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Wolfgang Böhm und die „Lügenpresse“

 

Wolfgang Böhm bekam für den 1.Januar 2016 mit dem Artikel „Wir Vasallen“ in der PRESSE gleich eine ganze Seite zur Verfügung gestellt, um sich selbst und in Stellvertretung seiner Arbeitgeber von dem Vorwurf der „Lügenpresse“ zu befreien. Denn Böhm war tief betroffen in seinem uns nicht ersichtlichen Ehrgefühl, er fühlte sich ungerecht behandelt, wie er anhand einer kleinen Eingangsgeschichte darzulegen versuchte, er fühlte sich mißverstanden.

http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/4897026/Wir-Vasallen

 

Vor allem verstand e r es nicht. Oder wollte es nicht verstehen. Er und seine Zunft, die angeblich nichts bewusst verschweigen würden, die nur in der Flut an Informationen eine Ordnung zu schaffen beabsichtigen, die sogar prüfen und ihren Lesern – man glaubt es kaum – ganze „Wege zu den Hintergründen anbieten“ würden. Da hätten „Verschwörungstheorien“, so Böhm in einem Anfall der Lächerlichkeit, „keinen Platz“. Nicht einmal jene zahlreiche und sich wiederholende Behauptungen aus dem US-State-Department, mochte der „Schreiberling“ von der PRESSE diesen seinen Lesern weismachen. Offenbar waren seine flüchtigen Trinkkumpane in der Kneipe besser informiert als Böhm.

 

Verschwörung---Theorie--Alk

Verschwörung? Theorie? Oder doch nur Alkohol? Die Spuren werden gesichert. (Foto: BOLLWERK).

 

Alleine gelassen musste der PRESSE-Autor gegenüber seinem Publikum den Tränen freien Lauf lassen. Er beklagte sich über die große Verantwortung, er beklagte sich über die ständige Beeinflussung von außen, wusste aber, dass guter Journalismus „das Ideologische, das Festgefahrene, das Vorgeurteilte beiseite lassen“ sollte. Aber er vermochte nicht zu sagen, warum diese Theorie nicht in die Praxis umgesetzt wurde und wird.

Böhm sprach dann auch lieber nicht von sich, sondern von „Journalismus“ und den Schwierigkeiten, diesen halbwegs kompetent ausüben zu können. Recherche, Widersprüche aufdecken, ja, das sei anstrengend, da könnte es Widerstände geben, Böhm kennt sich aus, denn er möchte seinen Job behalten. Ein Jammer ist das in seiner Branche, wo es doch viel einfacher wäre, sich manipulieren zu lassen, wie Böhm konstanierte.

Nein, machen sie natürlich nicht, sie, diese wackeren Streiter der ultimativen Information, der neutralen Berichterstattung und der Wahrheitsannäherung, sie lassen sich nicht beeinflussen, lassen sich nicht kaufen, das habe alles in ihrer Medien-Welt, in ihrer Geschäftswelt, in der Welt der Medienkonzerne und den damit verbundenen Interessensgruppen natürlich keinen Platz, wahrscheinlich so wenig wie die oben erwähnten „Verschwörungstheorien“.

Otto Schulmeister, ein ehemaliger Herausgeber und Chefredakteur ausgerechnet der PRESSE, war 2006 als Mitarbeiter der CIA enttarnt worden. PROFIL hatte 2009 in einem Artikel dargelegt, wie Schulmeister „seine Leitartikel fallweise argumentativ nach den Wünschen der CIA ausgerichtet, Geschichten unterdrückt, wenn sie dem US-Standpunkt schadeten…“ usw. habe.

Blöde Geschichte. Verschwörungstheorie. Und wenn es nicht mehr anders geht: ein bedauerlicher Einzelfall. Sicher doch. Einer von endlosen „Einzelfällen“, die sich unverändert tagtäglich in den Artikeln und Beiträgen widerspiegeln.

Aber nein, Böhm gibt sich ahnungslos und vollkommen inkompetent. Das wären keine „großen Mächte“, wen Böhm in seiner kindlichen Märchenwelt auch immer gemeint haben mag, und auch keine Geheimdienste, die auf die Arbeit der Journalisten – und auf Böhm seine – Einfluss nehmen würden. Das würden manche nur glauben, wegen dieser „Vorurteilsdynamik“. Zu glauben bedeutet natürlich, selbst zu keinen eigenen Erkenntnissen gelangt zu sein. So soll er nach Böhm sein, der Pöbel da draußen vor den Redaktionsstuben, unfähig für eigene Rückschlüsse und dazu noch unbelehrbar.

Deswegen musste Böhm noch einmal herausstellen, dass in einer Umgebung der Eitelkeit und Unprofessionalität der „Journalismus“ nach „Sachlichkeit“ verlange. „Neugier“ solle die „Triebfeder“ eines guten Journalismus sein, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Sollte, könnte, würde – aber warum ist dem nicht so? Böhm schien von einer anderen Zeitung und von einer anderen Person zu sprechen.

Der Feind des Journalismus wurde von Böhm in den sozialen Medien verortet, wo Meinung verbreitet wird, also etwas, was bei ihm und seinem Blatt angeblich undenkbar wäre – zumindest für Böhm, dem Einsamen. In dieser Weise sah er weitere Faktoren wie ein Blinder.

„Es relativiert noch nicht die Vorwürfe der „Lügenpresse“, die sich angeblich zum Spielball der Mächtigen und ihrer Lobbysten machen lässt. Es entkräftet nicht der Vorwurf der „Mainstream-Medien“, die angeblich Teil des Systems sind, statt dieses System immer wieder in Frage zu stellen.“

Spielbälle wie die großen Massenmedien und deren Mitarbeiter wie Wolfgang Böhm gehören den „Mächtigen“, und das ist sein Dilemma, Böhm sein Dilemma. Der ironisch angedachter Titel seines Textes „Wir Vasallen“ beschreibt ihn und seine Handlungen, sicher aber nicht alle Leser, die sich durch sein Geschwurbel gemüht hatten. Die Informationsindustrie ist ein Teil des „Systems“ und war es von Anfang an – nicht „angeblich“. Böhm, der dazu gehört, tat so, als möchte er es nicht sein.

Dieser König der Recherche ergo des „guten Journalismus„, muss als „Spielball der Mächtigen“ deren Sichtweise widergeben und Lohnschreiberdienste verrichten. Konsequenterweise gab es keine Erwähnung der finanziellen Abhängigkeiten seines Blattes, nichts über die Eigentümer, deren Organisatonen und Vernetzungen, nichts von Presseförderungen durch den Staat, nichts über das Anzeigengeschäft des Kapitals, nichts über politsche Verstrickungen und Ausrichtungen.

Tagtägliches lügen, verschweigen und weglassen, Zusammenhänge falsch darstellen, vertuschen, einseitig und parteiisch darstellen, anderes als den Tatsachen entsprechend suggerieren, diffamieren, US-Außenpolitik mit Hetze unterstützen und dabei eigentümlich ident mit anderen Medienhäusern parallel gehen wie zu Zeiten nach dem Erlaß des Reichspressegesetzes 1933 in Nazi-Deutschland: Böhm will das alles nicht bemerkt haben.

Für jene, die es bemerkt haben, jene, die sich tagtäglich mit dem Medienmüll konfrontiert sahen und sehen, zog Böhm als Kämpfer für die Wahrheit eine Karte wie ein Falschspieler aus dem Ärmel: diese Leute wären schlichtweg zu dumm, um den „Journalisten“ folgen zu können.

„Ein Grund für all diese Vorwürfe mag die Art sein, wie Journalisten kommunizieren. Sie haben Wörter, mit denen sie spielen. Ihre Sprache wird allein deshalb als Bedrohung wahrgenommen, weil sie Debatten dominiert…“

Für Böhm schien die Welt wieder in Ordnung. Er, der Beschränkte, der sich nicht für ganz so beschränkt hält wie die Medienkritker, hatte das Rätsel gelöst.

„Geistreichen Argumenten zur Globaliserung, zur Notwendigen europäischen Zusammenarbeit oder zu den Fakten des Asylrechts können sie nichts abgewinnen…“

Böhm war sich nun ganz sicher. Mt einer geradezu lächerlchen Abgehobenheit wies er Geistreichtum und das Potential zur Erkenntnisgewinnung nur sich selbst und seiner Lohnschreiber-Clique zu, um gleichzeitig die Unfähigkeit und das Desinteresse des Leserpöbels… nun ja, zu behaupten.

Der somit zum „Verschwörungstheoretiker“ mutierte Böhm sah sich dem Gegenwind in den Leserkommentaren ausgesetzt. Die Klagen dieser Leser, beklagte er sich, würden zusehens unfreundlicher werden. Um Abstand zu der Wand hinter seinem Rücken zu erhalten, erwähnte Böhm auch konstruktive Kritiken, welche einer „journalistischen Eigendynamik“ auch mal gut tun würden. Keine Fehler oder bewusste Verfälschungen, nein, eine Eigendynamik, so Böhm mit minimalistischer Eigenkritik gegenüber seinem Gewerbe bei gleichzeitiger Ausschließung von Kritikfähigkeit.

Der PRESSE-Autor betätigte sich als unbelehrbarer und bezahlter Schwätzer, der Konkretes vermeindet, weil er inhaltlich nichts zu bieten hatte.

„Aber es gibt mehr Menschen denn je, die tatsächlch an die große Verschwörung glauben. Das Internet bietet ihnen erstmals ein Argumentarium…“

Böhm versuchte es mit den Ellenbögen: neben dem Leserkreis der Unterbelichteten sollten Krtiker nun auch mit der Kampfmaßnahme „Verschwörungsgläubige“ („Verschwörungstheoretker“) sowie dem als „dubios“ dargestellten Internet in die Schranken verwiesen werden. Diese von Böhm platzierte Maßnahme ist das letzte Mittel, um Krtiker per pauschaler Diffamierung niederzuhalten und gleichzeitig eine inhaltliche Debatte zu vermeiden. Weil auch Böhm inhaltlich nichts zu bieten hatte und er sich als Bote seiner Auftraggeber am Ende seiner im Grunde geistlosen Wiederholungsschleife befand. Seine Bankrotterklärung gipfelte folgerichtig in der Positionierung der eigenen Person, welche an Verschwörungsgläubige glaubt. Wo die Religion beginnt und in Flucht mündet, hört die argumentative Basis auf. Das weiß auch Böhm.

„Hier ist alles zu finden, jede noch so abstruse Theorie. Und es sind längst nicht nur Randgruppen, sondern Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die sich gegen die vermeintlichen „Mainstream-Medien“ stellen und im Internet eine neue Meinungsheimat finden.“

Böhm zeigte sich empört, aber er zeigte auch Angst. Wer ins pauschale Internet schaut, findet tatsächlich einiges, nicht nur Dreck, sondern auch Informationen. Ganz anders „Journalist“ Böhm, der fand offensichtlich vor allem nur Theorien. Und das muss er auch, denn die Tatsache, dass alternative Medien und unabhängige Quellen nicht ohne Grund einen immer stärkeren Zuspruch erhalten, konnte auch an Böhm nicht spurlos vorbeigegangen sein. Das Meinungsmonopol und sein Anteil an diesem war bedroht.

Diese zunehmende Konkurrenz in Sachen Deutungshoheit machte Böhme zu schaffen. Nach Behauptungen und Verunglimpfungen fiel er in erneutes Rätselraten. Er erfand einen „traditionellen“ Jounalismus und phantasierte schamlos, dass dieser „im Kontrast allzu abgewogen wirken“ würde.

„Er ist ihnen (Anmerkung: den Kritikern gleich Blöden und Verschwörungsgläubigen) zu wenig systemkritisch, weil er sehr oft nur Details statt Gesamtbilder beschreibt.“

Der vollkommen entrückte Böhm krebste auf dem Boden seiner intellektuellen Fähgkeiten herum. Weder hatte das eine mit dem anderen zu tun, noch taugte es für eine zudem noch falsche Behauptung.

Der Gedanke an seine regelmäßigen Gehaltszahlungen mochte den „Pro-Europäer“ Böhme schließlich dazu bewogen haben, sich zusammenzureißen und seinen transatlantischen Auftrag zu erfüllen. Das Freihandelsabkommen mit den USA wäre angeblich aus „wirtschaftstheoretscher Sicht logisch“. Und wer dies nicht begreifen würde, wäre nach Böhm wiederum ein Verschwörungsgläubiger, der sich nicht mit den (aus den Geheimverhandlungen geleakten) Inhalten befasst hätte. Natürlich ist das Gegenteil der Aussage der Fall. Böhm musste sich daher hinter angeblich „antiamerikanischen Gefühlen“ der Kritiker verstecken, die zudem auch noch „diffus“ wären. Also richtig unsympathsch.

Ja, Wolfgang Böhm hat es nicht leicht. Einerseits buhlte er um das Vertrauen seiner Leser und quatschte fast entschuldigend von zwei Weltbildern, in welchen der „Journalismus“ – und er – eine Gratwanderung zu bestehen hätten. Ganz so, als wäre sein Weltbild nicht eindeutig definiert. So kann er auch nicht zwischen den „Fronten“ geraten, wie er heraufzubeschwören versuchte. Andererseits muss Böhm im Dienste seiner Auftraggeber wahlweise als „Journalist“, Lobbyist, Meinungsmacher des Establishments, Lohnschreiber oder als billige Maulhure seiner kleiner werdenden Leserschaft die Hucke volllügen. In diesem Fall im Auftrag der Lügen-PRESSE.

 

 

Montag
25
Januar 2016

Terroristen-Spektakel 12

 

Die Positionierung der Organisation „Islamischer Staat“ in den Massenmedien war für die Öffentlichkeit flächendeckend erfolgt. Die Terrorarmee seit August 2014 ganz böse, der vor 2011 freundliche und liberale Augenarzt Assad ein ganz böser Diktator und der „Westen“ zusammen mit den verbündeten Märchenscheichtümern am Golf die Unschuld vom Lande. Zumindest so gut wie.

Konrad Kramer vom KURIER hatte beispielsweise in der Printausgabe vom 20. August 2014 aus dem „IS“ eine „islamistische Miliz“ gebildet, welche von irakischen Profis, ehemaligen Offizieren, modern ausgebildet worden sei. Diese Leute würden genau erforschen, was sich in ihrem eigenen irakischen Land befände, bevor sie losschlagen. Zerstört werden würde nur das, was sie nicht brauchen täten. Öl würden sie brauchen, um es in die Türkei zu „schmuggeln“.

Aber ja kein Wort darüber, wie ein „Schmuggel“ in dieser gigantischen Größenordnung funktionieren soll ohne entsprechende Infrastruktur und ohne dem kooperativen Entgegenkommen des türkischen Staates als Komplizen.

http://kurier.at/politik/ausland/ein-mit-oel-und-geld-gut-geschmierter-glaubenskrieg/81.256.307

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Kein Problem für die Luftaufklärung, in diesem Fall der russischen, für die Feststellung der Massenverschiebung syrischen Eigentums in die Türkei. Heimlicher Schmuggel ausschließlich für die Medienkonsumenten. 

Kramer stellte keine Fragen, aber an der unangenehmen Tatsache, dass der „IS aus den Golf-Diktaturen finanziert wurde, kam er auch nicht vorbei. Die saudische Regierung soll sich davon „offiziell“ distanziert haben, wie Kramer vorsichtig formulierte. Die saudische Diktatur erschien bei ihm als „Königreich“ mit seinen „Scheichs“, während die syrische Regierung als „Assad-Regime“ bezeichnet wurde, welches zu bekämpfen als Anreiz zur Finanzierung des „IS“ gedient haben soll. 

Wie aus einer angeblich irakischen, sunnitischen und mittelprächtigen Terrororgansisation im Irak plötzlich eine durch Golf-Diktaturen fremdbestimmte Terrorarmee in Syrien werden konnte, beantwortete Kramer nicht, weil er erst gar nicht die richtige Überlegung anstellte.

Martin Gehlen war es vorbehalten, in der PRESSE am 25. August 2014 mit einem besonders widerwärtigen Propaganda-Artikel den syrischen Staatschef in ein falsches Bild zu stellen. Gleich nach der Überschrift „Syrien: Wird Assad durch IS-Terror wieder salonfähig?“ war das Foto eines sich freuenden Assad abgebildet.

Anschließend versuchte Gehlen den Lesern weiszumachen, dass sich „Assad“ und „IS“ zwei Jahre lang angeblich „geschont“ hätten. Womit es nun vorbei sei, nachdem „IS“-Truppen innerhalb einer Offensive größere Gebiete mit Ölquellen besetzt und einige Militärstützpunkte der syrischen Armee erobert hatten. Gehlen nannte hier den Luftwaffenstützpunkt Tabqa und die Gefangennahme von mindestens 150 syrischen Soldaten, erwähnte aber nicht deren anschließende Exekutierung durch die Terroristen. (Die Quellen schwanken zwischen 160 und 220 dort ermordeten syrischen Soldaten).

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Vorführung der auf Tabqa gefangenen syrischen Soldaten durch Terroristen des „IS“.

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Nach der  Ermordung der Gefangenen.

Offenbar mochte Gehlen den „IS“ nicht als eine besonders dreckige Mörderbande hinstellen, um nicht sein Anliegen zu gefährden, die syrische Regierung in genau diese Ecke zu platzieren. Fakt war allerdings, dass es syrische Soldaten gewesen waren, welche den „Kampf gegen den Terror“ geführt – und verloren hatten. Das war nicht das, was Gehlen aufzeigen möchte. Syrische Soldaten als Opfer anzuerkennen ist ein Thema, welches nicht nur von Propagandisten wie ihn tunlichst vermieden wurde und wird. Gehlen schwätzte lieber darüber, dass Damaskus nun wisse, dass IS-Kämpfer gefährlich wären und ließ dann Washington sprechen.

„Das Weiße Haus wirft Assad vor, die IS-Krieger allzu lange geschont und damit erst so extrem bedrohlich gemacht zu haben. Selbst in Aleppo ließ der Diktator die Extremisten ungehindert operieren. Islamisten aus seinen Kerkern wurden scharenweise auf freien Fuß gesetzt.“

Gehlen ist verkommen genug, um den Hohn dieser Worte als Realität zu verkaufen. Und die syrische Regierung, genau, wäre selbst Schuld, so US-Gehlen.

„Denn ihre Schreckensherrschaft erfüllte für Damaskus einen doppelten Zweck. Die IS-Attacken auf andere Rebellengruppen schwächten die bewaffnete Opposition. Und das blutrünstige Gebaren der Jihadisten diente dem Regime als Beleg für seine Behauptung, Volksaufstand und Bürgerkrieg seien in Wahrheit ein Terrorfeldzug gegen die syrische Nation.“

Gehlen verschwieg mit seiner Behauptung den Umstand, dass die syrische Armee überhaupt nicht über die Kapazitäten verfügte (und verfügt), in alle Himmelsrichtungen den großen Abwehrkampf gegen eine Unmenge an Söldnerhaufen zu führen. Eine ganze Terrorarmee befand (und befindet) sich nahe Damaskus und konnte auch nicht zerschlagen werden. Dass sich die syrische Armee ihre Schwerpunkte an den wichtigsten Abschnitten legen musste, ist logisch.

Der Schreibtischtäter Gehlen benutzte die Verlogenheit dann für die Behauptung, dass es sich in Syrien nicht um einen Feldzug mittels Terrorarmeen ausländischer Kriegstreiber handeln würde. Dabei ließ er auch vollkommen außen vor, dass die „IS“-Truppen vorher im Irak operiert hatten, um dann als personell und materiell aufgerüstete Armee in Syrien einzufallen – nach den übrigen Terrorarmeen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3859871/Syrien_Wird-Assad-durch-ISTerror-wieder-salonfaehig

Letztlich ging es auch Gehlen nur darum, den Medienkonsumenten einen offiziellen Krieg auf syrischem Boden schmackhaft zu machen. Dafür ließ er den US-„Verteidigungs“-Minister, den US-Generalstabschef, das US-Außenministerium und den britischen Außenminister als Kriegstreiber-Clique sprechen, um bei dieser Gelegenheit die syrische Regierung für die angegebenen und geschätzten 190.000 Toten in Syrien und überhaupt für den Krieg und seine Folgen verantwortlich zu machen.

Hätte Gehlen erwähnt, dass zu diesem Zeitpunkt sogar offizielle Quellen die Verluste der syrischen Armee, Volkswehr-Milizen und Polizei auf weit über 50.000 Mann schätzten, würde aufgrund nur dieser Angabe ein anderes Bild entstehen. (Mittlerweile sollen die Verluste über 80.000 Mann betragen). Aber Hauptsache, in Damaskus würde „man sich die Hände reiben“, wie ein widerlicher Gehlen halluzinierte. Vor Freude über die Hilfe der „Freunde“ Syriens wahrscheinlich.

Vor Propaganda-Gehlen hatte bereits der SNC in Istanbul, der vom türkischen Geheimdienst gebildete oppositionelle Syrische Nationalrat, die durch nichts begründete Behauptung in die Welt gesetzt, dass der „IS“ ein Geschöpf der syrischen Regierung wäre.

Die ebenso widerliche Berufslügnerin und Kriegshetzerin Raniah Salloum vom SPIEGEL sollte am 26. September eine ähnliche Sicht auskotzen. Ihr Artikel war in jeglicher Hinsicht zum Erbrechen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-assad-profitiert-von-obamas-luftschlaegen-a-993900.html

Und zum Schluss sei hier noch Hans Winkler erwähnt, welcher in der Printausgabe der PRESSE vom 22. September 2014 demonstrieren durfte, wie gut er als „Gastkommentator“ und Meinungsmacher zu lügen vermag. „Die Rückkehr der USA in die wirkliche Welt“ wurde dieser „Kommentar“ getitelt, was den Inhalt der Propaganda recht gut widerspiegelte.

