Author Archives: Ruediger

Propaganda um Madaya, Teil 6.

 

Zurück zu den Hilfslieferungen nach Madaya durch verschiedene Organisationen unter dem Schirm der UNO. UNICEF hatte aus uns unbekannten Gründen die Lieferung vom 28. Dezember 2015 nicht erwähnt. Vielleicht war diese Organsisationen nicht beteiligt gewesen, denn auf deren Homepage hieß es noch am 15. Januar 2016, dass die letzte Lieferung im Oktober 2015 erfolgt sein.

http://www.unicef.de/presse/2016/syrien-madaya-hilfe-fuer-hungernde-kinder/100304

 

Allerdings hatte neben der UN das Syrische Rote Kreuz die vorherige Hilfslieferungen nach Madaya (und Zabadani) bestätigt, was sich unter anderen in einer Twitter-Meldung vom 28. Dezember 2015 wiederfindet. Diese Meldung nennt auch die Zahl der evakuierten Personen aus den beiden Orten: 126.

 

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Medial wurde diese Hilfslieferung nach Madaya samt der Evakuierung Verwunderter und Kranker nicht an die große Glocke gehängt. Auch von irgendwelchen Schwierigkeiten ist nichts bekannt. Weder wurde von den Bewaffenten im Ort noch von einer Blockade durch die syrische Armee berichtet. Offenbar hatten sich beide Konfliktparteien an die zuvor geschlossenen Abmachungen gehalten. Thema wurde es erst im Zuge einer medialen „Hunger-Kampagne“ im Januar 2016, die einzig das Ziel hatte, die syrische Regierung zu diskreditieren. Eine Kampagne, die auf den Rücken der Opfer ausgetragen wurde.

Wir hatten oben die Frage in den Raum gestellt, warum Madaya vor einer Hungerkatastrophe stehen sollte, wenn es erst 9 Tage zuvor zu einer Versorgung gekommen war. War diese nicht ausreichend gewesen? Oder hatte diese Hilfe kaum Lebensmittel beinhaltet. Und wenn: warum nicht?

 

Eine weitere Frage ist die, wer innerhalb des Ortes Madaya für die Organisation zuständig sein kann, für die Lagerung und für die gerechte Verteilung. In der Regel die örtliche staatliche Verwaltung, aber die gibt es dort nicht mehr seit der Übernahme des Ortes durch einen Verband der islamistischen „Ahrar al-Sham“. Somit kommen innerhalb einer zivilen Struktur nur noch eine provisorische Selbstverwaltung und Selbsthilfegruppen in Frage.

Allerdings kann es gar nicht anders sein, dass diese Strukturen der militärischen Struktur untergeordnet sein muss, sprich: die Kontrolle wird durch die bewaffnete Söldnergruppe „Ahrar al-Sham“, einige Verbündete („Nusra-Front“) und eventuell mehr oder weniger gezwungene Kollaborateure ausgeübt, welche über das Gewaltmonopol innerhalb Madayas verfügen. Zwangsläufig sollten diese Gruppe neben dem unmittelbaren Eigeninteresse auch die Macht darüber besitzen, die angelieferten Güter zu kontrollieren.

Dass es sich genau so verhält, wird sogar indirekt durch die Massenmedien deutlich, obwohl diese gewöhnlich nichts auslassen, um die Situation in Syrien im Interesse der ausländischen Kriegstreiber zu verzerren. In ihren Artikeln ist von horrenden Preisen für Grundnahrungsmittel wie Mehl und Reis die Rede. Damit sollte der Mangel an ihnen in Zahlen gefasst werden, was vordergründig einleuchtend erscheint. Was sehr wenig vorhanden ist, kann nur teuer eingekauft werden.

Parallel dazu offenbart sich allerdings noch etwas anderes. Der Hinweis, dass Lebensmittel extrem teuer an die Menschen verkauft werden, bedeutet, dass jemand bzw. wenige über die Lebensmittel verfügen und viele nicht. Das heißt, dass die – unentgeltlichen – Lieferungen der UN und des Roten Kreuzes ganz offensichtlich nicht gerecht aufgeteilt wurden. Es ist somit offensichtlich, dass jemand oder eine bestimmte Gruppe in Madaya von der Not der anderen profitiert.

Um welche Gruppe kann es sich dabei nur handeln? Es wird sich weder um die mangel-/unterernährter Bevölkerung noch um irgendwelche anderen unbewaffneten Zivilisten handeln.

Der russische Staatssender „RT“ („Russia Today“) hatte mit einem Team die Hilfslieferungen der UN begleitet. Zwar sind so gut wie alle Sender, ob staatlich oder privat, grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, dennoch wird nicht nur innerhalb ihres Beitrages, sondern auch durch die Schlüssigkeit deutlich, dass das im Westen den Medienkonsumenten dargelegte Bild nicht stimmt, nicht stimmen kann.

 

 

 

 

 

In dem Krieg in und gegen Syrien gab es im Zuge des parallel verlaufenden Medienkrieges im Westfernsehen oder in den Printmedien keinerlei Informationen, Bilder, Videos oder irgendwelche Beiträge zu diesem Aspekt, dass die vom Ausland ausgehaltenen Bewaffneten die Kontrolle über die gelieferten Güter an sich reißen könnten. Keine einzige logsche Überlegung wurde angestellt. Die Bewaffneten in Madaya wurden manchmal erst gar nicht erwähnt, und wenn doch, dann als „Rebellen“ verharmlost, als wären diese als eine Art widerspenstige Bürger ein Teil der Bevölkerung.

Das ist falsch, denn die auch in Madaya befindlichen Islamisten/Rassisten/Faschisten sind nicht Teil der Bevölkerung, sondern Kampfgruppen der „Ahrar al-Sham“ und „Al Kaida“ und somit nichts weiter als brutale Kriegsknechte und Terroristen auf der Lohnliste ihrer ausländischen Auftraggeber – in diesem Fall Saudi-Arabien, Katar, Türkei, USA.

Stattdessen wurde entstellt, verzerrt, unterschlagen und gelogen, wie es eben nur ging. Und das noch nicht einmal sonderlich gut, weil jeder mündige Bürger mit ein wenig Eigenrecherche die zur Schau gestellte Kriegspropaganda entlarven konnte – sofern er wollte.

Die Vorstellung, dass innerhalb einer schlecht versorgten Bevölkerung 600 vollgefressene Söldner und Terroristen die Einwohner nicht nur als Deckung gegen syrische Militäroperationen benutzen, sondern diese gleichzeitig mit dem Lebensmittelgeschäft ausbeuten und im Zuge einer medial inszenierten Hunger-Kampagne politisch auch noch mißbrauchen, ist natürlich eine, die von interessierter Seite der Kriegstreiber nicht entstehen darf.

Dass das aus dem Ausland finanzierte und bewaffnete Kriegsvolk in mehrfacher Hinsicht die Ursache für die Hungersnot darstellt, würde die Medienkampagne um Madaya als absurd demaskieren. Die syrische Regierung würde nicht mehr als eine Bande von Verbrechern dastehen, sondern der islamistische Söldnerhaufen und jene, die ihn aushalten. Das ist auch einer der Gründe, warum die Massenmedien so penetrant fast sämtliche Terrorbanden als „Rebellen“ oder „Opposition“ schön zu reden bemüht sind. Diese Lüge ist ein Bestandteil des Krieges gegen den Staat Syrien und die syrische Bevölkerung, so wie die Massenmedien der Kriegstreiber ein Bestandteil dieses Krieges sind.

 

Ergänzung/Nachtrag:

Offenbar war es am 28. Dezember 2015 in Madaya tatsächlich nur durch eine medizinische Versorgung durch die UN, dem Internationalen Roten Kreuz und dem Syrischen Roten Halbmond gekommen.

Nach Karin Leukefeld, der einzigen echten und deutschsprachigen Journalistin vor Ort, waren die Lebensmitteltransporte durch die syrische Armee gestoppt worden, nachdem die Söldner der Al-Kaida/Ahrar-al Sham/Eroberungsarmee jene in die von ihnen belagerten Orte Kefraja und Al-Fuaa in der Provinz Idlib gesperrt hatten. Die Versorgung dieser beiden Orte war aber Teil der Abmachung zwischen der syrischen Regierung und den Söldnerverbänden gewesen war. Erst nach weiteren zähen Verhandlungen hatten die Anführer der Söldner die Transporte unter dem Schirm der UNO nach Kefraja und Al-Fuaa durchgelassen, woraufhin ihrerseits die syrische Armee die Versorgung von Madaya wieder gestattet hatte. Dabei handelte es sich um jene Hilfslieferungen, die am 11./12. Januar 2016 in Madaya eingetroffen waren.

 

 

Freitag
18
März 2016

Kleine Propagandaübersicht – 5/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Ist der Abgang Assads im nächsten Jahr bereits vereinbart?“ KURIER, 9. Januar 2016.

Nein, nichts wurde vereinbart. Elke Windisch erwähnt immerhin die russische Position. „Über die Zukunft des Landes und damit auch über dessen Führung habe allein das syrische Volk zu entscheiden.“ Das leuchtet jedem ein, nur nicht der bewaffneten „Opposition“ aus dem Ausland. Die hat nämlich kein Wahlrecht, nicht einmal zu Hause, wenn sie aus Saudi-Arabien, Katar, Kuweit, VAE usw. stammt. Alles andere auch bei Windisch wie die negativen Bezeichnungen wie gehabt: „Assad-Regime“, „Machthaber Assad und dessen Paladine“.

http://www.pressreader.com/austria/kurier-samstag/20160109/281629599258715/TextView

http://kurier.at/politik/ausland/russland-assad-abgang-schon-geplant/173.956.888

 

 

„Libanon. Syrien-Gespräche beim betroffenen Nachbarn.“ KURIER, 9. Januar 2016.

Außenminister Kurz interessiert sich unter anderem für die Flüchtlinge im Libanon, wo er vor Ort helfen möchte. Allerdings trägt Österreich die EU-Sanktionen gegen Syrien mit, was die Fluchtbewegung unterstützt. Davon ist bei W. Theuretsnacher allerdings nicht die Rede. Vielleicht hatte er noch nie davon gehört.

http://kurier.at/politik/ausland/syrien-gespraeche-beim-betroffenen-nachbarn-libanon/173.970.011

 

 

„Die Roma und die Salafisten.“ STANDARD, 9. Januar 2016.

Bericht von Zornitsa Stoilova. Unter anderem von einem Polizeieinsatz gegen Salafisten und die Anklage wegen „IS“-Propaganda und Anwerbung von Söldnern. Was fehlt ist die Rolle Bulgariens als Waffenlieferant für die Finanziers und Ausrüster von „IS“ und „Al-Kaida“.

http://derstandard.at/2000028285423/Bulgarien-Die-Roma-und-die-Salafisten

 

 

„“Die Hauptsorge der Polizei war Terror.“ STANDARD, 9. Januar 2016.

Interview von Kim Sin Hoang mit dem Polizeiwissenschaftler Rafael Behr, der es mit den Wissenschaften auch nicht so genau nehmen vermag. Mal so, mal so, dann wieder anders, dann doch nicht, möglicherweise vielleicht….

http://derstandard.at/2000028693096/Uebergriffe-in-Koeln-Die-Hauptsorge-der-Polizei-war-Terror

 

 

„Ist „mein“ Polen schon verloren?“ STANDARD, 9. Januar 2016.

Essay von Martin Pollack, der – in diesem Fall zu recht – damit hadert, dass demokratische Regierung demokratische Strukturen abzubauen gedenken. Das Erstarken der rechten Lager ist allerdings europaweit zu beobachten, nicht nur in Polen, Ungarn, Frankreich. Die Frage ist: warum? Und wo stand Pollack selbst bisher?

http://derstandard.at/2000028707189/Ist-mein-Polen-schon-verloren

 

„Syrien. Stadt am Rande des Kannibalismus.“ PRESSE, 9. Januar 2016.

Belagerungen werden hier als Kriegsverbrechen gebrandmarkt. Terroristen belagern nicht, das sind nur „Rebellen“, allerdings von Al-Kaida. Propagandaartikel im Rahmen der antisyrischen Hungerkampagne. Jener Staat in Übersee, der seit 1945 die meisten Zivilisten umgebracht hat, wird nicht genannt. Stattdessen nur ein Fingerzeig zum Balkan und der Belagerung von Sarajewo, also in Richtung Serbien.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4900714/Syrien_Eine-Stadt-am-Rande-des-Kannibalismus

 

 

„Südlibanon. Zwischen „Rache“ und israelischen „Antworten“.“ KURIER, 10. Januar 2016.

Wilhelm Theuretsbacher kennt sich mit Begrifflichkeiten genau aus. Die Hisbollah rächt sich, während Israel nur „antwortet“. Hisbollah führt einen „Terrorkrieg“, während das freundliche, rechtsgerichtete, rassistische Arpartheitsregime nur auf „Provokationen reagiert“, zum Beispiel mit richtig fetten Granaten auf irgendwelche Dörfer, wo irgendwelche Leute wohnen, während sich im libanesischen Luftraum israelische Kampfflieger und Drohnen tummeln. Naja, erlaubt ist das nicht, wie selbst Theuretsbacher eingestehen muss.

http://kurier.at/politik/ausland/zwischen-rache-und-israelischen-antworten/174.132.490

 

 

„Das Comeback der Clintons.“ KURIER, 10. Januar 2016.

Ingrid Steiner-Gashi gab sich Mühe, die Clintons als halbwegs normale Personen darzustellen. Das kann aber nur gelingen, wenn Verbrechen als normal dargestellt werden.

http://kurier.at/politik/ausland/das-powerpaar-das-comeback-der-clintons/174.133.133

 

 

„Die fehlende Freiheit war das Problem.“ PRESSE, 10. Januar 2016.

Katrin Pointinger und Jürgen Streihammer hörten vier Flüchtlingsfrauen aufmerksam zu, um ihre fehlenden Freiheiten im Nahen Osten zu dokumentieren. Genau, es sind keine aus den mit uns befreundeten Steinzeit-Diktaturen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4901100/Fluchtlingsfrauen_Die-fehlende-Freiheit-war-das-Problem?from=simarchiv

 

 

„EU schränkt Waffenbesitz weiter ein.“ KURIER, 11. Januar 2016.

W. Theuretsbacher berichtete von der EU, welche mit einer neuen Waffenrichtlinie neben Dekowaffen auch den Besitz von Gas- und Schreckschuss-Pistolen einschränken will. Ja, wegen dem Terrorismus, denn die benutzen das ja auch, nicht wahr? Nein, Terroristen benutzen jene Waffen, die wir ihnen geliefert haben. Und die funktionieren auch.

http://kurier.at/chronik/oesterreich/waffenrichtlinie-eu-schraenkt-waffenbesitz-weiter-ein/174.283.388

 

 

„Europas Problem mit den Feuerwaffen.“ KURIER, 11. Januar 2016.

Leitartikel von Michael Jäger mit einem richtig dummen Gequatsche. Hier wurde unterstellt, dass Terroristen angeblich ihre Waffen aus einem Schwarzmarkt beziehen würden. Die erste Pistole von Andreas Baader kam vom deutschen Verfassungsschutz, zumindest eine Kalaschnikow vom Pariser Novemberattentat offenbar von einer CIA-Filiale aus Florida. Gut, das wurde nie an die große Glocke gehängt, nicht einmal die hunderttausend vom Westen bewaffnete Terroristen weltweit. Über wen hatte Jäger eigentlich gesprochen?

Fast unglaublich, dass sein Name sogar mit einem Bild versehen wurde hat. Für uns hat aber Dummheit somit ein Gesicht bekommen.

http://kurier.at/meinung/kommentare/innenpolitik/europas-problem-mit-den-feuerwaffen/174.305.767

 

 

„Nordkorea: USA zeigen Stärke.“ STANDARD, 11. Januar 2016.

Die USA halten nur Manöver vor den gegnerischen Grenzen ab und zeigen erst Stärke, wenn sich hinter der Grenze jemand aufgeplustert hat.

(Kein Link zum STANDARD auffindbar, macht aber nichts, weil es überall ähnlich und gleich klingt).

http://de.euronews.com/2016/01/10/nach-nordkoreas-atomtest-usa-und-suedkorea-zeigen-staerke/

 

 

„Polen und die EU. Ein beinharter Kampf.“ STANDARD, 11. Januar 2016.

