und dessen verlogene Handlanger geführt hatte. Vielleicht hatte er es auch als Lüge empfunden, als Trump dem US-Präsidenten Obama und Clinton vorgeworfen hatte, den so genannten „Islamischen Staat“ geschaffen zu haben. Dies war zwar nicht nur offensichtlich, sondern ist mittlerweile in geleakten Dokumenten belegt, war aber immer das Gegenteil sämtlicher Verlautbarungen der US-Administration und seiner Propagandagehilfen in den westlichen Massenmedien.

Das alles muss für Individuen wie Brandstätter sehr unangenehm geworden sein. Es ist für jeden, der sich dem Thema annimmt, leicht nachzuvollziehen, dass Propagandisten wie er nur die Meinung Washingtons veröffentlichen. Eben so einfach ist dies anhand einer Verschriftlichung in Blättern wie den KURIER nachzuvollziehen, dass eine ausgewogene Berichterstattung nicht existiert. Stattdessen ausschließlich Propaganda und Meinungsmache, Desinformation, Unterschlagung von relevanten Informationen und Lügen. Zu offensichtlich ist der Umstand, dass andere Meinungen oder Behauptungen ignoriert werden. Diese werden nicht beleuchtet und es wird anderen Informationen nicht nachgegangen. Hatte der europäische Medienkonsument etwas über den Inhalt der DNC-Mails erfahren? Nein, denn dies hätte der Hillary Clinton massiv zum Schaden gereicht. Wurde nachgeforscht, was an der Behauptung bezüglich des „IS“ dran sein könnte?

Das alles geschah und geschieht nicht. Und wahrscheinlich geht dies auch gar nicht mehr, denn Brandstätter & Co. müssten sich damit unter anderem eingestehen, dass sie ihr Publikum alle Zeit zuvor permanent belogen haben. Um so schmerzlicher musste für das massenmediale Gesindel die Erkenntnis sein, abermals ein Stück der Meinungshoheit verloren zu haben. Meinungshoheit war und ist ein Herrschaftsinstrument.

Brandstätter hatte in seiner „Meinung“ anschließend den Teufel an die Wand gemalt, was auf „uns“ mit einer US-Regierung Trump zukommen könnte. Darauf wollen wir hier nicht eingehen, zumal niemand weiß, was tatsächlich geschehen wird. Interessant wird es sein, was auf Brandstätter selbst zukommen mag. Nach dessen Dauerpropaganda für die schwerstkriminelle Clinton und der Hetze gegen Donald Trump wird er sich umstellen müssen. Uns jedenfalls hatte die Vorstellung amüsiert, dass mit einer neuen US-Administration dieser Trump nun quasi Brandstätters Chef werden wird.

Ab wann werden wir also beobachten können, dass bezahlte Medienvertreter ihren neuen Herren zu Kreuze kriechen und anschließend weiterhin US-Lobbygruppen mit Propaganda bedienen?

 

 

Mittwoch
16
November 2016

Trump und das Medienkartell. Teil 1.

 

Da hatten sie nun dumm aus der Wäsche geschaut.

„Er?“ hatte schockiert der Berufslügner und Chefredakteur Helmut Brandstätter des österreichischen KURIER am 10. November 2016 auf der Titelseite gefragt.

https://kurier.at/meinung/er/229.869.734

 

Ja, er: Donald Trump.

Was hatten sich Brandstätter und sein Boulevardblättchen – stellvertretend für alle anderen Massenmedien – bis zum Wahltag darum bemüht, richtig Stimmung für Hillary Clinton und vor allem gegen Donald Trump zu schüren. Tendenziöse Artikel, Meinungsmache, Unterschlagung von Informationen, Manipulation, Lügen, Beschwörungen, die geübte Kreation einer Scheinwelt abseits von Realitäten. Eine Riesengeschichte, ein großer Aufwand, geradezu ein Dauerfeuer, tagtägliche Penetration der Leserschaft mit Anti-Trump-Botschaften. Seit Monaten.

Und nun das. Eine beeindruckend massive Kampagne gegen Trump war gefloppt. In den USA. Dort hatte sich eine für Propagandisten erschreckend hohe Anzahl von Wähler nicht für das entschieden, was ihnen das mediale Dauergetöse einzutrichtern versucht hatte.

Hier geht es aber nicht um einen Donald Trump.

Der KURIER hatte wie PRESSE, STANDARD usw. nur wenig über alle US-Kandidaten und über den US-Wahlkampf berichtet, sondern einen aktiven Wahlkampf für die mit Geld vollgestopfte Wall-Street-Kandidaten Clinton der Partei „Demokraten“ geführt. Und dies, obwohl österreichische Bürger in den USA gar nicht wahlberechtigt sind.

Für alle Menschen, deren Wahrnehmungsvermögen und Auffassungsgabe noch keiner Degeneration zum Opfer gefallen war, musste sich in Europa seit Monaten ein erschreckendes Bild gezeigt haben. Sämtliche Medienkonzerne, sämtliche Massenmedien hatten täglich in Zeitungen, in Magazinen, im privaten wie staatlichen TV die gleichen Anti-Trump-Botschaften in die Gehirnwindungen ihrer Konsumenten posaunt.

Sichtbarer als bei den aktuellen Dauer-Kampagnen gegen „Assad“ und besonders „Putin“ war hier eine absolute Gleichschaltung zu beobachten gewesen, wie sie per Dekret nach 1933, nach dem so genannten Reichspressegesetz, in Nazi-Deutschland nicht anders gewesen war. Auch damals hatte es eine bunte Medienlandschaft in Druckwerken gegeben, der Inhalt war freilich der gleiche gewesen und nur den Zielgruppen angepasst.