Die USA hätten nach Winkler mit allem nichts zu tun, wären aber gefordert. Die EU solle sich zusammenreißen, Waffenlieferungen wären kein Tabu, Russland und Putin wären auch böse etc. Ermüdend, jeden Satz mit genau entgegengesetzten Realitäten zu konfrontieren, den dieses Mediengesindel tagtäglich ausspuckt. Deswegen verzichten wir jetzt darauf.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/3873328/Die-Ruckkehr-der-USA-in-die-wirkliche-Welt

Die Köpfe der Medienkonsumenten waren aufgeweicht und sturmreif geschossen, nun konnten endlich die echten Bomben fallen. Auf Leute, denen man auch nur irgendwelchen Scheißdreck eingetrichtert hatte.

 

 

Montag
18
Januar 2016

Neues Jahr – alte Terrorkampagne. Teil 2.

 

Es bleibt der Eindruck, dass mit einem konkreten Nichts eine Bedrohungslage erfunden wurde, um diese in den Köpfen der Bürger weiterhin zu etablieren. Aber die Polizei habe sich vorbildlich verhalten, wie bei dieser Gelegenheit auf allen Kanälen kommuniziert wurde. Das ist ja auch mal ganz schön zu wissen. Für unsere Sicherheit ist gesorgt, aber es könnte natürlich mehr sein, auch klar.

Die PRESSE fragte: „Brüssel, Paris, München: Die Frage, wie man mit der Terrorgefahr umgehen soll, stellt sich immer öfters.“ Vielleicht einmal das Verbrecherpack in den eigenen Regierungen und deren Hintermänner bloßstellen, statt dieses zu unterstützen, könnte eine Antwort sein. Geht natürlich nicht, das ist vollkommen unrealistisch.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4897046/Wie-man-mit-der-Terrorgefahr-umgehen-kann

 

„Die Lage in Europa bleibt im neuen Jahr ernst“, wurde der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maiziére zitiert. So soll es auch sein, so soll es auch bleiben, das ist die Neujahrs-Botschaft. Die PRESSE übersetzt diese Worte gerne seinen Lesern: „Sprich, so ernst wie seit den Pariser Anschlägen.“ Denn die PRESSE weiß Bescheid, und sie hat auch nichts dagegen, wie ihr Gebaren nahelegt.

Bei dieser Gelegenheit wurde auch die deutsche Polizeigewerkschaft zitiert. „Jemand, der in Syrien für den IS gekämpft hat, muss nicht zur Silvesterfeier vor das Brandenburger Tor gehen.“ Richtig, diese Leute gehören verhaftet, angeklagt und vor Gericht verurteilt. Dummerweise scheint es aber damit ein Problem zu geben, obwohl diese Menschen real existieren.

Bei anderen ist dies gar nicht so klar: „Ob es diese Personen überhaupt gibt, wissen wir nicht“, so der Münchener Polizeipräsident Hubertus Andrä auf einer Pressekonferenz zu der aktuellen Terrorwarnung und irgendwelchen Namen. Vielleicht sollten die französischen und US-amerikanischen Kollegen danach befragt werden. Namen werden schließlich nicht einfach so erfunden. Oder doch?

Der STANDARD versuchte aus dem Nichts etwas zu machen. Mit „IS will Bevölkerung in Angstzustand versetzen“ wurde ein Interview mit dem Berliner Politologen Dirk Baehr betitelt. Bereits die erste Frage der entweder stupiden oder perfiden Manuela Honsig-Erlenburg disqualifizierte das angebliche Qualitätsblatt.

STANDARD: „Warum ist Deutschland mittlerweile ein Terrorziel des „Islamischen Staates?“

Honsig-Erlenburg unterstellt somit etwas, wovon nicht einmal die deutsche Polizei Kenntnis hat, und stellt es als ein Faktum dar. Das ist Propaganda für den so genannten „IS“.

Ihr Interviewpartner Baehr spielte das Schmierenstück mit.

Baehr: „Der IS plant etwa seit einem Jahr Anschläge in Europa. Das primäre Ziel war aber immer Frankreich. Dadurch, dass Deutschland Frankreich in Syrien nun militärisch unterstützt, rückt Deutschland mehr in den Fokus…“

Baehr zeigte sich hier eindeutig als ein Teil der medialen Propagandamaschinerie. Er korrigierte nicht den Schwachsinn der STANDARD-Sprechpuppe, sondern nahm es ernst. Baehr redete von Plänen des „IS“, über die er kaum Kenntnis besitzen kann, sollte er nicht selbst dem „IS“ angehören. Er reimte sich da irgendetwas zusammen, was von jenen, von denen er sein Brot erhält, erwünscht wird. Seine Spekulation fusste zudem ausgerechnet auf den grandios dubiosen Charlie-Hebdo-Fall.

http://derstandard.at/2000028344516/IS-Strategie-Bevoelkerung-soll-in-permanenten-Angstzustand-versetzt-werden

 

Dirk Baehr, mit dessen Gequatsche wir hier nicht weiter belästigen wollen, firmiert zwar unter dem Titel „Politwissenschaftler“, mit Wissenschaft hat er aber so wenig zu tun wie die deutschen Staatssender ARD und ZDF mit Ausgewogenheit. Auf Artikel wie diese im STANDARD können wir getrost verzichten, sollen wir aber nicht.

Auch in diesem neuen Jahr 2016 werden wir überschüttet und zugekleistert werden mit Propaganda und Meinungsmache. Damit wir erst gar nicht auf die Überlegung kommen, inwieweit die Geheimdienste und ihre Handlanger in den Behörden mit ihren „Freelancern“ gegenüber der Bevölkerung Terror ausüben, ob nun real oder wie in diesem Fall nur medial.

 

Samstag
09
Januar 2016

Neues Jahr – alte Terrorkampagne. Teil 1.

 

Zu Silvester und Neujahr sind Unfälle und Brände etabliert. Absicht steckt selten dahinter. Seit Jahren wird daran gearbeitet, zusätzlich eine Terrorgefahr in den Köpfen der Bürger zu verankern. Neues Jahr, neues Glück, neue Terrorgefahr. Absicht?

Die Wahrscheinlichkeit, einem von wem auch immer ausgeübten Terroranschlag zum Opfer zu fallen, ist denkbar minimal, die Wahrscheinlickeit, bei einem Autounfall ums Leben zu kommen, bedeutend höher. Die letztgenannte Unfallgefahr ist aber eher nur am Rande der bewußten Gedanken deponiert.

Terror fußt in erster Linie auf der psychologischen Wirkung. Das Sehen einer Terrorgefahr ist wie das Sehen eines Autounfalls, bestenfalls mit dem eigenen Wagen. In Europa sind reale Terroranschläge selten, so grausam und verachtenswert diese wenigen auch sind. Terror lebt aufgrund dieses Faktums vor allem durch eine mediale Erinnerungsschleife und dem Hochhalten einer Terror-Spannung mittels einer unendlich platzierten angeblichen Terror-Gefahr. Die Massenmedien wiederum sind deren Boten.

 

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Hauptbahnhof von München, Silvester 2015. (Quelle: Tagesschau, YouTube, Screenshot).

 

Der KURIER brachte in seiner Print-Ausgabe vom 1. Januar 2016 folglich einen Artikel von Walter Friedl mit dem pathetischen Titel „Im Bann der Terror-Gefahr“, was eher nach einem Film klingen mag. Im Grunde ist es auch einer. Sicherheitsmaßnahmen werden als „rigoros“ beschrieben, der Jahreswechsel habe „im Zeichen der Terror-Gefahr“ gestanden. In Wien sei diese Terror-Gefahr gar „aufrecht“ gewesen, was nichts über einen realen Zustand besagt als vielmehr auf eine Einsatzbereitschaft der Behörden hindeutet.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160101/281565174736268/TextView

 

Auch am 2. Januar war im KURIER von „Terrordrohungen“ die Rede gewesen, „Lage bleibt ernst“, wie die Redakteurin Alexandra Uccosic ihren Artikel eingeleitet hatte.

http://kurier.at/politik/ausland/minister-terror-gefahr-auch-nach-entwarnung-in-muenchen/172.672.012

 

Die PRESSE titelte am selben Tag mit „Wie man mit der Terror-Gefahr umgehen kann“, nachdem wieder einmal eine „Bedrohung“ durch „konkrete Warnungen“ ausgelöst worden war.

„Der Jahreswechsel ist ohne einen islamistischen Terroranschlag in einer europäischen Stadt über die Bühne gegangen. Allein, dass dieser Umstand betont werden muss, sagt viel aus.“

Es sagt viel über den Zustand und die Agenda der PRESSE aus, die in einem weiteren Artikel darzulegen versuchte, „wie der Terror die Justiz beschäftigt„. Ein dritter Artikel befasste sich mit einer Lösungsmöglichkeit: „Aufrüsten – Mehr Polizei für den Staat„. Volle Kraft voraus mit der PRESSE.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4897046/Wie-man-mit-der-Terrorgefahr-umgehen-kann?_vl_backlink=/home/index.do

 

Im STANDARD vom selben Tag hatte die Redaktion mit der „Sorge wegen Terrors weltweit“ ein Schwerpunkt gebildet, bot aber mit dem Artikel „Ermittlungen nach Terroralarm in München“ mehr Informationen als beispielsweise der schlicht gestrickte KURIER, was aber nichts an der Inhaltleere änderte.

http://derstandard.at/2000028328108/Muenchner-Polizei-warnt-vor-Terroranschlag

 

Auf der Kommentarseite war im STANDARD von Gianluca Wallisch unter dem Titel „Angst vor Terror in Europa – Relationen zurechtrücken“ ein Hinweis auf die Verhältnismäßigkeit zu finden. Dies wäre seiner Ansicht nach eine Aufgabe von Politik und Medien, die dem nicht so recht nachzukommen scheinen und somit ihren Gegnern direkt in die Hände spielen, wie Wallisch feststellte.

Dies lässt die nicht gestellte Frage im Raum stehen, warum dem so sein könnte.

http://derstandard.at/2000028355476/Angst-vor-Terror-in-Europa-Relationen-zurechtruecken

 

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München, Silvester 2015. (Quelle: YouTube, Screenshot). 

 

Die „konkrete“ Terror-Warnung bzw. Terror-Gefahr hatte sich jedenfalls schnell in Luft aufgelöst. Übrig blieben erhöhte und vor allem sichtbare Sicherheitsvorkehrungen sowie die Tatsache, dass über die Angelegenheit geredet und geschrieben wurde. Vielleicht könnte hier auch der Sinn der Aktion zu suchen sein: schnöde Öffentlichkeitsarbeit.

Bereits Ende Dezember 2015 hatte es angeblich Terror-Warnungen gegeben, von einem „befreundeten“ Geheimdienst, wie es zuerst geheißen hatte. Offenbar war dieser „befreundete“ Geheimdienst so peinlich gewesen, dass er nicht genannt werden sollte. Erst Tage später wurde daraus noch immer etwas vage ein US-amerikanischer Geheimdienst. Der Umstand, dass ausgerechnet US-Dienste, welche weltweit die mit Abstand meisten Terroristen auf ihrer Gehaltsliste stehen haben, vor Terror-Gefahr warnen, kommt tatsächlich äußerst wenig vertrauenserweckend daher.

Die Terrorwarnung von Silvester mit den konkret genannten angeblichen Anschlagszielen Hauptbahnhof von München und dem Bahnhof München-Pasing sollten „wohl“ (STANDARD) einer Information des französischen Geheimdienstes zugrunde liegen. Wie dieser zu der genannten „Information“ gelangt war, wurde nirgends erwähnt. Und es wurde auch nirgends danach gefragt, jedenfalls nicht in den Massenmedien.

Die von den Behörden verbreitete Botschaft war jenem Kontext angepasst, wie er ab dem Sommer 2014 politisch und medial propagiert wurde und in welchem auch die beiden Anschläge von Paris im Januar bzw. im November 2015 wenig stimmig eingefügt worden waren.

Das heißt, dass der angebliche Anschlagsplan mal eben dem „IS“ zugeteilt wurde und keiner anderen Terrororganisation. Was allerdings keine Rolle spielt, wenn weder für das eine noch das andere auch nur der Fetzen eines Beweises existiert. Ganz abgesehen von der Problematik, dass es sich bei diesen Organisationen um Gruppierungen handelt, welche die westlichen Geheimdienste mit gewissen Partnern am Golf erst geschaffen haben.

 

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Die „anderen“ sollen Ängste schüren, nicht etwa die Präsenz dieses Spezialkommandos der Polizei in München. (Quelle: ARD, YouTube, Screenshot). 

 

 

Der „IS“ sollte es also sein, der angeblich „offenbar“ etwas geplant habe. Mit fünf bis sieben Terroristen, darunter auch Selbstmördern. Die Nationalitäten dieser Männer wurden auch platziert: neben Irakern würde es sich auch um Syrer handeln. Das war zwar innerhalb dieser multinationalen Söldnertruppe eher unwahrscheinlich, wurde aber in den vergangenen 12 Monaten immer gerne so erzählt. Weil Syrer aus Syrien kommen, und gegen Syrien und der dortigen bösen Regierung wird Krieg geführt, das passt einfach zu gut. Attentäter aus Frankreich und Belgien mit aus den USA importierten Waffen und „Bekenntnissen“ sind schlechter zu verkaufen. Das ist ein unangenehmer Makel vergangener Ereignisse.

Der angeblich aktuelle Plan in München wurde zwar zu keinem Zeitpunkt sichtbar, doch sei der Verdacht „konkret“ gewesen. So konkret wie die geheimdienstlich vermittelten Namen von Terroristen, die konkret von den Behörden nicht „lokalisiert“ werden konnten. Konkret bedeutete dies: deren Existenz konnte erst gar nicht ermittelt werden. Vielleicht wurden diese Namen deswegen erst gar nicht veröffentlicht. Die Bürger sollten sich keine Sorgen machen über das angeblich Konkrete.

 

Mittwoch
06
Januar 2016

Paris, November 2015 – Noch ein Kommentar 2.

 

Der Tatort Stadion „Stade de France“ bekam noch eine „Aufwertung“: der Fund eines unversehrten syrischen Passes bei einem der Selbstmörder. Über den Sinn eines Passes bei einem Selbstmordunternehmen ließe sich streiten, die Unversehrheit ist dagegen unmöglich. (Es gibt dazu genügend Berichte, welche den Zustand von Körpern und Utensilien nach einer Explosion beschreiben). Dieser „Fund“ erinnert sehr an den lächerlichen Sensationsfund beim pulverisierten WTC im Jahre 2001 sowie jenen im Charlie-Hebdo-Fall.
Der Paß lautete auf den Namen Ahmad al-Mohammad und soll am 3. Oktober 2015 auf der Einreise nach Griechenland auf der Insel Leros registriert worden sein. Dieser wurde dann, aber erst nach der medialen Runde, als gefälscht genannt, doch blieb aus irgendeinem Grund das Land Syrien als angebliches Herkunftsland im Raume stehen. Also jenes Land, welches seit 2011 einer nur noch wenig verdeckten Intervention durch westliche Kriegstreiber und ihrer verbündeten Golfdiktaturen ausgesetzt ist. Das Problem: wenn der Paß falsch ist, ist folglich die Identität des Mannes und auch alles andere unbekannt.

 

Falscher PassDer falsche Paß: links oben etwas abgerissen, ansonsten glatt wie Popohaut.

 

Die kolportierte Legende zu dem Paß scheint ohnehin nicht plausibel, wenn einer der Täter vollkommen abseits stehend erst zu seinen französischen und belgischen Mittätern zum Tatort „flüchten“ muss. Angeblich soll ein zweiter identisch gefälschter Pass in Serbien festgestellt worden sein, nur mit einem anderen Foto versehen. Möglicherweise gibt es noch zahlreiche andere. Die weiteren Täter in Paris hatten offensichtlich keine Pässe mit sich geführt, das soll nur die anonyme und zerfetzte Leiche gewesen sein.

(Nachtrag: Und eine weitere anonyme Leiche im schlechten Allgemeinzustand. Deren Fingerprint soll ebenfalls auf Leros registriert worden sein. Wurde so gesagt).
Es liegt der Verdacht nahe, dass dieser Paß nachträglich platziert worden war, wofür nur die Polizei selbst in Frage kommen kann. Das wiederum kann nicht ohne Vorauswissen geschehen sein. Politische Motive wären vorhanden. (Kriegspolitik, Flüchtlingspolitik, Innenpolitik). Die Logik ist eine andere, als die Unlogik, die der Bevölkerung verkauft werden soll, und der Paß keine Spur, sondern nur ein Bestandteil einer Kriegskampagne. Dies wurde schnell offensichtlich. Da alle weiteren Täter laut Polizeiangaben aus Frankreich und Belgien stammen sollten, diente ein falscher Paß offensichtlich nur zur Platzierung von „Syrien“.

 

vlcsnap-9555-10-28-10h04m24s748Spuren am Tatort Stade de France. (Quelle: Sender 2 und YouTube (Screenshot)).

 

Zur Kampagne und der damit verbundenen Kriegsrhetorik sowie den innenpolitischen „Reaktionen“ wie Ausnahmezustand, neue Polizeistaatgesetze und Bekämpfung von demokratischen und kritischen Strukturen darf natürlich ein vermeintlicher Urheber der Anschläge nicht fehlen, als dessen Bindeglied eben jener Paßfund medial benutzt wurde. Dazu gehörte das am 14. November 2015 medial verbreitete angebliche Bekenntnis in Form einer Videostandbild(?)-Audio-Spur, in welcher angeblich der so genannte „Islamische Staat“ die Verantwortung für die Anschläge behauptet haben soll.

Nur: eine Behauptung ist und bleibt eine Behauptung, also eine unbewiesene Stellungnahme einer oder mehrerer – in diesem Fall sogar noch anonymer – Personen. Es spricht Bände, dass diese einsame Behauptung Anonymer für den französischen Präsidenten Hollande am selbigen 14. November ausgereicht hatte, um daraus einen Kriegsanlaß in fremden Ländern zu formulieren. Der Fall um die Anschläge war nicht einmal ansatzweise geklärt, geschweige denn alle Spuren gesichert, das angebliche Bekenntnis nicht überprüft und die behauptete Planung in Syrien eine dreiste Lüge.

Es ist allein aus diesem Handeln (und natürlich zahlreichen anderen Handlungen) vollkommen eindeutig, dass es sich bei Hollande und seiner Regierung um schwerstkriminelles Verbrecherpack handelt. Der Schritt, um einen Anlaß selbst herzustellen, kann für diese Verbrecher logischerweise nur noch ein kleiner sein.

 

vlcsnap-9347-01-20-22h37m55s743Spuren am Stade de France. (Quelle. BFMTV, YouTube (Screenshot)).

 

Das angebliche Bekenntnis von „IS“ ist dazu an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Es fußt auf der medial auf die Bevölkerung im Dauerfeuer eingeschossenen Behauptung, dass es sich bei „IS“ um einen Terroristenhaufen handeln würde, mit denen westliche NATO-Regierungen und Verbündete gar nichts zu tun hätten. Mittlerweile lässt sich sogar in den NATO-Medien diese Behauptung kaum noch aufrecht erhalten, weil es eindeutig ist, dass „IS“ vor allem durch die USA, Türkei und Saudi-Arabien finanziert, ausgerüstet und personell ausgestattet wurde und wird. „IS“ ist in Syrien ein Werkzeug, um den syrischen Staat zu vernichten. „IS“ ist ein künstlich geschaffenes Label von mehreren Terrortruppen von ein und denselben Drahtziehern.

Wenn demnach „IS“ als Initiator der Anschläge in Paris genannt wird, bedeutet dies ganz klar, dass es sich um von uns finanzierte Täter einer multinationalen salafistischen Söldnertruppe gehandelt haben muss. Ähnlich wurde die Al-Kaida-Geschichte inszeniert. Ursprünglich von den USA, den Saudis und Pakistan aufgestellt, diente sie als terroristische Interessensvertretung ihrer Auftraggeber, um dann – medial aufbereitet – als Begründung für einen endlosen Krieg gegen Terror zu dienen. Gleiches Muster, die selben Initiatoren. Bekenntnisse von „Al Kaida“ waren nie etwas anderes als Bekenntnisse von der CIA und anderen Diensten. Nur in den gleichgeschalteten Massenmedien stand das nie, weil sich diese in den Händen eben jener Drahtzieher befinden.

 

vlcsnap-2598-04-19-15h25m59s953„Wir“ haben mit denen nichts zu tun: Saudisch ideologisierte und bezahlte IS-Truppen nach ihrer Ausbildung durch US-Ausbilder in Jordanien.

 

Die Krone dieser Massenverblödung war wieder einmal die Quelle dieses angeblichen Bekenntnisses. Nicht in Frankreich, nein, in den USA wurde die Quelle gemeldet (Washington Post). SITE, dieses Subunternehmen des Pentagon, hatte somit auch ein Funderlebnis gehabt. Wieder einmal. Verborgen vor alles und jeden hatte diese Firma die an die Franzosen gerichtete Botschaft „gefunden“. Was wären wir ohne SITE ohne ihre langjährige Al-Kaida-Fälscher-Erfahrung, wir würden immer noch ohne Bekennervideos orientierungslos durch die Straßen stolpern.