Eric Frey ist ein ganz Lustiger. Für ihn werden „demokratische Kontrollmechanismen“ wie „Verfassungsgericht“ und angeblich „unabhängige Medien“ zur „Aushöhlung des Rechtsstaates nur in Polen abgebaut, nicht etwa bei seinen „Masterminds“ und dem Regime in Übersee. Aber Polen habe laut Frey doch eine bessere Zivilgesellschaft, denn „außerhalb von Europa“ hätte es in eine „Quasi-Diktatur“ münden können. Also bei den Blindgängern in Afrika und Asien, den Schwarzen und Schlitzaugen, den arabischen Frauenverachtern, bei all den „Depperten“. Richtig so, Herr Frey?

Die Kommentare der Leser zeigen auf, dass sie den Frey bereits kennen. Oder sind das auch alles kleine Putintrolle?

http://derstandard.at/2000028794875/Polen-und-die-EU-Ein-beinharter-Kampf

 

„Viele Todesopfer durch Vakuumbomben.“ PRESSE, 11. Januar 2016.

Das sagte der Agent Rahman aus England, weswegen es die PRESSE auch sagen musste. Wegen den Russen. Al-Kaida-Terroristen sind nicht so böse, deswegen heißen sie in der PRESSE „jihadistische Rebellen der al-Nusra-Front“. Die Verharmlosung von Terroristen und Terrorismus heißt bei uns allerdings auch Unterstützung derselben/desselben.

Auch hier kritische Kommentare, die von dem Schundblatt PRESSE nicht widerlegt werden können. Auch Putintrolle? Wäre allerdings unangenehm, wenn die „Putintrolle“ die Journaille aufzublättern in der Lage sind – und nicht umgekehrt. Nur ein Problem der „Lügenpresse“.

 

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4901540/Syrien_Viele-Todesopfer-durch-Vakuumbomben?direct=4902198&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/4902198/index.do&selChannel=

 

Ratte 0

 

 

Mittwoch
16
März 2016

Kleine Propagandaübersicht – 4/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Jahrestag von „Charlie Hebdo“: Attacke auf Polizeistation.“ KURIER, 8. Januar 2016.

Ingrid Steiner-Gashi berichtet von einer richtig bescheuerten Geschichte. Ein Selbstmörder ließ sich vor einer Pariser Polizeiwache erschießen. Alles andere wie gehabt. Nichts genaues weiß man nicht, aber das ganz genau.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160108/281565174747337/TextView

 

„Horror-Zustände in belagerter Stadt: „Die Menschen essen Gras, Katzen und Hunde.““ KURIER, 8. Januar 2016.

Der KURIER gibt das wieder, was für die Medienkampagne gegen die syrische Regierung derzeit verlangt wurde. Terroristen werden als „Rebellen“ verharmlost, böse sind die anderen. Quelle ist SOHR, und die ist keine. Sagen alle außer der britische MI6.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160108/281590944551113/TextView

 

 

„Libyen. Anschlag auf Trainingscamp der Polizei fordert Dutzende Menschenleben.“ KURIER, 8. Januar 2016.

Der KURIER machte hier den „IS“ aus, unter anderem wegen der „Handschrift“. Und die hat niemand erkannt.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160108/281586649583817/TextView

 

 

„200 Millionen Christen feiern das Jesukind.“ KURIER, 8. Januar 2016.

Belanglos, aber dennoch nützlich, um auch hier ein wenig Propaganda unterzubringen. „Patriarch Kirill bezeichnete in einem TV-Interview die russischen Luftangriffe in Syrien als „rechtmäßige Maßnahme zum Schutz des Vaterlandes“. Daran sieht man, dass Politik und Kirche in Russland meistens gleicher Meinung sind und einander nicht wehtun.“

Wie in jeden anderen Land auf dem Planeten. Aber das steht dort nicht.

(Link nicht mehr auffindbar).

 

„Wie Putin Reisepläne durchkreuzt.“ KURIER, 8. Januar 2016.

Durchkreuzen klingt martialisch. Dazu Putin. Passt. Simone Hoepke denkt, dass nun zahlreiche russische Reiseveranstalter schließen müssen, weil umgebucht wird, nicht etwa die türkischen, weil niemand mehr kommt. Denken scheint nicht die Stärke von Hoepke zu sein.

http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wie-putin-die-reiseplaene-der-russen-durchkreuzt/173.881.324

 

„In die falsche Richtung.“ STANDARD, 8. Januar 2016.

Rauscher verortet in Paris die Vereitelung eines Attentatsversuches und nicht etwa einen Selbstmord durch andere. Und er sieht zu Skeletten abgemagerte Menschen in einer syrischen Stadt, die von Assad-Truppen belagert wird. Jetzt erst und nur dort, wie das so ist, wenn man selbst nichts mitbekommt.

http://derstandard.at/2000028646609/In-die-falsche-Richtung

 

 

„Angriff auf Polizei: Pariser Behörden vermuten Terrorismus.“ STANDARD, 8. Januar 2016.

Natürlich vermuten sie Terrorismus, weil sie sich als Idioten geben. Der richtige Idiot hat sich allerdings erschießen lassen. Womöglich hatte man ihm gesagt: nimm die 20 Euro, es wird schon nichts passieren.

Anschlagswarnungen zu Silvester angeblich vom türkischen Geheimdienst laut einer türkischen Zeitung. Die hat es wieder von einer anderen Zeitung, die es wieder von einer anderen Zeitung hat, die es wiederum von einem Geheimdienstmitarbeiter hat – die Ente.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160108

Alternativ können auch andere Blätter eingesehen werden, die sind alle ähnlich.

 

„Hungernot in syrischer Stadt. Assad-Regierung gestattet Helfern Zugang.“ STANDARD, 8. Januar 2016.

STANDARD nennt in ihrem Beitrag zur Terrorismusleugnung die Al-Kaida-Truppen „Oppositionsmilizen“.

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160108/281642484157856/TextView

 

„“Islamischer Staat“ in Libyen. Die Zeit läuft aus“. STANDARD, 8. Januar 2016.

Auch Gudrun Harrer denkt nach, weiß aber nichts genaues und überlegt sich, dass Libyen für den „IS“ als angeblicher „Rückzugsraum“ interessant werden könnte. Wie interessant dieser Rückzugs sein könnte, hatte die NATO mit unzähligen Bomben und Raketen aufgezeigt. Also uninteressant.

http://derstandard.at/2000028643085/Islamischer-Staat-in-Libyen-Die-Zeit-laeuft-aus

 

 

Nordkorea. „Der Diktator, der mit der Bombe spielt.“ PRESSE, 8. Janauar 2016.

Ist Thomas Vieregge der koreanischen Sprache mächtig? Oder wer erzählt ihm das, was er erzählt?

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4899861/Nordkorea_Der-Diktator-der-mit-der-Bombe-spielt?direct=4900862

 

„Wer warnte vor Silvester-Attentaten in Wien?“ PRESSE, 8. Janauar 2016.

Von Susanne Güsten, die darüber spekuliert, wer was über etwas gesagt haben könnte, was nie eingetroffen ist. Basteleien an Geschichten, die in 1000 und eine Nacht passen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4899818/Turkei_Wer-warnte-vor-SilvesterAttentaten-in-Wien?from=simarchiv

 

„IS-Attentat auf Polizeirevier in Paris vereitelt.“ PRESSE, 8. Janauar 2016.

Vom „IS“ ist nur in der Überschrift der Rede. Ein toter Idiot reicht aber schon aus, um vorhandene „scharfe“ Sicherheitsgesetze noch mehr nachzuschärfen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4899848/ISAttentat-auf-Polizeirevier-in-Paris-vereitelt?from=simarchiv

 

Ratte 0

 

 

Samstag
12
März 2016

Propaganda um Madaya, Teil 5.

 

Während der KURIER und der STANDARD am 9. Januar 2016 keinen Artikel zu „Madaya“ gebracht hatten, widmete sich die PRESSE in ihrer Printausgabe dem Thema zwar nicht genauer, aber mit weiteren Details. „Stadt am Rande des Kannibalismus“ lautete der reißerische Aufmacher. Im Text war dann in billiger BILD-Zeitungsmanier noch von einem Gerücht die Rede, dass „Kannibalismus“ drohen könnte, um dann Möglichkeiten zu spekulieren.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4900714/Syrien_Eine-Stadt-am-Rande-des-Kannibalismus

 

Sämtliche Medien hatten bislang davon berichtet, dass die letzte Hilfslieferung Madaya bereits seit Oktober 2015 zurückliegen würde. Auch dies war eine Falschinformation, die offensichtlich dazu diente, um die syrische Regierung besser als „Barbaren“ hinzustellen. Die UN selbst informierte etwas anderes: nach deren Angaben erreichte der letzte Hilfstransport Madaya am 28. Dezember 2015, also erst 9 Tage vor dem Beginn der Madaya-Hunger-Kampagne. Bei dieser Gelegenheit wurden zudem einige kranke und verletzte Menschen evakuiert. 

http://www.un.org/apps/newsFr/storyF.asp?NewsID=36342#.Vt1ilvnhCM-

 

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Neben dieser medial unterschlagenen Information stellt sich die Frage, wo die Güter dieser Lieferung abgeblieben waren.

Die PRESSE hatte offenbar davon Wind bekommen, dass einige ihrer Leser auch davon gehört haben könnten. „Hilfsorganisationen konnten angeblich zuletzt im Oktober Nahrung nach Madaya bringen“, hieß es dort. Das war aber nichts anderes als die weitere Unterstützung dieser Lüge mit dem gleichzeitigen Versuch, die eigene Verantwortung für Desinformation mit dem „Angeblich“ von sich zu weisen.

Von dieser Niedertracht einmal abgesehen, hatten die Lohnschreiber der PRESSE eine neue Bevölkerungsgruppe in Madaya verortet: den „Aktivisten der Rebellen“, der vorzugsweise in den Medien seiner Geldgeber (Saudi-Arabien, Katar) zu Wort kommen darf. Hatten die Westmedien ihre „Aktivisten“ als besorgte und politisch interessierte Bürger Syriens darzustellen versucht, so musste ein „Aktivist“ der ausländischen „Rebellen“ offenbar ohne Nationalität auskommen. „Aktivisten“ der „Ahrar a-Sham“ oder „Al-Kaida“ können demzufolge nur was sein?

 

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Typische Aktivisten der Nusra-„Rebellen“, hier in Aleppo. (Screenshot YouTube). 

 

Die PRESSE hat ein Problem damit, Terroristen auch beim Namen zu nennen, weil es ihnen ihre Geschäftsgrundlage der Propaganda entziehen würde. Also wurden und werden Terroristen und Terrorismus geleugnet, wie es eben nur möglich ist. So wurden auch die Belagerer der beiden noch in Regierungshand befindlichen Orte Fua und Kefraya großzügig als „Rebellen“ tituliert, obwohl diese sich selbst als Verbände der Nusra-Front zu erkennen geben. Die Redaktion der PRESSE findet Al-Kaida offensichtlich gut, und das bekannterweise nicht erst seit heute.

 

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Die Erwähnung der durch „Jabhat al-Nusra“ belagerten und beschossenen Orte erfolgte hier in der PRESSE zum ersten Male. Es wurde sehr knapp berichtet, dass es im Dezember 2015 zu Vereinbarungen zwischen der syrischen Regierung und den Söldnern und Halsabschneidern gekommen war: die Versorgung von Madaya gekoppelt mit Hilfslieferungen auch nach Fua und Kefraya. Das hatte im Dezember sogar funktioniert, weil die Terroristen-Fähnleins ohnehin einem übergeordneten Kommando unterstehen.

Informieren kann man sich dazu weiter auf der Homepage der UN. Dazu gab es auch einen Artikel im unabhängigen Nachrichtenmagazin „Hintergrund“:

http://www.hintergrund.de/201601103812/politik/welt/hunger-in-madaya-und-was-ist-mit-kafraya.html

Hier ein Artikel der UN über die Vereinbarung:

http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=52384#.Vt1jevnhCM9

 

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Evakuierung von etwa 100 Söldnern aus Zabadani, 29. Dezember 2015. (Screenshot YouTube/BBC). 

 

Die im Artikel der PRESSE hinterlegte Erinnerung an die Belagerung von Leningrad durch die deutsche Wehrmacht ist nicht vergleichbar mit der Situation in Syrien. Hitler und der Wehrmachtführungsstab hatten die Blockade mit dem bewussten Ziel eingerichtet, die Bevölkerung samt den russischen Militärs auszuhungern. Dies hatte insofern einen verbrecherisch-rationalen Hintergrund gehabt, weil das Nazi-Regime sich bei einem eventuellen Fall Leningrads außerstande gesehen hatte, die Bevölkerung zu ernähren. Andererseits waren die dort befindlichen Großverbände der deutschen Heeresgruppe NORD für einen Frontalangriff zu schwach gewesen.

In Syrien dagegen werden die von den Terroristen umzingelten Orte von der Regierung und Milizen verteidigt. Wo die Armee wiederum Orte eingeschlossen hat, befinden sich inmitten der Bevölkerung die Terroristen. Deren Anwesenheit inmitten von Zivilisten ist der Grund für Einschließungen statt Angriffen durch Verbände der syrischen Armee.

 

 

Donnerstag
10
März 2016

Kleine Propagandaübersicht – 3/2016:

 

Ratte 0

 

Saudi-Arabien. Kuweit kappt Beziehungen: Iran wird von Riads Freunden isoliert. KURIER, 6. Januar 2016.

Von Isolation kann allerdings keine Rede sein, handelt es sich bei den „isolierenden“ Golfdiktaturen um Staaten, die nur Terroristen, Erdöl und Erdgas zu verkaufen haben, also das, was der Iran sicherlich nicht braucht.

http://kurier.at/politik/ausland/iran-wird-von-riads-freunden-isoliert/173.401.524

 

 

„Was Sunniten von Schiiten trennt.“ KURIER, 6. Januar 2016.

Susanne Bobek stellte immerhin fest, dass das Geld für den blutigen Terrorkrieg immer wieder aus Saudi-Arabien und den verbündeten Golfdiktaturen kam und der „IS“ in seiner Ideologie den Saudis so verblüffend ähnlich ist. Leider mangelte es ihr an auch nur einen einzigen Rückschluss.

http://www.msn.com/de-at/nachrichten/politik/was-sunniten-von-schiiten-trennt/ar-AAgq1gp?li=AAaVMk2

 

 

„Depremiert, untätig, voller Angst.“ KURIER, 7. Jänner 2016.

Frankreich. Antonia Rados stellt der französischen Regierung kein gutes Zeugnis aus. Sie sieht das Jahr 2015 auch als ein Jahr der polizeilichen Katastrophen. So hätten die Untersuchungsbehörden noch immer nicht den Hebdo-Anschlag aufgeklärt bzw. keine Fortschritte bei den Ermittlungen erreicht. Nur die Namen der drei Attentäter wären bekannt.

Warum wundert es uns nicht? Wir erinnern uns: die angeblichen Attentäter hatten ihre Namen selbst deponiert bzw. genannt. Nicht nur das, diese strunzdummen Täter hatten auch alles getan, um gefunden zu werden. Demnach muss die französische Polizei noch dümmer sein, wenn sie weiter nichts herausgefunden hat.

http://kurier.at/politik/ausland/antonia-rados-ueber-paris-nach-charlie-hebdo-deprimiert-untaetig-voller-angst/173.575.108

 

 

„Ukraine steckt im Dilemma.“ KURIER, 7. Jänner 2016.

Poroschenko-Günstling Stefan Schocher „erinnert“ sich nicht an den durch faschistische Kräfte und Nazi-Banden betriebenen Putsch, sondern an eine „Revolution“. Er „erinnert“ sich auch nicht an das (russisch initiierte) Referendum auf der Krim und die damit einhergehende Sezzession, sondern nur an eine Annektion. In Schochers künstlichen „Erinnerungen“ wären im Osten gar „tschetschenische und russische Milizen“ aufmarschiert, ja, die russische Armee wäre sogar im Osten des Landes „stationiert“.