Nazi-Deutschland ist Vergangenheit, nicht aber die Existenz und die Methoden der Propaganda. Diese vertritt in den westlichen Massenmedien vor allem außenpolitisch die Meinung der USA bzw. bestimmter US-Interessengruppen, welche eindeutig eine Hegemonie über dieselben ausüben. Das ist nicht neu, war aber selten derartig sichtbar wie bei der massiven und geradezu lückenlosen Kampagne gegen Trump. Innerhalb dieser westlichen Massenmedien hatten sich auch die österreichische Gazetten als US-Dienstleister bzw. den US-Lobbygruppen der Finanz-, Kriegs- und Energie-Mafia endgültig geoutet. Von „Qualitätsmedien“, „freier Presse“, „Journalismus“ und „Unabhängigkeit“ kann keine Rede sein. Wer beispielsweise der Annahme war, dass es sich beim österreichischen „Profil“ um ein halbwegs seriöses Nachrichten-Magazin handelt, findet auch dort Berufslügner und notorische Kriegshetzer wie Georg Hoffmann-Ostenhof vor.

http://www.profil.at/meinung/georg-hoffmann-ostenhof-kein-kalter-krieg-7642695

 

Selbst jetzt, eine knappe Woche später (13. November 2016), haben die österreichischen Blätter ihr Papier noch mit „Trump“, „Clinton“ und „USA“ seitenlang derartig vollgekleistert, wie es noch nie einer europäische Regierung zuteil geworden ist. Diese dominieren allerdings auch nicht die gleichgeschaltete westliche Medienlandschaft.

Wenn man den österreichischen Umfragen vor den US-Wahlen glauben kann, sollen Umfragen unter der österreichischen Bevölkerung einen ganz klaren Sieg für die Kandidatin Hillary Clinton ergeben haben. So soll das Marktforschungsinstitut „Akonsult“ eine Reihe von österreichischen Bürgern (angeblich über 600 Personen) gefragt haben, wen sie von den beiden verbliebenen Schmutzkübel-Kandidaten wählen würden. Demnach hätten sich 90% der Österreicher für Clinton ausgesprochen und nur 4% für Trump.

Ob diese Umfrage als repräsentativ gewertet werden kann, steht auf einem anderen Blatt. Die Massenmedien und Vertreter vom Typus Brandstätter hatten ihren Lesern auch einzureden versucht, dass FPÖ-Wähler Fans von Trump wären, doch hatte die genannte Konsult-Firma in einer anderen Umfrage 52% als Hofer-Wähler ausgemacht und 48% für Van der Bellen.

Kurzum, die Behauptung von Brandstätter war falsch gewesen. Er hatte einfach versucht, seine Unterstützung für die US-Kandidatin Clinton mit einer Diffamierungskampagne gegenüber FPÖ-Wählern zu verknüpfen.

Als politischer Meinungsmacher gehört das Lügen zum Geschäft und nicht die Teilhabe von echten Informationen an die Leser. Echte und unabhängige Marktforschungsinstitute in den USA hatten bereits vor Monaten Trump vor Clinton gesehen. Dieses Verhältnis hatte sich auch bei den Wahlkampfveranstaltungen gezeigt, jene von Trump waren durchwegs überlaufen gewesen, aber nicht die von der Clinton. Inhalte über die Wahlkampf-Programme der beiden US-Kandidaten, und hier insbesondere jene von Trump und seinem Anhang, hätten ebenfalls Hinweise auf US-amerikanische Befindlichkeiten geben können, die eher noch ein Bernie Sanders dargestellt hätte, aber sicherlich keine Clinton. Diese Inhalte wurden aber nie thematisiert.

Würden wir die Umfrage von „Akonsult“ ernst nehmen, müssten demnach 90% der Österreicher Gehirn gewaschen oder nur wenig gebildet und dafür gutgläubig sein. Brandstätter & Co. könnten sich zurücklehnen, zufrieden mit dem Erfolg, 90% der Österreicher verblödet und ihnen eine Meinung über etwas eingeimpft zu haben, von dem sie nicht den geringsten Schimmer haben.

Vordergründig machte diese und ähnliche Umfragen keinen Sinn, da es nicht die geringste Bedeutung hat, wen die Österreicher in einem anderen Staat zu einem Präsidenten wählen würden. Denn sie können dies nicht. Politisch lassen sich diese Aktionen dagegen sehr wohl ausschlachten, lassen sie sich doch bestens zur Meinungsmache instrumentalisieren. Das Ergebnis dieser Umfrage soll schließlich suggerieren, dass es sich bei 90% der Österreicher um vernünftige Menschen handeln würde, welche sich mit ihrer ihnen via Massenmedien angezüchteten Meinung auf der richtigen Seite befinden. Und wer möchte nicht dieses Gefühl haben, richtig zu stehen und das nachzuplappern, was alle anderen vorplappern.

Wie sagte schon Churchill? Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Wird diese von Berufslügnern verbreitet, sollte darauf kein einziger Heller verwettet werden.

 

 

Montag
14
November 2016

Die Musik-Video-Ecke – 19.

 

In den späteren 80ern immer wieder gerne gehört und auch live gesehen: DINOSAUR JR., hier mit „Raisans“ aus dem Jahre 1987.

 

 

Bei der PEEL-Session die selbe Nummer mit kleinen Variationen:

 

 

 

 

 

Sonntag
13
November 2016

Die Literatur-Ecke – 7.

 

Etwas Bildung kann nicht schaden. Wer sich gerne einmal mit dem Feindbild Russland und die Gegenwart mit all ihrer Propaganda in einen historischen Kontext gesetzt haben möchte, ist bei diesem Buch richtig. 

