Raoul Herget und seine Freunde beehren uns im EINHORN am Donnerstag, dem 5. September.
Sie wollen uns den Marsch blasen. Übermorgen. Haltet die Hosen fest.
So, es ist bald wieder soweit.
Die 4. Banale ist im Kommen!
Es hat mal wieder einiges nicht funktioniert. Und wird bis zum 19. Oktober auch nicht mehr funktionieren. Wie das so ist, wenn man sich nicht einfach alles zusammenkaufen kann.
Aber es wird eine schöne Veranstaltung werden. Großes Regionalkino. Sogar mit Anspruch.
Hier nun das Plakat, welches heute ausgeliefert wurde.
Wir freuen uns!!!
Silvio Sinzinger gibt sich im SUB die Ehre!
Eine ganz klare Empfehlung. Gernt Lang ist auch dabei. Und wir übrigen auch – vor der Bühne.
Hier der Link zum SUB für diese Veranstaltung:
http://www.sub.at/programm/events/summer-session-freedom-live-17813/
Hier nun der Spot zur 4. Banale von Peter Willrader. Ausgestrahlt wird dieser zum Kino-Sommertraum in Wr. Neustadt ab dem 8. August 2013.
Zusehen ist er auch hier:
https://www.youtube.com/user/BOLLWERKFILME
Die 4. Banale findet am Samstag, den 19. Oktober 2013, 19.30 Uhr, im Stadttheater von Wr. Neustadt statt.
Jeder, der dort auch etwas herzeigen möchte, kann seinen Beitrag über die Banale-Homepage anmelden.
Einsendeschluss ist der 31. September 2013.
Es war eine schwere Geburt. So schwer, dass sie immer noch anhält. Aber nun ist sie online: die Homepage für die BANALE.
Ganz fertig ist sie noch nicht, trotz dieser schlichten Anmuth, vor allem fehlt noch die Masse der Verknüpfungen. Außerdem läuft noch zur Zeit das Einladen der 3. Banale. „Die Knarre“ wird dort allerdings nicht erscheinen, u. a. weil mit 67 Minuten zu lang.
Hier der Link:
Der Rest folgt.
Fernsehen erzeugt Geschichten. Fernsehen ist Phantasie. Fernsehen bedeutet Verkauf. Fernsehen bedeutet Meinungsbildung.
Natürlich nicht die eigene, ist doch klar!
Dass Fernsehen auch Leere bedeutet, musste unser Bedürftigen-Reporter Bernd Bieglmaier sogar innerhalb seiner eigenen Vewandtschaft feststellen.
Tante Frieda F. hatte ihren Neffen Bernd aufgeregt um sofortiges Erscheinen gebeten, da mit Onkel Franz F. einiges nicht mehr zu stimmen schien. Sie mache sich große Sorgen.
Bernd Bieglmaier fand nach seiner Ankunft seinen Onkel Franz apathisch in seinem Sessel sitzend vor. Mit einem gesenkten, starren Blick. Er war nicht ansprechbar. „Er redet seit gestern nix mehr“, berichtete Tante Frieda, um darafhin zu beteuern, dass sie bereits alles versucht habe. Auch mit Schnaps und Bier. Vergeblich.
Was war geschehen? Diese Frage musste Bernd Bieglmaier stellen, so unangenehm sie auch sein mochte. Nichts, wie seine Tante versicherte, nichts, bis auf den Kurzschluss, welcher das TV-Gerät, den Fernseher „erledigt“ hatte.
Bernd Bieglmaier hatte nun eine Spur, ein Indiz. Der Fernseher ließ sich tatsächlich nicht mehr einschalten, das Gerät war tot. Es flackerte nicht und es sprach auch nicht mehr. Er sprach also nicht mehr zu seinem Onkel Franz F., und vielleicht könnte hierin, wie Bernd Bieglmaier scharfsinnig kombinierte, die Ursache für den Totalausfall bei seinem Onkel zu finden sein. Da der Fernseher nicht mehr zu ihm sprach, hatte folglich sein Onkel nichts mehr zu reden. Weil nichts mehr da war.