Für „Erinnerungen“ benötigt Schocher keine Beweise. Aber seine Erinnerungen passen so schön in die Darstellung aller Faschisten-Freunde im Westen. Es müssen schöne Erinnerungen sein, denn die schlechten werden gerne wieder verdrängt, wie auch Schocher demonstriert. Poroschenko hatte die Bevölkerung der östlichen Provinzen als „Terroristen“ erklärt und anschließend den Krieg gegen diese von der Leine gelassen – und nicht umgekehrt. Die schon zuvor angerichteten Massaker wie in Odessa haben in diesen „Erinnerungen“ gleichfalls keinen Platz. Auch nicht die Nazi-Brigaden selbst, sind alles Aktivisten für Schocher, der freudig mit dem Schwanz wedelt. Braver Schocher, hast mit diesem verlogenen Dreck einen Knochen verdient, gell?

http://kurier.at/politik/ausland/ukraine-steckt-im-dilemma/173.576.756

 

„IS verliert immer mehr Raum – nun auch in Syrien.“ PRESSE, 7. Januar 2016.

Interessanterweise ganz ohne die syrische Armee und die russische Luftunterstützung, denn sie werden nicht erwähnt.

http://www.pressreader.com/austria/die-presse/20160107/281543699908093/TextView

 

„Die treibenden Kräfte in Riad.“ PRESSE, 7. Januar 2016.

Martin Gehlen mit einer Märchenstunde über die lieben Saudis, die beispielsweise angeblich Al-Kaida in den Jemen „abgedrängt“ hätten. Also so ähnlich wie bei der Türkei, wo Terroristen bestimmt auch nur über die Grenze nach Syrien abgedrängt wurden und werden.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4899180/Saudiarabien_Die-treibenden-Kraefte-in-Riad?direct=4900785&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/4900785/index.do&selChannel=

 

 

„Frankreich ist längst nicht mehr „Charlie““. STANDARD, 7. Januar 2016.

Von Stefan Brändle.

Er erinnert sich an die Solidaritätsaufmärsche und habe an der Spitze gar 40 Regierungschefs gesehen. Eine schöne Geschichte, die ihm erzählt worden war, denn selbst gesehen konnte er es nicht. Die Videosequenzen mit der Regierungschefs hatte nachträglich unter Ausschluß der Öffentlichkeit in einer abgesperrten Seitenstraße stattgefunden. Für die Medien und für Brändle, den Aufklärungsergebnisse auch nicht zu interessieren scheinen. Der „IS“ soll sich aber nach Brändle angeblich „die Hände reiben“. Sollten sie sich die „Hände reiben“, dann sicherlich nicht wegen dem Attentat, sondern wegen Stefan Brändle.

http://derstandard.at/2000028580487/Ein-Jahr-nach-den-Anschlaegen-Frankreich-ist-laengst-nicht-mehr

 

 

Ein Jahr nach „Charlie Hebdo“: Jihad-Fabrik Frankreich. STANDARD, 7. Januar 2016.

Kommentar von Stefan Brändle, der die Beseitigung der Gründe für den Terrorismus vermisst. Leider reichte sein Horizont aber nur bis in die französischen Vorstädte.

http://derstandard.at/2000028583806/Jihad-Fabrik-Frankreich

 

„Saudi-Arabien hat den schwarzen Peter.“ STANDARD, 7. Januar 2016.

Gudrun Harrers „Analyse“ setzte sich zusammen aus den Meinungen anderer. In Thereran wohnen nicht die „Guten“, aber die Saudis hätten den „schwarzen Peter“. Lustiges Kartenspiel, das wir aus dem Irak kennen.

http://derstandard.at/2000028579319/Saudi-Arabien-hat-den-schwarzen-Peter

 

 

„Es gibt keinen Weg vom Krieg zum Frieden.“ STANDARD, 7. Januar 2016.

Mit einem Kommentar von Werner Wintersteiner tatsächlich einmal ein vernünftiger Artikel ohne Kriegshetze? Doch Wintersteiner hat Probleme.

„Die Legitimität eines Krieges gegen den „Islamischen Staat“ ist äußerst strittig“, heißt es gleich am Anfang. Aber hier ist es bereits zu ungenau. Richtig muss es heißen, dass bezüglich des Schauplatzes Syrien jeglicher Einsatz ausländischer Mächte einen eklatanten Völkerrechtsbruch beinhaltet. Daran ist genau gar nichts strittig. Den von George W. Bush und seinen Neocons entfesselten angeblichen „Krieg gegen den Terror“ sei laut Wintersteiner „gescheitert“ und habe zur heutigen „Misere“ beigetragen. Das ist kaum eine verständliche Umschreibung für einen brutalen Angriffskrieg, für ein gigantisches Verbrechen mit letztlich rund 1 Million toter Iraker.

Neben einigen guten Hinweisen verfällt Wintersteiner dann wieder in die Niederungen erstaunlicher Naivität. „Wie man die Macht des IS mit nichtmilitärischen Mitteln eindämmen könnte, dazu sind viele kluge Vorschläge gemacht worden. Sie sind bislang an der fehlenden Entschlossenheit der Staaten gescheitert…“. Wir haben von diesen klugen Vorschlägen zwar nichts gehört, aber Wintersteiner noch nicht einmal davon, dass eine ganze Reihe dieser erwähnten Staaten kein Interesse daran haben, da in ihren Reihen auch die Kriegstreiber zu finden sind. Seinen Appell für eine Friedenslogik schließen wir uns natürlich an.

http://derstandard.at/2000028578223/Es-gibt-keinen-Weg-vom-Krieg-zum-Frieden

 

Ratte 0

 

 

Samstag
05
März 2016

Propaganda um Madaya, Teil 4.

 

Der Medienkampagne um den Schauplatz Madaya lag eine bedenkliche Quellenlage zugrunde. Sie beruhte wie so oft auf die dubiose wie „Oppositions“-nahe so genannte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ (SOHR) mit Sitz in England. Deren angeblich einziger „Mitarbeiter“ Ossama Suleiman, der sich für die Medien den Namen Rami Abdul Rahman zugelegt hatte, versorgt die westliche Welt wie aus einer Monopolstellung heraus mit „Nachrichten“. Und mit Propaganda und Falschmeldungen. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei um ein kleines Medienunternehmen des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 handelt.

 

Rami Abdul Rahmani 1

Mit einem Output von ganz vielen Rami Abdul Rahmanis: gezeigt wird nur ein und der selbe. (Quelle: Screenshot Google). 

 

Diese eine einzige Quelle reicht für die westlichen Nachrichten- und Medienkonzerne aus, um „Wahrheiten“ unters Volk zu bringen. Seit einiger Zeit werden diese „Nachrichten“ von standardisierten Entschuldigungsklauseln begleitet, nach denen diese Meldungen angeblich „unabhängig nicht überprüft“ werden könnten.

Standard-online, 7. Januar 2016:

http://derstandard.at/2000028635630/UNO-Syriens-Regierung-stimmte-Hilfstransport-fuer-belagerte-Stadt-zu

 

Der Punkt ist der, dass die „Überprüfung“ erst gar nicht erfolgt. Ebenso werden andere Quellen, ob unabhängig oder nicht, erst gar nicht herangezogen. Das macht das, was als „Information“ unter dem Deckmantel angeblicher seriöser und neutraler Medien publiziert oder gesendet wird, entgültig absurd.

Jeder Privatmensch ist in der Lage, sich mit ein wenig Eigenengagement bessere Informationen zu recherchieren. SPIEGELKABINETT hatte am 15. Januar 2016 in diesem Zusammenhang einen Artikel gebracht, in welcher anhand eines Beispiels mit angeblichen „Nachrichten“ von SOHR permanente Meinungsmache betrieben wurde. Am Ende wird auch kurz der Schauplatz Madaya erwähnt.

http://spiegelkabinett-blog.blogspot.co.at/2016/01/wie-aus-einer-meldung-wahrheit-wird.html

 

Über „SOHR“ werden die großen US-Nachrichten wie Reuters und AP gefüttert, deren Material wiederum von heimischen Agenturen wie DPA und AP verwurstet werden. Häufig ohne größere Bearbeitung, fast immer ohne Recherche. Dies kommt bereits einer Gleichschaltung gleich, ohne dass diese speziell für jedes Verteiler-Medium als Redakteursarbeit angeordnet werden muss. Einfach kopieren, hier und das etwas umformulieren, fertig.

Zu den weiteren medialen Akteuren gehören auch die Menchenrechtsorganisationen „Human Right Watch“ sowie „Amnestie International“. Diese beiden US-finanzierten Organsisationen hatten sich auch in der Vergangenheit (Jugoslawien, Irak, Libyen) als willige Lakaien und Propagandisten der US-Militärmaschinerie gezeigt und als Türöffner für die angeblichen humanitären Dauerbombardemts gedient. Unvergessen der Versuch, Gebäudetrümmer mit angeblich „Assad“ seinen „Fassbomben“ in Verbindung zu bringen, dafür aber Fotos aus von Israel zerbombten Gazastreifen zu verwenden.

 

Madaya - KURIER 1

Der KURIER und sein „Madaya“. 

 

Apropos Bilder. Auch die Madaya-Kampagne wurde mit zahlreichen Fotos unterfüttert. Diese wurden durch den sauischen Sender Al-Arabiya (in den Vereinigten Arabischen Emiraten) und den kartarischen Sender Al-Jazeera geliefert, also durch die hauseigenen Propagandasender zweier Staaten, welche mit anderen Verbündeten den Krieg gegen Syrien führen. Diese Bilder wurden wiederum in den westlichen Medien herumgereicht, ohne dass die Quelle recherchiert wurde. Manchmal fand sich ein Begleitsatz, dass die Herkunft des Fotos nicht überprüft werden könne. Gedruckt und gezeigt wurde es dennoch und damit die antisyrische Kampagne visuell unterstützt.

 

Syrian-Girl_1

Ein Mädchen aus Madaya, wie behauptet? Nein. 

 

Tatsächlich gab es schnell erste Anzeichen von Bildmanipulationen, mit denen die Medienkonsumenten an der Nase herumgeführt werden, aber auch in die richtige Stimmung versetzt werden sollten. Aufmerksame Beobachter stellten fest, dass eine Reihe von Fotos zu früheren Zeiten publiziert und dass diese nachträglich bearbeitet worden waren. Mit Madaya hatte es nichts zu tun gehabt.

 

madaya-recycled-1

Einige Beispiele. Dank Google-Bildersuche ist zudem jeder selbst in der Lage, Zeit und Medium der Publizierungen zu eruieren.

 

Natürlich geht es den Menschen in den Kriegsgebieten denkbar schlecht, aber das ist hier nicht das Thema. Hier geht es um die durch die Massenmedien verbreitete Manipulation. Das Perverse daran ist, dass diese Medien den Krieg, Tod, Zerstörung und alles Leid der Menschen weiterhin befeuern und auf deren Kosten, also Kosten der Opfer, Propaganda betreiben.

Beim KURIER war man allerdings nur dämlich. Offenbar war die Redaktion nicht rechtzeitig mit falschen Bildern versorgt worden.

 

Madaya - KURIER 1

 

Denn diese Foto stammt zwar aus Madaya, allerdings aus Madaya in Myanmar aus dem Jahre 2014. Das asiatische Gesicht der abgebildeten Frau hatte offenbar niemanden gestört.

https://widerimage.reuters.com/story/the-buddha-factory

 

Donnerstag
03
März 2016

Kleine Propagandaübersicht – 2/2016.

 

Ratte 0

 

 

„Ein Wahhabiten-Stützpunkt in Europa. Bosnien-Herzegowina.“

Wilhelm Theuretsbacher macht sich zu recht Sorgen über die Ausbreitung der Steinzeitfundamentalisten aus Saudi-Arabien, Katar und Kuweit in Bosnien. KURIER, 3. Februar 2016.

 

 

„Die Bosnier stehen der Investitions- und Einwanderungswelle ratlos gegenüber. Nicht vergessen sind jene wahhabitischen und El-Kaida-nahen Saudis, die während des Krieges von 1992 und 1995 Waffen lieferten.“

Theuretsbacher hatte anscheinend selbst einiges vergessen. „Jene wahhabitischen Saudis“ sind natürlich „Al-Kaida-nah“, sogar sehr nah, weil es sich dabei um die eigene Terrororganisation handelt, wenn auch in Kooperation mit anderen Staaten. Da auch für Theuretsbacher der Zusammenhang Saudis-Wahhabiten-Al-Kaida gegeben war, sollte er sich die Frage stellen, was diese damals in Bosnien zu suchen hatten und wie sie dort überhaupt hingelangt waren. Die Beantwortung wäre allerdings höchst unangenehm. Die Angabe, dass die Saudis damals Waffen nach Bosnien geliefert hätten, ist zwar richtig, lässt aber die ebenfalls importierten Söldner und Terroristen einschließlich ihrer Auftraggeber, Hintermänner und Finanziers außer Betracht.

Zu dem Thema gehört auch der Artikel: „Wien als Einfallstor nach Bosnien.“ KURIER, 3. Februar 2016.

Aber auch hier keine Rede davon, dass die USA und die NATO in ihrem Krieg gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien nicht nur mit dem US-Bündnispartner Saudi-Arabien, sondern auch mit Al-Kaida als Subunternehmen zusammengearbeitet hatten. US-Militär-Dienstleister hatten die bewaffneten Mörderbanden eingeflogen.

 

 

„Empörung nach Massenexekutionen. Saudi-Arabien.“ KURIER, 3. Februar 2016.

Ingrid Steiner-Gashi gab die Behauptung des Terrorstaates Saudi-Arabien wider, dass neben den schiitischen Geistlichen zumeist Extremesiten von „Al-Kaida“ hingerichtet worden wären, also Angestellte des eigenen Geheimdienstes. Offenbar hinkte sie dem Kenntnisstand ihres Kollegen Theuretsbacher hinterher. Den Krieg in Jemen reduzierte Steiner-Gashi auf einen Stellvertreterkrieg zwischen Teheran und Riad, erwähnte aber nicht, dass es Saudi-Arabien ist, welche zuvor dort ihre Marionetten installiert und das Land angegriffen hat.

 

 

„Das saudische Spiel mit dem Feuer.“ PRESSE, 4. Januar 2016.

Von Martin Gehlen zeigte eine hässliche Seite Saudi-Arabiens auf und schrieb desweiteren, dass etwa 2.500 Saudis in den Reihen des „IS“ stehen würden. Was er nicht erzählt, ist die Tatsache, dass sich tausende saudische Söldner auch in den Reihen von „Jabhat al-Nusra“, der „Islamarmee“, der „Eroberungsarmee“, der „FSA“ usw. befinden, wobei die Nennung des jeweiligen Labels nicht relevant ist.

„Der blutige Konflikt mit den schiitischen Houthis im Jemen entpuppt sich immer mehr als riskante und kostspielige Sackgasse“, so Gehlen. Das war von ihm eine sehr positive Umschreibung dafür, dass sich Saudi-Arabien nicht nur in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes einmischt, sondern gegen dieses einen offenen Angriffskrieg führt. „Denn von Zerfall und Verelendung des Nachbarlandes profitieren vor allem al-Quaida und der Islamische Staat“, so Gehlen weiter.

Genau das ist vollkommen falsch. Al-Kaida ist ein saudisches Unternehmen und seit jeher der saudische Hebel für die Vorgänge im Jemen. Der „IS“ profitiert von der saudischen Dikatatur, weil dessen Organisation finanziell, materiell, personell und geheimdienstlich unterstützt wird. Wie alle anderen Redakteure der Massenmedien versuchte Gehlen hier eine Abgrenzung sowie eine Darstellung, als wären „Al-Kaida“ und „IS“ so etwas wie unabhängige Organisationen, die nur zufällig die Interessen ihrer Unterstützer und Auftraggeber vertreten.

 

 

„Die gruseligen Partner am Golf.“ PRESSE, 4. Januar 2016.