 

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  • Verlag: Promedia
  • Autor: Hannes Hofbauer
  • ISBN-10: 3853714013
  • ISBN-13: 978-3853714010

 

 

Freitag
11
November 2016

Kriegshetze, Teil 8.

 

Neben der Kriegshetze von Ultsch war der Artikel „UNO verschiebt Hilfe für die Zivilisten im belagerten Osten Aleppos“ platziert. Dieser hatte tatsächlich einige Informationen geboten, diese allerdings für die Partei der Kriegstreiber mit Manipulationen weitgehend entschärft.

Mit dem Einbau von Nachrichten der US-Nachrichten-Agentur „Reuters“ wurde hier die Gestaltung der Propaganda subtiler dargeboten. Erst recht im Vergleich zu der aggressiven und gleichzeitig primitiven Hetze eines Ultsch zuvor.

So wurde ein Jens Laerke als Sprecher eines UN-Amtes zitiert, weil die Evakuierung von Personen aus Ost-Aleppo und die Hineinführung von Gütern bislang nicht realisiert werden konnten. Es hieß, dass die Voraussetzung dafür nicht gegeben waren, um anschließend auf die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien und Unterstützung aller Parteien vor Ort zu sprechen zu kommen.

Bei dieser Gelegenheit wurde unterschlagen, dass es von den Terroristen in Ost-Aleppo keine Sicherheitsgarantien gegeben hatte und nicht gegeben haben kann, da die Masse der eingeschlossenen Terroristen-Verbände über ihre Sprecher oder über andere Kanäle öffentlich erklärt hatten, weder einer Kampfpause noch einer Evakuierung und Versorgung zuzustimmen.

Der PRESSE-Artikel hatte immerhin – und selten genug – die syrische Seite zu Wort kommen lassen, welche von den Angriffen der Terroristen auf die humanitären Korridore mit Beschuss, aber auch mit Scharfschützen berichtet hatte.

Nicht berichtet wurde, dass es dafür auch zahlreiche internationale Beobachter als Zeugen gab, welche diese Sachlage samt Videoaufnahmen bestätigen konnten.

Ein Stück weiter im Text schimmerte allerdings durch, dass die Schwierigkeiten ausschließlich durch die Terroristen verursacht wurden. Diese hatten richtig erkannt, dass die östlichen Bezirke Aleppos „entvölkert“ werden sollten, um anschließend die Militanten „verjagen“ zu können.

Die PRESSE-Redaktion war auf diese Aussage nicht weiter eingegangen, obwohl hier ein weiteres Motiv für ein Verbrechens seitens der Terroristen artikuliert worden war: die noch vorhandene Zivilbevölkerung in Ost-Aleppo diente als Schutzschild, welches die Terroristen benötigten und welches somit auch mit Gewalt nicht weggegeben werden konnte.

„Zudem fordern die Rebellen, dass auch die Zivilisten, die bleiben wollen, geschützt werden“, hieß es weiter. Das war natürlich widersprüchlich zur obigen Angabe. Die Zivilisten wurden nicht gefragt und sie wurden nicht evakuiert, sondern unter Beschuss genommen. Dies aber nicht erst seit diesen Tagen, sondern auch die Zeit davor, was ebenfalls nie Eingang in die westlichen Massenmedien gefunden hatte.

„Laut UNO haben Syriens Regime und Russland zugesagt, ihre Luftangriffe auf den Osten Aleppos von Donnerstag an mindestens vier Tage lang – für jeweils elf Stunden – auszusetzen.“

Was nicht gesagt wurde war der Umstand, dass zu diesem Zeitpunkt die Zusage bereits umgesetzt worden und somit eine entsprechende Handlung erfolgt war, um den humanitären Einsatz zu ermöglichen.

Für Kriegstreiber musste dies als ein propagandistischer Misserfolg gewertet werden, dass weder Syrien und Russland blockierten, sondern ihre terroristischen Schützlinge. Der PRESSE-Artikel versuchte dieser Schieflage entgegenzuwirken, um nun angebliche Kriegsverbrechen Syriens und Russlands zum wiederholten Male anzuführen.

„Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zaid Raad al-Hussein, bezeichnete am Freitag die Belagerung und die Luftangriffe auf Ostaleppo als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. „Bewaffnete Oppositionsgruppen schießen weiterhin Granaten in den Westen Aleppos. Aber die willkürlichen Luftangriffe auf den Osten der Stadt durch die Regierung und ihre Alliierten sind verantwortlich für die große Mehrheit der zivilen Opfer“.“

Bei diesem Seid bin Ra’ad Seid al-Hussein handelt es sich um einen jordanischen Diplomaten, der in den USA studiert hatte. Er ist Mitglied der Königsfamilie, welche wiederum einen Vasall der USA darstellen. Jordanien ist die logistische Drehscheibe für die nach Syrien eingefallene Südarmee, bestehend aus Söldnern und Terroristen. Zwar erwähnte dieser Mann den Beschuss von West-Aleppo, verharmloste aber gleichfalls die Terroristen und Al-Kaida als „Opposition“ wie er auch die täglichen Todesopfer durch diese Terroristen verschwieg. „Willkürlich“ sollte dagegen der Beschuss durch die syrische Armee und der russischen Luftwaffe sein, um dem eine weitere Lüge hinzuzufügen. Gänzlich ohne Beweise behauptete er, dass eben diese für die große Mehrheit der zivilen Opfer verantwortlich wäre.

Die Begrifflichkeit in dem ganzen PRESSE-Artikel war propagandistisch orientiert. Die legitime syrische Regierung wurde zumeist wie gewohnt als „Regime“ bezeichnet, während die durch ausländische Mächte gestützten Terroristen als „Rebellen„, „Aufständische“ und „Opposition“ verharmlost wurden. Aus Ost-Aleppo wurde gar ein „Rebellenviertel„, als wären die Terroristen dort wohnhaft gewesen und nicht damals dort eingedrungen.

