Die Literatur-Ecke – 1

 

Inspiriert durch die verlogene Stimmungsmache der verkommenen Propagandisten und Kriegshetzer (siehe unten, zum Beispiel die Artikel in der LügenPRESSE) zum Thema Ukraine-Konflikt möchten wir hier an dieser Stelle auf sachliche Literatur hinweisen.

Den Anfang macht das Buch „Bürgerkrieg in der Ukraine“ von Reinhard Lauterbach, welches wir für den Einstieg in die Materie empfehlen. 

 

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Edition Berolina.

  • ISBN-10: 3958410146
  • ISBN-13: 978-3958410145

 

 

Mittwoch
31
August 2016

Kleine Propagandaübersicht – 10/2/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Einsicht, dass wir den Zustrom stoppen müssen.“ KURIER, 10. Februar 2016.

Es war noch gar nicht lange her, dass die ungarische Regierung von der EU für das verurteilt wurde, was der junge österreichische Außenminister Kurz nun forderte. Die Forderungen sind nicht verkehrt, allerdings viel zu spät. Dass sich Griechenland in der Flüchtlingsfrage abzuputzen versuchte, sollte nicht verwundern, wird das Land nach wie vor von den EU-Institutionen und dem internationalen Großkapital erpresst und ausgepresst.

http://kurier.at/politik/ausland/kurz-einsicht-dass-wir-zustrom-stoppen-muessen/180.015.560

 

 

„NATO prüft Operation gegen Flüchtlinge in der Ägäis.“ KURIER, 10. Februar 2016.

Das erschien insofern konsequent, dass eine Reihe von NATO-Staaten mit ihren Angriffskriegen die Flüchtlingsbewegung erst geschaffen hatte.

http://kurier.at/politik/ausland/nato-prueft-operation-gegen-fluechtlinge-in-aegaeis/180.017.386

 

„Türkei und USA streiten nun offen über die Kurden.“ STANDARD, 10. Februar 2016.

Die türkische Regierung will sie vernichten, die US-Administration benutzen: die kurdische PYD. Deren Selbstverteidigungskräfte im syrischen Kobani wurden von Erdogan als „Terroristen“ bezeichnet, weswegen er vom türkischen Boden aus die moderaten „Freiheitskämpfer“ der „IS“ nach Kobani geschickt hatte. Letztere Realität wurde allerdings im STANDARD unterschlagen.

http://derstandard.at/2000030677947/Tuerkei-und-USA-streiten-nun-offenueber-die-Kurden

 

 

„Der Westen büßt Militärvorsprung ein.“ STANDARD, 10. Februar 2016.

Die USA sollen für ihren Militärhaushalt die gigantische Summe von fast 600 Milliarden Dollar veranschlagt haben. Eine Zahl, welche die verdeckten Gelder nicht beinhaltet. Dieses Militärbudget wurde verlogen als „Verteidigungshaushalt“ bezeichnet. Erschreckend die Angabe, dass Saudi-Arabien noch vor Russland den dritten Platz der Ausgabenliste belegte. Saudi-Arabien führt Krieg gegen Syrien und gegen den Jemen sowie verdeckt in weiteren Ländern.

http://derstandard.at/2000030678364/Westen-buesst-Militaervorsprung-ein

 

„NATO erwägt Ägäis-Einsatz.“ STANDARD, 10. Februar 2016.

Der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg machte sich Sorgen. Nicht wegen den auch mit Hilfe seinem Militärbündnis entfachten Kriegen, sondern weil die Opfer, die Vertriebenen, in den Herrschaftsbereich der NATO zu flüchten vermeinten.

http://derstandard.at/2000030672507/Nato-erwaegt-Aegaeis-Einsatz

 

 

„Traurige Rekorde im Donbass-Gebiet.“ STANDARD, 10. Februar 2016.

Die politische Lösung hänge fest – so heißt es. Eine politische Lösung war nie gewünscht – so ist es.

http://derstandard.at/2000030676871/Traurige-Rekorde-im-Donbass-Gebiet

 

„Putins und Orbáns willige Zuarbeiter.“ STANDARD, 10. Februar 2016.

Der übliche Mist von Hans Rauscher, einem der willigsten Zuarbeiter Washingtons.

http://derstandard.at/2000030675260/Putins-und-Orbans-willige-Zuarbeiter

 

 

„Saudische Bodentruppen in Syrien. So schnell schießen sie nicht.“ STANDARD, 10. Februar 2016.

Interessant hier wieder das „Wording“ der Propagandistin Gudrun Harrer, welche die Bereitwilligkeit Saudi-Arabiens für einen Einmarsch nach Syrien mit regulären Streitkräften als „aggressive Außenpolitik“ umschreibt. Nach dem Völkerrecht, vor jedem Gericht, in jedem Gesetzbuch heißt dies allerdings Angriffskrieg und damit die Summe aller Verbrechen. Auch die Androhung einer solchen ist bereits ein Straftatbestand. Harrer zeigte sich wie gewohnt als dem Terrorismus nahe stehende… ja, was eigentlich, wenn einem derartig der Ekel überfällt?

http://derstandard.at/2000030678674/Saudische-Bodentruppen-in-Syrien-So-schnell-schiessen-sie-nicht

 

„Worin Professor Varoufakis irrt.“ STANDARD, 10. Februar 2016.

Das versuchte der Lohnschreiber Szigetvari in einem dümmlichen Text seinen möglichen Lesern weiszumachen. Sein erster Ansatz war jener, dass es sich bei der EU um eine demokratische Einrichtung handeln würde. Leider ist bereits diese Behauptung eine Lüge.

http://derstandard.at/2000030677041/Wo-Professor-Varoufakis-irrt

 

„Russlands Wirtschaft schrumpft, aber Putin zeigt weiter Muskeln.“ PRESSE, 10. Februar 2016.

Ein durch und durch verlogener Leitartikel des besonders frommen US-Lakaien Burkhard Bischof, um den PRESSE-Lesern noch einmal die Meinung der Regimes in Washington und Kiew sowie aller in deren Einflußräumen operierenden Faschisten und Nazi-Banden widerzukauen.

Wie üblich, wurde die Vorgeschichte zu dem Konflikt einfach weggelassen: das erpresserische und die ukrainische Wirtschaft ruinierende „Angebot“ der EU, die zwangsläufige Ablehnung durch die damalige ukrainische Regierung, der von den USA und einigen NATO-Staaten innitierte blutige Putsch mit Hilfe von Nazis, Massaker. Dann der von der ukrainischen Putschregierung erkläre Krieg an die Bevölkerung der Ostukraine, nun als „Terroristen“ bezeichnet, die sich mit den Verbrechen der Faschisten und dem Putsch hatte nicht abfinden wollen.

Bischof wusste natürlich, warum er diesen Hergang erst gar nicht erwähnte, hätte er sich doch sofort als Kriegsbefürworter in Szene gesetzt, waren es doch seine Verbrecher-Freunde gewesen, die den krieg begonnen hatten und nicht umgekehrt. Der den Faschisten und Terroristen nahe stehende Propagandist Bischof setzte seine Erzählung lieber erst mit der angeblichen Annektierung der Krim durch Russland ein, was falsch ist, denn er unterschlug das Referendum. Bischof log auch bezüglich des Minsk-Abkommens, denn dieser resultierte nicht aus einer „Einsicht“ von Putin, sondern aus der desaströsen Lage des ukrainischen Militärs und der ihnen angeschlossenen Nazi-Brigaden.

Den Rest des Artikels von der Dreckschleuder Bischof, der sich über die Propaganda jener mokierte, von denen er kein Gehalt bezieht, schenken wir uns hier.

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4922422/Russlands-Wirtschaft-schrumpft-aber-Putin-zeigt-weiter-Muskeln

 

 

„Der vergessene Krieg in der Ostukraine.“ PRESSE, 10. Februar 2016.

Meinte jedenfalls die Jutta Sommerbauer, die sich allerdings nur auf ihre eigene Vergesslichkeit berufen sollte. Wir ihre Propagandistenkumpane hantierte sie in ihrem Artikel ausgiebig mit einer neuen Menschengattung, dem „Prorussen“, als wäre er kein Ukrainer. Während gleichzeitig die Nazi-Ukrainer nie als „Proamerikaner“ bezeichnet wurden.

„Gleichzeitig möchte der Kreml offenbar über den Donbass als Instrument zur Destabiliserung einer demokratischen Ukraine verfügen – und wenn nötig, kann der Konflikt angeheizt werden.“

Offenbar. Das Lügenmaul Sommerbauer vermutet dies allerdings nur, auch wenn sie gleichzeitig so tut, als wäre dem so. Zudem ist die Ukraine nicht demokratisch, nicht im geringsten. Die demokratische Regierung wurde blutig weggeputscht und die ganze in Opposition stehende politische Landschaft mit Gewalt aufgelöst. Und das an der Macht befindliche und von Nazis durchsetzte Regime ist nach wie vor auf ausländische Gelder angewiesen. Mit denen übrigens auch der Krieg bezahlt wurde und wird. Es handelt sich unter anderem um unsere Steuergelder.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4922462/Der-vergessene-Krieg-in-der-Ostukraine

 

 

„Auch Europa plant lieber ohne die Ukraine.“ PRESSE, 10. Februar 2016.

Herrlich. Einerseits sich in den Konflikt zu Russland einspannen lassen, andererseits meckern, wenn die hier genannten Regierungen wie Polen, um die Geschäfte verprellt zu werden drohen. Zum Beispiel mit Russland. Erbärmlich.

http://diepresse.com/home/politik/eu/4922461/Erdgas_Auch-Europa-plant-lieber-ohne-die-Ukraine

 

 

„USA schicken Soldaten nach Afghanistan.“ PRESSE, 10. Februar 2016.

Das war eigentlich keine Meldung wert, weil die USA permanent seine Soldaten in irgendwelche Länder schickt. Der Krieg in Afghanistan geht weiter, wegen den Taliban, denn sonst wären wohl alle anderen Bevölkerungsgruppe einverstanden mit der Herrschaft der USA und seiner Marionetten. Nun, der Blick in einen Gewehrlauf hatte häufiger zur Entscheidungsfindung beigetragen.

http://www.pressreader.com/austria/die-presse/20160210/281556584871327

 

„Will Türkei Schutzzone erzwingen?“ PRESSE, 10. Februar 2016.

Die Türkei möchte so einiges, zum Beispiel die in Opposition befindlichen Kurden tot und begraben sehen, ein Stück des syrischen Territoriums einkassieren, weiterhin den äußerst lukrativen Hehlergeschäften mit syrischem Raubgut nachgehen oder einfach nur eine richtig wichtige Regionalmacht werden. Unter anderem wegen den Terroristen in Syrien, die allerdings… äh… über die Türkei gespeist werden und großteils auch von dort kamen und kommen. Diese Terroristen und ausländischen Söldner heißen dort allerdings „Rebellen“, wie Susanne Güsten aus informierten NATO-Quellen falsch zu berichten weiß.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4922450/Syrien_Will-Turkei-Schutzzone-erzwingen

 

 

„10.000 Flüchtlingskinder sind verschwunden.“ PRESSE, 10. Februar 2016.

Hier wurde ein ganz anderes Drama abseits des bekannten Dramas zumindest erwähnt. Vielleicht werden wir später einige dieser Kinder im so genannten „Sachsensumpf“ wiederfinden, wo aufgrund einer Involvierung von Polizei, Justiz und Politik an einer Aufklärung derzeit nicht zu denken ist.

http://diepresse.com/home/politik/eu/4922432/10000-Fluchtlingskinder-sind-verschwunden

 

Ratte 0

 

 

Dienstag
30
August 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 21.

 

Die Welt (Online) hatte am 23. März 2016 noch getitelt : „Sie konnten die Mörder nicht stoppen.“ Das war natürlich nur eine Behauptung gewesen, ähnlich wie „Sie entkamen den Behörden nur knapp.“

Wo sie doch bei Interpol zur Fahndung ausgeschrieben worden waren. Die WELT-Redakteure hatten damals keine Fragen gestellt und auch nicht recherchiert geschweige denn eigene Überlegungen angestellt.

Auch im Redakteurs-Dreierpack reduziert auf bloße Widerkäuer von Verlautbarungen der Sicherheitsbehörden (und natürlich jenen den speziellen Medienleuten gesteckten „Informationen“) war deren Hilflosigkeit angesichts ihrer Unselbständigkeit in einem besonders armseligen Satz kulminiert.

