Die Musik-Video-Ecke 53.

 

NEW MODEL ARMY 1986 mit „51st State“. 

 

 

 

 

 

Samstag
24
Februar 2018

Der Gesang der US-Marschflugkörper 26.

 

Als letzter Vertreter der PRESSE für den 8. April 2017 (online: 7. April) hier nun das als „Leitartikel“ und „Meinung“ präsentierte Filetstück an Kriegstreiberei und Hetze von Christian Ultsch. Dieser machte bereits in der Überschrift keinen Hehl aus seiner Meinung, dass er den jeglicher rechtlichen und moralischen Grundlage entbehrenden und verbrecherischen US-Raketenüberfall auf Syrien befürwortete.

„Donald Trump handelte ausnahmsweise einmal richtig.“

Ultsch vertrat hier seine Meinung, die wie zufällig die Meinung der USA-Regierung war – die des Täters. Und die begründete ihre Meinung allein mit der lächerlich-fadenscheinigen und unbewiesenen Behauptung, dass die syrische Regierung die Schuld an dem Vorfall in Kan Sheikhoun habe.

Anschließend versetzte sich Ultsch in die Blase dieser Täter, um deren als Rechtfertigung gestreute Meinung als – nicht existierende – Tatsache zu verkaufen.

„Mit dem Militärschlag auf eine syrische Luftwaffenbasis will die US-Regierung Assad von weiteren Giftgasangriffen abhalten.“

Er wollte seinen Lesern auch weismachen, dass der erfundene Vorwand, die ausgeübte Gewalt und das Verbrechen, welches er natürlich nicht als solches bezeichnete, einen Lösungsansatz zu bieten hätte.

„Das kann gelingen.“

Für die emotionale Einstimmung wurde anschließend zum wiederholten Male ein Foto aus dem Hause der Al-Kaida-Propagandatruppe „Weißhelme“ serviert, welche freundlicherweise durch die USA/NATO/EU finanziert wird und als deren Sprachrohre nachweislich, da täglich überprüfbar, unter anderem die PRESSE und Ultsch als Chef der Sektion „Außenpolitik“ fungieren. Es handelt sich um eine Familie.

 

Ultsch und Al-Kaida

Nach dem Sarin endlich ein wenig Sauerstoff unter die Staubmaske. Quelle: Screenshot aus der PRESSE.

 

https://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/5197748/Leitartikel_Donald-Trump-handelte-ausnahmsweise-einmal-richtig

 

Mit der Einleitung hatte Christian Ultsch bereits keinen Zweifel gelassen, dass er, der angeblich unter anderem Völkerrecht studiert haben soll, mit demselben nichts zu tun haben wollte. Zumindest nicht, wenn es Washington von ihm verlangte, als dessen höriger Helfer er sich gebärdete.

„Was wäre die Alternative zum US-Vergeltungsschlag auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt gewesen?“, fragte Ultsch heuchlerisch, wobei er gleichzeitig den Aspekt einer angeblichen Vergeltung als Tatsache darstellte. Der Mann schien in seiner ihm aufgetragenen Propagandawelt den Verstand verloren zu haben. In seiner Wahnvorstellung ignorierte er die Tatsache, dass die USA einen Kriegsakt begangen und das Völkerrecht gebrochen hatten. Syrien hatte weder die USA angegriffen noch war deren Beteiligung an dem Vorfall in Khan-Sheikhoun bewiesen worden. Zudem hatten die USA in Syrien nichts zu schaffen. Was sollte somit vergolten werden? „Vergeltung“ hat übrigens in der auf dem Papier bestehenden Rechtsordnung ebenfalls keinen Platz und wird ebenfalls als Verbrechen angesehen.

Das spielte bei Ultsch aber keine Rolle. Seine Kriegsbefürwortung begründete er mit einer Antwort auf seine eigene Frage, in welcher er nochmals klar stellte, dass es sich bei ihm um einen Anhänger des Verbrechertums handelte:

„Natürlich hätten die USA eine internationale Untersuchung des Nervengasangriffs auf das Städtchen Khan Sheikhoun abwarten können. Doch diese Übung wäre garantiert im Sand verlaufen.“

Selten lehnten sich Kriegspropagandisten derartig unverhohlen aus dem Fenster, um einen Krieg oder einen Kriegsakt zu unterstützen. Mord und Todschlag ohne Untersuchung, Gericht und Prozess. Der bezahlte Freund der Lynchjustiz versuchte das Verbrechen mit hellseherischer Fähigkeit zu verteidigen.

„Denn im Sicherheitsrat hat Russland seinem Verbündeten in Damaskus – mit freundlicher Unterstützung Chinas – bisher immer noch verlässlich die Mauer gemacht.“

Das war das, was permanent in Blättern wie der PRESSE zu lesen war, nur hatte dies nur etwas mit Verleumdung und verlogener Propaganda zu tun, doch nichts mit Realitäten. Russland hatte immer eine unabhängige Untersuchung ohne Vorverurteilung einer Partei gefordert, was sich auch anhand der UN-Sitzungen nachzeichnen lässt. Das war aber nicht das, was die Kriegstreiber aus den USA, England und Frankreich wollten und wollen. (Dementsprechend wurde von letzterer Seite und von der OPCW eine Untersuchung vor Ort bis zum heutigen Tage nicht durchgeführt).

Interessant in diesem Zusammenhang eine Stellungnahme des russischen Außenministeriums von Mai 2017, welcher natürlich keinen Eingang in die Westpresse fand:

http://tass.com/politics/947689

 

Weder der PRESSE noch einem Ultsch ging es um Aufklärung. Es fragte auch niemand danach, es fragte niemand, was in Khan Sheikhoun tatsächlich geschehen war. Was zählte, war die Aggression und die mittlerweile unzähligen Kriegsakte der USA und Verbündeten, die es unterwürfig und diensteifrig zu rechtfertigen galt. Am besten mit Schaum vor dem Mund wie ein sabbernder Hund:

„Der Tod von mehr als 80 Menschen durch den Einsatz chemischer Waffen, den das syrische Regime übrigens vehement bestreitet, wäre einmal mehr ungesühnt geblieben.“

Zuerst die Diffamierung der syrischen Regierung zum „Regime“, dann deren Abstreiten für einen Vorfall, deren Urheberschaft nicht bewiesen war, um indirekt genau zu dieser Regierung eine Verantwortung hinzuschieben.

Bei den Teilen der PRESSE-Leserschaft, welche eher über eine schlichte geistige Struktur verfügt, konnte dies funktionieren, indem Informationen über den Krieg, die Kriegsursachen, die Parteien und deren Interessen etc. ausgeblendet wurden. Wofür unter anderem sich auch die PRESSE als zuständig zeigt.

In diesem Sinne wurden weitere Möglichkeiten der Urheberschaft und somit alle anderen direkten und indirekten Kriegsparteien vor Ort, allen voran die verschiedenen von der NATO gestützten Al-Kaida-Formationen und sonstige Söldnerverbände, in einer auffälligen Penetranz tunlichst verschwiegen. Es ist geradezu entlarvend, dass auch kein einziger der angeblichen „Redakteure“ oder gar „Journalisten“ in den vermeintlichen „Qualitätsmedien“ auf eine nahe liegende Möglichkeit öffentlich gekommen wäre: die Möglichkeit, dass die Terroristen von Al-Kaida selbst mit Giftgas auf dem von ihnen besetzten Areal gepanscht haben könnten. Man könnte ja mal fragen.

Goebbels hätte damals in Berlin seine helle Freude an Mitarbeiter gehabt, welche nach Bombenteppiche schreien, um in einem fremden Land, für welches zufällig ein nachweisliches Interesse beim Aggressor besteht, einen von dessen Proxys gezeigten unbewiesenen Vorfall ja nicht „ungesühnt“ zu lassen. Das war der Klassiker der Kriegshetze und Kriegstreiberei schlechthin.

Ultsch heuchelte erneut eine Frage in den Raum, als wäre seine Unterstützung für Verbrecher bei potentiellen PRESSE-Lesern nicht deutlich genug gewesen:

„Wäre das die bessere Alternative gewesen?“

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ultsch fragte tatsächlich, ob eine friedliche Lösung, sprich: erst einmal eine Untersuchung über den Vorfall anzustellen, die bessere Alternative gewesen wäre. Ja, diese Frage hatte er ja mit der Behauptung, dass die Russen angeblich blockieren würden, bereits beantwortet gehabt. Aber nicht die Frage, warum eine unabhängige Untersuchung nur an den Russen scheitern konnte.

Aber auch hier: es ging und geht nicht um Aufklärung, es geht darum, einen für die Drahtzieher vorteilhaften Krieg und unendliches Elend zu verkaufen. Daher verwendete Ultsch eine Suggestivfrage, um seine Kriegshetze auf eine emotionale Schiene zu transportieren.

„Oder hätte tatenloses Zusehen die Verantwortlichen für das Giftgasmassaker nicht vielmehr dazu angespornt, die Dosis beim nächsten Mal noch zu erhöhen?“

Die Mittel der Hetze schienen hier limitiert, denn der verlogene Spin offenbarte nur, dass Ultsch allein der Behauptung der US-Regierung folgte. Die Verantwortlichen standen allerdings nicht fest, folglich fiel somit das „tatenlose Zusehen“ aus. Wäre eine Terrorformation wie die Nusra-Front als Urheber verdächtigt worden, wäre diese dann auch sogleich mit US-Bomben eindeckt worden? Ja?

Nein, die international anerkannten Terroristen wurden groteskerweise nicht einmal verdächtigt. Diese stützen sich nach wie vor auf das Wohlwollen ihrer westlichen Unterstützer in Politik, Kapital, Militär und deren Massenmedien, sie morden, rauben, vergewaltigen und hantieren mit TOW-Panzerabwehrraketen aus den USA.

Ultsch verbiss sich wie ein Sekten-Prediger an den Willen, den Österreichern US-Verbrechen und den Krieg schmackhaft zu machen, und redete dann von einer angeblichen Indizienlage. Die Bedeutung der Begriffe wie „Indiz“ und „Beweis“ verschwammen ineinander, als hätten wir es mit einem Idioten zu tun.

„Donald Trump hat ausnahmsweise richtig gehandelt. Alle Indizien deuten darauf hin, dass Syriens Regime hinter der Giftgasattacke auf das Rebellengebiet der Aufständischen in der Provinz Idlib steckt.“

Nach der Sichtweise Washingtons wechselte Ultsch nun ins Lager der US-gestützten Proxy-Truppen nach Idlib. Denn die Indizien wurden ausschließlich von Al-Kaida geliefert. Schlecht dargestellte „Indizien“ von Terroristen sollten zudem ungeprüft als Argument (für Kriegsakte) dienen. Die Quelle der angeblichen Indizien wurde nicht weiter beleuchtet, sondern sogleich auf einen russischen Erklärungsversuch umgeschwenkt.

„Die russische Erklärungshilfe, wonach syrische Kampfflugzeuge zufällig ein Nervengasdepot der Aufständischen getroffen hätten, nimmt sich doch etwas hanebüchen aus.“

Zweifellos war zu diesem Zeitpunkt die Angabe von russischer Seite ebenfalls unbewiesen, was Ultsch allerdings nicht daran hinderte, die russische Erklärung in Zweifel zu ziehen – nicht aber die Angaben von Al-Kaida. Die gab es auch bei Ultsch nicht, der die Terroristen wie seine Kollegen verschwinden ließ. Stattdessen durfte etwas spekuliert werden, um eine Täterschaft des syrischen Militärs dem kaum verehrten PRESSE-Leser nahe zu legen.

„Augenscheinlich ist es Bashar al-Assads Getreuen gelungen, Sarinbestände vor dem Zugriff internationaler Inspektoren zu verstecken. Vielleicht war die Arbeit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen am Ende leider nicht ganz friedensnobelpreiswürdig.“

Anschließend folgte eine besonders fette Lüge, um die Spekulationen zu unterstützen und die Kriegseskalation weiterhin unter Dampf zu halten.

„Im Spätsommer 2013 war Trumps Vorgänger, Barack Obama, im letzten Moment vor einem Militärschlag zurückgeschreckt, obwohl das syrische Regime die berühmte rote Linie durch einen Giftgasangriff auf einen Vorort von Damaskus überschritten hatte.“

Was hatte Ultsch hier mitteilen wollen? Dass bereits eine Gelegenheit des totalen Krieges und der Vernichtung Syriens verpasst worden war? Und was hatte ein Vorfall mit der Urheberschaft eines anderen Vorfalles zu tun? Ultsch versuchte hier, verschlagen und verkommen wie er ist, eine bösartige Vorverurteilung zu zementieren, indem er eine Täterschaft der syrischen Regierung hinsichtlich des Giftgas-Vorfalles in Ost-Ghouta 2013 herbeilog. Eine Lüge, die monatelang durch die westliche Massenmedien wiederholt worden war, um den ersehnten US-Bombenteppichen und noch mehr Massakern Vorschub zu leisten, an dessen Ende die Kapitulation Syriens und der Sieg Al-Kaidas und anderer Söldnerproxys stehen würde.

Interessanterweise hatte Ultsch damals noch, im August 2013, in einem Kommentar fehlende Beweise für eine Urheberschaft der einen oder anderen Seite ausgemacht.

https://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1444906/Die-Angst-vor-Assads-Sturz

 

Zur Erinnerung: die Situation war im Jahre 2013 ähnlich gewesen wie jene im April 2017, auch die Akteure sind die selben. Der US-Präsident Obama, dessen Regierung mit Verbündeten einen nicht erklärten, verdeckten Krieg gegen Syrien führte, hatte bei einer Gelegenheit 2012, als die von ihm unterstützten Söldner- und Al-Kaida-Formationen bei ihrer Zerschlagung des Staates Syrien ins Stocken geraten waren, diese berüchtigte „rote Linie“ gezogen. Das heißt, er hatte einen Kriegsanlass vorgezeichnet, sollten – ausschließlich die syrische Regierung – geächtete Kampfmittel eingesetzt werden. Mit denen übrigens die USA gemäß ihres doppelten Standards nie ein Problem hatte, wenn sie von den eigenen Militärs eingesetzt wurden. Das war eine Steilvorlage für den Terror gewesen.

Die Geschichte war von Anfang an fadenscheinig wie kriminell gewesen, fand aber einen für die Kriegstreiber glücklichen Ausgang, weil dann dieser Einsatz geächteter Kampfmittel und das Überschreiten der selbst gezogenen „roten Linie“ tatsächlich erfolgte, ja, erfolgen musste. Von Anfang an war deutlich gewesen, wer von diesem Vorfall mit anscheinend zahlreichen Opfern ganz sicher nicht profitierte: die syrische Regierung.