Wieland Schneider kritisierte zu recht den Staat Saudi-Arabien und die Heuchelei des „Westens“. Er merkte auch an, dass die Saudis „seit vielen Jahren jihadistische Gruppen“ unterstützen, doch soll es sich nicht um „Al-Kaida“ oder „IS“ handeln. An welche „Gruppen“ Schneider gedacht haben mag, berichtete er nicht. Stattdessen machte er den Iran als einen zwar etwas liberaleren „Partner“ aus, der aber fast genau so gruselig wäre. Die Tatsache, dass der Iran im Gegensatz zu den Saudis weder Krieg führt noch Terrorarmeen unterhält, ließ er aber beiseite.

 

 

„USA waren vor Eskalation zwischen Teheran und Riad“ sowie „Riad riskiert mit Hinrichtungen neue Konfrontation“. STANDARD, 4. Januar 2016.

„Riad betont, dass gemeinsam mit Nimr, dutzende Sunniten hingerichtet worden seien – als mitglieder von Terrorgruppen wie Al-Kaida und des „Islamischen Staates“. Das muss Riad auch betonen.

 

 

„Trotz Erfolgsmeldungen Kämpfe in Ramadi.“ STANDARD, 4. Januar 2016.

Die Redaktion des STANDARD verbreitet Meldungen der „Syrischen Opposition“ in England mit dem STADARD-Satz, dass diese „kaum unabhängig überprüfbar“ wären. Das erspart das Überprüfen.

 

„Tausend und ein Grund.“ STANDARD, 4. Januar 2016.

„Nach der Exekution von Ayatollah Nimr droht ein iranisch-saudischer Totalschaden.“ befindet Gudrun Harrer.

„Es gibt sehr wohl Kreise im Königreich, die die Führung wegen ihrer Antiradikalisierungskampagnen und ihrer Versuche, sich vom Jihadismus abzugrenzen, kritisieren“, erzählt Harrer hier. Aber wen interessiert das außerhalb des „Königreichs“? Der Begriff „Antiradikalisierungskampagne“ benennt bereits, um was für Maßnahmen dieser radikalen Diktatur es sich dabei handelt: Imageverschönerungen, wofür sündteure Marketingfirmen beauftragt worden sind. Für die Gläubigen da draußen, für die Medien – und für jemanden wie Harrer.

 

„Der Speeddating-Minister. Bilanz und Ausblick.“ KURIER, 5. Januar 2016.

Ida Metzger präsentierte eine Leistungsschau von dem jungen Außenminister Kurz, was die Kilometer betrifft. Effektivität nicht ersichtlich. Peinlich.

 

 

„Eine Krise mit potenziellem Kollateralschaden.“ STANDARD, 5. Januar 2016.

Gudrun Harrer reduziert US-Interessen und -Aktivitäten auf Rivalitäten zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Religiöse Differenzen stehen im Vordergrund, geopolitische und wirtschaftliche Ambitionen dagegen nicht einmal im Hintergrund.

 

 

„Bedrohung oder westliche Verschwörung.“ STANDARD, 5. Januar 2016.

Gudrun Harrer meint, dass es sich bei der Behauptung, dass das „Haus Saud“ eine Marionette der USA und Israels sei, um eine „schiitische Verschwörungstheorie“ handeln würde.

 

 

„Riad riegelt sich vom Iran ab.“ STANDARD, 5. Januar 2016.

Der STANDARD meint auch, dass im Jemen „vom Iran unterstützte Houthi-Milizen gegen eine von Riad unterstütze Militärkoalition kämpfen“, was anders klingt als ein Krieg Saudi-Arabiens mit Verbündeten gegen den Jemen.

 

„Der Kalte Kieg am Golf wird heiß.“ PRESSE, 5. Januar 2016.

Wieland Schneider stellte fest, dass Saudi-Arabien seine außenpolitischen Interessen aggressiver durchsetzen möchte als bisher, stellt aber den Krieg der Saudis gegen Syrien mit den iranischen Verteidigungshilfen auf eine Stufe. Er erfindet dabei das Bild eines einflussreichen Irans auch in Syrien und unterschlägt, dass zuvor die Saudis Massen an Terroristen und Söldnern nach Syrien verfrachtet hatten. Schneider behauptete zudem fälschlich, dass die Saudis erst nach dem Beginn des russischen Engagements Ende September 2015 ihre Söldner mit US-amerikanischen TOW-Panzerabwehrraketen ausgestattet habe. Kurzum, Schneider versuchte sich an der verlogenen Darstellung, nach welcher sich die Saudis auf syrischem Boden gegen den iranischen Einfluss behaupten würden. Das selbe falsche Bild versuchte er auch auf den Jemen umzulegen. Wer hier der Aggressor ist, wurde außen vor gelassen. Zum Thema Irak gab Schneider außerdem die Meinung der saudischen Image-Abteilung wider, nach welcher den Saudis der Vormarsch der IS auch „Angst“ einjagen würde.

 

„Wenn am Persischen Golf die Lunte brennt, hilft nur Krisenfeuerwehr.“ PRESSE, 5. Januar 2016.

Der unsägliche Thomas Vieregge machte sich Sorgen um die Ruhe von US-Außenminister Kerry und zeigte mit den Fingern auf Saudi-Arabien und Teheran, die beide angeblich vor Terror nicht zurückschrecken. Vieregge und sein erbärmliches Weltbild in der bezahlten US-Version.

 

 

„Die beiden ungleichen Rivalen am Persischen Golf.“ PRESSE, 5. Januar 2016.

Angebliche Analyse von Martin Gehlen, der findet, dass die IS-Ideologie verdächtigt wird, die blutrünstigen Widergänger der Wahhabiten zu sein. Verdächtig idiotisch.

 

 

„Die Schadenfreude große Mächte.“ PRESSE, 5. Januar 2016.

Gastkommentar von einem Nikolaus Lehner, damit dieser ausspricht, was Kriegstreiber wollen: die durch den selbst initiierten Krieg gegen Syrien geschaffenen Flüchtlinge durch eine neue Kriegs- und Eskalationsstufe „schützen“, also noch mehr bomben und töten, nun aber „humanitär“.

 

 

„Russland und die US-Wahl: Putin setzt auf die Trump-Karte.“ PRESSE, 5. Januar 2016.

Billige Propaganda der Russland-Hasserin Nina L. Chruschtschowa.

 

Ratte 0

 

 

 

Freitag
26
Februar 2016

Propaganda um Madaya, Teil 3.

 

Die Anzahl der Menschen, die belagert werden würden, wurde in den Massenmedien mit 40.000 angegeben, ergänzt mit den Zusatz „davon die Hälfte Zivilisten“ (KRONE, KURIER). Der STANDARD schrieb von 40.000 Menschen, während die PRESSE in ihrem Kurzartikel diese Menschen pauschal als „Syrer“ bezeichnete. Der KURIER plapperte diese Angabe auch in ihrem Online-Artikel stumpfsinnig nach und schien stolz darauf zu sein, die Rechenaufgabe gelöst zu haben: 20.000 Rebellen wären es demnach (neben den Zivilisten).

Wäre dem tatsächlich so gewesen, wäre der syrischen Armee ein riesiger Fang gelungen. Während es beispielsweise in Frankreich mit der Gefangennahme von Terroristen und der Aufklärung terroristischer Anschläge leider, leider, leider noch nicht wirklich funktioniert hatte, hätte der syrischen Regierung mit dem Fang von 20.000 Terroristen auf einen Schlag unser aller Respekt gebührt.

Die syrische Armee hatte über den staatlichen Sender SANA und die Hisbollah wiederum über ein verbreitetes Kommuniqué die Anzahl der Terroristen in Madaya allerdings auf rund 600 Mann geschätzt. Dies scheint der Realität zumindest näher zu kommen, auch wenn diese Anzahl etwas niedrig erscheint in Anbetracht von 40.000 Menschen, von den die westlichen Massenmedien redeten. Die wussten allerdings gar nicht Bescheid, wie sie eben gerade demonstriert hatten. Wie viele Menschen dort wirklich in der Falle stecken, ist uns nicht bekannt. Madaya hatte zuvor nur knapp 10.000 Einwohner gehabt, von denen viele zuvor geflohen waren. Andere Flüchtlinge mögen diese mehr als aufgefüllt haben, aber die Angabe von 40.000 Menschen erscheint uns trotz der entsprechenden Angaben der UNO als zu hoch. Auf Wikipedia wurde diese Zahl erst im Januar 2016 eingefügt, als die Madaya-Kampagne begonnen hatte.

 

Inside-Madaya-Syria

Quelle: Facebook.

 

Auch die Umstände der „Belagerung“ von Madaya verdienen ein wenig Aufmerksamkeit. In der westlichen Propaganda war bislang penetrant immer die Rede davon gewesen, dass „Assad“ angeblich die „eigene Bevölkerung“ bekämpfen und die Städte zerstören würde. Die Madaya-Kampagne wiederum zeigte – sicherlich ungewollt – ein gegenteiliges Bild. Dort war ein Ort von syrischen Truppen und Verbänden der Hisbollah umzingelt bzw. abgeriegelt worden. Die westliche „Berichterstattung“ zielte eindeutig darauf ab, ein Resultat dieser „Belagerung“ anzuzeigen: Hunger sowie Hunger mit Todesfolge. Diese Propaganda erfolgte allerdings auf Kosten der vorherigen Propagandalinie, machte sie doch offensichtlich, dass die syrischen Truppen eben nicht eine Ortschaft samt aller Insassen mit wahllosen Bombardierungen zu bekämpfen gedachte. Das Vorgehen, die Terroristen einzuschließen und ihre Versorgung abzuschneiden, bedeutet nichts anderes, als dass auf einen Sturm auf den Ort verzichtet wurde. Vielleicht wegen dem Mangel an eigenen Kräften, aber sicherlich auch, um hohe Verluste in der Bevölkerung wie auch bei den eigenen Militärs zu vermeiden.

 

Bordeaux0612

Eine Belagerung: Bewaffnete draußen und Bewaffnete drinnen. (Quelle: Buchmalerei aus der „Chronique d‘Angleterre“ des Jean de Wavrin, 15. Jahrhundert, (AKG/British Library)). 

 

Hier lässt sich feststellen, dass es vollkommen gleichgültig scheint, auf welche Art und Weise die syrische Armee ausländische Söldner und Terroristen bekämpft. Für die Westmedien wurde es immer als ein Verbrechen dargestellt, während deren Regierungen selbst für sich als souveräne Staaten in Anspruch nahmen, den Terror mit allen Mitteln bekämpfen zu dürfen. Gerne auch ungefragt in anderen Ländern. Dieser doppelmoralische Widerspruch konnte medial nur mit der Behauptung kaschiert werden, dass es sich bei den Bewaffneten um „Rebellen“ handeln würde und angeblich um syrische Landleute, die doch nur für „Freiheit“ und „Menschenrechte“ kämpfen würden. Auf Madaya bezogen lässt sich allerdings feststellen, dass die vom Ausland finanzierten Söldner der „Ahrar al-Sham“ und die Al-Kaida-Terroristen nicht dazu gehören.

Durch die Massenmedien wurden weitere Aspekte unterschlagen, um ein Zerrbild der tatsächlichen Situation in Syrien zu produzieren. So wurde verschwiegen, dass die syrische Regierung mehrmals den Söldnern und Terroristen freien Abzug, teilweise auch Amnestie zugesichert hatte, auch in Madaya. Die „moderaten Menschenrechtsaktivisten“ waren dort auf diese Angebote nicht eingegangen.

Die Herausstellung dieses Umstandes hätte natürlich die Wahrnehmung der Medienkonsumenten auf den Schauplatz Madaya verändert. Es würde deutlich machen, dass die relative Sicherheit der eingeschlossenen islamistischen Söldner nur auf gleichfalls mit ihnen eingeschlossenen Zivilbevölkerung fusst. Diese dient den Terroristen, die derzeit in Madaya über das Gewaltmonopol verfügen, als Geisel und als Faustpfand.

In den Artikeln vom 6.-8. Januar 2016 wurde zudem die Tatsache außen vor gelassen, dass eine ganze Reihe von Örtschaften und Städten von terroristischen Söldnerverbänden „belagerte“ wurde. Das beschränkte sich nicht nur auf Verbände der IS wie zum Beispiel bei Deir al Zor. Aber selbst dort waren die hungernden und beschossenen Menschen für die westlichen Medien keine Rede wert gewesen. Die ganze Kampagne hatte sich verräterisch einzig und allein auf den Ort Madaya bezogen, um die syrische Regierung und ihre Verbündeten zu diskreditieren. Das war zu offensichtlich.

 

 

Dienstag
23
Februar 2016

Kleine Propaganda-Übersicht – 1/2016.

 

Unser ehemaliger und mittlerweile pensionierter Kulturamtsleiter hatte uns einmal während einer Veranstaltung (Medien-Installation) gefragt, woher wir eigentlich den „Stoff“ dafür hätten.

„Aus den Zeitungen“, hatten wir ihm geantwortet.

 

Ratte 0

 

 

Kleine Propaganda-Übersicht – 1/2016:

 

„Im Bann der Terror-Gefahr.“

Stimmungsmache von Walter Friedl im KURIER, 1. Januar 2016.

Link: http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160101/281565174736268/TextView

 

„Was kommt nach Fidel?“

Helmut Brandstätter nannte in diesem Artikel die damalige Regierung von Venezuela „Präsident Maduros Regime“, ganz so, als wäre diese Regierung nicht demokratisch gewählt worden. KURIER, 1. Januar 2016.

Link: http://kurier.at/politik/ausland/was-kommt-nach-fidel/172.526.936

 

„Unternehmer verändern Havanna.“

Helmut Brandstätter entdeckte auf Kuba ein wenig Marktwirtschaft, fragt aber nicht, warum dies unter der US-amerikanischen Blockade nicht möglich gewesen war. KURIER, 2. Januar 2016.

Link: http://kurier.at/politik/ausland/unternehmer-veraendern-havanna/172.663.899

 

„Minister sehen Terror-Gefahr auch nach Entwarnung in München.“

Natürlich sehen sie das so, aber Alexandra Uccusic berichtet ja nur. KURIER, 2. Januar 2016.

Link: http://kurier.at/politik/ausland/minister-terror-gefahr-auch-nach-entwarnung-in-muenchen/172.672.012

 

„Abkommen. Freier Handel: EU und Ukraine rücken zusammen.“

Der beste Satz in dem Artikel: „Ursprünglich hätte der Handelspakt schon im November 2014 starten sollen.“

Hatte er aber nicht, weil es sich die ukrainische Regierung aus nachvollziehbaren Gründen anders überlegt hatte. Deswegen kamen der Maidan, die ukrainischen Nazis, die westlichen Unterstützer, einige Massaker und der Putsch. Aber so genau wollen wir hier nicht sein. Macht der KURIER auch nicht. KURIER, 2. Januar 2016.

Link nicht auffindbar, alternativ dafür die Wiener Zeitung, da Artikel fast identisch: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/793529_EU-und-Ukraine-ruecken-weiter-zusammen.html

 

„Ermittlungen nach Terroralarm in München.“

Stimmungsmache von Patrick Guyton, aber zum Glück haben wir die Polizei und die ausländischen Geheimdienste, die uns vorwarnen. Standard, 2. Januar 2016.

Link: http://derstandard.at/2000028328108/Muenchner-Polizei-warnt-vor-Terroranschlag

 

„IS will Bevölkerung in Angstzustand versetzen“.

Interview für ganz Blöde von Manuela Honsig-Erlenburg mit dem „Politologen“ Dirk Baehr. Standard, 2. Januar 2016.

Link: http://derstandard.at/2000028344516/IS-Strategie-Bevoelkerung-soll-in-permanenten-Angstzustand-versetzt-werden

 

„USA planen Iran-Sanktionen. Disput wegen Raketentests im vergangenen Herbst.“

Denn darauf haben nur die USA eine Art Geburtsrecht. Standard, 2. Januar 2016.

Link: http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160102/281685433820820/TextView

 

„Leser, User, Journalisten: Bleiben wir zivilisiert!“

Hans Rauscher mahnt an, was er außer Acht lässt. Standard, 2. Januar 2016.

Link: http://derstandard.at/2000028349932/Leser-User-Journalisten-Bleiben-wir-zivilisiert

 

„Wie man mit der Terrorgefahr umgehen kann“. PRESSE, 2. Januar 2016.

Wir empfehlen, die Finger von den Massenmedien zu lassen und stattdessen die Polizeiberichte anzusehen.