Im deutschsprachigen Raum war es wieder einmal dem SPIEGEL überlassen, die an die Bevölkerung gerichteten Informationen der in diesem Fall französischen Sichherheitsbehörden zu publizieren. Die französischer Ermittler sollen demnach den Sprecher der Bekenner-Audiospur identifiziert haben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/paris-anschlaege-ermittler-identifizieren-sprecher-der-is-audiobotschaft-a-1063135.html
Wie diese Stimmen-Identifizierung erfolgt sein soll, wurde in diesem Artikel nicht genannt. Vielleicht ist es auch besser so, denn sie kam der französischen Regierung wie gerufen. Nachdem Hollande und seine Kriegsknechte voreilig die Kriegstrommeln in Richtung Syrien gerührt hatten, sollte anscheinend soetwas wie ein „Beweis“ für die Planung der vergangenen Anschläge in Paris vom syrischen Boden aus nachgereicht werden. Damit es auch so ausschaut, wie es aussehen soll und die französische Regierung ein bischen weniger kriminell dargestellt werden kann.

Bei diesen angeblichen Sprecher soll es sich um einen gewissen Fabien Clain handeln, einem aus Toulouse stammenden Franzosen. (Zusammen mit der Stimme seines Bruders Bruder Jean-Michael im Hintergrund).

 

fabien-clain0Macht einen glaubwürdigen Eindruck als Schurke: Fabien Clain.

 

„Nach Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei dem französischen Sprecher um Fabien Clain, der seit mehr als einem Jahrzehnt in der islamistischen Szene aktiv ist und in Frankreich im Gefängnis saß, ehe er sich nach Syrien absetzte. Er gilt als Mitglied einer Zelle, die regelmäßig IS-Propaganda produziert und über das Internet verbreitet.“

Als was dieser Mann „gelten“ soll, spielt überhaupt keine Rolle. Es wird nicht einmal genannt, bei wem er etwas „gilt“. Wahrscheinlich bei der Polizei, von welcher diese Geschichte stammt. Wenn jemand jemanden als etwas „gilt“, heißt es bedauerlicherweise nicht, dass dem auch so ist. So redet und schreibt ein Autor, wenn er den Begriff „Gerücht“ nicht verwenden möchte, aber gleichzeitig zu kaschieren versucht, dass es an Belegen mangelt.

Jedenfalls sollte der besagte Clain ein Mann unter Beobachtung gewesen sein, hatte sogar im Knast gesessen. Verurteilt zu 5 Jahren Haft im Jahre 2009 soll er aber bereits 2012 freundlicherweise vorzeitig entlassen worden sein. Man kannte sich also. Vielleicht besser, als wir denken, schließlich soll er auch dem Polizei-Spitzel – pardon – dem angeblichen Attentäter Mohamed Merah „nahe gestanden“ sein.

http://www.focus.de/politik/ausland/was-wir-bislang-wissen-getoetet-gesprengt-gefasst-fluechtig-das-sind-die-koepfe-des-terrors-von-paris_id_5097195.html

Fabien Clain wird von der Polizei mit einem angeblichen Anschlagsplan in Verbindung gebracht, welcher gescheitert sei. Dabei handelt es sich um den folgenden Fall:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/paris-attentat-auf-zwei-kirchen-vereitelt-13552303.html

http://www.theguardian.com/world/2015/apr/24/french-police-charge-student-links-terrorist-organisation

https://fr.wikipedia.org/wiki/Affaire_Sid_Ahmed_Ghlam

Aber auch hier scheint es Probleme mit der Beweisführung gegeben haben. Zu Fabien Clain und seinem Bruder hier noch eine französische Quelle:

http://www.la1ere.fr/2015/11/19/attentats-jean-michel-et-fabien-clain-les-freres-djihadistes-de-la-reunion-dans-le-collimateur-des-enqueteurs-307559.html

Es gibt auch Stimmen, die Clain wie zuvor die Brüder Kouachi als Handlanger der Geheimdienste sehen:

http://www.veteranstoday.com/2015/11/09/boutiche/

Weiter mit dem SPIEGEL:
„Die Identität des Sprechers ist ein weiterer Beleg für die These, dass die Attacken vom vergangenen Freitag von IS-Kadern in Syrien gesteuert worden sein könnten.“

Eine These: ja. Ein Beleg: nein. Deswegen: „könnten.“ Informationsgehalt: nicht vorhanden.

„Die Ermittler gehen davon aus, dass die Audiobotschaft im Gebiet des IS produziert und dort in mehrere Sprachen übersetzt worden ist. Wann genau sie aufgenommen wurde, ist unklar. Obwohl in der Aufnahme kein Insiderwissen preisgegeben wird, haben die Ermittler mittlerweile nur noch wenig Zweifel, dass sie als authentisches Bekenntnis des IS anzusehen ist.“

Glücklicherweise ermittelt der SPIEGEL nicht selbst. Die französischen Ermittler wiederum schaffen es nicht, weswegen sie nur „davon ausgehen“ müssen. Die Örtlichkeit einer Herstellung von Audiobändern ist unerheblich, niemand weiß, ob es sich auch abseits des Territoriums der „IS“ abgespielt haben könnte. Zum Beispiel in Ankara. Wenig Zweifel zu haben, wie diese anonymen „Ermittler“, aber keine Beweise, bedeutet vor allem eine Meinung zu haben. Eine, die wir zur Kenntnis nehmen sollen.

 

vlcsnap-3642-03-08-20h25m37s711Zivile Beamte der französischen Kriminalpolizei an einem der Tatorte (Quelle: Kanal 2, YouTube (Screenshot).

 

Man kann es drehen und wenden, wie man will. Diese Geschichte ist und bleibt dämlich. Ein überwachter Franzose mit Bart, der sich angeblich bei der durch NATO- und GCC-Staaten ausgehaltenen Söldnerarmee „IS“ aufhalten soll, die sich in Syrien befindet, dessen Regierung von den USA und unter anderem von Frankreich gestürzt werden soll, habe eine Audiospur hergestellt, diese einem US-Militär-Subunternehmen, Spezialität: PR, zugespielt, damit diese es „finden“ und über US-Medien weiter in die europäischen Medienkanäle speisen können, damit wiederum Frankreich mit größerer Macht in Syrien zu bomben zu versucht und nebenbei eine erhoffte bessere Rolle bei der Verteilung der Beute spielen zu könnte. Von den innenpolitischen Auswirkungen einmal ganz abgesehen.

Diese ganze Geschichte ist an diesem Punkt bereits derartig dummdreist, dass es sich nicht mehr lohnt, diesen Anschlagsfall weiter zu verfolgen. Die westlichen Staaten haben nicht einmal mehr kaschiert, dass ihn dieser Anschlag gelegen gekommen war. Die deutsche Regierung hat sich mittlerweile unter Brechung des Grundgesetzes und sämtlicher völkerrechtlicher Regelungen ins Kriegsboot gesetzt, und sei es nur aus einer Geste heraus, mit anderen Verbrechern näherzurücken und dem Kriegsgott aus Übersee seine Huldigung darzubieten. Jetzt geht es nur noch darum, irgendwie die Russen in die Schranken zu weisen. Die hatten es zuvor gewagt, die westlichen Kriegstreiber und ihre Verbündeten der Golfdiktaturen als die Paten ganzer Terrorarmeen nackt dastehen zu lassen.

Bombenanschläge, Attentate und Massaker werden nicht aufhören. Vielleicht ist ja mal einer darunter, der von „echten“ Tätern begangen wird. Es wäre kein Wunder, wenn sich nach Millionen von Toten in moslemischen Ländern tatsächlich mal einer aufmachen würde, um seine Rachsucht zu befriedrigen. Einfach wird dies nicht innerhalb einer Sicherheitsstruktur, in welcher nationale Geheimdienste und Polizeibehörden sowie übergeordnete verbündeten Spionage-Dienste ein besonders dichtes Überwachungsnetz gespannt haben. Es wird schwer werden, unter den vielen „falschen“ Terroristen eine geeignete Kontaktperson zu finden. Eine, die tatsächlich „echt“ ist und es möglicherweise nicht nur glaubt.

 

Mittwoch
23
Dezember 2015

Der Lügen-Kurier des Tages.

 

Bei der routinierten Durchsicht mehrerer österreichischer Printmedien, um auf den neuesten Stand der tagtäglich ausgespuckten Propaganda zu kommen, hatte sich sofort ein Anwärter aus dem Einheitsbrei förmlich aufgedrängt.

Josef Votzi vom KURIER hatte sich in einem als Leitartikel bezeichneten Pamphlet an die Medienkonsumenten gewandt, um ihnen seine Sorge mitzuteilen. Es ist die Sorge um den zu recht bestehenden massiven Vertrauensverlust gegenüber den Massenmedien. Dass sich diese Konsumenten zunehmend alternativ zu informieren versuchen ist ein Faktum, welches Votzi mit Mißfallen beobachten musste.

Zwar findet er, um sich als diskursfähig hinzustellen, dass eine Auseinandersetzung „überfällig“ wäre, lässt anschließend aber keinen Zweifel daran, dass er nicht einmal an einer Spur von Selbstrefelexion Interesse hat.

Stattdessen beschränkt er die Alternative zu Blättern wie den KURIER auf im Internet kursierende Meinungsmache gegen Flüchtlinge, als hätte dies mit einer grundsätzlichen Auseinandersetzung auch nur irgendetwas zu tun. Das Gerede von Schwachköpfen und am rechten Rand angesiedelten Organisationen im WWW hat auch nichts damit zu tun, warum die Massenmedien in immer weiteren Kreisen der Bevölkerung als Informationsquelle ausgedient haben.

 

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Josef Votzi, hier bei einer Veranstaltung des Verbands Österreichischer Wirtschaftsakademiker 2014. (YouTube-Screenshot). 

 

Die Massenmedien wie auch der KURIER lügen, dass sich die Balken biegen, sie verdrehen, täuschen, lassen aus, arbeiten tendenziös. Das ist tagtäglich nachprüfbar. Votzi bringt als Mitarbeiter dieser Medien in seinem Artikel den Begriff „Lügenpresse“ ein, der mit einem Schlagwort den Zustand der Medien beschreiben soll, aber historisch vorbelastet sei. Das Nazi-Propagandaministerium hatte tatsächlich diesen Begriff erfunden, um damit die Auslandspresse abzubügeln.

In Herrn Votzi’s Fall und seinem Blatt gefällt uns der Begriff „Lügen-Kurier“ tatsächlich besser. Es entfällt sogar eine historische Vorbelastung.

Glücklicherweise ist der KURIER-Redakteur dumm genug, selbst den Gegenbeweis seines verlogenen Gequatsches darzubieten.

„Obskure Verschwörungstheorien gab es auch bei 9/11. Im Internet tummeln sich bis heute hartnäckige Trolle, die weismachen, die CIA und nicht Al Kaida hätten den Tod rund 3000 Menschen beim Anschlag auf die Twin Towers in New York auf dem Gewissen.“

Votzi bedient sich erst einmal einer primitiven und negativ behafteten Begrifflichkeit, zu deren Verwendung die Medien in den USA nach dem Mord an Kennedy angewiesen worden waren, um öffentlich artikulierte Widersprüche zu unterdrücken. Verschwörungen sind zwar allgegenwärtig, nur bei Votzi nicht. Und die Theoretiker wären die anderen. Votzi versucht nur, Kritiker zu diffamieren, deren Überlegungen zudem noch „obskur“ sein sollen, also zweifelhaft, dubios und mit einem schlechten Ruf behaftet. Trolle wären das. Hartnäckige Trolle, die sich im ominösen Internet tummeln würden.

Votzi deklariert sich demnach als vollkommen unseriös. Mehr noch, er, der sich über den historisch belasteten Begriff „Lügenpresse“ mokiert, wendet genau das gleiche Instrument an, mit denen die Faschisten damals operiert hatten. (Und die Nachfolger anschließend). Es fusst ausschließlich auf Diffamierung bei gleichzeitiger Inhaltslosigkeit. Sachliche Betrachtungen, abwägende Bewertungen existieren bei ihm nicht. Votzi selbst ist es, der die 2001 von der damaligen US-Regierung gebildete „Verschwörungstheorie“ transportiert, eine Theorie, die von allen Theorien die am wenigsten wahrscheinliche ist. Und das ist auch der Punkt: sie ist gänzlich unbewiesen.

In seiner armseligen Dummheit entblödet sich Votzi nicht einmal, den US-amerikanischen Außengeheimdienst CIA und AL-Kaida als etwas Gegensätzliches darzustellen. Mittlerweile gehört es zur Allgemeinbildung, dass „Al-Kaida“ aus der damaligen Gründung eben dieser CIA sowie dem saudischen und dem pakistanischen Geheimdienst resultiert, um einen verdeckten Krieg gegen die kommunistische Regierung Afghanistans und den russischen Interventionstruppen zu führen.

Votz in der Steigerung seiner Dümmlichkeit wundert sich über die Reaktion auch seiner geplagten Leser:

„In der Massivität neu ist, dass Medien immer aggressiver mit dem Vorwurf konfrontiert sind, sie würden die Wahrheit bewusst unterdrücken.“

Es ging und geht nicht um Wahrheit in den Konzernmedien, es geht um Interessen. Zu Votzi selbst muss gar nichts mehr gesagt werden, er hat seine Verkommenheit selbst dargelegt. Auch er ist nichts weiter als ein verlogener Handlanger, welcher das von ihm selbst angeführte Verbrechen deckt und damit auch die Täter und Hintermänner.

 

Sonntag
20
Dezember 2015

Paris, Januar 2015. Teil 31.

 

Fast unbemerkt geblieben ist ein am 9. November 2015 von SPIEGEL-Online in Netz gestellter Artikel, der den Charlie-Hebdo-Fall betraf. Der SPIEGEL berief sich als Quelle auf die französische Zeitung „Le Monde“.

Thema waren E-Mails, die Amedy Coulibaly damals im Januar 2015 angeblich erhalten haben soll. „Mehrere E-Mails“ sollen wiederum dem französische Blatt zugespielt worden sein. Dem kann natürlich nur eine nicht überprüfbare Polizeiquelle zugrunde gelegen haben, was aber in dem Artikel nicht erwähnt wurde.

Ermittlungsergebnisse: Attentäter von Paris erhielt Anweisungen per E-Mail

SPIEGEL-ONLINE, 9. November 2015.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/charlie-hebdo-anschlag-attentaeter-erhielt-anweisungen-per-e-mail-a-1061930.html

 

Die Geschichte, welche die französische Polizei über die Medien erzählen möchte, ist eine besonders dummdreiste. Wer sich mit dem Fall nicht auskennt, kann es hier bei uns nachholen.

http://www.bollwerk.co.at/paris-januar-2015/

 

Amedy Coulibaly 2

Respektlos gegenüber dem Überwachungsstaat: Amedy Coulibaly. 

 

Zuerst einmal behauptete die Polizei, dass die vermeintlichen Täter offen über E-Mail kommuniziert haben sollen. Also Leute, die aufgrund ihrer Vorgeschichte auf dem Radar der Behörden stehen mussten, in einem Land, in welchem die Überwachung dichter ist als anderswo in Europa, in einem Land, in welchem andere Dienste wie die US-amerikanische NSA und andere ebenfalls in allen Leitungen hängen und aktiv sind.

Die französische Polizei und Geheimdienste hatten sich damals als „ahnungslos“ deklariert, und weil dem so war, wollen sie diese Mail ganz simpel auf dem PC von Coulibaly gefunden haben. Zehn Monate später.

„Am 7. Januar teilte ihm der unbekannte Auftraggeber mit: „Okay, tu, was du heute zu tun hast.“ Daraufhin feuerte der Mann zunächst auf einen Jogger in der Nähe seiner Wohnung. Danach tötete er in Paris-Montrouge eine Polizistin, während die Kouachis auf der Flucht waren.“

Polizei und Medien versuchten hiermit, eine Verbindung zwischen der angeblichen Mail und den Gewalttaten herzustellen und vor allem: zu unterstellen. Dabei handelte es sich aber nur um Meinungsmache, denn die angebliche Mail würde vor einem ordentlichen Gericht nicht einmal als schwaches Indiz anerkannt werden. Wie denn auch? Hinzu kommt, dass der Mordversuch an dem Jogger durch Coulibaly nicht bewiesen werden konnte, nicht einmal der Mord an der französischen Polizistin. Dagegen gab es im letzteren Fall Anzeichen einer Manipulation, um es Coulibaly in die Schuhe zu schieben.

Die Darstellung der Polizei konnten wir bereits vollständig zerlegen:

http://www.bollwerk.co.at/2015/05/03/paris-janauar-2015-teil-23/

http://www.bollwerk.co.at/2015/05/08/paris-januar-2015-teil-24/

 

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Tumber Befehlsempfänger: der Ex-Knacki A. Coulibaly. 

 

„Per E-Mail wurde Coulibaly mitgeteilt, er werde „bald Anweisungen“ bekommen, wie er weiter vorzugehen habe; unter anderem müsse er „in einem Video erklären, dass Zigoto im Namen von ‚d‘ helfen“. Die Ermittler gehen davon aus, dass mit „Zigoto“ die Gebrüder Kouachi und mit „d“ die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) – auch „Daesch“ genannt – gemeint waren.“

Wovon die Ermittler ausgehen, ist vollkommen irrelevant. Was sie beweisen können, ist relevant, aber daran scheint es zu hapern. Warum wird der angebliche Absender dieser Mails nicht genannt? Die entscheidende Frage wird erst gar nicht gestellt. Auch die Zeitangaben fehlen, so dass eine sinnvolle Einordnung für Leser nicht möglich ist. Somit auch hier: die Ermittler ermittelten nichts, wie den gesamten Fall über nicht, sondern bekamen „Informationen“ immer von den angeblichen Tätern geliefert, die von ihnen nur aufgeklaubt werden mussten. Diese peinliche Tatsache zieht sich wie ein roter Faden durch den Fall.

Hier unsere Betrachtung zu dem ominösen Bekenner-Video Coulibalys:

http://www.bollwerk.co.at/2015/02/13/paris-januar-2015-teil-11/

 

Es sollte mit den von der Polizei lancierten „Informationen“ offenbar versucht werden, einige damals präsentierte dubiose „Begebenheiten“ in ein halbwegs plausibles Korsett zu stellen. Es passt aber nicht, es passt sogar noch weniger als zuvor. Bemerkenswert ist außerdem der Punkt in der Geschichte, dass Coulibaly wie einem tumben Idioten etwas aufgetragen worden sein soll, womit er nichts zu tun hatte. Stichwort: IS. Dieser Punkt ist ein weiterer Schwachpunkt an der Polizeigeschichte.

„Coulibaly informierte seinen anonymen Befehlsgeber seinerseits, wie viele Waffen er besaß: „ein Sturmgewehr AK-74 mit 275 Patronen, sechs Tokarew-Pistolen mit 69 Patronen, drei kugelsichere Westen, zwei Tränengas-Sprays und zwei Messer“.“

Herrlich! Coulibaly wurde nun von der Polizei als geistig Behinderter dargestellt. Da soll eine anonyme Mail gekommen sein und Coulibaly habe gleich sein Waffenarsenal alles andere als anonym online bekannt gegeben. Genau dieser Coulibaly, ein Schwarzer in Frankreich, kriminell, laut Polizei neuerdings Islamist, gerade erst aus dem Knast gekommen und garantiert nicht, nein, niemals, auf gar keinen Fall, nie nicht auf dem Schirm der Sicherheitsbehörden.

Das möchte uns die Polizei erzählen, das sollen wir g l a u b e n. Es geht hier schlichtweg um ein Bild, welches vermittelt werden soll, um nichts weiter.

„Am 8. Januar teilte ihm der Auftraggeber mit: „Freunde unmöglich, allein arbeiten“. Einen Tag später stürmte Coulibaly den jüdischen Supermarkt Hyper Cacher und tötete dort vier Menschen. Schließlich erschossen Elitepolizisten den Attentäter.“

Genau, die drei stark intellektuell beeinträchtigten „Täter“ sollen erkannt haben, dass ihre Spurenlegung tatsächlich zu ihrer „Entdeckung“ geführt haben soll, vollkommen überraschend. Der Mitarbeiter des Innenministeriums, der Autor, muss es sich genau so vorgestellt haben und hatte daher einen Satz eingefügt, wie er seiner Ansicht nach von geistig Behinderten ausgesprochen werden könnte. Beweiskaft dennoch null.

 

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Wer mag sich hinter den schwarzen Masken mit den hellen Armen verbergen? US-Amerikaner, Engländer, Israelis oder… Franzosen???

 

„Die Identität des Befehlsgebers ist noch ungeklärt. Die Ermittler haben jedoch den Islamisten Salim B. im Verdacht. Der 35-jährige Franzose stammt aus dem Pariser Vorort Cachan und kannte Coulibaly sowie Chérif Kouachi. Seit 2012 soll er sich beim IS in Syrien aufhalten.“

Die Polizei hatte ja bislang leider nichts ermitteln können. Schade. Die IT-Experten der französischen und US-amerikanischen Geheimdienste scheinen diesem Artikel nach überbewertet. Nun endlich, im November eine Spur zu einem „Salim B.“, den keine Sau kennt, den aber wieder die Geheimdienste kennen wollen. Das wird sogar bestätigt, denn schließlich soll sich dieser Mann in Syrien aufhalten, seit 2012, das ist bekannt, das wissen sie. Alles an Informationen vorhanden, aber kein Beweis. So ein Pech. Und was für ein Pech, dass die Charlie-Hebdo-Täter sich als „Al-Kaida aus dem Jemen“ deklariert hatten, trotz des angeblichen IS-Auftraggebers. Nun, letztlich ist es ohnehin gleichgültig, ob unter dem Label Al-Kaida oder IS schreiend, deren Auftraggeber sind die gleichen. Einige von ihnen befinden sich auch in den politischen, militärischen und geheimdienstlichen Strukturen Frankreichs.

 

Hyper Cacher - Handschellen

Der Moment, an dem die französische Polizei den geistig behinderten Coulibaly erschossen hatte. 

