Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 10.

 

Die Person Najim Laachraoui soll erst wieder am 9. September 2015 in Europa festgestellt worden sein. Hierbei handelte es sich um die oben erwähnte Polizeikontrolle an der ungarisch-österreichischen Grenze. Laachraoui, in Begleitung von Salah Abdeslam und Mohamed Belkaid, soll sich mit einem auf den Namen Soufiane Kayal lautenden falschen Pass ausgewiesen haben. Dabei habe es sich um eine belgische ID-Card gehandelt.

Als Erkenntnis wurde es allerdings erst am 21. März 2016 der Öffentlichkeit mitgeteilt – einen Tag vor dem Doppelanschlag in Brüssel.

https://www.tagesschau.de/ausland/paris-terror-101.html

http://deredactie.be/cm/vrtnieuws.english/News/1.2607146

 

Diese Geschichte der Sicherheitsbehörden wurde gerne in den Medien immer wieder nacherzählt, aber kein einziges Mal hinterfragt. Es war eine Geschichte, die für September 2015 keine Relevanz in sich trug, aber nachträglich für das Heute eine Bedeutung erhielt. Es ging um die Kenntlichmachung einer Zugehörigkeit der Personen Abdeslam-Belkaid-Laachraoui/Kayal als Gruppe bzw. als „Netzwerk“.

Über den Hintergrund dieser Reise wurde in den österreichischen Blättern – wie in dem meisten Massenmedien – nichts berichtet. Die belgischen Behörden hatten dazu allerdings auch nichts zu berichten gehabt.

 

Die Nacherzählung hatte sich im Zeitraum ab dem 21. März 2016 oberflächlich auf die polizeiliche Überprüfung an der österreichischen-ungarischen Grenze beschränkt und öfters nur am Rande berichtet, dass Abdeslam seinen angeblichen Komplizen Soufiane Kayal alias Najim Laachraoui vom Bahnhof Keliti in Budapest abgeholt haben soll. Die weitere Person im Fahrzeug, ein gewisser Mohamed Belkaid, wurde – wenn überhaupt – häufig nur als „Gesellschaft“ oder „Begleitung“ erwähnt.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4952672/Brussel_Jagd-auf-den-dritten-Attentaeter

http://kurier.at/politik/ausland/terror-in-bruessel-was-man-ueber-najim-laachraoui-weiss/188.753.161

 

Dieser Belkaid soll aber ebenfalls von Abdeslam in Budapest abgeholt worden sein, doch hatte er nicht mehr die mediale Aufmerksamkeit erfahren, nachdem er am 15. März von einem Scharfschützen der Polizei im Brüsseler Stadtteil Forest („Vorst“) erschossen worden war.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-verdaechtige-nach-missgluecktem-polizeieinsatz-gefasst-a-1082591.html

 

Nicht hinterfragt wurde, wo sich Laachraoui und Belkaid zuvor aufgehalten hatten und auf welchem Weg sie nach Ungarn und nach Budapest gelangt sein sollen.

Es existierten keinerlei Meldungen von Grenzüberschreitungen aus der Türkei oder den Balkan-Ländern. Erstaunlicherweise nicht einmal von der Einreise nach Ungarn, obwohl diese Grenze von den ungarischen Behörden wegen der Flüchtlingsbewegung besonders überwacht worden war. Ungarn hatte ab dem 1. September 2015 die Grenzen geschlossen und spezielle Schleusen eingerichtet. An der Grenze zu Serbien, welches nicht der EU angehört, war ein überwachter Zaun errichtet worden.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20150902/281547994654542/TextView

 

 

Ungarn hatte sich damals der besonders von Deutschland kurzzeitig propagierten „Willkommenskultur“ nicht angeschlossen und war deswegen medial und politisch geächtet worden.

http://derstandard.at/2000021802938/Ungarns-Aussenminister-Solidaritaet-bedeutet-dass-wir-unsere-Grenzen-verteidigen

 

Die in einigen Medien gestreute und auch in Ungarn diskutierte Behauptung, dass Laachraoui und Belkaid die Flüchtlingsbewegung ausgenutzt hatten, um nach Ungarn „einzusickern“, ist vollkommen unbewiesen. Eine Registrierung an Flüchtlingsschleusen schien nirgends auf, wie es überhaupt keinen Beweis für Aufenthalte und Wege der beiden Männer gibt.

Von der Annahme ausgehend, dass beide Männer hatten unbemerkt in die EU einreisen wollen, so ist die Benutzung eines Zuges definitiv die schlechteste aller Möglichkeiten. In diesen wurde und wird ständig polizeilich kontrolliert, auch innerhalb der EU. Womit sich hier die Frage stellt, warum zumindest innerhalb Ungarns dieses Transportmittel gewählt wurde und warum es bis nach Budapest offensichtlich zu keiner Identitätsüberprüfung gekommen war.

Innerhalb der EU hätten sich Laachraoui und Belkaid mit ihren (angeblich falschen) belgischen ID-Cards als EU-Bürger ausweisen können. Außerhalb hätten sie allerdings Reisepässe benötigt. Doch: wo waren diese abgeblieben? Waren diese falsch oder echt gewesen? Warum schienen diese Dokumente nicht auf? Wir wissen nichts darüber. 

 

 

 

Erst nach der Ankunft am Bahnhof Keliti, wo viel Polizei konzentriert gewesen war, hätte eine Weiterfahrt mit einem Auto eine etwas unauffälligere Reise ermöglicht. Aber dennoch nicht ohne Risiko. Weder für die beiden angeblich konspirativ agierenden Laachraoui und Belkaid noch für Abdeslam als Fahrer eines ausländischen Leihwagens. Österreich hatte nämlich zuvor sogar öffentlich angekündigt, in einem Kampf gegen „Schlepper“ die polizeilichen Kontrollen an der Grenze zu Ungarn massiv zu verstärken und diese auch weit ins Landesinnere auszuweiten. (Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass diese Maßnahmen auch umgesetzt wurden).

So mag es etwas mit einer Zwangsläufigkeit zu tun haben, dass es am 9. September 2015 zu einer Polizeikontrolle an der österreichisch-ungarischen Grenze gekommen sein soll. Durch wen ist derzeit noch nicht ganz klar, weil Medien einerseits von ungarischer, andere Medien von österreichischer Polizei berichtet hatten.

 

Die beiden Männer neben Abdeslam sollen sich als Soufiane Kayal und Samir Bouzid ausgegeben haben. Deren Reisedokumente wurden von der Polizei trotz einer genaueren Überprüfung – diese wurden sogar kopiert – offensichtlich nicht als falsch erkannt.

 

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Es wurden in den Medien nur die Lichtbilder gezeigt, nicht die ID-Card. Die belgischen Ausweise beinhalten seit 2006 einen Chip, welcher allerdings – im Gegensatz zu Deutschland – keine Fingerabdrücke gespeichert hat.

https://en.wikipedia.org/wiki/Belgian_national_identity_card

 

Dennoch bleibt die Frage bestehen, wie der Chip innerhalb der ID-Card gefälscht worden sein könnte. Wer könnte überhaupt in der Lage dazu sein, derartige Identitätskarten, die fälschungssicher sein sollen, in perfekter Qualität herzustellen? Auch dies ist eine Frage, die nie gestellt wurde.

 

 

Freitag
27
Mai 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 9.

 

Über die Person Najim Laachraoui ist im Grunde nur wenig bekannt. Wir sind nicht in der Lage, uns dieser Person auch nur ansatzweise anzunähern. Aber wir können Fragen stellen, wo sie uns als notwendig erscheinen. Dabei soll uns die knappe Vorgeschichte der Person Laachraoui nicht weiter interessieren, welche in einigen Artikeln oder bei Wikipedia veröffentlicht worden war.

https://nl.wikipedia.org/wiki/Najim_Laachraoui

https://en.wikipedia.org/wiki/Najim_Laachraoui

 

Uns interessiert der Zeitpunkt, als Laachraoui den Behörden aufgefallen sein soll. Als 18-jähriger wäre er im Jahre 2009 als ein Telefonkontakt von einem gewissen Chakir El Khattabi genannt worden.

Dieser El Khattabi soll an einem Anschlag in Kairo 2009 verwickelt gewesen sein, bei dem eine junge französische Frau getötet worden war. 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/attentat-in-kairo-polizei-nimmt-nach-anschlag-zwei-verdaechtige-fest-a-609249.html

https://nl.wikipedia.org/wiki/Bomaanslag_in_Ca%C3%AFro_2009

 

Leider ist online über diesen El Khattabi kaum etwas zu finden, nicht einmal in Verbindung zu Kairo bzw. dem Attentat daselbst. Medial wirkt er quasi wie ein Phantom und schien erst im Kontext zu den Brüsseler Anschlägen/Laachraoui in diversen Meldungen auf.

http://www.lemonde.fr/europe/article/2016/03/23/attentats-de-bruxelles-najim-laachraoui-identifie-comme-le-deuxieme-kamikaze-de-l-aeroport-de-zaventem_4888877_3214.html

 

Zwischen ihm und dem jungen Laachraoui soll es angeblich zu rund 200 Telefonkontakten gekommen sein, so wurde vermeldet.

http://www.franceinter.fr/depeche-paris-et-bruxelles-la-justice-francaise-est-elle-passee-a-cote-de-deux-suspects

 

Das war es aber schon gewesen und somit kein Stoff, daraus irgendeine Geschichte zu konstruieren. Die Behörden hatten es jedenfalls nicht gekonnt, sondern nur die Information über die angeblichen Telefonate an die Medien weitergegeben.

Aber: war das notwendig gewesen? Hatte es eine kriminalistische Relevanz gehabt? Offensichtlich wurde hier ein Hintergrund bemüht, um eine bestimmte Meinung zu erzeugen.

 

Im Februar 2013 soll Najim Laachraoui Belgien verlassen haben und nach Syrien gereist sein, um sich dort angeblich der terroristischen Söldnerarmee „Islamischer Staat“ anzuschließen. Warum ausgerechnet „IS“ und nicht irgendwelche anderen Al-Kaida-Formationen bleibt ein Geheimnis. Vielleicht handelte es sich aber auch nur um eine nachträgliche Konstruktion, wir wissen es aber nicht.

Die Behörden hatten jedenfalls angeben, dass Laachraoui von einem salafistischen Prediger mit dem Namen Khalid Zerkani rekrutiert worden sei. Dieser Mann wurde 2015 zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, woraufhin er Berufung eingelegt, dieses Verfahren aber verloren hatte. Zerkani hatte noch zusätzliche drei Jahre erhalten und war unlängst zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

http://www.welt.de/politik/ausland/article153796833/Der-Emir-von-Molenbeek.html

http://kurier.at/politik/ausland/bruesseler-dschihadisten-anwerber-khalid-zerkani-muss-15-jahre-hinter-gitter/192.933.316

 

 

Zerkani scheint mit seinem Tun offensichtlich Pech gehabt zu haben, da die Organisation „IS“ ab Spätsommer 2014 zu einer Terrororganisation erklärt worden war. Laachraoui soll aber Anfang 2013 angeworben worden sein, als davon noch keine Rede gewesen war. Schließlich hatte es ja gemeinsame und übergeordnete Ziele in Syrien gegeben.

Die Deklaration des so genannten „IS“ zu einer Terrororgansiation war ohnehin nur Augenwischerei für die so genannte Öffentlichkeit gewesen, denn sie wurde nach wie vor von den Kriegstreibern aus dem Westen und den Golf-Diktaturen unterstützt. 

Laachraoui soll sich laut den Behörden also dem „IS“ angeschlossen haben, welcher Anfang 2013 noch nicht die ganz große Marke gewesen war. Da der „IS“ wie „Jabhat al-Nusra“ oder andere Terrorarmeen allesamt vom interessierten Ausland ausgehalten wurden und noch werden, ist es vollkommen gleichgültig, welcher Terrorarmee sich Laachraoui angeschlossen haben soll. Er muss noch nicht einmal gewusst haben, für welche Macht er tatsächlich als Söldner gedient haben könnte, um Syrien unter deren Kontrolle zu bringen.

Es kann also gar nicht anders sein, dass Laachraoui durch seine Auftraggeber geheimdienstlich erfasst worden sein muss. Da die Terroristen durch eine Kriegskoalition ausgehalten werden, ist es unklar, durch welchen Dienst bzw. durch welche Dienste genau. In Frage kommen hier natürlich in erster Linie die Geheimdienste der Türkei, Saudi-Arabien, Katar, USA, Frankreich und England.

Mit einem Einsatz in Syrien ist Laachraoui definitiv ein Interessensvertreter einiger NATO-Staaten und ihren verbündeten Diktaturen am Golf gewesen. Das wurde natürlich immer anders dargestellt, Offensichtlichkeit hin oder her.

 

Die Meldungen von April 2016, dass ein französischer Journalist in der Gefangenschaft des „IS“ einen der „Aufpasser“ mit dem Namen Abu Idriss als Najim Laachraoui identifiziert haben wollen, ist ohne größere Bedeutung. Der Mann mag dort vor Ort gewesen sein, vielleicht beruht es aber auch auf einem Irrtum bzw. einer Verwechselung. SPIEGEL-Online hatte sich hier etwas vorsichtig artikuliert:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/anschlaege-von-bruessel-attentaeter-war-offenbar-geiselnehmer-in-syrien-a-1088768.html

 

Es spielt aber keine Rolle. Wichtig sind hier die Angaben der Behörden, die ein Faktum über den Verbleib von Laachraoui ab Februar 2013 darstellen wollen, der Hintergrund allerdings ein anderer sein muss. Der junge Mann muss auf dem Radar verschiedener Geheimdienste gewesen sein, um ihn halbwegs ausgebildet und ausgerüstet in seinen Einsatzraum zu dirigieren. Außerdem muss ihn irgendjemand bezahlt haben.

 

Die Unterstützung des „IS“ beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Türkei. 