Link: http://diepresse.com/home/kultur/popco/4897046/Wie-man-mit-der-Terrorgefahr-umgehen-kann?from=gl.home_politik

 

„Eine historische Mission: Hillary Clintons zweite Chance.“ PRESSE, 2. Januar 2016.

Wen interessiert das? Höchstens Gott, denn ein irdisches Gericht scheint es für diese Verbrecherin nicht zu geben. Und Thomas Vieregge natürlich, wegen seinem Gehalt.

Link: http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4897007/Eine-historische-Mission_Hillary-Clintons-zweite-Chance

 

„Neue Irritationen USA-Iran.“

Iraner „provozieren“ in ihrem eigenen Land die vor den iranischen Grenzen lümmelnden US-Militärs. PRESSE, 2. Januar 2016.

Link: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4897058/Neue-Irritationen-USA-Iran?parentid=5861465&showMask=1

 

„US-Präsidentenwahl 2016: Es wird ernst.“

Es war die ganze Zeit schon ernst. Oliver Grimm interessiert sich ebenfalls für die Entwicklung seiner Arbeitgeber. PRESSE, 2. Januar 2016.

Link: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4897012/USPraesidentenwahl-2016_Es-wird-ernst?from=simarchiv

 

„Putin vor der Rehabilitierung?“

Jutta Sommerbauer sieht Putin „international isoliert“, was falsch ist, und eine Rehabilitierung als eine Art Geschäft, was richtig ist. PRESSE, 2. Januar 2016.

Link: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4897057/Putin-vor-der-Rehabilitierung?direct=4897981&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/4897981/index.do&selChannel=

 

„Kaczynski auf Putins Spuren.“

Polen will die Kontrolle über ihre Staatsmedien haben. Wie Putin. In Österreich undenkbar, sicherlich. Die staatlich geförderte PRESSE, 2. Januar 2016.

Link: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4897051/Kaczynski-auf-Putins-Spuren?direct=4899688&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/4899688/index.do&selChannel=&from=articlemore

 

„Wir Vasallen.“

Vasall Wolfgang Böhm wehrt sich im Namen des Medienkartells und persönlich gegen den Lügenpresse-Vorwurf und zeigt auf, warum dieser Vorwurf auch ihm gegenüber gerechtfertigt ist. PRESSE, 2. Januar 2016.

Link. http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/4897026/Wir-Vasallen

 

Ratte 0

 

 

Freitag
19
Februar 2016

Propaganda um Madaya, Teil 2.

 

Die Ortschaft Madaya war in den österreichischen Printmedien am 8. Januar in Erscheinung getreten, online wie gewohnt einen Tag zuvor. Der KURIER (Print) titelte ohne Angabe eines Autors mit „Horror-Zustände in belagerter Stadt: „Die Menschen essen Gras, Katzen und Hunde“.“ Der Artikel im STANDARD (Print) war mit der Überschrift „Hungersnot in syrischer Stadt: Assad-Regierung gestattet Helfern Zugang“ versehen. Ihr Online-Artikel vom 7. Januar „Berichte über dramatische Hungersnot in Westsyrien“ fusste auf einer APA-Meldung. Die PRESSE (PRINT) wiederum hatte nur einen kleinen Artikel ohne Quellenangabe gedruckt: „40.000 Syrer vom Hungertod bedroht“. Die KRONE (online, 7. Januar) hatte wie der KURIER den angeblichen Speiseplan parat: „Belagerte Syrer essen Hunde, Katzen und Blätter“.

 

Link/KURIER: nur noch bezahlpflichtig abrufbar:

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160108/281590944551113/TextView

Alternativ der KURIER online am 7. Januar 2016:

http://kurier.at/politik/ausland/syrien-von-hungertod-bedroht-hilfe-fuer-tausende-menschen-in-madaya-bewilligt/173.682.655

Link/STANDARD: nur noch bezahlpflichtig abrufbar:

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160108/281642484157856/TextView

Link: STANDARD, „Berichte über dramatische Hungersnot in Westsyrien“ , 7. Januar 2016.

http://derstandard.at/2000028599793/Berichte-ueber-dramatische-Hungersnot-in-Westsyrien

Link/PRESSE: nur noch bezahlpflichtig abrufbar:

http://www.pressreader.com/austria/die-presse/20160108/281621009321377/TextView

Link/KRONE:

http://www.krone.at/Welt/Belagerte_Syrer_essen_Hunde._Katzen_und_Blaetter-Hungerdrama-Story-490065

 

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Angeblich eine Suppe aus Madaya. Quelle: Facebook, Fotograf: unbekannt.

 

In anderen Teilen des Planeten finden Menschen nicht einmal Katzen und Hunde als Nahrung vor und verhungern in einer ganz anderen grauenhaften und statistischen Dimension. Selbst in Syrien werden hunderttausende Menschen belagert, aber nicht durch die syrische Armee, sondern durch die Vielzahl der terroristischen Söldnerverbände aus dem Ausland. Die mediale Zurschaustellung konzentrierte sich identisch mit der deutschen Medienlandschaft nur auf einen einzigen Ort in Syrien, und es ist natürlich mehr als fraglich, ob es um die Menschen ging oder doch nur um eine ihnen gegenüber vollkommen gleichgültige Agenda, für welche die Opfer benutzt wurden.

Die Zuteilung der Begrifflichkeiten gibt schon einen ersten Hinweis. Beim KURIER wurden aus Verbänden der Syrischen Arabischen Armee „von außen attackierende Truppen“, also Soldaten bei einer aggressiven Tätigkeit, auch wenn sie gleichzeitig „belagern“ würden. Die reguläre staatliche Armee wurde außerdem zur Truppe von „Assad“, der wiederum ein „Machthaber“ sei.

Während der KURIER somit keinen Zweifel an ihrem Manipulationsbestreben hinterlässt, war der STANDARD im Umgang mit Begrifflichkeiten milder gestimmt: „Assad-Regierung“, „syrische Regierung“, „Truppen der syrischen Regierung“, Truppen der schiitisch-libanesischen Hisbollah“ war in der Printausgabe zu lesen, während online noch von „Regime-Kräften“ und „Regimetruppen“ die Rede gewesen war. Die PRESSE hatte sich in ihrer Reuters-Meldung noch zurückgehalten und die Verbände der SAA als „syrische Regierungstruppen“ bezeichnet. Mit ihrem Artikel vom 9. Januar allerdings wurde das „wording“ korrigiert: „syrisches Regime“ hieß es nun wieder. Die KRONE hatte die Vertreter des syrischen Staates mal „syrische Regierung“, mal „syrisches Regime“ genannt sowie deren Militärs als „Regierungskräfte“.

Bei den in Madaya verschanzten Bewaffneten soll es sich nach dem KURIER um „Rebellen“ gehandelt haben, der STANDARD nannte sie „Oppositionsmilizen“ sowie (im Online-Artikel) „Rebellen“ Ihnen wurde in den beiden Artikeln keine Rolle zugewiesen, als wären sie schon immer dort gewesen. Im kleinen Reutersartikel der PRESSE wurden diese nicht einmal erwähnt. Im Artikel der KRONE wiederum gab es ebenfalls „Rebellen“, sogar einen „Revolutionsrat“ und ansonsten jede Menge „Aktivisten“, die nicht genauer zugeordnet wurden.

 

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Neue Rekruten für die Ahrar al-Sham, diese rebellischen Milizen der ausländischen „Opposition“. (Quelle: Syria Times). 

 

 

Der Begriff „Rebell“ ist zweifelsfrei mehr positiv als negativ besetzt, eine Person, die sich auflehnt, vielleicht nicht immer zu sauberen Mitteln greift, aber hehre Ziele verfolgt. Der Begriff „Revolutionsrat“ deutet ebenfalls in diese Richtung. „Revolution“ beinhaltet die Auflehnung gegenüber einer herrschenden Klasse und deren Ordnung, und wenn sich innerhalb einer „Revolution“ ein „Rat“ gebildet haben sollte, könnten Optimisten fast soetwas wie „Demokratie“ innerhalb dieses Rates erhoffen. „Aktivisten“, so wenig diese in den Artikeln gezeichnet werden, vermitteln die Vorstellung besorgter und engagierter Bürger.

Hierin waren (und sind) sich somit alle Blätter einig: um die Bewaffneten handelte es sich demnach um Streiter für eine zumindest weitgehend „gerechte“ Sache. Dem STANDARD zufolge würden sie sich in Madaya auch nur „aufhalten“.

Diese durch die Massenmedien aufgestellte Behauptung ist gelogen und ohnehin innerhalb ihrer verwendeten Begrifflichkeit falsch. Nicht nur in Madaya, sondern auch bezüglich fast aller anderen syrischen Orte, die von bewaffenten Gruppierungen besetzt worden sind.

Speziell in Madaya haben sich allerdings keine „Menschenrechtsaktivisten“, sondern Verbände der „Ahrar al-Sham“ verschanzt, bei denen es sich um von den USA und den Saudis finanzierte und ausgerüstete Terroristen und Söldner handelt. Diese wiederum „arbeiten“ mit „Jabhat al-Nusra“ alias „Al Kaida“ zusammen, wobei sie sich von diesen Terroristen und Halsabschneidern in nichts unterscheiden. Dies unterstrichen sie in jenen Gebieten, in denen sie wüteten wie auch in ihren zahlreichen veröffentlichten Selbstdarstellungs-Videos. Kein Wunder, denn die Masterminds/Ausbilder/Ausrüster/Finanziers sind die selben Verbrecher, die sich im West-TV als Biedermänner geben.

Das wissen die Propagandisten in den angeblichen „Qualitätsmedien“ natürlich, es ist auch ganz einfach zu recherchieren. Terroristen als „Rebellen“ zu beschönigen oder ausländische Söldner als „Oppositionsmilizen“ zu benennen, obwohl es sich bei ihnen weder um „Opposition“ noch um „Milizen“ handelt, ist eine vorsätzliche Täuschung der Medienkonsumenten.

 

Ergänzung:

Einstufung der „Ahrar al-Sham“ als Terrororganisation durch ein deutsches Bundesgericht laut Urteil vom 19. Mai 2015:

http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/15/ak-10-15.php

 

 

Mittwoch
17
Februar 2016

Propaganda um Madaya, Teil 1.

 

Der Monat Januar 2016 ist seit zwei Wochen vorüber und mittlerweile auch die Genfer Friedensverhandlungen („Genf 3″)zur Beendigung des Krieges in Syrien gescheitert. Traurigerweise war von Anfang an nichts anderes zu erwarten gewesen. Der einzige positive Aspekt war der, dass mit dem Scheitern abermals vor Augen geführt werden konnte, wer ein Interesse an Verhandlungen oder Frieden hat und wer nicht. In diesem Zusammenhang konnte natürlich auch die Berichterstattung der selbsternannten „Qualitätsmedien“ beobachtet werden.

Vor diesen als „Genf 3″ bezeichneten Verhandlungsversuchen hatte es neben der üblichen tagtäglichen außenpolitischen Propaganda allerdings eine spezielle mediale Kampagne gegeben, um die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung zu manipulieren. Ähnliches war zuvor auch bei den Verhandlungen zu „Genf 1″ und „Genf 2″ zu beobachten gewesen.

Die Totgeburt „Genf 1″ hatte im Juni 2012 stattgefunden und wurde von einer massiven Kampagne begleitet, in welcher der syrischen Regierung systematische Folter im großen Stil vorgeworfen wurde. Bewiesen wurde es bis zum heutigen Tage nicht. Vor „Genf 2″ war wiederum eine massive antisyrische Kampagne vorausgegangen, die mit einem Giftgasangriff in Ostghouta bereits im August 2013 einen Höhepunkt erreicht hatte. Diese Kampagne mit dem Vorwurf, die syrische Regierung hätte das Massaker veranlasst, wurde danach ebenfalls ohne Beweise monatelang gefahren. Terroristen der Kriegstreiber hatten versucht, einen Kriegsgrund für offizielle Streitkräfte dieser Mächte zu inszenieren, welcher nur aufgrund russischer Diplomatie zumindest in dieser Hinsicht entschärft werden konnte.

Innerhalb der tagtäglichen Propaganda gegen Syrien lief durch die Massenmedien eine neue Kampagne, um die syrische Regierung zu diskreditieren. Nur der Schauplatz war mit dem Ort Madaya ein anderer und die Art und Weise eines angeblichen Verbrechens. Statt Folterkeller und Giftgas nun der Hunger. Das Ziel dieser Diskreditierungskampagnen war eindeutig: einerseits eine Torpedierung der jeweils bevorstehenden Verhandlungen, um eine Lösung zu verhindern, andererseits um wenigstens die syrische Verhandlungsposition zu schwächen. Ein Scheitern der Verhandlungen konnte der syrischen Regierung um so besser angehängt werden.

 

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Quelle: Google-Map.

 

Wir wollen uns hier zum Thema Propaganda um Madaya weitgehend auf die österreichischen Printmedien KURIER, STANDARD, PRESSE und ausnahmsweise KRONE beschränken.

Die PRESSE hatte am 7. Januar 2016 einen kleinen Artikel der US-Agentur Reuters publiziert, in welcher großspurig durch einen US-Sprecher verkündet worden war, dass die Truppen des „IS“ im Irak 40%, aber auch in Syrien 20% des von ihnen zuvor besetzten Territoriums wieder verloren hätten. Vor allem Dank der US-Luftangriffe, wie herausgestellt wurde. Was Syrien betraf, so wurde erwähnt, dass dort „kurdisch-arabische Milizionäre“ unterstützt wurden.

Gemeint waren hier Verbände der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und einige lokale/regionale arabische Gruppierungen. Interessant an diesem Artikel ist nicht das, was gemeldet wurde, sondern das, was außen vor gelassen wurde: Die Bemühungen und Operationen der syrischen Armee mitsamt ihrer Verbündeten und der russischen Luftunterstützung gegen „IS“-Truppen. Offensichtlich sollte der syrische Kampf gegen den Terror nicht herausgestellt werden.

 

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Quelle: Google Map.

 

Madaya ist eine relativ kleine Ortschaft nahe der Grenze zum Libanon, aber auch nur etwa 25 Kilometer von Damaskus entfernt. Der dortige Bezirk war seit Anfang 2012 immer wieder Kriegsschauplatz gewesen, wenn auch mehr bei der Nachbarstadt Zabadani als bei Madaya. Madaya war in der Vergangenheit wie viele syrische Orte medial nicht von Interesse gewesen.

Auch „Wikipedia“ hatte dazu nichts anzubieten gehabt. Interessanterweise wurde erst parallel zur Medienkampagne die Wikipedia-Seite zu Madaya gefüllt. Jemand hatte sich sofort die Mühe gemacht, die kursierenden Behauptungen in windeseile in einen Text zu fassen und dies als Tatsache oder Realität zu verkaufen. Erstaunlicher wäre allerdings das Gegenteil und die Nichtnutzung des „Online-Lexikons“ als Propagandabasar, der sich gerne auf andere Propagandasprachrohre beruft. Der Wikipedia-Text ist dazu unglaublich schlecht, weil er auf jeglichen Hintergrund verzichtet und sogar die bewaffneten Banden/Terroristen/Söldner vollkommen außen vorlässt, so dass der Eindruck entsteht, die syrische Armee würde „Zivilisten“ belagern. Das ist allerbilligste Propaganda und Verblödung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Madaya_(Syrien)

 

Fortsetzung folgt.

 

Dienstag
16
Februar 2016

Kunstkörper V

 

Nachdem die begnadete Künstlerin Ini K. unlängst bei einer nur mäßig besuchten Veranstaltung des hiesigen ähhh… Kulturbetriebes bereits während der Eröffnungsrede fast eingeschlafen wäre, hatte sie wieder eine ihrer genialen Ideen gehabt.

Warum muss man auch noch langweilig aussehen, wenn man schon die ganze Zeit Langweiliges zu reden hat?

Ini K. zeigte sich uns gegenüber amüsiert über das ansässige Kulturverständnis. Ständig Sakko und Schlips tragende Figuren unterhalb schwammiger Gesichter, an die sie sich nicht mehr erinnern könne, empfand Ini K. als konträres Signal für Kulturinteressierte. Geleckte und polierte gleichgeschaltete Uniformierung innerhalb von Kunst und Kultur bedeute, so erklärte sie uns, provinzielle uninspirierte Anpassung und Mutlosigkeit, welche in dieser Szene absolut nichts zu suchen hätte.

