Ein Standardwerk zum Thema Terror von Dr. Daniele Ganser. Pflichtlektüre.
- Verlag: Orell Fuessli; Auflage: 3 (1. April 2009)
- ISBN-10: 3280061067
- ISBN-13: 978-3280061060
Was waren das für Zeiten… SISTERS OF MERCY mit „Marian“ aus dem Jahre 1985:
Und live:
„Der amerikanische Traum trägt rot.“ KURIER, 14. Februar 2016.
Lustiger Leitartikel von Josef Votzi, welcher den Präsidentschaftskandidaten „links“ wähnt und diesem Chancen aufgrund diesem und jenem einräumte. Mit den US-amerikanischen Realitäten hatte dies allerdings nichts zu tun.
https://kurier.at/meinung/kommentare/innenpolitik/der-amerikanische-traum-traegt-rot/180.838.734
„Kerry: EU steht vor „fast existenzieller Bedrohung“.“ KURIER, 14. Februar 2016.
US-Außenminister Kerry warnt vor Spaltung der EU, Kerry redet hier, Kerry lobt dort. Alles belanglos bei einem Mann, von dem Indianer sagen würden, dass dieser mit einer gespaltenen Zunge redet. In den darauffolgenden Monaten wurde dies nochmals und immer wieder deutlich.
https://kurier.at/politik/ausland/kerry-eu-steht-vor-fast-existenzieller-bedrohung/180.858.288
„Kalter Krieg statt Feuerpause in Syrien.“ KURIER, 14. Februar 2016.
Sinnlose Fragerei nach Wahrscheinlichkeiten. Russische Aussagen von Medwedew (Krieg in Syrien durch Einmischung von außen) und Lawrow („Offensichtlich geht es nur darum, die Angriffe der russischen Luftwaffe zu beenden“) waren richtig, die „westliche“ Kritik am Bombardement von Zivilisten unbewiesen, dumm und kontraproduktiv – aber für die Kriegstreiber notwendig. Denn deren terroristischen Schützlinge drohten in Aleppo in eine äußerst ungünstige Lage zu geraten.
https://kurier.at/politik/ausland/kalter-krieg-statt-feuerpause-in-syrien/180.860.150
„Deutschland hat ein rechtes Problem.“ KURIER, 14 Februar 2016.
Deutschland hat, von einem Flügel der Partei „Die Linken“ abgesehen, nur „rechte“ Parteien. Aber die meinte Evelyn Peternel gar nicht, sie meinte die Partei „Alternative für Deutschland“. Peternel ist noch gar nicht aufgefallen, dass ihre gesamtes Umfeld“rechts“ ist. Und das Blatt, für welches sie hier schrieb?
https://kurier.at/politik/ausland/afd-deutschland-hat-ein-rechtes-problem/180.841.622
„Was Mädchen am IS-Terror lockt.“ KURIER, 14. Februar 2016.
Bericht über ein armseliges, dummes 17-jähriges Mädchen, welches sich in eine „Dschihad“-Sache hineingesteigert hatte, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung von den tatsächlichen Gegebenheiten zu haben. Gleichwohl sollte dem Mädchen ein „Terror-Prozeß“ gemacht werden. Im Interview zeigte sie sich dagegen erstaunlich clever.
https://kurier.at/chronik/oesterreich/warum-frauen-in-den-dschihad-ziehen/180.846.033
„Der Brandstifter als Löschmeister in Syrien.“ PRESSE, 14. Februar 2016.
Christian Ultsch war noch am Vortag auf einer Witzveranstaltung von Berufslügnern als „Redakteur des Jahres“ ernannt worden, bevor er in dieser Ausgabe der „LügenPRESSE“ die verlogene Meinung seiner Auftraggeber in Washington wiedergeben durfte. Diese stellte sämtliche Realitäten auf den Kopf. In seinem Propagandastück wies er fälschlicherweise Russland die Schuld zu, dass es in Syrien zu keinen Frieden kommen würde. Kein Wort über die Invasion von Söldnern und Terroristen aus dem Ausland. Kein Wort über die Souveränität des Staates Syrien, welcher sich auf seinem eigenen Territorium seit Jahren zu verteidigen versuchte. Kein Wort über die Legalität der russischen Verbände in Syrien und kein Wort über die nicht legale Anwesenheit sämtlicher weiterer Kriegsteilnehmer. Kein Wort über die Tatsache, dass Russland erst Ende September 2015 mit einem Luftwaffen-Kontingent in Erscheinung getreten war. Kein Wort davon, dass es nur Russland gewesen war, welches die Terroristen tatsächlich bekämpft hatte usw.
„Er (Putin) diktiert mit seiner Doppelstrategie das Tempo, schießt Assads Truppen unter dem Vorwand, Terrorgruppen zu bombardieren, den Weg gegen relativ gemäßigte Rebellen, wie die Freie Syrische Armee, frei, während…“
Wer soll denn sonst bombardiert und angegriffen werden? Ultsch behauptete frech, dass es auch bessere Terroristen gäbe, von denen leider niemand weiß, wo sie sich aufhalten. Ultsch präsentierte hier eine verlogene Kriegshetze, die Goebbels entzückt hätte. Für wen dieser Mann arbeitet, kann klarer kaum sein. Nur hat diese Verlogenheit nicht nur etwas mit Ultsch seiner eigenen Verkommenheit zu tun, sondern mit Tod, Zerstörung und endlosen Verbrechen. Widerlich.
(Siehe Kommentarspalte: auch die Leser haben offensichtlich die Schnauze voll von diesen Verbrechern an der Medien- und Meinungsfront).