 

 

Sein Bruder, Mohamed Laachraoui, hatte gegenüber den Medien angegeben, dass seine Familie damals die Polizei über die Reise nach Syrien informiert habe. Die Beamten hätten sich allerdings nicht weiter dafür interessiert, was wenig erstaunlich ist.

http://www.welt.de/politik/ausland/article153667677/Man-kann-sich-seine-Familie-nicht-aussuchen.html

 

Denn die Anwerbung der Söldner für den Krieg in Syrien wurde nirgends verhindert. Erst ab Spätsommer 2014 wurden hier und da in Europa einige Justizhandlungen vorgenommen, ohne allerdings das Rekrutierungsprogramm entscheidend zu stören oder gar die Hintermänner zu belangen.

Das wird auch niemals geschehen, da die Spuren zu den Drahtziehern wieder nach Washington, Riad, Ankara, Paris, London usw. führen würden. Wir erinnern uns: bei dem Krieg gegen Syrien bzw. gegen die Regierung Assad würde es sich laut Politikern und Massenmedien angeblich um einen „gerechten“ Krieg handeln. Weswegen dort „Al-Kaida“ und alle ähnlichen Banden auch konsequent als „Rebellen“ oder „Oppositionsmilizen“ bezeichnet werden. Die gehören ebenfalls zur Mannschaft der Kriegskoalition.

 

Die Türkei als NATO-Staat ist das Transitland für in Europa geworbene Söldner nach Syrien. Ausbildung, Bewaffnung, medizinische Versorgung etc. inklusive.

 

Dies lässt die Person Najim Laachraoui aus einer anderen Sicht betrachten, welche sich konträr zum Blickwinkel der westlichen Regierungen und ihrer medialen Sprachrohre befindet.

 

Dienstag
24
Mai 2016

Kleine Propagandaübersicht – 16/2016

 

Ratte 0

 

 

„Spindeleggers neuer Job: Politikern auf den richtigen Weg helfen.“ KURIER, 30. Januar 2016.

Daniela Kittner hatte uns an diesem Tag mit ihrem Artikel eine große Freude gemacht.

http://kurier.at/politik/inland/spindeleggers-neuer-job-politikern-auf-den-richtigen-weg-helfen/177.915.884

 

 

„Hickhack vor dem Genf-Gipfel.“ KURIER, 30. Januar 2016.

Stefan Schocher im Rebellen-Rausch. Obwohl er seinen Artikel verharmlosend artikuliert hatte, wurde auch zwischen den Zeilen deutlich, dass es in Syrien zum einen keine „syrische Opposition“ gibt, die bei demokratischen Wahlen eine Rolle spielen würde, zum anderen der Krieg nicht beendet werden kann, so lange ausländische Mächte diesen führen und weiterhin führen wollen.

http://kurier.at/politik/ausland/syrien-gespraeche-unter-schwierigen-vorzeichen/177.915.755

 

 

„Ölpreisverfall – OMV muss weitere Milliarden abschreiben.“ KURIER, 30. Januar 2016.

Leider fehlte von Andrea Hodoschek die Erwähnung, dass es sich bei diesen Geldern um ein virtuelles Geld handelt. Das kann morgen wieder anders sein. Aber natürlich ist es eine Tatsache, dass sich die Profite mit dem Preisverfall verringert hatten.

http://kurier.at/wirtschaft/omv-musste-im-4-quartal-2015-weitere-1-5-mrd-euro-abschreiben/177.832.059

http://www.pressreader.com/austria/kurier-samstag/20160130/281689728839341

 

 

„Fehlstart bei Genfer Friedensgipfel.“ PRESSE, 30. Januar 2016.

Andreas Zumach artikulierte sich ähnlich wie Schocher im KURIER. Terroristische und islamistische Söldnerverbände wie „Jaysh al-Islam“ und „Ahrar al-Sham“ wurden zwar fälschlich als „salafistische Rebellenmilizen“ bezeichnet, aber dennoch die gleiche Gesinnung und auch die operative Zusammenarbeit mit „Al Kaida“ erwähnt. Das schien medial tatsächlich so etwas wie einen Fortschritt zu bedeuten. Leider wurde aber nicht erwähnt, wer diese Verbände unterhält, und es wurde daraus nicht die Frage abgeleitet, welche Gruppe in Syrien eigentlich „moderat“ sein soll. Aus dem Artikel ging – ohne es direkt zu benennen – ganz klar hervor, wer den Krieg gegen Syrien führt. Allerdings konzentrierte es sich allein auf die Terrorstaaten Saudi-Arabien und Türkei, während die übrigen Aggressoren und vor allem die Strippenzieher außen vor gelassen wurden.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4915059/Syrien_Fehlstart-bei-Genfer-Friedensgipfel

 

 

„OMV: Ausgeräumt und ausgeträumt.“ PRESSE, 30. Januar 2016.

Matthias Auer zitierte hier OMV-Leute, die das Problem an der zu teuren Produktion und minderer Wettbewerbsfähigkeit sehen. Angeblich soll der Konzern 6 Milliarden Euro Schulden haben. Wie das geschehen sein soll und niemand gefeuert worden ist, muss die eine Frage sein. Wer der jetzige Besitzer der 6 Milliarden Euro ist, die andere.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4915105/OMV_Ausgeraeumt-und-ausgetraeumt

 

 

„Bösartige Verblödung.“ STANDARD, 30. Januar 2016.

Hans Rauscher nahm hier einen Fall auf, in welchem russische Medien und der russische Außenminister Lawrow intervenierten. Er empörte sich über das Auftreten Russlands als „Schutzmacht“, also als das, was Rauscher in seiner Doppelmoral bei den westlichen Kriegstreiberstaaten in den vergangenen 50 Jahren nie entdecken konnte. Nicht zuletzt deswegen schien es Rauscher für nötig befunden haben, auf den bei sich selbst ausgemachten „Durchblick“ hinzuweisen.

http://derstandard.at/2000030035179/Boesartige-Verbloedung

 

 

„Spindoktoren mit Tarnkappe.“ STANDARD, 30. Januar 2016.

Fabian Schmid bekam vom STANDARD gleich eine Doppelseite für seinen Artikel spendiert, um über die zahlreichen Schwachköpfe in den so genannten sozialen Medien her zu ziehen. Diese sollen uns hier aber genau so wenig interessieren wie irgendwelche verbreiteten Themen. Das sollte vielleicht den STANDARD interessieren, der ebenfalls auf seine Schar Gläubige als Käufer angewiesen ist. Doch wurde in den letzten Jahren das Geschäft mit dem Medienmüll gestört durch eben jene soziale Medien, welche den Müll untereinander produzierten.

Der Hinweis von Schmid auf den Breivik-Fall in Norwegen aus dem Jahre 2011 bereitete uns allerdings Kopfschmerzen. Das betrifft einerseits die Umstände des Falles, andererseits der Hinweis auf Norwegen als Mitgliedsstaat der NATO.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160130/281573764721486

 

 

„Genfer Konferenz begann mit leeren Stühlen.“ STANDARD, 30. Januar 2016.

Jan Dirk Herbermann berichtete nicht nur aus Genf, sondern auch für den STANDARD, weswegen der syrische Präsident als „Machthaber“ oder „Diktator“ und die fremdländischen Söldner bzw. Terroristen als „Opposition“ bezeichnet wurden. Konsequent somit auch die falsche Behauptung, dass in Syrien seit 2011 syrische Truppen, Rebellen und Terrorgruppen „um die Macht kämpfen“ würden. Weil ja sonst niemand etwas mit dem Krieg zu tun hat, nicht wahr?

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STA/20160130/genfer-konferenz-begann-mit-leeren-/0830840650780680650820680%209520160130040504205860092.html

 

„Medien sollen erklären, was sie machen.“ STANDARD, 30. Januar 2016.

Roger Blum sollte in dem Interview von Oliver Merk lieber erklären, warum er das macht und wer ihn bezahlt.

http://derstandard.at/2000030041197/Medien-sollen-erklaeren-was-sie-machen

 

 

„Gegen den Terror: Agieren, aber nicht überreagieren.“ STANDARD, 30. Januar 2016.

Ein Text ohne irgendeinen Wert von Ban Ki-moon, weil er nirgends auf die Ursachen des Terrors zu sprechen kam und nicht einmal eine vage Vorstellung zu haben schien, dass Terror gelenkt werden könnte. Daher auch die groteske Präsentation eines Aktionplanes, welcher nebulös von einer „Internationalen Gemeinschaft“ redet, die es nicht gibt und welche die staatlichen Terrorakteure mit einschloss.

http://derstandard.at/2000030035201/Gegen-den-Terror-Agieren-aber-nicht-ueberreagieren

 

 

„Syrien-Gespräche in Genf.“ STANDARD, 30. Januar 2016.

„Die Zeit ist noch nicht reif“, fand Gudrun Harrer und offenbarte dabei eine erschreckende Naivität. „Wie kann man verhandeln, wenn gleichzeitig Menschen durch Bomben und an Entbehrungen sterben?“, fragte sie dümmlich. Aber genau deswegen sollte ja verhandelt werden. Allerdings hatte Harrer hier die Sichtweise der Terroristen übernommen, die eben auch nichts anderes machen als Menschen massakrieren und Herrschaft ausüben. Terroristen waren Harrer allerdings unbekannt, sie gab vor, nur eine „Opposition“ und „Rebellen“ zu sehen, wobei es ihr gleichgültig war, von welchem ausländischen Staat diese ausgehalten werden.

http://derstandard.at/2000030036766/Syrien-Gespraeche-in-Genf-Die-Zeit-ist-noch-nicht-reif

 

 

Nur im Überblick: „Syrien-Gespräche laufen zäh an.“ KURIER, 31. Januar 2016.

Dennoch Propaganda in Kurzform. Die Terror-„Opposition“ stelle Bedingungen, aber das unfreundliche Russland ginge nicht darauf ein und hätte viele Zivilisten umgebracht. Verhandeln die USA mit Terroristen, sofern es nicht um die eigenen handelt?

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160131/281608124461813/TextView

 

„Terrorverdächtige könnten wie Hooligans behandelt werden.“ KURIER, 31. Januar 2016.

W. Theuretsbacher mit einer Provinzposse um die österreichische Innenministerin, die aus irgendeinem Grund noch immer nicht entmündigt worden war. Wer kann das noch ernst nehmen? Offenbar Theuretsbacher. Die Frage zum Umstand, dass Attentäter fast alle den Behörden „bekannt“ sind, wird nicht gestellt. Also die entscheidende Frage.

http://kurier.at/chronik/oesterreich/terrorverdaechtige-koennten-wie-hooligans-behandelt-werden/178.100.762

 

 

„Demagogie und Desinformation.“ PRESSE, 31. Januar 2016.

Jutta Sommerbauer von der Lügen-PRESSE hatte in diesem Artikel herausgefunden, dass in den russischen Mainstream-Medien gelogen und getrickst wird, was in den westlichen Medien gar nicht möglich sei. Gähn.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4915599/Russland_Demagogie-und-Desinformation

 

 

„Türkei erbost über Kampfjet.“ PRESSE, 31. Januar 2016.

Russland würde angeblich eskalieren, behauptet der Terrorstaat Türkei, welcher Krieg gegen Syrien und gegen nicht genehme kurdische Bevölkerungsgruppen führt.

(Kein Link auffindbar). 

 

Ratte 0

 

 

Montag
23
Mai 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 8.

 

Die österreichische PRESSE – und nicht nur diese – hatte bereits einen Tag nach den Attentaten in Brüssel, am 23. März 2016, eine Übersicht über mutmaßliche Täter gebracht, zu denen auch ein Bezug zu den Attentaten von Paris im November 2015 hergestellt worden war. Unter diesen Personen befand sich auch ein junger Mann mit dem Namen Najim Laachraoui.

Von diesem Mann wurde berichtet, dass er am 9. September 2015 mit den beiden mutmaßlichen Terroristen Salah Abdeslam und Mohamed Belkaid unterwegs gewesen sein soll. Sie wären an der österreichisch-ungarischen Grenze kontrolliert worden. Laachraoui habe – von der Polizei unbemerkt – einen falschen Paß vorgezeigt, der auf den Namen Soufiane Kayal gelautet habe.

Laachraoui wurde mit den Anschlägen von Paris im November 2015 in Verbindung gebracht. Angeblich habe er unter den Namen Soufiane Kayal ein Haus im südbelgischen Auvelais angemietet, wo der Terror in Paris geplant worden sein soll.

 

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Bei dieser Person soll es sich um Najim Laachraoui handeln. 

 

Die Polizei habe seine Fingerabdrücke auch in einer Wohnung in Brüssel-Scharbeek gefunden, „die von einer Terrorzelle“ genutzt wurde, war weiter zu lesen.

Am Abend der Pariser Anschläge soll der angebliche Drahtzieher Abdelhamid Abaaoud eine Telefonnummer angerufen haben, die „wohl“ Laachraoui gehört habe. Vor allem sollen auf Resten von Sprengstoffwesten DNA-Spuren von Laachraoui gefunden worden sein, die in Paris zum Einsatz gekommen wären.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4951786/Von-Paris-nach-Brussel_Das-frankobelgische-TerrorNetzwerk?gal=4951786&index=6&direct=4952000&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/4952000/index.do&popup=

 

Dieser „Steckbrief“ über Laachraoui in der PRESSE war natürlich äußerst lückenhaft und dementsprechend wenig informativ. Beim genaueren Hinsehen fielen allerdings noch weitere Lücken auf, die von niemanden hinterfragt wurden. Erst recht nicht von Blättern wie der PRESSE und ihren inhaltsgleichen Mitbewerbern.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-anschlag-fluechtiger-terrorist-offenbar-festgenommen-a-1083777.html

 

Noch am 23. März wurde Laachraoui, das vermeintliche „Bombenhirn“ als identifiziert und tot gemeldet, weil es sich beim ihm angeblich um den zweiten Selbstmordattentäter am Flughafen gehandelt haben soll.