Unter der akuten Androhung eines offenen US-Angriffskrieges war der syrische Staat auch von Anfang an nicht in der Lage gewesen, den Medienkonzernen der Aggressoren medial etwas entgegenzustellen, und sei es nur eine Gegendarstellung der Ereignisse. Die Vorverurteilung und Kriegshetze der westlichen Medienhäuser war flächendeckend gewesen, während gleichzeitig die Terrorformation „Nusra-Front“ als Akteur an der Front aus dem Spiel genommen worden war. Umbenannt zu „Rebellen“ und „Opposition“ waren diese Terroristen über jeden Zweifel erhaben gewesen. Zumindest wurde dies so verkauft.

Verkauft wurde den westlichen Medienkonsumenten auch die Geschichte eines wahnsinnigen Diktators, der in der NATO-Phrase „sein eigenes Volk hinmordet“ und sich dabei angeblich auch noch eher untauglicher Mittel bedient haben soll, um politisch und moralisch ganz sicher schlecht dazustehen, den US-Bombenteppich förmlich herbeibettelnd und gleichzeitig Al-Kaida propagandistisch zu stärken. Und weil er einfach nur irre gewesen sein soll, ein typischer Diktator eben, hatte er ein UN-Untersuchungsteam wegen eines vorherigen Giftgasvorfalles für eine Untersuchung ins Land gerufen, um ausgerechnet während ihrer Anwesenheit, unter ihren Augen quasi, noch einmal ein hübsches Gasfeuerwerk anzuzünden.

Das ist die Geschichte, die von Ultsch und seinen Komplizen permanent verbreitet wurde und noch wird, mochte sie auch noch so dämlich und unglaubwürdig sein. Die UN-Gruppe, welche danach den Tatort untersucht hatte, hatte nie eine Urheberschaft festgestellt, was wir bereits erwähnt hatten.

http://undocs.org/A/68/663

 

Eine Januar 2014 veröffentlichte Untersuchung des UN-Waffeninspektors Richard Lloyd und Theodore Postol, Professor an der Massachusetts Institute of Technology ergab, dass die die mit Gas gefüllten Geschossen nur aus von „Rebellen“ (Al-Kaida) besetzten Gebieten abgeschossen worden sein konnten.

https://s3.amazonaws.com/s3.documentcloud.org/documents/1006045/possible-implications-of-bad-intelligence.pdf

 

Unbedingt sei hier auch auf den Artikel des bekannten Journalisten Seymor Hersh verwiesen, welcher neben den dargebotenen Informationen nebenbei deutlich macht, dass seine Berufsauffassung mit jener von – beispielsweise – Ultsch sich enorm unterscheidet.

https://syriensgeschichteundgegenwart.com/2015/11/08/pulitzerpreistraeger-seymour-m-hersh-ueber-den-giftgas-anschlag-vom-21-august-2013-in-syrien/

 

Dessen unbeeindruckt, versuchte Ultsch mit dem Mittel der Unterschlagung von Informationen die (auch) von ihm verbreitete Lüge mit einem eher harmlos klingenden Halbsatz zu festigen.

„Im Gegenzug drängten die Russen Assad, seine Chemiewaffen auszuhändigen…“

Denn in dem hier deponierten verlogenen Kontext blieb der Eindruck bestehen, dass Russlands diplomatisches Manöver der möglichen Täterschaft der syrischen Regierung geschuldet sein könnte. Dem war allerdings nicht so, da auch Russland über keine Beweise für die Urheberschaft des Vorfalls verfügt haben kann. Russland hatte nur versucht, die von den USA angedrohte endgültige Kriegseskalation abzuwenden. Die Entwicklungen innerhalb der US-Regierung, der Militärs und Geheimdienste, welche auf der transatlantischen Seite den Angriff verhindert hatten, wurden von Ultsch unterschlagen.

Das konnte musste unter Vorsatz geschehen, denn nur mit dieser Rhetorik konnte er seine Verleumdung deponieren:

„… – offensichtlich nicht alle.“

Den weiteren Dreck von Ultsch wollen wir hier nicht weiter kommentieren und möchten stattdessen zum Abschluß mit WikiLeaks eine Quelle präsentieren, welche anhand privater „Kabels“ bestimmte Vorgänge durch US-Beamte und Komplizen belegt: das Ziel, den Staat Syrien zu unterminieren, in Schwierigkeiten zu bringen, zu provozieren, bei den Verbündeten zu deskreditieren, das Sekteriertum zu forcieren usw., um letztlich deren Regierung zu stürzen.

Es ist ungeheuer wissenswert, sich diese Leaks zu Gemüte zu führen.

http://www.truth-out.org/progressivepicks/item/33180-wikileaks-reveals-how-the-us-aggressively-pursued-regime-change-in-syria-igniting-a-bloodbath

 

Ein derartiges Blutbad, welches dann über Syrien hereinbrach, mochte nicht geplant gewesen sein, wurde aber wie immer in Kauf genommen. Die Kriegstreiber im Westen und am Golf hatten damit gerechnet, dass der syrische Staat bei ihrem großen Einsatz an subversiven Tätigkeiten, Massen an Söldnern und Al-Kaida-Terroristen, Logistik, Aufklärung, Geheimdienstarbeit, wirtschaftlichen Strangulierung, Fluchtbewegungen und einer Armee von Meinungsmachern und Kriegshetzern in kurzer Zeit zusammenbrechen würde.

Dieses Mal hatte es nicht funktioniert. Und dennoch hält der Krieg in Syrien immer noch an.

 

Nachtrag vom 14. Februar 2018:

Vor einiger Zeit gab es eine Werbe-Kampagne der PRESSE, in wecher auch Christian Ultsch seinen Auftritt hatte.

 

Verbrecher Ultsch

Quelle: Screenshot von der Werbekampagne der österreichischen Tageszeitung „Die PRESSE“. 

 

Das muss man ihm schon lassen: „Klartext“ hatte er geredet, und der Leser sollte über ihn nun Bescheid wissen, sollte er dies bis dahin aus uns unbekannten Gründen nicht geschafft haben.

Was seine Kriegshetze mit „redaktionellem Journalismus“ zu tun haben soll, wie im Kleingedruckten noch kenntlich, bleibt allerdings schleierhaft.

Bei dieser Gelegenheit hier noch ein aktueller Artikel von „SPIEGELKABINETT“, welcher Kriegshetze in der deutschen FAZ bloßstellt.

http://spiegelkabinett-blog.blogspot.co.at/2018/02/das-recht-des-starkeren-faz-fordert.html

 

Es sind nur Beispiele für ein flächendeckendes, tägliches Mördergeschäft in den westlichen Massenmedien.

 

Dienstag
13
Februar 2018

FREIES KINO IM KÜNSTLERHAUS: Animierte Geschichten aus Österreich

 

Freies Kino im Künstlerhaus

Animierte Geschichten 
Die neue Trickfilm-Generation aus Österreich
FREIES KINO
Eintritt frei

Stadtkino im Künstlerhaus
Dienstag, 6. Februar 2018, 20 Uhr

International beachtet, im Inland bislang kaum wahrgenommen:

Eine neue Generation österreichischer Filmemacher_innen hat sich dem narrativen Trickfilm verschrieben und ein breites Publikum im In- und Ausland in phantastische Welten entführt. Sehen Sie die Highlights der letzten Jahre.
Kuratiert und moderiert von NÖT (Neuer Österreichischer Trickfilm) – Die Trickfilmer –  Benjamin Swiczinsky, Johannes Schiehsl und Conrad Tambour 
www.neuer-trickfilm.atProgramm

Block 1: Student_innenfilme

Melissa Rothmann, Soleils Welt, 2015, AT, 13 Min., FH Salzburg
Nuuki (S. Holzinger), Tram-per, 2017, 1 Min, HTL Spengergasse
Alexander Gratzer, Espresso, 2016, AT, 2 Min., Die Angewandte
Julian Vavrovsky, Teure Hinterbliebene, 2009, DE, 1 Min., KH Kassel
Kathrin Steinbacher, Freedom, 2017, GB, 3 Min., Kingston University, London
Kerstin Blätterbinder / Christoph Leidenfeld / Bianca Zankl, Pink Elephant, 2017, AT, 1,5 Min., FH Hagenberg
Daniela Leitner, Nachsaison, 2017, AT, 7 Min., Die Angewandte

Gespräch mit anwesenden Filmemachern: Moderation: Conrad Tambour

Block 2: Auftragsarbeiten

LWZ, From Manner with Love, Werbung, 2016, 3 Min., Produktion LWZ
Conrad Tambour, Dance Away, Musikvideo, 2016, 5 Min., Produktion NÖT
Martin Lorenz / Stefan Salcher / Markus Wagner, Captain Metal, Musikvideo, 2013, 5 Min., Produktion LWZ
Kris Hofmann, Wildlife Aid, Werbung, 2014, 2 Min., Produktion Kris Hoffmann
Daniela Leitner / Lip Comarella, The Magic of Craft, Werbung, 2016, 1 Min., Produktion Salon Alpin
NÖT, Wiener Zeitung, Werbung, 2016, 1 Min., Produktion NÖT
Martin Lorenz / Stefan Salcher / Markus Wagner / Ogris Debris-See The World, Musikvideo, 2015, 4 Min., Produktion LZW
Benjamin Swiczinsky, Hologram for the King, Intro/Musikvideo, 2016, 4 Min., Produktion NÖT

Gespräch mit anwesenden Filmemachern: Moderation: Benjamin Swiczinsky

Block 3: Freie Arbeiten

Simon Scheiber, The Lighthouse, 2016, NL / AT, 11 Min.
Wolf Matzl, Le Meat, 2013, 2 Min.
Sascha Vernik, Embracing Lovers, 2014, AT, 1 Min., Produktion Revkin
Johannes Schiehsl, Sternenjäger, 2016, AT, 3 Min., Produktion NÖT
Simon Griesser / Philipp Comarella, Much Better Now, 2011, AT, 6 Min., Produktion Salon Alpin

Gespräch mit anwesenden Filmemachern Moderation: Johannes Schiehsl

Johannes Schiehsl, Sternenjäger / Starhunters, 2016

Daniela Leitner, Nachsaison / Late Season, 2017


LWZ, From Manner with Love, 2016

Sonntag
04
Februar 2018

Der Gesang der US-Marschflugkörper 25.

 

In der Printausgabe der PRESSE vom 8. April 2017, online bereits am 7. April verfügbar, versuchten sich die Hobby-Strategen Wolfgang Greber und Jutta Sommerbauer an etwas, das sie als „Analyse“ verkaufen versuchten.

Vorweg gab es ein Schaubild, um die potentielle Leserschaft einzustimmen. Der Informationsgehalt war allerdings recht dürftig, dafür wurde wieder einmal die Gelegenheit genutzt, um eine erste Kriegspropaganda zu platzieren.

 

Greber-Sommerbauer-Schaubild

Screenshot, PRESSE, 7. April 2017.

 

Die syrische Armee, die SAA, war auf der Abbildung nirgends zu entdecken. Stattdessen sollen in Syrien „Assad-Truppen“ operieren, was den Eindruck erwecken sollte, es würde sich hierbei um dessen persönliche Leibgarde handeln. Das war natürlich falsch, denn bei der syrischen Armee handelt es sich um eine die Armee des Staates Syrien, welche ihre Heimat verteidigt.

Dieser bewussten Verunglimpfung durch die Aggressoren und ihren medialen Sprachrohren wurde wie üblich die Verharmlosung der Al-Kaida-Terroristen gegenübergestellt, die als „Rebellen/Opposition“ bezeichnet wurde. Sogar aus den Terror-Söldnern des „IS“ wurden nur „Kämpfer“.

https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5197705/Russlands-Luftabwehr-blieb-passiv

 

„Die erste Reaktion aus Moskau war entrüstet, aber nicht von großer Härte und ohne Androhung drakonischer Folgen“, schrieben Greber/Sommerbauer, gänzlich gefeit gegenüber jeglicher Form einer Entrüstung aufgrund der Kriegseskalation durch die USA. Da Russland auf „drakonische Folgen“ verzichtete, wurde von dieser Seite her offensichtlich deeskalierend gewirkt, was allerdings nicht gesondert herausgestellt wurde. Greber/Sommerbauer zitierten den richtigen Rechtsstandpunkt durch den russischen Regierungssprecher Peskow und berichteten über eine Reaktion Russlands: das Aussetzen der Vereinbarung bezüglich des Luftraumes.

„Peskow gab freilich zu, man sei vom Angriff vorab informiert worden.“

Bei dem russischen Sprecher handelte es sich nicht um einen Dieb, der etwas zugeben musste. Greber/Sommerbauer hatten hier nur sprachlich versucht, der von Peskow getätigten Aussage ein negatives Gefühl beizugeben. Für den Inhalt dieser Aussage und den daraus abzuleitenden Rückschlüssen, schienen die beiden Lohnschreiber offensichtlich auch gemeinschaftlich zu dumm. Sie hielten sich streng an den Propagandaplot, der „freilich“ auch mit Verzerrungen arbeitete.

„Russlands Präsenz im Land gründet sich in Moskaus Augen auf eine Einladung von Präsident Bashar al-Assad, der dank Moskaus Schützenhilfe seine Kontrolle über bestimmte Teile Syrien ausbauen konnte.“

Greber/Sommerbauer versuchten hier, die Legalität der russischen Militärs in Syrien in Zweifel zu stellen. Nur hat dies mit der Sicht Moskaus nichts zu tun, sondern entspricht den internationalen Gesetzen. Der widerrechtliche Aufenthalt von Nato-Truppen und Terror-Fomationen wie Al-Kaida wurde dagegen nicht angesprochen.

„Doch in naher und mittlerer Zukunft könnte Assads Machtbeharren für den Kreml zum Problem werden“, orakelten Greber/Sommerbauer. Dass sich der legitime syrische Staatschef der ausländischen Invasion widersetzte, deren offen kommuniziertes Ziel der Staatstreich war, wurde auf dümmliches „Machtbeharren“ reduziert.

Ähnlich dümmlich setzte sich der Artikel fort. Zuerst wurde der russische Außenminister Lawrow angeführt, welcher sich an den 2003 gegen den Irak geführten Krieg durch die USA, England und ihre Verbündeten erinnert fühlte, dann wurde die Feststellung getroffen, dass die damalige US-Regierung von George W. Bush ihren Angriffskrieg („Invasion“) mit „vermuteten Chemiewaffen begründet“ hatte.

„Belege dafür erwiesen sich später als falsch.“

Eine Million Menschen tot, eine weitere körperlich und seelisch verstümmelt, das Land zerstört und ausgeraubt. Die Verantwortlichen und Mörder stehen bis zum heutigen Tag nicht vor Gericht. Dies wurde auch durch Medien wie die „PRESSE“ bislang nie gefordert. Diese Forderungen hatten sich – wie entlarvend – immer nur auf die Gegner des USA und seiner Handlanger beschränkt.