„Irgendwann müssen aus diesen Kriminellen Dschihadisten geworden.“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/attentaeter-bruessel-anschlaege

 

Irgendwann. Müssen.

Echte Journalisten würden hier wie echte Polizisten einen Ermittlungsansatz erkennen. Sie würden zu klären versuchen, wann genau und unter welchen Umständen es zu einer Änderung ihrer Lebensstruktur gekommen sein soll, um in weiterer Folge die Sachverhalte und deren Plausibilität, welche zur Tat geführt haben könnten, zu ergründen.

Aber diese Journalisten gibt es im massenmedialen Betrieb nicht (mehr). Einem hilflosen wie ahnungslosen „Irgendwann“ wurde mit „Dschihadist“ eine Behauptung angefügt, für welche es zu diesem Zeitpunkt und auch später keinen einzigen stichhaltigen Beweis gab. Es war nichts weiter als eine politische und massenmedial hysterisch gestreute Meinung, letztlich eine Lüge als Rattenschwanz einer Kette von Lügen.

 

Wir wollen uns hier kurz einem Aspekt in diesem terroristischen Schauspiel widmen, welcher das Thema „Warnungen“ beinhaltet. Es war geradezu bemerkenswert, dass die Massenmedien nach dem Anschlag von Brüssel mehrere aus dem Ausland getätigte „Warnungen“ publizierten. Diese an Brüssel bzw. an die belgischen Sicherheitsorgane gerichteten Warnungen – ob es diese tatsächlich gegeben hatte, sei dahingestellt – hatten das Zeug gehabt, die belgischen Behörden nicht nur zu blamieren und als unfähig hinzustellen, sondern auch einen Vorsatz anzudeuten.

 

 

 

Neben den türkischen Quellen gab es eine Quelle von der Tageszeitung HAARETZ aus Israel, die aber völlig anonym war und auch keine Inhalte bot, so dass diese Behauptung über eine „Warnung“ nicht einmal ansatzweise zu verifizieren war – weswegen wir diese hier vernachlässigen.

http://www.n-tv.de/politik/Erdogan-Attentaeter-wurde-aus-Tuerkei-ausgewiesen-article17302596.html

 

Konkreter schien dagegen die Meldung aus Athen, wie sie beispielsweise der FOCUS, die BADISCHE ZEITUNG oder die ZEIT für ihre Leser abgedruckt hatten. Da soll im Januar 2015 die Athener Polizei in zwei von Islamisten behausten Wohnungen Pläne entdeckt haben, die angeblich auf einen Terroranschlag auf den Flughafen von Brüssel hindeuten würden. Diese Wohnungen sollen damals von Abdelhamid Abaaoud angemietet worden sein, welcher laut Polizei angeblich der oder einer der Drahtzieher der Pariser Anschläge im November 2015 gewesen sein soll.

http://www.focus.de/politik/ausland/terrorismus-jagd-nach-terrorverdaechtigen-geht-weiter_id_5386590.html

http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/athener-polizei-hatte-plaene-zu-bruessel-anschlag-entdeckt–119985949.html

http://www.zeit.de/news/2016-03/26/terrorismus-bericht-athener-polizei-hatte-plaene-zu-bruessel-anschlag-entdeckt-26101402

 

Doch: was war diese Meldung tatsächlich wert und welche Bedeutung war ihr beizumessen?

1.

Wir haben uns mit der Person Abdelhamid Abaaoud bislang noch nicht konkret auseinander gesetzt. Doch so viel lässt sich anhand der Meldung interpretieren: Abaaoud wäre demnach als „Islamist“ den Behörden bekannt gewesen. Und er muss über eine Geldquelle verfügt haben, um Reisen und Anmietungen von Wohnungen finanzieren zu können, obwohl offiziell keinem Brotberuf nachgehend. Die wichtige und vielleicht entscheidende Frage nach seinem Finanzier wurde erst gar nicht gestellt.

2.

Der angebliche Fund von e i n e m Plan in z w e i Wohnungen könnte dahingehend ausgelegt werden, dass dieser „Plan“ auch ganz sicher gefunden werden sollte. Vielleicht gab es auch keinen Plan – in beiden Wohnungen.

3.

Wie dieser „Plan“ ausgesehen haben soll, wurde allerdings nicht genannt. Es wurde nur noch eine Karte vom Flughafen in Brüssel erwähnt. Doch wissen wir nicht, ob auf dieser Karte auch die Stadt Brüssel oder gar ganz Belgien abgebildet gewesen waren oder ob es sich tatsächlich um eine Karte/Plan der Flughafenhalle gehandelt haben soll (auch als Download verfügbar).

4.

Und wenn: wozu soll eine Karte von einem Flughafen nötig sein, wenn angeblich ein stumpfsinniger Selbstmordanschlag gleich in der Halle geplant gewesen sein soll. Denn ein sonderlich ausgeklügelter Diamantenraub soll sich schließlich nicht auf der Agenda befunden haben.

5.

Die Interpretation, im Januar 2015 einen möglichen Plan gefunden zu haben, sich eine Tat am Flughafen in Brüssel aber erst im März 2016 ereignete und dieser von Männern durchgeführt worden sein soll, die zu dieser Zeit noch keinen „Fahndungsdruck“ als angebliches Motiv verspürt haben können, ist vollkommen spekulativ.

6.

Die Möglichkeit, dass irgendjemand aus dem griechischen Behördenapparat mit einer nachträglichen Interpretation der Ereignisse die EU in Brüssel hatte wegen der Erpressung durch die Troika „eins auswischen“ wollen, sollte hier ebenfalls zumindest angedacht werden.

Fazit: viel Wind um nichts, keine Beweise, sondern eher ein kleines „Geschichtchen“, um eine Verbindung medial zu unterfüttern (Abaaoud – Brüder El-Bakraoui in Brüssel).

 

 

Bleiben hier noch die Warnungen, welche angeblich die US-amerikanische Bundespolizei FBI gegenüber den belgischen Behörden ausgesprochen haben will. Hierbei blieb aber unklar, warum die Brüder El-Bakraoui für das FBI als „Gefährdungspotential“ gegolten habe, es wurde nicht weiter definiert. Alles andere musste auch den belgischen Behörden bekannt gewesen sein, ob nun real oder fingiert, zumal beide Männer auf einer Fahndungsliste gestanden waren. Das heißt, dass sie bereits gesucht, aber leider nicht gefunden worden waren. Da konnte also gerne „gewarnt“ werden, denn mehr als „fahnden“ könne man nicht. 

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-03/belgien-fbi-bruessel-attentate-uenterstuetzung-aufklaerung

https://www.rt.com/news/337653-fbi-brussels-attacks-netherlands/

 

MEDIENANALYSE INTERNATIONAL kommentierte die angeblichen Vorgänge wie folgt:

Selbstbezichtigungszirkus.
Bei einer Sitzung am 17. März – also fünf Tage vor den Anschlägen – hätten die Niederländer die Warnung der Amerikaner an die Belgier weitergegeben. Die belgische Seite dementierte.

Hört sich toll präzis an: wer hat wann wem was gesagt. Oder gegeben? Man stelle sich vor, es hätte sich nicht um eine Information, sondern um 1.000 Euro gehandelt.

„Der niederländische Justizminister Ard van der Steuer beklagte am Mittwoch erneut, dass es bereits Mitte März Warnungen vor den Bakraoui-Brüdern gab. „
ES. Es gab die. Vom FBI, das nicht weiß, wo Brüssel liegt und welche Anschrift oder welches Email-Konto dort die Polizei hat. Das FBI sagt „den Niederländern“ Bescheid, und die geben ES dann weiter – an wen? In welcher Form? Ard van der Steuer und seine Unterlinge sind derart wortgewandt, sprachbegabt und weltmännisch drauf, dass ihnen arabische Namen glatt von der Zunge gehen und, da die Kollegen in Belgien ebenso drauf sind, diese arabischen Namen werden dort auf der Sitzung eben kurz notiert? Soll das so gelaufen sein?

Logischerweise gibt es SCHRIFTLICHE Infos vom FBI, und (abgesehen von der falschen Adresse Niederländer) natürlich erhält jemand mit Namen und Adresse das Schriftstück. Da wird nicht mal eben eine Namensliste aus dem Mund geschüttelt, sondern da gibt es einen „Vorgang“ – selbst auf einer „Sitzung“. WENN – ja wenn das alles so gewesen wäre.

Wer aber ein normales Vorgehen darstellen würde, müsste Absender und Adressat nennen, KONKRETE Beamte würden ihre Dienstpflichten verletzt haben, und das hätte Konsequenzen bis hin zu Schadensersatzforderungen der Verletzten und Opferangehörigen.

So aber bleibt alles vage. Es ist wie mit all den unzähligen „Warnungen“, die angeblich bei 9/11 das FBI und die CIA erreicht hätten, es ist wie beim NSU, wo die Ermittlungen „vom Verfassungsschutz“ blockiert worden seien. Der aber leider seine Infos nicht rausrücken darf.

Die GANZE Bezichtigungs- und Selbstbezichtigungskiste ist ein uralter Schmonzes zu einzig einem Zwecke: die Geschichte mit den Bösewichtern als Täter glaubhafter zu machen. Beweise liegen außer deren Tot-Sein nämlich nicht vor. Also wird ein Gespinst von Zusatz-Geschichten drumherum gelegt, dass das „Narrativ“ stimmig erscheinen lassen soll. Aber getretener Quark wird breit, nicht stark und tropft durch dieses Geschichten-Netz schlicht durch.

Bei n-tv gibt es eine LISTE (des FBI- warum wurde diese aber seit September 2015 nicht genutzt?), also etwas Schriftliches – dann aber werden „Erkenntnisse weitergereicht“ – am Schluss wird das „diskutiert“, und dann sagen die belgischen Anwesenden einfach „Nein!“. Das sind Selbstbezichtigungen, die wunderbar folgenlos bleiben.

http://www.medienanalyse-international.de/bruessel2016.html

 

Auch der Artikel „Auch die Niederlande warnte vor Brüssel-Attentätern“ von ZEIT-Online bot inhaltlich nichts. Hier soll überall „gewarnt“ worden sein, aber in Belgien habe man wohl nicht richtig zugehört oder gleich dementiert. Das Herumgeschiebe von Verantwortung ohne Befund zeigte ein vermeintlich desolates Bild auf, spielte aber hinsichtlich der Tat, dem Anschlag in Brüssel, kaum keine Rolle. Das, worum es wirklich ging, wurde bei dem Hin und Her nicht berührt.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-03/belgien-fbi-bruessel-attentate-uenterstuetzung-aufklaerung

 

Dabei wurde bereits am Anfang des ZEIT-Artikels die Richtung formuliert: da ging es nicht um angebliche Schlamperei, um möglichen Vorsatz, um eine Reihe von Widersprüchlichkeiten in der Geschichte sowie um Verantwortlichkeiten, sondern um eine „Überforderung“ der belgischen Sicherheitsbehörden bei ihrem „Anti-Terror-Kampf“. Weswegen jetzt die US-Bundespolizei „helfen“ müsse.

Die Intention innerhalb dieser Darlegung ist deutlich: wenn eine Behörde überfordert erscheint, wird der Ruf einer weiteren Aufrüstung derselben eine zwangsläufige sein. Mehr Personal, weitere technische Möglichkeiten, erweiterte Befugnisse, entsprechende Gesetzesänderungen sowie noch tiefere Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen Sicherheitsbehörden.

Denn die kennen sich mit Terror aus.

 

 

Freitag
26
August 2016

Die Musik-Video-Ecke – 2

 

16 HORSEPOWER mit „Heart and Soul“, einer Coverversion der gleichnamigen Nummer von JOY DIVISION. 

 

 

Und hier das Original aus dem Jahre 1980 von JOY DIVISION.

 

 

 

Mittwoch
24
August 2016

Kleine Propagandaübersicht – 9/2/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Griechenlands linker Starrebell startet europäische Bewegung.“ KURIER, 9. Februar 2016.

Gemeint war hier der ehemalige Finanzminister von Griechenland, Varoufakis, der sich nicht hatte von der Troika hatte erpressen lassen wollen. Deswegen war er nun ein „Rebell“. Griechenland hatte so gut wie keine Hilfe erhalten, sondern zu etwa 90% das internationale Großkapital. Dieses Faktum aufzuzeigen hatte ihn bei den „Rechten“ gleich als „links“ positionieren lassen.

http://kurier.at/politik/ausland/griechenlands-linker-starrebell-yanis-varoufakis-startet-europaeische-bewegung/179.795.928

 

„Bosnien-Herzegowina. EU-Euphorie sinkt schon vor Beitrittsantrag.“ KURIER, 9. Februar 2016.

