Der Überfall der USA und Israel auf den Iran ist – verständlicherweise – seit dem 28. Februar 2026 das derzeit beherrschende Thema in den Massenmedien. Und somit auch im KURIER, welcher damit in der Printausgabe vom Sonntag, 1. März drei ganze Seiten füllte sowie eine als „Leitartikel“ bezeichnete Meinung von Ingrid-Steiner Gashi.
Die Tatsache, dass – wie im Vorjahr – die auf Dauerkrieg spezialisierten USA sowie die Kriegsnation der angeblich Auserwählten aus Israel den Iran angegriffen haben, und dies auch noch auf eine besonders hinterhältige Weise (Ermordung der Staatsführung, Militärführung und den Unterhändlern), wurde von der KURIER-Redakteurin gleich im ersten Satz negiert. Sie log, indem sie als erstes Opfer des Krieges einen Passanten in Abu Dhabi ausmachte, angeblich verletzt durch herabfallende Teile einer abgeschossenen iranischen Rakete. Als hätte es zuvor den durch USA und Israel im Iran verübten Massenmord nie gegeben.
(Bezahlschranke):
https://kurier.at/meinung/leitartikel/iran-usa-israel-krieg-kommentar/403136443
Nach dieser einleitenden Täter-Opfer-Umkehr hatte Steiner-Gashi nichts mehr zu bieten. Der eine habe sich vorbereitet, der andere würde eine Militärmacht zusammenziehen und dies und das meinen. Doch aus irgendeinem Grund „vergaß“ Steiner-Gashi, dass es die USA waren, welchen den Atomvertrag mit dem Iran gebrochen hatten, sie „vergaß“ auch, dass der Iran mit den USA noch verhandelt hatte, auch der Umstand, dass Unterhändler nicht zum ersten Male von den USA/Israel ermordet wurden, fand keine Erwähnung. Stattdessen wurden nur – für den Iran unannehmbare – Forderungen der Aggressoren aufgezählt, ungeachtet der unerwähnten Vorwände und der dahinterliegenden Interessenslagen seitens der Aggressoren.
Für Steiner-Gashi sollen die Forderungen der Gewohnheitsaggressoren USA und Israel dem Bedürfnis nach einer „friedlichen Welt“ entsprochen haben. In ihrer lächerlich-verlogenen Sichtweise wie die einer vollkommen enthemmten Psychopathin soll dem der Iran, der bekanntlich niemanden angreift, im Weg gestanden sein. Weil es sich um einen „unterdrückerischen islamischen Gottesstaat“ handeln würde.
Da dies nicht auszureichen schien, um Überfälle, Terror, Bombardierungen und Massenmord an Iraner zu begründen, musste der Iran offenbar noch zu einer Bedrohung für den Weltfrieden hochphantasiert werden. Da war dann die Rede von einem „verheerenden Diktat der Ayatollahs“ und „mörderischen Revolutionsgarden“, angeblich verantwortlich für „Leid, Folter, Krieg, Armut und Massenmord“ (an der eigenen Bevölkerung!) in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Eine Behauptung, welche definitiv auf die USA und Israel zutrifft, die auch hier abermals als zwei bombardierende Mörderbanden auftreten.
Steiner-Gashi weist in ihrem „Leitartikel“ nicht nach, dass ihr der Krieg gegen den Iran missfällt, es entspricht auch nicht der transatlantisch gesteuerten Blattlinie. Sie sorgt sich nur, dass sich ein Regimewechsel im Iran nicht nur allein herbeibombardieren lassen könnte, sondern es auch eines „iranischen Volkes“ bedürfe. Und dieses nun nicht „demonstrieren“ könne – wegen den Bomben.
Über 150 iranische Kinder werden an Steiner-Gashis künftigen Demonstrationen nach der Bombardierung der Shajarah-Tayyebeh-Mädchenschule in der Stadt Minab nicht mehr teilnehmen können. Sie sind wie viele andere tot.
Was wäre das Verbrecherpack nur ohne diese massenmediale Fürsorge, wo so leidenschaftlich das Gegenteil von dem geredet wird, was tatsächlich geschieht. Offensichtlicher geht es nicht, dass das eine Verbrecherpack das andere Verbrecherpack bedingt, um zumindest den Dummen der Leserschaft Mord und Totschlag als unabwendbares, letztlich positives Symptom zu verkaufen und die Interessen der Mörder zu kaschieren.
Wie einst der publizistische Hetzer Julius Streicher, der im Hauptkriegsverbrecherprozess in Nürnberg zum Tode durch den Strang verurteilt und 1946 hingerichtet wurde.