Obwohl hier ein Beispiel – eines von sehr vielen – vorlag, bei welchem ein Angriffskrieg nach Platzierung von Lügen und Täuschungen geführt worden war, sahen sich Greber/Sommerbauer nicht dazu befähigt, daraus einen Rückschluß zu ziehen geschweige denn eine primitive Überlegung anzustellen.

„Diesmal haben die USA Syrien wegen des mutmaßlichen Giftgasangriffs durch dessen Luftwaffe bombardiert.“

Das war alles. Danach wurde sofort wieder der Propaganda-Modus aktiviert.

„Moskau vertritt die Position, dass der Angriff auf Idlib durch die Regimeseite nicht bewiesen ist.“

Die syrische Regierung wurde wie gewohnt als „Regime“ diffamiert, während „Moskau“ als eine Partei dargestellt wurde, welche eine bestimmte Position inne haben würde. Das war falsch, denn die Urheberschaft des Giftgasvorfalles bzw. des dargestellten Szenarios war tatsächlich nicht bewiesen. Greber/Sommerbauer entblödeten sich nicht, ihre propagandistische Formulierung mit einem „Mutmaßlich“ zu konterkarieren. Es kam aber noch dümmer, denn die Mittel der faktenfreien Propaganda waren für die Autoren offensichtlich begrenzt.

Das Unterschlagen von Al-Kaida in der Provinz Idlib war das eine, das Spekulieren das andere.

„Sollte das aber so sein, heißt das, dass Moskau Damaskus nicht unter Kontrolle hat.“

Nur heißt das eben nichts. Das einzige, was sich ableiten ließe ist, dass Moskau die Schreiberlinge wie Greber/Sommerbauer nicht unter Kontrolle hat. Denn die setzten noch eine als Frage gestaltete Spekulation auf die vorherige auf.

„Womöglich erklärt das die abwartende Reaktion.“

Da fragt man sich, was Greber/Sommerbauer erwartet hatten. Den totalen Krieg? Russland hatte bei der UNO sofort eine Protestnote eingebracht, Russland hatte auch das Luftabkommen ausgesetzt. Und: bei Russland handelt es sich – im Gegensatz zu den USA und dessen Verbündeten – nicht um den Aggressor.

Offensichtlich hatten Greber/Sommerbauer außerdem mit dem Umstand ein Problem, dass die USA zuvor Russland über ihren Raketenüberfall informiert haben wollen. Sie wurden nicht schlau aus dieser Situation.

„Wie lange vorher die USA den Angriff angekündigt hatten, blieb unklar. Die Rede war von 30 Minuten, was wenig glaubwürdig scheint, bis zu mehreren Stunden. Immerhin galt es auch, Russen, die bekanntermaßen auf der al-Shayrat-Basis sind, sowie dort laut Informanten des Militärmagazins „Jane’s Defence“ abgestellte russische Helikopter zu verschonen.“

Auf die Idee, dass Vertreter der USA und Russlands hinter den Kulissen eine Vereinbarung getroffen haben könnten, um die Kriegshetzer in Politik, Wirtschaft, Militär und Medien kurzzeitig zu befriedigen und um den US-Präsidenten Trump bei seinem offensichtlichen Kurswechsel in Nahost vor allem innenpolitisch zu stützen, kamen die Lohnschreiber nicht. Oder sie ignorierten diese Überlegung, nachdem sie jahrelang gewohnt waren, nach Washingtons Kriegspfeiffen zu tanzen.

Den größten Raum nahmen in dem Artikel schließlich Überlegungen zu den US-Marschflugkörpern und der russischen Luftabwehr ein, was uns hier aber nicht weiter tangieren soll.

 

Freitag
02
Februar 2018

Die Musik-Video-Ecke 52.

 

RED LORRY YELLOW LORRY mit „Beating my head“ aus dem Jahre 1982:

 

 

 

Donnerstag
01
Februar 2018

Der Gesang der US-Marschflugkörper 24.

 

Der Schreibtischtäter und Kriegspropagandist Martin Gehlen durfte gemeinsam mit Duygu Özkan für die PRESSE-Ausgabe vom 8. April 2017 ein zweites Propagandastückchen veröffentlichen. „Die Türkei und Saudiarabien zollen US-Militärschlag Beifall“, hieß der Artikel, welcher eine logische Reaktion beinhaltete.

Gehlen/Özkan malten zuerst ein zerstörerisches Bild von der syrischen Luftwaffenbasis Al-Shayrat aus, dann ließen sie den syrischen Präsidenten zitieren:

„Diktator Bashar al-Assad ließ verlauten, der US-Angriff sei „verrückt und unverantwortlich.““

Das vorangestellte Attribut „Diktator“ sollte mal wieder dazu dienen, die Legitimität des Präsidenten Assad in Frage zu stellen, welche, wie wir wissen, vor dem Krieg nie in Frage gestellt worden war. In diesem Kontext gesetzt, sollte dessen Meinung einen eher lächerlichen Eindruck gewinnen. Denn dieser Mann, dieser Diktator, hatte zumindest teilweise recht mit seiner Meinung. Nur verrückt war der US-Angriff nicht gewesen, dieser war einem Kalkül gefolgt. Wie der westliche Medienkonsument nach jahrelangem Dauerfeuer schließlich weiß, hat das Verrückte nur der Diktator gepachtet. Selbstverständlich ausgenommen „unsere“ Diktatoren“.

https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5197724/Die-Tuerkei-und-Saudiarabien-zollen-USMilitaerschlag-Beifall

 

Nach dieser Einleitung wurde zum wiederholten Male das Narrativ herbei gelogen, dass die USA in und gegen Syrien kaum involviert wären, es sich zudem angeblich um einen Bürgerkrieg handeln würde.

„Mit ihrem nächtlichen Beschuss griffen die USA zum ersten Mal seit 2011 aktiv in den Bürgerkrieg ein, nachdem drei Tage zuvor wohl die syrische Luftwaffe die Ortschaft Khan Sheikhoun mit Giftgasgranaten beschossen und 86 Menschen getötet hatte.“

Wie das bisherige „passive“ Eingreifen der USA ausgesehen haben soll, wurde nicht genannt. Selbst ein politischer und wirtschaftlicher Krieg wurde und wird aktiv geführt, die Ausbildung, Ausrüstung und Finanzierung von Proxy-Truppen (und Terroristen) ebenfalls. Gehlen/Özkan waren darum bemüht, die Kriegsbeteiligung der USA verschwinden zu lassen, um den Kriegsgegner, die personifizierte Regierung Syriens, als „Schuldigen“ zu isolieren und darzustellen. Die Tatsache, dass die USA seit 2014 widerrechtlich in Syrien bomben und mit Spezialkommandos operieren, wurde gleichfalls verschwiegen.

Bei der Urheberschaft des Giftgasvorfalles in Khan Sheikhoun schien sich aber nun eine kleine Unsicherheit eingestellt haben, schrieben sie, dass „wohl“ die syrische Luftwaffe dafür verantwortlich wäre. Es gab ja auch keinen Beweis, was die Autoren dennoch nicht daran hinderte, gemäß der Propaganda von Al-Kaida und den USA in krimineller Absicht ins Kriegshorn zu blasen. Deren Verbrechen wurden gleichzeitig verharmlost.

„Der Angriff war als Warnschuss gegen Assad gedacht.“

Sagt wer? Sagt die USA-Regierung. Deswegen plapperten dies unreflektiert Gehlen/Özkan nach, ohne sich mit der Tragweite des Geredes auseinanderzusetzen. Ein nächtlicher Raketenüberfall auf ein anderes Land, welches sich außerdem in Bündnis mit einem Atomwaffenstaat befindet; nur ein „Warnschuss“, sonst nichts. Wer war hier nun verrückt? Der von den Aggressoren als „Diktator“ verunglimpfte und angegriffene Staatschef, der den Angriff als „unverantwortlich“ bezeichnete, oder der Angreifer mit einer unbewiesenen Behauptung? Einschließlich natürlich all jener, welche die US-Meinung hörig weiterverbreiteten?

An der Klärung der Situation bestand wie immer bei Kriegsanlässen bei den Aggressoren und ihren Handlangern kein Bedarf. In diesem Fall reichte die Meinung der US-Regierung vollkommen aus, verbreitet über die modernen Volksempfänger. Dazu gehören die Meinungen ihrer Medienhelfer wie Gehlen & Co., die immer wieder die Legende zu spinnen versuchen, dass die USA mit den zahllosen Kriegen eigentlich gar nichts zu tun haben wollen.

„Washington will sich weiterhin nicht in den Krieg hineinziehen lassen…“

Das war eine glatte Verdrehung der Tatsachen und eine sich bei Aggressoren ständig wiederholende Behauptung der Kriegspropaganda.

„…hofft jedoch darauf, dass der Angriff einen Schockeffekt bei dem Regime in Damaskus und seinen Verbündeten in Moskau und Teheran hinterlassen hat – und die Verhandlungsbereitschaft steigt.“

Verhandlungsbereitsschaft mit Gewalt und „Schock“? Verhandlungsbereitschaft hinsichtlich was? Gehlen und Özkan erklären nicht, sie interpretieren wie Wahnsinnige das, was ein Wahnsinniger in Washington gedacht haben könnte. Denn weder wissen sie darum noch hatte dies jemand in Washington verlautbart.

„Nachdem die Trump-Regierung noch in der Vorwoche durch Tillerson ihre Abneigung gegen einen Sturz des Regimes in Damaskus signalisiert hatte, erklärte der US-Präsident Mitte der Woche nun, Assad habe eine rote Linie überschritten.“

Das war Hofberichterstattung. Echte Jounalisten würden diesen Umstand näher zu beleuchten zu versuchen, drängte sich doch die Frage auf, welches Motiv die syrische Regierung haben sollte, die ersten Entspannungssignal der US-Regierung sogleich zuwiderzulaufen, wissentlich, dass die Kriegstreiber in Washington genau auf diese Gelegenheit warten würden?

Zu kompliziert für Gehlen/Özkan, welche ihre „Informationen“ ausschließlich durch die US-Regierung speisten. Aber nicht zu kompliziert, um ihre eigene dümmliche Spekulation mit einer noch dümmeren Überlegung zu garnieren.

„Offenbar hofft das Regime, dass Trump es bei dieser einmaligen Militäraktion belässt. Darum will man den US-Präsidenten nicht weiter reizen.“

Das sollte zweifellos niemand, Millionen von Toten und Dutzende umgepflügte, zerstörte und ausgeraubte Länder legen Zeugnis davon ab. Deswegen „reizt“ auch niemand. Und weil niemand „reizt“, müssen diese Reize erfunden und durch das Verbrecherpack in den Massenmedien verkauft werden. 

Der einzige Satz von Gehlen/Özkan, welcher der Richtigkeit entsprach, war folgender:

„Die Reaktionen im Nahen Osten entsprachen den üblichen Frontstellungen.“

Russland und der Iran verurteilten den US-Angriff richtigerweise als einen Akt der Aggression gegenüber einer souveränen Nation“. Das entsprach auch der internationalen Rechtsordnung. Die verbrecherischen Regierung der Aggressoren wie Saudi-Arabien, Israel und die Türkei bekamen mit ihren Meinungen allerdings ungleich mehr Raum – mit Meinungen abseits jeglicher Rechtsgrundlage.

Gehlen/Özkan wussten anschließend neues zu berichten:

„Ankara bereitet sich offenbar selbst auf eine weitere Operation in Syrien vor.“

Die Türkei operiert also mit ihren Truppen in Syrien. Für Gehlen/Özkan war das offenbar irgendwie normal, sie hatten dazu nichts anzumerken.

„Erst Ende März hat das türkische Militär die Operation Schutzschild Euphrat beendet, nachdem der Islamische Staat und kurdische Gruppen teilweise von der türkischen Grenzregion zurückgedrängt worden sind.“

Der Aggressor Türkei, welcher in Syrien Krieg führt, ist allerdings der selbe Staat, welcher bislang die Jihadi-Söldner des sog. „IS“ zuvor reichlich unterstützt und versorgt hatte. Diese Tatsache sollte unter allen Umständen nicht verbreitet werden, weil die offizielle Geschichte auf der Lüge beruhte, dass es sich beim „IS“ quasi um eine selbständige Formation handeln würde.

„Das erklärte Ziel der nächsten Militäroperation ist die Stadt Manbij im Norden des Bürgerkriegslandes, unweit von al-Bab, wo das Zentrum von Schutzschild Euphrat lag. In Manbij haben kurdische Truppen den IS verdrängt.“

Gehlen und Özkan nun auch als Hofberichterstatter Erdogans. Es waren kurdisch-arabische Verbände der SDF gewesen, welche die türkischen Proxy-Truppen in Gestalt von „IS“ vertrieben haben. Für derlei Kleinigkeiten hatte die Vorgabe offenbar keinen Raum mehr gehabt.

 

 

 

 

 

 

 

Freitag
26
Januar 2018

Der Gesang der US-Marschflugkörper 23.

 

Zur weiteren Dokumentation nun wieder die PRESSE, hier mit der Druckausgabe vom 8. April 2017. Das in Österreich hergestellte Blatt bot zu dem Thema vier Artikel sowie einen an Widerwärtigkeit kaum zu überbietenden „Leitartikel“ auf.

Der erste Artikel stammte von Oliver Grimm und nannte sich „Trumps syrische Warnung“. Grimm erzählte hier von der angeblichen Wirkung des US-Raketenangriffs auf der syrischen Luftwaffenbasis Al-Shayrat und von dem, was die US-Regierung dazu zu sagen hatte. Er fügte dem nichts neues hinzu, sondern konzentrierte sich allein auf die Meinung der USA. Eine andere Seite, um wenigstens so etwas wie eine Ausgewogenheit zu simulieren, fand genau so wenig statt wie die juristische Betrachtung eines vorliegenden Verbrechens.

Innerhalb von Mord und Totschlag war es Grimm dagegen wichtig zu fragen, ob der Täter, US-Präsident Trump, eine Sichtweise geändert haben könnte. Dies führte in weiterer Folge zur erneuten Verletzung jeglicher journalistischer Grundstandards:

„Trump bezog sich in seiner kurzen Stellungnahme in der Nacht zum Freitag ausschließlich auf den Chemiewaffeneinsatz durch die Streitkräfte von Präsident Bashar al-Assad.“

Grimm hatte hier das Wörtchen „mutmaßlich“ vergessen, um sich von der unbewiesenen Behauptung des Aggressors USA abzugrenzen. Nun, Grimm hat ohnehin mit Jounalismus nichts zu tun, und für eine Hofberichterstattung existieren nur die Anordnungen des Dienstgebers. Und dies hieß: verkaufe deren Meinung als Tatsache.

https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5197746/Trumps-syrische-Warnung

 

In seiner moralischen Erbärmlichkeit freute sich Grimm über ein Bild, welches er wie ein ahnungsloser Idiot herbei phantasierte:

„Außenpolitisch machte Trump klar, dass er die Verletzung sicherheitspolitischer roter Linien mit Gewalt zu ahnden bereit ist – anders als sein Vorgänger Obama.“

Bevor wir es vergessen: hier ging es um einen mit Vorwand durchgeführten Kriegsakt der USA und um die Verschärfung einer Eskalationsspirale, in welcher unter anderem der Atomwaffenstaat Russland gegenüber saß. Grimm huldigte seinen kriegsgeilen Law-and-Oder-Herren in Übersee mit Übereifer:

„Die Regime in Pjöngjang und Teheran – Trumps erklärte Erzfeinde – dürften nun einiges zu bedenken haben.“

Grimm in heller Freude bei dem Anflug von Gewaltphantasien, die seine Mentoren in Übersee durchaus auszuleben pflegten – ungestraft. Da durfte auch die Erwähnung der US-Botschafterin Haley nicht fehlen, die weitere Luftschläge angedroht hatte, als wäre das irgendwie gesellschaftsfähig und nicht kriminell.