Bosnien-Herzegowina ist als Staat kaum überlebensfähig. Und das war durchaus beabsichtigt.

http://kurier.at/politik/ausland/sebastian-kurz-auf-balkan-reise-eu-euphorie-sinkt-schon-vor-beitrittsantrag/179.792.082

 

„Hillary Clinton hat Angst vor dem tiefen Fall.“ KURIER, 9. Februar 2016.

Die Clintons „passen“ zu Bosnien, hatte doch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton die Zerschlagung der Bundesrepublik Jugoslawien und den Krieg gegen Serbien einschließlich des Einsatzes von Al-Kaida-Truppen in Bosnien zu verantworten. Hier versuchte er seine Frau zu unterstützen, gleichfalls eine Verbrecherin – die von Demokratie weit entfernte „Demokratin“ Hillary Clinton.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160209/281651074150972

 

„Ruf nach griechischer Marine.“ KURIER, 9. Februar 2016.

Die mittlerweile ehemalige österreichische Innenministerin Mikl-Leitner durfte noch einmal ihre erschreckende Inkompetenz und Weltfremdheit demonstrieren.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160209/281616714412604

 

„Kein Durchbruch bei Merkels neuem Bittgang nach Ankara.“ KURIER, 9. Februar 2016.

Lieber innerhalb der „Flüchtlingskrise“ eine Unterstützung der verbrecherischen Regierung der Türkei als den Krieg in Syrien zu beenden – die deutsche Bundeskanzlerin Merkel als US-Lieblingsvasall auf Kurs. Der Redakteur Walter Friedl mochte dem nicht nachstehen und schob den syrischen Regierungschef Assad als „Machthaber“ sowie „russische Bombardements“ ein, welche angeblich Schuld an neuen Flüchtlingen wären. Terroristen kamen bei ihm nicht vor. Lachhaft ein Zitat Merkels in Bezug auf das türkische Regime, dass jedes Land das Recht habe, gegen Terrorismus vorzugehen. Ein Recht, welches sie dem Staat Syrien allerdings absprach.

http://kurier.at/politik/ausland/fluechtlinge-merkels-neuer-bittgang-nach-ankara/179.841.131

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/KUR/20160209/kein-durchbruch-bei-merkels-neuem-b/0750850820730690820952016%2002091921070069.html

 

„Dramatische Situation in syrischer Grenzregion.“ KURIER, 9. Februar 2016.

Auch Michael Hammerl weiß, was sich für ein transatlantische Blättchen wie den KURIER gehört. Die syrische Armee und die russischen Hilfstruppen sind Schuld am Krieg im Raum Aleppo, wo sich ansonsten nur „oppositionelle Streitkräfte“ befinden würden. Al-Kaida ist Opposition.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160209/281625304347196

 

„Merkel „entsetzt“ über russische Angriffe in Syrien.“ STANDARD, 9. Februar 2016.

Heucheln will gelernt sein, ist aber eine unabdingbare Voraussetzung als treue US-Statthalterin in Deutschland. Sogar das angebliche Zweifeln an Friedensgesprächen war gelogen, da sie der Kriegspartei zur Intervention Syriens angehört. Auch sie gehört vor ein internationales Gericht angeklagt und abgeurteilt.

http://derstandard.at/2000030603224/Merkel-entsetzt-ueber-russische-Angriffe-in-Syrien

 

„Kein Monat mehr ohne Ahmet.“ STANDARD, 9. Februar 2016.

Die Türkei führt einen Proxy-Krieg gegen Syrien und auch gegen Kurden, weswegen viele Menschen auf der Flucht sind. Deswegen soll der Türkei geholfen werden. Logisch. Dank Merkel, dank der EU. Und mit drei Milliarden Euro ließen sich wieder viele neue Söldner und Terroristen anheuern, die seit dem russischen Engagement in Syrien einen gewissen Schwund erlitten hatten.

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STA/20160209/kein-monat-mehr-ohne-ahmet/0830840650780680650820680%209520160209194003143520052.html

 

„Golfstaaten zeigen Flagge im Anti-IS-Kampf.“ STANDARD, 9. Februar 2016.

Das ist natürlich Quatsch, wird im STANDARD aber für „bare Münze“ verkauft.

http://derstandard.at/2000030603559/Golfstaaten-zeigen-Flagge-im-Anti-IS-Kampf

 

„Schüsse an innerkoreanischer Grenze.“ STANDARD, 9. Februar 2016.

Nordkorea ist nicht wichtig für die Strategen in Washington, China dagegen sehr wohl. Die Konzentration der US-Hegemonie auf den asiatischen Raum – und gegen China – wird zu Konflikten führen, weswegen Geplänkel um Nordkorea – und im Zuge dessen der Aufbau einer Raketenabwehr in Südkorea zwecks gewünschter Erstschlagsmöglichkeit – äußerst willkommen sind. Das Geplänkel muss dabei nicht unbedingt real existieren, was die USA beim „Tonkin-Vorfall zur Eskalation des Vietnam-Krieges bereits vorgemacht hatten. Mit nicht existierenden Patrouillenbooten. Das ist jedem klar, vom STANDARD abgesehen.

http://derstandard.at/2000030558290/Suedkorea-feuerte-Warnschuesse-auf-nordkoreanisches-Patrouillenboot

 

„Wien spielt im Zentrum mit.“ STANDARD, 9. Februar 2016.

Auch Thomas Mayer nutzte beim Thema Flüchtlingspolitik die Gelegenheit, in Syrien die syrische Armee und russische Luftangriffe als eskalierende Umstände hinzustellen.

http://derstandard.at/2000030604271/Fluechtlingspolitik-Wien-spielt-im-Zentrum-mit

 

„Merkels türkische Dilemma.“ PRESSE, 9. Februar 2016.

Jürgen Streihammer, Wolfgang Böhm und Benedikt Kommenda hier mit einer vereinten Darstellung, nach welcher Menschen – Flüchtlinge – nicht einfach nur vor dem Krieg fliehen, nein, sie würden vor den Angriffen des „Assad-Regimes“ fliehen und vor der russischen Luftwaffe. Also ganz so, als wäre der Versuch der syrischen Regierung, den von Söldnern und Terroristen besetzten Ostteil der syrischen Stadt Aleppo zurückzugewinnen, illegal. Die salafistischen Banden kamen auch bei ihnen nicht vor, wie ganz offensichtlich von ihren kriminellen Auftraggebern in Übersee erwünscht. Ansonsten der übliche wertlose Informationsmüll ohne Nennung der tatsächlichen Verhältnisse.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4921662/Fluchtlinge_Merkels-turkisches-Dilemma-

 

„Erdogan wird die Flüchtlingskrise nicht für Europa lösen.“ PRESSE, 9. Februar 2016.

Natürlich nicht, denn dieser weiß, dass er nur einer von mehreren Tätern ist. Und so lange über allem eine übergeordnete Ordnungsmacht mit den Haupttätern wacht, werden auch kleine Erpressungen untereinander weitgehend toleriert. Was uns sehr belustigt hatte, war der folgende Satz von Ultsch: „Drittens sollte die EU, wenn sie ihren Idealen und dem Völkerrecht treu bleiben will…“

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4921636/Erdogan-wird-die-Fluchtlingskrise-nicht-fur-Europa-losen

 

„Eine Stadt erwartet ihren Untergang.“ PRESSE, 9. Februar 2016.

Alfred Hackensberger hatte schon immer Sinn für das Theatralische, weswegen wir ihn uns auch im Propagandaministerium in Berlin 1945 vorstellen können. Sie hätten ihn dort geliebt. In seiner Propagandageschichte ließ er auch keinen Zweifel, vor wem die Syrer fliehen würden: vor den russischen Horden, die dieses Mal auf dem Luftwege kämen. Hackensberger sorgte sich sehr um die Terroristen, die er als „Rebellen“ bezeichnete, damit er nicht zu sehr als Terroristen nahe stehender Propagandist dastehen würde. Deren Versorgungsroute aus der Türkei wurde von der syrischen Armee gekappt. Und auch zum „IS“ und damit angeblich zum Benzin, obwohl, wie Hackensberger dümmlich anmerkte, seine „Rebellen“ die Leute von der „IS“ bekämpfen würden – „eigentlich“. Deren Nachschub übrigens auch aus der Türkei kommt. Hackensberger tat verärgert, denn die Terroristen hätten nun mit Versorgungsengpässen zu rechnen. Deswegen bot er alles auf, um die Realitäten zu verzerren und umzulügen: „niemand wolle in die Hände des Regimes fallen…“, Flucht vor der syrischen Armee, die Weißhelm-Organisation der vom Ausland bezahlten Söldner als Hort des Guten, die Not der Bevölkerung wegen syrischer Armee und russischen Kampfjets, Fassbomben etc. Doch ganz am Ende stand Resignation, wobei Hackensberger einen Terroristen sprechen ließ, den er möglicherweise auf einer Facebook-Seite aufgestöbert hatte. Und zum Schluss wieder das Theatralische: „Die Welt soll bitte die Menschen in Aleppo nicht vergessen.“

Nur: von welchen „Menschen“ war hier die Rede? Der zitierte Ismail gehört nicht zu den guten Menschen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4921657/Syrien_Eine-Stadt-erwartet-ihren-Untergang

 

„Abwehrraketen als Exportschlager?“ PRESSE, 9. Februar 2016.

Von der dämlichen Überschrift abgesehen: natürlich wäre es ein gutes Geschäft für die US-Rüstungsindustrie, vor allem wenn Südkorea die zukünftigen Operationsmöglichkeiten der US-Amerikaner auch bezahlt. Wegen der Sicherheit natürlich. Weil Nordkorea immer wieder „provozieren“ würde. Wie überhaupt alle Länder, die seit Ende des 2. Weltkrieges, ständig „provoziert“ hätten, um anschließend zusammengebombt und gekapert zu werden. Hier wurde unter anderem damit argumentiert, dass die entgegen den Waffenstillstandsbedingungen nach Korea-Krieg immer noch im Süden stationierten 29.000 US-Soldaten „geschützt“ werden sollten. Burkhard Bischof von der PRESSE weiß, was von ihm verlangt wird.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4921658/Analyse_Abwehrrakten-als-Exportschlager-?direct=4922265&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/4922265/index.do&selChannel=&from=articlemore

 

Ratte 0

 

 

Dienstag
23
August 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 20.

 

Grotesk war auch die Geschichte um die Abschiebung von Ibrahim El-Bakraoui. Den türkischen Angaben nach soll er am 14. Juli 2015 in ein Flugzeug nach Europa gesetzt worden sein. Aber nicht nach Brüssel, sondern trotz belgischer Staatsbürgerschaft ins niederländische Amsterdam. Angeblich soll es sich El-Bakraoui selbst ausgesucht haben – ein freundlicher Zug der türkischen Behörden.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ibrahim_El_Bakraoui

 

Darüber, was nach seiner Ankunft mit der Pegasus-Airline in Amsterdam geschah oder vielmehr nicht geschah, wurden mehrere „Informationen“ in die Welt gesetzt, die nicht viel mehr als Gerede zum Inhalt hatten. Denn wirklich konkret war nichts. Mal soll El-Bakraoui nach Belgien überstellt, dort aber frei gelassen worden sein, mal soll sich die niederländische Polizei nicht zuständig gefühlt haben, da sie aus Brüssel keine Instruktionen erhalten habe. Wie auch immer, es änderte nichts an dem Umstand, dass Ibrahim El-Bakraoui die Möglichkeit bekommen haben soll, sich aus dem Staub zu machen. (Wenn auch kaum real).

Wäre El-Bakraoui nach Brüssel beordert worden, hätte er dort von der Polizei empfangen werden müssen. Nicht nur wegen der Abschiebung aus der Türkei, sondern weil er gegen die Bewährungsauflagen verstoßen hatte und gesucht wurde. Fluglinien gehören zu den von allen Seiten bestens überwachten Transportmitteln, dort wird nichts „übersehen“.