 

Diese von der französischen Polizei und den Geheimdiensten inhaltlich selten dämlichen „Informationen“, welche zur Veröffentlichung an die Konzernmedien weitergereicht worden war, wären nicht der Rede wert. Es zeigt höchstens die Dummdreistigkeit der Initiatoren, der Autoren und der medialen Verteiler wie den SPIEGEL auf. Und es liefert einen weiteren Hinweis darauf, dass die Anschläge vom Januar 2015 in Paris durch Polizei und Geheimdienste initiiert und gelenkt worden sein müssen. 

Interessant ist zudem das Datum der Veröffentlichung. Obwohl extremst unglaubwürdig, insgesamt inhaltlich belanglos und auf angebliche Erkenntnisse beruhend, die schon im Januar 2015 vorgelegen haben sollten, wurde dieser Quatsch wenige Tage vor dem erneuten Anschlag in Paris am 8./9. November 2015 den Medienkonsumenten unter die Nase gehalten. Das hat etwas von einer Art Erinnerungskultur. Zuerst an den (dubiosen) Charlie-Hebdo-Fall erinnern, dann die Bombe platzen lassen, damit diese auch sitzt.

In unseren Köpfen.

 

Freitag
18
Dezember 2015

Paris, November 2015 – Noch ein Kommentar 1.

 

Die vergangenen Anschläge vom November 2015 in Paris liegen nunmehr über einen Monat zurück. Es hätten auch drei Monate sein können oder vier, es spielt keine Rolle. In den Medien hier und da einige kleinere Meldungen, die irgendetwas mit diesem Anschlag zu tun haben könnten, aber wen interessiert es noch? Die Betroffenheit ist Schnee von gestern, Facebook-Teilnehmer haben bereits entflaggt und sind zur gewohnten Belanglosigkeit zurückgekehrt, in Kneipenrunden das seinerzeit kurz entfachte Entsetzen der häufig üblichen Teilnahmelosigkeit gewichen.

Es ist so wie immer, außerdem steht Weihnachten vor der Tür.

TTIP, TISA und CETA scheint eine Angelegenheit für einige wenige, obwohl es uns alle angeht. Der Nepp mit den Energiepreisen, die ständig steigen, obwohl die Kosten fallen, wird nicht einmal bemerkt. Die Rechnung, dass die Banken an den niedrigen Zinsen ebenfalls kräftig verdienen, indem sie unsere Sparbücher noch stärker entwerten, kaum der Rede wert. Die fortschreitende Privatisierung, d.h. der Verkauf des Volkseigentums in die Hände weniger Großkonzerne durch den Staat offenbar irgendetwas, was nicht nur Minderbemittelten irgendeinen Vorteil bringen soll, von dem niemand sagen kann, welchen überhaupt.  Und vieles mehr. Desinteresse, Gleichgültigkeit und Dummheit werden mit Weihnachtskonsum und Punschständen weggewischt. 

 

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Stade de France. (Quelle: BFMTV und YouTube, Screenshot).

 

Konsequenzen aus dem erneuten Anschlag in Paris scheinen sich außerhalb jeglicher Wahrnehmung zu befinden. Einfachste Zusammenhänge können aufgrund getrübter intellektueller Fähigkeiten nicht mehr nachvollzogen werden. Es schafft den Platz, für neue Naziorganisationen, deren Mitglieder mit dem gleichen geistigen Niveau irgendeine kaum definierbare Schuld den Flüchtlingen zuschieben oder einem „Islam“ und dabei nicht bemerken, dass sie in dem Maße gesteuert, wie die anderen zugemüllt und in einen lethargischen Zustand versetzt werden.

Was bei allen bleibt, ist ein in den Hinterköpfen verankertes Narritiv: Islamisten aus Frankreich, Belgien und angeblich aus Syrien sollen am 13. November eine bösartige Anschlagsserie auf unschuldige Menschen begangen haben. Wofür eine Organisation verantwortlich sein soll, die sich selbst „Islamischer Staat“ nennt, die sich auf vermeintlich unerklärliche, geradezu wundersame Weise im Irak und in Syrien ausgebreitet hat.

 

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Quelle: Google Map, Sender 2, Youtube Screenshot.

 

Mittlerweile scheint es wichtiger, an die Fußballeuropameisterschaft 2016 zu denken, die in Frankreich stattfinden soll. Von Interesse war die Auslosung der Gruppenspiele und nebenbei etwas, was unter dem Begriff „Sicherheit“ zu finden ist. Die Massen müssen beruhigt werden, man habe alles im Griff, der Rubel muss schließlich wie gewohnt rollen. Verängstigte Menschen wird vorgehalten, dass bei dem Anschlag die Täter es nicht ins „Stade de France“ geschafft hätten und die Sicherheitsvorkehrungen abermals verschärft werden würden.

Frankreich im Ausnahmezustand. Frankreich sehnt sich nach Normalität, sehnt sich nach Brot und Spiele, auch mit einem Ausnahmezustand. Ein ganz normaler Ausnahmezustand für die Durchschnittsbürger, versehen mit allen Befugnissen für die Polizei und die Geheimdienste, die 2014 EU-weit die vordersten Plätze belegt hatte und erst dieses Jahr, 2015, nochmals erweitert und verschärft worden waren. Die Verfassung ist ausgehöhlt, aber der Polizeistaat verspricht mehr Sicherheit. Die Täter haben es nicht geschafft, so heißt es, jedenfalls nicht ins Stadion, wir erinnern uns. Und sie werden es auch nicht schaffen, so der medial verbreitete Tenor. Die EM 2016 steht vor der Tür.

 

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Quelle: BFMTV, YouTube (Screenshot).

 

Dem entgegengesetzt steht die Behauptung, dass die Täter am 13. November 2015 nicht geplant hatten, ins Fußballstadion zu gelangen, um sich dort in die Luft zu sprengen. Ließe sich diese konträr zu den Verlautbarungen der französischen Sicherheistbehörden aufgestellte Behauptung widerlegen? Und könnte es ganz anders gewesen sein?

Nach einem Monat der Beobachtung hat sich zum Tatort Stadion „Stade de France“ der Eindruck nicht verändert, dass sich dieser Tatort von den anderen erheblich unterschied. Das spontan auffälligste Merkmal war der Umstand, dass sich dort drei Menschen selbst in die Luft gesprengt haben sollen, ohne größeren Schaden anzurichten. Die erst nachträglich erfolgte Meldung von einem weiteren Todesopfer berührt die Feststellung kaum, dass an den übrigen Tatorten sehr viele Menschen ermordert wurden, und dies zumeist mit Schusswaffen.

 

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Quelle: Google Map, Sender 2, YouTube-Screenshot.

 

Halten wir diese und andere Auffälligkeiten der Reihe nach fest:

  1. Alle drei Täter sollen zu spät (!) zum Stadion gekommen sein, d.h. die Fußballfans hatten sich nicht mehr vor dem Stadion befunden. Das konnte nicht das unterstellte Ziel eines Selbstmordunternehmens gewesen sein.
  2. Nur ein Täter soll nach Angaben der Behörden über eine Eintrittskarte verfügt haben! Dann hieß es, zwei der Täter hätten Eintrittskarten gehabt.
  3. Die Täter haben keinen Menschenauflauf gesucht, nicht einmal Gruppen von Menschen wie Stadionpersonal, Ordner, Polizei.
  4. Die Täter sollen sich nur selbst gesprengt haben, ohne größeren Schaden anzurichten. Ein weiteres Todesopfer wurde erst etwas später gemeldet.
  5. Selbstsprengungen sollen beim Stadion nicht halbwegs synchron erfolgt sein, sondern verteilt über einen Zeitraum von 33 Minuten.
  6. Die Reaktion des bei dem Länderspiel anwesenden Polizeiaufgebots bleibt für diesen Zeitraum unklar, medial wurde nichts berichtet.
  7. Vollkommen unklar ebenfalls, warum die Täter sich nicht als Ausweichziel den beim Stadion platzierten Polizeiwagen und polizeilichen Mannschaftsbussen als Verkörperung des frz. Staates genähert hatten.
  8. Sprengstoff soll angeblich aus Materialien bestanden haben, die allerdings nur unter Lebensgefahr zu transportieren sind, also eher ungeschickt erscheinen. Dieses Acetonperoxid ist derartig instabil, dass ein unabsichtlicher Rempler bereits böse Auswirkungen haben könnte.
  9. Im Gegensatz zu den anderen Tatorten vom Stadion kaum Fotomaterial oder verwackelte Handyvideos online. Bilder oder Sequenzen der zahllosen Überwachungskameras wurden nicht veröffentlicht. Diese würden tatsächlich einigen Aufschluss geben.
  10. Wenige medial präsentierte Zeugen konnten die Vorgänge nicht konkretisieren, was allerdings kaum eine Überraschung sein dürfte. Jene Zeugen, vor allem unter dem Ordnern und Sichheitsleuten, wurden nicht präsentiert.

Bereits diese Feststellungen lassen den Tatort Stadion als dubios erscheinen. Kommen alle drei Täter, die sich nach Darstellung der frz. Behörden inmitten möglichst vieler Menschen in die Luft sprengen wollen, zu spät zur Veranstaltung, haben zu wenig Eintrittskarten, aber ertastbare Sprengstoffwesten, deren Inhalt instabil ist, mit denen sie dann den Knall nur an sich selbst auslösen?

 

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Quelle: BMFTV, YouTube-Screenshot.

 

Die frz. Ermittler befanden wenig später, dass dieser Anschlag „schlecht organisiert“ worden wäre. (WELT, 17. Nov. 2015). Von der Polizei wurden Theorien gestreut, zum Beispiel jene, dass die Attentäter gar nicht ins Stadion wollten, sondern sich in der Menge davor sprengen wollten. Hatten sie aber nicht gemacht. Oder die Meldung, dass einer von ihnen doch ins Stadion vorzudringen versucht habe, wurde verbreitet, nämlich jener ohne Eintrittskarte. Oder auch die, dass einer von ihnen von den Ordnern gefilzt worden wäre, welche die Sprengstoffweste entdeckt hätten. Nur sein dieser Mann einfach nur geflohen. Irgendwo innerhalb des Polizeiaufgebotes, welches allerdings nicht erwähnt wurde und nicht zu existieren schien. Dann wurden die Nachrichten, dass wenigstens einer der Täter kontrolliert worden sei, wieder dementiert (Spiegel-online, 17. Nov.), so dass nur die Männer übrig blieben, die ohne Eintrittskarte angeblich hatte ins Stadion gehen wollen.

Wie auch immer, was die Polizei hier dachte und an die Medien weiterreichte, sie konnte es öffentlich selbst nicht erklären. Es ist auch nicht wirklich von Belang, denn Fakt bleiben die obgenannten zehn Punkte.

 

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Quelle: Sender 2, YouTube-Screenshot.

 

 

Freitag
18
Dezember 2015

Kunstkörper IV.

 

Nachdem uns die Künstlerin Ini K. mit ihrem Sujet „Stühle“ die Doppeldeutung von Begrifflichkeiten näher gebracht hatte, enthüllte sie uns mit dem Sujet „Stuhl“ die logische wie konsequente Weiterführung ihres Anliegens.

 

Stuhl

Sujet: Stuhl.

 

Die Vermischung profaner Elemente mit einer Nutzbarmachung von Objekten, welche wie in diesem Fall zu einer unbeschreiblichen künstlerischen Erhöhung des Sitzens und Sesselfurzens gereichen, kann nur durch eine Ausnahmekünstlerin wie Ini K. auf eine Ebene der übergeordneten Wahrnehmung transportiert werden.

Doch lassen wir Frau Ini K. selbst zu Wort kommen:

„Die Banalität des Stuhls, welcher immer wieder neue und andere Stühle generiert, dienen in meinen Sujets der Horizonterweiterung jeglicher Betrachter. Der Stuhl als gemiedener Inbegriff des Verharrens, der Untätigkeit, der Anpassung und der Bequemlichkeit für Nichtrelevantes, an deren Prozessende nicht viel mehr als kleine stinkende und verheimlichte, sich duckende Stühle vorzufinden sind, sollen, ja, müssen als Metapher des gesellschaftlichen Niedergangs verstanden werden. Das Agieren einiger weniger egoistischer Akteure wird durch den Stuhl und dem Stuhlen der Masse unterstützt, wobei die Stühle, im Volksmund richtig erfasst, sich tagtäglich als Scheiße entlarven.“

Daher hat Ini K. ihr Sujet „Stuhl“ um eines weiteres Sujet erweitert, um an der Sinnhaftigkeit keinen Zweifel zu lassen.

 

Stuhl-mit-Arschloch

Sujet: Stuhl mit Arschloch.

 

Stuhl ist nicht gleich Stuhl, wie Arschloch nicht gleich Arschloch ist und nicht sein kann. Mit dieser Erkenntnis verneigen wir uns vor der begnadeten Künstlerin Ini K., dank ihrer dieser Gewinn erst möglich geworden ist. Danke!

 

 

Mittwoch
16
Dezember 2015

Das Heulen der Hunde 14.

 

Im STANDARD erschien zu dieser Zeit, online am 2. Oktober 2015, auch noch ein Kommentar von Michael Vosatka, der neben den ansonsten platzierten Propagandamüll soetwas wie einen kritischen Artikel darstellen sollte, um vielleicht eine gewisse Ausgewogenheit zu simulieren. Keine Sorge, diese fand natürlich nicht statt.

Die Strategie des Regime-Change ist gescheitert. Kommentar von Michael Vosatka. Standard, 2. Oktober 2015.

http://derstandard.at/2000023103675/Die-Strategie-des-Regime-Change-ist-gescheitert

 

Bereits der erste Satz war von Behauptungen durchzogen.

„Europas Regierungen haben zu lange den Kopf in den Sand gesteckt und im syrischen Bürgerkrieg die falschen Strategien verfolgt.“

Den Kopf in den Sand gesteckt hatte niemand der genannten Regierungen. Die meisten europäischen Staaten sind in der NATO und in der EU organisiert, die meisten Staaten haben sich als mehr oder minder aktive Komplizen der US-geführten Kriegstreiber gezeigt. Der Begriff „Bürgerkrieg“ hat nichts mit der Situation in Syrien zu tun. Außerdem impliziert eine angeblich „falsche Strategie“ hier bereits zumindest eine Einmischung in fremde Angelegenheiten, ohne allerdings auf den Umfang der Täterschaft einzugehen.

„Die Folgen des Krieges sind heute überall in Europa sichtbar: Hunderttausende Flüchtlinge zeigen den europäischen Regierungen durch ihre bloße Anwesenheit, welche Versäumnisse und Fehler in den vergangenen vier Jahren begangen wurden. Doch viel zu langsam reift die Erkenntnis, dass man den Flüchtlingsstrom nur stoppen kann, wenn man die auslösenden Probleme vor Ort beseitigt.“

Das war von Vosatka nett formuliert, trifft aber nicht den Kern. Wer Kriege führt, auch Wirtschaftskriege, löst logischerweise Flüchtlingsbewegungen aus. Versäumnisse, „Fehler“ und natürlich auch Inkompetenz waren und sind innenpolitisch festzustellen, außenpolitisch dagegen nicht, da der aggressive Akt eine bewusste Handlung gewesen war, die immer noch andauert. Eine „Erkenntnis“, die nach angeblich vier Jahren „langsam reifen“ würde, ist eine der Minderbemittelten, die in einer Regierung sicherlich nichts zu suchen haben sollten. In Wirklichkeit handelte es sich bei dieser „Erkenntnis“ nur um das Andenken eines anderen Weges, weil sich mit der Flüchtlingsbewegung innenpolitische Probleme ergeben hatten. Die Situation war die, dass zahlreiche EU-Regierungen mit einem Spagat konfrontiert waren, einerseits die Flüchtlingskrise zu bewältigen, andererseits das Fahrwasser der Kriegstreiber nicht zu verlassen.

„Die Chance auf eine Verhandlungslösung und einen Rücktritt des syrischen Präsidenten Bashar al Assad wurde dem finnischen Nobelpreisträger Martti Athisaari zufolge vom Westen schon 2012 leichtfertig verspielt, zu sehr glaubte man an einen raschen Sturz der Regierung.“

Vosatka berichtet hier von einer Ungeheuerlichkeit, die medial zumeist unterschlagen worden war. Leider vergisst er dabei, dass dieser Vorschlag einer Initiative Russlands beim UN-Sicherheitsrat entsprang. Russland hatte auf dem Kriegsschauplatz Syrien die ganze Zeit deeskalierend eingewirkt oder es zumindest versucht. In der westlichen Medienlandschaft, die sich nach den Ansichten Washingtons gemeinschaftlich auf Russland eingeschossen hatten, wurden sämtliche diplomatischen Aktivitäten zur Deeskalition – auch in der Ukraine – konsequent unterschlagen oder verzerrt. Es hätte andernfalls auch aufgezeigt, wer an friedlichen Lösungen interessiert war und wer nicht. Die USA und ihre Verbündeten hatten auf den Krieg gesetzt, wie Vosatka nur indirekt mitteilt. Der verbrecherische Aspekt der Akteure ist in seinem Kommentar immerhin ersichtlich, auch wenn dieser nicht deutlich herausgestellt wurde.

„In den vergangenen Wochen setzte sich langsam die Meinung durch, dass man mit Assad zumindest reden muss, um zu einer Lösung zu gelangen. An der bisher betriebenen Politik des Regime Change, deren einzige Ziel der militärische Sturz Assads ist, hält der West jedoch weiterhin fest. Dabei sollten die Lehren aus den Zuständen in Libyen zeigen, dass ein Regime Change ohne ein Konzept für den Tag danach nur zu Chaos führt und alles verschlimmert, egal wie schlimm der gestürzte Diktator auch war.“

Vosatka kommentiert äußerst freundlich die massenmörderischen Handlungen des „Westens“ und seiner Verbündeten. Den Sturz einer Regierung irgendwo im Ausland zu betreiben ist ein Verbrechen. Diesen Sturz mit Hilfe eines Krieges herbeizuführen, ist das größte Verbrechen überhaupt. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Vosatka vergißt zu erwähnen, dass es bei dem Krieg in Syrien gar nicht um „Assad“ geht, sondern ganz andere Motive zu suchen sind, wirtschaftlich und geopolitisch. Bei der Erwähnung Libyens wird auch hier nicht festgestellt, dass es sich um einen verbrecherischen Angriffskrieg gehandelt hatte, um den Staat Libyen zu zerschlagen. Es war ausschließlich um die Zerstörung des Landes und der libyschen Politik als Gegenspieler zu den westlichen Interessen gegangen. Das hat nichts mit irgendwelchen „Diktatoren“, „Revolutionsführern“ oder sonstwas zu tun, denn als „Könige“ eingesetzte autokratische Marionetten waren nie ein westliches Problem gewesen, so lange sie den Interessen der USA und deren Verbündeten zugearbeitet hatten.

„Ein derartiges Konzept kann der Westen jedoch nicht vorweisen. Die syrische Opposition ist ein inhomogenes Gebilde aus zum Teil gemäßigten, demokratisch orientierten Gruppen, ethnisch orientierten Einheiten wie den Kurden, aber auch zahlreichen islamistischen Organisationen, deren erklärtes Ziel die Errichtung eines islamischen Staates ist. Sollte die syrische Regierung stürzen, würden diese Gruppen das bestehende Machtvakuum ausfüllen, der bewaffnete Konflikt würde, ganz wie in Libyen, erst richtig beginnen.“

Eine syrische Opposition existiert als solche nicht. Natürlich hatte es diese 2011 gegeben, wie sie in jedem Land der Erde zu finden sind. Was gegenwärtig existiert sind neben der noch nicht okkupierten, vertriebenen oder getöteten syrischen Bevölkerung und den Kurden als ein Teil dessen eine riesige Ansammlung von salafistischen Terror-Verbänden und Söldner. Vosatka, der mit seiner weiteren Einschätzung richtig liegen mag, vergißt hierbei, dass es sich um eine durch Proxy-Truppen durchgeführte ausländische „Intervention“ handelt.

„Die Forderung der westlichen Regierungen nach den ersten russischen Luftangriffen, Moskau dürfe ausschließlich Stellungen der IS-Terroristen bombardieren, ist ein Irrweg. Die ersten russischen Bomben am Mittwoch galten offenbar dem syrischen Al-Kaida-Ableger Nusra-Front und der Islamistenorganisation Ahrar al-Sham. Beide Gruppen sind für Kriegsverbrechen an Zivilisten verantwortlich und wurden übrigens selbst schon Ziel von US-Luftangriffen. Die Tatsache, dass sie gegen die syrische Armee kämpfen, darf sie noch nicht zu Verbündeten des Westens machen. Die oppositionelle Freie Syrische Armee hingegen gilt auch den Russen als „wichtiger Teil des politischen Prozesses“, wie Außenminister Sergej Lawror sagte.“

Was Vosatka hier als einen „Irrweg“ bezeichnete, ist keiner, sondern eine bewusste Propagandashow. Nachdem die Kriegstreiber den „IS“ gebildet hatten, war diese Gruppierung durch Politiker und den Massenmedien weiter aufgebaut und positioniert worden. Das hatte seinen guten Grund gehabt, denn so wurde „IS“ zu einer Fahrkarte. Vosatka stellt hier zwar den doppelten Standard der USA heraus, unterlässt es aber aus irgendeinen Grund, Al-Kaida als das zu benennen, was es ist: eine Terrororganisation, angewachsen zu einer Armee. Dazu gehört auch der von den USA, den Saudis und der Türkei gestützte salafistische Söldnerhaufen der „Ahrar al-Sham“. US-amerikanische Luftstreitkräfte hatten diese Verbände und Todesschwadronen kaum tangiert, Vosatkas Behauptung resultierte einzig aus einer Pentagon-Meldung. Er übernahm auch die Legende der „FSA“, worin sich ebenfalls Al-Kaida organisiert hat. Vosatka fiel hier auf eine Spitze von Lawrow herein, denn dieser hatte genau gewusst, dass diese „gemäßigte“ FSA gar nicht existiert und folglich kein Nachweis für deren Existenz erbracht werden konnte.