Der „Korrespondent“ blieb am Ende seiner Parteinahme den Hinweis nicht schuldig, dass es sich bei seiner Person um nichts weiter als einen durch und durch verkommenen Kriegspropagandisten handelte.

„An der Fähigkeit des Assad-Regimes, Chemiewaffen gegen die eigenen Bürger einzusetzen, hat der Angriff auf Shayrat nichts geändert.“

Es beinhaltete einerseits die Lüge, dass Syrien Giftgas eingesetzt habe, und andererseits das ständig wiederholte verlogene Narrativ, dass die syrische Regierung angeblich ihre eigenen Bürger bekriegen und ermorden würde. Dies dient bekanntlich als Begründung für den gegen Syrien geführten Krieg mit Terroristen. 

 

 

Nach Grimm durfte Martin Gehlen den nächsten kriegstreiberischen Artikel in der PRESSE platzieren, der bereits in der Überschrift scheinheilig fragte: „Woher hat Assad das Giftgas?“ (Gemäß der Druckausgabe; online hieß der Artikel noch „Woher hat Syriens Regime seine Giftgas-Bestände?“).

So funktioniert verbrecherische Kriegspropaganda: zuerst der Versuch, die syrische Regierung mit der Bezeichnung „Regime“ zu delegitimieren, dann die Unterstellung, dass diese mit Giftgas-Vorfall in Khan-Sheikhoun etwas zu tun hatte. Die Fragestellung suggerierte hier eine Tatsache, die niemals festgestellt worden war.

Gehlen betrieb sein schmutziges Handwerk mit Nachdruck, indem er seine potentielle Leserschaft mit einer entsprechenden Unterzeile und dem gleichen Muster weiter einzustimmen versuchte.

„Eigentlich hätte Diktator Assad seine Chemiewaffendepots leeren sollen – doch immer mehr deutet darauf hin, dass das Regime seine Bestände zurückgehalten hat.“

Zuerst der „Diktator“, um die syrische Seite mit negativen, unrechtmäßig wirkenden Attributen zu versehen, dann eine Behauptung als Andeutung. Es gab keine Andeutung, von einem Beweis ganz zu schweigen.

https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5197494/Woher-hat-Syriens-Regime-seine-GiftgasBestaende

 

In der Druckausgabe hatte es eine andere, aber ähnlich gelagerte Unterzeile gegeben:

„Laut Experten handelt es sich um Sarin-Restbestände, die Damaskus versteckt hielt.“

Diese Behauptung konnte und kann nicht belegt werden, sie diente aber einer Schuldzuweisung. Wer waren diese „Experten“?

 

Weißhelm-Al-Kaida-Gehlen

Screenshot: PRESSE. Ein gestelltes Bildexemplar aus dem „Mediencenter Idlib“ von Al-Kaida, welches bereits am 4. April eiligst über die westlichen Nachrichtenagenturen verteilt worden war.

 

Bildsprache 3

Foto: wie angegeben. Der Fotograf Ammar Abdullah hatte zuvor für hübsche Al-Kaida-Fotos aus Aleppo gesorgt. Angeblich seriöse Medien wie die PRESSE haben kein Problem damit, Propaganda von Terroristen zu verbreiten. 

 

 

 

Online wurde von der PRESSE ein Foto beigestellt, dessen Herkunft mit „Reuters“ angegeben wurde, die offenbar das Bildrecht erworben hatte. Es zeigt einem Man der unter anderem durch England finanzierten Al-Kaida-Organsisation „Weißhelme“ mit einer Sauerstoffmaske. Dieser Mann soll angeblich mit Giftgas in Kontakt gekommen sein, mit Sarin, wie behauptet wurde, mit der sich mit der lächerlichen Staubmaske geschützt haben will. Das versuchte zumindest Al-Kaida-Fotograf Ammar Abdullah darzustellen. 

Gehlen schrieb, dass sich die westlichen Aggressoren („US-Regierung und ihre westlichen Verbündeten“) in der Schuldfrage „sicher“ sein würden. Er begleitete dies mit der Meinung von den „meisten Chemiewaffenexperten“, welche die russische Behauptung, es wurde ein „Kampfstoffdepot der Rebellen“ getroffen, widersprochen hätten.

Aus gutem Grund wurden die durch die Kriegsmächte ausgehaltenen Al-Kaida-Söldner zu „Rebellen“ umgelogen, da Terroristen und Giftgas der Leserschaft schlüssiger erscheinen musste. Die Meinung der angeblichen „Experten“ wurde auch nicht begründet, sie wurde einfach nur hingeschrieben. Immerhin bot Gehlen wenigstens eine einzige zitierte Meinung auf, vorgetragen von einem britischen Exmilitär, Hamish de Bretton-Gordon. Es war eine Meinung ganz im Sinne der britischen Regierung, die am Krieg gegen Syrien beteiligt ist. Es war eine Meinung, die nichts weiter als eine lächerlich stumpfsinnige Gegenbehauptung beinhaltete.

Dieses Nichts war für Gehlen als Vorlage ausreichend genug, um eine rhetorische Frage zu stellen, die auch bei oberflächlicher Betrachtung entweder die eines Idioten oder die eines Medienverbrechers sein musste:

„Woher aber kommt dieses Giftgas, das doch angeblich 2013 und 2014 unter der Aufsicht der „Organisation für das Verbot von Chemiewaffen“ (OPCW) komplett außer Landes geschafft und vernichtet wurde?“

Die Möglichkeit, dass auch andere Kriegsparteien oder gar Terroristen mit Giftgas hantieren könnte, wurde kurzerhand ausgeschlossen – wider besseren Wissens. Gehlen schickte stattdessen den aggressiven Apartheitsstaat Israel vor, welcher ebenfalls in dem Krieg gegen Syrien involviert ist und von dem übrigen Kriegstreiber-Staaten natürlich nie dafür verurteilt wurde. Anonyme israelische Sicherheitskreise sollen da von irgendetwas ausgehen. Ebenso substanzlos waren die angeblichen Hinweise auf nicht gemeldete Giftgasbestände durch die syrische Regierung.

Gehlen versuchte hier, ein Nichts auf das andere Nichts zu stapeln, um für die USA eine Rechtfertigung für deren Kriegsakt zu konstruieren. Dazu gehörte eine uns unbekannte Äußerung („intern“) des OPCW-Chefs Ahmet Üzümcü über „irreführende Informationen“, was nur leider auch nichts besagte. Derselbe Üzümcü hatte allerdings Anfang 2016 die vollständige Vernichtung der syrischen Giftgasbestände vermeldet gehabt.

https://www.freenet.de/nachrichten/topnews/von-syrien-deklarierte-chemiewaffen-vollstaendig-zerstoert_5161362_4702792.html

 

Derselbe Üzümcü wollte auch noch herausgefunden haben, dass die Al-Kaida-Filiale IS möglicherweise selbst Senfgas hergestellt haben soll. Also das, was der Al-Kaida-Filiale in der Provinz Idlib laut den westlichen Kriegstreiber nie und nimmer in den Sinn kommen würde.

https://www.freenet.de/nachrichten/topnews/opcw-is-stellte-womoeglich-selbst-senfgas-fuer-angriffe-im-irak-und-in-syrien-her_5822822_4702792.html

 

In der Hoffnung, dass beim Publikum irgendetwas hängen bleiben würde, schob Gehlen in seiner betrügerischen Art den deutschen Toxokologen Ralf Trapp mit einer verstümmelten Aussage hinterher.

„Man habe daher versucht, „den Syrern unter die Arme zu greifen und ihnen zu helfen, ihre Meldung zu vervollständigen. Das hat aber nie zu Ergebnissen geführt“, bestätigte der Gründer von OPCW, der Chemiewaffen-Experte und Toxikologe Ralf Trapp, gegenüber dem Deutschlandfunk.“

Lassen wir die Sprecher der Kriegstreiber außen vor und hören uns Ralf Trapp zu, welcher am 10. April 2017 im ARD-Nachtmagazin zu Wort kam. Hier versuchte die Moderatoren bezüglich der Schuldfrage ihn zu einer der ARD geneigten Antwort zu drängen. Trapp vermochte diese aber nicht zu artikulieren, weil es bislang an einer Untersuchung vor Ort mangelte.

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-277799.html

 

Abseits dieser Stellungnahme von Trapp, versuchte Gehlen ein weiteres Nichts aufzusetzen, um einen Verdacht in Richtung der syrischen Regierung zu lenken.

„Zudem ist nach seinen Worten unklar, „ob nicht inzwischen versucht worden ist, neue Kampfstoffe oder zumindest neue Vorstufen für Kampfstoffe zu bevorraten“.“

Vollkommen unklar. Kann sein, kann nicht sein. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Doch Gehlen glaubt, was man ihm von interessierter Seite zugeraunt haben will: eine Ansicht.

„Es ist eine Ansicht, die auch die israelische Experten teilen, die Syrien besonders auf dem Radar haben.“

Natürlich hat das israelische Militär Syrien auf dem Radar, denn sie bomben dort, wann es ihnen beliebt, und unterstützen Al-Kaida-Banden am Boden.

 

 

Donnerstag
18
Januar 2018

Die Literatur-Ecke – 8.

 

In loser Reihenfolge möchten wir hier einige Bücher zum Thema Syrien-Krieg kurz vorstellen, die eine andere Sicht auf die Dinge ermöglichen. Diese hat wenig mit dem gemein, was durch westliche Massenmedien an deren Konsumenten als „Nachricht“ oder gar „Informationen“ verkauft wird. 

Grundsätzlich gilt natürlich immer, dass mehrere Quellen zu verwenden sind, wie auch die Überprüfbarkeit gewährleistet sein sollte. 

Wir beginnen hier mit dem Buch von Tim Anderson: „Der schmutzige Krieg gegen Syrien“. 

 

51H7JRESrUL._SX350_BO1,204,203,200_

 

  • Verlag: Ploppa, Hermann-Theodor; Auflage: 1 (24. Juni 2016)
  • Herausgeber: Liepsen
  • ISBN-10: 3981270398
  • ISBN-13: 978-3981270396

 

Sonntag
14
Januar 2018

Die Musik-Video-Ecke 51.

 

The CHAMELEONS mit „In Shreds“ aus dem Jahre 1981:

 

 

Und live 1985:

 

 

 

 

Freitag
12
Januar 2018

NATO-Weihnachtsmärchen 2017.

 

U-Boote und Datenkabel

Screenshot: PRESSE, 23. Dezember 2017.

 

Weihnachten 2017 ist vorüber, Silvester und Neujahr stehen unmittelbar bevor. Bevor alles wieder von vorne beginnen kann, musste offenbar das so gut wie vergangene Jahr wie immer beendet werden. Rechtzeitig vor den Weihnachtsfeiertagen, welche von vielen Menschen als ein Fest des Friedens empfunden werden, sollte die Bevölkerung noch einmal mit einem verleumderischen Bedrohungsszenario und Kriegshetze überzogen werden.

Das aggressive Kriegsbündnis NATO, deren Feind nach alter Tradition immer noch im Osten saß, hatte einmal mehr die Gefahr vor den gemeinen „Russen“ beschworen. Der politische Chef dieser Militärorganisation, Jens Stoltenberg, hatte in einer dieser zahlreichen Agitationen festgestellt, dass die russische Marine die Anzahl ihrer U-Boote aufgestockt haben. Dieser Umstand sowie die Frechheit, dass diese im Atlantik – überall sogar – herumschwimmen würden, wurde als Bedrohung formuliert. Denn die NATO-U-Boote, zahlenmäßig hoffnungslos überlegen, dienen schließlich auf allen Weltmeeren – überall – nur der Verteidigung. Mit Bedrohung hat deren gewaltiges Waffenarsenal überhaupt nichts zu tun.

https://www.focus.de/politik/videos/elf-weitere-sollen-folgen-platz-fuer-72-tomahawks-usa-praesentieren-neues-super-u-boot_id_7717277.html

 

Die russischen U-Boote dagegen würden sich angeblich immer häufiger in der Nähe wichtiger Datenkabel im Nordatlantik“ aufhalten, so Stoltenberg. Aus dieser substanzlosen Behauptung wurde das Märchen in die Welt gesetzt, dass, sollten die Russen diese Kabel kappen, ein enormer Schaden entstehen würde. Womöglich kriegsentscheidend. Vielleicht aber, so eine weitere Überlegung, würde der „Russe“ sich mit einem U-Boot in die Kabel auch nur einhacken, um wichtige Date abzusaugen.

In Anbetracht der Tatsache, dass es die USA selbst sind, welche diese Daten (allerdings an den Datenknotenpunkten) absaugen, diente dieser spekulative Schwachsinn nur der weiteren Dämonisierung des „Ostmenschen“ aus dem „Reich des Bösen“ (Zitat: Reagen). Dem wurde noch eine richtig wichtige Erkenntnis beigefügt, als würde es um einen Beleg handeln:

„“Russland zeigt klar ein Interesse an der Unterwasser-Infrastruktur der Nato und Nato-Länder“, zitierte die „Washington Post“ US-Admiral Andrew Lennon, den Kommandant der U-Boot-Streitmacht des westlichen Bündnisses.“

Das Interesse der US-Amerikaner an russische Unterwasser-Infrastrukturen fiel irgendwie unter den Tisch, obwohl gleichzeitig offensichtlich. Außer Hetze und Verleumdung hatte NATO-Stoltenberg nichts zu bieten, sollte aber reichen, um angeblich Nervosität im Hauptquatier zu verursachen. Offizielle 611 Milliarden Dollar an US-Militärausgaben standen 2016 gerade mal 69,2 Milliarden Dollar Russlands gegenüber. Frankreich, England und Deutschland alleine hatten allerdings auch schon 145,1 Milliarden Dollar verprasst bzw. in die „Sicherheit“ investiert.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/

 

 

Aber was soll’s? Stoltenberg seine Hetze hatte einen realpolitischen Hintergrund, wie in den Artikeln nicht verhehlt wurde: weitere Aufrüstung. Und die musste darin begründet werden, dass der böse Russe weiterhin existierte – bis zum Endsieg.