Der Tante Frieda gefiel dies nicht. Sie fühlte sich unbehaglich und stellte den Begriff „Spekulation“ in den Raum.
Wir von der Bedürftigen-Redaktion halfen hier gerne weiter, beseitigten unbürokratisch alle Spekulationen und spendeten einen bereits vor vielen Jahren entsorgten, aber funktionstüchtigen Fernseher. Dies verschafft zwar nicht die geringste Bildung, aber immerhin ein Bild.
Franz F. war danach wieder der Alte. Franz F. war wieder unter Kontrolle.
Bis zum nächsten Ausfall.
Franz F. ist definitiv ein Bedürftiger der Woche. Und er ist nicht allein.
Schlomo M. ist kein Hund. Er schaut nur aus wie einer. Schlomo M. ist ein Mensch, der eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Hund hat. Er ist nicht der einzige, aber er ist anders.
Schlomo ist kein gebürtiger Österreicher, er kam aus dem Ausland zu uns. Aus einem ausländischen Gefängnis, genauer gesagt. Er wurde dennoch in Österreich liebevoll aufgenommen.
Schlomo ist wie andere Menschen auch. Er interessiert sich für Essen und Trinken, für Zärtlichkeiten und „Liebe machen“, für Jagd, Sport und Spiel. Schlomo ist Pazifist, er rauft auch nicht, er wurde bislang gerauft.
Schlomo ist wie andere Menschen auch. Manchmal etwas faul, an viele Sachen nicht interessiert, aber dennoch gerne präsent um Aufmerksamkeit heischend. Fast immer macht er das, was man ihm sagt, wie andere Menschen auch. Und er ist auch nicht immer ganz helle im Kopf, wie andere Menschen auch.
Nicht anders ist es zu erklären, das er schneller als das Auto sein wollte. Die meisten Menschen wissen vorher, dass diese Vorhaben niemals gut ausgehen kann.
Schlomo weiß es jetzt.
Auch wenn es Schlomi, wie ihn seine Freunde und auch seine mehrfach Bekannten aus der Klinik nennen, wieder geschafft hat, sich in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses zu drängen, halten wir, die Bedürftigen-Redaktion, den Preis – Verbrennungen, Prellungen, Fleischwunden, beleidigte Augen und Ohren, Gehirnerschütterung und was noch alles – doch als etwas zu hoch für ein bischen Teilnahme.
Mit der Hoffnung, dass Schlomi nächstes Mal schlauer sein wird, wählen wir ihn hiermit zu dem aktuell Bedürftigen der Woche.
Kein Tag vergeht ohne Krieg und Terror. Kein Tag vergeht ohne den dreisten Lügen innerhalb einer gigantischen medialen Verblödungsmaschinerie.
Daher wird auch in diesem Jahr eine kleine Installation in St. Peter an der Sperr in Wr. Neustadt zu sehen sein, welche sich mit diesem Thema auseinandersetzt.
Eröffnung: 6. Dezember 2012, 19.30 Uhr, St. Peter an der Sperr.
Bernd Bieglmaier war wieder unterwegs. Nicht um irgendwelche Bedürftigen, wirklich Bedürftigen, an irgendwelchen Orten aufzulesen, sondern um ganz banal einkaufen zu gehen. In den wunderschönen Einkaufspassagen seiner kleinen Stadt. Dort, wo man sich dem Konsum frönen konnte, um die Alltagssorgen für einige Augenblicke zu vergessen und keine Gedanken außerhalb der eigenen Lokalität zuzulassen. Ganz wie gewünscht.
Bernd Bieglmaier las den Bedürftigen nicht auf, er stolperte über einen. Gleich neben der Filiale, wo man nicht Nahrung, aber Übersee-Essen kaufen konnte.
Herr Bieglmaier erkannte einen am Boden sitzenden Mann, der dort nicht hingehörte. Er passte weder zur Hausfassade noch zum Asphalt, nicht einmal farblich.