 

Identifizierung Laachraoui

Najim Laachraoui

 

Von den Printmedien wurde diese Meldung am 24. März verbreitet, von den Online-Medien wie gewohnt einen Tag zuvor. Die deutschsprachigen Medien hatten sich auf belgische Medienberichte bezogen, diese wiederum auf Behördenquellen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-selbstmordattentaeter-waren-offenbar-brueder-a-1083736.html

 

Die belgische Staatsanwaltschaft sollte dies später bestätigen.

Die angebliche Identifizierung soll demnach nach der Pressekonferenz des Bundesstaatsanwaltes geschehen sein, der zuvor den zweiten mutmaßlichen Selbstmordattentäter als noch nicht identifiziert vermeldet hatte. Stunden später hatte die Onlinedienste diese angebliche Identifizierung auf dem Schirm gehabt.

 

TOPSHOT - A picture released on March 22, 2016 by the belgian federal police on demand of the Federal prosecutor shows a screengrab of the airport CCTV camera showing suspects of this morning's attacks at Brussels Airport, in Zaventem.  Two explosions in the departure hall of Brussels Airport this morning took the lives of 14 people, 81 got injured. Government sources speak of a terrorist attack. The terrorist threat level has been heightened to four across the country. / AFP PHOTO / BELGIAN FEDERAL POLICE / - / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / BELGIAN FEDERAL POLICE" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Bei der Person links soll es sich um Najim Laachraoui handeln. 

 

Zweifellos haben wir es auch in diesem Fall mit einer äußerst schnellen Identifizierung zu tun. Wie diese Identifizierung, also eine gesicherte und beweisbare Feststellung, erfolgt sein soll, wurde nicht genannt.

Insofern ist es rein spekulativ, an einen positiven Abgleich von Fingerabdrücken zu denken. Der zweite angebliche Selbstmordattentäter soll ja ebenfalls praktischerweise seine linke Hand in einen schwarzen Handschuh gesteckt haben. Über die Zustände dieser und aller vorhandenen Hände gibt es keine Informationen.

Inwieweit Fingerabdrücke bei einer Person wie Najim Laachraoui abgeglichen werden konnten, steht auf einem anderen Blatt. Dieser Mann war als gewöhnlicher Krimineller nie aufgefallen und nie verhaftet worden. In der polizeilichen Datenbank dürften seine Fingerabdrücke demnach nie gespeichert worden sein.

Mit der Einführung der E-Pässe wurden und werden allerdings die Fingerabdrücke eines jeden Bürgers gespeichert. Von der Möglichkeit eines Missbrauchs abgesehen, der technisch möglich ist, stellt sich die Frage, inwieweit ein Abgleich mit einer riesigen Datenbank bereits nach so kurzer Zeit zu einem positiven Ergebnis führen konnte.

Auf die oben vermeldete angebliche Identifizierung aufgrund einer DNA kommen wir an anderer Stelle zu sprechen.

 

Aber warum Laachraoui? Eine Person dieses Namens hatte eine Woche vor den Anschlägen in Brüssel keine Rolle gespielt. Doch sofort nach den Anschlägen und noch vor der angeblichen Identifizierung war dieser Name medial richtig präsent gewesen. Sogar mit Fotos und einigen – wenn auch sparsamen – Hintergrundinformationen.

Diese an die Massenmedien weitergereichten Infos eines bis dato mutmaßlich Verdächtigen konnten natürlich nur von der Polizei/Justiz stammen. Werfen wir einen Blick auf diese Person und auf das, was an Informationen zugänglich war.

 

 

Sonntag
22
Mai 2016

The Joshua Trees im Freigeist

 

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Donnerstag
19
Mai 2016

FREIES KINO – STADTKINO IM KÜNSTLERHAUS: MARIOLA BRILLOWSKA.

 

AM 17. MAI 2016, 19.00 Uhr: MARIOLA BRILLOWSKA.

STADTKINO IM KÜNSTLERHAUS.

1010 WIEN, KARLSPLATZ 5.

 

Mariola Brillowska (* 1961 in Zoppot/Danzig) ist eine aus Polen stammende Künstlerin und Professorin für Zeichnen, Illustration und Animationsfilm.

Begrüßung: Kurt Brazda und Hubert Sielecki (Kurator)

Nach der Vorführung: Gespräch mit der Autorin
Moderation: Lisa Neumann (dotdotdot Festival Wien)


LOLA ALONE AT HOME

Am 17. Mai kommt Mariola Brillowska persönlich aus Hamburg zum Freien Kino angereist und bringt ihre 11jährige Tochter mit, die in vielen ihrer Filme eine Rolle spielt.
Mariola ist eine unglaublich vielseitige Künstlerin, sie ist neben Filmemacherin auch Malerin, Theaterschauspielerin, Poesie-und Prosa Schriftstellerin, Performance-Künstlerin, Hörspiel- und Liedermacherin. Sie ist und war Professorin in verschiedenen Deutschen Kunst-Universitäten. Ihr künstlerisches Werk scheint unerschöpflich und fordert jedes Publikum heraus … und in ihre Welt hinein.

Wir zeigen 23 Kurzfilme (70 Minuten) in unterschiedlichen Techniken, vornehmlich sind es gezeichnete und gemalte Animationsfilme.
Nachdem Mariola Brillowska die Texte in den Filmen selbst verfasst und meist selbst spricht beschreibt sie kritisch-persiflierend menschliches Verhalten in Beziehungen, weibliche Sexualität und in ironisch-treffender Kritik den zeitgenössischen Kunstmarkt. Sie zeigt  utopisch-surrealistische Szenarien, die gekonnt aktuelle gesellschaftliche Brennpunkte thematisieren, wie beispielsweise staatliche Überwachung und Gewalt.
Allgemein gilt Mariola Brillowska als feministische Autorenfilmerin, die ihre Filme teilweise im Alleingang oder aber oft in enger Zusammenarbeit mit ihrem Team gestaltet und sowohl für Form als auch für Inhalt allein verantwortlich ist.

Hubert Sielecki
Mit Einbeziehung einiger Formulierungen aus einem Text von Franziska Bruckner.

https://vimeo.com/mariolabrillowska

 

 

Sonntag
15
Mai 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 7.

 

Der belgische Bundesstaatsanwalts Frédéric Van Leeuw hatte auf der oben genannten Pressekonferenzdazu außerdem eine phantastisch wirkende Geschichte anzubieten.

Neben dem „Finden“ jener Utensilien in der durchsuchten Wohnung – Bombe, Chemikalien, IS-Fahne – sollen die polizeilichen Ermittler unweit des Gebäudes in einem Mülleimer ein Notebook entdeckt haben. Und siehe da, auf diesem habe sich doch tatsächlich in Form einer Audio-Datei ein angeblich von Ibrahim El Bakraoui verfasstes Abschieds-Gestammel befunden. Also so etwas wie ein Geständnis.

 

 

Pressekonferenz vom 23.3., vollständig (frz.):

Quelle: Russia Today / YouTube. 

 

Bundesstaatsanwalt und verschiedene Medien hatten zu dieser Geschichte einige angebliche Inhalte dieser Audio-Datei ihrem Publikum präsentiert. Hier schien Authentizität gefragt.

Der mutmaßliche Attentäter Ibrahim El Bakraoui soll sensibel seine Befindlichkeiten geäußert haben. „Niedergeschlagen“, habe er sich gefühlt, und dass er nicht mehr wisse, was er machen solle. Er wäre nirgends mehr sicher, werde verfolgt. Und wenn es so weiter gehen würde, „würde er (mit ihm?) in einer Gefängniszelle enden“.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-im-news-ticker-die-neuesten-entwicklungen-im-liveblog-a-1083673.html

 

Wie das so ist, wenn eine kriminelle Laufbahn eingeschlagen wird.

Was hier angeboten wurde, war die Erkenntnis eines sehr schlicht strukturierten Verbrechers. Nur, was hatte das mit den Anschlägen zu tun? Das wurde nicht gesagt, da wurde überhaupt kein Bezug zu Attentaten hergestellt, nicht einmal zu einer x-belieben Terrororganisation.

Und überhaupt: wen interessierte dieses doch inhaltslose Gerede? Die Frage sollte lauten: an wen sollte sie gerichtet sein?

U n s sollte sie interessieren, der Öffentlichkeit sollte es unter die Nase gerieben werden. Der Kontext zu den Attentaten wurde ja nur suggeriert.

Die Umstände waren gleichfalls unlogisch wie dumm. Da soll ein mutmaßlicher Attentäter, der allein durch eine kriminelle Laufbahn aufgefallen war, irgendwie in Verbindung mit dem so genannten „IS“ gebracht werden, was er aber nicht verkörperte Der Mann soll weiter das Bedürfnis gehabt haben, ein paar Worte zu seinen Gefühlen zu verlieren, deren Empfänger ja nur die Polizei sein konnte und sonst niemand. Der selbe Mensch soll sich dann nur wegen dem „Fahndungsdruck“ selbst umgebracht haben. Aber nicht einfach so, sondern spektakulär inmitten von irgendwelchen Zivilpersonen, unter deren „Fahndungsdruck er nie gestanden hatte. Einfach so – und doch geplant. Wegen dem „Fahndungsdruck“.

Ist das allein nicht irre?

 

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Soll laut belgischem Bundesstaatsanwalt irre und beschränkt gewesen sein: Ibrahim El Bakraoui. Quelle: Immer noch „France 24″, Screenshot YouTube. 

 

Nach offizieller Leseart soll es sich der mutmaßliche Attentäter dann aber doch anders überlegt haben. Nicht, dass er seine Datei gelöscht oder gleich die ganze Festplatte zerstört hätte, nein er habe das ganze Notebook gleich nebenan in eine Mülltonne geworfen, wo es ganz auffällig seiner Entdeckung durch die Polizei geharrt haben soll. Also von jenen Leuten, an welche die „Nachricht“ ohnehin hätte gehen sollen.

Diese Geschichte des Bundesstaatsanwalts war noch dämlicher, noch manipulativer, noch konstruierter und unlogischer als jene von dem Attentat vom Januar 2015 auf Charlie Hebdo.

Wie viele Dateien sollen sich denn auf dem Notebook befunden haben? 1000, 100, 10 oder doch nur eine, um keine Zeit zu verlieren?

Selbst wenn die polizeiliche Spurensicherung ein Notebook nahe dem Haus der von den Behörden als mutmaßliche Attentäter deklarierten Personen gefunden worden wäre, bliebe hier der Umstand bestehen, dass es sich um einen Fund außerhalb der Wohnung mit den besagten „Beweismitteln“ handelte, und um einen nachträglichen dazu. Wer das Gerät in einer Mülltonne platziert haben könnte, stünde überhaupt nicht fest. Über das Besitzverhältnis wurde auch nichts gesagt.

Davon abgesehen, dass das bislang veröffentliche „Testament“, wie es einfältig in den Massen-Medien genannt wurde, scheinbar keine tatrelevanten Inhalte aufzuweisen hatte, stellt sich die Frage, wie die Polizei die Stimme von Ibrahim El Bakraoui identifiziert haben will. Weil der Sprecher das behauptet haben soll? Ein Abgleich kann ja nur mit authentischen Audioaufnahmen erfolgen. Gab es welche?

Überhaupt wirkte es merkwürdig dünn, dass von weiteren, anderen Funden aus der Wohnung nichts berichtet wurde. Auch nicht von irgendwelchen Dateien vom Laptop mit tatsächlich relevanten Informationen. Und wie verhielt es sich mit persönlichen Unterlagen und mit den Pässen?

Keine Rede davon.

 

Samstag
14
Mai 2016

Kleine Propagandaübersicht – 15/2016.

 

Ratte 0

 

„40 junge Dschihadisten unter Polizei-Beobachtung. Verfassungsschutz. Terrorpotenzial ist größer als in Deutschland.“

Sowie: „Der Dschihadismus im Kinderzimmer.“ KURIER, 29. Januar 2016.

Ricardo Peyerl, Wilhelm Theuretsbacher und Wolfgang Atzenhofer schaffen es zu dritt, um der Posse über einen 14-jährigen, der die Sprengung des Westbahnhofs geplant haben soll, ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Dieser kranke, jetzt 15-jährige Bengel soll nun ein „Dschihadist“ sein, um ihm einen zeitgenössischen Umhang zu verleihen, und ja, er soll irgendetwas mit dem so genannten „IS“ zu tun haben. Weil dies vielleicht die einzige Marke ist, die der kleine Schwachkopf aus den Medien kennt. Der sitzt nun wieder in U-Haft, weil die Wahrscheinlichkeit denkbar gering ist, dass er auf irgendeiner Gehaltliste zu finden ist. Alle anderen werden ja nur beobachtet. Also die, die irgendwo auf den erwähnten Gehaltslisten aufscheinen. Bei dieser Gelegenheit die Frage des Tages: wie kann etwas radikalisiert werden, was nicht existiert?

http://kurier.at/chronik/oesterreich/40-junge-dschihadisten-in-oesterreich-unter-polizeibeobachtung/177.721.642

 

„Flüchtlinge direkt in die Türkei abschieben.“ KURIER, 29. Januar 2016.

Für das abartige Abkommen mit der Türkei soll dieses Land ein „sicheres Land“ sein. Von der Reihenfolge abgesehen – erst Abkommen, dann Sicherheit, mochte Magaretha Kopeinig wie ihre Kollegen nicht den Hohn zu entdecken. Der Polizeistaat Türkei führt Krieg gegen Syrien, führt Krieg gegen „links“ zugeordnete Kurden im eigenen Land und unterstützt Terrorbanden wie „Al-Kaida“, „IS“ und zahllose turkmenische Brigaden.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160129/281595239557043/TextView

 

 

„Anti-IS-Kampf an neuer Front“. KURIER, 29. Januar 2016.