In Österreich ist diese Kriegshetze in der PRESSE und im STANDARD nachzulesen; die Artikel wurden kaum bearbeitet von der „APA“ und der „dpa“ übernommen.

https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5343555/Nato-besorgt-ueber-Operationen-russischer-UBoote-im-Atlantik

https://derstandard.at/2000070955816/Russische-U-Boote-immer-haeufiger-in-der-Naehe-wichtiger-Datenkabel

Oder auch im Staatsmedium „ORF“:

http://orf.at/stories/2420030/2420032/

 

Der alles andere als friedliche Dreck wurde natürlich flächendeckend an sämtliche Massenmedien verteilt; als Beispiel:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nato-generalsekretaer-besorgt-ueber-russische-u-boote-15356381.html

https://www.welt.de/politik/ausland/article171879831/Wegen-Datenkabeln-Nato-ist-besorgt-ueber-russische-U-Boote-im-Atlantik.html

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/atlantik-nato-besorgt-russische-u-boote-datenkabel

 

Die widerliche Hetze erschien ursprünglich in der Propagandaschleuder „Washington-Post“:

https://www.washingtonpost.com/world/europe/russian-submarines-are-prowling-around-vital-undersea-cables-its-making-nato-nervous/2017/12/22/d4c1f3da-e5d0-11e7-927a-e72eac1e73b6_story.html?utm_term=.f8888f77654f

 

Auch 2018 wird es Regierungen und Lobby-Verbände geben, die an ein friedliches Zusammenleben kein Interesse haben. Da passte eine eigenwillige Interpretation eines Weihnachtsliedes ganz gut, auch wenn es sich hierbei um einen – groben – Spaß handelt:

 

Quelle: YouTube. 

 

Sonntag
31
Dezember 2017

Der Gesang der US-Marschflugkörper 22.

 

Alexandra Föderl-Schmid hatte am 7. April 2017 einen zweiten Artikel im STANDARD veröffentlicht, welcher online um 18.20 Uhr erschien sowie in der Printausgabe am folgenden Tag. Es handelte sich hierbei um einen Kommentar, welcher die Überschrift „Trump agiert nach Bauchgefühl“ trug.

http://derstandard.at/2000055585350/Trump-agiert-nach-Bauchgefuehl

 

Ihre Meinung begründete Föderl-Schmid mit ihrer persönlichen Eigenart, die US-Politshow tatsächlich ernst zu nehmen, und mit der groben Fehleinschätzung, dass in der US-Regierung irgendetwas spontan und unüberlegt geschehen könnte. Ihre – bestenfalls – Inkompetenz hatte sie bereits eingangs belegt, in dem sie unter anderem die rhetorische Frage gestellt hatte:

„Lassen sich die USA in den Krieg in Syrien weiter hineinziehen?“

Diese Frage war verlogen. Lag dem keine Absicht zugrunde, muss es sich um Unkenntnis und vor allem um eine extreme Dummheit gehandelt haben. Denn niemand wird in einen Krieg „hineingezogen“, wenn hierbei von dem eindeutigen Aggressor die Rede ist. Der Raketenüberfall war eine Aggression wie die USA seit Anfang an als die treibende Kraft hinter der Aggression gegen den Staat Syrien steht. Davon abgesehen, war bereits vor 2011 aus dem Vorhaben kein Geheimnis gemacht worden, unter anderem im Plan „Greater Middle East“ dargelegt. Für die linientreuen Massenmedien war dies natürlich kein Thema.

Der Kommentar von Föderl-Schmid gestaltete sich somit auf eine Weise, als würde sich ihre Leserschaft aus einer hirnlosen Masse formen. So behauptete sie:

„Trump demonstriert mit diesem Militärschlag in Syrien Entschlossenheit und sendet damit ein Signal an Assad, aber auch an die Russen und Iraner aus.“

Das einzige Signal, welches hier allerdings ausgesendet wurde, war die Selbst-Deklaration seitens der USA als verbrecherische Kriegstreiber. Das war eine schlichte Feststellung, zu der sich Föderl-Schmid nicht in der Lage sah bzw. nicht in der Lage sein durfte. Das war kein Versehen, denn sie log anschließend:

„Sechs Jahre lang hat Trumps Vorgänger Barack Obama dem Abschlachten von Syrien zugesehen und auch dann nicht eingegriffen, als die von ihm definierte rote Linie durch einen Giftgasangriff 2013 in Syrien überschritten worden war.“

Natürlich hatte der ehemalige US-Präsident Obama nicht „zugesehen“, denn unter seiner Regierung war der Krieg gegen Syrien mit mehr oder weniger offensichtlichen Proxy-Truppen erst durchgeführt worden. Der Giftgasangriff aus dem Jahre 2013 wurde bei dieser Gelegenheit einmal mehr indirekt der syrischen Regierung angelastet, obwohl es dafür keinen Beweis gab. Es war ein Ereignis, welches durchaus Parallelen zu jenem von Khan Sheikhoun aufwies – einschließlich aller Reaktionen der Kriegstreiber aus dem Westen und den Golf-Dikaturen samt ihrer Medienmeute.

„Mit seinem Befehl setzt sich der Republikaner Trump vom Demokraten Obama ab und stellt sich in eine Tradition von Ronald Reagen und George W. Bush.“

Föderl-Schmid versuchte hier, einen Zusammenhang zwischen einen angeblich „guten“, aber etwas „weichen“ US-Präsidenten Obama und der US-Partei „Demokraten“ herbeizuschreiben, dem sie als Kontrast vermeintlich (noch) kriegerische Präsidenten der Partei „Republikaner“ gegenüberstellte. Sie versuchte, einen Unterschied zwischen den beiden US-Parteien herauszustreichen, den es schlichtweg nicht gab und nicht gibt. (Es handelt sich hier nur um oligarchische Interessengruppen in beiden Parteien). Die Regierung Obama hatte in mehreren Ländern Krieg geführt, Obama selbst ist zudem maßgeblich und persönlich für das Massenmorden per Drohne verantwortlich. Das wissen die Schreibtischtäter natürlich selbst, denn zuvor hatten sie einen George W. Bush bei seinen Kriegen nicht weniger unterstützt.

Für die medialen Dienstleister der kriegerischen Interessengruppen schien es dagegen ein Problem zu sein, dass ausgerechnet mit Trump ein Vertreter einer konkurrierenden Interessengruppe, welche täglich von den ersteren bekämpft wurde, scheinbar eine Eskalation in Gang gesetzt hatte, die von den zuvor etablierten US-Interessengruppen erwünscht gewesen war.

So kam Föderl-Schmid doch nicht um die Feststellung herum, dass es sich bei dem US-Raketenangriff um einen Völkerrechtsbruch handelte. Und dass dieser von der EU und europäischen Regierungen auch noch positiv bewertet wurde. Das gab einen Blick auf Personen in europäischen Entscheidungs-Positionen frei, die mit den von ihnen propagierten Werten plötzlich absolut nichts mehr zu tun hatten. Es wurde ein Verbrechen beklatscht.

Die auch von Föderl-Schmid erwähnte Reaktion Russlands war dagegen für den angeblichen „Werte-Westen“ eher peinlich. Es wurde ein Abkommen ausgesetzt, gleichzeitig aber sämtliche Kanäle offen gelassen, um deeskalierend wirken zu können. Die Russen, bei jeder Gelegenheit als böse und aggressiv hingestellt, schienen tatsächlich noch einer Hoffnung auf eine gute Beziehung mit den USA nachzugehen, wie auch von Föderl-Schmid angemerkt wurde.

Es war im Gegensatz zur Regierung Obama die Regierung Trump gewesen, die bezüglich Syrien von US-amerikanischer Seite einen ersten Schritt zu einer Deeskalation markiert hatte. Das Fallenlassen des Ziels, in Syrien einen Regierungswechsel zu erreichen, soll ja angeblich ausgerechnet von der syrischen Regierung sabotiert worden sein, sollte man den im Krieg gegen Syrien involvierten Politikern und den Massenmedien Glauben schenken.

Die Irritation einer Föderl-Schmid war jedenfalls offensichtlich. Sie hatte nicht den blassesten Schimmer über das, was sich in Syrien ereignet hatte. Sie schrieb dann von ihrem Glauben, dass „Assad“ – als würde es um „Assad“ gehen – aus US-amerikanischer Sicht nicht mehr das „geduldete kleinere Übel“ im Vergleich zur „IS“ sein dürfte. Das war Glaube und möglicherweise auch Hoffnung zugleich.

Frank Herrmann berichtete aus Washington (online am 7., gedruckt am 8. April) davon, wie sich die US-Regierung nach dem befohlenen Raketenangriff präsentierte: „Donald Trumps Wandel zum Kriegsführer.“ Das soll uns hier aber weiter nicht interessieren.

http://derstandard.at/2000055584968/Donald-Trumps-Wandel-zum-Kriegsfuehrer

 

Bei der letzten Autorin des Tages im STANDARD handelte es sich um Gudrun Harrer, deren Beitrag „Trump steigt ins syrische Spiel ein“ am folgenden Tag ebenfalls abgedruckt werden sollte. Obwohl erst um 20.56 Uhr online gestellt, schient Harrer nicht mehr aktuell gewesen zu sein. Sie redete davon, dass die durch den US-Raketenangriff angerichteten Schäden auf der syrischen Luftwaffenbasis beträchtlich gewesen sein dürften, und mutmaßte aufgrund zu weniger – angeblicher – Opfer, dass es offenbar eine Verständigung zwischen den USA und Russland/Syrien gegeben haben könnte.

Frau Harrer waren anscheinend sämtliche Presseerklärungen aller Seiten mindestens 12 Stunden zuvor abhanden gekommen, doch wusste sie von der US-Erklärung aus genau diesen Quellen, dass eine (offizielle) „Militärintervention“ nicht geplant gewesen sein soll. Harrer nutzte jedenfalls die Gelegenheit, um in diesem Zusammenhang ein verlogenes Narrativ der Kriegstreiber anzubringen:

„Ein amerikanisches militärisches Engagement in Syrien gibt es ja bereits, auch mit Bodentruppen, aber gegen den „Islamischen Staat“.

Den gegen den syrischen Staat und dessen Bevölkerung geführten Krieg durch die USA und seinen Verbündeten verleugnend, fügte Harrer eine Behauptung der Kriegstreiber und seiner Bodentruppen vor Ort an, als könnte an dieser Geschichte etwas dran sein:

„Die Operation gegen den Ort, von dem die mutmaßlichen Giftgasbomber am Dienstag gegen die Stadt Khan Sheikhun in Bewegung gesetzt wurden, hatte demnach vor allem symbolischen Charakter.“

Symbolisch war es auch, anlässlich eines unbewiesenen Ereignisses über eine gleichfalls unbelegte Behauptung bezüglich einer vermeintlich urheberschaftlichen Örtlichkeit zu schwadronieren, als würde irgendwo ein gesicherter Parameter zur Verfügung stehen. Hier wurde nur über den oberflächlichen Charakter des Aggressors spekuliert, welcher gleichzeitig – welch „journalistische“ Offenbarung – als einzige Quelle benutzt wurde. Mit anderen Worten: was Harrer hier ablieferte, war wie so oft nichts weiter als dummes Gerede.

http://derstandard.at/2000055578714/Trump-steigt-ins-syrische-Spiel-ein

 

Den US-Kriegsakt wollte auch Harrer als „Bestrafung“ verstanden wissen. Der rechtliche Aspekt wurde von ihr nicht tangiert. Stattdessen befand sie:

„Die einzelne Militäraktion macht längerfristig jedoch nur Sinn, wenn sie politisch begleitet wird.“

Verbrechen machen demnach Sinn, wenn sie politisch begleitet werden. Von Frau Harrer offenbar nicht bemerkt, wurden bereits sämtliche Verbrechen politisch begleitet. Und ja, würde es „politisch“ nicht so laufen wie gewünscht, würde ja noch das Mittel Verbrechen… ähm… „Militäraktion“ zur Verfügung stehen, als „Strafe“. Das könnte dann auch politisch begleitet werden – und Sinn machen.

Das weitere Gerede zeigte auf, dass Harrer anscheinend Proleme damit hatte, den Sinn von Handlungen zu erfassen. Weder erwähnte sie, dass die Friedensgespräche in Astana zwischen Russland, der Türkei und dem Iran erste Früchte getragen hatten, noch stellte sie fest, dass diese möglich geworden waren, weil diese unter Ausschluß der Kriegstreiber wie die USA und ihre Verbündeten erfolgten (Ausnahme: Türkei). Spekulativ war der Gedanke, dass Russland nun bezüglich den USA eine Vorstellung revidieren müsse.

Harrer berichtete von der russischen Feststellung, dass es über den Giftgasvorfall in Khan Sheikhoun keine gesicherten Erkenntnisse über die Urheberschaft geben würde, dies aber für die USA „irrelevant“ sei. Das war freilich nichts neues, das war ein Phänomen seit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Und Harrer weiter mit einem gewissen Vorausblick:

„…ebenso, dass die Aktion von den meisten Völkerrechtlern als illegal bezeichnet werden wird.“

Hier wurde etwas auf die Meinung von Völkerrechtlern reduziert, obwohl es an der auch in der UN-Charta beschriebenen Definition keinen Zweifel gibt. Harrer hatte offensichtlich ein Problem damit, ein Verbrechen als das zu bezeichnen, was es war. Sie hantierte mit „Signalen“ an die US-Verbündeten in der Golf-Region, registrierte eine Enttäuschung bei der Diktatur Saudi-Arabien, weil keine Aggression („Eindämmung“) gegen den Iran im Raume stand und anderes. Auch phantasierte sie „Signale“ an Russland herbei.

„Denn das politische Signal an Russland ist, dass es im innersyrischen Konflikt eben keine freie Hand hat: auch – und vor allem – nicht, was die iranische Rolle oder jene der schiitischen Milizen, allen voran der libanesischen Hisbollah, in einer zukünftigen syrischen Ordnung betrifft.“

Davon abgesehen, dass Harrer die von ihr wahrgenommenen „Signale“ rein spekulativ waren, sollte hier zum wiederholten Male festgestellt werden, dass sich russische und iranische Militärs legal in Syrien aufhielten, aber nicht jene der USA und ihrer Verbündeten. Die Vorstellung der USA von der „Neuordnung“ in diesem Raum war, wie erwähnt, bereits vor dem Krieg publiziert worden. Was Harrer zum besten gab, war belangloses Gequatsche über eine eindeutige Situation. An dieser wurde aber fleißig manipuliert:

„Hier ist auch Israel betroffen.“

Nur ist Israel nicht „betroffen“, sondern einer der aggressven Akteure in dem Krieg gegen Syrien, sei es mit Luftangriffen, sei es mit Unterstützung der Al-Kaida-Söldner im Südwesten des Landes. Groteskerweise hatte der auch von Israel geführte Krieg erst die iranischen und libanesischen Hilfstruppen nach Syrien rufen lassen. Die Aggressoren hatten anfangs nicht geahnt, dass sich der syrische Staat tatsächlich so lange halten würde, und natürlich hatte Israel den US-Kriegsakt begrüßt, also das, was von ihnen selbst immer wieder praktiziert wurde – ohne vom angeblichen „Wertewesten“ dafür angeklagt zu werden.