Dies war für Bernd Bieglmaier freilich kein Grund, in dem freundlichen Mann, der sich als Vasile R. aus R. vorstellte, einen Bedürftigen zu sehen. Auch nicht, als dieser erklärte, dass die Kleidung, die er trug, sein einziger Besitz sei. Wusste Bernd Bieglmaier doch, dass Besitzlosigkeit auch Freiheit bedeutete. In gewisser Weise jedenfalls.
Doch so einfach machte es ihm Herr R. nicht. Dieser verwies auf seine Beine, von denen er nur noch eines besaß, demnach das andere nicht mehr besaß. Herr Bieglmaier erblickte hierin nun eine stark eingeschränkte Freiheit und begann sich für das Leben von Vasile R. zu interessieren.
Er setzte sich hinzu und bot Herrn R. eine Zigarette an.
Bernd Bieglmaier erfuhr daraufhin die ganze Tragödie des Vasile R., der vor Monaten noch ein ganz normaler Mann gewesen war. Mit Versprechungen habe man ihm nach Österreich gelockt, das Versprechen nach ein wenig Wohlstand. Er habe seinen Pass abgeben müssen, um in den Fußgängerzonen verschiedener Städte arbeiten zu dürfen. Aber man sei unzufrieden gewesen über seinen zu geringen Ertrag. Erst nachdem man ihm ein Bein abgenommen habe, sei es besser für ihn gelaufen. Und für seinen Chef natürlich.
Da die Erträge des Chefs für die klar wahrnehmbare Bedürftigkeit des Vasile R. allerdings keine Rolle spielten, dafür aber die Not und die Konseqenzen aufgrund der Einbeinigkeit seines Gesprächspartners, kam Herr Bieglmaier nicht umhin, Hernn Vasile R. als einen Bedürftigen der Woche vorzuschlagen.
Um dessen Not zu lindern, entschloß sich Herr Bieglmaier sogar, Vasile R. jene Münzen auszuhändigen, die Passanten zwischenzeitlich auch ihm zugeworfen hatten.
Mono Lüüd spielen ihre ganz eigene Musik nicht nur am Freitag, den 26. Oktober 2012, in Wien (siehe unten), sondern einen Tag später, am 27. Oktober, auch einige Lieder im Stadttheater von Wr. Neustadt – zum Kurzfilmfestival „Die 3. Banale“.
Außerdem wird von ihnen phasenweise live die Filmmusik zu dem Film „Die Knarre“ eingespielt.
„Die Knarre“ von Rüdiger Rohde wird bei der 3. Banale quasi den Hauptfilm stellen. Ein kleiner böser Kurzfilm mit Überlänge, der nur mit Mühe unter 60 Minuten gebracht werden konnte. Und das ist auch noch gelogen.
Weswegen die Einführung der Kategorie „Mittelfilm“ eine Option darstellen würde. Wichtig ist dies allerdings nicht.
MONO LÜÜD aus Hamburg spielen und begleiten nicht nur auf der 3. Banale in Wr. Neustadt, sondern präsentieren sich zusammen mit CUSTOS & WEBER einen Tag vorher, am Freitag, den 26. Oktober, im Café Concerto, Wien.
Wer endlich einmal etwas anderes hören und sehen will, dem sei dieser Tipp mehr als wärmstens empfohlen.
Mono Lüüd sind:
Seemann:
Indisches Harmonium, Autoharp, Bass, Mandoline, Gesang,
Gunnar Rieckmann:
Gesang, Saz, Handharmonika, Balafon, Gusli, Autoharp, Percussion, Sarangi
Thorsten Hoppe:
Geige, indisches Harmonium, Gusli, Sarangi
Mono Lüüd aus Hamburg gibt es seit 2010. Vorher spielten Seemann und Gunnar zusammen bei der Noise-Rock Formation Czepoks. Thorsten und Seemann bringen außerdem bei Tumorchester experimentelle Musik unter das Volk, während Gunnar mit Doz Monsantoz aktiv ist.