Und wieder einmal Libyen, wo es nach Karoline Krause-Sandner im Jahre 2011 zu einem „Sturz“ des „Langzeitmachthabers“ Gaddafi gekommen war. Gestolpert und gestürzt war Gaddafi nur aufgrund der NATO-Bombardements und der gegen seinen Willen importierten Söldnerhaufen und Terrorbanden wie „Al-Kaida“. Ein Ergebnis soll neben „Chaos“ auch „IS“ sein, was merkwürdigerweise mit jenen Ergebnissen synchron liegt, wo NATO-Staaten zusammen mit „Al-Kaida“ agiert hatten – im Irak und in Syrien. Diese Auffälligkeit erreichte leider nicht den Horizont von Krause-Sandner, welche auch noch von der Verlegung von 500 „IS“-Terrroristen nach Libyen schwafelt, ohne zu hinterfragen, wie das möglich gewesen sein soll. Zu Fuß? Mit der Bahn? Mit einem türkischen Passagierdampfer?

http://kurier.at/politik/ausland/libyen-anti-is-kampf-an-neuer-front/177.727.397

 

 

„Die echte Lügenpresse gibt’s im Netz.“ KURIER, 29. Januar 2016.

Das musste einmal gesagt werden. In diesem Fall von Evelyn Peternel, die für den Lügen-KURIER arbeitet, welcher konsequenterweise auch im Netz zu finden ist. Peternel verwies allerdings in erster Linie auf das Gequatsche in sozialen Medien, die nichts wert sind, auch wenn diese bei Primaten zur Meinungsbildung beitragen. Russische Quellen, Kanäle der russischen Staatssender, durften dann aber doch nicht fehlen. Eine tragische Geschichte, wenn an den Grundfesten des westlichen Meinungsmonopols gerüttelt wird.

http://kurier.at/chronik/weltchronik/fluechtlinge-deutschland-die-echte-luegenpresse-gibts-im-netz/177.727.649

 

 

„EU will eine Million Flüchtlinge legal aus Türkei aufnehmen.“ STANDARD, 29. Januar 2016.

Kolportiert wurde ein „5-Jahresplan“, der einem Angst und Bange werden lässt: 5 Jahre Flüchtlingsplan gleich weitere 5 Jahre Fluchtursache?

http://derstandard.at/2000029964724/Illegale-rigoros-abschieben-Fluechtlinge-legal-holen

 

„Sorge wegen IS in Libyen.“ STANDARD, 29. Januar 2016.

Der Pentagonsprecher Cook äußerte diese Sorge. Zuerst das Problem kreieren, dann sich Sorgen machen, dann die Lösung auf den Tisch bringen: Bomben und Granaten. Und zum Schluss die Beute einsacken.

http://www.pressreader.com/30042016012900000000001001?page=1&article=d8db7314-5211-468d-8216-2a83b5a7000e&key=ObHcRmLSxWvEGlXkuMLcBQ==&feed=rss

 

 

„Eine „Firewall“ gegen den IS in Libyen.“ STANDARD, 29. Januar 2016.

Für Gudrun Harrer war der Angriffskrieg gegen Libyen im Jahre 2011 lediglich eine „Intervention“ von NATO-Staaten gewesen. „Plus einigen Arabern“, wie Harrer hinzufügte. Diese Araber waren damals allerdings importierte „Al-Kaida“-Truppen und vor allem von Katar ausgehaltene Söldnerverbände gewesen, inklusive einer kolumbianischen Spezialeinheit. Harrer schien nicht richtig hingesehen oder vielleicht ganz weggesehen zu haben. Schade, denn die Angreifer hatten zusammen eine ganz rührige Gemeinschaft gebildet.

http://derstandard.at/2000029958823/Eine-Firewall-gegen-den-IS-in-Libyen

 

 

„EU verschärft Kampf gegen Steuerflucht.“ STANDARD, 29. Januar 2016.

Zum Beispiel mit Artikeln wie dem vorliegenden. Diese gab es in den letzten 30 Jahren immer wieder, wie auch das Problem bekannt war und noch immer ist. Doch ist irgendetwas geschehen oder verändert worden? Mal nachdenken…

http://derstandard.at/2000029933636/EU-entgehen-70-Milliarden-durch-Steuertricks-der-Multis

 

„EU-Registrierkasse für Konzerne.“ PRESSE, 29. Januar 2016.

Nette Idee, diese vorgeschlagene neue „Steuervermeidungsrichtlinie“, um dem Steuerverlust von 50 – 70 Milliarden Euro in der EU zumindest zu verringern. Wird nur nie funktionieren, so lange Politiker ganz legal mit den Konzernen in einem Bett liegen. Mit 50 Milliarden Euro ließe sich einiges kaufen, zum Beispiel die EU-Regierung und alle ihre Institutionen.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4914219/Steuerflucht_EURegistrierkasse-fur-Konzerne

 

 

EU und Türkei. „Plan für einen völligen Stopp auf der Balkanroute.“ PRESSE, 29. Januar 2016.

Anna Gabriel und André Anwar berichteten über die Flüchtlings-Abschiebe-Posse, bei denen sich jeder Mensch, der noch alle Tassen im Schrank hat, fragen sollte, wer diese europäischen Politiker überhaupt gewählt hatte. Merkwürdigerweise kennen wir niemanden. 

http://diepresse.com/home/politik/eu/4914235/Fluchtlinge_Plan-fur-einen-volligen-Stopp-auf-der-Balkanroute

 

 

„Lügen, Gerüchte und Flüchtlinge.“ PRESSE, 29. Januar 2016.

Der beste Satz in dem Artikel von Erich Kocina ist dieser: „So bleibt am Ende das Gefühl, dass man am Ende niemandem mehr glauben kann.“ Wir sind allerdings weiter als Kocina, denn bei uns war bereits vor langer Zeit das Gefühl einer Gewissheit gewichen. Nicht glauben, sondern eigene Erkenntnisse gewinnen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4914213/Deutschland_Lugen-Geruchte-und-Fluchtlinge

 

 

„Syrien: Streit um Einladungsliste für Gespräche.“ PRESSE, 29. Januar 2016.

Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen, so hatte es geheißen. Die „Opposition“ aus Saudi-Arabien war nicht dieser Ansicht, denn sie hat auch kein wirkliches Interesse.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4914237/Syrien_Streit-um-Einladungsliste-fur-Gespraeche

 

 

„USA planen Militäraktion in Libyen.“ PRESSE, 29. Januar 2016.

Das könnte eine Schlagzeile aus dem Jahr 2010 sein, dann hätte allerdings die damalige Propaganda, welche die Zerstörung des libyschen Staates begleitet hatte, nicht so gut funktioniert. Martin Gehlen quatschte von Gerüchten, die bestätigt worden wären, und von einer US-Spezialeinheit in Libyen, welche die Lage „erkunden“ wolle. Ganz so, als hätten die Kriegstreiber vor Ort ihr Personal jemals abgezogen. Frankreich, England und Italien freuten sich nach Gehlen bereits auf zukünftige Bombardements.

Und das alles nur wegen Leuten, die in Libyen die Marke gewechselt haben. Statt „Al-Kaida“ nun „IS“, aber das erscheint praktisch, weil „IS“ derzeit als Interventionshebel verkauft werden kann.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4914174/Kampf-gegen-IS_USA-planen-Militaeraktion-in-Libyen

 

Ratte 0

 

 

Freitag
13
Mai 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 6.

 

Der belgische Bundesstaatsanwalt Frédéric Van Leeuw hatte am 23. März 2016 auf einer gegen 13 Uhr angesetzten Pressekonferenz einige Neuigkeiten verkündet, die er als „bestätigt“ bezeichnete.

 

 

Van Leeuw nannte einen der mutmaßlichen Attentäter vom Flughafen Zaventem als identifiziert. Bei diesem Mann soll es sich um Ibrahim Bakraoi handeln.

 

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Quelle: France 24, Screenshot. 

 

Eine eindeutige Identifizierung über das zumindest der Öffentlichkeit präsentierte Foto einer Überwachungskamera ist nicht möglich. Der Bundesstaatsanwalt gab allerdings an, dass Ibrahim El Bakraoui über seine Fingerabdrücke identifiziert worden wäre.

In Anbetracht der Wirkung einer Bombe, dem Suchen und Aufklauben der Körperteile, womöglich aus der Deckenverkleidung, sowie der Zuordnung der einzelnen Bestandteile, scheint es sich um eine gute Arbeit der polizeilichen Spurensicherung gehandelt zu haben. Denn nur 29 Stunden nach dem Attentat hatte der Befund festgestanden.

Vielleicht hatte die Polizei auch nur nach Händen in Handschuhen suchen müssen, welche die beiden mutmaßlichen Attentäter praktischerweise an ihren linken Händen getragen hatten. Der Abgleich mit der Datenbank sollte kein Problem gewesen sein, denn Ibrahim El Bakraoui war als vorbestrafter Krimineller registriert gewesen.

Ungeklärt ist dagegen, warum sein Komplize dagegen unter ähnlichen Bedingungen (Handschuh, vorbestraft) noch nicht hatte identifiziert werden können.

 

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Bundesstaatsanwalt Van Leeuw hatte auf der Pressekonferenz auch den Attentäter aus der U-Bahn Maelbeek als identifiziert bekannt gegeben. Bei diesem sollte es sich um Khalid El Bakraoui gehandelt haben, dem Bruder von Ibrahim. Auch bei ihm soll die Identifizierung über die Fingerabdrücke erfolgt sein.

 

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Khalid El Bakraoui.

 

Vom Tatort Maelbeek hatten österreichische Printmedien am 23. März 2016 berichtet, dass eine Bombe einen Waggon beim Einfahren der U-Bahn in die Bahnstation völlig zerstört habe (KURIER). Die Bombe sei inmitten eines voll besetzten Zuges explodiert (STANDARD). Ein Waggon wurde „zerfetzt“ (PRESSE).

Der KURIER (sowie einige deutsche und belgische Medien) hatte außerdem gemeldet, dass einer der dortigen Attentäter auf der Flucht sei. Wie diese Meldung entstanden war, war am 22./23. März schleierhaft gewesen, zumal die Behörden auch bei diesem Terroranschlag von einem Selbstmordattentäter gesprochen hatten.

Die mediale Berichterstattung hatte sich sehr auf den Flughafen fokussiert. Erst auf den zweiten Blick wurde allerdings deutlich, dass auch die Behörden dem Tatort offenbar weniger Bedeutung beigemessen hatten, obwohl der Anschlag in Maelbeek weitaus mehr Todesopfer gefordert hatte als am Flughafen.

 

 

 

Dies lässt sich daran erkennen, dass die Polizei von dem mutmaßlichen Attentäter kein einziges Foto veröffentlicht hatte. Obwohl auch sämtliche U-Bahnhöfe und die Züge selbst mit Überwachungskameras ausgestattet sind, hatten es die Behörden auch nicht für notwendig gehalten, von einem mutmaßlichen Komplizen ein Fahndungsfoto zu publizieren. Zwangsläufig war der Medienrummel auch ein geringerer gewesen.

Wie ist das zu erklären?

In einigen Medien hatte dann ein Video die Runde gemacht, welches den Bahnhof Maelbeek während des Attentats darstellen sollte, sich dann aber peinlicherweise als eine Überwachungs-Sequenz eines Anschlags in Moskau herausgestellt hatte. Da schien ein Sender Material angekauft zu haben, um es sofort und ungeprüft – erneut – zu veröffentlichen. Dumm gelaufen.

http://motherboard.vice.com/de/read/viele-medien-verbreiten-fake-videos-die-nicht-die-brsseler-anschlaege-zeigen-423

 

 

 

Doch zurück zu der angeblichen Identifizierung von Khalid El Bakraoui. Wir möchten uns gar nicht ausmalen, wie es in der betroffenen zweiten U-Bahn-Garnitur nach der Bombenexplosion ausgesehen haben mag. Da er sich angeblich in unmittelbarer Nähe zur Bombe befunden haben soll, dürfte der Zustand seiner Leiche kein guter gewesen sein. Eine Explosion in einem halbwegs geschlossenen Raum dürfte auch die übrigen Menschen um ihn herum vollkommen zerrissen haben.

 

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Quelle: Twitter. 

 

 

In einem derart schrecklichen Szenario innerhalb von 28 Stunden die Finger einer ganz bestimmten Person zu lokalisieren, einzuordnen und schlussendlich zu indentifizieren erscheint uns sehr gewagt.

Am 24. März 2016 wurde die Geschichte um einen Komplizen des U-Bahn-Attentäters konkretisiert und laut Medien auch behördlich bestätigt. Angeblich soll der Attentäter an einem – aus welchem Grund auch immer – nicht genannten Bahnhof von einer zweiten Person begleitet worden sein, die allerdings nicht in die U-Bahn Richtung Maelbeek mit eingestiegen wäre.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-u-bahn-bomber-war-laut-tv-sender-nicht-allein-a-1083861.html

 

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Quelle: Screenshot SPIEGEL-online, 24. März 2016. 

 

Nach diesen Verdächtigen würde angeblich durch die Polizei gefahndet werden. Da im Gegensatz zum Tatort Flughafen kein Foto veröffentlicht wurde, sollte offenbar auf die Hilfe der Bevölkerung verzichtet werden. Auf die Nennung der Örtlichkeit war gleichfalls verzichtet worden.

Vollkommen fragwürdig erscheint zudem der Umstand, dass bereits am 22. März belgische Medien einen möglichen Komplizen des U-Bahn-Attentäters erwähnt hatten. Da schien etwas „durchgesickert“ zu sein. Doch ist diese Meldung mehr als problematisch zu werten, da zu diesem Zeitpunkt nicht nur der mutmaßliche Attentäter innerhalb vieler Menschen lokalisiert worden sein müsste, sondern auch sämtliche Überwachungsbänder von allen Bahnstationen der betroffenen U-Bahnlinie. Wie soll das möglich sein ohne einem zielgerichteten Tun, was wiederum eine Vorkenntnis voraussetzen würde? Somit besteht auch hier Aufklärungsbedarf. 