Sich wichtig zu fühlen wäre das eine, nichtssagend zu sein, nichtssagendes zu reden und dabei auch noch nichtssagend auszusehen, das andere. Das ginge gar nicht, so Frau Ini K. auch für uns begreiflich.

Daher habe sie sich sofort an einen Entwurf gemacht, um wenigstens das nichtssagende Aussehen geistreich zu überarbeiten. Hier das Ergebnis:

 

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Gestern noch ein Pyjama, heute das Accessoire „Pyjawatte“ von Ini K.

 

Keine Frage, der Künstlerin Ini K. ist mit dem individuellen Kleidungsaccessoire abermals der große Wurf gelungen, um Langweiliges weniger langweilig zu präsentieren. Für die mutigen und selbstbewussten Langweiler und Schwafler im hiesigen Kulturbetrieb.

Es gibt ja Leute, die geben das Geld für Nichts aus, nur weil ihnen ein Nichts gesagt hatte, dass das Nichts alles andere als nichts sei, wenn nicht sogar etwas besonderes. Selbst wenn es nicht zusehen wäre, dieses nichts/Nichts.

Dank der begnadeten – ja, wir wiederholen uns – Künstlerin Ini K. haben wir abermals den Durchblick erlangt, wie die Welt funktioniert. Das müssen nicht alle begreifen.

 

Dienstag
09
Februar 2016

Lacher des Tages: Lügenpresse ist eine Lüge.

 

Den Lacher des Tages gab es bereits am 22. Januar 2016. Da war uns im Nachhinein im KURIER ein kleiner Artikel durch eine besondere Lächerlichkeit aufgefallen, der ansonsten keine Rede wert wäre.

Es wurde dort nachträglich auf eine Podiumsdiskussion hingewiesen, auf welcher einige Vertreter der Printmedien, in diesem Fall deren Chefredakteure, kategorisch ausgeschlossen hatten, irgendetwas mit „Lügen“ – es dürfen auch gerne andere bzw. weitere Manipulationsmöglichkeiten wie verschweigen, verzerren, falsch darstellen usw. in Betracht gezogen werden – zu tun zu haben.

Nie und nimmer. Deswegen wurde der besagte kleine Artikel mit die „Raffinierteste Art zu lügen ist das Wort Lügenpresse“ überschrieben. Das klang etwas hohl und so ähnlich wie: Die raffinierteste Art zu fischen ist das Wort Swimmingpool.

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160122/282183650063830/TextView

 

Tatsächlich lag der Überschrift eine verstümmelte Meinung des KURIER-Herausgebers und Chefredakteurs Helmut Brandstätter zugrunde, als bei dieser Diskussion der Vertrauensverlust der Leserschaft thematisiert worden war. Erweitert und verständlich hieß es:

„Die raffinierteste Art und Weise zu lügen ist das Wort Lügenpresse“, sagte Brandstätter und verwies darauf, dass es in sozialen Medien „viele Grüchte, aber keine Beweise gibt.“

Man mag kaum glauben, dass dies ein Herausgeber und Chefredakteur einer Zeitung ausgesprochen haben soll und nicht etwa jemand auf Facebook, der sein halbes Leben am Tresen einer Kneipe verbrachte.

Die Website vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) hatte das Zitat von Brandstätter offenbar vollständig publiziert. Darin hieß es:

Brandstätter unterstrich: „Die raffinierteste Art und Weise der Rechtsextremen zu lügen, ist das Wort Lügenpresse. Wir müssen das deutlich ansprechen.“ Viele Menschen würden ihm schreiben, warum der „Kurier“ manche Gerüchte nicht veröffentlichen würde. „Weil es viele Gerüchte und keine Beweise dafür gibt. Und glauben Sie mir, wenn irgendetwas an diesen Geschichten dran wäre, würde sich jemand zwischen ‚Falter’ und ‚Krone’ finden, der diese Dinge schreiben würde, aber es gibt einfach keine Beweise. Journalisten waren viel zu lange zu nobel und sagten, ‚naja da schimpfen halt ein paar über die Presse‘. Nein, wir müssen deutlich sagen, dass das nicht stimmt.

Die Diskussion hatte sich allerdings nur auf die Vorfälle von Köln zu Silvester und die mediale Berichterstattung bezogen statt grundsätzlich auf die Vorwürfe gegenüber den Medien einzugehen. Das ging aus dem unglaublich schlecht aufbereiteten KURIER-Artikel nicht hervor.

Dennoch lässt sich auch hier feststellen, dass „Lügenpresse“ als ein Begriff dargestellt wurde, welcher von politisch rechts eingestellten Menschen, wenn nicht gar von „Rechtsextremen“ verwendet werden würde. Weiterhin wurde so getan, als wäre dies etwas, was nur in den so genannten „Sozialen Medien“ wie etwa Facebook kursieren würde.

Diese Behauptung des KURIER-Chefredakteurs Brandstetter ist nicht nur falsch, sie zeugt auch von einer ungeheuren Ignoranz. Der Vertrauensverlust innerhalb der Leserschaft hatte weder etwas mit Köln oder einer bestimmten politischen Gruppierung noch mit irgendwelchen „Gerüchten“ zu tun. Sie sind das Ergebnis einer jahrelangen Verarschung der Leser durch diese Medien. Die eigenen Leser waren und sind es, die in den Kommentarspalten besonders bei außenpolitischen Themen ihren Unmut kundtun und die Artikel als Propaganda entlarven. Und dies in einem für diese Blätter bereits desaströsen Umfang.

Da sich die tägliche gleichgeschaltete Propaganda nachweisen lässt und immer mehr Menschen zu eben dieser Erkenntnis gelangen, verfügen die medialen Sprachrohre kaum noch über Mittel, dem entgegenzuwirken. Das Setzen auf Diffamierung ihrer Kritiker gehört zu den noch verbliebenen Mitteln wie auch die Reduzierung auf Begrifflichkeiten unter Aussparung von Inhalten. Währenddessen wird weiterhin manipuliert wie zuvor.

„Die Leser haben Anspruch auf Wahrheit“, wurde Andreas Koller von den „Salzburger Nachrichten“ zitiert. Von einer Ironie war nichts zu lesen.

 

Sonntag
07
Februar 2016

Terroristen-Spektakel, Teil 13.

 

Die USA hatten aus ihren Plänen keinen Hehl gemacht. Da war bereits in der Bush-Cheney-Ära das offen kommunizierte Vorhaben gewesen, Syrien als Staat zu zerschlagen. Mitte September 2014 stellte sich die Situation so dar, dass sich die USA zusammen mit seinen regionale Verbündeten mitten in einem kaum noch verdeckten Krieg mittels nicht deklarierter Söldnerarmeen und Terrorverbäde befand, es den Aggressoren aber immer noch nicht gelugen war, den Kern des syrischen Staates zu bezwingen. Insofern mutete es geradezu grotesk an, dass die USA plötzlich eine der im Irak und in Syrien befindlichen terroristischen Sölderarmeen als Terrororganisation titulierte. Grotesk einerseits, weil die USA und ihre Verbündeten nur eine einzige von mehrere Terrorarmeen als solche deklarierte, grotesk auch, weil sie von ihnen selbst geschaffen, finanziert und aufgerüstet worden waren.

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Auch Wesley Clark, ehemaliger US-amerikanischer 4-Sterne-General, konnte 2007 gemütlich und öffentlich darüber plaudern. 

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Es ist das gleiche Spielchen wie mit „Al-Kaida“, und das war alles andere als grotesk. Söldner und Terroristen, welche man selber aufgebaut hatte, um eigene Interesse mit verdeckten Kriegen durchzusetzen, wurde gleichzeitig dafür benutzt, um im angeblichen Kampf gegen den (selbst geschaffenen) Terror mit offziellen Militärs und anderen Methoden eingreifen zu können. Nicht anders verhielt (und verhält) es sich mit dem so genannten „Islamischen Staat“.

Eine ernsthafte Bekämpfung dieser Terrorarmee würde als Ansatz darauf abzielen, deren Nachschub an finanziellen, materiellen und personellen Mitteln auszutrocknen. Genau das geschah (und geschieht) nicht. Stattdessen wurde von den USA soetwas wie ein Luftkrieg allein auf irakischen und syrischen Territorium ausgerufen, bei welchem bestenfalls das zerstört werden würde, was zuvor den Terroristen geliefert worden war. Von Anfang an war klar, dass an dem Ziel, den syrischen Staat zu zerstören, festgehalten wurde.

Die Al-Kaida-Söldnerarmee Jabhat al-Nusra und ihre weiteren geschwisterlichen Terrororganisationen waren in dem „Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel“ kein Thema gewesen, weder politisch noch medial (auf Seiten der Kriegstreiber). Dass die UNO eine Resolution verabschiedet hatte, welche die Nusra-Front ebenfalls als Terrororganisation genannt hatte, wurde nicht nur geflissentlich übergangen, sondern in der Folgezeit die Nusra-Front als weniger terroristisch hingestellt.

Angesichts der bevorstehenden US-Bombardements hatten Russland und China ein UN-Mandat für die angeblichen Operationen gegen de „IS“ im Irak und in Syrien gefordert. Dies wurde erst gar nicht thematisiert. Syrien protestierte wegen dem weiteren eklatanten Bruch des Völkerrechts durch die USA und seiner Verbündeten und nannte dies eine weitere Aggression. Es forderte ebenfalls, wenn überhaupt, Operationen gegen de „IS“ auf Basis der UN-Charta und der UN-Resolutionen sowie in Absprache mit der syrischen Regierung.

Warum die UNO, deren Vollversammlung kurz bevorstand, sich insgesamt als unfähig bewies, versuchte auch Julia Raabe vom STANDARD zu ergründen. Sie kam immerhin auf die Feststellung anderer, dass die UNO so gut sei wie ihre Mitglieder und der Veto-Mächte USA, England, Frankreich, Russland und China. Letztere könnten alle Beschlüsse blockieren, sobald ihre eigenen Interessen bedroht werden.

http://derstandard.at/2000005818254/Die-Uno-dDer-ohnmaechtige-Friedenshueter

Die Aggressoren gegenüber Syrien, von denen drei Staaten über das genannte Vetorecht verfügen, kommen bei Julia Raabe allerdings nicht vor. Ebensowenig der Bruch des Völkerrechts mit den beabsichtigten Operationen auf syrischem Staatsgebiet. Statt darauf hinzuweisen, dass am häufigsten die USA dieses Vetorecht benutzt hatten, wurde gegenteiliges suggeriert. Raab behauptete wahrheitswidrig, Russland und China wären für die Situation in Syrien verantwortlich, nicht etwa die Aggressoren, um diesen beiden Staaten weiterhin auch gleich eine Schuld an den Aufstieg der Terrorgruppen zu geben.

Frau Raabe legte auch an anderer Stelle dar, in wessen stinkenden Darm sie sich ernährt. Denn für sie war realitätsfremd der Angriff auf Libyen nur ein Eingreifen zum Schutz der Zivilbevölkerung gewesen.

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Bilder, die nicht in den Westmedien erschienen: Demonstrationen für Gaddafi und gegen die NATO-Aggression sowie deren Bündnis mit Al-Kaida. Tripolis, 1. Juli 2011.

In Anbetracht von rund 100.000 Toten nach dieser Kriegskampagne, der Zerstörung eines Landes, der Unterstützung von Al-Kaida-Truppen durch NATO-Streitkräfte, weiteren Massakern und Vertreibung ist dies nicht einmal mehr zynisch zu nennen. Dabei sprechen wir hier noch nicht einmal über die durch und durch verlogenen Kriegsgründe.

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Oder hier in Sirte, 21. Juli 2011.  

Dieser Artikel von Julia Raabe soll hier ebenfalls nur als Beispiel dafür dienen, wie verlogene und verkommene Redakteure keine Gelegenheit auslassen, mit wahrheitswidrigen Behauptungen, verlogenen Meinungen, Schuldzuweisungen und der Täter-Opfer-Umkehr tagtäglich Propaganda im Dienste der Kriegstreiber pflanzen.

Donnerstag
04
Februar 2016

Bedürftig – 26. Kandidatin: Yasmin M.

 

Unser sehr geschätzter Bedürftigen-Reporter Bernd Bieglmayer hatte zu Hause ein wenig Stress gehabt und sich der Besinnung halber in den Stadtpark begeben, um die Tauben zu füttern. Hatte er zumindest gesagt, auch wenn wir glauben, dass jene hübsche Frau, die neben ihm auf der Parkbank ebenfalls Tauben gefüttert hatte, eher für ihn von Interesse gewesen war, als er uns glauben machen wollte. Natürlich nur in beruflicher Hinsicht. Zumindest ab dem Zeitpunkt, als er erkannt hatte, dass es da noch jemand anderen geben musste.

 

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Wie auch immer. Bernd Bieglmaier hatte sie in unsere Redaktion mitgenommen und uns vorgestellt. Yasmin M. hieß sie, und sie war auf der Suche nach einem Mann, den sie einfach nicht fand. Sicher, sich hatte schon einige gefunden, aber eben nicht den richtigen.

Unseren Bedürftigen-Reporter hatte sie leider nicht einmal in den weiteren Kreis aufnehmen können, da ihr etwas anderes vorschwebte. Jemand, der wohlhabend und spendabel genug sein würde, um ihr ein Leben in Luxus zu ermöglichen. Sie hatte da an jemanden gedacht, der ein orientalischer Ölscheich sein würde oder ähnliches.

Frau M. war der Ansicht, dass ihr das zustehen würde, das sorgenlose Leben in einem Meer aus Geld, und Herr Bieglmaier war wiederum der Meinung, dass sie aus diesem Grund in die Auswahl der Bedürftigen gehören würde. Wir in der Readaktion waren tatsächlich der Ansicht, dass wir alle nicht das bekamen, was wir uns erträumt hatten. Ein langjähriger Erfahrungsschatz hatte uns einen gewissen Realismus gelehrt.

Davon war Frau Yasmin M. weit entfernt, wie uns schließlich deutlich wurde. Auf der Suche nach ihrem Ölprinzen war sie in der nahen Vergangenheit mit arabischen Verhandlunsführern und Mittelsmännern in Kontakt getreten. Doch hatten ihr diese mehrmals dargelegt, dass ihre Herren auf die Jungfräulichkeit beharren, andernfalls nicht die geringste Aussicht bestünde.

Das war ein Dilemma. Ein sichtbares dazu. Das wäre nur ein armer Schlucker gewesen und ohne Bedeutung, meinte Frau M. zu uns, während sie mit einer Hand über ihren Bauch streichelte. Ihre Seele wäre dagegen um so reiner und jungfräulicher, behauptete Yasmin M., doch habe es weder einen Ölprinzen interessiert noch einen alten Ölscheich.

 

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Das Klagen der Frau M. bewirkte bei uns nicht das Maß an Mitgefühl, welches sie sich erhofft haben mochte. Sie warb um Verständnis für ihre Sicht der Dinge und erklärte uns, dass sie sich häufig beim Sex irgendwie unberührt gefühlt habe.

Wir alle in der Readaktion haben gelacht. Nur Frau M. nicht. Da war uns klar: sie ist die neue Bedürftige der Woche.

Herzlichen Glückwunsch!

 

Sonntag
31
Januar 2016

Reimons Kolonnen.

 

Dank einem Link von Michael Wolfgang H., welcher dazu selbst nichts zu sagen hatte, kamen wir in den Genuß, einen Blick in das Parlament zu werfen und Zeuge eines EU-Abgeordneten der Partei „Die Grünen“ zu werden, der zuvor als entschiedener TTIP-Gegner positiv in Erscheinung getreten war.