„Es mutet absurd an, wenn sich ausgerechnet Washington über Bomben auf einen Al-Kaida-Ableger empört – eine Organisation, die am 11. September 2001 tausende Menschen in den USA ermordete und deren Anführer Osama Bin Laden selbst von US-Truppen getötet wurde. Auch Frankreichs Präsident Hollande forderte, Luftangriffe dürfen ausschließlich gegen den IS geflogen werden. Hollande vergisst dabei offenbar, dass die Mörder der „Charlie Hebdo“-Redakteure in Paris ihre Terrorausbildung von Al-Kaida erhalten hatten. Eine Unterscheidung in „gute“ und „schlechte“ Terrorgruppen macht die westliche Politik unglaubwürdig.“

Für Vosatka mutete hier etwas absurd an, was tatsächlich absurd ist. Das die USA die AL-Kaida-Sturmtruppen in Syrien in Ruhe gelassen haben möchte, sollte Vosatka zu denken geben. Irgeneine Überlegung, irgendein Rückschluß: Fehlanzeige. Stattdessen nahm er die Behauptung Washingtons auf, dass „Al Kaida“ für den Anschlag in New York 2001 verantwortlich gewesen wäre. Dummerweise war „Al Kaida“ eine Proxy-Truppe der USA gewesen, vorher und nachher, und einen Beweis für die Täterschaft dieses gigantischen Verbrechens in New York gibt es de facto nicht. Vosatka gibt somit nur die US-Propaganda wider, wozu auch die unbewiesene Ermordung von Bin Laden in Pakistan gehört. Auch den „offiziellen“ Unsinn mit dem Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ versucht Vosatka den Lesern anzudrehen. Die sehr dämlichen „Bekenntnisse“ und „Informationen“ fußten fast ausschließlich auf US-Quellen, die anschließend sofort entsorgt wurden. Noch dazu führt eine „Al-Kaida“-Spur auch nur wieder in die USA und zu deren Verbündeten Saudi-Arabien. Tatsächlich deutet bei diesem dubiosen Anschlag alles darauf hin, dass es eine Operation der Geheimdienste der USA und Frankreichs gewesen war.

„Chuzpe beweist in diesen Tagen Saudi-Arabien: Riad ließ über seinen UN-Botschafter Abdallah al-Muallimi die Besorgnis über die russischen Luftangriffe ausrichten. Zahlreiche unschuldige Menschen seien dabei ums Leben gekommen. Derartige Bedenken hat das Königreich bei seinem Krieg im benachbarten Jemen allerdings ganz offensichtlich nicht.“

Natürlich hat Saudi-Arabien diese Bedenken nicht, es ist ihnen schlichtweg gleichgültig, wenn es um die Interessen dieses Terrorstaates geht. Saudi-Arabien ist im Bündnis mit den USA seit dem Krieg in Afghanistan vor allem in den Kriegen mit Proxy-Truppen involviert.

„Kein Zweifel: Bei den russischen Luftangriffen werden auch Zivilisten sterben. Das tun sie aber auch bei den Angriffen der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf den IS. Eine Wirkung der westlichen Bombardements ist bisher jedoch weitgehend ausgeblieben. Der Terror islamistischer Gruppen kann nur auf dem Boden beendet werden, und dazu bedarf es einer Kooperation mit Damaskus, Bagdad, Teheran, der demokratischen syrischen Opposition und den Kurden. Letzteren werden weitgehende Zugeständnisse gemacht werden müssen. Über die Zukunft Assads muss später entschieden werden.“

Richtig, es wird gestorben. Die USA haben in den letzten 40 Jahren Millionen von Zivilisten umgebracht, das ist nichts neues. Vosatka ging allerdings nicht der Frage auf den Grund, warum die USA seit einem Jahr gegen „IS“ und „Al-Kaida“ praktisch nichts bewirkt haben. Auch das sollte zu denken geben. Obwohl – es liegt auf der Hand, wenn auch nicht auf jener von Vosatka.

Fazit: Der Kommentar von Michael Vosatka kleidet sich in einen kritischen Gewand, transportiert aber sämtliche propagandistische Eckpfeiler. Deswegen durfte er auch im STANDARD erscheinen.

 

 

 

Samstag
12
Dezember 2015

Das Heulen der Hunde 13.

 

Nach dem Eingreifen Russlands in Syrien und den ersten Angriffen russischer Luftstreitkräfte auf fremdländische Söldnerverbände und Terroristen hatten sich bestimmte Staaten nicht zufällig über diese neue und von ihnen nicht erwünschte Situation beraten. Gemeinsam gaben diese Staaten eine Erklärung heraus, in welcher sie die russische Handlung kritisierten, auch ihre Besorgnis ausdrückten und eine weitere Eskalation behaupteten.

http://kurier.at/politik/ausland/breite-internationale-kritik-an-russischen-luftangriffen-in-syrien/156.150.121

 

Bei diesen Staaten, deren Stellungnahme massenmedial großspurig als „breite internationale Kritik“ bezeichnet wurde, handelte es sich um genau jene eher kleine, aber militärisch mächtige verbündete Staatengruppe, welche mit Hilfe eines riesigen Aufgebots an terroristischen und salafistischen Proxytruppen aktiv den Krieg gegen Syrien führen. Es handelte (und handelt) sich bei diesen Staaten um die Regimes von den USA, der Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Frankreich, England und Deutschland, die sich beschwert fühlten, gleichzeitig aber sich selbst als Terrorunterstützer anzeigten. (Weitere Akteure sind Israel, Jordanien, Kuweit). Saudi-Arabien hatte als einer der ersten aufzuheulen begonnen, was verständlich ist, wenn dessen Terrorformationen in Syrien unter Druck geraten.

Saudi-Arabien fordert Stopp der russischen Angriffe in Syrien. Sputnik Deutschland, 1.10.2015.

http://de.sputniknews.com/politik/20151001/304644213/saudis-is-syrien-angriffe-ende-russland.html

 

Merkel & Hollande

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande empörten sich über die Einmischung in ihre Aggressionen. 

 

Wie peinlich das russische Eingreifen auf dem Kriegsschauplatz in Syrien ist, wurde anhand eines über die APA vermittelten und nüchtern gehaltenen Artikels im STANDARD deutlich.

„Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Francois Hollande haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgerufen, keine Luftangriffe gegen andere Gruppen in Syrien als den IS zu fliegen. Merkel sagte am Freitagabend in Paris nach einem Gespräch mit Putin, sie habe „sehr deutlich gemacht“, dass der IS der Feind sei, den es zu „bekämpfen“ gelte.“

Merkel sowie Hollande, der den gleichen imperialen Zug offenbarte, hatten das dringende Bedürfnis, anderen Staaten etwas vorschreiben zu wollen, noch dazu in einem weiteren Land, in welchem sie nichts zu suchen haben sollten. Diese freche Arroganz zeigte allerdings wieder ein Stück mehr, mit welcher Art von „Demokraten“ wir es zu tun haben. Es schwang natürlich auch die Befürchtung mit, dass sich die Reihen der eigenen Terroristenhaufen lichten würden, was um so ärgerlicher sein musste, nachdem doch der „IS“ politisch, medial und auch ausrüstungsmäßig als alleiniges Feindbild aufgebaut worden war.

Russland fliegt neue Angriffe in Syrien. Standard, online 2. Oktober 2015.

http://derstandard.at/2000023160170/Russland-fliegt-neue-Angriffe-in-Syrien

 

„Die Opposition in Syrien habe dagegen die „Unterstützung“ Deutschlands und Frankreichs. Wichtig sei vor allem, dass neben militärischen Aktionen „politische Lösungen“ gefunden würden, sagte Merkel.“

Die Unterstützung Deutschlands und Frankreichs ist nicht neu, allerdings werden ausschließlich Söldner und Terroristen unterstützt, weil es keine weitere nennenswerte „Opposition“ gibt. Das heißt, dass Deutschland und Frankreich in Syrien Krieg führen. Deswegen ist es auch vollkommen verlogen zu behaupten, dass angeblich nach politischen Lösungen gesucht werden würde. Diese Bemühungen gab es aber nachweislich nie, und es kann sie von Seiten der Aggressoren – wie Deutschland und Frankreich – logischerweise auch nicht geben.

„Russland hatte dagegen angekündigt, auch andere islamistische Terrororganisationen wie den syrischen Al-Kaida-Zweig Nusra-Front zu bekämpfen.“

Dieser eine und letzte Satz in dem Artikel ließ hier Merkel und Hollande als das erscheinen, was sie sind: als ein verkommenes Verbrecherpack, welches mit Al-Kaida kooperiert.

Das ist nicht wirklich eine Neuigkeit, im Grunde hat dies seit den Achtzigern seine Gültigkeit, aber medial und propagandistisch war natürlich immer entgegengesteuert worden, Offensichtlichkeit hin oder her. Doch für den Schauplatz Syrien war dies seit dem Sommer 2014 und erst recht nach dem Beginn des russischen Engagement überdeutlich geworden.

 

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Kolonialherr und Sprecher des US-Pentagon: Peter Cook. 

 

 

Bei den Regierungen von Frankreich und Deutschland handelt es sich um zwei Gehilfen, die ihrem Anführer-Regime der USA dienlich sind. In dem STANDARD-Artikel „Absprachen zwischen USA und Russland bei Syrien-Einsatz“, welcher auf der Nachrichtenagentur APA beruhte, wurde einmal mehr das Wesen der Transatlantiker ersichtlich. Da war von einer Verständigung dieser beiden Mächte die Rede, um ein „Mißverständnis“ bei den militärischen Operationen zu vermeiden. Geradezu belustigend hierbei die Behauptung des US-Pentagon-Sprechers Peter Cook, dass in dem „Bürgerkrieg“, der keiner ist, „internationale Regeln“ eingehalten werden sollten. Derartige Worte aus den Mündern jener, die sich noch nie an „internationale Regeln“ gehalten haben, bedeuten den blanken Hohn. Dieses Gebaren der „Langmesser“, durchwegs mit einer „gespaltenen Zunge“ zu sprechen, war schon den Indianern bekannt gewesen.

Ziel sei, „eine Art von Unfall am Himmel“ zu vermeiden. „Das bedeutet nicht, dass wir dulden, was Russland getan hat.“

Da war es wieder, das US-amerikanische Selbstverständnis von Herrenmenschentum und Kriminalität, welches sich anmaßt, weltweit über andere zu bestimmen, auch wenn diese sich an Völkerrecht und alle anderen Regeln und Gesetze halten, während genau diese Herrenmenschen aus der „von Gott auserwählten Nation“ (Zitat Obama) sich über alles ungestraft hinwegsetzen.

Absprachen zwischen USA und Russland bei Syrien-Einsatz. STANDARD, online 2. Oktober 2015.

http://derstandard.at/2000023106012/Absprachen-zwischen-USA-und-Russland-bei-Syrien-Einsatz

 

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Sprechblasen-Schleuder des US-Präsidenten: Josh Earnest. 

 

„Präsident Barack Obamas Sprecher Josh Earnest warnte zugleich vor „willkürlichen“ Angriffen, die den Krieg verlängern und Moskau tiefer in den Konflikt hineinziehen könnten.“

Das ist eine medial 1:1 übertragende Rhetorik ohne Wert, denn weder ist das russische Eingreifen in Syrien willkürlich, noch wird dadurch der Krieg in Syrien verlängert werden. Es sei denn, der Blickwinkel erfolgt aus der Sicht des Kriegstreibers, dessen Ziel die Zerschlagung des angegriffenen Staates beinhaltet und der sich nun in seinem Vorhaben durch neu auf der Bildfläche erschienene Verteidiger gestört fühlt.

Im STANDARD erfolgte nirgends ein Kommentar oder gar nur eine „Meinung“, welche der US-Behauptung, die Russen würden den Krieg verlängern, die Kriegspolitik der USA gegenübergestellt hätte. Eine Politik, die sich seit ihrer Staatengründung – von einigen wenigen Jahren abgesehen – in einem Dauerkriegszustand befindet und deren Interesse es ist, die vom Zaun gebrochenen Kriege für ihre Geschäftsinteressen ja nie enden zu lassen.

 

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Möchte auch offiziell Krieg führen, da verdeckte Kriege schlecht zum Angeben taugen: der britische Verteidigungsminister Michael Fallon.

 

Während somit die USA ihr verbrecherisches Vorhaben fortzusetzen gedachten, versuchten sich auch deren seit der Regierung Blair gehässig als US-amerikanische Pudel bezeichneten Briten neu ins internationale Verbrecherkartell einzubringen. Deren Verteidigungsminister Michael Fallon widerkaute die Vorgaben aus Washington und verkündete, seine Militärs ebenfalls zu gerne völkerrechtswidrig in Syrien bomben zu sehen.

„Es sei „moralisch falsch“, die Miliz in Syrien nicht zu bekämpfen. Die Arbeit dürfe London aber nicht „der französischen, der australischen und der US-Luftwaffe überlassen“.“

Der kriminelle britische Außenminister hatte in seiner bescheidenen Aufzählung das kleine russische Luftwaffen-Kontingent vergessen, also jene Gruppierung, die tatsächlich die Terroristen bekämpfte. Diese neue Tatsache war für Kriegstreiber wie Fallon das eigentliche Problem.

USA erwägen weitere Hilfe für gemäßigte Rebellen. Kurier, 3. Oktober 2015.

http://kurier.at/politik/ausland/usa-erwaegen-weitere-hilfen-fuer-gemaessigte-rebellen/156.347.008

 

 

Mittwoch
09
Dezember 2015

Terroristen-Spektakel, Teil 11.

 

Fortsetzung mit dem Rückblick auf das medial aufbereitete Bombenspektakel.

Für den 15. September 2014 hatte der innenpolitisch bedrängte französische Präsident Hollande zusammen mit seinem neuen irakischen Amtskollegen Fouad Massoum zu einer Konferenz nach Paris geladen, an welcher Vertreter von 26 Staaten, der EU, der Arabischen Liga und der UNO teilgenommen hatten. Erklärtes Ziel dieser Versammlung war die Unterstützung des Irak und gleichzeitig eine Art Kriegserklärung an den so genannten „Islamischen Staat“.

Der STANDARD verschwieg in seinem Artikel „Kriegspräsident Hollande organisiert Hilfe für den Irak“, dass Vertreter zweier wichtiger Staaten in der Region nicht eingeladen worden sind: Iran und Syrien. Die PRESSE nannte hier wenigstens den Iran, ließ aber keinen Zweifel aufkommen, dass Syrien, neben dem Irak das Hauptopfer des „IS“, in der militarisierten „Wertegemeinschaft“ nichts zu melden hatte.

http://derstandard.at/2000005611631/Kriegspraesident-Hollande-organisiert-Hilfe-fuer-den-Irak

Konsequenterweise zeigte sich die Konferenz in Paris auch frei von politischen Plänen. Eine Militärhilfe war es mal wieder, die gegen die terroristischen Salafisten „helfen“ musste, neben Unterstützung in Sachen Finanz und Ausrüstung für den Irak. Unter den „Helfern“ freuten sich neben den USA auch Staaten wie Saudi-Arabien, Katar und Kuweit, die jahrelang den „IS“ personell und materiell aufgerüstet hatten. Grotesk. Für den „IS“-Förderer Türkei zu grotesk, dessen Regime sich an diesem Firlefanz, von einigen warmen Worten abgesehen, nicht beteiligen wollte.

(PRESSE-Balmer hatte die Türkei fälschlicherweise zur Anti-IS-Koalition hinzugezählt).

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Was tun, wenn innenpolitisch mit dem Rücken zur Wand? Draußen einen neuen Schauplatz eröffnen: der frz. Präsident Hollande. (Bildquelle: Phoenix, Screenshot YouTube).

Ein UN-Mandat für die zukünftigen Militäreinsätze war für die neue Kriegskoalition nicht nötig, weil die irakische Regierung um diese Hilfe gebeten hatte. Den Oberbefehl sollte wenig überraschend das US-Militärkommando CENTCOM haben bzw. nicht anderen in die Hände geben.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3870261/Keine-Zeit-zu-verlieren_Paris-treibt-Krieg-gegen-den-IS-voran

Nachdem das US-Regime bereits zuvor öffentlich bekannt gegeben hatte, mit Hilfe eines weiteren Budget ganz offiziell eine Fremdenlegion aus Söldnern für den Krieg in Syrien aufstellen zu wollen, hatte auch das französische Regime seine kriminelle Energie heraus posaunen müssen. Dessen Außenminister und Al-Kaida-Fan Laurent Fabius bestärkte die Unterstützung der angeblich moderaten „Opposition“ in Syrien, wer immer das auch sein mochte.

Somit war der Krieg gegen den Terror, den maßgeblich die USA seit September 2001 angeblich führten, in eine neue Phase getreten. War zuerst „Al-Kaida im Irak“ ein koloniales Werkzeug der irakischen Besatzer gewesen, war „ISIL“ die Schachfigur gewesen, um die etwas außer Kontrolle geratene Marionette Nuri al-Maliki und seinen schiitischen Anhang unter Druck zu halten, war „ISIL“ der massiv aufgestockte Söldnerhaufen gewesen, um den Al-Kaida-Kumpels bei der Zerstörung des syrischen Staates unter die Arme zu greifen, so sollte „IS“ nach Ausrufung eines eigenen Territoriums als das neu deklarierte Böse von den selben Drahtziehern und einigen Verbündeten/Vasallen bekämpft werden.

Dazu war von Anfang an deutlich gewesen, es war schließlich immer wieder „in Erwägung gezogen worden“, dass ein weiterer Schauplatz in diesem endlosen Kampf gegen den Terror irgendwann einmal Syrien sein würde. Womit sich auf wundersame Weise gewisse Interessen der Terroristen und der Terrorbekämpfer überschnitten. Der „IS“ als Eintrittskarte für nun auch offizielle US-Streitkräfte bzw. Proxy-Truppen nach Syrien. Ein sich ständig wiederholendes Manöver in der menschlichen Historie und so alt wie der Krieg selbst.

Vorerst wurde mit US-Luftstreitkräften noch im Irak gebombt. Das taten sie schon seit dem Jahr 1990 fast ununterbrochen, aber erst seit dem August 2014 sollten auch Ziele des „IS“ angegriffen werden. So jedenfalls die Verlautbarungen durch das US-Militärkommando CENTCOM, welches von bislang 162 Angriffen berichtete.

Am 15./16. September informierten auch die österreichische Zeitungen über mehrere Bombardements auf „IS“-Ziele, recht unkonkret allerdings. Da war davon die Rede, dass der “Vormarsch” von “IS”-Truppen nach Bagdad aufgehalten werden sollte, indem irgendwelche Kreuzungen und Pickups beschossen wurden. Es war auch davon die Rede, dass mit Luftangriffen den auf der Flucht befindlichen Jesiten angeblich geholfen wurde. Allerdings war nirgends die Rede, dass die Jesiden zuvor von den mit den USA verbündeten Peschmerga-Einheiten in Stich gelassen worden sind.

Presse, 16.9.2014: US-Bodentruppen gegen Terrormiliz IS „eine Option“. Erstmals Luftschläge gegen IS nahe der irakischen Hauptstadt.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3870354/USA-bombardieren-erstmals-ISZiele-bei-Bagdad-

Standard, 17.9.2014: Irak: USA erweitern Aktionsradius bei Kampf gegen IS.

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STA/20140917/irak-usa-erweitern-aktionsradius-be/0830840650780680650820680%209520140917194002150790060.html

 

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Irak: Jesiden auf der Flucht in Richtung Türkei. (Bildquelle: ARD, Screenshot YouTube). 

Ab dem 19. September 2014 waren im Irak auch französische Kampfflugzeuge im Einsatz. Zwei Flugzeuge sollen da irgendetwas bombardiert haben, das als Ziel bezeichnet wurde. Gleichzeitig wurden die an diesem Tag durch die Angriffe ums Leben gekommenen Menschen, die niemand kennt, mit der Anzahl von 20 angegeben.

Standard, 20./21.9.2014: Frankreich greift erstmals IS-Stellungen im Irak an.

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STA/20140920/frankreich-greift-erstmals-is-stell/0830840650780680650820680%209520140920194011058160077.html

Am 19. September hatte in den USA nach dem Repräsentantenhaus auch der Senat jene halbe Milliarde Dollar bewilligt, mit denen eine neue Söldnertruppe in Syrien aufgestellt werden sollte. Die Ausbildung sollte unter anderem bei den Salafisten in Saudi-Arabien erfolgen, natürlich nur “moderat”. Name dieser Truppe: “Opposition”.

Im STANDARD erschien dazu ein Kommentar von Gudrun Harrer, die sich plötzlich selbst nicht mehr sicher schien. “Dieses Programm ist nur die Spitze des Eisbergs dessen, was die USA und andere Staaten seit langem tun”, war von ihr zu lesen. Das heißt nichts anderes, als dass eben diese Staaten in Syrien Krieg gegen Syrien führen.