Die Geschichte wäre in seinem Fall allerdings zu Ende gewesen, woran es ganz augenscheinlich kein Interesse gegeben hatte. Die Abschiebung aus der Türkei in die Niederlande diente als Schlupfloch, um El-Bakraoui nach seinem Auftritt in der Türkei wieder verschwinden zu lassen. Bei einer Landung in Brüssel wäre zu offensichtlich gewesen, dass die belgischen Sicherheitsbehörden ihr eigenes Spielchen spielten, auch wenn die Verlegung nach Amsterdam und die dortige Untätigkeit der Polizei gleichfalls wenig Vertrauen an der Richtigkeit der Darstellung erweckten.  

 

 

Folglich musste von den belgischen Behörden etwas erklärt werden, was nicht zu erklären war. Die türkische Regierung putzte sich allerdings in diesem medialen Terrorplot ab, indem sie angegeben hatte, die belgischen Behörden bezüglich der ersten Abschiebung vom 14. Juli 2015 informiert zu haben. Einmal, zweimal, dreimal – es spielt keine Rolle. Auf jeden Fall soll die belgische Botschaft in der Türkei informiert und dort ein Verbindungsoffizier mit dieser Angelegenheit betraut worden sein. Und der habe dann geschlampt, wie immer bei solchen Anlässen geschlampt zu werden scheint. Das wurde dann als „Fahndungspanne“ bezeichnet. Es wurden alle zuständigen Behörden informiert, dann aber… nicht ausführlich oder gar rechtzeitig genug.

http://www.nzz.ch/international/terror-in-bruessel/anschlaege-in-bruessel-streit-ueber-fahndungspanne-ld.9929

 

Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen ließen sich konkrete Verantwortlichkeiten verwässern. Da habe dann wohl jeder etwas „Schuld“ gehabt, wenn auch eine einzelne unbekannte Figur in Gestalt eines belgischen Verbindungsoffiziers mehr als alle anderen. Denn der habe schließlich wochenlang geschlampt, was so zwar nicht genannt wurde, dies aber auch noch innerhalb einer ganzen Kette von „unglücklichen Zufällen und Versäumnissen“.

Der Verweis, dass ein angeblicher Terrorismusverdacht – ohnehin ein Witz – zu spät kommuniziert worden wäre, war geradezu frech. Denn El-Bakraoui war aus anderen Gründen zur Fahndung ausgeschrieben gewesen. Die belgischen Sicherheitsbehörden hatten nach den Anschlägen in Brüssel ohnehin in dieser Angelegenheit das Maul gehalten, denn es war die Türkei gewesen, welche das vermeintliche Versagen auf das Tablett gebracht hatten.

Da wäre dem Mann in der belgischen Botschaft „ein Fehler“ passiert, doch wurde in Medien auch erwähnt, dass die Meldung über El-Bakraoui am 29. Juni nach Brüssel geschickt worden wäre – also immerhin noch zwei Wochen vor dem Flug nach Europa. Noch e i n Fehler?

http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/athener-polizei-hatte-plaene-zu-bruessel-anschlag-entdeckt–119985949.html

http://www.dw.com/de/bericht-athener-polizei-hatte-pl%C3%A4ne-zu-br%C3%BCssel-anschlag-entdeckt/a-19143437

 

Auch im Artikel der „Finacial Times“ wurde deutlich, wie Schuldzuweisungen hin und her geschoben wurden, ganz ohne konkrete Konsequenzen. Diese angebliche „Fahndungspanne“, die unmöglich eine (von allen Seiten gleichzeitige) sein konnte, und das Spiel über Bande mit den türkischen Sicherheitsbehörden, dienten einzig und allein dazu, den vorbestraften Kriminellen Ibrahim El-Bakraoui glaubwürdig in einer Cover-Story einzubinden. So sinnlos dessen Aufenthalt in Gaziantep auch gewesen sein mag, übrig bleiben sollte das Konstrukt „IS-Jihadist“. Zwar gab es dafür keinen Beweis wie es auch zuvor keinen Beweis gegeben hatte, aber es war das einzige, was die belgischen Behörden als angebliche Vorgeschichte in die Menge werfen konnten. Es war besser als nichts, um ihn in der Rolle als angeblichen Selbstmordattentäter hinzustellen.

http://www.ft.com/cms/s/0/65c89c22-f1cb-11e5-aff5-19b4e253664a.html#axzz4GqWQJlNK

 

Die Taktik der Polizei und Geheimdienste, im Zuge von angeblichen Ungeschicklichkeiten und Pannen eine falsche Geschichte zu platzieren, um diese über ihre Handlanger in den Massenmedien bis zur Erschöpfung wiederholen zu lassen, ist ein alter Hut. Und sie ist täglich präsent.

 

Verlogen. 

 

 

Eine Legende um die zweite Abschiebung vom 25. August 2015 – das wurde ganz konkret genannt – wurde erst gar nicht geschaffen bzw. nicht in die Medien transportiert. El-Bakraoui wieder unterwegs, aber niemanden soll es angeblich interessiert haben. Trotz Nutzung des Luftweges, denn seine Ankunft soll auf dem Flughafen Antalya festgestellt worden sein. Sollen auch hier viele gleichzeitige „Fehler“ und „Zufälle“ ihre Finger im Spiel gehabt haben?

http://www.dailysabah.com/war-on-terror/2016/03/24/brussels-attacks-suspect-ibrahim-el-bakraoui-was-not-deported-twice-senior-turkish-official

 

Es war sicherlich geschickter, diesen Aspekt erst gar nicht in den westlichen Massenmedien zu erwähnen. Es hätte jemanden doch etwas auffallen können.

 

 

Donnerstag
18
August 2016

Die Musik-Video-Ecke – 1

 

Den Anfang macht POP WILL EAT ITSELF mit „There is no love between us anymore“ aus dem Jahre 1987/88.

 

 

Und hier, in besserer Qualität, die aufgeblasene Version:

 

 

 

Und nicht zu vergessen jene Version von der John-Peel-Session:

 

 

 

Mittwoch
17
August 2016

Kleine Propagandaübersicht – 8/2/2016.

 

Ratte 0

 

 

„50.000 Flüchtlinge sitzen fest.“ KURIER, 8. Februar 2016.

Natürlich saßen viel mehr Flüchtlinge fest, doch meinte Schocher nur jene im Raum Aleppo. Um welche Flüchtlinge es sich gehandelt haben könnte, wurde hier nicht aufgeklärt. Leider gab es hier nicht genannte hinweise, dass sich unter ihnen große Teile der Angehörigen der einzelnen Terroristenverbände befanden, denn die meisten anderen waren bereits geflohen. Hier könnte auch das Motiv der türkischen Grenzsperrung zu finden sein, diese Flüchtlinge in Syrien zu belassen, damit die Terroristen ebenfalls dort verbleiben.

Stefan Schocher gab ansonsten die bekannte Sicht des NATO-Staates Türkei wider sowie das Verbal-Geplänkel der Golf-Diktaturen. Obwohl in und um Aleppo vor allem Al Kaida-Truppen und ihre Verbündeten zu finden waren, deklarierte Schocher wie gewohnt deren besetzte Territorien als „Rebellengebiete“.

http://kurier.at/politik/ausland/tuerkei-haelt-die-grenze-zu-syrien-geschlossen/179.614.908

 

„Gesucht: 55 Mio. Reisedokumente“. KURIER, 8. Februar 2016.

Im Jahr 2015 sollen in der EU angeblich 35 Mio. Reisedokumente verloren gegangen sein. Leider wurde nicht geklärt, wie das möglich sein kann oder ob es sich hierbei um eine Nachrichten-Ente handelte. Wenn nicht, sollte eine polizeiliche Untersuchung sofort angesetzt werden, inklusiv innerhalb der eigenen Behörden.

http://kurier.at/chronik/oesterreich/interpol-fahndet-nach-55-millionen-reisepaessen/179.595.142

 

„Nordkorea zündet die nächste Eskalationsstufe.“ STANDARD, 8. Februar 2016.

Und die nennt sich Satellit, wie Fabian Kretschmer in Seoul beobachtet haben will. Irgendwelche Fakten waren aber offenbar nicht aufzutreiben, von einem Gefühl der Bedrohung bei der südkoreanischen Regierung abgesehen. Deswegen möchte Seoul eines dieser chicen US-Raketenabfangsysteme, weil 30.000 US-Soldaten im Land, die nach dem damaligen Waffenstillstand entgegen des Vertrages nie abgezogen worden waren, das Bedrohungsgefühl nicht mehr kompensieren können. Die wurden in den westlichen Massenmedien allerdings nie als Bedrohung dargestellt. In Nordkorea kann man sich allerdings noch sehr gut daran erinnern, wer den Korea-Krieg initiiert hatte. Einen Friedensvertrag, den Nordkorea möchte, gibt es bis heute nicht.

http://derstandard.at/2000030535396/Nordkorea-zuendet-die-naechste-Eskalationsstufe

 

„Ehrgeiziger Friedensplan für Afghanistan“. STANDARD, 8. Februar 2016.

Der Kriegsplan 2001 der USA für Afghanistan war schließlich auch ehrgeizig gewesen. Doch wer sind die Taliban? Und wie nennt sich der bewaffnete Widerstand gegenüber den ausländischen Okkupanten und seinen Marionetten? Auch „Taliban“? Aber ist dies nicht gleichgültig? Die Militärbasen sind errichtet, das Drogengeschäft aufgeteilt und die Afghanen selbst können sich – aus rein kolonialer Sicht – auch gegenseitig totschlagen.

http://derstandard.at/2000030540185/Ehrgeiziger-Friedensplan-fuer-Afghanistan

 

„Zehntausende an Grenze zur Türkei gestrandet.“ STANDARD, 8. Februar 2016.

Dieser Artikel lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Syrien habe als Regierung ein Regime. Menschen wären in Syrien auf der Flucht wegen der Militäroperationen der syrischen Armee und ihren russischen Verbündeten. Der STANDARD hat als Quelle die Propaganda-Agentur SOHR. Aleppo, eine syrische Großstadt, deren größter Teil von der syrischen Regierung gehalten wird, sei gar nicht Syrien, weil sie kurz vor „dem Fall“ stünde. Terroristen wären unsichtbar und wurden daher nicht erwähnt. Bei den Diktaturen Saudi-Arabien, Bahrain und die VAE würde es sich um „Staaten“ handeln.

Der Link war leider nicht mehr auffindbar. Hier eine Alternative, da die Inhalte ohnehin alle gleich sind:

http://www.derwesten.de/politik/zehntausende-an-grenze-zur-tuerkei-gestrandet-aimp-id11542664.html

 

„Schon 50.000 Syrer an der Grenze zur Türkei gestrandet.“ PRESSE, 8. Februar 2016.

Für die PRESSE durfte Susanne Güsten die ihr vorgegebenen Text-Bausteine zusammenfügen. So sollte der Eindruck vermieden werden, dass die syrische Regierung den Großteil Aleppos noch kontrolliert. Es sollte der Eindruck entstehen, als würde syrische Bevölkerung vor der syrischen Armee fliehen. Bei der Regierung in Damaskus würde es sich um ein Regime handeln, aber nicht bei jener in Ankara. Terroristen und ausländische Söldner wären „Rebellen“.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4920924/Schon-50000-Syrer-an-Grenze-zur-Turkei-gestrandet

 

Ratte 0

 

 

Dienstag
16
August 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 19.

 

Wie wir im vorherigen Teil vorgeführt haben, passt auch die Legende um Khalid und Ibrahim El-Bakraoui nicht zusammen. Wir müssen in Betracht ziehen, dass die El-Bakraoui-Brüder nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis als Spitzel oder V-Männer für die Polizei oder den Geheimdienst gearbeitet haben und schlußendlich für das zukünftige Ereignis positioniert worden sein könnten.

Ob Khalid El-Bakraoui das Haus in Charleroi und die Wohnung im Brüsseler Stadtteil tatsächlich angemietet hatte, können wir aus der Ferne nicht feststellen. Viele Fragen bleiben offen, aber es fehlt auch ein Nachweis für die Behauptung der Polizei. Hinter der falschen Identität „Ibrahim Maaroufi“, welche das Haus in Charleroi angemietet haben soll, kann sich eine ganz andere Person verbergen. In dieser verlogenen Attentäter-Geschichte sind einige Variationen denkbar.

 

Den Vogel hatte allerdings die angebliche Episode um Ibrahim El-Bakraoui in der Türkei abgeschossen. Auch diese war in den Medien erzählt, aber natürlich nicht in auch nur einem einzigen der wenigen Details hinterfragt worden. Das ist nicht neu, das ist normal in einer verkommenen Medienlandschaft, die einzig und allein nur als Sprachrohr jener dient, von denen sie bezahlt werden.