In einem weiter unten stehenden Absatz, der einigen Erläuterungen dienen sollte, wurde zum ersten Mal berichtet, dass in Ost-Aleppo auch Verbände von „Al-Kaida“ wären. Die würden sich „unter den Aufständischen“ befinden, entblödete sich die PRESSE-Redaktion. Diese erzählte die kleine Anekdote von der Umbenennung der „Nusra-Front“ in „Fatah al-Sham“, um auch darauf hinzuweisen, dass sich die Al-Kaida-„Ideologie“ nicht geändert habe. Die Bezeichnungen „Terror“/“Terroristen“/“Terrororganisation“ kamen nicht vor. Stattdessen war beschönigend wie fragmentarisch nur von einem „Jihadisten-Netzwerk“ die Rede.

Unterschlagen wurde hier, dass es sich bei der „Jabhat al-Nusra“ aka „Al-Kaida“ um eine fundamentalistische und terroristische Söldnergruppierung der westlichen Kriegstreiber und Saudi-Arabiens handelt. Die „Zenki“-Brigade mit ihren Halsabschneidern wird von den USA unterhalten. Die sunnitischen Salafisten der Terrorgruppe „Ahrar al Sham“ werden durch Saudi-Arabien und den USA unterstützt, andere Gruppierungen, die der Muslimbruderschaft nahe stehen, werden durch die Türkei und Katar aufgerüstet und finanziert. Und überhaupt hatten sich alle diese Terroristen miteinander verbündet, wie ebenfalls unterschlagen wurde. Alle diese Terrorformationen haben das gleiche Ziel, sie bilden eine Einheit, nur ihre Unterstützer aus dem Ausland variieren von Gruppe zu Gruppe.

Was meinte die PRESSE dazu?

„Anders als der sogenannte Islamische Staat (IS) gingen al-Nusra und ähnliche Gruppen Bündnisse mit moderateren Rebellen ein. Daher ist es schwierig, sie in Aleppo von weniger extremen Gruppen zu trennen.“

Diese Verlogenheit ist mittlerweile zu einer Phrase verkommen, weil sie seit Jahren ständig wiederholt wurde. Die PRESSE versuchte hier dem dümmlichen Anteil ihrer Leser weiß zu machen, dass es sich bei den Terroristen der „Al-Kaida“ um „moderate Rebellen“ handeln würde, die sich mit „moderateren“ verbündet hätte. Wer zu der ominösen Gruppe der „Moderateren“ gehören würde, wurde nicht genannt. Und ja, es wurde nie genannt, was auch kein Wunder ist. Denn moderate Terroristen und Mörder gibt es nicht. Womit sich auch eine Trennung erübrigt haben sollte, die durch die USA auch nicht vorgenommen wird. Nur die Propagandaabteilungen und ihre Sprecher in den Medien beten diesen Quatsch in einer Wiederholungsschleife ständig herunter, um den Anschein zu erwecken, die syrische Armee kämpfe auf ihrem eigenen Territorium gegen syrische „Aufständische“ und Zivilisten.

Die Verlogenheit, Heuchelei und das Messen mit zweierlei Maß wurde auch im letzten Absatz deutlich, wo über eine Mitteilung der türkischen Regierung berichtet wurde. Diese hatte gemeldet, dass sie mit Luftangriffen nördlich von Aleppo bis zu 200 „Kämpfer“ der kurdischen Volksverteidigungsmiliz YPG getötet hätten. Von Mord war hier nicht die Rede, auch nicht von zivilen Opfern als Kollateralschaden und erst recht nicht davon, dass die Türkei in Syrien Krieg führte. Für diese und andere Opfer, die täglich hingemordet wurden, gab es keine Stimme des jordanischen UN-Hochkommissars für Menschenrechte.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5106219/UNO-verschiebt-Hilfe-fur-die-Zivilisten-im-belagerten-Osten-Aleppos

 

 

 

Mittwoch
09
November 2016

Kriegshetze, Teil 7.

 

Die ihm aufgetragenen Gedanken kreisten bei Ultsch um Aleppo, wo im Ostteil der Stadt die von ihm nicht erwähnten Terroristen eingekreist waren. Bei ihm gab es nur „Assad“ sowie russische und iranische Verbündete, die rücksichtslos agieren und – um „Geländegewinne“ ringen würde. Das war natürlich falsch, denn die syrische Regierung wollte bezüglich Aleppo nichts anderes, als ihre eigene Stadt vom Terrorismus und Krieg befreien.

„Russlands Stärke in Syrien liegt derzeit in seiner Entschlossenheit und Klarheit“, sinnierte Ultsch und vergaß in seinem Dilemma weitere Umstände wie Legalität und moralische Überlegenheit. „Putin will die russischen Interessen in Syrien wahren, indem er Assad im Sattel hält“, um gleichzeitig seine Leser die Interessen und Absichten aller weiteren Akteure zu unterschlagen.

„Dafür wagt der Kreml-Chef, wovor der Westen nach den Fiaskos im Irak, in Afghanistan und Libyen zurückschreckt: eine massive Militärintervention“, zeigte Ultsch weiter seine Sicht der Dinge auf. Die Angriffskriege der USA und einiger NATO-Staaten verharmloste er als „Fiasko„, allerdings als einen für den „Westen„, nicht etwa für die überfallenden und zerstörten Länder mit über einer Million Toten. Dafür dichtete er Russland erneut eine nicht vorhandene „Militärintervention“ in Syrien an, die gar massiv sein soll. Deren relativ geringe Anzahl vermochte er freilich nicht zu nennen.