Das Markenzeichen sind die verschiedenen, teils exotischen Instrumente, die zusammen ein ganz eigenes und bisweilen etwas verschrobenes Klangbild entstehen lassen. Folkloristische Elemente mischen sich mit Improvisationen, psychedelische Passagen werden von treibenden Melodien abgelöst. Obwohl sich die Musik nicht eindeutig einem Genre zuordnen lässt, sind die Einflüsse des Noise hörbar.
Am 26. Oktober 2012 im Café Concerto, Lerchenfelder Gürtel 53, 1160 Wien, 21.00 Uhr.
Eintritt: freie Spende.
Nix wie hin!!!
Die Einreichfrist für das lokale Kurzfilmfestival „Die 3. Banale“ endet am 1. Oktober 2012. Alle Teilnehmer, die auf dem Plakat aufgeführt werden möchten, sollten sich mit einer schriftlichen Anmeldung aber mehr als beeilen – hier fällt bereits in einer Woche die Klappe.
Hier der Spot für die „3. Banale“, wie er beim Kinosommertraum in Wr. Neustadt ausgestrahlt wurde:
Bald ist es wieder soweit: der Sommerkinotraum 2012, dessen Rettung lange Zeit offen gewesen war. Der Wr. Neustädter Hauptplatz wird in diesem Rahmen vom 9. bis zum 18. August bespielt werden.
Her der link zur Homepage: http://www.sommerkinotraum.at/2012/
Neben dem Hauptprogramm wird es wieder ein Vorprogramm geben, welcher unter der Rubrik „Filmkunst/Kunstfilm“ in Erfahrung gebracht werden kann:
http://www.sommerkinotraum.at/2012/info/filmkunstkunstfilm
Von BOLLWERK werden folgende Kurzfilme gezeigt werden:
„Culprit“ von Eva Schartmüller und Robert Reszner am 9. August.
„Der Gesang der Türen“ von Martin Auinger am 13. August.
„Unbunt“ von Rüdiger Rohde am 14. August.
„To build a home“ von Peter Willrader am 15. August.
„Subtext der Leidenschaft“ von Christoph Wanna am 17. August.
„Mediaschrott“ von Peter Willrader am 18. August.
Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass auch von unseren Kollegen von Doomsdayfilms aus Wr. Neustadt folgende Beiträge gezeigt werden:
„Fabienne“ von Lukas Kampichler am 12. August.
„Gänseblümchen“ von Jan Hestmann am 16. August.
HINGEHEN!
stein und himmel
Robert Reszner ? Installation
Karl Salzmann ? Klanginstallation
Eva Maria Schartmüller ? Objekt ? Installation
Wolfgang Sohm ? Konzept ? Film
20. 07. 2012 – 19. 08. 2012
Eröffnung :
Donnerstag, 19. JULI 2012 19h30
Die Ausstellung wird von Kulturstadträtin
Mag.a Isabella Siedl eröffnet.
Ausstellungskirche
St. Peter a.d. Sperr
Johannes v. Nepomukplatz 2
2700 Wr. Neustadt
Öffnungszeiten: MO-SO 10-18h
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Wenn sich die Lage wieder beruhigt hat, wird die Funktion wieder öffentlich freigegeben. Bis dahin ist dies nur via Anmeldung möglich.
Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu.
Die Kulturinitiative bzw. der Verein „BOLLWERK“ hat einen recht guten Start gehabt und konnte einige ansprechende Projekte „auf Schiene“ bringen. Dies soll nächstes Jahr nicht anders sein. Eine ganze Reihe von guten Projekten sind geplant, von Video bis Bildende Kunst.
Neben Kunst und Kreativität soll auch weiterhin der eigene kulturelle Anspruch erfüllt werden, aufgeweckte und auch bildende Inhalte anzubieten.