Laut dieser Erzählung soll Ibrahim El-Bakraoui im Juni 2015 in der Türkei angeblich verhaftet worden sein. Diese Meldung hatte beispielsweise der STANDARD am 24. März 2016 in ihrer Printausgabe gebracht, wenn auch nur grob dargestellt – „Anschläge im Netzwerk der Paris-Attentäter.“

 

Diese Verhaftung El-Bakraouis durch die türkische Polizei wäre am 11. Juni 2016 in der Stadt Gaziantep erfolgt. „Nahe der syrischen Grenze“, wie in den Medien gerne zugefügt wurde, um einen Zusammenhang nahe zu legen, von dem wir nichts wissen. Natürlich befindet sich Gaziantep in relativer Nähe zur Grenze nach Syrien, allerdings besagt dieser Umstand nichts. Es bekam nur eine gewisse in den Raum gestellte Bedeutung im Zusammenhang mit dem angeblichen Grund seiner Festnahme. Ibrahim El-Bakraoui wurde von den türkischen Behörden als „ausländischer Kämpfer“ bezeichnet. Daraus wurde schließlich eine Verbindung zur Terrororganisation „IS“ konstruiert, zu welcher er habe angeblich reisen wollen.

Als Beispiel hier erneut ein Artikel vom STANDARD, nach welchem sich El-Bakraoui gar 2014 dem „IS“ in „Syrien oder dem Irak“ angeschlossen haben soll. Doch gibt es weder für das Jahr 2014 einen Beweis noch für einen „Anschluss“ El-Bakraouis an die multinationale Salafisten-Söldner-Truppe „IS“. Wie der STANDARD erfanden auch die übrigen Massenmedien eine Legende, um sie in einen gewünschten übergeordneten Kontext unterzubringen.

Zahlreiche offene Fragen nach Brüssel-Anschlag. STANDARD-Online, 1. April 2016.

http://derstandard.at/2000034004547/Bruessel-AnschlagWeiterhin-viele-offene-Fragen

 

Die Umstände seiner angeblichen Verhaftung wurden nirgends genannt. Ebenso fehlte die Angabe einer Beweislage für die Behauptung der türkischen Behörden. Über Medien wurde einzig ein Scan des Ausweises von Ibrahim El-Bakraoui publiziert, welches die türkische Polizei erfasst haben soll, sowie ein Polizeifoto. Das besagt nicht viel, außer, dass dieses Material von der Polizei den Medien zugespielt worden war.

 

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Ausweis von Ibrahim El-Bakraoui mit ausgeschwärzter Ausweisnummer. Quelle: Daily Sabah). 

 

Damit sollte natürlich bewiesen werden, dass es so und nicht anders gewesen wäre. Mag die Verhaftung auf ein reales Ereignis zurückzuführen sein, so bleibt die Intention eines Ibrahim El-Bakraoui unklar.

 

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Ein gut gelaunter Ibrahim El-Bakraoui bei der türkischen Polizei. (Quelle: Keystone, NZZ). 

 

Die Angaben der türkischen Behörden sind allerdings grundsätzlich alles andere als vertrauenswürdig und in diesem Fall sogar vollkommen unglaubwürdig. Der Staat Türkei führt Krieg gegen den Staat Syrien sowie gegen die Kurden und bedient sich dabei sämtlichen in diesem Raum vorhandenen Terrororganisationen, Söldnerformationen und Freischärlern, einschließlich der stärksten Verbände „Nusra-Front“ und „IS“. Die Türkei ist der „Joint Operations Room Turkey“ aller Mächte (USA, Katar usw.), welche den Krieg gegen Syrien führen. Der NATO-Staat dient hierbei als logistische Drehscheibe für die nördlichen Operationsgebiete. 

Hierbei sind auch die als „ausländische Kämpfer“ bezeichneten europäischen Söldner und Freiwilligen ein Bestandteil der türkischen Kriegsführung und ihrer Verbündeten. Es handelt sich demnach um eine lächerliche Groteske, in diesem Raum plötzlich einen Ibrahim El-Bakraoui als „ausländischen Kämpfer“ festgenommen zu haben, wo alle anderen ausländischen Kämpfer nicht verhaftet, sondern ausgebildet, bezahlt und ausgerüstet werden, um anschließend an die Front zu fahren.

 

(Die türkische Regierung Hand in Hand mit IS-Terroristen in der Provinz Gaziantep. Im Zuge eines „Import-Export“-Geschäftes wurden und werden nicht nur aus Syrien gestohlenes Öl, Kunstschätze, demontierte Industrieanlagen verscherbelt, sondern auch gefangene Frauen und Kinder).

https://de.gatestoneinstitute.org/7153/tuerkei-isis-sklaven

 

Es wurde auch nirgends berichtet, dass El-Bakraoui, dieser „Kämpfer“, zum „Kämpfen“ gekommen wäre, er soll nur in Gaziantep gewesen sein, inmitten Militärs, Polizei und Geheimdienste. Es gab keine Informationen darüber, was der Mann dort gemacht und gewollt haben soll, es wurde einzig unterstellt.

SPIEGEL-Online hatte sich auf die US-Nachrichtenagentur REUTERS berufen (und diese sich auf Verlautbarungen der türkischen Regierung) und angegeben, dass die türkischen Behörden Ibrahim-El-Bakraoui auch nur verdächtigt hätten, dieser aber nicht straffällig geworden wäre.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-u-bahn-bomber-war-laut-tv-sender-nicht-allein-a-1083861.html

 

Die Unterstellung, El-Bakraoui habe sich als „Kämpfer“ nach Syrien begeben wollen, hatte schließlich in der durch westliche Medien gepushten Marke „IS“ gemündet, weil derzeit „Al-Kaida“ trotz räumlicher Nähe zu Gaziantep aus bekannten Gründen (gesteuert, finanziert und bewaffnet durch USA/NATO/GCC-Staaten) derzeit unterschlagen wird. Von den selben Leuten, die wiederum die groteske Ibrahim-El-Bakraoui-Geschichte an den Mann zu bringen versuchten.

Nach dieser Groteske soll El-Bakraoui erst am 14. Juli 2015 aus der Türkei ausgewiesen worden sein, was nichts anderes bedeutet, als dass dieser Mann einen guten Monat in einem türkischen Gefängnis gesessen haben musste. Dennoch soll er bereits am 11. August 2015 erneut in die Türkei gereist sein, um zwei Wochen später, am 25. August, abermals abgeschoben zu werden. So jedenfalls DAILY SABAH, welche sich auf REUTERS und einem Sprecher der türkischen Regierung beruft. 

 

http://www.dailysabah.com/war-on-terror/2016/03/24/brussels-attacks-suspect-ibrahim-el-bakraoui-was-not-deported-twice-senior-turkish-official

 

Dieser Darstellung nach soll es sich bei Ibrahim El-Bakraoui um einen energischen Charakter gehandelt haben, ein Mann, der weiß, was er zu tun habe, der Terrorist und „Dschihadist“ habe sein wollen – wenn auch abermals erfolglos.

Nach dieser Behauptung durch türkische Quellen würde sich allerdings etwas anders offenbaren: Reisefreiheit für El-Bakraoui trotz Fahndung und Haftbefehl sowie Aufenthalte im Polizeistaat Türkei, um dort im Knast zu sitzen. Ist dies glaubwürdig? Hinzu kommt, dass das vermittelte Bild über El-Bakraoui keinerlei Hinweise auf ein besonderes Intellekt bot. Eher das Gegenteil wurde zwischen den Zeilen transportiert. Für sämtliche Überwachungs- und Sicherheitsorgane – und das sind sehr viele – soll dies angeblich ausreichend gewesen sein.

 

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Zu clever für sämtliche Sicherheitsbehörden: Ibrahim El-Bakraoui. Vielleicht wegen seinem falschen rechten Ohr. 

 

 

Donnerstag
11
August 2016

Kleine Propagandaübersicht – 7/2/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Türkei verspricht besseren Grenzschutz in Ägäis.“ KURIER, 7. Februar 2016.

Oder der Bock verspricht dem Gärtner.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160207/281573764736219/TextView

 

 

„Die USA scheitern auch in der Ukraine.“ KURIER, 7. Februar 2016.

Der Plan der USA mag tatsächlich nicht aufgegangen sein, zumindest nicht gänzlich. Die Frage ist, wie dieser Plan tatsächlich ausgesehen haben mag. Fakt ist, dass die Ukraine mit dem Putsch in den NATO-Einflussraum transferiert worden ist. Und der befindet sich somit an der Grenze zu Russland.

http://kurier.at/politik/ausland/firtasch-sieht-externe-kraefte-in-der-ukraine/179.445.783

 

 

„Europa hat sein wahres Gesicht gezeigt.“ PRESSE, 7. Februar 2016.

Immer wieder die Gleichsetzung des Kontinents Europa mit der EU – was natürlich falsch ist, und das ganz bewusst.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4920527/Grossbritannien_Europa-hat-sein-wahres-Gesicht-gezeigt

 

 

„Clinton spürt Sanders‘ Atem im Nacken.“ PRESSE, 7. Februar 2016.

Wieder einer der überflüssigen Artikel über die US-Vorwahlen, dieses Mal vom Lohnschreiber Oliver Grimm gleich auf einer ganzen Seite, wie es sich für ein transatlantisches Propaganda-Outlet gehört. Der mediale Wettkampf hieß: die Verbrecherin Hillary Clinton gegen den Oligarchen Bernie Sanders, der als „links“ verkauft wurde, was dieser in der rechtsgerichteten US-Politikerkaste nie gewesen war.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4920525/Clinton-spurt-Sanders-Atem-im-Nacken

 

 

„Wo der globale Jihad (noch) warten kann.“ PRESSE, 7. Februar 2016.

Wo Alfred Hackensberger drauf steht, ist Propagandamüll drin. Er hatte nun in Syrien „Jabhat al-Nusra“ entdeckt und für sich festgestellt, dass von dieser Terrorarmee die Öffentlichkeit wenig mitbekommen habe. Er schrieb nicht, dass Lohnschreiber wie Hackensberger sich bisher genau darum sehr bemüht hatten. Der Fokus war und ist medial auf die Marke „IS“ fixiert, was Hackensberger der „IS“-Propaganda zuschrieb. Welche unter anderem er, Hackensberger, verbreitete.

Ansonsten ein halbwegs „aufklärerisches“ Herumgeeier ohne irgendeinen Rückschluss auf das Offensichtliche, nachdem sich auch unbedarfte Leser Fragen durften, wo in Syrien sich die „gemäßigten Rebellen“ aufhalten sollten, welche die USA gerne herbei phantasierten. Diese glauben offenbar selbst nicht daran, weil sie die Terrororganisation „Nusra-Front“ und überhaupt „Al Kaida“ selbst unterstützen und ausrüsten. Gewohnt grottenschlechtes Machwerk von Hackensberger.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4920523/Wo-der-globale-Jihad-noch-warten-kann

 

(Der STANDARD fehlte im Archiv).

 

Ratte 0

 

 

Samstag
06
August 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 18.

 

Khalid El-Bakraoui wurde im Jahre 2011 wegen organisiertem Autodiebstahl sowie dem Besitz von automatischen Waffen von der Polizei festgenommen. Dann konnte ihm ein am 27. Oktober 2009 durchgeführter Banküberfall samt Entführung nachgewiesen werden, woraufhin er im September 2011 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden war.

https://en.wikipedia.org/wiki/Khalid_El_Bakraoui

 

Khalid El-Bakraoui wurde danach überraschend früh aus der Haft entlassen. Das genaue Datum konnte von uns bislang nicht geklärt werden, entweder Ende 2013 oder Anfang 2014. Denn bereits im Mai 2014 wurde er erneut verhaftet, weil er gegen die Bewährungsauflagen verstoßen haben soll. Konsequenzen daraus sind nicht bekannt. Nachdem Khalid El-Bakraoui im Oktober 2015 abermals gegen die Bewährungsauflagen verstoßen habe, soll er angeblich untergetaucht sein, weswegen im selbigen Monat ein internationaler Haftbefehl durch Interpol ausgestellt worden wäre.

 

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Khalid El-Bakraoui. 