Standard, 19.9.2014: US-Unterstützung für Syriens Opposition: Geld für die Rebellen. Kommentar von Gudrun Harrer. 

http://derstandard.at/2000005821716/US-Unterstuetzung-fuer-Syriens-Opposition-Geld-fuer-die-Rebellen

Wie die Sponsoren selbst befinden sich die von ihnen geförderten Gruppen oft im Konkurrenzverhältnis”, schrieb Harrer richtig weiter, um dann aber trotz ihrer Erkenntnis verwaschen zu werden. “Die Folge ist eine zersplitterte Rebellenlandschaft, wovon einerseits das Assad-Regime, andererseits besonders ruchlose Gruppen profitieren.” Von einer Rebellenlandschaft kann keine Rede sein, wenn es sich um multinationale Söldnerhaufen, salafistische Todesschwadrone und Terrororganisationen handelt. Die Darstellung, als würde es außer ihnen noch etwas anderes geben, ist schlichtweg falsch. Die syrische Regierung als Profiteur des terroristischen Konkurrenzverhaltens hinzustellen, mag grundsätzlich nicht so falsch sein, spielt aber kaum eine Rolle.

Erstaunlich aber, dass Harrer sogar auffällt, dass die Al-Kaida-Gruppe Nusra-Front politisch und medial in den Hintergrund getreten war. Ihr Rückschluss, dass diese Formation derzeit wohl als ein “minderes Problem” betrachtet werde, ist allerdings wieder falsch. Wer betrachtet hier was und wen? Das Einsetzen von den nicht genannten Namen würde einer Erkenntnisgewinnung dienlich sein.

 

Montag
30
November 2015

Österreich im Kampf gegen den Terror. Teil 9.

 

Nach den Novemberattentaten in Paris war eine Reaktion des österreichischen Innenministeriums, für 300 Millionen den Staatsschutz aufzurüsten. Vergessen schien der Umstand, dass nach den Januar-Attentaten, ebenfalls in Paris, ebenfalls nachgerüstet worden war. Aus dem Budget war viel in die Sicherheit geflossen und nur ganz wenig in die Bildung. Die braucht auch niemand.

 

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Bildquelle: ORF, Screenshot/YouTube.

 

 

Nicht auszudenken, wenn ein Perverser auf die Idee kommen sollte, jeden Monat irgendwo ein Massaker anzurichten. Würden dann monatlich im Innenministerium aufgerüstet werden? Auch sollte die Frage gestattet sein: wofür oder wogegen eigentlich? Denn bislang ist Österreich im Kampf gegen den internationalen Terrorismus nicht aufgefallen.

KURIER: Sicherheit – Österreichs Staatsschutz wird kräftig aufgerüstet. Printausgabe vom 23. November 2015, Artikel leider nur noch kostenpflichtig online:http://www.pressreader.com/austria/kurier/20151123/281479275322668/TextView

 

Geradezu erschütternd der KURIER mit seiner Meinung, dass die Innenministerin Mikl-Leitner damit „einem internationalen Trend“ folgen würde. Vielleicht, weil sie andere „Trends“ bereits verpasst hatte?

Wir setzen hier unsere kleine Reihe fort, in welcher wir parallel zur Anti-Terror-Kampagne der USA und der allgemeinen „Bombenstimmung“ das kleine Herumgetue der österreichischen Staatssicherheit und ihrer politischen Vertreter beobachten. Das hatte sich bisher als wenig ergiebig, wenn nicht sogar als destruktiv erwiesen. Wir erinnern uns dabei, dass im August/September 2014 die USA plötzlich den „IS“ als Terrororganisation erkannt hatte und anschließend auch die anderen westlichen Industriestaaten.

 

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Zeigten nach allen anderen eine beeindruckende Initiative: die Minister Mikl-Leitner, 

 

Im August 2014 hatte es noch eine Diskussion um das Asygesetz gegeben und um die Frage, inwieweit das Asyl wegen Terrorverdacht aberkannt werden könnte. Der Artikel von Irene Brickner lässt ein unbefriedigendes Gefühl durchblicken. Dabei ist es juristisch eindeutig geregelt, dass ein bloßer Verdacht gar nicht reicht, sondern dieser Verdacht bewiesen werden muss. Und das ist auch gut so.

Standard, 22.8.2014: Noch nie Asylaberkennung wegen Terrorverdachts, von Irene Brickner. 

http://derstandard.at/2000004622756/Noch-nie-Asylaberkennung-wegen-Terrorverdachts

 

Nachdem die Anti-IS-Kampagne langsam ins Rollen gekommen war, war es auch in Österreich zu einigen Verhaftungen gekommen. Nachdem vorher kaum eine Aktivität sichtbar gewesen war, hatten sich dann plötzlich die „Ereignisse überstürzt“, so jedenfalls die PRESSE. Wie bereits zuvor berichtet, handelte es sich bei den Verhafteten um Personen, die unter dem (durchaus dringenden) Verdacht standen, ein kriminelles Vorhaben zu planen. Es waren also nicht jene, welche dieses bereits in die Tat umgesetzt hatten.

Presse, 3.9.2014: Verhaftete Jihadisten: Absicht, in den heiligen Krieg zu gehen.

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/3864463/Verhaftete-Jihadisten_Absicht-in-den-heiligen-Krieg-zu-gehen

 

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Kurz

 

In Deutschland war die Terrororganisation „IS“ ab dem 12. September 2014 verboten worden. Dieses Verbot war in Anbetracht der terroristischen Vorgeschichte somit sehr spät erfolgt, scheint aber im Zuge der von den USA getätigten neuen Rhetorik schlüssig.

https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/09/2014-09-12-is-verbot.html

 

In Österreich dagegen wurde in der Regierung noch diskutiert, allerdings nicht über ein Verbot der Terrororganisation „IS“, sondern lächerlicherweise beschränkt auf „Abzeichen“ und „Symbole“ sowie auf den Verhetzungsparagrafen. Diese erst angekündigte Diskussion um Symptome wurde zu einem „Gipfel gegen Hass und Hetze“ hochstilisiert, in welchem sich das Wesen des Terrors n i c h t widerfindet.

Standard, 13.9.2014: Regierung plant „Gipfel gegen Hass und Hetze“. http://derstandard.at/2000005536623/Wien-plant-Gipfel-gegen-Hassund-Hetze

 

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und Brandstetter. (Bildquellen: ORF, Screenshots YouTube). 

 

So muss die Frage erlaubt sein: kann oder will die österreichische Regierung nicht? Der STANDARD stellte diese Frage nicht, sondern versuchte offenbar soetwas wie eine Entschuldigung einzufügen.

„Gegenüber Personen, die sich einer Terrororganisationen anschließen, gilt das österreichische Strafrecht bereits als recht streng: Sowohl Staatsbürger als auch Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht werden allein schon für die Mitgliedschaft mit bis zu zehn Jahren Haft bedroht.

In der PRESSE wurden dazu namentlich nicht genannte Rechtsexperten zitiert, die der Ansicht waren, dass der Terrorismusparagraf im Strafgesetzbuch ausreichen würde.

Presse, 13.9.2014: Terror: Koalition plant Verbot von IS-Symbolen.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/3869525/Terror_Koalition-plant-Verbot-von-ISSymbolen

 

Allerdings biss sich hier der Papiertiger bereits in den Schwanz. Personen, die sich dem „IS“ (und auch anderen terroristischen Organisationen) angeschlossen hatten, waren in Österreich bislang gar nicht belangt „und mit Haft bedroht“ worden. Ein Nicht-Verbot des „IS“ in Österreich konnte zudem in juristischer Hinsicht nur als ein Aufweichen polizeilicher Anti-Terror-Maßnahmen gedeutet werden. Der Terrorismusparagraf war in der Vergangenheit nur bei der Verfolgung von heimischen Tierschützern öffentlich in Erscheinung getreten.

Ein derartiges Nichthandeln der Regierung war für den FPÖ-Chef Strache, der sich für ein grundsätzliches Verbot des „IS“ ausgesprochen hatte, ein gefundenes Fressen gewesen. Er hatte nur noch den Raum auszufüllen brauchen, der ihm überlassen worden war.

 

Donnerstag
26
November 2015

Das Heulen der Hunde. Teil 12.

 

Der STANDARD hatte für den 3. Oktober 2015 eine andere Überschrift gewählt. „Russland will Luftschläge in Syrien ausweiten“, hieß es dort. „Assad-Regierung zu Friedensgesprächen unter UN-Führung bereit“, diente als Unterzeile.

Davon abgesehen, dass die syrische Regierung sich von Anfang an bei der UN bemühte, begann der Artikel mit dem Satz: „Russland setzt seine international umstrittenen Luftschläge auf Ziele in Syrien fort.“

Was hier nicht genannt wird ist die Tatsache, dass sich das „Internationale“ allein auf die Staaten der NATO, der EU und ihren Verbündeten beschränkt, die alle mehr oder weniger gegen den Staat Syrien agieren. Völkerrechtlich gesehen ist das russische Engagement in Syrien unumstritten, die Handlungen der ausländischen Kriegsparteien in Syrien dagegen schlichtweg ein Verbrechen.

 

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In Washington unumstritten: weltweit die guten US-Bomben im Namen einer „Internationalen Gemeinschaft“.

 

Warum die Kriegstreiber die russischen Luftangriffe als „umstritten“ sehen möchte, resultierte aus der Tatsache, dass diverse terroristische Söldnerverbände angegriffen wurden, und eben nicht nur jene des „IS“, den das westliche Bündnis vollkommen abstrakt als einzige Terrororganisation deklariert hatte. Nach dem STANDARD habe dies Moskau (nun) auch „eingeräumt“, was falsch ist, denn es war nie etwas anderes behauptet worden.

 

Standard, 3. Oktober 2015, nur noch kostenpflichtig online: Russland will Luftschläge in Syrien ausweiten.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20151003/281676843727820/TextView

 

In seiner Printausgabe vom 3. Oktober 2015 hatte der STANDARD wie so oft unter der Rubrik „Kommentar der anderen“, die nur dazu da ist, um einen – quasi – eigenen Kommentar durch angeblich andere zu platzieren, ganzseitig Propaganda dargeboten. Dieses Mal hatte ein gewisser Andrej Kolesnikow der Vortragende sein dürfen.

„Putins krummer Weg nach Moskau.“

http://derstandard.at/2000023147107/Putins-krummer-Weg-nach-Damaskus

 

Kolesnikow behauptete, dass „Putin“ durch die angebliche „Annexion“ der Krim, durch „Ermutigung der prorussischen Seperatisten“ in der Ostukraine und das Eingreifen in Syrien, von Kolesnikow als „Abenteuer“ bezeichnet, einerseits zur Ablenkung von wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfolgt sei, andererseits einer Großmachtsphantasie geschuldet wäre.

Was in den Köpfen der einzelnen Protagonisten vorgehen mag, können auch wir nicht wissen. Die Behauptungen Kolesnikows dagegen sind allesamt nachweislich falsch. Zu dieser Falschheit gehört auch das bewusste Ausblenden aller Hintergründe für bestimmte Handlungen und Reaktionen der Beteiligten.

Es lohnt sich nicht, auf diesen billigen Propagandaartikel weiter einzugehen, der exakt die verlogenen und zur Umverteilung freigegebenen „Meinungen“ Washingtons untermalen. Stattdessen lohnt sich ein Blick auf das, was sich hinter der Figur Kolesnikow verbirgt. Dieser Mann trat bisher als Mitautor einer Biographie über Putin in Erscheinung und medial als „Journalist“, der mal als Kreml-freundlich, mal als Kreml-Gegner hingestellt wurde, um in diesen wechselnden Mäntelchen Märchen zu streuen.

Er wird auch im STANDARD, als wäre dies irgendwie wichtig, als ein „Senior Associate und als Vorsitzender des Programms zur Innenpolitik und zu den politischen Institutionen Russlands am Carnegie Moscow Center“ bezeichnet. Das klingt etwas dick aufgetragen, dass klingt irgendwie nach einem russischen Büro und es klingt auch etwas angelsächsisch.

Tatsächlich handelt es sich bei Andrej Kolesnikow um einen der unzähligen Mietmäuler der US-Amerikaner, der sich seinen Judaslohn in Dollars auszahlen lässt. Dieses „Carnegie Moscow Center“ ist ein Ableger des „Carnegieendowment“, einem Thinktank- und Propagandainstitut mit dem Hauptquatier in Washington, von wo der Laden auch finanziert wird, und einigen Büros im Ausland, u.a. in Moskau.

http://carnegie.ru/?lang=en

http://carnegie.ru/about/?lang=en

http://carnegieendowment.org/

https://en.wikipedia.org/wiki/Carnegie_Endowment_for_International_Peace

 

Kolesnikow

 

Damit ist deutlich, warum Kolesnikow beruflich derartigen Dreck absondert und warum er so gut auch zum STANDARD passt. Das geht Hand in Hand, auch wenn die STANDARD-Leser in ihren Kommentaren mittlerweile merklich gegensteuern.

Der Propagandist Kolesnikow ist natürlich auch woanders aktiv, er wird wie andere Mietmäuler herangezogen, um den Leuten irgendeine transatlantische Meinung anzudrehen, sie leihen sich gegenseitig aus. Zum Beispiel im deutschen Staatsfernsehen, welches tagtäglich den Nachweis liefert, nichts anderes als US-Kolonial-TV zu sein.

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/syrien-russland-100.html

 

Dieser durch und durch verlogene Artikel stammt von Golineh Atai, die als eine der verkommensten Propagandistinnen für den ARD (und Washington) bezeichnet werden kann.

SPIEGELKABINETT brachte am 15. Oktober 2015 ein Beispiel, wie soetwas mit den beteiligten Handlangern Atai und auch Kolesnikow funktioniert. Der ausgezeichnete Artikel ist für jeden noch besser nachvollziehbar, der sich diese Sendung noch besorgen kann und sich mit ihr beschäftigt.

http://spiegelkabinett-blog.blogspot.co.at/2015/10/wie-die-ard-ihr-sendeformat-weltspiegel.html

 

Kolesnikow taucht zum Beispiel auch als „Quelle“, „Experte“ oder Meinungsfigur auf einer Web-Seite wie den „Russland-Blog“ auf, der sich unverhohlen als ein antirussischer Propaganda-Blog darstellt.

http://russland.boellblog.org/2015/10/08/was-will-der-kreml-in-syrien/

Ein Blick in das Impressung zeigt wiederum, dass diese Seite von der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung, der Partei „Die Grünen“ nahe, betrieben wird.

http://russland.boellblog.org/impressum/

 

Wer sich die Mühe macht, sich über die Online-Inhalte dieser Stiftung näher zu informieren, wird entdecken, dass die dort platzierten außenpolitischen Propagandaartikel konform mit jenen der vorgeschobenen Front-Sprachrohren gehen.

Politische Figuren „Der Grünen“ hatten sich erst unlängst seit Beginn des Putsches in der Ukraine damit ausgezeichnet, die Linie Washingtons bedingslos zu folgen, die dortigen Nazis und Faschisten zu leugnen, gleichzeitig mit diesen zusammenzuarbeiten und extreme Kriegshetze zu betreiben.

Diese Netzwerke beziehen sich nicht allein auf die „Heinrich-Böll-Stiftung“, nicht anders sind die Stiftungen der CDU (Konrad-Adenauer-Stiftung) und SPD (Friedrich-Ebert-Stiftung). Diese durch Steuergelder finanzierte politischen Stiftungen dienen als Agitationszentralen im Ausland und unterscheiden sich kaum von den jeweiligen US-Einrichtungen, die unter dem Deckmantel einer angeblichen Demokratie-Förderung mehr oder minder subversiv tätig sind. 

 

 

Sonntag
22
November 2015

Paris, November 2015. Ein Kommentar.

 

Es ist unmöglich, jeder Sau zu folgen, welche durch das Dorf gejagt wird. Nun aber haben wir es wieder mit einer großen Sau in Europa zu tun. Das Dorf heißt zum zweiten Mal in diesem Jahr Paris, und welch Wunder, die Akteure sind fast die gleichen.

Oberflächlich betrachtet könnten die mörderischen und feigen Anschläge in Paris am Abend des Freitag, dem 13., als so etwas wie eine natürlich Reaktion auf die Politik Frankreichs und deren Waffengänge in Afrika und Nahost zu werten sein. Es ist noch gar lange nicht her, dass das französische Militär als Erfüllungsgehilfe der USA den Staat Libyen mit einem Angriffskrieg in ein Schlachthaus verwandelt hatte.

Als Komplize der USA ist Frankreich auch an den (mehr oder minder verdeckten) Krieg gegen Syrien beteiligt. Mittäterschaften haben ja etwas Verbindendes an sich. Da hatte es keine Skrupel gegeben, Massen an Terroristen aufzurüsten und zu finanzieren. Was hatte sich der kriminelle französische Außenminister Laurent Fabius dagegen gewehrt, dass die Al-Kaida-Formation „Jabhat al-Nusra“ auf die Terrorliste der UNO gesetzt wird. Er hatte befunden, dass diese Terroristen „einen guten Job“ machen würden.

http://24heuresactu.com/2015/08/20/fabius-le-front-al-nosra-fait-du-bon-boulot/

 

Seit Ende September 2015 bombt Frankreich auch offiziell völkerrechtswidrig in Syrien, Tendenz steigend, denn vor Tagen wurde auch der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ in Marsch gesetzt, um die Bomben-Kapazitäten zu erhöhen.

Insofern kann es nicht wirklich verwunderlich sein, wenn sich Leute finden, die es den Franzosen in gleicher Terrormanier heimzahlen wollen. Auch wenn es unmöglich ist, den allein von den Franzosen angerichteten Leichenhaufen auch nur geringfügig nahe zu kommen.

Die Rolle der Massenmedien ist dazu bekannt. Dieselben Medien ergießen sich wie die Politiker zum zweiten Male in eine Trauer wegen Opfer in Paris und heucheln die „westlichen Werte“ einer Tätergesellschaft. In dieser massenmedialen Heuchelei hatten die zahllosen Attentate in Syrien oder im Jemen bislang keinen Platz gefunden, als würde es sich bei der Bevölkerung in diesen Ländern um Menschen dritter Klasse handeln.

Dennoch handelt es sich, wie oben angemerkt, zwar um eine logische, dennoch auch um eine oberflächliche Betrachtungsweise. Es gibt einen weiteren und gleichfalls rationalen Zugang zu dem Geschehen.

 

Hierbei geht es um die Glaubwürdigkeit jener, welche Informationen oder angebliche Informationen überbringen. Die Massenmedien scheiden mit ihrer Rolle als Sprachrohre gewisser Interessengruppen aus. Ihr verlogener Dreck kann tagtäglich nachvollzogen werden. Bei Verbrechen dienen in erster Linie die Behörden (Polizei, Justiz, Innenministerium) als Quelle. Über die Glaubwürdigkeit dieser Quelle lässt sich insofern streiten, weil deren Angaben schwerer zu überprüfen sind als jene der Massenmedien. Bis zu einem bestimmten Grad lassen sie sich aber auf Widersprüchlichkeiten überprüfen.

Die Behörden sind natürlich ebenfalls durch Interessen gesteuert, vor allem, wenn sich ein politischer Hintergrund verbirgt. Frankreich führte und führt Krieg, ein Umstand, welcher dafür sorgt, dass jede Menge Unwahrheiten verbreitet werden und noch mehr verschwiegen wird. Koloniale und wirtschaftliche Interessen, Beziehungsgeflechte im Rahmen der EU, militärische Bündnisse mit anderen Kriegstreibern schlagen sich in „Informationsoffensiven“, sprich: Propaganda, nieder.

Der Glaubwürdigkeitsfaktor dieser Behörden-Meldungen ist demnach als sehr bedenklich einzustufen. Nur in Verbindung mit eigenen Nachforschungen können diese vielleicht mit Gewinn eingesetzt werden. Was aber erst einmal bleibt ist die Frage, inwieweit jemand oder eine Quelle vertrauenswürdig erscheint, von der man zuvor ständig belogen worden ist.

Das führt uns zu einer zentralen Information, die medial transportiert worden ist. Bei den Tätern bzw. den Drahtziehern soll es sich – grob gesagt – um den so genannten „Islamischen Staat“ handeln. Der französische Präsident Hollande hatte nach den simultanen Anschlägen bereits am folgenden Vormittag, dem 14. November, den „IS“ als Täter-Organisation ausgemacht. Wissen konnte er es nicht, aber es reichte, um von „Krieg“ zu reden. Ganz so, als wäre der neu.

Und wie es der „Zufall“ so wollte, soll auch gleich – wieder einmal – ein Ausweis gefunden worden sein. Dabei soll es sich ausgerechnet um einen syrischen Pass gehandelt haben. Diese Meldung einschließlich eines angeblich über die griechische Insel Leros in die EU eingereisten Syrers blieb gute 24 Stunden bestehen, bis eine weitere Meldung den Pass als Fälschung bezeichnete.

Auf jeden Fall war diese Nachricht plakativ gewesen und das mediale Interesse gewiss: „IS“ plus „Krieg“ plus „Syrer/Syrien“. Die Quelle, auf die sich Hollande vermutlich mit seiner Anschuldigung gegenüber der „IS“ stützte, wurde an jenem Vormittag des 14. Novembers kurz darauf medial nachgeschoben. Da soll einer dieser populären Bekenner-Videos aufgetaucht sein, d.h. Standbild mit Audiospur.

http://www.nytimes.com/2015/11/15/world/europe/isis-claims-responsibility-for-paris-attacks-calling-them-miracles.html?rref=collection%2Fnewseventcollection%2Fattacks-in-paris&contentCollection=world&action=click&module=NextInCollection®ion=Footer&pgtype=article

 

Und tatsächlich, wie alle anderen Bekenner-Videos von irgendwelchen Terroristen oder terroristischen Schauspielern kam auch dieses angebliche Bekenntnis aus den USA, genauer gesagt: vom SITE-Institut (oder Intel-Center). Und damit aus jenem Pentagon-nahen US-Büro, welches angeblich als einziges in der Lage sein soll, irgendwelche Al-Kaida-Botschaften im Internet „zu finden“. Das heißt, ohne SITE hätten wir auch in der Vergangenheit nie etwas von den an uns alle gerichteten Terrorbotschaften erfahren. Die sind einfach zu blöde, diese Terroristen, so scheint es.