Dies erscheint auch für das kommende Jahr so nötig und wichtig wie zuvor. In einer Zeit, in welcher das politische System von korrupten Marionetten beherrscht wird, Grundgesetze und Verfassungen ausgehöhlt, dafür aber repressive Gesetze durchgewunken werden, innerhalb der EU (und der „westlichen Wertegemeinschaft, ja, die mit den vielen Bomben und Granaten) ein gigantischer Raubzug des Großkapitals vonstatten geht, die Umverteilung des Vermögens von unten nach oben immer unverhohlender zutage tritt, in einer Zeit, in welcher die Massenmedien auch hierzulande dreiste Kriegshetze betreiben, zunehmend offener die Interessen weniger bedienen und auch vor braunem Gedankengut nicht mehr zurückschrecken, in einer Zeit, in welcher koloniale Ambitionen unter dem Deckmantel der „Humanität“ durchgesetzt und dafür auch noch Beifall gespendet wird.
Aber es gab auch einige gute Nachrichten. Fukoshima war glücklicherweise weit weg, für Öl und Heroin ist nach wie vor gesorgt, es darf weiterhin ungehemmt konsumiert, ferngesehen und weiterhin verblödet werden. Der österreichische Außenminister hat der Welt deutlich gemacht, wie souverän er nach Rücksprache im Ausland reagieren kann, in Pakistan konnte endlich der CIA-Agent Tim Osman (Deckname) durch US-Miltärs zum dritten Male als mausetot gemeldet werden, in Deutschland wurde die Gefahr durch die NPD und diverse Verbrecher-Syndikate gebannt, indem man von langer Hand vorbereitet kurzerhand die Posten durch Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes besetzen konnte, in Norwegen konnte die Polizei erfolgreich alle Hindernisse aus den Weg eines Massenmörders räumen, Wr. Neustadt bekam einen Utöya-Platz.
Skeptiker sagen jetzt sicherlich: früher war alles besser.
Ja, damals war die Welt noch in Ordnung gewesen.
(Der Autor der Animation konnte von uns leider nicht eruiert werden).
Die AKM hat festgestellt, dass während der 2. Banale auch Musik gespielt worden ist. Die AKM hat recht damit, denn zum Schluss der Veranstaltung hatten Custos & Weber einige wenige ihrer Songs von ihrer neuen CD gespielt, die bei der AKM gemeldet worden ist – wie wir nun wissen.
Bei der AKM gemeldete Musiker und Autoren erhalten über diese Organisation Tantiemen, und zwar unabhängig davon, ob sie auf einer Veranstaltung unentgeltlich auftreten oder nicht. Diese Tantiemen werden wiederum bei den Veranstaltern eingehoben, im Fall der 2. Banale somit von uns selbst, was natürlich etwas Groteskes an sich hat. Logischerweise wird auch mehr Geld gefordert, als an die betreffenden Künstler ausgezahlt wird.
Daher an dieser Stelle die Bitte an alle Mitglieder und Teilnehmer von zukünftigen Veranstaltungen, am besten auch selbst darauf zu achten, ob die jeweils dargebotene Musik bei der AKM angemeldet wurde – und dies rechtzeitig bekannt zu geben.
Dann kann gemeinschaftlich festgestellt werden, ob diese Kosten einer nichtkommerziellen Veranstaltung von dem nichtkommerziellen Verein getragen werden können. Ansonsten sollte auf eigene und nicht bei der AKM angemeldete Musik zurückgegriffen werden, was ansonsten ohnehin der Fall ist.
Die AKM ist grundsätzlich nicht abzulehnen, insofern sie tatsächlich die Rechte der eingetragenen Künstler wahrnimmt. Weniger sympathisch ist allerdings der Umstand, dass diese Organisation für eine Bemessungsgrundlage auch Daten einheben möchte, welche null Flexibilität erlauben und normalerweise Dritten einen Dreck angehen. Für weniger bekannten Künstlern könnte sich dies freilich auch als Hemmschuh erweisen.
Heute ist Dienstag.
Morgen ist Mittwoch.