Harrer rätselte weiter, wer was denken und empfinden oder was geschehen könnte. Das Bestreben der syrischen Regierung („Assad“), das eigene Staatsgebiet von den jihadistischen Söldnern und Terroristen zu befreien, wurde von ihr als „großspurig“ lächerlich gemacht.

Ihr Standpunkt blieb der gleiche: hier das „Regime“, dort die „Opposition“. Wie zum Beispiel in der Provinz Idlib, wo sich „Rebellen“ verschanzt hätten. Al-Kaida gibt es nicht. Sagt schließlich auch Al-Kaida nach ihrer Umbenennung.

 

 

Freitag
29
Dezember 2017

Der Gesang der US-Marschflugkörper 21.

 

Zur weiteren Dokumentation:

Der österreichische STANDARD hatte gegenüber den KURIER wie gewöhnlich am 7. April 2017 nach dem US-Raketenangriff quantitativ mehr anzubieten. Der erste Artikel wurde online am frühen Morgen auf der Grundlage der US-Nachrichtenagentur Reuters erstellt.

„Nach Giftgasangriff: US-Luftschlag gegen syrische Militärbasis.“

http://derstandard.at/2000055531713/USA-greifen-erstmals-Ziele-des-Assad-Regimes-an

 

Hier wurden eingangs die Mitteilungen der US-Regierung angeführt, dass Ergebnis des Raketenangriffs dagegen lustigerweise der vollkommen unseriösen „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ überlassen, als gäbe es keine anderen und realen Quellen vor Ort. Die angeblichen fünf Toten konnten nur vom syrischen Militär genannt worden sein.

Es wurden anschließend in dem Artikel die Meinungen verschiedener Regierungen wiedergegeben, bei denen es sich allesamt um Konfliktparteien handelte. Russland und der Iran verurteilten den US-Raketenangriff mit Hinweis auf die unstrittige Rechtslage, welche wie so oft durch den Text-Baustein „Rußland steht im Syrien-Konflikt an der Seite des syrischen Staatschefs Bashar Al-Assad“ entschärft werden sollte. Der üblichen Nicht-Nennung der US-Verbündeten, bei denen es sich allesamt um die Aggressoren handelte, stand ausnahmsweise der Begriff „Präsident“ für Assad (statt „Diktator“) gegenüber.

Wenig überraschend erntete der US-Kriegsakt bei den weiteren Aggressoren – genannt wurden Israel, Saudi-Arabien und England – große Zustimmung. Diese Zustimmung wurde geteilt von den Aggressoren vor Ort, im Artikel in Gestalt einer Marionette des türkischen Militärgeheimdienstes: der „Syrischen Nationalen Koalition“. Der wiederholten Behauptung der syrischen Regierung, für den angeblichen Giftgasangriff in Khan Sheikhoun nicht verantwortlich zu sein, wurde – schwach genug – mit einer Vermutung der US-Geheimdienste gekontert.

Die Ungereimtheiten des US-Raketenangriffs, keine weitere Militäraktionen der offiziellen US-Streitkräfte sowie die Informierung der russischen Regierung über den Angriff, wurden nicht hinterfragt.

Dieser STANDARD-Artikel war überraschenderweise weitgehend neutral gehalten. Mehrere Meinungen der Konfliktparteien kamen zu Wort und es wurde keine Behauptung aufgestellt, dass es so und nicht anders gewesen sein soll. Die eindeutige Rechtslage, dass es sich bei dem US-Angriff um ein Verbrechen und um eine weitere Eskalation gehandelt hatte, wurde als Thema freilich ausgeklammert.

Der zweite Artikel am Morgen des 7. April 2017 wurde von Alexandra Föderl-Schmid als Kommentar verfasst und beinhaltete nun wieder Propaganda-Elemente. Er trug die zynische Überschrift „Trump fackelt nicht lange.“

https://derstandard.at/2000055535529/Trump-fackelt-nicht-lange

 

Föderl-Schmid schilderte zuerst ein wenig die Trump-Show, um dann allerdings festzustellen, dass bislang überhaupt kein Beweis vorgelegt worden war, welcher das syrische Militär als Täter von Khan Sheikhoun identifizierte. Für die STANDARD-Redakteurin war die schwerstkriminelle Handlung der US-Regierung allerdings kein Anliegen, sie sah stattdessen eine angebliche „Brüskierung“ Russlands, als wäre ein Raketenüberfall mit (angeblichen 59) Marschflugkörpern auf den Verbündeten Russlands keine Kriegserklärung mit allen möglichen Konsequenzen, sondern ein Schuljungen-Streich.

Dass Föderl-Schmid in einer eigenen unrealen Welt zu leben schien, unterstrich sie wie eine Schwachsinnige: „Trump wollte eine Warnung abgeben, keinen Krieg anfangen.“ Das war in etwa so, nicht das Haus eines Kontrahenten abzufackeln, sondern nur die Anwesenden einer Wohnung in demselben zu erschießen. Wegen der Warnung. Hat mit Mord nichts zu tun. Wo das Morden nur zu einer Warnung reduziert wurde, konnte es auch als „außenpolitisches Zeichen“ verstanden werden, so jedenfalls bei Föderl-Schmid.

Nach der Verharmlosung von Krieg, Mord und Zerstörung hatte die Redakteurin die Propaganda-Elemente eingefügt wie den Begriff „Assad-Regime“ und den üblichen Textbaustein „Russland an der Seite des Assad-Regimes“ auf der einen Seite und die zu „Rebellen“ verharmlosten Al-Kaida-Terroristen auf der anderen Seite. Ein Pflichtprogramm, welches noch mit der unhaltbaren Spekulation angereichert wurde, dass auch Russland keine Chemiewaffen-Angriffe billigen würde, als könnte bei der Schuldzuweisung in Richtung syrischer Regierung der Aggressoren doch etwas dran sein. Auf dem Schulhof nannte man solche Leute wie Föderl-Schmid früher „hinterfotzig“.

Ein Klacks, bei dieser Gelegenheit auch die US-Angriffskriege in Afghanistan und gegen den Irak zu „US-Militärinterventionen“ umzulügen.

Am späten Nachmittag dieses Tages (7. April 2017) wurden beim STANDARD drei Artikel gleichzeitig online gestellt, welche am folgenden Tag, am 8. April, auch in der Print-Ausgabe erschienen. „Türkei wieder zurück zum Hardliner-Kurs in Syrien“ stammte von Markus Bernath. Er gab dem Aggressor Türkei eine kleine Bühne, deren Kriegsbeteiligung gegen Syrien hier auf „Forderungen“ minimalisiert wurde.

http://derstandard.at/2000055581814/Tuerkei-wieder-zurueck-zum-Hardliner-Kurs-in-Syrien

 

Bernath kam zwar nicht umhin, bei der Türkei eine Toleranz gegenüber der Terrororganisation „IS“ zu entdecken, und zwar (nur) in Syrien, deckte aber den Mantel über die Tatsache, dass die Türkei ein Teil dieser IS-Struktur ist. Sie ist die logistische Drehscheibe für die Terror-Söldner, welche bei ihrem Angriff auf die Kurden-Gebiete damals aus dem türkischen Staatsgebiet heraus operiert hatten. Somit war auch die Behauptung, der „IS“ habe in der Türkei später Anschläge durchgeführt, höchst zweifelhaft. Eine türkische Intervention, wie von Bernath weiters behauptet, hatte sich nie ereignet.

Der Artikel „Viel Rückendeckung aus der EU“ besagte alles mit seiner Überschrift. Heuchlerisches Verbrecherpack mit „Verständnis“ für US-amerikanischen Terror in einem Land, in welchem sie selbst destruktiv involviert waren und noch sind.

Ein Lothar Deeg steuerte aus St. Petersburg den Artikel „Moskau empört über US-Angriff in Syrien“ bei. Er berichtete über die russische Sicht auf das Ereignis, welches nüchtern, eindeutig und richtig war. Ein erstaunlicher Text in einem Blatt wie den „STANDARD“.

http://derstandard.at/2000055575266/Moskau-empoert-ueber-US-Angriff-in-Syrien

 

Astrid Frevel aus Kairo war die nächste, welche einen Artikel servierte. „Rebellen hoffen auf mehr“, lautete die Überschrift. Das bezog sich auf die nicht erwähnte Terrorformation Al-Kaida, welche natürlich die Hoffnung auf mehr Unterstützung durch ihre Unterstützer hegte.

http://derstandard.at/2000055577683/Rebellen-hoffen-auf-mehr

 

Frevel, die den US-Kriegsakt als „Strafaktion“ verharmloste, leitete einige Informationen weiter, die sie woanders aufgeschnappt hatte. So von einer „Pro-Regime-Website“, was immer das sein sollte. Aus diesem Propaganda-Sprech wurde ein Stück weiter eine nicht näher bezeichnete syrische Nachrichten-Agentur, die in Syrien gewöhnlich staatlich sind. Somit kann sich ihre Quelle nur auf eine staatliche Nachrichtenagentur bezogen haben, was natürlich anders und wertfrei klingen würde.

Die STANDARD-Redakteurin zeigte auch weiterhin, dass sie ihren Auftraggebern verpflichtet war. Die syrische Regierung wurde von ihr als „Regime“ bezeichnet, die von Damaskus genannten Terroristen von Frevel mit Anführungszeichen versehen, als wäre deren Existenz auch im Raum der Ereignisse irgendwie fraglich.

Man konnte es der Frau Frevel nicht absprechen, auch Meinungen von eher unpopulären Personen zu verbreiten. So jene von Mohammed Alloush, dem Anführer der Jeish al-Islam, welche hier zu einer „bewaffneten Opposition“ verkleidet wurde, weil Al-Kaida bei den Lesern wenig Verständnis hervorgerufen hätte. Frevel bemühte sich gar, die Seriosität dieser Terroristen-Fraktion herauszustellen, indem sie hinzufügte, dass Alloush auch zur Verhandlungsdelegation in Genf gehören würde. Das war richtig, das war allerdings ein Skandal erster Güte für den vermeintlichen „Werte-Westen“, dass ein von Saudi-Arabien finanzierter Terrorist für denselben Terror-Sponsor verhandelte. Wenn auch nicht wirklich.

 

 

Frevel berichtete auch, dass von der ägyptischen Regierung keine Schuldzuweisung ausgesprochen wurde. Irgendetwas schien sie dann aber dazu veranlasst zu haben, den Schwachsinn von saudisch finanzierten Medien wiederzukauen. Vielleicht war das die Hoffnung gewesen, dass irgendetwas davon bei schwachsinnigen Lesern hängen bleiben würde.

 

Dienstag
12
Dezember 2017

Die Musik-Video-Ecke 50

 

DA! mit „Dark Rooms“ aus dem Jahre 1981:

 

 

 

Samstag
09
Dezember 2017

Der Gesang der US-Marschflugkörper 20.

 

Für den Artikel in der Printausgabe des KURIER vom nunmehr 8. April 2017 zeichnete sich Ulrike Botzenhart verantwortlich. Dieser enthielt einige Elemente aus den Online-Artikeln, auf die wir hier nicht eingehen müssen, und einige neue Absätze.

„Trumps Warnschuss an Assad“:

https://kurier.at/politik/ausland/trumps-warnschuss-an-assad/256.996.971

 

Dazu gehörte eine Zitat aus dem russischen Verteidigungsministerium, dass nur 23 der abgeschossenen Marschflugkörper ihr Ziel erreicht hätten und angeblich nach den restlichen Raketen gesucht werden würde.

Zweifellos schien an dieser Geschichte etwas nicht der Richtigkeit zu entsprechen, da diese Fehlschuss-Quote schlichtweg auszuschließen war. Entweder waren niemals 59 Marschflugkörper abgeschossen worden oder der russische Sprecher log, um US-Waffentechnik als minderwertig darzustellen.

Zu diesem Aspekt zitierte der KURIER den Brigadier Walter Feichtinger von der österreichischen Akademie für Landesverteidigung:

„… Hingegen schließt er aus, dass 36 Marschflugkörper ihr Ziel verfehlt haben könnten. „Das US-Militär hat längst alle Ziele in Syrien genau vermessen. Und als Präsident Obama 2013 Syriens Machthaber Assad vor dem Überschreiten der ,Roten Linie‘ gewarnt hat, ist sicher die Angriffsplanung längst gemacht worden“, sagt er. Durch ständige Aufklärung seien die USA auf dem Laufenden. Nach der Befehlserteilung durch Präsident Trump wurden an Bord der zwei US-Kriegsschiffe im Mittelmeer die „Tomahawk“ mit den Zieldaten programmiert und abgefeuert.

Die Raketen mit etwa 500 Kilogramm Sprengstoff zischen mit einer Geschwindigkeit von Mach 1 in geringer Höhe auf ihr Ziel zu, schlagen Haken, um schwerer abgewehrt zu werden, und erreichen ihr Ziel „mit fünf Metern Treffgenauigkeit“, erklärt Feichtinger. „Syriens Luftabwehr kann die Cruise Missiles nicht abwehren. Ob die russischen Systeme dazu in der Lage sind, prüfen wir noch.““

Ein Rätsel. Der KURIER präsentierte ein weiteres Rätsel, auch wenn dieses als solches nicht so dargestellt wurde:

„Die Russen wurden rechtzeitig von den USA vorgewarnt, bestätigte der Kreml. Andernfalls hätte es bei 500 bis 1000 Menschen auf so einer Basis viel mehr Opfer gegeben. Laut Syriens Armee gab es sechs Tote und einige Verletzte. Das Regime meldete mehrere Tote in benachbarten Dörfern, darunter Kinder.“

Hier konnte der Leser entnehmen, dass dieser Kriegsakt in Form eines nächtlichen Raketenüberfalls von den USA gegenüber Russland angekündigt worden war. Letztere dürften danach natürlich die syrische Armee informiert haben. Ulrike Botzenhart fragte nicht nach den Sinn dieses Manövers, welcher die Effektivität eines Angriffs stark einschränken musste. Die Behauptung der syrischen Regierung, dass sie von Russland nicht informiert worden sei, kann kaum ernst genommen werden.