 

 

Dienstag
10
Mai 2016

Kleine Propagandaübersicht – 14/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Schützen statt spitzeln.“ STANDARD, 27. Januar 2016.

Nina Steiner zeigte hier ungewollt auf, warum die Parteien SPÖ und ÖVP nicht wählbar sind. Das Setzen von Schritten in Richtung Polizeistaat aufgrund ungeklärter Attentate in Paris und wegen der Behauptung, Islamisten und Extremisten mit den erweiterten Kompetenzen „rascher dingfest“ zu machen. Allerdings wurden diese Leute, wir erinnern uns, die Jahre zuvor nicht einmal langsam dingfest gemacht. Wie in der ganzen EU geht es um die Überwachung der eigenen Bevölkerung.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160127/281539404976846/TextView

 

„Bulgariens Reformer rechnen mit Hilfe aus Brüssel.“ STANDARD, 27. Januar 2016.

Allerdings hatte Brüssel zuvor dem bulgarischen Staat das dicke Geschäft mit Russland (South-Stream) versaut. Darum ging es in diesem Artikel nicht, es ging um Vorgänge, die in jedem anderen EU-Land ebenfalls zu finden sind.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160127/281560879813326

 

„UN luden zu Syrien-Gesprächen.“ STANDARD, 27. Januar 2016.

Das türkische Regime möchte aber keinen Frieden mit den Kurden, auch nicht mit Syrien. Beratungen im Terror-Staat Saudi-Arabien, wo sich aber nur „Oppositionsgruppen“ eingefunden haben sollen, die mit Terror angeblich nichts am Hut haben würden. Dort sah sich die Ansammlung von „Menschenrechtsaktivisten“ in die Enge getrieben, weil auf Druck der USA und Russlands nun verhandelt werden sollte. Eine Absage würde der Außendarstellung nämlich noch weniger zuträglich sein.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160127/281578059682510

 

 

„Ausnahmegesetzgebung wird die Regel.“ STANDARD, 27. Januar 2016.

Stefan Brändle stellte nun ebenfalls fest, dass der so genannte „IS“ der französischen Polizei einen Dienst erwiesen habe. Wir sind davon überzeugt, dass diese Zusammenarbeit sich auch weiterhin als sehr fruchtbar gestalten wird.

http://derstandard.at/2000029819402/FrankreichAusnahmegesetzgebung-wird-die-Regel

 

 

„Iranische Einkaufstour in Europa.“ PRESSE, 27. Januar 2016.

Martin Gehlen und Nikolaus Jilch untertitelten mit „Diplomatie“, bezeichneten die Regierung des Iran dennoch mit „Regime“. Dessen gewählter Präsident, Hassan Rohani, wurde als eine Person beschrieben, welche vorher „ein Dunkelmann des Achse des Bösen“ gewesen sein soll. Also ganz im Sinne der Kriegstreiber aus Washington, welche einen Teil dieser von ihnen deklarierten Achse mit Angriffskriegen und Millionen von Toten den Garaus gemacht hatte. Dazu gehörte auch die angeblich „internationale Ächtung“, wobei Gehlen und Jilch die Bemerkung vergaßen, dass diese Internationale sich allein auf die westlichen Staaten und ihrer Verbündeten in Nahost beschränkte. Da durfte auch die Beschwerde der US-Firma „Amnesty International“ nicht fehlen wegen der mangelhaften Kinderrechte im Iran. Ihre Empörung, wenn weiße US-Polizisten schwarze und unbewaffnete Jugendliche ohne Gerichtsverfahren an Ort und Stelle hingerichtet hatten, hatte sich dagegen merklich zurückhaltend geäußert. Nämlich gar nicht.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4912673/Diplomatie_Iranische-Einkaufstour-in-Europa

 

 

Syrien. „Regime erobert wichtige Stadt.“ PRESSE, 27. Januar 2016.

Wer sich nicht auskannte: es wurde eine „eigene“ Stadt auf dem Territorium des souveränen Staates Syrien durch die syrische Armee zurückerobert. Ansonsten wie gehabt: Assad sei ein „Diktator“ und auch „Machthaber“, die syrische Regierung ein „Regime“. Im zerstörten und weitgehend entvölkerten Homs wären zwei „Anschläge“ (ganz ohne der Begrifflichkeit „Terror“) verübt worden. Die Zivilbevölkerung in dem betroffenen Viertel wurde von der PRESSE als „Regierungsanhänger“ bezeichnet. Das ist so, als würde man uns alle als „Regierungsanhänger“ (in diesem Fall: Österreichs) bezeichnen.

Bezüglich zu den Streitereinen um die Gruppierungen, welche an den Friedensgesprächen in Genf teilnehmen sollten, war es der PRESSE nicht möglich, in Syrien – von dem „IS“ abgesehen – irgendwelche Terrororganisationen und ihre Streitkräfte auszumachen. Zu Washingtons Zufriedenheit wurden diese grundsätzlich als „Rebellen“ betitelt, unter denen sich halt auch „jihadistische“ oder „islamistische Milizen“ zu finden wären.

Als Terrororganisation wurde einzig und allein die so genannte „IS“ geführt, die angeblich die ganze Welt mit Terror überziehen wolle. So hatte es die US-Administration im Spätsommer 2014 verfügt. Die PRESSE salutierte unterwürfig vor seinen Herren.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4912649/Syrien_Regime-erobert-wichtige-Stadt

 

 

„IS-Ahänger wurden 2014 nahe Laibach ausgebildet.“ PRESSE, 27. Januar 2016.

Von wem nur? Offenbar schienen die beobachtenden Staatsschutzorgane etwas überfordert. Vielleicht weil diese Personen nun unter dem Label „IS“ ausbilden statt wie früher „Al-Kaida“.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4912670/ISAnhaenger-wurden-2014-nahe-Laibach-ausgebildet

 

 

„König Salmans rasantes erstes Jahr.“ STANDARD, 28. Januar 2016.

Gudrun Harrer meint es gut mit den hässlichen und vollgefressenen Protagonisten des saudischen Terrorstaates. Für sie ist Salman ein König, kein Diktator. Deswegen besitzt er auch einen Thron und nicht etwa einen weich gepolsterten Präsidentenstuhl. Die Kriegsbeteiligungen im Fahrwasser der USA und den exportierten Terror nannte Harrer, diese Tatsache verleugnend, nur „Aktivitäten hinter den Kulissen“. Aber jetzt, ja, jetzt würde Saudi-Arabien eine aggressive Politik verfolgen, um anschließend den saudischen Angriffskrieg gegen den Jemen als „Engagement im Jemenkrieg“ zu verniedlichen und den Iran als eine Art Gegner zu platzieren. Der Krieg gegen Syrien reduzierte sich auch nur auf eine „Syrienpolitik“, wo allenfalls eine „Opposition“ unterstützt werden würde. Die Bösen des „IS“ wiederum wären derartig böse, dass sie sogar die Saudis angeblich „im Visier“ hätten, wie Harrer erfahren haben will. Obwohl sie sich so ähnlich sind. 

Widerlich.

http://derstandard.at/2000029891919/Saudi-Arabien-Koenig-Salmans-rasantes-erstes-Jahr

 

„Bei „Syrien 3″ ist einstweilen der Weg das Ziel.“ STANDARD, 28. Januar 2016.

Noch einmal Gudrun Harrer, die mit ihren guten Beziehungen zu den saudischen Terroristen auch über die von der UNO und Syrien angestrebten Friedensgespräche plaudern durfte. In Riad tagte das neu formierte „Hohe Verhandlungskomitee“ (HNC) – angeblich alles Syrer, wenn auch nur wenige – in der feudalen Höhle ihrer Terrorsponsoren, die neben der Türkei mit Friedensgesprächen wenig anzufangen wussten. Deswegen wurden nicht verhandelbare Bedingungen gestellt, um diese im Ansatz zu boykottieren. So sind sie eben, die Terroristen. Wegen dem „Regime“.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160128/281651074128676/TextView

 

 

„Frankreichs Präsident verliert sein linkes Gewissen.“ STANDARD, 28. Januar 2016.

Das Gewissen heißt Christiane Taubira, denn Hollande besaß nie eines. Und erst recht kein „linkes“.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160128/281638189226788

 

 

„Kreml zweifelt an deutschem Rechtsstaat.“ STANDARD, 28. Januar 2016.

Das Interessante ist weniger der Fall, um den es hier ging, als vielmehr die Einmischung und die mediale Stimmungsmache durch russische Medien und auch Politikern. Der Berliner Innensenator Henkel zeigte sich darüber empört, wurde er doch zum ersten Mal mit einer Situation konfrontiert, welche deutsche Medien und politische Stiftungen in Russland tagtäglich abhalten. Aber das ist sicherlich etwas gaaaaaanz anderes….

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160128/281676843932452/TextView

 

„Alle mal herhören statt wegsehen. Das Staatsschutzgesetz von SPÖ und ÖVP birgt rechtstaatliche Risiken.“ STANDARD, 28. Januar 2016.

Was von Nina Weißensteiner noch sehr freundlich formuliert wurde. Dieses Gesetz ist gemeingefährlich und dazu verfassungswidrig. Allein aus diesem Grund sind ÖVP und SPÖ nicht wählbar. Sie handeln wie Marionetten, welche auch Österreich in einen Polizeistaat umwandeln möchten, um nebenbei ausländischen Interessen Vorschub zu leisten. Weißenberger irrt aber mit ihrem Verweis auf den „NSU“, der ihrer Meinung nach (vor allem) ein „Spitzelskandal“ sein soll. Das ist falsch, den der NSU-Fall zeigte bislang vor allem auf, dass Polizei, Inlandsgeheimdient und Justiz in schwerste Verbrechen mit zig Toten verwickelt sind und folglich von der BRD nicht aufgeklärt werden will.

http://derstandard.at/2000029893949/Alle-mal-herhoeren-statt-wegsehen?_blogGroup=1

 

 

„Kosten für Pensionen steigen stark.“ PRESSE, 28. Januar 2016.

Hübsches Thema, leider nicht umfassend aufbereitet. Im Grunde hat sich nämlich gar nichts geändert. Die Beiträge der Versicherten stiegen im Verhältnis zu den immer höheren Kosten, ohne dass ersichtlich gemacht wurde, warum die Kosten stiegen und steigen. Ebenso fehlten die Aspekte, was das mit dem Geschäftsmodell „Gesundheit“ auf sich hat, wer daran verdient und wer innerhalb dessen verliert. Die Versorgung selbst wird jedenfalls, was die meisten werden bestätigen können, immer schlechter. Komisch, nicht wahr? Und von welchen Reformen war die Rede, die nicht gegriffen haben sollen? Die Steuerzahler kommen ohnehin für alles auf, was in dem Artikel als etwas besonders dargestellt wurde, sie sollen aber später in der Pension weniger davon zurückerhalten.

http://www.onleihe.de/static/content/presse/20160128/20160128_dphb/v20160128_dphb.pdf

 

 

„Das chinesische Nordkorea-Dilemma.“ PRESSE, 28. Januar 2016.

Der Text von Susanna Bastaroli beinhaltet es, auch wenn sie es nicht herausstellt: US-Außenminister Kerry hat im Gegensatz zu China mit Diplomaie wenig am Hut, dafür großes Konflikinteresse vor Chinas Haustür. Der einzige Staat, welcher bislang in Kriegen Nuklearwaffen eingesetzt hat, möchte anderen Staaten zusetzen, die vielleicht dazu in der Lage sein könnten. Es wäre aber von Bastaroli zu viel verlangt, einen Rückblick auf das zu versuchen, was erklären könnte, warum Nord-Korea das ist, was es ist. Der damals von den USA und Süd-Korea damals angezettelte „Korea-Krieg“ mit Millionen Toten scheint dort noch nicht vergessen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4913441/Das-chinesische-NordkoreaDilemma

 

 

„Von der Leyen will Milliarde für Ausrüstung.“ PRESSE, 28. Januar 2016.

Hier und da ein bisschen Krieg für die Vaterlandsverteidigung zum Beispiel in Afghanistan und aggressives Konfliktmanagement für die Sicherung der Handelswege kosten einiges. Und die Waffenindustrie möchte daran verdienen. Zumindest hier gibt es keinen Konflikt. Erich Kocina vergaß nur zu erwähnen, dass vor Von der Leyen die gleichen Forderungen gewisse Menschen gestellt haben, die nicht aus Deutschland kommen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4913434/Deutschland_Von-der-Leyen-will-Milliarden-fur-Ausrustung

 

Ratte 0

 

Montag
09
Mai 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 5.

 

Nur sehr wenige Medien hatten einen Zusammenhang zwischen dem Foto vom Flughafen und dem Taxifahrer hergestellt, offenbar aufgrund der Annahme, dass es so gewesen sein müsste. Wie wir oben festgestellt haben, war dafür allerdings das Zeitfenster zu klein gewesen.

Tatsächlich wurde ansonsten berichtet, dass dem Taxifahrer das merkwürdige Verhalten seiner Fahrgäste aufgefallen wäre. Diese hätten sich nämlich bei dem Tragen der Taschen nicht helfen lassen wollen.

Hier ein simples Quellenbeispiel:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article153588270/Polizeieinsatz-in-Bruesseler-Gemeinde-Schaerbeek-dauert-an.html

 

Umfangreicher bei SPIEGEL-online, wo selbst festgestellt wurde, dass die Ermittler „nur wenige Stunden“ nach den Anschlägen die nun bekannten Gegenstände in der durchsuchten Wohnung vorgefunden hätten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-taxifahrer-soll-ermittler-auf-spur-gebracht-haben-a-1083715.html

 

Diese Begründung ist allerdings derartig banal und auch nicht ungewöhnlich, als das dieses Verhalten unter „Auffälligkeit“ zu verbuchen gewesen wäre. Es hatte sich nicht um alte, gebrechliche Frauen gehandelt, sondern um drei Männer, so die Erzählung.