„Die Flugverbotszone in Syrien, die Assads Gegner vergeblich gefordert hatten, hat nun de facto Russland errichtet: Russische Flugabwehrsyteme sichern Assad die Lufthoheit“, trauerte Ultsch einer nicht erfolgten Eskalationsstufe hinterher. Wie üblich wurde der syrische Staat auf „Assad“ personifiziert und reduziert. „Niemand riskiert es, die russischen Kreise zu stören. Putins Einschüchterungstaktik funktioniert“, ärgerte sich Ultsch, wobei er jegliches Hinterfragen nach Ursache und Sinnhaftigkeit vermied und gleichzeitig vergessen hatte, was er zuvor über seine Freunde gesagt hatte – „Fiaskos“ angerichtet in zahlreichen Ländern. Mit ganz viel Krieg.

„Der Westen indes hat sich in ein Dilemma manövriert. Er fordert immer noch den Rücktritt Assads, hat aber keine vernünftigen Alliierten in Syrien, die Garanten für eine bessere Zukunft nach dem Sturz des Diktators wären“, tat Ultsch dann nachdenklich, aber weiterhin verlogen bis ins Mark. Bei Assad handelt es sich nach wie vor um den legitimen Staatschef von Syrien, ob dies nun dem PRESSE-Schmierfink und seinen Auftraggebern gefiel oder nicht. Was der Westen fordert, hat keinerlei Relevanz, wie auch ein Assad keinen Regierungswechsel in den USA oder in Deutschland zu fordern hat. Das macht er auch nicht, und erst recht betreibt er keine Regierungswechsel in anderen Ländern mit Gewalt – ganz im Gegensatz zu jenen, für die Ultsch als Fürsprecher auftrat. Dem vagen Eingeständnis von ihm, dass es in Syrien für den „Westen“ keine „vernünftigen“ Alliierten in Syrien gebe, folgte nicht der logische Rückschluss, dass somit unvernünftige Alliierte unterstützt wurden und werden – Terroristen.

„Die syrische Opposition hat sich radikalisiert“, versuchte sich Ultsch aus seinem eigenen Dilemma zu retten. Die in Syrien befindliche „Opposition“ hatte allerdings keinen Krieg geführt, von einzelnen Individuen abgesehen. Ultsch versuchte einmal mehr, eine Armee von „Rebellen“ zu erfinden, um diese sich „radikalisieren“ zu lassen. Da hatte der seit 2001 bestehende Plan der US-Administration, eine Reihe von Ländern einschließlich Syrien anzugreifen ebenso wenig Platz wie die von Anfang an in Syrien befindlichen bewaffneten und von Westmedien wohlwollend begleiteten Islamisten. Ebenso wurde von Ultsch die Tatsache unterschlagen, dass sich auch im Osten von Aleppo ausschließlich und von Al-Kaida geführte Terroristen-Verbände befinden.

„Assads Narrativ, das letzte Bollwerk gegen terroristische Jihadisten zu sein, war vor fünf Jahren noch eine große Lüge“, log Ultsch, „ist aber von Monat zu Monat wahrer geworden.“ Wieder musste ein nicht existierender „Bürgerkrieg“ herhalten, der sich für Ultsch bedauerlicherweise als unübersichtlich darstellte. Und dann mahnte er Moskau vor „Gefahren“ seiner Handlungen, unter anderem wegen den angeblichen „Großmachtallüren“ eines „Putin“, wegen einem „Reich auf tönernen Füßen“, wo doch Putin ein „Nullsummenspieler“ sei, ein „geopolitischer Wiedergänger des 19. Jahrhunderts“. Auf der anderen Seite empfand Ultsch den „Westen“ als „lau“, er bettelte förmlich um ein schnelles „Rezept“ gegen Putin. Um schließlich seine bezahlte „Meinung“ mit einer widerlichen wie verlogenen Hetze abzuschließen: „Sonst nimmt er sich weiterhin, was er kriegen kann.“

Was sich der Putin derzeit „nimmt„, führte Kriegspropagandist Ultsch nicht aus. Vielleicht könnte es sich um das „Recht“ handeln, was einem Unterstützer der Rechtsbrecher kaum behagen kann.

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/5106218/Der-traumwandelnd-laue-Westen-findet-kein-Rezept-gegen-Putin

 

 

 

Montag
07
November 2016

Kriegshetze, Teil 6.

 

Nach dem obigen Propaganda-Artikel hatte Christian Ultsch in einem Leitartikel den Part der verlogenen Hetze übernommen. Ähnlich wie Brandstätter beim KURIER hatte auch Ultsch in seinem bisherigen Wirken bei der PRESSE nie den Eindruck vermittelt, etwas anderes als transantlantische Standpunkte und Meinungen seinen Lesern nahe zu bringen.

Sein Vokabular war entsprechend angepasst. Putin würde nicht spielen, nein, er würde es „treiben“, dieses „Spiel“, und „zynisch“ noch dazu. Weil sich ein kleiner russischer Flottenverband in Richtung Mittelmeer bewegen würde. Also dorthin, wo bereits die Flotten der USA und anderer NATO-Marineeinheiten die See bevölkern, die Ultsch allerdings nicht auf seinem Radar zu haben schien. Dafür wusste er bereits von dem Plan dieses Putin, nämlich den, „zum entscheidenden Schlag in Aleppo auszuholen“.

So sind sie, die Russen, sie „schlagen“, wenn sie bezüglich Syrien dessen legitime Regierung bei der Verteidigung des Landes unterstützen, während die USA und die NATO für ihre Angriffskriege den Begriff der „humanitären Intervention“ Ende in den 90er-Jahren erfunden hatten. Natürlich kam einem Ultsch nicht in den Sinn, Russland die Übernahme dieser Begrifflichkeit zu empfehlen, im Sinne von „humanitärer Verteidigung“ allerdings.