Und übermorgen ist Donnerstag, wo es am Abend, 19.30 Uhr, die „Installation des Versagens“ im gotischen Kirchenschiff St. Peter an der Sperr zu betrachten gibt.
Diese Video-Installation ist relativ kurz gehalten, so dass jeder interessierte Besucher nur eine einzige Stunde beizusteuern braucht. 5 Minuten warten, 5 Minuten zuhören, 20 Minuten Videoinstallation, 30 Minuten Glühwein.
Das heißt, Glühwein dauert wohl etwas länger. Wer selbst etwas dazu sagen möchte, der kann es tun – sofern er Zeit und Muße hat. Oder seine Meinung in ein vor Ort ausgelegtes Buch schreiben.
Da war noch ein junger Bursche mit einem Fotoapparat gewesen. Von der NÖN, wie er sagte. Vor dem fast unmittelbaren Beginn der Veranstaltung wollte er noch reden. Oder so. Nicht nur, dass es sich um einen etwas unglücklichen Zeitpunkt handelte, wie gemeinhin bekannt sein sollte, der Backround seines Erscheinens blieb ungewiss. Denn die NÖN hatte die „Banale“ nicht angekündigt und auch nirgends erwähnt. Eine Nachbetrachtung, ohnehin etwas Fremdes in der regionalen Presse, wird es ebenfalls nicht geben. Auf welcher Grundlage auch. Denn ansehen wollte sich der junge Bursche auch nichts.
Einige gestellte Fotos hat er gemacht, um der Überflüssigkeit entgegenzuwirken. In welchem Kontext diese einen Sinn ergeben sollen, bleibt unergründlich. Ich persönlich bedaure, dass ich kein Foto von ihm gemacht habe, denn dieses hätten wir in einen geeigneten Kontext stellen können.
Am Anfang hatte der junge Bursche eine Frage gestellt: „Was ist denn das, ein Kurzfilm-Festival?“
Dieser Bankrotterklärung gibt es hier nichts mehr hinzuzufügen.
Und schon ist es wieder vorbei!
Der Abend war gelungen, die Resonanz großartig. Trotz einiger Probleme im Vorfeld, trotz technischer Mängel und Unzulänglichkeiten wie dem defekten Ton u. a. Das ist nicht immer mit dem No-Budget-Charme wett zu machen, aber wir arbeiten daran.
Konstruktive Kritik wurde aufgenommen, sofern es uns nicht ohnehin klar genug gewesen war.
Die Ambiente des Stadttheaters passte ebenfalls, auch wenn es eine kostspielige Angelegenheit für eine nicht-kommerzielle Veranstaltung bedeutet hatte.
Wir, der Verein BOLLWERK, möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen bedanken, die einen reibungslosen Ablauf ermöglicht haben.
So dem Kulturamt mit Franz Pinczolits, Regina, Kerstin und natürlich auch Rosi, die ehrenamtlich an dem Abend mitgearbeitet hatte. So den „Jungens“ vom Theater, Wolfgang und Ruppi, Richard und Hans.
Bedanken möchten wir uns bei Michael Rosecker für seine Ansprache, eigenwillig und pfiffig zugleich.
(Lieber Michael, Low-Budget beginnt per aktueller Definition ab 50.000,- Euro).
Gleiches allen Beteiligten der Filmbeiträge, die keine Mitglieder von BOLLWERK sind und dennoch großen Einsatz und Entgegenkommen gezeigt haben oder auch in Not eingesprungen waren.
Ebenfalls herzlichen Dank an die Sponsoren: Raiffeisenregionalbank Wr. Neustadt, Max Reger und dem Verein Alltag Verlag, womit immerhin etwa die Hälfte der Mietkosten abgedeckt werden konnte.
Und natürlich ein großes Dankeschön an das Publikum für das Interesse, das Feedback, aber auch für eine ungewöhnliche Spendenfreudigkeit, die wir nicht erwartet haben. Dadurch ist es uns möglich geworden, die restliche Miete für das Stadttheater aufzubringen.
Herzlichen Dank!!!