Ungewöhnlich war dagegen die weitere Äußerung über die Auffälligkeit, dass die drei Passagiere vier große Reisetaschen bei sich gehabt hätten. Von denen habe eine nicht mehr ins Fahrzeug gepasst, weil dieses zu klein gewesen sei. Daraufhin hätten die Fahrgäste eine Tasche zurückgelassen.

Um nicht immer auf den SPIEGEL zurückgreifen zu müssen, nehmen wir hier mal die SÜDDEUTSCHE als Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/politik/terroranschlaege-in-bruessel-wie-ein-taxifahrer-womoeglich-noch-schlimmeres-verhinderte-1.2920835

 

Hierbei handelt es sich wiederum nicht nur um eine (angebliche) Auffälligkeit, sondern um eine unglaubwürdige Verrücktheit. Kein Mensch lässt ein Gepäckstück zurück, weil es nicht „hineinpasst“. Um was für ein Fahrzeug soll es sich bei dem Taxi gehandelt haben? Um einen verkleideten Motorroller, so dass Fahrgäste ihr Gepäck nicht einmal auf den Beinen abstellen konnten?

Die SÜDDEUTSCHE hatte in ihrem Artikel gar erzählt, dass es der Taxifahrer gewesen sei, der wegen der vierten Reisetasche „abgewunken“ hätte. Das ist derartig absurd, dass dieser Satz womöglich nur einer Ausschmückung des Redakteurs geschuldet war.

 

Auf jeden Fall hatte diese vierte Tasche die Verknüpfung mit den drei Personen und der in der Wohnung gefundenen Bombe – in eben dieser Tasche – hergestellt. Oder diese kolportierte Geschichte hatte den Zusammenhang hergestellt, denn real muss es sich nicht ereignet haben. Wir wissen es nicht. Der Informationsträger war laut Polizei jedenfalls der Taxi-Fahrer, dessen Identität übrigens unbekannt geblieben ist.

 

Wohnhaus in Schaerbeek

 

 

 

Es ist nicht klar, zu welchem exakten Zeitpunkt der Taxifahrer in das Geschehen gekommen war. Die ersten medialen Meldungen über dessen angebliche Existenz erschienen erst am späten Abend des 22. März.

Hier ein Beispiel aus der NZZ:

 

NZZ-Meldung wegen Taxifahrer

 

Es ist also gut möglich, dass polizeintern der Aspekt „Taxifahrer“ bereits vor der Veröffentlichung des Flughafenfotos mit drei Verdächtigen existiert hatte. Das bedarf noch der Klärung.

Eine Änderung hatte es gegen 18.25 Uhr gegeben, als die Polizei sich bei dem Flughafenfoto auf den hell gekleideten Mann mit Hut konzentriert hatte.

 


Mann mit Hut solo Meldung zum Hut

Der Polizeieinsatz vor dem richtigen Haus in Schaerbeek erfolgte noch bei Tageslicht.


 

Noch am späten Abend waren Polizeikräfte in der speziellen Wohnung bei der Arbeit. Von einem gegenüber befindlichen Nachbarn ist eine kleine Video-Sequenz von SPIEGEL-online veröffentlicht worden. Die Wohnung wirkte allerdings relativ leer.

http://www.spiegel.de/video/bruessel-video-zeigt-versteck-der-attentaeter-video-1660779.html

 

Somit soll noch am Anschlagtag die phantastische Dummheit der mutmaßlichen Attentäter die Polizei auf ihre Spur geführt haben. Oder anders formuliert: die mutmaßlichen Täter hatten selbst diese Spur gelegt, was an Fälle wie jenen der Kouachi-Brüder vom Attentat in Paris Januar 2015 erinnern ließ. Denn welcher Täter lässt sich zu seiner Tat vor seiner eigenen Behausung von einem Taxi abholen. Dummheit oder Absicht?

Uns fällt es schwer, diese Geschichte den Behörden abzukaufen. Genau so wenig wie jene zuvor. Der in der Wohnung getätigte plakative „Fund“ – Bombe, Chemikalien, „IS“-Flagge, in einigen Medien war auch noch von einer AK-47 die Rede – schien doch eher einem eher schlichten Script zu folgen. Vor allem die „IS“-Fahne war ein Gegenstand, der nicht ins kriminalistische Bild passte, wohl aber für das mediale Meinungsbild brauchbar gewesen sein mochte.

 

 

Montag
02
Mai 2016

Kleine Propagandaübersicht – 13/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Wilde Propaganda aus der Defensive.“ KURIER, 26. Januar 2016.

„Europa. Drohungen und Terrorkomplotte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der IS geschwächt ist.“, lautete die Unterzeile eines Artikels von Stefan Schocher.

Europol warnte mal wieder vor Terror-Anschlägen in Europa und weltweit gleich mit, bei welcher Gelegenheit ein neues Anti-Terror-Büro eröffnet wurde. Werben, äh… warnen könnten natürlich auch andere, wir alle sogar, und das auch ohne Büro.

Passend dazu ein Bericht des französischen Innenministeriums, nach welchem die französischen Behörden im Jahr 2015 angeblich 11 „groß angelegte“ Terroranschläge verhindert hätten. Glaubwürdig ist dies in Anbetracht der Vorfälle des Vorjahres nicht. Diese Meldung des Innenministeriums wurde ohnehin nicht mit Beweisen verdeutlicht.

Dafür gab es ein neues Video, welches angeblich vom „IS“ stammen würde und sich auf die Attentatsserie von Paris im November 2015 bezog – alles in allem dubios und unklar.

Die westliche Fixierung auf den „IS“ als Terrororganisationen blieb wie erwartet bestehen, als hätten alle andere Terroristen ausgedient. Diese anderen Terroristen, zum Beispiel Al-Kaida, hielten sich offenbar daran und traten nicht in Erscheinung. „IS“ ist und bleibt derzeit die Hauptmarke.

Dazu streute Schocher noch eine Reihe von Gerüchten über Zerfallserscheinen innerhalb des „IS“ und arbeitete gleichzeitig weiterhin an einem Bild, als wäre „IS“ soetwas wie ein souveräner Verein. Und er verbreitete den durch US-Geheimdienste lancierten Unsinn, dass sich der „IS“ anhand „entdeckter Dokumente“ weniger durch „Ölschmuggel“ als durch „Import-Zölle und „Wegelagerei“ finanzieren würde.

Das war aber nicht mehr als ein verzweifelter Versuch, den Raub irakischer und syrischer Rohstoffe und dessen Verschub in den NATO-Staat Türkei zu kaschieren. Das ist ein Vorgang, der von den weiteren Tätern, den USA und ihren Verbündeten, nie gestört worden war. Unangenehmerweise hatte dies erst Russland offengelegt und die Transportrouten bekämpft.

Das erwähnte Schocher natürlich nicht, hätte es doch angezeigt, dass eine Zusammenarbeit zwischen USA, Türkei, den Golf-Diktaturen mit dem „IS“ existiert. Somit ist es Schocher selbst, der Propaganda aus der Defensive betreibt. 

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160126/281621009354559

 

„Europol: Es droht neue Anschlagswelle.“ KURIER, 26. Januar 2016.

Wilhelm Theuretsbacher nennt seinen Text zwar „Analyse“, wiederholte vor allem aber nur das, was die Behörden verlautbarten. Warnungen durch die Behörden, alles irgendwie unkonkret zwar, aber auch unkonkret besonders Frankreich gegenüber. Der „IS“ sei es, der die Behörden unter „Zugzwang“ bringen würde – und niemand anders. Die vielen armen Geheimdienste würden angeblich sich schwer tun, allein wegen der Datenflut, und müssten noch mehr Sicherheitseinrichtungen aufstellen.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160126/281642484191039/TextView

 

„Iran: Hürden für Banken.“ STANDARD, 26. Januar 2016.

Der Iran hat damit aber nichts zu tun, sondern die USA, die ein Bedrohungsszenario gegenüber der europäischen Konkurrenz aufrecht erhalten. In Übersee ist man gewohnt, zuerst die Geschäfte abzuschließen und nur die Reste unter den Vasallen aufzuteilen.

http://derstandard.at/2000029754507/Hohe-Finanzhuerden-fuer-Iran-Geschaefte

 

Dazu auch „Hohe Finanzhürden für Iran-Geschäfte“, von András Szigetvari (STANDARD, 26. Januar 2016).

Wie praktisch, wenn die internationalen Finanzgeschäfte durch Washington und London kontrolliert werden. Die Aufhebung der Sanktionen war doch nicht so umfassend, wie zuvor dargestellt. Und es gibt eine mächtige Lobby, die sehr daran interessiert ist, den Iran wirtschaftlich schwach zu halten.

 

„Neue Hürde für Frieden in Libyen.“ STANDARD, 26. Januar 2016.

Astrid Frevel berichtete über das, was schon vorher deutlich gewesen war. Die Mehrheit der Libyer wollen sicherlich Frieden, wie überall auf dem Planeten, aber sie haben weder eine Lobby noch eine Stimme. Erst recht nicht bei den Entscheidungsträgern im Ausland.

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STA/20160126/neue-huerde-fuer-frieden-in-libyen/0830840650780680650820680%209520160126194002032180063.html

 

„Europol warnt erneut vor Terrorangriffen des IS in Europa.“ STANDARD, 26. Januar 2016.

Es wurde flächendeckend gewarnt, was auf der Annahme beruhte, dass etwas geplant werden könnte. Dazu die Beschränkung auf den „IS“, denn „Al-Kaida“ ist Schnee von gestern und außerdem in Syrien der Empfänger dieser wirkungsvollen Panzerabwehrwaffe des US-Systems TOW.

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STA/20160126/europol-warnt-erneut-vor-terrorangr/0830840650780680650820680%209520160126194002032180038.html

 

„Russland in der Krise.“ STANDARD, 26. Januar 2016.

Das wünscht sich Paul Lendvai in seiner Kolumne. Allein schon wegen „Putin“ seiner „aggressiven Politik“ gegenüber der Ukraine. Wann lesen wir von den anderen krisengeschüttelten, aggressiven Staaten?

http://derstandard.at/2000029752518/Russland-in-der-Krise

 

„Terrorcamps mitten in Europa.“ PRESSE, 26. Januar 2016.

Andreas Wetz und Christian Ultsch gaben die freundlichen Auskünfte von Polizei und Geheimdienste weiter und entdeckten neu etwas altes: Ausbildungseinrichtungen für Extremisten in Slowenien und Bosnien. Davor muss natürlich gewarnt, gewarnt und nochmals gewarnt werden.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4911905/BalkanConnection_Terrorcamps-mitten-in-Europa

 

„IS-Clip zeigt Tatverdächtige der Pariser Attacken.“ PRESSE, 26. Januar 2016.

Ob die wirklich gezeigt werden, darüber herrschte allerdings innerhalb des Artikels wieder Unsicherheit. Ob das Video überhaupt authentisch ist, wurde nicht hinterfragt. Es wurde nie etwas hinterfragt. 

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4911904/ISClip-zeigt-Tatverdaechtige-der-Pariser-Attacken

 

„Italien plant Angriffe auf IS in Libyen.“ PRESSE, 26. Januar 2016.

Sehr nett von Susanna Bastaroli und Wieland Schneider, über diesen Plan noch vor einer angeblichen Ausführung in einer Zeitung berichten zu dürfen. Leider wurde damit der Eindruck erweckt, dass es ausschließlich nur um eine mediale Botschaft ging. Diese Botschaft wurde über Washington verbreitet, mit Rom im Fahrwasser. Allerdings sollte erst abgewartet werden, weswegen nur der Plan veröffentlicht wurde.

Susanna Bastaroli und Wieland Schneider gaben den Mist aus Übersee nur weiter, um den angeblichen „IS“ als neue Bedrohung in Libyen zu installieren. Die ist allerdings kaum als neue Fraktion anzusprechen, selbst wenn dem so sein sollte. Der Witz ist zudem der, dass sich zahlreiche Libyer als Söldner für den Kampf gegen Syrien hatten anmieten lassen – bei der Nusra-Front und anderen Al-Kaida-Verbänden. Die werden alle von der gleichen Militärmacht ausgerüstet: USA.

Bastaroli und Schneider verübten gemeinschaftliche Augenwischerei, indem sie behaupteten, dass Gruppen wie Al-Kaida sich in Libyen 2011 „im Chaos breitgemacht“ hätten. Die entstanden natürlich nicht einfach so, sondern wurden von NATO-Staaten und ihren diktatorischen Partnern vom Golf nach Libyen verfrachtet.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4911887/Italien-plant-Angriffe-auf-IS-in-Libyen

 

 

„Das Who’s who der syrischen Opposition in Genf.“ PRESSE, 26. Januar 2016.

Für Martin Gehlen ist die syrische Regierung natürlich ein Regime, und deren UN-Botschafter einer, der im Januar 2016 das „Klima mit Provokationen vergiftet“ habe. Al-Jaafari hatte allerdings nur die Fakten ausgesprochen. Weil der Propagandist Gehlen auf den Inhalt nicht einging, sollte sich jeder bei Interesse selbst um die Informationen kümmern. Hier ein Ansatz:  

 

Gehlen war so frei, seine von ihm und seinen Auftraggebern favourisierten Menschenrechtsgruppen aufzuzählen, die bei den neuerlichen Friedensverhandlungen in Genf mit von der Partie sein sollten. Diese hatten sich als so genannter Hoher Rat im saudischen Riad, der Hauptstadt der örtlichen Aktivisten, organisiert.