Unserer Ansicht nach gab es somit Anzeichen, dass es sich zumindest bei dieser US-Aggression nicht viel mehr als um eine Show gehandelt haben könnte. Die Bilder von der syrischen Luftwaffenbasis mögen eine Reihe von Zerstörungen zeigen, ob dort aber Menschen ums Leben gekommen waren, bleibt fraglich und ohne Nachweis. Eine erste Quelle hatte dies sogar bestritten:

https://twitter.com/leithfadel/status/850169932084121600

 

Die selbe Quelle hatte dann eine Opferzahl von 4 Personen angegeben, die natürlich wiederum aus einer Quelle des syrischen Militärs stammte:

https://twitter.com/leithfadel/status/850194858094579712

 

Die Angaben der US-Regierung, es bei diesem Angriff zu belassen, gehörte ebenso zu der Überlegung, dass der Kriegsakt einen anderen Hintergrund gehabt haben dürfte, als öffentlich dargestellt.

Der US-Raketenangriff hatte allerdings eine Reaktion seitens Russlands gezeitigt, wie auch der KURIER vermeldete:

„Russlands Außenminister Lawrow fühlte sich an den US-Angriff auf den Irak erinnert, und der Kreml setzte das Abkommen mit den USA für den Luftraum in Syrien aus.“

 

Flugsicherheitsabkommen ausgesetzt

 

Was bedeutete dies? Ulrike Botzenhart meinte dazu:

„Das heißt, die Russen werden die Amerikaner nicht mehr über ihre Flüge im syrischen Luftraum informieren.“

Hier lässt sich einmal mehr feststellen, dass sich russisches Militär legal in Syien aufhält, die USA dagegen nicht. Die USA gehören zu den Aggressoren. Russland muss niemanden informieren, versuchte und versucht aber eine Deeskalation. Die Aufhebung dieser genannten Vereinbarung durch Russland kam der Sperrung für bestimmte syrische Lufträume für US-Jets gleich.

Brigadier Feichtinger kommentierte:

„Das ist gefährlich“, sagt Feichtinger, „weil es zu Zusammenstößen kommen könnte.“ Fliegt doch die US-geführte Anti-Terror-Allianz immer wieder Angriffe auf den IS. “

Die Gefahr von Zusammenstößen mochte sich erhöht haben, die Behauptung, dass es sich bei den ausländischen Militärs um eine „Anti-Terror-Allianz“ handeln würde, war aber definitiv falsch. Ähnlich falsch wie die angeblichen Angriffe auf den „IS“. Feichtinger wird allerdings kaum dem offiziellen und propagierten Narritiv widersprechen können, möchte er seinen Beruf behalten. Dazu gehört auch seine Anhängerschaft zu der US-Verschwörungstheorie von Osama Bind Laden und den 19 Teppichmessern.

http://www.bundesheer.at/pdf_pool/publikationen/09_vu1_02_apk.pdf

 

Dennoch kam Feichtinger im KURIER zu einer bemerkenswerten Feststellung, welche in der Redaktion sicher anders eingestuft worden war, als wir es tun:

Feichtinger: „Im Anlassfall, etwa bei einem Giftgasangriff oder Massaker, müssen die Syrer erneut mit einem US-Angriff rechnen.“

Das hieß nichts anderes, als dass jeder der zahlreichen Akteure in Syrien irgendwelche Giftgasangriffe oder Massaker veranstalten konnte, das Opfer von US-Angriffen würde bereits feststehen: die Syrer.

Bei dem Brigadier Feichtinger handelt es sich um einen für die Medien gefragten Spezialisten. In einem Interview mit OÖN demonstrierte er, dass sein Spezialisten-Dasein freilich nur sehr eingeschränkt wirken konnte, musste er die verlogene Legende am Leben erhalten:

OÖN:

„Werden die USA in nächster Zeit zumindest ihre Unterstützung für die Assad-Gegner forcieren?“

Die Fragestellung war mit dem Begriff „Assad-Gegner“ bereits manipulativ. Feichtinger antwortete laut OÖN:

„Die Unterstützung gibt es bereits für die Kurden und die Syrian Democratic Forces – auch mit Waffen. Die Rebellen im Gebiet Idlib sind aber als Islamisten eingestuft. Für diese wird es sicher keine Unterstützung durch die USA geben.“

Man hat den Eindruck, es hier mit einem Erstklässler zu tun zu haben. Und von Al-Kaida, die sich in Idlib befindet, scheint er auch noch nie etwas gehört zu haben. Das ist eine Rolle für die Öffentlichkeit.

Die Redaktion der OÖN schien in ihrer geistigen Fähigkeit derartig beschränkt, dass sie selbst für billigste Propaganda mehr als empfänglich schien:

OÖN:

„Zurück zum eigentlichen Anlass für den Luftschlag. Wer war denn verantwortlich für den Giftgasangriff: Assad, oder gibt es zumindest eine Mitschuld der Rebellen, wie diesen unterstellt wird?“

Das war eine Selbstdeklarierung der OÖN in seiner Eigenschaft als Kriegspropagandist. Personifizierung und Verschleierung des Kriegszieles. Keine Terroristen, sondern „Rebellen“. Der Versuch, eine Frage vorzutäuschen, deren Antwort bereits mitgeliefert wurde. Der Verdacht auf Unterstellung nur gültig für die Al-Kaida-Rebellen, nicht aber gegenüber der syrischen Regierung.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Das-ist-eine-neue-Qualitaet-des-US-Engagements;art391,2531955

 

Feichtinger gab dem Schreibtischtäter dann allerdings eine überraschende Antwort, welche auch abgedruckt wurde.

„Das sind alles Unterstellungen, ich bin da sehr vorsichtig. Im Krieg und insbesondere in diesem ist alles möglich. Auch, dass die eine Seite der anderen etwas unterschieben will, um sich selber Vorteile zu verschaffen. Beweise gibt es jedenfalls in diesem Fall in keine Richtung.“

Andere waren dagegen weniger vorsichtig. Auch der KURIER sollte in einem kleinen Beitrag unter „Reaktionen“ vermelden:

„In der gesamten westlichen Welt wurde die US-Militäraktion positiv aufgenommen.“

Einige Namen der europäischen Anhänger von der Aufhebung jeglicher Rechtsnorm, von Krieg und Terror, wurden gleich mitgeliefert: Merkel, Hollande, NATO-Stoltenberg und EU-Tusk.

 

Samstag
02
Dezember 2017

Der Gesang der US-Marschflugkörper 19.

 

Die US-Aggression gegen den Staat Syrien in Form eines nächtlichen Raketenüberfalls auf eine Luftwaffenbasis in der Nacht auf den 7. April 2017 hatte eine westliche Medienmeute in Euphorie versetzt. Völkerrechtsbruch, Kriegsakt, hinterhältiger Mord, Eskalation schien das, was förmlich in den Schreibstuben herbeigesehnt worden war, denn das Verbrechen wurde nicht verurteilt.

Anders HINTRGRUND, eines der wenigen echten und unabhängigen Nachrichten-Magazine, welches spottete, dass US-Präsident Trump nun vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag landen würde, würde es sich bei ihm um einen Schwarzafrikaner handeln.

https://www.hintergrund.de/politik/welt/nur-100-tage-im-amt-und-schon-ein-fall-fuer-den-haag-waere-er-afrikaner/

 

Doch war das Gegenteil der Fall. Trump, der ansonsten von den Massenmedien der Neocons hart bekämpft wurde, bekam einmal von ihnen ein positives Feedback. Hatte er doch die seit Jahren von diesen Massenmedien gewünschte Eskalation endlich angeordnet.

 

US-Marschflugkörper

Start eines Marschflugkörpers von einer US-Fregatte. Screenshot/YouTube. 

 

 

„Vergeltungsschlag: USA greifen syrische Luftwaffenbasis an“, hieß es im KURIER, online erschienen am 7. April 2017.

Vergeltung!

Vergeltung oder Rache ist allerdings nicht das, was innerhalb einer neuzeitlichen Rechtsordnung zu finden ist. Außerdem „Vergeltung“ für was? Waren die USA angegriffen oder in anderer Weise von Syrien geschädigt worden? Nein!

Der KURIER hinterfragte nicht, sondern setzte diese Begrifflichkeit für eine primitive, verbrecherische Handlung, um dieser einen martialischen, durchsetzungsfähigen Anstrich zu geben. Das änderte freilich nichts daran, dass jene, die angeblich „Vergeltung“ übten, nichts zu vergelten hatten, sondern vorgaben, für andere zu vergelten. Das war eine Ignoranz jeglicher Rechtsordnung gegenüber, das war Faust“recht“, Mord und Totschlag, was von den Aggressoren groteskerweise natürlich keiner anderen Partei zugebilligt wurde. Das Monopol des Mordens sollte beim übermächtigen Mörder bleiben, wobei Gegenwehr und Widerstand durchaus erwünscht sein konnte, um weitere „Vergeltung“ zu verkaufen.

Der KURIER belastete sich nicht mit derartigen Dingen und zitierte den US-Präsidenten Trump, welchen den Kriegsakt mit einer Unterstellung begründete, und einen Vertreter der Kriegspartei Türkei, der gleichfalls alles der syrischen Regierung unterstellte. Es wurde auch der US-Außenminister mit der reichlich schwachsinnigen Meinung zitiert, dass Russland bei der Aufsicht der Vernichtungsaktion von syrischen C-Waffen versagt hätte, was gleichfalls eine Unterstellung beinhaltete und nebenbei unterschlug, dass vor allem westliche Staaten daran beteiligt gewesen waren. Abgerundet wurde dies durch eine Vermutung der US-Geheimdienste.

Den Äußerungen der Aggressoren, die zwangsläufig sein mussten, wurden immerhin die Stellungnahmen der syrischen und der syrischen Regierung gegenübergestellt, welche richtig auf den Bruch des Völkerrechts hinwiesen. Der Textbaustein, dass diese beiden Staaten in Syrien zueinander stehen, durfte aber auch hier nicht fehlen.

https://kurier.at/politik/ausland/usa-greifen-syrische-luftwaffenbasis-an/256.876.653

 

Bei diesem Artikel handelt es sich um die überarbeitete Vision, wobei die angeblich „verständnisvolle Reaktion“ des österreichischen Außenministers auf den US-Terrorangriff gestrichen wurde. Interessanterweise wurde auch die Passage, in welcher die als „Opposition“ verkaufte geheimdienstlich aufgestellte Marionetten-Organisation „Syrische Nationale Koalition“ (SNC) ihrer Freude über den Terrorangriff Ausdruck verliehen hatte. Dafür wurden seinerzeit einige aktualisierte Passagen eingebaut. Zum Beispiel folgende:

„Die NATO war über den US-amerikanischen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt informiert. „Wir können bestätigen, dass der Generalsekretär im Vorfeld vom Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten informiert wurde“, teilte eine Bündnissprecherin am Freitag mit.“

Unter Freunden informiert man sich natürlich. Von einer Kritik aus dem Militärbündnis NATO ist nichts bekannt. Der KURIER tat ebenfalls so, als wäre nichts von Belang geschehen. Aus einem neuen Verbrechen wurde eine „neue Entwicklung“ und die Frage nach einer Beschäftigung mit derselben.

Ob sich NATO-Gremien mit der neuen Entwicklung im Syrien-Konflikt beschäftigen werden, blieb zunächst unklar. Man werde sich später zu dieser Frage äußern, sagte die Sprecherin.“

Eile war demnach nicht geboten gewesen, man wurde schließlich in der NATO-Spitze informiert, und dort haben die US-Militärs das Kommando. Wie praktisch.

Nach ihrem ersten und später veränderten Artikel am 7. April 2017 hatte der KURIER am Vormittag online einen kleinen Artikel wegen einer aktuellen Meldung nachgeworfen.

https://kurier.at/politik/ausland/syrien-weiterer-angriff-auf-khan-sheikhoun/256.927.742

 

Allerdings war bereits die Überschrift falsch, denn es gab keinen Beweis, dass es zuvor zu einem Angriff in Khan Sheikhoun gekommen war. Der Luftangriff gegen Mittagszeit wurde später von syrischen und russischen Militärs bestätigt, fußte hier aber noch einzig auf eine Al-Kaida-Quelle („ein Augenzeuge“) in der Provinz Idlib sowie dem mit denen befreundeten Unternehmen SOHR.

Danach schien man sich in der KURIER-Redaktion gesammelt und auf das letzte Ereignis eingestellt zu haben. Das heißt, in dem am Nachmittag online gestellten Artikel wurde massive Kriegspropaganda betrieben.

„Ein Luftangriff und dann? Assad sitzt in Syrien fest im Sattel“, lautete die Überschrift. Keine Anzeichen, dass dem weitere Bombardements, Raketenangriffe oder sonstwas folgen sollten. Der KURIER schien enttäuscht, dass noch immer kein totaler Krieg ausgerufen worden war. Angeblich wegen „Assad“.

„Der US-Luftangriff gegen die syrischen Regierungskräfte ändert die Lage im Bürgerkrieg. Bashar al-Assad muss wieder mit einer scharfen Reaktion des Westens rechnen.“

Der KURIER zeigte sich nun ein wenig versöhnt, denn immerhin schien der Krieg in und gegen Syrien wenigstens eine Eskalationsstufe hinaufgeklettert zu sein. Das Verbrechen, ein anderes Land mit Raketen anzugreifen, zu töten und zu zerstören, wurde gleichzeitig als freudige „scharfe Reaktion“ heruntergespielt. Dennoch schwang auch Enttäuschendes mit:

„Doch sein Sturz bleibt unwahrscheinlich.“

Was können wir dem KURIER empfehlen, damit dieser Sturz der syrischen Regierung endlich gelingt und den Weg frei macht für die Neuordnung des Nahen Ostens? Eine US-Invasion? Krieg gegen Russland? Grössere Massen an Al-Kaida-Söldner anwerben?

https://www.globalresearch.ca/dem-projekt-eines-neuen-nahen-ostens-kreative-zerst-rung-als-revolution-re-kraft/23196

 

Die selbsternannte „Qualitätszeitung“, deren Herausgeber gerne um eine höhere Presseförderung aus dem Fond der Steuergelder sudert, benötigt sicherlich keine Zuwendung für Stimmungsmache wie folgende:

„Die Stimme des syrischen Generals dröhnt, als er im Staatsfernsehen die Erklärung der Armeeführung verliest. Den Rücken hält er aufrecht wie ein Brett, seine Arme stützt er fest auf das Rednerpult. Auch mit seiner Körperhaltung will der Mann in Uniform deutlich machen: Die Führung in Damaskus ist nach dem US-Angriff auf einen syrischen Militärflugplatz fest entschlossen, dem Gegner die Stirn zu bieten. „Diese Aggression bestätigt, dass die Amerikaner ihre falsche Strategie fortsetzen und die Bekämpfung des Terrorismus vonseiten der syrischen Armee untergraben“, donnert der General.“

 

Sprecher SSA

Wirkt tatsächlich etwas steif. Quelle: YouTube (Screenshot). 