Die gleiche Nummer hatten wir auch bei dem Charlie-Hebdo-Fall – und nicht nur dort – feststellen und diese Absurdität herausstellen müssen. Glaubwürdigkeit dieser Quelle somit: null. Dafür steht aber fest, dass es ein Interesse gibt, etwas bestimmtes darstellen zu wollen. Eine Darstellung, die vom großen transatlantischen Bruder stammt.

http://www.bollwerk.co.at/2015/02/11/paris-januar-2015-teil-10/

 

So schnell wird aus dem aktuellen Terroranschlag bereits eine dubiose Geschichte, welche nur ein Glied einer ganzen Reihe von – äußerst gelinde gesagt – dubiosen Anschlägen darstellt.

Die Motivlage der verdächtigten Terrororganisation „IS“ als Urheber der jüngsten Anschläge in Paris erscheint auch nicht wirklich klar. Frankreich ist im Irak seit Sommer 2014 und in Syrien seit Ende September 2015 „engagiert“, hat aber nicht den Status, einer der kriminellen Hauptakteure zu sein. Zudem handelt es sich bei Frankreich um einen Staat, welcher durch die (französischen, aber auch externen) Sicherheitsbehörden extrem gut abgeschirmt ist. Die angeblich wieder einmal nichts mitbekommen haben sollen.

Weitaus gewichtiger ist allerdings der Umstand, dass es sich bei der „IS“ um eine Terrororganisation handelt, welche unter dem Leben „Al Kaida im Irak“, „ISIL“, „ISIS“ synchron zu den geopolitischen Interessen der USA zuvor im Irak agiert hatte. (Stichworte: Spaltung des Irak, hereingetragene konfessionelle Spannungen, koloniale US-Politik, Gegengewicht zur vormaligen Regierung unter Nuri-Al-Maliki, welcher als Marionette der USA versucht hatte, so etwas wie eine eigenständige Politik in die Wege zu leiten).

In den westlichen Medien war diese Terrororganisation erst massiv in Erscheinung getreten, als „ISIS“/“IS“ 2013/2014 schließlich nach Syrien eingedrungen war. Zu einem Zeitpunkt, als der durch westliche Staaten und GCC-Diktaturen geführte Krieg gegen Syrien trotz einer Unmenge an Söldnerhaufen und Terrorbanden nicht so recht von der Stelle gekommen war. „ISIS“/“IS“ soll mit einer massiven militärischen Gewalt (Ausrüstung & Personal), die zuvor nicht beobachtet worden war, aufgetreten sein. Quasi aus dem „Nichts“, wie die westlichen Medien nicht müde zu versichern gewesen waren.

Eine wirkliche mediale Bedeutung hatte der „IS“ aber erst durch den erst spät ausgerufenen Krieg gegen eben diese Organisation erlangt, den der US-Präsident und Drohnenkiller Obama pathetisch ausgerufen hatte. Nach dieser propagandistischen Aufwertung des „IS“ soll eine unter Mediengedöns zusammengezimmerte Kriegskoalition den „IS“ angeblich bekämpft haben. Das Ergebnis ist nach einem Jahr „Kampf“ bekannt: der „IS“ ist so stark und so weit verbreitet wie nie zuvor.

Die unter dem Terrorlabel firmierenden Gruppierungen sind offensichtlich nicht das, wie von den Politikern, Militärs und den Massenmedien behauptet wird. Sie werden von irgend jemanden ausgerüstet, ausgebildet,bezahlt und weltweit in ihren Einsatzraum verfrachtet, deren Mitglieder können über die Grenzen rund um Syrien gehen oder gleich mit Fahrzeugen und Panzern diese passieren, sie können sich in türkischen Krankenhäusern pflegen lassen, zeigen gerne und stumpfsinnig ihre wahhabitische Auslegung der saudischen Kleriker, verscherbeln geraubtes Gut in andere uns bekannte Länder und sind gleichzeitig weitgehend unauffindbar für die Massen an Fluggeräten der Kriegskoalition, sei es per Flugzeug, sei es per Drohne oder sei es gar per Satellit, deren Aufnahmen Terroristen auch vor laufender Kamera in den Händen halten.

 

Das von Politikern und Medien unterstellte Motiv einer Organisation wie der „IS“, aus Vergeltung Anschläge gegen europäische Staaten zu begehen, fällt somit in sich zusammen. Sie sind Partner. Die Terrororganisation „IS“ ist ein Instrument der Kriegstreiber und auch der französischen Regierung, „IS“ könnte ohne die USA, den Saudis und allen anderen Verbrechern gar nicht existieren. Genau so wenig wie alle andere terroristischen Söldnerformationen, die vom Krieg gegen den Terror von eben jenen Kriegstreibern ausgeklammert worden sind. Auch wenn sich diese durch nichts von „IS“ unterscheiden.

Der Vergleich mit Al-Kaida liegt auf der Hand. Diese durch den US-Außengeheimdienst CIA zusammen mit den Saudis und dem pakistanischen Geheimdienst ISI ins Leben gerufene Mujahideen-Organisation hatte damals in Afghanistan die dortigen russischen Truppen bekämpft. Der Begriff „Al-Kaida“ kam erst später auf, um dann ab dem 11. September 2001 als das richtig Böse medial ins „richtige Licht“ gesetzt zu werden. Damit wurden anschließend besetzte und zerstörte Länder sowie über eine Million Tote gerechtfertigt. Vorher hatten die USA allerdings gerne mit Al-Kaida-Söldnern zusammengearbeitet, beispielsweise in Bosnien, um den jugoslawischen Staat zu zerstören. Sie wurden damals extra über US-Militärdienstleister eingeflogen. Aber auch nach 9/11 war „Al-Kaida“ parallel zur anders lautenden medialen Meinungsmache eine Söldnerorganisation gewesen, welche die Kriege und Interessen der USA und ihrer Verbündeten geführt hatte. Verdeckt natürlich. Dazu gehören die Kaukasus-Kriege (Tschetschenien, Dagestan usw.) wie auch Libyen und aktuell in Syrien.

Wir hatten während des Schreibens der kleinen Artikel über den Charlie-Hebdo-Fall die Frage gestellt, was wir von jemanden halten sollen, der sich zu „Al-Kaida“ bekennt. Jetzt können wir fragen, was wir von jemanden halten sollen, der sich als „IS“ deklariert.

http://www.bollwerk.co.at/2015/02/14/paris-januar-2015-teil-12/

 

Die Glaubwürdigkeit befindet sich auch hier bei Null, weil die ganze Geschichte erstunken und erlogen ist. Und das abgesehen von dem Umstand, dass theoretisch irgendein unbeteiligter Schwachkopf das angebliche Bekenner-Video als Jux online gestellt hatte. Dagegen spricht allerdings der Fundort und die „Finder“ in den USA statt in Frankreich, denn diese „Nachricht“ war ja an die Franzosen adressiert. Dagegen spricht auch das Verhalten des frz. Präsidenten Hollande, der ganz ohne irgendeine Beweislage und nur aufgrund US-Behauptungen sofort in Kriegsrhetorik verfallen war. (Und mit ihm viele anderen Schreihälse aus der Polit-Branche). 

Das Auffinden eines syrischen Passes bzw. die mediale Verbreitung dieser „Information“, auf die es abgezielt zu haben scheint, kommt dann nur noch lächerlich daher. Angegriffen wird der Staat Syrien, das Land Syrien und die Bevölkerung Syriens. Bei der „IS“ wiederum handelt es sich um eine multinationale Söldnertruppe, in welchen Reihen sich zwar auch Syrer befinden, aber warum soll ausgerechnet diese Minderheit am Tatort einen Pass „verlieren“? Es ist mittlerweile einfallslos.

 

Als Fazit sei hier genannt, dass bereits an diesem Punkt diese Geschichte um den aktuellen Anschlag in Paris mehr als dubios zu bezeichnen ist. Es existiert keine einzige glaubwürdige Quellen, sondern nur Quellen, die bislang immer nur das Gegenteil demonstriert haben. Der schreckliche Anschlag war allerdings real, viele Menschen sind gestorben. Warum sie starben steht auf einem anderen Blatt. Hier setzt nun der kriminalistische Aspekt ein.

Dessen ungeachtet werden wir von triefender Heuchelei der Politiker angeekelt und über die Massenmedien mit „Informationsoffensiven“ zugemüllt, um ja nicht auf die einfachsten Zusammenhänge zu kommen. Es ist erschütternd festzustellen, dass sich ansonsten renommierte Islamwissenschaftler wie Thomas Schmidinger für die „Informationsoffensiven“ hergeben und folglich in einem rechten Propaganda-Blättchen wie dem KURIER untergebracht werden.

http://kurier.at/politik/ausland/terror-in-paris-dschihadismus-experte-schmidinger-rechnet-mit-weiteren-anschlaegen/163.989.444

 

Viel zu sagen hatte Schmidinger allerdings nicht, dennoch reichte es für die Demontage seiner Person. Für jeden Leser ersichtlich hatte der Wissenschaftler Schmidinger eine nicht bewiesene und nicht überprüfbare Behauptung (der Kriegstreiber) aufgenommen und dieses als angebliches Faktum hingestellt und als Ausgangspunkt für ansonsten recht hohles Gequatsche hergenommen. Das ist Propaganda, aber keine Wissenschaft, womit auch Schmidinger nun seine Glaubwürdigkeit verloren haben dürfte.

Andere hatten dagegen ihre Schulaufgaben gemacht. Bereits am Sonntagabend, 15. November 2015, war die Wikipedia-Seite über den aktuellen Terroranschlag in Paris bereits so gut wie fertig gewesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschl%C3%A4ge_vom_13._November_2015_in_Paris

 

Da hatte ein routiniertes Schreiber-Team keine Zeit verloren, die „Wahrheit“ (der Behörden) online in Zement zu gießen. Es wird derzeit allerdings noch ein wenig korrigiert. 

 

Montag
16
November 2015

Das Heulen der Hunde. Teil 11.

 

Setzen wir unsere Reise durch die österreichischen Printmedien fort.

Was hatten die medialen Sprachrohre Österreichs wie KURIER, PRESSE und STANDARD am 2. Oktober (online)/3. Oktober (Print) 2015 zu bieten?

Die PRESSE bot in ihrer Zeitung am 3. Oktober einen eher kleinen Artikel an, dessen Überschrift gleich einen jounalistischen Tiefpunkt bedeutete: „Assad-Regime zeigt sich zu neuen Gesprächen bereit.“

Damit waren neue Friedensgespräche unter der Schirmherrschaft der UNO gemeint. Doch erweckte diese Überschrift den falschen Eindruck, als wäre es etwas besonderes, dass sich die syrische Regierung daran beteiligen wolle. Diese war nämlich die einzige Partei in dem Konflikt gewesen, die reden, diskutieren und verhandeln wollte – aber niemand mit ihr.

 

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Machthaber des US-Regimes: Obama. 

 

 

Unter anderem, weil es sich bei der syrischen Regierung um ein „Assad-Regime“ handelt, um einen „Machthaber“ Assad. Die Machthaber mit ihren Regimes aus den USA, Saudi-Arabien, Katar, England usw. wollen aber nicht mir diesen Leuten aus Syrien reden, daran hatten sie auch nie einen Zweifel gelassen. Sie wollen Krieg führen, morden, zerstören, unterwerfen. 

(PRESSE vom 3. Oktober 2015: Assad-Regime zeigt sich zu neuen Gesprächen bereit. Kein Link verfügbar).

 

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Machthaber des türkischen Regimes: Erdogan. 

 

Allerdings hatte es im Juni 2015 unter sicherlich schlechten Umständen eine Wahl um den Posten des „Machthabers“ gegeben, welche Assad hatte für sich entscheiden können. Diese Wahl wurde natürlich von diversen Regimes, als wenn es diese irgendetwas anginge, nicht anerkannt. Dass deren Machthaber zufällig zu den Kriegstreibern und ihren Marionetten gehören, sollte wohl ein Zufall gewesen sein.

http://derstandard.at/2000001811518/International-scharfe-Kritik-an-Wiederwahl-von-Assad-in-Syrien

 

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Machthaber des franz. Regimes: Hollande. 

 

Der KURIER hatte in seiner Ausgabe vom 3. Oktober einen sehr ähnlich aufgebauten Artikel. Dort hieß es folglich in der Überschrift nur leicht verändert: „Assad zeigt sich offen für Friedensgespräche.“

Als wenn es vorher anders gewesen wäre mit diesen Assad, mit diesem „Machthaber“, wie auch der KURIER zu bezeichnen weiß.

(KURIER vom 3. Oktober 2015: „Assad zeigt sich offen für Friedensgespräche.“ Ebenfalls kein Link mehr online).

 

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Machthaber des britischen Regimes: Cameron.

 

Bedauerlicherweise haben die verlogenen Lohnschreiberlinge vollkommen vergessen zu benennen, mit wem die syrische Regierung um den Frieden verhandeln könnte. Mit den USA? Mit der Türkei? Mit den Saudis? Mit dem kleinen Haufen korrupter Exilsyrer? Mit den militärisch kaum relevanten FSA-Islamisten? Oder mit IS und Al Kaida?

 

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Machthaber des israelischen Regimes: Netanyahu. 

 

Fehlen durfte auch nicht die angebliche Meldung, dass die russischen Angriffe neben zwei Anführern der IS auch 28 Zivilisten getötet haben soll. KURIER verwies dabei auf den Ein-Mann-Betrieb „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ in England, in Wirklichkeit aber ein Presseorgan des britischen Geheimdienstes. Das heißt, KURIER übernimmt wie alle andere Propagandablätter deren Meldungen ungeprüft.

 

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Machthaber des saudischen Regimes: Salman ibn Abd al-Aziz. 

 

 

„Die USA und Alliierten ermahnten Moskau, sich auf Einsätze gegen die Extremisten des Islamischen Staates zu konzentrieren.“

Sie können einfach nicht anders, die Herrenmenschen, Faschisten und Kriegsverbrecher. Und die PRESSE kann auch nicht anders.

 

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Machthaber des deutschen Regimes: Merkel. 

Und… und… und…

Samstag
14
November 2015

Das Heulen der Hunde. Teil 10.

 

Geradezu grotesk waren die synchronen Meldungen, dass auch angeblich „moderate“ Terroristen bombardiert worden wären, die von den USA trainiert und bezahlt worden waren. Der US Senator McCain, Israel-Lobbyist und einer der größten Kriegshetzer in den USA, genierte sich nicht dabei, seine Empörung an die Medien weiterzureichen.

http://www.nytimes.com/2015/10/01/world/europe/russia-airstrikes-syria.html?_r=0

http://www.wsj.com/articles/russian-airstrike-in-syria-targeted-cia-backed-rebels-u-s-officials-say-1443663993

 

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McCain bei CNN. Quelle: Screenshot, YouTube. 

 

Und die westliche Presse genierte sich nicht, dabei zu tun, als wäre das, was ohnehin jeder weiß, vollkommen normal: die Bildung von Söldnerverbänden durch die USA, um in einem anderen Land – aktuell in Syrien – Krieg zu führen. Nicht zum ersten Male. Verbrechen ohne Ende. Nicht nur unwidersprochen, sondern unterstützt durch die Massenmedien.

Es existieren in Syrien keine „Rebellen“ und schon gar nicht „moderate“. Die einzelnen terroristischen Gruppierungen machen daraus auch öffentlich überhaupt keinen Hehl. Das Netz ist voll von ihren selbst online gestellten Verbrechen, wobei davon auszugehen ist, dass es sich bei dem zur Schau gestellten gigantischen Ausmaß nur um einen Teil ihrer Vernichtungsorgie handelt.

 

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Massaker an der örtlichen Bevölkerung durch Terroristen, welche von westlichen Politikern und den Massenmedien als „moderate Rebellen“ bezeichnet werden. Provinz Hama, 2015. Quelle: RT, YouTube-Screenshot. 

 

Vom Ausland aufgestellte Kämpfer sind noch nicht einmal das, was man Soldaten nennt, sondern allesamt Terroristen für einen von Anfang an verdeckten Krieg, der seit 2012 sozusagen „offen verdeckt“ geführt wird.

Es sind die westlichen Kriegstreiber und ihre Verbündeten, welche einen Desinformations- und Verdummungskrieg gegen ihre eigene Bevölkerung führen. Denn die wäre kaum mit diesen Schwerstverbrechen einverstanden.

 

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Nur eines der unzähligen „moderaten“ Massaker. 14 Männer, Frauen und Kinder erschossen, erschlagen, enthauptet bei Heinous, Provinz Hama, 2014. 

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Die westlichen Kriegstreiber nennen dies „moderat“. 

 

Die im September 2014 veröffentlichte Ankündigung Washingtons, für 500 Millionen US-Dollars eine (US-saudisch-jordanisch-türkisch trainierte) 5.000-Mann starke Söldnertruppe aufzustellen, um in Syrien angeblich den IS zu bekämpfen, war nichts weiter als Augenwischerei gewesen. Es sollte verschleiert werden, das US-Proxy-Truppen seit 2011 in Syrien morden. Der IS diente nur als Vorwand, um in Syrien den Krieg für die USA gegen Syrien (und Irak) zu intensivieren.

Die Ende September 2015 kolportierten Nachricht, dass dieses völkerechtswidrige US-Programm wegen „Erfolglosigkeit“ eingestellt werden musste, kann als eine besonders lächerliche Posse abgebucht werden. Verlogen war sie ohnehin.

Hier die Meldung im STANDARD vom 26. September 2015:

http://derstandard.at/2000022831617/Pentagon-US-trainierte-Rebellen-uebergaben-Ausruestung-an-Al-Nusra-Front

Zum Vergleich SPIEGEL-Online:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-rebellen-sollen-al-nusra-us-waffen-gegeben-haben-a-1054878.html

 

Anhand dieser vor dem russischen Eingreifen von den Massenmedien unreflektiert wiedergegebenen Meldung aus den USA wurde die Verlogenheit noch einmal besonders deutlich. Während zuerst vorgetäuscht wurde, als wäre nur eine lächerliche Anzahl von US-finanzierten Terroristen vor Ort in Syrien, muss die russische Luftwaffe bei ihren ersten Angriffen genau diese Handvoll CIA-Knechte getroffen haben.

Das ist keine große Kunst, es nur eine vollkommen unglaubwürdige Geschichte, welche Washington und die angehängten Medien dem Pöbel weismachen wollen. Peinlicherweise beinhaltete diese Meldung auch die Nachricht, dass es dem US-Auslandsgeheimdienst CIA (angeblich) nicht gelingen würde, „moderate“ Söldner zu finden. Was natürlich nichts anderes bedeutet, dass es diese nicht geben würde. Das ist ein Eingeständnis, aber es ist auch ein Resultat einer Konstruktion, die ausschließlich aus Lügen besteht. Die wiederum willig von den Massenmedien und ihren Lohnschreibern an die jeweilige Bevölkerung verteilt wurde und wird.

An Logik hatte die obige Meldung ohnehin Mängel aufgewiesen. Kleine Kontingente von US-Söldnern inmitten von Terrorverbänden, die angeblich von den USA bekämpft werden? Das kann nicht funktionieren. Das kann nur funktionieren, wenn die anderen Terroristen sich auf den gleichen Lohnlisten wiederfinden. Zum Beispiel auf der Al-Kaida-Liste. So wie früher. 

 

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Al-Kaida-Söldner in Bosnien während des Krieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, teilweise eingeflogen durch US-Militärdienstleister. 

 

Die obigen Artikel versuchen zudem geradezu verzweifelt den Medienkonsumenten zu erklären, wie die Massen an US-Waffen an die Terroristen gelangen können. Doch stellt es sich vielmehr so dar, dass irgendwelche selbst platzierten CIA-Söldnerhaufen ausgestattet werden, die unter „FSA“ firmieren, damit diese danach Waffen und Gerät an die Firma „Al-Kaida“ weiterverschieben. Oder sie wechseln einfach das FSA-Logo mit der schwarzen Al-Kaida-Fahne. Das geht schneller und bleibt dennoch das selbe Unternehmen.

 

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Terroristen mit dem US-Panzerabwehr-Fabrikat BGM-71-TOW. Inzwischen hat jeder derartiges Gerät geliefert bekommen. 

 

Der Standard brachte die Meldung am 30. September 2015 sogar noch ein zweites Mal. Nicht wegen dem verlogenen Inhalt, sondern wegen der Wiederholung. Wiederholen, nicht verstehen.

http://derstandard.at/2000022995017/Pentagon-stoppt-Ausbildung-moderater-syrischer-Rebellen

 

Für Erstaunen hatte abseits des Mainstream die Aussage des Außenministers der Russischen Förderation, Lavrov, gesorgt, als dieser gesagt hatte, dass er die „FSA“ nicht als terroristische Organisation ansehen würde, sondern als eine, mit welcher man zusammenarbeiten könne. Das wurde in den westlichen Propagandamedien zu gerne präsentiert, als würde dies eine Anerkennung der vom Ausland finanzierten Söldnerhaufen unter dem Label „FSA“ gleichkommen.

http://derstandard.at/2000023103398/Lawrow-Gemaessigte-syrische-Rebellen-sind-keine-Terroristen

 

Dabei hatte es sich allerdings um eine Spitzfindigkeit gehandelt, mit der Lavrov die westlichen Kriegstreiber-Medien an der Nase herumgeführt und diese nebenbei zum wiederholten Male entblößt hatte. Wegen dem Gejammer des „Westens“, dass angeblich „moderate Rebellen der FSA“ von russichen Kampfflugzeugen bombardiert worden wären, hatte Lavrov betont, mit der FSA in Verbindung treten zu wollen, um diese bei den Angriffen auf Terroristen auszuklammern. Allerdings hätten sich nirgendwo Hinweise auf die „moderate Rebellen“ finden lassen, so Lavrov weiter. Er sah die FSA als ein „Phantom“ an.