Gehlen nannte die Nationale Syrische Koalition, welche dummerweise vor allem nur aus „Exil-Syrern“ und Radikalen der Moslembruderschaft besteht. Gehlen vergaß leider zu erwähnen, dass diese Organisation vor allem eine der Türkei und Katar ist. Eine demokratische Aussicht für eine politische Einflussnahme wäre in Syrien nicht vorhanden, weswegen deren Engagement nur auf Krieg abzielt.

Dazu das so genannte Nationale Koordinierungskomitee für demokratischen Wandel, die im Gegensatz zu den ausländischen Organisationen den Verhandlungsweg für eine Demokratie beschreiten möchte. Diese Organisation wird von der syrischen Regierung akzeptiert.

Weiters nennt Gehlen die Freie Syrische Armee (FSA), welche er ungeheuer aufbauscht, die aber in Wirklichkeit militärisch kaum eine Rolle spielt. Diese angeblich „moderaten Rebellen“ sind – von ihnen sogar selbst dokumentiert – kaum vorhanden. Die „FSA“ dient vor allem nur als Aushängeschild und Fassade des Westen, unter welchem sich die eigenen Söldnerverbände und Terroristen verbergen können. Und über welche der Waffen- und Munitionsnachschub zu den Extremisten verschoben wird. 

„Islamische Armee“ und „Islamische Bewegung der Levante“ sollen bei den Verhandlungen ebenfalls mit von der Partie sein, wobei es keine Rolle spielt, welche Bezeichnungen sie sich selbst gegeben haben. Deren Terroristen und Söldnerhaufen, die auch laut Gehlen mit Al-Kaida eine Koalition haben, werden von den selben Staaten ausgehalten, wie die FSA-Reste und Al-Kaida. Dass die Anführer derartiger Todesschwadronen in Riad tagen dürfen, verwundert nicht, denn schließlich werden sie von dort auch bezahlt.

Die kurdische PYD sowie Vertreter ihrer militärischen YPG wurden allerdings in Riad ausgeschlossen, auf türkischen Druck, wie es heißt. War auch logisch, denn diese Kurden wurden und werden von den Kriegstreibern ebenfalls bekämpft. Aber so genau musste es Gehlen auch nicht erzählen, denn er hat noch nie einen Zweifel daran gelassen, auf welcher Seite er zu finden ist.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4911886/Das-Whos-who-der-syrischen-Opposition-in-Genf

 

 

„Zerfällt die EU wegen ihrer extremen Ränder?“ PRESSE, 26. Januar 2016.

Dümmlicher Kommentar des EU-Fetischisten Franz Schausberger, bei dem Terroristen in einem bestimmten Klima „wachsen“, bei dem es neben „Rechtspopulisten“ auch „Linkspopulisten“ gäbe, nur eben keine Mittigpopulisten. Für Schausberger besonders schlimm, dass demokratische Regierungen die „Demokratie beugen“ und der EU kritisch gegenüber eingestellt sind. Der Mann hatte Angst und appellierte an einen Zusammenhalt, um die Phrase einer Friedensidee aufzuwärmen, die es nie gab.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4911910/Zerfaellt-die-EU-wegen-ihrer-extremen-Raender

 

Ratte 0

 

Sonntag
01
Mai 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 4.

 

Am 23. März hatten die österreichischen Printmedien (online bereits am 22. März) eine „Hausdurchsuchung“ (STANDARD, PRESSE) bzw. „Razzia“ (KURIER) im Stadtteil Schaerbeek und über den Fund von belastenden Materialien berichtet. Dabei soll es sich um einen „Sprengstoffgürtel“ (KURIER) bzw. eine Bombe“ (STANDARD, PRESSE), um „Chemikalien“ und um eine „IS-Fahne“ gehandelt haben.

Irgendwelche Umstände zu dieser Hausdurchsuchung am 22. März wurden nicht genannt, ein Zusammenhang zu den Attentaten wurde indirekt erst durch die Meldung über die gefundenen Materialien hergestellt.

http://kurier.at/politik/ausland/warnung-belgiens-aussenminister-befuerchtet-neue-anschlaege/188.679.755

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160323/281479275538386

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4951821/Terror-in-Brussel_Ein-Anschlag-auf-Europa?direct=4954807&_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/4954807/index.do&selChannel=

 

Doch hatte dieser Fund etwas sehr groteskes an sich. Er beschränkte sich primitiv auf genau jene Teile, welcher ein Durchschnittskonsument vielleicht erwarten mochte: Bombe, Chemikalien, IS-Flagge. Für jene, die nur bis drei zählen konnten, mochte dies bei gleichzeitiger Nachrichtenflut über die Anschläge plausibel geklungen haben.

Die Verbreitung dieser „Information“ war den Behörden offenbar sehr wichtig gewesen, nicht aber das Zustandekommen des „Fundes“. Dieselben Behörden hatten es für ebenso wichtig gehalten, eine „IS“-Fahne zu benennen, obwohl diese keinerlei Bedeutung haben konnte. Es sei denn, es hatte jemand mit einem Logo auf eine bestimmte Marke aufmerksam machen können, deren Bedeutung in diesem Fall durch nichts belegt worden war.

Wer auch immer diese „IS“-Fahne hinterlegt hatte, um sie zu „finden“, die Behörden waren es gewesen, welche erst das „Marketing“ der Marke „IS“ betrieben hatten.

 

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Das IS-Logo – eine der derzeit angesagtesten Marken dank der hervorragenden Marketing-Arbeit zahlreicher Behörden und Medienkonzerne. 

 

Diese Feststellung ist für die belgischen Behörden wenig schmeichelhaft, wie die Geschichte bereits an diesem Punkt einen schlechten Beigeschmack bekommen hatte. Der Eindruck von einer konstruiert wirkenden Geschichte wurde nicht nur von den zu erwarten gewesenen politischen Reaktionen und dem Getöse ihrer medialen Sprachrohre vertieft, sondern auch wegen der uns aufgetischten Geschichte, welche zur Identifizierung der mutmaßlichen Attentäter geführt haben soll.

Diese weitgehende Identifizierung war überraschend schnell erfolgt. Zu schnell für eine Identifizierung von Leichen der Opfer bzw. deren Einzelteilen. Die Fragmente von mutmaßlichen Tätern mussten zudem als solche erst zugeordnet werden. Das war nichts, was sich in 36 Stunden bewerkstelligen ließe.

Als mutmaßliche Selbstmordattentäter vom Flughafen präsentiert wurden am 23. März Ibrahim El Bakraoui und Najim Laachraoui. Bei dem mutmaßlichen Täter in Maelbeek soll es sich um Khalid El Bakraoui gehandelt haben, dem Bruder von Khalid. Die hell gekleidete Person mit Hut vom Flughafen wurde dagegen als unbekannt und auf der Flucht befindlich gemeldet.

 

 

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Von links nach rechts soll es sich bei diesen Personen um Ibrahim El Bakraoui, Khalid El Bakraoui und Najim Laachraoui handeln. 

 

http://kurier.at/politik/ausland/terror-in-bruessel-gesuchtes-bombenhirn-ist-einer-der-bruessel-attentaeter/188.828.649

http://derstandard.at/2000033533981/Anschlaege-im-Netzwerk-der-Paris-Attentaeter

 

Von den österreichischen Zeitungen hatte die PRESSE am 24. März etwas ausführlicher berichtet, wie es zur Identifizierung gekommen sein soll. Das heißt, sie hatte über das berichtet, was belgische Medien und die dortigen Behörden berichtet hatten.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4952672/Brussel_Jagd-auf-den-dritten-Attentaeter

 

Demnach hätte ein Taxifahrer der Polizei erzählt, dass er die drei mutmaßlichen Attentäter direkt von ihrer Wohnung im Stadtteil Schaerbeek abgeholt und zum Flughafen gefahren habe. Bingo! Danach hatte die Polizei nur noch zur angegebenen Wohnung fahren müssen, um dort etwas zu finden, dass sämtlichen Erwartungshaltungen entsprechen durfte: Bombe, Chemikalien, „IS“-Fahne, zu denen sich später noch Zünder und Nägel hinzugesellen durften.

Die mutmaßlichen Attentäter hatten es der Polizei offensichtlich wieder sehr einfach gemacht, obwohl sie auf einen „verlorenen“ Pass verzichtet hatten. Die Polizei im Glück, denn von einer großartigen Ermittlungsarbeit konnte mal wieder nicht die Rede sein.

 

Fragwürdig ist die Geschichte allerdings allemal. Wie wir aufgrund der Meldungen wissen, war es zu der Durchsuchung der Wohnung bereits am 22. März, am Tag der Anschläge, gekommen. Das bedeutet, dass die Polizei nach den Anschlägen um 8 Uhr (Flughafen) bzw. 9 Uhr (U-Bahn) sämtliche Überwachungsbänder gesichtet und ausgewertet haben musste, um mutmaßliche Täter ausfindig zu machen.

Das muss der Polizei äußerst schnell gelungen sein, denn sie hatte später im Verlauf des Tages ein Foto – ein einziges – für eine Fahndung veröffentlicht. Dieses musste anschließend von einem Taxifahrer bemerkt und entdeckt werden, um seinerseits einen Rückschluß ziehen zu können – und sich dann an die Polizei zu wenden. Nachdem er dort seine Beobachtungen geschildert haben würde, hätte dann ein Spezialkommando gerufen und diese zur besagten Wohnung nach Schaerbeek dirigiert werden müssen.

Die Polizei hatte den Screenshot vom Flughafen mit den drei Verdächtigen allerdings erst am späten Nachmittag veröffentlicht. Das „Minutenprotokoll“ von SPIEGEL-Online publizierte das Foto erst um 17.12 Uhr und natürlich etwas zeitverzögert gegenüber den belgischen Medien.

 

Flughafen Shot

 

HLN.BE hatte die Meldung samt dem Foto schon etwas eher publiziert. 

 

Fahndungsfoto früher

 

Zwischen der Veröffentlichung des Fotos und der Pressekonferenz des belgischen Staatsanwalts Frédéric Van Leeuw, die etwa ab 19.00 Uhr stattgefunden hatte, befanden sich gerade einmal 2,5 Stunden. Van Lew hatte hier bereits von dem großartigen Fund in der Wohnung berichtet.

 

NZZ-Meldung 22.3.

Quelle: NZZ/Schweiz (Screenshot). 

 

Zweieinhalb Stunden, und zwar bestenfalls, war sicherlich eine viel zu knappe Zeitspanne für einen Taxifahrer und dessen Engagement aufgrund des veröffentlichten Fotos sowie der nachfolgenden polizeilichen Prozedere bis hin zur Pressekonferenz.

 

Eine Korrektur des Textes erfolgte am 2. Mai 2016.

 

Samstag
30
April 2016

Kleine Propagandaübersicht – 12/2016.

 

Ratte 0

 

RAF. „Extreme Linke erklärt Staat den Krieg.“ KURIER, 24. Januar 2016.

Susanne Bobek bezieht sich auf zwei (gescheiterte) Überfälle aus dem Jahr 2015, wo die Polizei DNA-Spuren von drei RAF-Mitgliedern gefunden haben soll. Die Geschichte der RAF ist allerdings nicht zu Ende erzählt, zumal die Rolle der Polizei und der Geheimdienste nicht geklärt ist. Der Mord an Herrhausen wie auch der Mord an Buback, dessen Sohn noch immer um die Aufklärung bemüht ist, weisen in ganz andere Richtungen. Bobek gibt hier nur die Version der Behörden wider – und denen ist leider kein Vertrauen entgegen zu bringen.

http://kurier.at/chronik/weltchronik/raf-extreme-linke-erklaert-dem-staat-den-krieg/176.740.260

 

 

„Rückkehr nach Kobane.“ PRESSE, 24. Januar 2016.

Wieland Schneider würdigt die Standhaftigkeit der Kurden, zeichnet aber die Verbände des so genannten „IS“ als eine, die mit schweren Waffen ausgerüstet von irgendwoher gekommen sei, nur nicht aus der Türkei. Die erwähnte Luftunterstützung durch US-Kampfflieger hatte nicht stattgefunden, das war reine Augenwischerei gewesen. Damals hatte sich sogar ein ZDF-Redakteur von der türkischen Seite der Grenze her gewundert, dass da kaum etwas passiert war. Die Unterstützung der USA erfolgte erst 2015 infolge einer politischen Änderung, was aber die Türkei nicht dazu veranlasste, ihre Angriffe auf die syrischen Kurden einzustellen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4910654/Die-Ruckkehr-nach-Kobane

 

 

„Extremisten in Schwierigkeiten.“ PRESSE, 24. Januar 2016.

Alfred Hackensberger spinnt sich hübsche Geschichten zusammen, die zuvor vom US-State-Departement erzählt wurden. Ein Hoch auf die westliche Kriegskoalition und ihren Partner aus den Golfdiktaturen! Jene Streitkräfte, die tatsächlich die Verbände des „IS“ angegriffen haben, kommen nicht vor. Nach Hackensberger waren es nicht russische Luftangriffe auf die Öl-Konvois in die Türkei gewesen, sondern plötzlich „Alliierte“. Eine Märchenstunde von Hackensberger.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4910661/Extremisten-in-Schwierigkeiten?direct=4910654&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/4910654/index.do&selChannel=&from=articlemore

 

 

„Notfalls vertreiben wir den IS.“ PRESSE, 24. Januar 2016.

„Laut US-Vizepräsident Biden ist Washington auf militärische Lösung vorbereitet“, heißt es dort. Das waren die USA allerdings immer. Biden hatte hier allerdings eine „militärische Lösung“ gegen den „IS“ gemeint, die doch angeblich schon seit anderthalb Jahren in Gange sein sollte. Und von anderen Lösungen, wie zum Beispiel das Abdrehen der finanziellen und materiellen Mittel, hat noch niemand etwas bemerkt. 