Doch Verteidigung gegen wen? Und siehe da, auch bei Ultsch kamen weder die in Syrien operierenden westlichen Militärs noch die Söldner- und Terroristenhaufen vor. Sie waren auch bei ihm verschwunden.

„Der Westen schaute staunend zu, wie Russland im Lauf des vergangenen Jahres mit einer Militärintervention das Kräftegleichgewicht im syrischen Bürgerkrieg zugunsten von Präsident Bashar al-Assad kippte.“

Ultsch versuchte hier seinen Lesern vorzugaukeln, als wäre der „Westen“ in dem Geschehen nur daneben gestanden und nicht etwa ganz stark daran beteiligt. Für das Eingreifen eines russischen Militärkontingents auf den Schauplatz Syrien verwendete er zudem den falschen Begriff „Intervention“, ob aus Kalkül oder Unwissenheit. „Intervention“ bedeutet allerdings – innerhalb des genannten Kontextes – ein militärisches Einmischen in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates. In diesem Fall wurde aber Russland als Verbündeter ausdrücklich um die Hilfeleistung gebeten und eingeladen, weswegen es sich um keine Intervention handelte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Intervention_(Politik)

 

Sehr wohl trifft dieser Begriff, wenn auch verharmlosend, auf andere Kriegsparteien zu, welche auf syrischem Territorium illegal Krieg führen und somit Verbrechen nachgehen. Allerdings existierten diese Kriegsparteien bei Ultsch erst gar nicht, denn das hätte seiner Kriegspropaganda für eben diese Kriegsparteien natürlich den Boden entzogen.

Ultsch musste sich daher mal wieder einen angeblichen Bürgerkrieg in Syrien herbeilügen, welcher zumindest zwei syrische Parteien beinhalten sollte und nicht jene zwanzig, die illegal in Syrien bomben. Welche andere Partei Ultsch im Widerpart zur syrischen Regierung entdeckt haben will, blieb sein Geheimnis. „IS“ und „Al-Kaida“ kann er kaum gemeint haben, aber wer blieb dann übrig? Und wer von diesen besaß die syrische Staatsbürgerschaft?

Aber das war nicht das Thema von Ultsch. Es missfiel ihm, dass „Al-Kaida“ und alle mit ihr verbündeten Söldner und Terroristen ins Hintertreffen geraten waren – wegen dem militärischen Engagement Russlands, welches sich somit eigenartig erfolgreich gestaltet hatte. Eigenartig, weil die USA und ihre Verbündeten zuvor auch so eifrig den Terrorismus in Syrien bekämpft, diesen aber nie geschadet hatten.

Nein, Propagandisten wie Ultsch wollen dies nicht bemerkt haben, so offensichtlich diese Zustände auch waren. Deswegen konnte er auch nicht mit Informationen und Logik hantieren, sondern nur noch auf billige Kriegshetze zurückgreifen.

„Die USA und Europa nahmen, unterbrochen nur von kurzatmiger rhetorischer Entrüstung, achselzuckend wüste russische und syrische Bombardements auf Wohngebiete im Osten Aleppos hin.“

Dieser Satz war verlogen bis zum Erbrechen und verkehrte Realitäten ins Gegenteil. Der Waffenstillstand von Februar und die russischen Bemühungen um eine Beendigung der Gewalt hatten die USA und ihre Verbündeten dazu genutzt gehabt, um ihre Al-Kaida-Freiheitskämpfer neu auszurüsten und aufzustocken, so dass diese anschließend in die Offensive hatten gehen können. Das war noch gar nicht lange her. Es waren nie Achseln gezuckt worden. Die USA hatten auch den Waffenstillstand von September gebrochen und sämtliche Bemühungen sabotiert. Ultsch reduzierte alles auf Bombardements von Syrern und Russen auf Wohngebiete, um abermals die in Ost-Aleppo verschanzten Terrorgruppen verschwinden zu lassen. Der PRESSE-Mann zeigte auf, dass er außer plumper Hetze nichts mehr zu bieten hatte.

„Sie werden Putin auch nicht in den Arm fallen, wenn er mit Assad wie weiland im tschetschenischen Grosny den Rest der von Jihadisten kontrollierten Ruinenbezirke, in denen eine Viertel Million Zivilisten darben, den Erdboden gleichmachen lässt.“

Ultsch beklagte sich über die angebliche Passivität der westlichen Staaten. Er verhehlte nicht, dass er sich somit eine verstärkte Konfrontation wünschte, auch wenn er nicht ausdrücklich nannte, auf welche Weise. Auf Grosny und die Tschetschenienkriege könne wir hier aus Platz- und Zeitgründen nicht eingehen, allerdings stellten wir fest, dass der ehemalige US-Botschafter von Syrien, Robert Ford, bereits zuvor den Grosny-Vergleich in die Medien gesetzt hatte, was dann von zahlreichen US-hörigen Propagandisten (so auch vom PRESSE-Propaganda-Komplizen Wieland Schneider) übernommen worden war. Als Ultsch die Botschaften seiner Herren und Dienstmänner erst Tage später in seine „Meinung“ einbaute, war die Lüge um so fetter geworden. Wenn jemand kein Interesse hat, eine eigene Stadt bzw. einen Teil dessen, „den Erdboden gleichzumachen„, dann ist es die syrische Regierung und sind es die Bewohner. Die syrischen und russischen Bemühungen, weitere Opfer und Zerstörungen zu vermeiden, wurden ebenso von Ultsch verschwiegen wie die Reaktionen und Handlungen sämtlicher terroristischer Gruppierungen und ihren Unterstützern.