Michel Reimon heißt dieser Mann, der in seiner aufgezeichneten Rede für eine gemeinsame europäische Außenpolitik warb und gleichzeitig den Abgeordneten der Partei FPÖ vorwarf, dieses Gemeinsame zu hintertreiben. Reimon betonte, dass sie alle (Anm.: Abgeordnete, Parteien) – seine Person eingeschlossen – eine Politik wollen, bei der Menschen nicht flüchten müssen.

https://www.youtube.com/watch?v=KDxXPrqj8-M&feature=youtu.be

 

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So weit, so gut, so richtig, auch wenn die EU selbst bzw. einige ihrer Mitglieder einen Teil des Problems sind, warum Menschen in anderen Ländern flüchten müssen.

Bedauerlicherweise stellte sich der EU-Abgeordnete der Grünen selbst als ein Problem dar, einerseits als eine Gefahr für den Frieden, andererseits als Zuträger für die rechtsorientierte Partei FPÖ.

Dies unternahm Reimon mit der faustdicken Lüge, dass „Assad“ (mal wieder personifiziert) die Fluchtbewegung aus Syrien seit vier Jahren zu verantworten hätte. Er verstieg sich zudem zu der US-NATO-konformen Behauptung, dass das syrische Militär („Assad“) aufgrund „zu wenig Soldaten“ gezielt Städte bombardieren würde, um die Zivil-Bevölkerung zu vertreiben.

Es ist davon auszugehen, dass Reimon bestenfalls der eigenen parteipolitischen Propaganda zum Opfer gefallen ist, denn diese bewusst wahrheitswidrige Behauptung ist ein Bestandteil der kriegstreiberischen Linie der „europäischen Grünen“, die wiederum von den deutschen Abgeordneten dominiert wird.

Die deutsche Partei der Grünen hatte sich seit der Zerschlagung der Bundesrepublik Jugoslawien und den Bombardements Serbiens als Kriegspartei positioniert und bis zum heutigen Tag synchron mit Washington das lauteste Kriegsgeschrei ausgestoßen. Über die Kriege gegen den Irak, Libyen bis nach Syrien hatten die Olivgrünen auch den faschistischen Putsch in der Ukraine willkommen geheißen.

Reimon reduzierte den Krieg in Syrien auf die NATO-Phrase „Diktator gegen das eigene Volk“, welches seit 1989 ein Bestandteil der westlichen Kriegspropaganda darstellt. Dazu gehört zwangsläufig das Verschweigen der handfesten ausländischen Interessen, das Verschweigen der Kriegsbeteiligungen von Staaten wie USA, Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Kuweit, Frankreich, Deutschland, Jordanien, Israel) und deren nur noch wenig verdeckte verbrecherische „Interventionen“ mittels terroristischen Söldnerarmeen, dazu gehört das Verschweigen über die Aspekte über das Schlachtfeld Syrien (geologische, strukturelle, militärische Aspekte) sowie das Verschweigen der Haltung der syrischen Bevölkerung gegenüber ihrer Regierung, die auch nach UNO-Berichten eine Zustimmung besitzt, welche in westlichen Staaten nirgendwo vorhanden ist und die Behauptung von Reimon konterkarieren würde.

Eine Lösung hatte Reimon nicht anzubieten. Bei seinem Beschwören auf eine gemeinsame europäische Außenpolitik unterschlug er die Tatsache, dass eine gemeinsame „Maßnahme“ gegenüber den Staat Syrien bereits seit langem aktiv ist: Wirtschaftssanktionen. Diese allein können Menschen in die Flucht treiben, erst recht innerhalb einer definitiv bestehenden Notlage wie in Kriegsgebieten. Das ist ein Effekt, den Reimon vorgeblich nicht will. Wie er sich „ein gemeinsames Vorgehen in Nahost“ vorstellt, wurde von ihm gleichfalls nicht erläutert. Mit noch mehr Krieg? Noch mehr Terroristen?

Lächerlich wurde es, als der österreichische Olivgrüne den russischen Präsidenten „Putin“ (abermals personifiziert) als weiteres Problem hinstellte, der Europa angeblich spalten würde. Auch für Reimon sind es immer die anderen, in diesem Fall mit der FPÖ im Schlepptau, die er als „Kolonne Putins“ bezeichnete. Sagt er, hier als ein Mitglied der Kolonne Washingtons agierend, der, überspitzt ausgedrückt, österreichische Nazis als Handlanger Russlands darstellt und selber sich als Handlanger der internationalen Faschisten andient.

Von seiner russophoben Einstellung abgesehen, hatte Reimon nichts zu bieten. Sein Versuch, Russland als Bedrohung darzustellen, ist noch nicht einmal kläglich zu nennen. Ihm fiel nichts weiter ein, als dass Russland Militärbasen in Syrien haben wolle und vergaß, dass Russland die ganze Zeit dort eine Basis besessen hatte. Vor allem vergaß er den Umstand, dass sich Russland im Gegensatz zu allen anderen ausländischen Kriegsparteien völkerrechtlich legal in Syrien im Einsatz befindet. Gegen den Terrorismus übrigens.

Und ja, mit den Türken reden wollen die Russen auch noch, tat Reimon empört.

Wer reden will, will offenbar nicht schießen. Was der Europaabgeordnete der Grünen will ist dagegen nicht eindeutig.

 

Freitag
29
Januar 2016

Wolfgang Böhm und die „Lügenpresse“

 

Wolfgang Böhm bekam für den 1.Januar 2016 mit dem Artikel „Wir Vasallen“ in der PRESSE gleich eine ganze Seite zur Verfügung gestellt, um sich selbst und in Stellvertretung seiner Arbeitgeber von dem Vorwurf der „Lügenpresse“ zu befreien. Denn Böhm war tief betroffen in seinem uns nicht ersichtlichen Ehrgefühl, er fühlte sich ungerecht behandelt, wie er anhand einer kleinen Eingangsgeschichte darzulegen versuchte, er fühlte sich mißverstanden.

http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/4897026/Wir-Vasallen

 

Vor allem verstand e r es nicht. Oder wollte es nicht verstehen. Er und seine Zunft, die angeblich nichts bewusst verschweigen würden, die nur in der Flut an Informationen eine Ordnung zu schaffen beabsichtigen, die sogar prüfen und ihren Lesern – man glaubt es kaum – ganze „Wege zu den Hintergründen anbieten“ würden. Da hätten „Verschwörungstheorien“, so Böhm in einem Anfall der Lächerlichkeit, „keinen Platz“. Nicht einmal jene zahlreiche und sich wiederholende Behauptungen aus dem US-State-Department, mochte der „Schreiberling“ von der PRESSE diesen seinen Lesern weismachen. Offenbar waren seine flüchtigen Trinkkumpane in der Kneipe besser informiert als Böhm.

 

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Verschwörung? Theorie? Oder doch nur Alkohol? Die Spuren werden gesichert. (Foto: BOLLWERK).

 

Alleine gelassen musste der PRESSE-Autor gegenüber seinem Publikum den Tränen freien Lauf lassen. Er beklagte sich über die große Verantwortung, er beklagte sich über die ständige Beeinflussung von außen, wusste aber, dass guter Journalismus „das Ideologische, das Festgefahrene, das Vorgeurteilte beiseite lassen“ sollte. Aber er vermochte nicht zu sagen, warum diese Theorie nicht in die Praxis umgesetzt wurde und wird.

Böhm sprach dann auch lieber nicht von sich, sondern von „Journalismus“ und den Schwierigkeiten, diesen halbwegs kompetent ausüben zu können. Recherche, Widersprüche aufdecken, ja, das sei anstrengend, da könnte es Widerstände geben, Böhm kennt sich aus, denn er möchte seinen Job behalten. Ein Jammer ist das in seiner Branche, wo es doch viel einfacher wäre, sich manipulieren zu lassen, wie Böhm konstanierte.

Nein, machen sie natürlich nicht, sie, diese wackeren Streiter der ultimativen Information, der neutralen Berichterstattung und der Wahrheitsannäherung, sie lassen sich nicht beeinflussen, lassen sich nicht kaufen, das habe alles in ihrer Medien-Welt, in ihrer Geschäftswelt, in der Welt der Medienkonzerne und den damit verbundenen Interessensgruppen natürlich keinen Platz, wahrscheinlich so wenig wie die oben erwähnten „Verschwörungstheorien“.

Otto Schulmeister, ein ehemaliger Herausgeber und Chefredakteur ausgerechnet der PRESSE, war 2006 als Mitarbeiter der CIA enttarnt worden. PROFIL hatte 2009 in einem Artikel dargelegt, wie Schulmeister „seine Leitartikel fallweise argumentativ nach den Wünschen der CIA ausgerichtet, Geschichten unterdrückt, wenn sie dem US-Standpunkt schadeten…“ usw. habe.

Blöde Geschichte. Verschwörungstheorie. Und wenn es nicht mehr anders geht: ein bedauerlicher Einzelfall. Sicher doch. Einer von endlosen „Einzelfällen“, die sich unverändert tagtäglich in den Artikeln und Beiträgen widerspiegeln.

Aber nein, Böhm gibt sich ahnungslos und vollkommen inkompetent. Das wären keine „großen Mächte“, wen Böhm in seiner kindlichen Märchenwelt auch immer gemeint haben mag, und auch keine Geheimdienste, die auf die Arbeit der Journalisten – und auf Böhm seine – Einfluss nehmen würden. Das würden manche nur glauben, wegen dieser „Vorurteilsdynamik“. Zu glauben bedeutet natürlich, selbst zu keinen eigenen Erkenntnissen gelangt zu sein. So soll er nach Böhm sein, der Pöbel da draußen vor den Redaktionsstuben, unfähig für eigene Rückschlüsse und dazu noch unbelehrbar.

Deswegen musste Böhm noch einmal herausstellen, dass in einer Umgebung der Eitelkeit und Unprofessionalität der „Journalismus“ nach „Sachlichkeit“ verlange. „Neugier“ solle die „Triebfeder“ eines guten Journalismus sein, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Sollte, könnte, würde – aber warum ist dem nicht so? Böhm schien von einer anderen Zeitung und von einer anderen Person zu sprechen.

Der Feind des Journalismus wurde von Böhm in den sozialen Medien verortet, wo Meinung verbreitet wird, also etwas, was bei ihm und seinem Blatt angeblich undenkbar wäre – zumindest für Böhm, dem Einsamen. In dieser Weise sah er weitere Faktoren wie ein Blinder.

„Es relativiert noch nicht die Vorwürfe der „Lügenpresse“, die sich angeblich zum Spielball der Mächtigen und ihrer Lobbysten machen lässt. Es entkräftet nicht der Vorwurf der „Mainstream-Medien“, die angeblich Teil des Systems sind, statt dieses System immer wieder in Frage zu stellen.“

Spielbälle wie die großen Massenmedien und deren Mitarbeiter wie Wolfgang Böhm gehören den „Mächtigen“, und das ist sein Dilemma, Böhm sein Dilemma. Der ironisch angedachter Titel seines Textes „Wir Vasallen“ beschreibt ihn und seine Handlungen, sicher aber nicht alle Leser, die sich durch sein Geschwurbel gemüht hatten. Die Informationsindustrie ist ein Teil des „Systems“ und war es von Anfang an – nicht „angeblich“. Böhm, der dazu gehört, tat so, als möchte er es nicht sein.

Dieser König der Recherche ergo des „guten Journalismus„, muss als „Spielball der Mächtigen“ deren Sichtweise widergeben und Lohnschreiberdienste verrichten. Konsequenterweise gab es keine Erwähnung der finanziellen Abhängigkeiten seines Blattes, nichts über die Eigentümer, deren Organisatonen und Vernetzungen, nichts von Presseförderungen durch den Staat, nichts über das Anzeigengeschäft des Kapitals, nichts über politsche Verstrickungen und Ausrichtungen.

Tagtägliches lügen, verschweigen und weglassen, Zusammenhänge falsch darstellen, vertuschen, einseitig und parteiisch darstellen, anderes als den Tatsachen entsprechend suggerieren, diffamieren, US-Außenpolitik mit Hetze unterstützen und dabei eigentümlich ident mit anderen Medienhäusern parallel gehen wie zu Zeiten nach dem Erlaß des Reichspressegesetzes 1933 in Nazi-Deutschland: Böhm will das alles nicht bemerkt haben.

Für jene, die es bemerkt haben, jene, die sich tagtäglich mit dem Medienmüll konfrontiert sahen und sehen, zog Böhm als Kämpfer für die Wahrheit eine Karte wie ein Falschspieler aus dem Ärmel: diese Leute wären schlichtweg zu dumm, um den „Journalisten“ folgen zu können.

„Ein Grund für all diese Vorwürfe mag die Art sein, wie Journalisten kommunizieren. Sie haben Wörter, mit denen sie spielen. Ihre Sprache wird allein deshalb als Bedrohung wahrgenommen, weil sie Debatten dominiert…“

Für Böhm schien die Welt wieder in Ordnung. Er, der Beschränkte, der sich nicht für ganz so beschränkt hält wie die Medienkritker, hatte das Rätsel gelöst.

„Geistreichen Argumenten zur Globaliserung, zur Notwendigen europäischen Zusammenarbeit oder zu den Fakten des Asylrechts können sie nichts abgewinnen…“

Böhm war sich nun ganz sicher. Mt einer geradezu lächerlchen Abgehobenheit wies er Geistreichtum und das Potential zur Erkenntnisgewinnung nur sich selbst und seiner Lohnschreiber-Clique zu, um gleichzeitig die Unfähigkeit und das Desinteresse des Leserpöbels… nun ja, zu behaupten.

Der somit zum „Verschwörungstheoretiker“ mutierte Böhm sah sich dem Gegenwind in den Leserkommentaren ausgesetzt. Die Klagen dieser Leser, beklagte er sich, würden zusehens unfreundlicher werden. Um Abstand zu der Wand hinter seinem Rücken zu erhalten, erwähnte Böhm auch konstruktive Kritiken, welche einer „journalistischen Eigendynamik“ auch mal gut tun würden. Keine Fehler oder bewusste Verfälschungen, nein, eine Eigendynamik, so Böhm mit minimalistischer Eigenkritik gegenüber seinem Gewerbe bei gleichzeitiger Ausschließung von Kritikfähigkeit.

Der PRESSE-Autor betätigte sich als unbelehrbarer und bezahlter Schwätzer, der Konkretes vermeindet, weil er inhaltlich nichts zu bieten hatte.

„Aber es gibt mehr Menschen denn je, die tatsächlch an die große Verschwörung glauben. Das Internet bietet ihnen erstmals ein Argumentarium…“

Böhm versuchte es mit den Ellenbögen: neben dem Leserkreis der Unterbelichteten sollten Krtiker nun auch mit der Kampfmaßnahme „Verschwörungsgläubige“ („Verschwörungstheoretker“) sowie dem als „dubios“ dargestellten Internet in die Schranken verwiesen werden. Diese von Böhm platzierte Maßnahme ist das letzte Mittel, um Krtiker per pauschaler Diffamierung niederzuhalten und gleichzeitig eine inhaltliche Debatte zu vermeiden. Weil auch Böhm inhaltlich nichts zu bieten hatte und er sich als Bote seiner Auftraggeber am Ende seiner im Grunde geistlosen Wiederholungsschleife befand. Seine Bankrotterklärung gipfelte folgerichtig in der Positionierung der eigenen Person, welche an Verschwörungsgläubige glaubt. Wo die Religion beginnt und in Flucht mündet, hört die argumentative Basis auf. Das weiß auch Böhm.

„Hier ist alles zu finden, jede noch so abstruse Theorie. Und es sind längst nicht nur Randgruppen, sondern Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die sich gegen die vermeintlichen „Mainstream-Medien“ stellen und im Internet eine neue Meinungsheimat finden.“

Böhm zeigte sich empört, aber er zeigte auch Angst. Wer ins pauschale Internet schaut, findet tatsächlich einiges, nicht nur Dreck, sondern auch Informationen. Ganz anders „Journalist“ Böhm, der fand offensichtlich vor allem nur Theorien. Und das muss er auch, denn die Tatsache, dass alternative Medien und unabhängige Quellen nicht ohne Grund einen immer stärkeren Zuspruch erhalten, konnte auch an Böhm nicht spurlos vorbeigegangen sein. Das Meinungsmonopol und sein Anteil an diesem war bedroht.

Diese zunehmende Konkurrenz in Sachen Deutungshoheit machte Böhme zu schaffen. Nach Behauptungen und Verunglimpfungen fiel er in erneutes Rätselraten. Er erfand einen „traditionellen“ Jounalismus und phantasierte schamlos, dass dieser „im Kontrast allzu abgewogen wirken“ würde.