 

Dröhnen. Aufrecht wie ein Brett. Donnern. Für den KURIER-Autor muss sich das gut angefühlt haben. Inhaltlich hatte der syrische Militär natürlich recht, aber dazu schien dem dümmlichen Lohnschreiber nichts eingefallen zu sein.

„Die fast 60 „Tomahawk“-Marschflugkörper, die die USA am frühen Freitagmorgen abschossen, haben die Lage im syrischen Bürgerkrieg mit einem Schlag geändert.“

Hierbei handelte es sich um Wunschdenken in der KURIER-Redaktion. Geändert hatte sich nichts bzw. etwas, was im April 2017 für die Propagandisten noch nicht greifbar gewesen war. Doch dazu später am Ende dieser Reihe.

„Seit Monaten gab vor allem Russland als wichtigster Unterstützer der Regierung von Präsident Bashar al-Assad den Ton in dem Konflikt an. Den USA – und Europa – blieb nur noch die Rolle als Zaungast, politisch und militärisch mit wenig Einfluss.“

Da war wieder der Textbaustein: Russland als Bündnispartner Syriens, und das verlogene Narritiv, dass die Westmächte angeblich nur „Zaungäste“ wären.

„Russland und Syriens Regierungskräfte, die auch vom schiitischen Iran massiv unterstützt werden, konnten nicht zuletzt deswegen frei schalten und walten, weil sie mit keinerlei militärischer Reaktion der USA rechnen mussten.“

Die Kriegspropaganda des KURIER konnte nicht dumm genug sein: syrische „Regierungskräfte“ im eigenen Land, und das auch noch mit „schalten und walten“. Ungeheuerlich! Und wo waren die ausländischen Spezialkräfte, Militärs und die Armeen von Al-Kaida geblieben, welche Syrien zu zerstören trachteten?

Die gab es für den KURIER gar nicht. Dort hatte man nur „Zivilisten“ entdeckt:

„Seit langem schon greift die syrische Luftwaffe Zivilisten mit international geächteten Fassbomben an. UN-Ermittler bestätigten, dass in Rebellengebieten gezielt Kliniken bombardiert wurden und die Regierung mehrfach Chlorgas einsetzte.“

Fassbomben waren seit Jahren ein Lieblingsthema von durch das US-Außenministerium finanzierte Organisationen. Angebliche Bombardierungen auf versteckte Al-Kaida-Kliniken und Chlorgas, deren Fabrik allerdings die Nusra-Front vor Jahren erobert hatte. Die Bemühungen des KURIER, medial den Krieg zu schüren, hatte aber nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt. Das wurde ganz offen gesagt:

„Doch der Westen beschränkte sich bisher auf scharfe Kritik.“

Das war natürlich falsch, denn westliche Staaten waren und sind aktiv am Krieg gegen Syrien beteiligt, nur nicht erfolgreich trotz großer Leichenberge und Trümmerwüsten vor Ort. Aber da war sie wieder, die Hoffnung nach einer enttäuschenden Feststellung:

„Seit dem Angriff am Freitagmorgen ist diese Vorhersehbarkeit der US-Reaktion nicht mehr gegeben, weder für Syriens autokratische Führung noch für Russland. Von jetzt an muss die Regierung in Damaskus mit Angriffen der Amerikaner rechnen, sollte sie nach US-Lesart weitere massive Verstöße begehen.“

Die Aussicht auf einen direkten Krieg mit Russland schien in der gemütlichen Redaktionsstube vernachlässigbar. In deren Propaganda-Welt schien nur noch ein weiterer Anlass zu fehlen, neue Al-Kaida-Materialien, um noch einmal zuschlagen zu können. Allerdings schien man dort zu dumm zu sein, um zu begreifen, dass der US-Raketenüberfall genau das Gegenteil bewirken sollte. Auch dazu später.

Der KURIER suhlte sich in seiner Illusion und freute sich, einen den widerlichsten US-Kriegstreiber zitieren zu dürfen:

„Die Botschaft laute, dass „die Vereinigten Staaten nicht weiter untätig zusehen werden, während Assad, mit tatkräftiger Unterstützung von Putins Russland, mit chemischen Waffen und Fassbomben unschuldige Syrer abschlachtet“, jubelt der US-Republikaner John McCain. Das allerdings setzt voraus, dass US-Präsident Donald Trump auch künftig Vergeltung anordnet, etwa wenn gezielt eine Klinik bombardiert wird.“

Das Lager um Trump stand allerdings in scharfer Gegnerschaft zu den Verbrechern der Kriegs- und Finanzlobby um McCain-Clinton-Bush und anderen. Dieser Machtkampf in den USA wurde in den Massenmedien außen vor gelassen, denn es würde zum Verständnis für innen- und außenpolitische Handlungsweisen der Akteure führen.

„So könnte sogar die Blockade der Genfer Friedensgespräche wieder gelöst werden, bei denen sich die Vertreter der syrischen Regierung bisher wenig geneigt zeigten, ernsthaft zu verhandeln.“

Auch das war eine fette Lüge. Die Genfer-Gespräche waren seitens der Aggressoren (USA, England, Frankreich, Deutschland, Israel, Golf-Staaten sowie die von ihnen unterstützten Al-Kaida-Formationen) immer mit für Syrien nicht annehmbaren Vorbedingungen gekoppelt worden. Dazu ereigneten sich in Syrien immer zu dieser Zeit publikumswirksame Massaker, welche der syrischen Regierung in die Schuhe geschoben wurden. Die Aggressoren hatten nie einen Willen für einen Frieden gezeigt, was auch die Friedensgespräche von Astana bewiesen haben – unter Ausschluss der obgenannten Aggressoren.Hier sei auf den ausgezeichneten Artikel von Peter Frey verwiesen:

https://peds-ansichten.de/2017/05/luegen-vom-auswaertigen-amt-martin-schaefer/

 

Die Idee, mit Terrorangriffen gegebenfalls einen Verhandlungsweg zu finden, hatte aber schon etwas für sich. Zumindest beim KURIER.

„Schließlich sitzt Assad aufgrund russischer und iranischer Unterstützung und seit wichtigen militärischen Erfolgen derzeit wieder fest im Sattel. Im besten Fall könnte der Militärschlag der Diplomatie den Weg öffnen.“

Wir können froh darüber sein, dass nicht die Al-Kaida-Söldner und deren ausländische Drahtzieher im syrischen Sattel sitzen. Dann schreckte der KURIER plötzlich bei dem Gedanken zurück, dass es zu einer direkten Eskalation mit Russland kommen könnte.

„Doch es zeichnen sich auch gegenteilige Szenarien ab, schließlich spielt Trump mit dem Feuer. Die Militärintervention verschärft die Konfrontation mit Russland, das in Syrien selbst Truppen im Einsatz hat. Hier kann eine Dynamik entstehen, die nicht mehr zu kontrollieren ist. Ein Zusammenstoß mit Moskaus Kräften eingeschlossen.“

Köstlich. Kriegspropaganda auf allen Ebenen, aber sollte es schief gehen, dann würde Trump schuld sein.

Der KURIER stellte noch diverse Überlegungen eines Szenarios an, ohne auch nur den Hauch einer kritischen Betrachtung zu erkennen geben, faselte etwas von angeblich „moderaten Kräften“, die niemand zeigen konnte, und dass nun „radikale Milizen“ das Kommando übernommen hätten. Der KURIER vermied es auch hier, Al-Kaida und Terroristen beim Namen zu nennen, mit denen man angeblich nichts zu tun haben will. Deswegen endete das Gedankenspiel mit folgendem Satz:

„Bliebe eine breite amerikanische Militärintervention am Boden wie 2003 im Irak.“

Genau, ein toller Angriffskrieg unter verlogenem Vorwand mit einer Million Toten am Ende und einer fetten Beute. War aber nur eine Überlegung, und überlegen kann man ja, wenn selbst für das reale Massenmorden die Täter bis zum heutigen Tage nicht vor Gericht gestellt worden sind. Doch so einfach ist es nicht mehr, weil unter anderem Russland dieses Morden zu verhindern versucht. Das weiß man auch beim KURIER:

„Doch die Folgen wären unkalkulierbar.“

Und so bleibt die Sorge:

„Sollten Trumps Drohungen und dem Luftangriff keine weiteren Schritte folgen, laufen die USA sogar Gefahr, wieder als machtlos entlarvt zu werden.“

Und dann schwante dem Autoren offenbar, dass die Geschichte anders verlaufen könnte:

„Russland dürfte sich nach dem Bombardement noch enger an Assad binden, will sich Moskau in dem Konflikt von Washington nicht düpieren lassen und seinen starken Einfluss bewahren. Am Ende könnte Assad sogar profitieren.“

https://kurier.at/politik/ausland/ein-luftangriff-und-dann-assad-sitzt-in-syrien-fest-im-sattel/256.964.872

 

Mittwoch
22
November 2017

Die Musik-Video-Ecke 49.

 

KOMMUNITY FK mit dem 1985 veröffentlichten Titel „Something inside me has died“:

 

 

 

Montag
20
November 2017

JFK und die hiesigen „Qualitätsmedien“ – Teil 5.

 

Carcano-Rifle

Quelle: Screenshot/YouTube: zuerst eine deutsche MAUSER, dann plötzlich ein ital. CARCANO-Gewehr für 29,95 $. 

 

Die Einzeltäter-Theorie zum Attentat an John F. Kennedy 1963 wurde in den Massenmedien seit damals bereits hunderte Male platziert bzw. in Erinnerung gerufen. Das Thema wurde in Bezug auf die Veröffentlichung und Nicht-Veröffentlichung von CIA- und FBI-Akten, deren Vollständigkeit ohnehin angezweifelt werden muss, nicht weiter hochgekocht.

Nachfolgende Meldungen wie jene am 29. Oktober 2017 mit dem leeren Inhalt, was US-Präsident dazu gemeint haben soll oder getwittert hatte, wurden beispielsweise vom KURIER und dem STANDARD eins zu eins von Nachrichtenagenturen ohne weitere redaktionelle Bearbeitung übernommen und ihrer Leserschaft lieblos vorgeworfen.

„Trump will auch den Rest der Kennedy-Akten freigeben.“

https://kurier.at/politik/ausland/trump-will-auch-den-rest-der-kennedy-akten-freigeben/294.952.034

„Trump will auch restliche Kennedy-Akten freigeben.“

https://derstandard.at/2000066838583/Trump-will-auch-restliche-Kennedy-Akten-freigeben

 

Wie zuvor durfte sich ein Leser darüber „informieren“, dass eine – ungenannte – Kommission zu einem Einzeltäter-Ergebnis gekommen sein soll und dass einige „Verschwörungstheorien“ im Umlauf befindlich sein sollen.

Also nichts neues an der Medien-Front, deren österreichische Blätter schon immer die Einzeltäter-Theorie vertreten bzw. an die Menge in den Straßen verteilt hatte. Unverzichtbar war immer die „Verschwörungstheorie“ gewesen – gemäß dem CIA-Memo, während für sich eine nicht bewiesene Behauptung als eine Wahrheit beansprucht wurde. 

 

Zum Beispiel hier, wo die CIA-Untersuchung unter dem Ku-Klux-Clan-Handlanger Warren als seriöser Ermittlungsbericht verkauft wird:

https://kurier.at/politik/ausland/wer-ist-kennedys-moerder/33.556.570

Zum Beispiel Georg Markus, an Dummheit kaum zu überbieten:

https://kurier.at/chronik/weltchronik/die-grosse-weltverschwoerung/162.708.455

https://kurier.at/politik/ausland/john-f-kennedy-ein-attentat-veraendert-die-welt/32.654.549

Zum Beispiel Hans Rauscher vom STANDARD:

http://derstandard.at/1381374337960/Ein-Niemand

Zum Beispiel das verlogene „Dossier“ in der PRESSE:

http://diepresse.com/layout/diepresse/files/kennedy/dossier/index.html

 

Die selben Blätter und deren Redakteure, welche vehement die Einzeltätertheorie bezüglich der Ermordung Kennedys förmlich herbeischwörten und nach wie vor beschwören, haben sich seit 2001 noch vehementer als Vertreter der Verschwörungstheorie von Osama und den 19 Teppichmessern hervorgetan, aber ihre Kritiker der „Verschwörungstheorie“ beschuldigt.  Mittlerweile lächerlich, aber immer im Sinne von Washington und Langley. 

 

Tom Osman

Laut CIA und westlichen Massenmedien der Kopf einer Verschwörungtheorie: der ehemalige Mitarbeiter Tim Osman (CIA-Deckname). 

 

Manchmal reicht es, einen Blick nur auf einen einzigen Aspekt zu werfen. Oswald trat den Job in dem Schulbuchhaus in Dallas an und soll dann das Glück gehabt haben, dass später der Polizeichef (und CIA-Agent) die Route des Präsidenten-Korsos kurzfristig an genau diesem Gebäude vorbeifahren ließ. Damit Oswald ganz bequem und unauffällig von seinem Arbeitsplatz aus den US-Präsidenten ermorden könnte. Und das noch mit einem Gewehr, aus dem ein Tag später ein anderes Gewehr wurde, mit seinem Namen, aber ohne Fingerabdrücke, die erst danach hinzu kamen, wenn auch an falscher Stelle, was aber keine Rolle spielte, weil es nur 29,95 $ gekostet hatte.

Der geringe Preis und Qualitätsmängel soll dann durch die außerordentliche Fähigkeiten Oswalds als Scharfschütze, obwohl Funker gewesen, ausgeglichen worden sein, hatte dieser es sogar vermocht, die erste ruhige Schussabgabe zu vermasseln und erst das dritte Geschoss hektisch ins bewegliche Ziel zu bringen. 

Gut, das erscheint etwas unglaubwürdig und es sollte zu denken geben, zumal Oswald zur Tatzeit im I: Stockwerk statt im VI. des im Gebäudes gesichtet wurde, doch gab es einige Widersprüche, auch Möglichkeiten. Irgendein FBI-Agent hatte bei Oswald nach seiner Festnahme einen Parrafin-Test unterzogen, wie der Staatsanwalt Garrison herausgefunden hatte, um mit den Nachweis von Schmauchspuren einen Beweis gegen Oswald in der Hand zu haben. Diese Schmauchspuren konnten beim angeblichen Einzeltäter Oswald nicht festgestellt werden, der Test verlief negativ. Oje!

In einem ordentlichen Rechtsstaat fällt ein derartiger Befund nicht einfach unter den Tisch, weil er interessierten Kreisen nicht gelegen kommt. Bei diesem Befund handelt es sich um einen BEWEIS, der vor jedem ordentlichen Gericht FÜR den Angeklagten verwendet werden muss. Dieser Test bewies schon damals, dass Oswald am 22. November 1963 weder auf Kennedy noch auf den Polizisten Tippit, weswegen er ebenfalls beschuldigt worden war, geschossen haben kann. 

Und das ist nur der Anfang.

 

 

Freitag
10
November 2017
Seite 1 von 30123456789102030...Letzte »