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4910672/Notfalls-vertreiben-wir-den-IS

 

 

Autoren und Syrien. „Reisen in ein zerstörtes Land.“ PRESSE, 24. Januar 2016.

Wieland Schneider machte hier Werbung für das unglaubwürdiges und verlogene Buch einer Samar Yazbek – ganz offensichtlich mit freundlicher Unterstützung der Kriegstreiber.

http://diepresse.com/home/kultur/literatur/4910729/Reisen-in-ein-zerstortes-Land

 

 

Ukraine. „Jugend im Bunker: „Ich dachte, wir sterben“.“ PRESSE, 24. Januar 2016.

Auch Jutta Sommerbauer hat ein Buch herausgegeben, aber der Schauplatz zur Geschichtsumschreibung ist mit der Ukraine ein anderer. Das beginnt bei ihr schon damit, dass sie den vom Westen orchestrierten faschistischen und gewalttätigen Putsch in Kiew als einen „politischen Umbruch“ bezeichnet. Bei Sommerbauer kam auch „der Krieg“ irgendwohin, beispielsweise zu Wohngebieten. Eine genaue Benennung wäre sehr hilfreich. Ukrainisches Militär und Nazi-Brigaden kamen, um der vom Putsch-Regime in Kiew zu „Terroristen“ und „Untermenschen“ (Zitat Jazenjuk) umdeklarierten ostukrainischen Bevölkerung den Garaus zu machen.

http://diepresse.com/home/leben/mensch/4910719/Jugend-im-Bunker_Ich-dachte-wir-sterben

 

 

Theater in Russland. „Das Gefährliche ist der Semifaschismus.“ PRESSE, 24. Januar 2016.

Barbara Petsch interviewt Marina Davydova, die eine Menge dummes Zeug redet und ihren westlichen Sponsoren offenbar noch einen Gefallen schuldete. Dass öffentliche Gelder bei kritischer Kultur gekürzt werden, gibt es natürlich nur in Russland, wie suggeriert werden soll. Bei uns werden sie nämlich ganz gestrichen.

http://diepresse.com/home/leben/mensch/4910697/Davydova_Das-Gefaehrliche-ist-der-Semifaschismus

 

 

„Ägyptens Revolution sucht wieder ihren Weg.“ STANDARD, 25. Januar 2016.

Astrid Frefel schreibt hier von „Revolution“, aber leider nicht von den verschiedenen Interessengruppen. Die ersten Unruhen hatten sich gegen ein US-gestütztes Mubarak-Regime gewendet, Morsi war ein Kandidat der Muslimbruderschaft (Katar, Türkei) gewesen, der jetzige Regierer al-Sisi ist wiederum der Mann Saudi-Arabiens. Insofern ist es ein Witz, dort irgendjemanden als nicht vom Ausland gesteuert darzustellen. Geändert hat sich ohnehin nichts.

http://derstandard.at/2000029654928/Richtungssuche-fuenf-Jahre-nach-Aegyptens-Revolution

 

 

„Syrien: Kerry zuversichtlich.“ STANDARD, 25. Januar 2016.

Denn Kerry hat das Kommando. Die saudische Diktatur will keinen Frieden, muss aber den Anschein wahren und stattdessen hinten herum destruktiv einwirken. Wenn aus der „Opposition“ die Verbände des „IS“, „Nusra“ und die übrigen extremistischen Söldnerhaufen herausgezogen werden, was bliebe dann noch übrig? So gut wie nichts, weswegen die Kriegstreiber außerhalb der USA die Kurden ausgeschlossen wissen wollen.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160125/281633894253565

 

 

„Politik darf nicht außerhalb des Rechts stehen.“ STANDARD, 25. Januar 2016.

Manfred Nowak widersprach hier zu recht Eric Frey, der das Völkerrecht eher als irrelevant bezeichnet hatte. Die US-Affinität von Frey ist bekannt, und das Völkerrecht hatte in dessen geistiger Heimat dort nie eine Rolle gespielt. Höchstens für die anderen.

http://derstandard.at/2000029660546/Politik-darf-nicht-ausserhalb-des-Rechts-stehen

 

„Fünf Jahre Revolution in Ägypten. Europas Albtraum.“ STANDARD, 25. Januar 2016.

Gudrun Harrer unterstellte hier Sehnsüchte der Europäer nach „Stabilität“, auch wenn diese nicht demokratisch zustande gekommen war. Woanders waren es allerdings dieselben Europäer, die mit der Argumentation des Nicht-Demokratischen mal eben alles weggebombt hatten, um Destabilisierung zu hinterlassen. Doppelte Standards, falsche Spiele, doppelzüngige Heucheleien, Interessen, aber all das kam bei Harrer nicht vor. Die beiden letzten Kriege gegen Libyen und Syrien wären ganz schlecht zu rechtfertigen. Kurzum: ein Null-Kommentar. 

http://derstandard.at/2000029661937/Fuenf-Jahre-Revolution-in-Aegypten-Europas-Albtraum

 

Ratte 0

 

 

Donnerstag
28
April 2016

Brüssel, März 2016 – Ein Kommentar. Teil 3.

 

Wir wissen nicht, was sich am 22. März 2016 tatsächlich in Brüssel ereignet hatte. Doch was lässt sich zum Doppel-Attentat in der Berichterstattung feststellen, was wurde halbwegs konkret über das Geschehen in den Medien gemeldet? Wie hatten Leser diese Nachrichten auffassen können?

Zum Tatort Flughafen Zaventem wurde in den Zeitungen vom 23. und 24. März folgendes berichtet:

Der KURIER hatte am 23. März die Explosion einer Bombe kurz nach 8.00 Uhr in der Abflughalle gemeldet. PRESSE und STANDARD hatte schon mehr erfahren und von zwei Explosionen berichtet, was schließlich dem Medien-Konsens entsprach.

 

 

 

Alle drei Blätter berichteten unter dem Verweis auf ungenannte Augenzeugen von „arabischen Rufen“.vor diesen Explosionen, KURIER und PRESSE außerdem noch von Schüssen, die vernommen worden wären. Später, bei den Aufräumarbeiten, wäre ein „Maschinengewehr“ (STANDARD) bzw. eine Kalaschnikow (KURIER) gefunden worden. Diese Waffe ließ sich somit mit den vernommenen Schüssen in einen Kontext setzen.

Schließlich wäre später noch eine dritte Bombe gefunden worden, die allerdings nicht detoniert sei, so die drei Blätter übereinstimmend.

 

 

 

An dieser Stelle ein Verweis zum belgischen TV-Sender RTBF. Dort war tatsächlich von dem Auffinden eines Sturmgewehres berichtet worden, allerdings nichts von Schüssen.

SPIEGEL-online hatte zwei Videos parat, in denen unter anderem zwei Augenzeugen präsentiert wurden.

 

http://www.spiegel.de/video/bruessel-katrin-kuntz-berichtet-im-video-vom-flughafen-video-1660424-iframe.html

http://www.spiegel.de/video/bruessel-anschlaege-augenzeugin-berichtet-aus-terminal-video-1660518.html

 

Hier wurde von zwei Detonationen berichtet, auch von Schüssen, allerdings war von arabischen Rufen keine Rede.

Die Behörden hatten allerdings später verlautbart, dass am Flughafen keine Waffe gefunden worden wäre.

http://de.euronews.com/2016/03/23/belgische-staatsanwaltschaft-selbstmordattentate-in-flughafen-und-metro-von-brudern-verubt-polizei-verdachtiger-najim-laachroui-nicht-gefasst/

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47770/1.html

 

Was nun also? Keine Schüsse, aber warum die durchgehenden Meldungen vom Auffinden eines Sturmgewehres? War diese Meldung ebenfalls nur ein Gerücht gewesen? Die Sachlage schien nicht ganz eindeutig, nachdem wahrgenommene Schüsse durch das Auffinden einer Waffe an Plausibilität gewonnen hatte.

Die angebliche IS-Bekenner-Botschaft via Internet hatte sich jedenfalls zuvor ganz nach den Medien-Berichten orientiert bzw. auf diesen gefusst. In diesem wurde behauptet, dass vor den Bombenexplosionen mehrere „Crusaders“ zum Tode gebracht worden wären. Das machte das Bekenntnis natürlich nicht glaubwürdiger, zumal ohnehin Insiderwissen fehlte. Die Glaubwürdigkeit eines belgischen General-Staatsanwalts musste allerdings keinen Deut besser sein.

Die belgische Polizei hatte später recht zügig für die Fahndung ein Foto veröffentlicht, welches einem Überwachungsband aus der Flughafenhalle entnommen worden war. Es zeigte drei Männer, von denen jeder einen Gepäckwagen mit jeweils einer schwarzen Reisetasche vor sich hergeschoben hatte.

 

TOPSHOT - A picture released on March 22, 2016 by the belgian federal police on demand of the Federal prosecutor shows a screengrab of the airport CCTV camera showing suspects of this morning's attacks at Brussels Airport, in Zaventem.  Two explosions in the departure hall of Brussels Airport this morning took the lives of 14 people, 81 got injured. Government sources speak of a terrorist attack. The terrorist threat level has been heightened to four across the country. / AFP PHOTO / BELGIAN FEDERAL POLICE / - / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / BELGIAN FEDERAL POLICE" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Die schwarzen Reisetaschen befinden sich auf diesem Gruppenfoto nicht im Bild. 

 

Warum die Polizei ausgerechnet in diesen drei Männern die mutmaßlichen Täter sah, wurde nicht berichtet. Da auch nur dieses einzige Foto veröffentlicht wurde, konnte logischerweise nicht nachvollzogen werden, woher diese Männer gekommen und wohin sie gegangen waren. Dass sich die Bewegungen anhand der Vielzahl der am Flughafen befindlichen Kameras nachvollziehen lassen würden, steht außer Frage. Stattdessen nur die Präsentation eines einzigen Standbildes aus dem Material einer einzigen Kamera. Der Medienkonsument hatte demnach der Polizei zu vertrauen. (Wie immer).

Die drei abgebildeten Männer schienen jedenfalls eine kleine Gruppe gebildet zu haben, schließlich hatten sie sich nebeneinander bewegt. Zwei von ihnen trugen jeweils helle Hosen und dunkle Oberbekleidung sowie auffälligerweise einen schwarzen Handschuh nur an ihrer linken Hand. Der dritte Mann unterschied sich von ihnen und ihrer „Uniformierung“, weil dieser durchwegs hell gekleidet war und einen Hut trug – aber keinen Handschuh.

Laut Polizeiangaben sollte es sich bei den beiden Männern, welche sich äußerlich quasi „gekennzeichnet“ hatten, um die verstorbenen Selbstmordattentäter handeln, während der der Mann mit dem Hut als flüchtiger dritter Täter deklariert worden war.

Da sich die abgebildete Gruppe somit optisch in die Geschichte der Behörden einfügte, hatte etwas kurioses an sich. Es schien so, als hätte dieses bereits vor den Bombenexplosionen aufgenommene Foto das Ergebnis der Anschläge vorwegnehmen wollen: zwei gezündete Bomben (schwarze Handschuhe) und eine, die nicht detonierte – und womöglich auch nie detonieren sollte (Hut).

Wir wollen hier noch nicht von einem Verdacht sprechen, aber die sicherlich „gemeine“ Überlegung anstellen, dass es sich bei dem veröffentlichten Foto um ein zur medialen Präsentation vorgefertigtes Bild handeln könnte. Das lässt uns zu den Örtlichkeiten der Explosionen kommen. Zuerst hatte es noch geheißen, dass die eine Bombe in der Abflughalle gezündet worden wäre und eine direkt an den Abflugschaltern, dann aber konkreter eine Bombe in der Halle nahe den Schaltern und die zweite Bombe nahe dem Haupteingang/Hauptausgang bei einem dort befindlichen Café.

 

 

 

Dies lässt den Schluss zu, dass sich die Attentäter demnach getrennt und sich in der Halle aufgeteilt hatten. Der Plan muss perfide gewesen sein, weil die zweite Bombe anscheinend den aus dem Gebäude panisch flüchtenden Menschen gegolten hatte. Eigenartig erscheint uns allerdings der Umstand, dass sich die vermeintlichen Attentäter zuvor noch gemeinsam in der Halle bewegt hatten.

War dies notwendig gewesen? Etwa für ein Foto? Und danach eine auffallend unauffällige Aufteilung an drei verschiedenen Örtlichkeiten, bei denen gleichzeitig sichergestellt werden musste, dass eine Bombenwirkung die anderen Attentäter nicht tangieren durfte.

Man stelle es sich so vor: ein Gruppe von Männern, arabisch aussehend und somit potentiel beim Sicherheitspersonal verdächtig, soll sich zuerst gemeinsam in der Halle bewegt haben, um anschließend so zu tun, als wenn sie sich untereinander nicht kennen würde. Nein, es muss nicht logisch sein, aber geschickter und unauffälligerweise wäre zweifellos das einzelne Eintreten in die Flughafengebäude gewesen.

Dann wäre es allerdings nie zu einem Gruppenfoto gekommen.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Bomben selbst. Der „KURIER“ hatte am 23. März von einer Nagelbombe berichtet und der STANDARD gemutmaßt, dass sich die Bomben in den Reisetaschen der Täter befunden haben könnten. Dies wurde mit dem Hinweis unterstrichen, dass besonders die Beine der umgebenen Opfer zerfetzt gewesen wären.

Dieser Rückschluss erscheint auch logisch, weil praktischer und auch unauffälliger inmitten Reisender. Was aber von den Behörden und den Medien als Selbstmordattentat genannt wurde, mochte zumindest uns auf den zweiten Blick weniger logisch erscheinen. In Reisetaschen transportierte Bomben macht ein Selbstmordattentat schlichtweg nicht notwendig. Dafür würde eine einfache Fernzündung reichen – aus sicherer Entfernung.

 

Dienstag
26
April 2016
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