 

 

Undurchsichtig ist die Rolle seiner Person im Zusammenhang mit den Pariser Attentaten vom November 2015. Die Polizei will in einem Haus in Charleroi seine Fingerabdrücke gefunden haben, weswegen am 11. Dezember 2015 gleich zwei weitere Haftbefehle gegen ihn ausgestellt worden sein sollen.

http://www.nytimes.com/2016/03/25/world/europe/expanding-portraits-of-brussels-bombers-ibrahim-and-khalid-el-bakraoui.html?_r=0

 

Fingerabdrücke irgendwo in einem Gebäude beweisen allerdings nichts und spielten in dieser Geschichte ohnehin keine weitere Rolle. Letztlich soll es nach Polizeiangaben Khalid El-Bakraoui gewesen sein, welcher das Haus in Charleroi, aber auch eine Wohnung im Brüsseler Stadtteil Forest angemietet habe.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4952000/BrusselTerror_Staatsanwalt-bestaetigt-Anschlaege-durch-BakraouiBruder

 

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Ibrahim El-Bakraoui. 

 

Sein Bruder Ibrahim El-Bakraoui hatte im Januar 2010 einen bewaffneten Raubüberfall auf eine Western-Union-Filiale durchgeführt, welcher aufgrund zufällig anwesender Polizei gescheitert war. Ibrahim soll auf die Polizisten geschossen und einen der Beamten am Bein verwundet haben. Er wurde dafür – schwerer Raub sowie Mordversuch – im August 2010 zu 10 Jahren Haft verurteilt. Doch auch Ibrahim hatte überraschend trotz der Schwere seines Verbrechens nicht einmal die üblicherweise zwingende Hälfte seines Strafmaßes absitzen müssen. Im Oktober 2014 war er wieder auf freiem Fuß gesetzt worden.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ibrahim_El_Bakraoui

 

Aber auch er hatte es – wie sein Bruder Khalid – angeblich nicht geschafft, sich an die Bewährungsauflagen zu halten soll anschließend wieder von der Polizei gesucht worden sein.

 

Das Brüderpaar El-Bakraoui weist die bereits oben festgestellte Auffälligkeit auf, dass es sich bei ihnen laut den zur Verfügung stehenden Quellen um gewöhnliche Kriminelle gehandelt hatte. Besondere religiöse, fundamentalistische oder auch politische Ambitionen, die ihnen direkt zugeordnet und bezeugt werden können, sind nicht vorhanden.

(Der Verweis auf das angebliche IS-Online-Magazin „Dabiq“ taugt nicht einmal als Indiz, weil nie festgestellt wurde, wer dieses tatsächlich betreibt, und weil die Urheber der dort veröffentlichten Texte nicht nachweisbar sind.

https://en.wikipedia.org/wiki/Dabiq_(magazine)

 

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Angeblich in Al-Raqqah hergestellt, aber Riad wäre ebenfalls eine Option.

 

Die erste Ausgabe erschien ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an welchem die US-Regierung die Organisation „IS“ als Terrororganisation erklärt hatte – im Juli 2014).

 

Vollkommen unklar sind auch die Verbindungen zu den angeblichen Paris-Attentätern und die Herstellung derselben. Ebenso fehlt das Motiv für einen mit einem Selbstmord verbundenen Anschlag. Darüber kann auch nicht die lächerliche wie inhaltsleere angeblich im Mülleimer gefundene Audiospur hinwegtäuschen.

Stattdessen sollen beide Kriminelle in Anbetracht ihrer Vergehen ungewöhlich früh aus ihrer Haft entlassen worden sein. Da wir nicht über plausible Umstände ihrer Entlassung informiert sind, sollte das Handeln der Justiz zu hinterfragen sein.

„Bislang ist unklar, warum sich die Brüder El Bakraoui zuletzt auf freiem Fuß befanden“, hatte sogar SPIEGEL-Online irritiert gefragt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/anschlaege-in-bruessel-brueder-gehoerten-zum-umfeld-abdeslams-a-1083857.html

 

Warum die beiden Männer auf freien Fuß gesetzt worden waren, entzieht sich nach wie vor unserer Kenntnis. Es ist aber die Möglichkeit nicht außen vor zu lassen, dass Justiz und Polizei mit den Bakraoui-Brüdern einen Handel getroffen hatte: Strafnachlass gegen Spitzeldienste. Es ist kein Geheimnis, dass ein erheblicher Teil der V-Leute aus verschiedenen Gründen (vorhandene Etablierung in der Szene, finanzielle Nöte, Erpressbarkeit, Strafnachlässe) aus der kriminellen Szene rekrutiert werden.

Dass gleich beide Brüder nach ihrer frühzeitigen Haftentlassung gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen haben sollen, werten wir als Indiz für einen Handel mit den Sicherheitsbehörden. Die Schwierigkeiten mit den Behörden würden ihre Glaubwürdigkeit innerhalb der Szene erhöhen und den Infiltrationsversuch der Polizei kaschieren.

Auf der anderen Seite ist dagegen kein Motiv erkennbar, sich unnötig dem Risiko auszusetzen, abermals wieder ins Gefängnis gehen zu müssen. Im Gegenteil, Verstöße gegen Bewährungsauflagen zu provozieren, wo doch die beiden El-Bakraouis andere, konspirative Pläne verfolgt haben sollen, macht keinen Sinn, ist widersprüchlich und schlichtweg zu dumm. Große „Dinger“ planen, aber vorher sich um einen Haftbefehl „bemühen“? Auffällig agieren, wo doch Unauffälligkeit angebracht gewesen wäre?

 

Khalid El-Bakraoui ist ein gutes Beispiel. Die französischen und belgischen Sicherheitsbehörden behaupteten, dass er das Haus in Charleroi sowie eine Wohnung im Brüsseler Stadtteil Forest angemietet haben soll, um vermeintlichen Terroristen Unterschlupf zu ermöglichen. Also ganz konspirativ. Gleichzeitig soll der selbe Mann vor den spektakulären Aktionen mit dem Verstoß von Bewährungsauflagen für einen Haftbefehl gegen sich selbst gesorgt haben. Das ist das Gegenteil von konspirativ und lässt den Schluß zu, dass er die Immobilien unter den Fittichen der Polizei oder Geheimdienste angemietet hatte. Er sei denn, der Mann war dümmer als die Polizei erlaubt. Und alle seine konspirativen Mitstreiter übrigens ebenfalls, die es zugelassen haben sollen, dass der aktenkundige, polizeibekannte Kriminelle, der auch noch kürzlich zur Fahndung ausgeschrieben worden war, als Hauptmieter aufgetreten war. Hätte dies nicht ein anderes Mitglied des angeblichen Netzwerkes übernehmen können?

Natürlich, aber das war offensichtlich nicht das Drehbuch gewesen. Die Dummheit der angeblichen Täter und der Polizei wurde dadurch unterstrichen, dass letztere behauptete, dass Khalid El-Bakraoui das Haus wie die Wohnung unter einem falschen Namen angemietet haben soll. Weil dieser Khalid ein ganz Schlauer gewesen sein soll, wie die Sicherheitsbehörden suggerieren möchten.

Das ist dumm und falsch zugleich, denn Vermietungen ohne Identitätsnachweis wie Personalausweis oder Reisepaß sind schlichtweg nicht möglich. (Ausnahme: Konspirative Immobilien der Sicherheitsbehörden im Auftrag derselben). Somit kann Khalid El-Bakraoui entweder vollkommen verblödet nur unter seinen echten Namen als Mieter aufgetreten sein oder er hatte einen falschen Ausweis besessen. Von einem falschen Ausweis war bei ihm allerdings nie die Rede gewesen. Den hätte er sich auch erst besorgen müssen, nachdem er seinen echten Namen dank seines eigenen Verhaltens praktisch unmöglich gemacht haben soll. Also umständlich einen neuen und falschen Paß besorgen als einen unbescholtenen Mitstreiter vorzuschicken?

Die Katze beißt sich in den Schwanz. Die Aussagen der angeblichen Täter stehen nicht zur Verfügung und werden nie zur Verfügung stehen. Es bleiben nur die Meldungen und Behauptungen der Sicherheitsbehörden, die uns auch in Sachen Gebrüder El-Bakraoui mit Märchen zu füttern versuchen.

In diesem Märchen erscheinen die vermeintlichen Täter wie bei den beiden Pariser Anschlägen als dumm und geradezu beeinträchtigt, aber auch als immer noch clever genug, um dem dümmsten aller Akteure nach den Verbrechen auf die Sprünge zu helfen. Und das ist die Polizei von Frankreich und Belgien. Und genau die soll weiterhin aufgerüstet und mit noch mehr Befugnissen ausgestattet werden.

 

 

Nachtrag:

Laut SPIEGEL-Online, deren Redaktion sich auf die Angaben der Staatsanwaltschaft berief, soll Khalid El-Bakraoui das Haus in Charleroi mit einem falschen Ausweis unter den Namen Ibrahim Maaroufi angemietet haben.

Das ändert freilich nichts an den oben getroffenen Feststellungen.

Quelle: Spiegel-online, 24. März 2016: Belgischer Justizminister räumt Fehler ein.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-u-bahn-bomber-war-laut-tv-sender-nicht-allein-a-1083861.html

 

„Laut Staatsanwaltschaft wurde er seit Dezember verdächtigt , die Wohnung in Charleroi mit einem falschen belgischen Personalausweis unter dem Namen Ibrahim Maaroufi angemietet zu haben. Die Wohnung habe „der Terroristengruppe, die in die Anschläge von Paris verwickelt ist, als Versteck gedient“. Die Wohnung wurde demnach am 9. Dezember vergangenen Jahres von der Polizei durchsucht.“

 

Sonntag
31
Juli 2016

Kleine Propagandaübersicht – 6/2/2016. Teil 2.

 

Ratte 0

 

 

„Julian Assange feiert seinen „Sieg“.“ PRESSE, 6. Februar 2016.

Hätte sich doch Julia Raabe ebenso viel Zeit für einen Artikel über das willkürliche Morden im Irak durch US-Militärs genommen, welches die Enthüllungsplattform Wikileaks nur anhand weniger exemplarischer Beispiele dargelegt hatte.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4920001/WikiLeaks_Julian-Assange-feiert-seinen-Sieg

 

„Die Eindämmung des IS“. PRESSE, 6. Februar 2016.

Es ist nicht überraschend, dass US-Politologen und Propagandisten in der PRESSE eine Stimme haben, erschreckend ist dagegen der Umstand, was für Leute an österreichischen Universitäten eine Anstellung bekommen und mit Steuergeldern gefüttert werden. Trok ist ein Bestandteil der Sicherheitsindustrie, wenn auch als „Wissenschaftler“, wo er unter anderem für das Bundesheer „forscht“. Er schlug in seinem Kommentar vor, die Terroristen des „IS“ weitgehend in Ruhe zu lassen. Die Sache ist nur die, dass die westlichen Kriegstreiber es ähnlich sehen, aller gegenteiligen Bekundungen zum Trotz.

Einer der besten Sätze dieses „Wissenschaftlers“ Jodok Troy:

„Vielmehr sind es Akteure wie Saudiarabien, die – aufgrund einer ähnlichen Interpretation von Religion oder ähnlicher geopolitischer Interessen in der Region – den IS beeinflussen könnten.“

Die Interpretationen sind allerdings nicht ähnlich, sondern gleich.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4920044/Die-Eindaemmung-des-IS

 

„Der arabische Weg durchs tiefe Tal.“ STANDARD, 6./7. Februar 2016.

Propagandistin Gudrun Harrer begann ihre vermeintliche „Analyse“ mit folgendem Einstieg:

„Der Arabische Frühling“, der 2011 den Nahen Osten und Nordafrika erfasste, ließ tatsächlich keinen Stein auf den anderen: Aber die Region sieht heute ganz anders aus, als es sich die Menschen diesseits und jenseits des Mittelmeers damals erträumten. Aber auch wenn fast fünf Jahre danach fast alles im Argen liegt: Aus der Geschichte weiß man, wie lange und chaotische politische Übergangsprozesse sein können.“

Menschen, die sich damals etwas erträumt hätten – das klingt schön, das klingt nach zerstörter Romantik. Nur welche Menschen sollen geträumt haben? Und was sollen diese Menschen erträumt haben? Harrer blieb diese Antwort schuldig und wollte sie offensichtlich auch nie geben. Dieser Satz sollte nur dazu dienen, das Gefühl einer richtig großen Bewegung zu vermitteln. Doch die gab es nie. Die einzige von Belang (und dennoch einer Minderheit) war jene in Ägypten, welche – zumindest für eine Weile – die Muslimbruderschaft an die Macht gebracht hatte – mit freundlicher Unterstützung von Katar.