Das russische Außenministerium habe deswegen die Kollegen aus der USA darum gebeten, ihnen die Räume der FSA bekannt zu geben und deren Anführer, doch habe man sich dort dazu außerstande gesehen.

Niemand hat uns gesagt, wo und wie die Freie Syrische Armee oder andere Einheiten der sogenannten moderaten Opposition operieren“, hatte sich Lavrov beklagen müssen. 

Diese Aussage erschien natürlich nicht in den Westmedien, dafür aber in „Russia Today“, heute „RT“.

https://www.rt.com/news/317655-moscow-contacts-free-syrian-army/

 

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Samstag
07
November 2015

Das Heulen der Hunde. Teil 9.

 

Auch die österreichischen Massenmedien gaben sich alle Mühe, das russische Eingreifen in Syrien als negativ zu bewerten. Aufbauend auf dem ständig wiederholten Narritiv der Kriegstreiber, dass der tyrannische Diktator Assad mit Fassbomben, Giftgas und Massenfolter gegen seine eigene Bevölkerung einen Krieg führen würde, musste demzufolge „Putin“ ebenfalls wie gewohnt irgendwie gebrandmarkt werden. Assad böse, also auch Putin als dessen Helfer böse. Der von Terrorarmeen überflutete Staat Syrien spielte verständlicherweise dabei kaum eine Rolle.

 

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Unterbelichteter Al-Kaida-Haufen. Sie nennen sich „Ajnad al Sham“, Bestandteil des letztens gebildeten Terrorbündnisses „Eroberungsarmee“, Jaish al Fatah. 

 

 

Da „Putin“ schlecht die Operationen gegen die Terrorarmee IS anzukreiden waren, die der Westen schließlich zu bekämpfen vorgab, erhob sich erst einmal in kürzester Zeit ein politisches und mediales Geschrei, weil angeblich Zivilisten den ersten russischen Angriffen zum Opfer gefallen waren. Manchmal war das Geschrei sogar schneller als die russischen Waffen, begleitet von nicht mehr ganz so aktuellen Bildern.

http://derstandard.at/2000023079609/Russland-Luftschlaege-in-Syrien-nicht-nur-gegen-IS

http://derstandard.at/2000023060350/USA-und-Russland-wollen-Luftschlaege-in-Syrien-besser-koordinieren

 

Das Geschrei war wie immer pure Heuchelei, wie bei doppelzüngigen Kriegstreibern üblich. Und ihre massenmedialen Sprachrohre hatten noch nicht gefragt, wen allein in Syrien seit einem Jahr Verbände der US-Air-Force und ihrer Verbündeten weggebombt hatten. Um die Terroristenhaufen dürften sie dagegen nur drumherum gebombt haben, denn diese wurden bekanntlich nicht nur immer zahlreicher statt weniger, sondern auch immer besser ausgerüstet.

 

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Dazu mengte sich kurz darauf auch das Geheule, weil die russischen Kampfflugzeuge nicht Verbände der IS angegriffen hatten, sondern andere bewaffnete Terroristen, die verharmlosend als „Rebellen“ bezeichnet wurden, gerne auch als „Gegner Assads“ oder gar „Opposition“.

http://kurier.at/politik/ausland/russland-fliegt-erneut-angriff-in-syrien-kritik-am-militaereinsatz-wird-lauter/155.988.155

Alternativ ein Beispiel aus der deutschen Presse, was bei gleichen Inhalten keinen Unterschied macht:

Beispiel deutsche Presse, Faz, 1.10.2015:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/unterstuetzung-assads-russland-setzt-luftangriffe-in-syrien-fort-13833313.html

 

Es wurde fälschlicherweise behauptet, dass Russland erklärt habe, gegen den IS vorgehen zu wollen. Davon war aber nie die Rede gewesen. Die Unterscheidung der einzelnen Halsabschneider-Verbände in bestimmte Labels und Wertigkeiten war und ist ein rein westliches Propaganda-Konstrukt zur Täuschung.

Der Außenminister der Russischen Förderation, Sergei Lavrov, hatte es am 1. Oktober 2015 während einer Pressekonferenz nochmals erklärt.

„Well, if it looks like a terrorist, if it acts like a terrorist, if it walks like a terrorist, if it fights like a terrorist, it’s a terrorist, right? I would recall that we always were saying that we are going to fight ISIL and other terrorist groups. This is the same positions which the Americans are taking: the representatives of the Coalition command have always been saying that their targets are ISIL, and al-Nusra and other terrorist groups. This is basically our position as well. We see eye-to-eye with the Coalition on this one.

Weiteres hier:

http://popularliberty.com/9307/transcript-lavrov-presser-1-october-2015

 

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Sergei Lavrov. Screenshot, YouTube. 

 

Lavrov hatte sich klar zu dem Thema geäußert. Diese Aussagen wurden in den Westmedien wie vieles andere unterschlagen, weil deutlich geworden wäre, dass seine Worte vernünftig und logisch waren. Und dass es sich bei dem Geschrei der westlichen Propagandasprachrohre um nichts anderes als eine gespielte wie hohle Empörung handelte.

 

Donnerstag
05
November 2015

Das Heulen der Hunde. Teil 8.

 

Auf Seite 2 der hier besprochenen Ausgabe der PRESSE vom 2. Oktober 2015 war gleich der nächste Propaganda-Artikel platziert. Der war anscheinend nötig gewesen, mochte der vorherige Artikel aus der Sicht Washingtons etwas labil geendet haben.

„Wie César zum Kronzeugen gegen Assad wurde“ lautete der Artikel von Rudolf Balmer, einen für das internationale Medienkartell arbeitenden Handlanger, der noch nie durch journalistische Arbeit aufgefallen war.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4833893/Wie-Cesar-zum-Kronzeugen-gegen-Assad-wurde

 

In seiner verlogenen Fantasiewelt stellte Balmer sich vor, dass der syrische Präsident Assad aufgrund jüngster Wendungen (politisch und militärisch) „zufrieden“ sein müsste. Eine Vorstellung, die in Anbetracht der Leichenberge, des zerstörten Landes, eines nach wie vor anhaltenden Kriegszustandes und der persönlichen Gefahr, einem Mordkomplott oder einer Rakete zum Opfer zu fallen, etwas Krankes an sich hat.

Irgendjemand muss Balmer jedenfalls für befähigt halten oder ihn einfach nur gegen Entgeld buchen, mieten, benutzen, ja, einer muss den Dreck ja verfassen oder zumindest anhand einer Vorlage in eine gewisse Form bringen und als „Autor“ fungieren.

Balmer widmete sich als „Autor“ in der PRESSE einseitig den „Untersuchungen“ der frz. Justiz gegen die syrische Regierung, also jener Justiz des gegen Syrien Krieg führenden Staates Frankreich, über den Fall „César“. Dieser anonyme Syrer soll im Juli 2013 Syrien verlassen und einen USB-Stick mit 55.000 gräßlichen Fotos den Behörden übergeben haben.

Die Identität des Mannes, der laut Balmer angeblich Fotograf der syrischen Militärpolizei gewesen sein soll, ist nicht bekannt. Vielleicht existiert er auch nicht, jedenfalls nicht in der von den Behörden deklarierten Form. Die Fotos scheinen dagegen der Realität entsprechen, und irgendeine Person muss sich diese auch beschafft haben.

Auf den 55.000 Fotos sollen Tote zu sehen sein, etwa 11.000 Menschen, dokumentiert als „Tatortfotos“. Vielleicht sind es Tatortfotos, vielleicht auch nicht, aber wie in jedem anderen Staat werden auch in Syrien Verbrechen dokumentiert und bildlich durch Fotografen festgehalten.

Grotesk wird die Geschichte erst durch die Behauptung, dass der anonyme Tatortfotograf „von Berufs wegen die Opfer des Assad-Regimes“ abgebildet habe. Also ein Polizeifotograf, der die Verbrechen der eigenen Leute dokumentiert, nicht etwa die der anderen.

Das ist neu, aber Balmers Phantasie ist beschränkt genug, um dies als eine zweifelsfreie Wahrheit hinzustellen. Weil man es ihm so oder so ähnlich gesagt hat, oder weil es anderen so gesagt worden war, eigentlich allen, allen das gleiche. Das reicht für Balmer, das reicht für ein Blatt wie die PRESSE.

Verbrechen von Regierungen werden eher vertuscht, geschreddert, geleugnet. Gab es dennoch Bilder von grauenhaften Vorfällen, waren diese bisher „privat“ gewesen. Abu Ghareib mit den US-Folterern und Mördern lässt als Beispiel grüßen.

 

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Bilder aus Abu Ghuraib, wo durch US-Folterknechte nicht nur gequält, sondern auch gemordet wurde. 

 

Jene, die sich öffentlich in Syrien ihrer Verbrechen bekennen und diese auch regelrecht mit einer ganzen Flut von Videos und Fotos dokumentieren, sind die perversen Terroristen und Todesschwadrone jener, die doppelmoralisch Anklage gegen Syrien erheben wollen. Typen wie Balmer gehören zusammen mit seinen Auftraggebern wiederum zu jenen moralfreien Leuten, welche die doppelten Standarts unter die Leser zu bringen versuchen.

Wir wissen nicht, ob Balmer einige Fotos aus dem genannten Foto-Archiv zu Gesicht bekommen hatte, aber er schrieb von sichtbaren Anzeichen von Mißhandlungen und Folterspuren. Er weiß auch, wo diese 55.000 Fotos aufgenommen worden sein sollen: in den „Kerkern“ der syrischen Staatssicherheitskräfte. Balmer kennt sich also aus, er glaubt zu wissen, wie es dort aussehen muss, dafür muss er nicht vor Ort gewesen sein.

„Die Regierung in Damaskus hat die Aufnahmen des Deserteurs als Fälschung bezeichnet“, vegißt Balmer nicht zu erwähnen. Das klingt nach einem Hauch an Objektivität, nachdem er diese bislang außen vor gelassen hatte. Dennoch soll sie auf eine falsche Spur führen, denn dieser Satz diente nur dazu, um dem Hinweis auf einen Bericht der US-Bundespolizei FBI, hier fälschlicherweise als „US-Geheimdienst“ bezeichnet, unterzubringen, nach welchem die Manipulation der 55.000 Fotos ausgeschlossen worden sei.

55.000 Fotos sind natürlich nicht gefälscht, es wäre auch nicht notwendig gewesen. Es ist die Behauptung, dass es sich bei diesen Bildern laut Damaskus um eine Fälschung handeln würde, falsch. Richtig muss es heißen, dass die Behauptung des anonymen Zeugen und der westlichen Kriegstreiber einschließlich ihrer medialen Sprachrohre, es würde sich bei den abgebildeten Personen um Opfer der syrischen Sicherheitsbehörden handeln, falsch ist. Ohne den kläglichen Manipulationsversuch von Balmer klingt es nun ganz anders.

 

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Die Leiche eines syrischen Soldaten stellvertretend für eine Unmenge an öffentlichem Bildmaterial von gefolterten und bestialisch umgebrachten Syrern, Zivilpersonen wie Armee-Angehörige.

 

Tatsache ist, dass sich anhand der Fotos gar nicht nachweisen lässt, wer von wem ermordet wurde. Diese Behauptung fusst auf exakt einen einzigen Zeugen, was für die selbstdefinierten „Qualitätsmedien“ ebenso wenig ein Hindernis darstellt wie der Aspekt, von wem diese Behauptungen ausgesprochen werden. Ohne die syrischen Behörden dürfte es zudem schwierig werden, die einzelnen Identifizierungen von Opfern vorzunehmen. Es sind somit weitere Informationen notwendig. Aber diese sind wo?

Da der Text von Balmer außer propagandistischen Behauptungen nichts zu bieten hat, lohnte sich in diesem Fall ein Blick in ein anderes Medium. Der deutsche SPIEGEL ist zwar ebenfalls zu einem dumpfen NATO-Propagandablatt verkommen, aber er ist als Magazin bei aller Verlogenheit wenigstens ausführlicher.

„Die Bilder stammen offenbar nur aus zwei Krankenhäusern der Hauptstadt Damaskus: Der Gerichtsfotograf fertigte in den Hospitälern von Mezzeh und Teshrin jeweils fünf bis sechs Aufnahmen von jedem Toten an; sie dienten sowohl zur Identifizierung der Opfer, denen gefälschte Diagnosen attestiert wurden – etwa „Herzinfarkt“ oder „Lungenversagen“. Zugleich nutzten die Geheimdienste die Unterlagen für ihre interne Mordstatistik beim Auslöschen der politischen Opposition.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-frankreich-ermittelt-gegen-assad-a-1055490.html

 

Kein Wort mehr von den „syrischen Kerkern“, die sich Balmer so schön ausgemalt hatte. Stattdessen eine Bestandsaufnahme und Identifizierung (!) vieler gestorbener Menschen in zwei Krankenhäusern in Damaskus. Der Fotograf, bei Balmer noch bei der „syrischen Militärpolizei“ ist laut SPIEGEL ein Gerichtsfotograf, also jemand, der für die Justiz tätig war. Dies erscheint in diesem Kontext sogar schlüssig.

(Anmerkung: bei den beiden genannten Krankenhäusern handelt es sich um Militär-Hospitäler, von denen das Teshrin-Krankhaus im Juli 2013 von „Rebellen“ mit Mörsern angegriffen worden war).

 

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Teshrin Militär-Hospital, Damaskus, Juli 2013.

 

Wir können hier also vermuten, dass die Fotos angefertigt wurden, um Opfer von Verbrechen zu dokumentieren. Möglicherweise nicht nur die, was wiederum vom SPIEGEL dazu benutzt wurde, um „gefälschte Diagnosen“ und eine „interne Mordstatistik“. zu unterstellen.

Die Leser sollen für derartig dämlich verkauft werden, so dämlich kann der Dämlichste unter ihnen kaum sein. Die syrische Regierung soll irgendwelche Leute foltern und ermorden, um sie anschließend in öffentliche Krankenhäuser zu bringen? Um sie dann erst zu identifizieren?

Schlüssig ist bei diesen Umständen: Opfer von Verbrechen, von denen es in Syrien seit 2011 hunderttausende gibt, wurden von syrischen Behörden in Krankenhäuser gebracht, um sie nicht nur zu identifizieren, sondern auch, um die Verbrechen zu dokumentieren und ggf., sollte Opfer noch gelebt haben, zu versorgen. Die Täter von Folterung und Mord sind bei diesen Opfern woanders zu suchen. Diese zeigen es übrigens ganz offen. Auch auf YouTube.

Es wird von den Kriegstreibern und ihrer zugehörigen Drecksjournaille eben alles versucht, einen Krieg gegen den syrischen Staat herbeizuhetzen und zu rechtfertigen. Da können die Propagandalügen noch so dämlich sein, doch mit dem Mittel der endlosen Wiederholungsschleife sollen sich diese in den Köpfen festsetzen.

Nicht in der Wiederholungsschleife befindet sich dagegen die Information, dass nach 2001 in Syrien im Zuge des endlosen wie scheinheiligen „Kampfes gegen den Terror“ der USA in Syrien Menschen gefoltert wurden. Die USA hatten mit Gefangenen oder auch gekidnappten Opfern zur „verschärften“ Befragung ein „Outsourcing“ betrieben. Nach Syrien, nach Jordanien, nach Ägypen. In den weltweit verteilten US-Stützpunkten waren die Folterkapazitäten offenbar ausgelastet gewesen.

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/gute-folter-schlechte-folter

https://www.amnesty.ch/de/ueber-amnesty/publikationen/magazin-amnesty/2008-4/usa-lassen-in-syrien-foltern

 

 

Samstag
31
Oktober 2015

Das Heulen der Hunde. Teil 7.

 

Die PRESSE titelte am 2. Oktober 2015 in seiner Druckausgabe (online vom 1. Oktober 2015) „Militärallianz zur Rettung Assads“.

Auch diese Überschrift ist als Propaganda zu werten, denn es sollte damit suggeriert werden, als würde die genannte „Militärallianz“ (Russland-Iran-Irak) den syrischen Autokraten persönlich retten wollen. Das ist falsch.

Das Gewicht dieser Allianz liegt vor allem in der Bekämpfung der Söldnerarmeen und Terroristen (und all dem, was damit zu tun hat). Natürlich würde damit die syrische Regierung gestützt werden, denn die ist es auch, die zusammen mit Land und Leuten angegriffen wird. Wer sollte auch sonst in dem Land gestützt werden, denn es existiert keine weitere staatliche Struktur. Außer dieser existieren nur die perversen Mörderbanden.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4833927/Militaerallianz-zur-Rettung-Assads

 

Die Bemühungen Russlands, über das Bündnis mit Syrien und deren Hilfegesuch hinaus eine Resolution im UN-Sicherheitsrat für den Kampf gegen den IS (gegen den organisierten internationalen Terror) unter Einbindung der syrischen Regierung („Assad“) zu erwirken, wurde von den USA, England und Frankreich abgelehnt.

Dass diese Staaten ganz offensichtlich der Sturz der syrischen Regierung wichtiger war als die Bekämpfung der Terrorarmeen war in seiner Konsequenz der PRESSE keine Überlegung wert. Täglicher Massenmord und zerstörte Länder werden nicht nur billigend in Kauf genommen, sie sind der Mittel zum Zweck.

 

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Auch Söldner aus russischen Republiken befinden sich auf der NATO-Gehaltsliste: Russian Jamaat Katibat Al Muhadžirin, hier bei ihrem Bekenntnis zur Jabhat al Nusra. 

 

 

Während der US-Präsident, der Drohnen-Killer Barack Obama, als „mutlos“ dargestellt wird, soll es „Putin“ sein, der eine Gelegenheit mit dem „Gespür für Chancen des Augenblicks“ ergreife, quasi als logische Folge seines Selbstbewusstseins, und das gar „ohne Hemmungen“ vor den Amerikanern. Also ähnlich wie die PRESSE gegenüber ihren Medienkonsumenten.

Die US-Administration zeige sich empört über das Gebahren, so das Blatt, dass sie von einem russischen Militärattaché in Bagdad erst eine Stunde über die beginnenden russischen Luftwaffeneinsätze informiert wurde. Nicht nur das, die einzig wahre Supermacht, diese einzigartige Nation (Selbstdefinition lt. Obama), gewohnt, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen, wurde aufgefordert, mit ihren Flugzeugen den syrischen Luftraum zu verlassen.

Die Redakteure der PRESSE als willige und bezahlte Lakaien zerbrachen sich nicht den Kopf über Recht und Gesetz, sie zitierten nur den US-Verteidigungsminister Ashton Carter mit einem geheuchelten Gebrabbel ohne Wert. Die Tatsache, dass die USA und ihre Verbündeten auch mit offiziellen Luftstreitkräften das Völkerrecht brachen und brechen, auf syrischem Boden ohne irgendein Mandat Krieg führen – das war nicht die Rede wert.

„Zumal die Angriffe zunächst offenbar keine Stellungen der IS trafen, sondern gemäßigtere Rebellen, die von den USA unterstützt werden.“

 

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US-Angriffsminister: Ash Carter in seiner Rolle als „Verteidigungsminister“. 

 

Die PRESSE versteht die Welt nicht mehr – wie konnte das passieren? Schließlich hatte das Blatt seinen Lesern seit über einem Jahr weiszumachen versucht, dass nur die eine Terrororganisation (IS) zu den Bösen gehört. Die Redakteure gerieten bei ihrer Lügerei allerdings selbst ins Schleudern. Die bombardierten „Rebellen“ sollen zu den „Gemäßigteren“ gehört haben, also nicht gemäßigt, sondern gegenüber der IS eben doch nur etwas unterhalb definiert. Aber, und die PRESSE-Knechte schrieben es genau so, es sollen jene Terroristen und Halsabschneider gewesen sein, welche von den USA unterstützt werden.

 

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Jamil Saleh (rechts), Kommandeur einer FSA-CIA-Todesschwadron in Syrien. 

 

Es wurde dann ein Bericht der „New York Times“ zitiert, die wiederum einen Jamil Saleh zitierte, den Chef einer angeblichen „Rebellengruppe“ im Raum Hama. (Den Halsabschneidern der FSA zugehörig). Diese soll von den USA mit Panzerabwehrraketen beliefert worden sein, wie unverblümt zugegeben wurde. Neu ist das allerdings nicht, denn es gibt tausende Videos von diesen Waffen in den Händen von Terroristen.

 

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Massenware aus den USA: das Raketensystem BGM-71-TOW.

 

Die PRESSE spricht es nicht aus, obwohl sie es indirekt benennt. Die USA führen (zusammen mit anderen Mächten) einen nicht wirklich verdeckten Krieg gegen den Staat und das Land Syrien mit Proxy-Truppen und einer Unmenge an perversen Todesschwadronen.

 

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Fadi Zidan, ein durch IS-Killer zuvor gefangener junger syrischer Soldat, Augenblicke vor seinen schrecklichen Tod durch Panzerkette, Provinz Homs. 

 

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TWITTER-Botschaft der Jaish al Fatah, eine angeblich moderate Bande von Halsabschneidern, ebenfalls Provinz Homs, 2015.

 

 

Hier sollte sich eigentlich alles erübrigen, auch für die PRESSE, sollte in deren Redaktionen so etwas wie ein Rest an Ethik und Moral existieren. Auch wenn der Terroristenanführer weinte ob seiner verlorenen Mitmörder, die russischen Bomben hatten das richtige Gesindel getroffen.

 

 

Montag
26
Oktober 2015
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