„Folgen muss Russland nicht fürchten. Die EU wird sich kaum zu Syrien-Sanktionen aufraffen. Das wurde nun beim Gipfel in Brüssel deutlich; da schafften es die 28 nicht einmal, sich auf eine Drohung festzulegen. Mitglieder wie Italien, Griechenland und Ungarn verweigerten Merkel die Gefolgschaft.“

Kein Zweifel, der Hetzer Ultsch war enttäuscht. Nicht einmal Drohungen, nicht einmal Sanktionen, wobei er allerdings vergaß, dass von den Kriegstreibern veranlasste Sanktionen gegen Syrien schon seit langem aufrecht sind. Ultsch wünschte sich weitere Eskalation und reagierte beleidigt, dass einige europäische Staaten nicht mehr wie ferngesteuert hinter der US-Vasallin Merkel hinterhermarschierten.

„Moralischen Druck von der Straße spürt keine europäische Regierung. Friedensbewegte marschieren nur, wenn es gegen die USA geht. Russland kann bomben, wie es will: Zwischen Berlin, Paris und Wien wird deshalb keine Handvoll Demonstranten hinter dem Ofen hervorkommen.“

Kriegshetzer Ultsch versuchte es hier noch mit Moral, also etwas wie Anstand, was er – für jeden ersichtlich – selbst nicht einmal ansatzweise besaß. Und er weinte, dass „Friedensbewegte“ nur gegen die USA demonstrieren würde, die allerdings unerwähnt jedes Jahr, jeden Monat irgendwo Krieg führen und Massen morden. Deren Verbrechen werden von Komplizen wie Ultsch medial vertuscht. Dafür würde angeblich Russland bomben, wie es wolle, beklagte sich polemisierend Ultsch als demaskierter Mittäter, der ohne Argumente und Belege mit leeren Händen die Verbrechen seiner Auftraggeber gegen ein erquickliches Gehalt eifrig mit trug.

Interessant, dass Ultsch von der PRESSE wie Brandstätter vom KURIER am gleichen Tag die selbe Polemik verwendeten: keine Demonstranten (für die Eskalationsbegeisterung) auf den Straßen, sondern nur Empörung gegenüber den USA usw. Da schienen die US-Kriegs-Propagandisten einem kaum kaschierten Script gefolgt zu sein.

 

 

Sonntag
06
November 2016

Hubert Sielecki – Kurz und gut

 

Unser lieber Freund Hubert Sielecki wird am 6. November 2016 seinen 70. Geburtstag feiern. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Sielecki

Aus diesem Grund lädt er uns alle ein.

 

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EINLADUNG ZUR FILM – MATINEE
Am Sonntag, den 6. November 2016 ab 11 Uhr mit Hubert Sielecki
Eintritt frei!

im DEPOT, 1070 Wien, Breitegasse 3 (Hinter dem Museumsquartier)

http://us10.campaign-archive2.com/?u=4454ea504ff422a15ff167e3a&id=8ba5a0c6c9&e=ed4201dfcc

 

Präsentiert wird KURZ UND GUT Teil 2 und Teil 3, die eher selten gezeigten Filmprogramme von Hubert Sielecki.
Ein erweiterter Teil 1 wird am Abend um 20 Uhr als abendfüllendes Programm mit Interview und 22 Filmen in der Sendung OKTOSKOP im OKTO TV ausgestrahlt. Diese Sendung wird wiederholt und das Interview von Robert Buchschwenter mit Hubert ist dann noch weiter im Internet in der Oktothek zu sehen.
Nach den und während der Filmvorführungen im DEPOT können wir uns Wiedersehen, Kennenlernen, diskutieren und musizieren. Es wird ein gemütliches Beisammensein von und mit Freunden.
Sperrstunde im Depot ist um 17 Uhr.

DAS PROGRAMM:

11.00 Uhr: Kurz und Gut, Teil 2
75 Minuten: Huberts erster Trickfilm 1968, Kurzfilme 1968 – 1971: „Die Fliege“, „Ende“, „Masao“, „Fest in der Parkgasse“,
Huberts Filmgruppe A.S.K 1992 bis 2001 – mit den legendären No Budget Filmen 1989 – 2001 („Die Helden“, „Upperlake Story“, „Hitparade“, „Raumausstatter Stagl“, „Mein Kind“ – siehe Foto oben)
Das ASK-Team: Luise Buisman und Paul Braunsteiner sind anwesend und wir stellen uns der Diskussion.

Pause

13.00 Uhr: Kurz und Gut, Teil 3
75 Minuten: Elf Falter-Werbespots (1989-2000), Making of Falter Spot mit Kurt Kren 1989, Making of „Maria Lassnig Kantate“ 1993, Making of „Air Fright“ 1995, und dann der wohl längste österreichische Trickfilm „LIFE SHOW“,
40 Minuten, produziert von 1990 bis 1992.

Danach ab ca. 15:00 bis 16:00 Uhr: erste Präsentation der neuen Hubert-Filme 2016„Josephslegende“ (Text Gerhard Rühm),  „HERRENRAD“, mit Georg Sturmlechner, „Der Präsident-schaftskandidat“ als neuer glaubwürdiger Text und der Trickfilm „T. nicht füttern“ von Tone Fink mit Vertonung von Magdalena Knapp-Menzel, entstanden ebenfalls 2016 in Huberts Produktionswerkstätte.

 

Freitag
04
November 2016

Kriegshetze, Teil 5.

 

Im Anschluss soll hier noch kurz ein Blick auf zwei weitere Vertreter der österreichischen Presselandschaft genommen werden, die sich gleichfalls als „Qualitätsmedien“ wähnen.