Dazu der Nullsatz von Harrer, dass „man“ – nicht Harrer – aus der Geschichte wisse blah-blah-blah… Chaotisch sollen sie sein, die „politischen Übergangsprozesse“, wie Harrer verharmlosend darstellt, denn sie bedeuteten und bedeuten Krieg, Zerstörung und Massensterben in Syrien, im Jemen und in Libyen. Und sie bedeuten eine Reihe von Akteuren mit vielerlei Interessen, welche sich genau diese „Übergänge“ wünschen.

Diese kamen bei Harrer in ihrem Text allerdings nicht vor. Da gab es nur „Präsidenten“ oder „Diktatoren“ sowie „Demonstranten“. Ebenso wurden die genannten drei Länder mit den Entwicklungen im Irak, in Tunesien, Ägypten und Bahrain unzulässig über einen Kamm geschert.

Harrer hatte in ihrem Hausblatt STANDARD eine Doppelseite zur Verfügung gestellt bekommen, um vor allem zwei verlogene Botschaften zu platzieren.

„Es ist die übliche maßlose Überschätzung der Gestaltungsfähigkeit der USA und des Westens insgesamt: In Wahrheit waren und sind sie im Nahen Osten überforderte Zuschauer.“

Diese „Wahrheit“ wollte Harrer den STANDARD-Lesern näher bringen. Nach Harrarschen „Wahrheit“ soll es demnach keine koloniale Vergangenheit des Westens gegeben haben, keine durch die USA motivierte Militär-Putsche, um willfährige Marionetten auf die Regierungsstühle zu bringen, kein PNAC (Project for the New American Century) und die im Zuge dessen angestrebte „Neuordnung“ des Nahen Ostens, keine US-„Abschussliste“ von als „Schurkenstaaten“ deklarierten Ländern, welche die US-Oberhoheit nicht auf sich gelegt wissen wollen, nicht die Spur einer brutal durchgesetzten US-Hegemonie, keine US-Verbündete als weitere Akteure, keine Kriege, Umstürze, Proxy-Truppen, Terroristen, nein, nach Harrer hätte Washington nur zugeschaut, immer nur zugeschaut, die Armen.

Harrer möchte ihre Leser für dümmer als für dumm verkaufen. Ihren Auftraggebern war offensichtlich sehr wichtig gewesen, es über ihr bezahltes Lügenmaul den Medienkonsumenten ihre künstliche Sichtweise ein für alle mal einzubläuen. Handfeste Interessen des Westens im Nahen Osten wären somit auch nur eine „Verschwörungstheorie“ und diese wiederum nur eine Zuflucht. Also eine Flucht offenbar Minderbemittelter, von denen es leider mittlerweile recht viele gebe.

„In dieses Schema wird auch das Auftauchen des „Islamischen Staats“ oft gepresst. Dabei ist der IS ein typisches Zerfallsprodukt, er besitzt die Räume, die die korrupte Ordnung hinterlassen hat. Der Westen lenkt und beherrscht da rein gar nichts.“

Harrer befand sich offenbar mit dem Rücken zur Wand im propagandistischen Bodensatz der dort krebsenden Dreckschleudern. Die syrischen Kurden wissen es besser, denn die „IS“-Truppen hatten bei Kobani auch von der türkischen Seite aus in die Zange genommen – unter Protektion der USA.

http://derstandard.at/2000030424107/Der-arabische-Weg-durchs-tiefe-Tal

 

„Berlin: Polizei prüft Verbindung zu Pariser Terror.“ STANDARD, 6./7. Februar 2016.

Das hatte einen ähnlichen Nachrichtenwert wie eine Überprüfung der Geschlechtsreife, nur ließe sich damit nicht „Terror“ verkaufen. Angebliche Kontakte zum „IS“ gehörten dazu, weil das eine Marke ist, während die Marke „Al Kaida“, die der Westen unlängst wieder neu aufgefüllt und ausgerüstet hatte, nun zu den „Moderaten“, also zu den fast „Guten“ gehört. Angstmacherei wegen angeblicher Pläne irgendwelcher Individuen, aber ja keine Angst vor dem Tun der westlichen Kriegstreiber.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4920047/Berlin-pruft-Verbindungen-zu-ParisTerror

 

„Je länger das Duell, desto schärfer der Ton.“ STANDARD, 6./7. Februar 2016.

Frank Herrmann mit einem Propagandabericht aus der US-Vorwahlkampfstätte der US-Oligarchie.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160206/281655369112961

 

„Saudi-Arabien für Bodenoffensive im Kampf gegen Assad.“ STANDARD, 6./7. Februar 2016.

Das wäre ein Verbrechen, welches der STANDARD aber nicht benannte. Im Text war allerdings vom Kampf gegen den „IS“ die Rede, was sich offenbar propagandistisch weniger bezahlt zu machen schien. Fortsetzung der Maskerade, während eben auch diese Terroristen von den „Terrorbekämpfern“ unterhalten werden.

http://derstandard.at/2000030405439/Saudi-Arabien-Waeren-bei-Bodenoffensive-gegen-IS-in-Syrien-dabei

 

„EU und NATO vor einem weiteren Libyen-Einsatz.“ STANDARD, 6./7. Februar 2016.

Da lachen Kriegerherzen und Konzerne. Zuerst alles in Schutt und Asche legen und anschließend den Rest am Köcheln halten. Und da Al-Kaida zufällig eher die Interessen der NATO wahrzunehmen gedachte, musste wieder einmal die Marke „IS“ als das Böse vor Ort herhalten. Schließlich wurde dafür jahrelang geworben.

http://derstandard.at/2000030468453/EU-und-Nato-vor-weiterem-Libyen-Einsatz

 

„Man muss auf alles gefasst sein.“ STANDARD, 6./7. Februar 2016.

Das Interview mit den Autoren Karl Schlögel und Irina Scherbakowa diente dazu, deren Publikation „Der Russland-Reflex“ bekannt zu machen.

Wir haben dieses „Interview“ dreimal gelesen, um nach Inhalten zu suchen. Vergeblich. Ein Nichts, stumpfe Mutmaßungen, aber angereichert mit anti-russischen Elementen. Scherbakowa gehört der Organisation „Memorial“ in Russland an, welche maßgeblich von US-Umsturzfirmen finanziert werden. 

http://derstandard.at/2000030446275/Karl-Schloegel-Man-muss-auf-alles-gefasst-sein

 

 

Ratte 0

 

 

Mittwoch
27
Juli 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 17.

 

Im Gegensatz zu der Person Najim Laachraoui waren die Personen Ibrahim und Khalid El Bakraoui nicht zuvor in den Medien präsentiert worden. Diese beiden von den Behörden als Attentäter von Brüssel bezeichneten Männer unterschieden sich in der Person Laachraoui insofern, als dass es sich bei ihnen um gewaltbereite und vorbestrafte Kriminelle gehandelt hatte.

 

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Zuerst radikaler Räuber und Autodieb, dann angeblich radikaler „Islamist“: Khalid El Bakraoui. 

 

 

Dieser Typus „Attentäter“ war in der Vergangenheit häufiger beobachtet worden, beispielsweise in Paris im Januar wie im November 2015 oder die Morde von Toulouse 2012. Die von den Sicherheitsbehörden präsentierten Täter sollen zumeist eine angebliche „Radikalisierung“ im Schnellverfahren durchlaufen haben, nachdem sie zuvor als das genaue Gegenteil bekannt gewesen waren. Diese Persönlichkeitswandlungen konnten allerdings allgemein kaum dargestellt oder nachvollzogen werden.

(Bereits die durch US-Behörden nach den Anschlägen in New York 2001 bezichtigten angeblichen Täter hatten, abgesehen von den fragwürdigen Identitäten, zuvor keinen fundamentalistischen Habitus an den Tag gelegt gehabt. Den Beweis, dass es sich bei diesen genannten Männern tatsächlich um die Attentäter handelte, sind die US-Behörden bis zum heutigen Tag schuldig geblieben).

Einzig die mehrmals von den Sicherheitsbehörden in den Raum geworfene Behauptung, die mutmaßlichen Täter hätten sich im Gefängnis „radikalisiert“, schien etwas Stichhaltigkeit zu besitzen. Zweifellos wäre dieses Thema eine eigene Untersuchung wert. Tatsache bleibt allerdings, dass sich auch in Gefängnissen Interessengruppen gegenüber stehen. Auf der einen Seite eine nicht homogene kriminelle Szene, die ihre Strukturen weiterhin zu unterhalten versucht, auf der anderen Seite die staatliche Gewalt, die wiederum ein Interesse daran haben muss, die erstere Szene zu kontrollieren und gegebenfalls zu infiltrieren.

 

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Zuerst radikaler Bankräuber und Schütze, dann angeblich radikal sich selbst gegenüber: Ibrahim El Bakraoui. 

 

 

Zweifel an dieser Darstellung, dass sich Männer, die sich zuvor als gewöhnliche Kriminelle ohne politische oder besondere religiöse Ambitionen gezeigt hatten, plötzlich zu Fundamentalisten/Islamisten mutiert waren, um sich mit spektakulären Selbstmordattentaten aus dem Irdischen zu verabschieden, sollten angebracht sein.

Dieses Phänomen der „Blitzradikalisierung“ wurde im Zuge von Anschlägen fast immer begleitet von der durch Sicherheitsbehörden ausgesprochenen Behauptung, dass hinter den bezichtigten Attentätern eine Terror-Organisation stecken würde. Früher war das „Al Kaida“, heute „Islamischer Staat“ als eine aktuelle Marke. Diese beiden Organisationen unterscheiden sich allerdings kaum, weder durch ihre ideologischen Inhalte und Ziele noch durch ihre äußerst irdischen Hintermänner sowie der medialen Inszenierung.

Beide Organisationen würden nicht existieren, wenn sie durch die genannten Hintermänner aus dem Westen und der Golf-Region sowie deren staatlichen Akteuren nicht gestützt, ausgehalten, unterhalten werden würden. Das Verkaufen von Attentätern, die sich angeblich zu den Marken „Al Kaida“ oder dem derzeit trendigen „IS“ bekennen würden, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, weil diese Organisationen die Interessen ihrer staatlichen Strippenzieher vertreten. Und die sitzen bekanntlich nicht nur in Washington und Riad, sondern auch in Paris und Brüssel.

Diese Täuschung beruht allein auf einer riesigen und permanenten Medien-Kampagne, in welcher die beiden Terrororganisationen als das verkauft werden, was sie nicht sind. Deren vermeintliche „Propaganda“ wurde und wird gleichfalls über diesen Medienapparat in der Öffentlichkeit verteilt. Ohne der Beihilfe der Medien-Konzerne, Telekommunikations-Konzerne und den Konzernen der „Sozialen Medien“ mit ihrer nachweisbaren US-Affinität und US-Besitz- und Einflussverhältnissen würde diese Propaganda nicht zu den Konsumenten gelangen.

Hinzu kommt, dass die Sicherheitsbehörden in der Vergangenheit große Schwierigkeiten hatten, die behaupteten Zuweisungen zu bestimmten Terrorformationen mit Beweisen zu unterfüttern. Dazu dienten in der Regel irgendwelche anonymen Internetseiten, dazu dienten Online-„Fundstücke“ des Pentagon-Sub-Unternehmens SITE, manchmal war es auch nur eine „IS“-Flagge. Die Dreistigkeit ging bereits so weit, dass allein ein „Allahu Akbar“-Ruf die Hintermänner der Täter identifizieren ließ. Zumindest in Aussagen von Politikern und anschließend durch die medialen Handlanger sofort verbreitet. Die Fragen nach den echten Beweisen wurden gewöhnlich von einer medialen Propagandalawine überrollt und somit ins gedankliche Nirwana verbannt.

Somit ist festzuhalten, dass sich die Infrastrukturen nicht im Besitz der genannten Terrororganisationen befinden. Hinzu kommt, dass die als Täter bezeichneten Personen bzw. Identitäten europäische Staatsbürgerschaften besaßen. (Ausgenommen jene, deren Identität und somit Herkunft nicht festgestellt worden sein sollen). Nicht nur das, als wegen kleinerer oder größerer Verbrechen vorbestraft waren diese Personen allesamt einmal in der Gewalt der Polizei und Justiz gewesen. Das heißt: man kannte sich.