„Er ist ihnen (Anmerkung: den Kritikern gleich Blöden und Verschwörungsgläubigen) zu wenig systemkritisch, weil er sehr oft nur Details statt Gesamtbilder beschreibt.“

Der vollkommen entrückte Böhm krebste auf dem Boden seiner intellektuellen Fähgkeiten herum. Weder hatte das eine mit dem anderen zu tun, noch taugte es für eine zudem noch falsche Behauptung.

Der Gedanke an seine regelmäßigen Gehaltszahlungen mochte den „Pro-Europäer“ Böhme schließlich dazu bewogen haben, sich zusammenzureißen und seinen transatlantischen Auftrag zu erfüllen. Das Freihandelsabkommen mit den USA wäre angeblich aus „wirtschaftstheoretscher Sicht logisch“. Und wer dies nicht begreifen würde, wäre nach Böhm wiederum ein Verschwörungsgläubiger, der sich nicht mit den (aus den Geheimverhandlungen geleakten) Inhalten befasst hätte. Natürlich ist das Gegenteil der Aussage der Fall. Böhm musste sich daher hinter angeblich „antiamerikanischen Gefühlen“ der Kritiker verstecken, die zudem auch noch „diffus“ wären. Also richtig unsympathsch.

Ja, Wolfgang Böhm hat es nicht leicht. Einerseits buhlte er um das Vertrauen seiner Leser und quatschte fast entschuldigend von zwei Weltbildern, in welchen der „Journalismus“ – und er – eine Gratwanderung zu bestehen hätten. Ganz so, als wäre sein Weltbild nicht eindeutig definiert. So kann er auch nicht zwischen den „Fronten“ geraten, wie er heraufzubeschwören versuchte. Andererseits muss Böhm im Dienste seiner Auftraggeber wahlweise als „Journalist“, Lobbyist, Meinungsmacher des Establishments, Lohnschreiber oder als billige Maulhure seiner kleiner werdenden Leserschaft die Hucke volllügen. In diesem Fall im Auftrag der Lügen-PRESSE.

 

 

Montag
25
Januar 2016

Terroristen-Spektakel 12

 

Die Positionierung der Organisation „Islamischer Staat“ in den Massenmedien war für die Öffentlichkeit flächendeckend erfolgt. Die Terrorarmee seit August 2014 ganz böse, der vor 2011 freundliche und liberale Augenarzt Assad ein ganz böser Diktator und der „Westen“ zusammen mit den verbündeten Märchenscheichtümern am Golf die Unschuld vom Lande. Zumindest so gut wie.

Konrad Kramer vom KURIER hatte beispielsweise in der Printausgabe vom 20. August 2014 aus dem „IS“ eine „islamistische Miliz“ gebildet, welche von irakischen Profis, ehemaligen Offizieren, modern ausgebildet worden sei. Diese Leute würden genau erforschen, was sich in ihrem eigenen irakischen Land befände, bevor sie losschlagen. Zerstört werden würde nur das, was sie nicht brauchen täten. Öl würden sie brauchen, um es in die Türkei zu „schmuggeln“.

Aber ja kein Wort darüber, wie ein „Schmuggel“ in dieser gigantischen Größenordnung funktionieren soll ohne entsprechende Infrastruktur und ohne dem kooperativen Entgegenkommen des türkischen Staates als Komplizen.

http://kurier.at/politik/ausland/ein-mit-oel-und-geld-gut-geschmierter-glaubenskrieg/81.256.307

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Kein Problem für die Luftaufklärung, in diesem Fall der russischen, für die Feststellung der Massenverschiebung syrischen Eigentums in die Türkei. Heimlicher Schmuggel ausschließlich für die Medienkonsumenten. 

Kramer stellte keine Fragen, aber an der unangenehmen Tatsache, dass der „IS aus den Golf-Diktaturen finanziert wurde, kam er auch nicht vorbei. Die saudische Regierung soll sich davon „offiziell“ distanziert haben, wie Kramer vorsichtig formulierte. Die saudische Diktatur erschien bei ihm als „Königreich“ mit seinen „Scheichs“, während die syrische Regierung als „Assad-Regime“ bezeichnet wurde, welches zu bekämpfen als Anreiz zur Finanzierung des „IS“ gedient haben soll. 

Wie aus einer angeblich irakischen, sunnitischen und mittelprächtigen Terrororgansisation im Irak plötzlich eine durch Golf-Diktaturen fremdbestimmte Terrorarmee in Syrien werden konnte, beantwortete Kramer nicht, weil er erst gar nicht die richtige Überlegung anstellte.

Martin Gehlen war es vorbehalten, in der PRESSE am 25. August 2014 mit einem besonders widerwärtigen Propaganda-Artikel den syrischen Staatschef in ein falsches Bild zu stellen. Gleich nach der Überschrift „Syrien: Wird Assad durch IS-Terror wieder salonfähig?“ war das Foto eines sich freuenden Assad abgebildet.

Anschließend versuchte Gehlen den Lesern weiszumachen, dass sich „Assad“ und „IS“ zwei Jahre lang angeblich „geschont“ hätten. Womit es nun vorbei sei, nachdem „IS“-Truppen innerhalb einer Offensive größere Gebiete mit Ölquellen besetzt und einige Militärstützpunkte der syrischen Armee erobert hatten. Gehlen nannte hier den Luftwaffenstützpunkt Tabqa und die Gefangennahme von mindestens 150 syrischen Soldaten, erwähnte aber nicht deren anschließende Exekutierung durch die Terroristen. (Die Quellen schwanken zwischen 160 und 220 dort ermordeten syrischen Soldaten).

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Vorführung der auf Tabqa gefangenen syrischen Soldaten durch Terroristen des „IS“.

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Nach der  Ermordung der Gefangenen.

Offenbar mochte Gehlen den „IS“ nicht als eine besonders dreckige Mörderbande hinstellen, um nicht sein Anliegen zu gefährden, die syrische Regierung in genau diese Ecke zu platzieren. Fakt war allerdings, dass es syrische Soldaten gewesen waren, welche den „Kampf gegen den Terror“ geführt – und verloren hatten. Das war nicht das, was Gehlen aufzeigen möchte. Syrische Soldaten als Opfer anzuerkennen ist ein Thema, welches nicht nur von Propagandisten wie ihn tunlichst vermieden wurde und wird. Gehlen schwätzte lieber darüber, dass Damaskus nun wisse, dass IS-Kämpfer gefährlich wären und ließ dann Washington sprechen.

„Das Weiße Haus wirft Assad vor, die IS-Krieger allzu lange geschont und damit erst so extrem bedrohlich gemacht zu haben. Selbst in Aleppo ließ der Diktator die Extremisten ungehindert operieren. Islamisten aus seinen Kerkern wurden scharenweise auf freien Fuß gesetzt.“

Gehlen ist verkommen genug, um den Hohn dieser Worte als Realität zu verkaufen. Und die syrische Regierung, genau, wäre selbst Schuld, so US-Gehlen.

„Denn ihre Schreckensherrschaft erfüllte für Damaskus einen doppelten Zweck. Die IS-Attacken auf andere Rebellengruppen schwächten die bewaffnete Opposition. Und das blutrünstige Gebaren der Jihadisten diente dem Regime als Beleg für seine Behauptung, Volksaufstand und Bürgerkrieg seien in Wahrheit ein Terrorfeldzug gegen die syrische Nation.“

Gehlen verschwieg mit seiner Behauptung den Umstand, dass die syrische Armee überhaupt nicht über die Kapazitäten verfügte (und verfügt), in alle Himmelsrichtungen den großen Abwehrkampf gegen eine Unmenge an Söldnerhaufen zu führen. Eine ganze Terrorarmee befand (und befindet) sich nahe Damaskus und konnte auch nicht zerschlagen werden. Dass sich die syrische Armee ihre Schwerpunkte an den wichtigsten Abschnitten legen musste, ist logisch.

Der Schreibtischtäter Gehlen benutzte die Verlogenheit dann für die Behauptung, dass es sich in Syrien nicht um einen Feldzug mittels Terrorarmeen ausländischer Kriegstreiber handeln würde. Dabei ließ er auch vollkommen außen vor, dass die „IS“-Truppen vorher im Irak operiert hatten, um dann als personell und materiell aufgerüstete Armee in Syrien einzufallen – nach den übrigen Terrorarmeen.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3859871/Syrien_Wird-Assad-durch-ISTerror-wieder-salonfaehig

Letztlich ging es auch Gehlen nur darum, den Medienkonsumenten einen offiziellen Krieg auf syrischem Boden schmackhaft zu machen. Dafür ließ er den US-„Verteidigungs“-Minister, den US-Generalstabschef, das US-Außenministerium und den britischen Außenminister als Kriegstreiber-Clique sprechen, um bei dieser Gelegenheit die syrische Regierung für die angegebenen und geschätzten 190.000 Toten in Syrien und überhaupt für den Krieg und seine Folgen verantwortlich zu machen.

Hätte Gehlen erwähnt, dass zu diesem Zeitpunkt sogar offizielle Quellen die Verluste der syrischen Armee, Volkswehr-Milizen und Polizei auf weit über 50.000 Mann schätzten, würde aufgrund nur dieser Angabe ein anderes Bild entstehen. (Mittlerweile sollen die Verluste über 80.000 Mann betragen). Aber Hauptsache, in Damaskus würde „man sich die Hände reiben“, wie ein widerlicher Gehlen halluzinierte. Vor Freude über die Hilfe der „Freunde“ Syriens wahrscheinlich.

Vor Propaganda-Gehlen hatte bereits der SNC in Istanbul, der vom türkischen Geheimdienst gebildete oppositionelle Syrische Nationalrat, die durch nichts begründete Behauptung in die Welt gesetzt, dass der „IS“ ein Geschöpf der syrischen Regierung wäre.

Die ebenso widerliche Berufslügnerin und Kriegshetzerin Raniah Salloum vom SPIEGEL sollte am 26. September eine ähnliche Sicht auskotzen. Ihr Artikel war in jeglicher Hinsicht zum Erbrechen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-assad-profitiert-von-obamas-luftschlaegen-a-993900.html

Und zum Schluss sei hier noch Hans Winkler erwähnt, welcher in der Printausgabe der PRESSE vom 22. September 2014 demonstrieren durfte, wie gut er als „Gastkommentator“ und Meinungsmacher zu lügen vermag. „Die Rückkehr der USA in die wirkliche Welt“ wurde dieser „Kommentar“ getitelt, was den Inhalt der Propaganda recht gut widerspiegelte.

Die USA hätten nach Winkler mit allem nichts zu tun, wären aber gefordert. Die EU solle sich zusammenreißen, Waffenlieferungen wären kein Tabu, Russland und Putin wären auch böse etc. Ermüdend, jeden Satz mit genau entgegengesetzten Realitäten zu konfrontieren, den dieses Mediengesindel tagtäglich ausspuckt. Deswegen verzichten wir jetzt darauf.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/3873328/Die-Ruckkehr-der-USA-in-die-wirkliche-Welt

Die Köpfe der Medienkonsumenten waren aufgeweicht und sturmreif geschossen, nun konnten endlich die echten Bomben fallen. Auf Leute, denen man auch nur irgendwelchen Scheißdreck eingetrichtert hatte.

 

 

Montag
18
Januar 2016

Neues Jahr – alte Terrorkampagne. Teil 2.

 

Es bleibt der Eindruck, dass mit einem konkreten Nichts eine Bedrohungslage erfunden wurde, um diese in den Köpfen der Bürger weiterhin zu etablieren. Aber die Polizei habe sich vorbildlich verhalten, wie bei dieser Gelegenheit auf allen Kanälen kommuniziert wurde. Das ist ja auch mal ganz schön zu wissen. Für unsere Sicherheit ist gesorgt, aber es könnte natürlich mehr sein, auch klar.

Die PRESSE fragte: „Brüssel, Paris, München: Die Frage, wie man mit der Terrorgefahr umgehen soll, stellt sich immer öfters.“ Vielleicht einmal das Verbrecherpack in den eigenen Regierungen und deren Hintermänner bloßstellen, statt dieses zu unterstützen, könnte eine Antwort sein. Geht natürlich nicht, das ist vollkommen unrealistisch.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4897046/Wie-man-mit-der-Terrorgefahr-umgehen-kann

 

„Die Lage in Europa bleibt im neuen Jahr ernst“, wurde der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maiziére zitiert. So soll es auch sein, so soll es auch bleiben, das ist die Neujahrs-Botschaft. Die PRESSE übersetzt diese Worte gerne seinen Lesern: „Sprich, so ernst wie seit den Pariser Anschlägen.“ Denn die PRESSE weiß Bescheid, und sie hat auch nichts dagegen, wie ihr Gebaren nahelegt.

Bei dieser Gelegenheit wurde auch die deutsche Polizeigewerkschaft zitiert. „Jemand, der in Syrien für den IS gekämpft hat, muss nicht zur Silvesterfeier vor das Brandenburger Tor gehen.“ Richtig, diese Leute gehören verhaftet, angeklagt und vor Gericht verurteilt. Dummerweise scheint es aber damit ein Problem zu geben, obwohl diese Menschen real existieren.

Bei anderen ist dies gar nicht so klar: „Ob es diese Personen überhaupt gibt, wissen wir nicht“, so der Münchener Polizeipräsident Hubertus Andrä auf einer Pressekonferenz zu der aktuellen Terrorwarnung und irgendwelchen Namen. Vielleicht sollten die französischen und US-amerikanischen Kollegen danach befragt werden. Namen werden schließlich nicht einfach so erfunden. Oder doch?

Der STANDARD versuchte aus dem Nichts etwas zu machen. Mit „IS will Bevölkerung in Angstzustand versetzen“ wurde ein Interview mit dem Berliner Politologen Dirk Baehr betitelt. Bereits die erste Frage der entweder stupiden oder perfiden Manuela Honsig-Erlenburg disqualifizierte das angebliche Qualitätsblatt.

STANDARD: „Warum ist Deutschland mittlerweile ein Terrorziel des „Islamischen Staates?“

Honsig-Erlenburg unterstellt somit etwas, wovon nicht einmal die deutsche Polizei Kenntnis hat, und stellt es als ein Faktum dar. Das ist Propaganda für den so genannten „IS“.

Ihr Interviewpartner Baehr spielte das Schmierenstück mit.

Baehr: „Der IS plant etwa seit einem Jahr Anschläge in Europa. Das primäre Ziel war aber immer Frankreich. Dadurch, dass Deutschland Frankreich in Syrien nun militärisch unterstützt, rückt Deutschland mehr in den Fokus…“

Baehr zeigte sich hier eindeutig als ein Teil der medialen Propagandamaschinerie. Er korrigierte nicht den Schwachsinn der STANDARD-Sprechpuppe, sondern nahm es ernst. Baehr redete von Plänen des „IS“, über die er kaum Kenntnis besitzen kann, sollte er nicht selbst dem „IS“ angehören. Er reimte sich da irgendetwas zusammen, was von jenen, von denen er sein Brot erhält, erwünscht wird. Seine Spekulation fusste zudem ausgerechnet auf den grandios dubiosen Charlie-Hebdo-Fall.

http://derstandard.at/2000028344516/IS-Strategie-Bevoelkerung-soll-in-permanenten-Angstzustand-versetzt-werden

 

Dirk Baehr, mit dessen Gequatsche wir hier nicht weiter belästigen wollen, firmiert zwar unter dem Titel „Politwissenschaftler“, mit Wissenschaft hat er aber so wenig zu tun wie die deutschen Staatssender ARD und ZDF mit Ausgewogenheit. Auf Artikel wie diese im STANDARD können wir getrost verzichten, sollen wir aber nicht.

Auch in diesem neuen Jahr 2016 werden wir überschüttet und zugekleistert werden mit Propaganda und Meinungsmache. Damit wir erst gar nicht auf die Überlegung kommen, inwieweit die Geheimdienste und ihre Handlanger in den Behörden mit ihren „Freelancern“ gegenüber der Bevölkerung Terror ausüben, ob nun real oder wie in diesem Fall nur medial.

 

Samstag
09
Januar 2016