Zu unserer Überraschung hatte die STANDARD-Ausgabe vom 22. Oktober nur eine kleine Meldung bezüglich der Situation in Syrien gebracht. In den drei Absätzen unter der Überschrift „Doch keine Sanktionen der EU gegen Russland wegen Syrien-Politik“ hatte es lapidar geheißen:

„Trotz Feuerpause im nordsyrischen Aleppo müssen die Bewohner weiter auf Hilfe warten. Es fehlten die Sicherheitsgarantien und Unterstützung vor Ort, kritisierte ein UNO-Sprecher am Freitag.“

Das waren zwar nur zwei Sätze gewesen, dennoch handelte es sich um eine Falschdarstellung und um Propaganda. Es wurde nicht erwähnt, dass nur syrische und russische Streitkräfte diese Feuerpause veranlasst und eingehalten hatten, während sie von den westlich unterstützten Militanten abgelehnt worden war. Auch die Darstellung „Bewohner“ war eine Irreführung, denn die große Masse an Bewohnern befand sich in West-Aleppo – unter dem Schutz der syrischen Regierung. Unterschlagen wurde bei dieser Gelegenheit, dass für die Bewohner des übrigen und nicht von Terroristen kontrollierten Aleppo nie eine Hilfe durch den Westen gefordert worden war. Ebenso wurde mit dem Weglassen der Information, dass es von den Terroristen keine Sicherheitsgarantien gegeben hatte und diese öffentlich abgelehnt worden waren, die Sachlage weiterhin verfälscht.

Der STANDARD hatte somit nur zwei Sätze benötigt, um sich als „Lügenpresse“ zu qualifizieren.

https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20161022/281646779674278

 

 

Die österreichische PRESSE hatte dagegen für den 22. Oktober gleich drei Artikel für die Druckausgabe bereit gestellt, die tatsächlich drei Bereiche abgedeckt hatten. Am Anfang befand sich einer reiner Propagandaartikel.

Auf Seite 1 prangte es in großen Lettern: „Putins Armada im Mittelmeer.“ Hatten wir zuvor etwas von „Obamas Armada im Mittelmeer“ gelesen? Oder „Obamas Armada im Chinesischen Meer“? Oder „Bushs Armada am Golf“ etc.?

Nein, haben wir nicht, obwohl diese „Armadas“ sogar ständig dort unterwegs sind.

„Syrien-Krieg. Russland verlegt die größte Flotte seit Ende des Kalten Krieges ins östliche Mittelmeer, um die Entscheidung in Aleppo herbeizuführen.“

Das sollte offenbar bedrohlich klingen, allerdings bestand diese „größte Flotte“ aus genau nur acht Schiffen inklusiv dem einzigen Flugzeugträger der russischen Marine. Gegenüber einer US-Marine, welche die weltweit größten Seestreitkräfte unterhält und diese weltweit auch einsetzt, mutete dies eher mickrig an.

Diese einseitige Darstellung nennt sich Propaganda, wozu auch die martialische Behauptung gehörte, dass mit diesen acht Schiffen eine „Entscheidung in Aleppo“ herbeigeführt werden sollte. Dafür werden diese Schiffe allerdings nicht benötigt. Wohl aber sollen sie offensichtlich dazu dienen, neben einer Drohkulisse den Luftraum über Syrien besser in Schach zu halten, sollten die westlichen Kriegstreiber oder ihre Verbündeten vom Golf auf dumme Ideen kommen.

In dem Artikel wurden über Strafen und Sanktionen geredet, die hier vor allem durch Kriegstreiber wie Hollande und Merkel gegen ihren Widersacher Russland gefordert wurden, wegen Putin seiner „Syrien-Politik“, wie es hieß. Und weil der russische Präsident für Hollande, Merkel und auch für die PRESSE kein Guter war, wurde er als Mann mit einer „Doppelstrategie“ beschrieben, welche dieser gar „im Schilde führen“ würde. Die (einseitige) Waffenruhe sowie die Aufstockung des russischen Truppenkontingents wurde mit einer „Ruhe vor dem Sturm“ in Verbindung gebracht. Es wurde durch westliche Militärs und Diplomaten ein (russisches) „Bombenfeuerwerk“ erwartet. Für Dumpfbacken wurde auch die schlichte Phrase „Wenn Assad verliert, dann verliert auch Putin“ eingebaut, es wurden Interessen von Russland erwähnt, aber die nur in Zusammenhang eines „Weltmachtstrebens“. Deswegen wolle Putin auch „Macht demonstrieren“ und den „Westen einschüchtern.“

In dieser Kriegsrhetorik hatten Kriegsursachen, ausländische Mächte, die in Syrien Krieg führen, deren Dauer-Präsenz um Syrien herum, die Horden an Terroristen usw. auch bei den einschlägig bekannten Redakteuren Vieregge, Grimm und Greber keinen Platz.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5106272/Putins-Armada-im-Mittelmeer?from=suche.intern.portal

 

 

Donnerstag
03
November 2016

CON ERA im Triebwerk

 

 

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CON ERA aus Wr. Neustadt geben am Samstag, den 5. November 2016, ihre Debut-Show im TRIEBWERK. 

 

 

Die „Neustadtpunk-Party“ wird außerdem die britischen PETROL GIRLS sowie die Wiener VËRDËRBËR aufbieten, um die Post abgehen zu lassen. 

 

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Triebwerk, Wr. Neustadt.

5. November 2016, Einlass: 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. 

Tagesticket: 8,- Euro.

http://triebwerk.co.at/?events=neustadtpunk-party-2016-day-2-petrol-girls-uk-con-era-verderber

 

 

Donnerstag
03
November 2016
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