Selbst nach offiziellen Verlautbarungen handelte es bei den mutmaßlichen Attentätern nicht um Personen, welche ansonsten ein normal-durchschnittliches Leben geführt hatten, ohne Gewalt und irgeneiner Form der Kriminalität. Und es würde sich nicht um Personen handeln, die zuvor durch jahrelange Strenggläubigkeit oder besondere politische Bildung und Interesse aufgefallen waren, aus dem sich hätte ein explosionsartiges „Engagement“ hätte ableiten lassen.

Auf den Umstand, dass sich die als Täter bezeichneten Personen zumeist einer Szene zuordnen lassen, welche sie in den intensiven Kontakt zu den Sicherheitsbehörden gebracht hatten (Festnahmen, Verhöre, Verurteilungen, Gefängnis), soll an dieser Stelle nachdrücklich hingewiesen werden. Es besteht somit die Möglichkeit, dass den angeblichen „Blitzradikalisierungen“ ganz andere Hintergründe zugrunde liegen. Wobei geklärt werden müsste, wer in wessen Auftrag hatte Komplizen gewinnen, manipulieren und instrumentalisieren lassen wollen. 

(Beispielsweise in Deutschland hatte sich der „Rekruteur“ und „Gehirnwäscher“ der so genannten „Sauerlandzelle“, der Iman Yehia Yousif, als Mitarbeiter des deutschen Inlandsgeheimdienstes, dem „Verfassungsschutz“, herausgestellt).

Nach dem Doppelattentat von Brüssel waren jedenfalls von den Behörden abermals zwei Personen als Attentäter bzw. Selbstmordattentäter präsentiert worden, die in das beschriebene Profil passen. Bei Ibrahim und Khalid El Bakraoui soll es sich um vorbestrafte Gewalttäter gehandelt haben.

 

 

Samstag
23
Juli 2016

Kleine Propagandaübersicht – 6/2/2016. Teil 1.

 

Ratte 0

 

 

„Österreich will Hotspots am Balkan.“ KURIER, 6. Februar 2016.

Und dieser endet bekanntlich und zum Glück östlich von Österreich. Dazu noch etwas verlogener Verbal-Aktionismus seitens der NATO, vorgetragen von M. Kopeinig, und fertig war der Artikel.

http://kurier.at/politik/inland/oesterreich-will-hotspots-am-balkan/179.272.105

 

 

„Offensive provoziert Massenflucht.“ KURIER, 6. Februar 2016.

Stefan Schocher ließ keinen Zweifel daran, dass er mit der Seite der Kriegstreiber und Terroristen sympathisiert. Er zeigte sich entsetzt über die verstärkten Anti-Terror-Operationen der syrischen Armee und ihrer Verbündeten im Großraum Aleppo. „Dynamiken“ würden nun „durcheinandergewirbelt“ werden, plapperte er sinnentleert, im syrischen „Bürgerkrieg“, wie er zu glauben vorgab. Die Bekämpfung von Söldnerhaufen und Mörderbanden interessierten ihn nicht, er heuchelte Sorge um einen erneuten Flüchtlingsstrom in Richtung türkischer Grenze und zitierte Phantasie-Prognosen türkischer Behörden über weitere Flüchtlinge in Millionenhöhe – sollte Aleppo „fallen“. Hier wurde die Sicht der Terroristen und ihrer staatlichen Unterstützer übernommen, aber nicht jene Syriens. Aleppo gehört bekanntlich zu Syrien und kann demzufolge nicht an die rechtmäßige syrische Regierung „fallen“. Der KURIER-Lohnschreiber machte sich auch Sorgen um die Türkei, die großen Belastungen ausgesetzt wäre, ließ aber deren höchst aktive Rolle an dem Krieg außen vor. Kurzum: Propagandadreck von Schocher.

http://kurier.at/politik/ausland/offensive-in-aleppo-provoziert-massenflucht/179.275.442

 

 

„Konservative Kampfansage an Trump.“ KURIER, 6. Februar 2016.

Ein interessanter Artikel von Steiner-Gashi, nicht wegen Trump, sondern weil sie – wir nehmen an: ungewollt – eine Seite des US-Wahlkampfs aufzeigte, in welchem in der dortigen Oligarchie verschiedene superreiche Interessengruppen miteinander konkurrieren und welche Mittel sie einzusetzen gedachten. Mit Demokratie hat das alles nichts zu tun. Der Wähler dürfen sich dann für eines der beiden neofaschistischen Oligarchen-Lager entscheiden. Immerhin.

http://kurier.at/politik/ausland/konservative-kampfansage-an-trump/179.278.774

 

 

Zeugin verriet Versteck der Paris-Attentäter: Jetzt ist sie vor dem IS auf der Flucht.“ KURIER, 6. Februar 2016.

Eine schöne Geschichte. Ob etwas daran wahr ist, dürfte eine andere Geschichte sein.

http://kurier.at/chronik/weltchronik/frankreich-zeugin-verriet-versteck-der-paris-attentaeter-jetzt-ist-sie-vor-dem-is-auf-der-flucht/179.258.986

 

 

„IS könnte Verdächtige geschickt haben.“ KURIER, 6. Februar 2016.

Könnte, ja könnte. Und Plätze, auf denen angebliche Pläne tatsächlich nicht sichtbar sind. Und ein Verdächtiger soll sogar jemanden in Belgien kennen. Vorgetragen von Frau Peternel mit besten Kontakten zum Sicherheits-Hauptamt in Berlin.

http://kurier.at/chronik/weltchronik/terrorismus-berlin-vereitelter-anschlag-is-koennte-verdaechtige-geschickt-haben/179.259.698

 

 

„Wien forciert Allianz mit Balkanstaaten.“ PRESSE, 6. Februar 2016.

Schuld daran soll unter anderem Griechenland sein, wegen mangelnder Sicherung der Außengrenze. Allerdings ist Griechenland pleite, und wäre dem nicht so, könnten die zahlreichen Inseln dennoch nicht abgesperrt werden. Daher unsere Empfehlung: zuerst die Kriege in Syrien und im Irak beenden, die Täter benennen, anklagen, aburteilen. Inklusiv der Schreibtischtäter in den österreichischen Massenmedien.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4919980/EUGrenzschutz_Wien-forciert-Allianz-mit-Balkanstaaten

 

 

„Saudis sind zu Bodeneinsatz in Syrien bereit.“ PRESSE, 6. Februar 2016.

Zu den Tätern gehört auch der Propagandist Alfred Hackensberger, welcher bereits mit der Überschrift suggerieren möchte, als wäre Saudi-Arabien nicht bereits im Bodeneinsatz in Syrien. Dem ist natürlich nicht so, die Saudis unterhalten dort seit langem jede Menge Proxy-Truppen, Söldner, Kriminelle und Terroristen. Ferner beteiligen sie sich an völkerrechtswidrigen Luftangriffen auf syrischem Territorium. Bei Hackensberger kamen dererlei Kleinigkeiten nicht vor, schließlich handele es sich gemäß dem NATO-Sprech bei der syrischen Regierung um ein „Regime“, während das Terrorregime in Riad als ein „Königreich am Golf“ erstrahlte.

Immerhin gestand Hackensberger ein, dass der Einsatz regulärer saudischer Bodentruppen auf syrischem Boden „illegal“ wäre, offenbar aber nicht in der Luft. Und er hatte anscheinend irgendwo gehört, dass das „Königreich am Golf“ als Hauptfinanzier islamistischer Rebellengruppen „gelte“. Nur gilt dies eben nicht, sondern es ist eine Tatsache. Womit es sich eben auch nicht um „Rebellen“ handeln kann, sondern um von Saudiarabien finanzierte salafistische Söldner.

Bezüglich des Iran wurde dieser von Hackensberger als der „große Gegenspieler“ von Saudiarabien positioniert, nicht etwa umgekehrt. Denn Saudi-Arabien führt Interventionskriege in anderen Ländern, aber nicht der Iran. Als Sprachrohr der Kriegstreiber stellte Hackensberger auch Russland suspekt dar, dessen militärisches Engagement seit dem 30. September 2015 er als eines um „Interessen“ wegen wähnte. Und das auch noch „um jeden Preis“, mit Hilfe einer richtigen „Militärmaschinerie“. Typisch russisch also.

Hackensberger weiß, wie er zu schreiben hat, um als Lakai weiterhin beim Verbrecherpack in Sold und Brot zu stehen. Irgendwie muss er die Fakten kaschieren, dass seine Günstlinge bereits seit 2014 erfolglos in Syrien angeblich gegen den Terror bomben, aber erst das kleine russische Kontingent eine Wirkung erzielt hatte. Das ist unangenehm, auch für verkommene Schreiberlinge wie Hackensberger.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4919946/Krieg-gegen-IS_Saudis-sind-zu-Bodeneinsatz-in-Syrien-bereit

 

Ratte 0

 

 

Mittwoch
20
Juli 2016

Sie hören Radio, Sie sehen fern?

 

Die Antwort auf die Frage der GIS lautet: NEIN!

Früher standen gerne zwielichtige, unsaubere Charaktere von den Haus- und Wohnungstüren, einzeln oder zu zweit, nachdem diese sich teilweise unter Vortäuschung falscher Zeugnisablegung Zugang in Vorgärten und Treppenhäusern erschlichen hatten.

Diese Klinkenputzer-Mannschaft war nie eine Empfehlung für den österreichischen Staatssender ORF gewesen. Armselige, gescheiterte Existenzen, die sich in ihrer Verschlagenheit hinter einer kleinen Karte mit den Buchstaben „GIS“ verschanzten, um mit Hilfe behördlicher Melderegister irgendwelchen Leuten die vermeintlichen Angebote der Staatssender anzudrehen.

Hausierer wurden die Personen von unseren Großeltern genannt, unangemeldet erscheinend und lästig Waren verkaufen wollend, die niemand benötigt. Empfunden als Angehörige einer besonders niedrigen Kaste wie die verrufenen Zöllner in der Antike und somit als nur schwach legitimiertes Gesindel von Geldeintreibern hatten diese Personen in der Regel versucht, eine minderwertige Ware unter dem Deckmantel „Rundfunkgesetze“ zu veräußern. Perfiderweise sollte hierbei nicht etwa die minderwertige Ware bezahlt werden, sondern eine Steuer für „Empfangsgeräte“ eingehoben werden – unabhängig vom (Nicht-)Nutzen der nicht bestellten Ware.

Die Intention ist durchschaubar. Sie liegt in der Hoffnung begründet, dass Bürger, die zu einer Gerätesteuer genötigt werden, eher dazu neigen würden, hier und da einen Blick auf die nicht bestellte Ware zu werfen. Im Sog seichter, dümmlicher Unterhaltung, gepaart mit einer Lawine an Werbemüll und den Botschaften der politischen Propaganda und Desinformation, so das Kalkül, würde den Konsumenten wieder auf den gewünschten intellektuellen unteren Rang verweisen.

Niedrige und niedrig gehaltene Bildung, Überforderung und zwangsläufige Apathie innerhalb einer ständig befeuerten Semantik in Wort und Bild soll die zu „Verbraucher“ degradierten Konsumenten ihre Aufmüpfigkeit und die Fähigkeit für selbständiges Denken nehmen, gleichzeitig aber für Manipulationen aller Art öffnen.

Die Beschränkung auf Arbeitsleistung und Konsum, das willenlose Zulassen der Umverteilung von unten nach oben, die grassierende Massenverblödung lassen degenerierende Begleitumstände heranwachsen. Alkohol- und Drogenmissbrauch, Gewaltbereitschaft, wahllos verschriebene Anti-Depressiva, Energiegetränke und Smart-Phones für die Kommunikation von Viertelsätzen bestimmen die gefühlte Nichtsnutzigkeit.

Das Fernsehen gehört dazu. Und wie alles andere, so soll auch diese Dummheit bezahlt werden. Es steht natürlich jedem selbst zu, sich für oder gegen die „Glotze“ zu entscheiden, aber zur Selbsthygiene empfehlen wir die Abschaffung sämtlicher „Empfangsgeräte“. Sie werden anschließend feststellen, dass sie bislang nichts von Belang „empfangen“ haben. Und vielleicht werden Sie anschließend feststellen, dass sie aktiv leben und auch selbständig denken können, mögen Sie heute auch noch der gegenteiligen Ansicht sein.

Sie hören Radio, Sie sehen fern?

Die Antwort lautet: NEIN.

Frei von Radio seit Geburt, frei von Fernsehen seit 1999.

 

 

 

Nicht repräsentativ, aber lustig. 

Weniger lustig für die GIS ist dieser Beitrag:

 

 

 

 

Freitag
15
Juli 2016
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