„Der Kalte Krieg trägt jetzt eine Nummer.“ PRESSE, 14. Februar 2016.
Helmar Dumbs berichtete über die Münchener Sicherheitskonferenz und über die konträren Positionen des „Westens“ und Russlands.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4925210/Der-Kalte-Krieg-hat-jetzt-eine-Nummer
„Die Angst der Dienste vor dem IT-Wissen des IS“. PRESSE, 14. Februar 2016.
Die Angst dürfte unbegründet sein, da die genannten Geheimdienste zu den Tätern gehören, welche die Terroristen aufgestellt und geführt haben. Aber das selbst geschaffene Bedrohungsszenario muss aufrecht gehalten werden, dafür wurde es geschaffen. Ein Artikel zur Verblödung von Helmar Dumbs.
http://diepresse.com/home/techscience/4924946/Die-Angst-der-Geheimdienste-vor-dem-ITWissen-des-IS
„Wie kann die Welt diesem Elend zusehen?“ PRESSE, 14. Februar 2016.
Alfred Hackensberger leitete seinen Propagandaartikel mit einer in der Vergangenheit mehrfach beobachteten Suggestiv-Frage ein, deren Antwort natürlich auf der Hand liegen musste und welche sich die Kriegstreiber sehnlichst wünschen: offizielle Intervention und noch mehr Krieg und Elend gegenüber einem Staat und seiner Bevölkerung, die diesen Krieg nicht wollen, um das angesprochene Elend zu beenden.
Hackensberger verhehlte wie gewohnt kaum, dass er der Partei der Kriegstreiber und Verbrecher anhängt, denn die Verantwortlichen für Krieg und Elend nannte er nicht. Das von ihm bemerkte Elend resultierte bei ihm – wie bei allen seinen hetzerischen Propagandakollegen – ausschließlich aus russischen Luftangriffen, die allerdings erst seit dem 30. September 2015 geflogen werden. Gegen wen sich das russische Engagement richtete, gegen die Verbände und Terroristen von IS und Al Kaida sowie der ihnen angeschlossenen Halsabschneider-Gruppierungen, wurde unterschlagen. Hackensberger fixierte sich stattdessen auf die Behauptung, dass die russischen Angriffe Zivilisten treffen und diese zur Flucht veranlassen würden. Dies wird sicherlich in einem Krieg nicht auszuschießen sein. In diesem Fall einen Vorsatz in den Raum zu stellen, war allerdings nicht nur abwegig, sondern auch heuchlerisch, denn die alltäglichen US-Bombardements seit dem 2. Weltkrieg und Drohnenmassaker wurden, wie wir wissen, nie skandalisiert.
Hackensberger kleidete schon immer seine Geschichte so ein, als wäre er vor Ort, um dort tatsächlich auf vermeintliche Zivilpersonen zu treffen, deren Häuser gerade bombardiert worden wären. Von den Russen natürlich, denn die die Bomben und Granaten der anderen Kriegsparteien (Terroristen, Proxy-Truppen, USA) schienen harmlos oder zumindest unwirklich zu sein. Hackensberger heuchelte Anteilnahme am Elend, während er als Propagandist der Kriegstreiber um Kriegsbegeisterung gegen den Staat Syrien buhlte, wo für ihn das Zentrum des Bösen zu wohnen schien. Er ließ einen „Ahmed“ sprechen, der zufällig der angeblichen „Opposition“ angehören würde, um ebenso zufällig die Meinung Washingtons kund zu tun: die angebliche Friedensunwilligkeit des syrischen „Regimes“, welches gerade mit einer Offensive im Raum Aleppo zahlreiche Menschen zur Flucht getrieben habe. Dass sich diese gegen die vom Ausland unterhaltenen Al-Kaida-geführten Truppen richtete, wurde nicht erwähnt.
Hackensberger war dies aber nicht genug, er ließ gar einen gewissen „Zakaria Malahefdschi“ zu Wort kommen, der angeblich Frieden begrüßen würde, den seinesgleichen weder vor noch nach Hackensberger seinem Propagandadreck suchten und dies übrigens öffentlich nicht verhehlt hatten. Der vermeintliche „FSA-Rebell“, wie Hackensberger ihn bezeichnet hatte, sollte angeblich einer Gruppe angehören, die sich „Fastakim“ nannte, und die Funktion eines „politischen Sprechers“ innehaben. Dieser Mann sollte in einem Büro in Gaziantep sitzen, also beim Terror-Unterstützer Türkei, Hackensberger ließ ihn auch noch mit der stellvertretenden US-Botschafterin telefonieren, was diesen Mann als NATO-Söldner auswies – und nicht als „Rebell“. Hackensberger log auch über die angebliche FSA-Gruppe „Fastakim“, die sich vollständig „Fastaqim Kama Oummirat“ nennt und aus nichts weiter besteht als aus einer Bande bewaffneter Salafisten-Söldner, die bereits seit 2013 (Verlautbarung vom 24. Sept. 2013) öffentlich u.a. eine Kooperation mit der Terrorgruppe Al-Kaida eingegangen war.
Hackensberger diente hier einmal mehr als Sprachrohr der Terroristen und Mörder sowie ihrer Auftraggeber aus den USA und der Türkei – und somit als Mittäter.
http://tonyblairfaithfoundation.org/sites/default/files/If%20the%20Castle%20Falls.pdf
https://en.wikipedia.org/wiki/Fastaqim_Union
STANDARD fehlt.
Stadtkino im Künstlerhaus. 1010 Wien, Karlsplatz 5.
Freies Kino. Freier Eintritt.
Zum 70. Geburtstag des Dichters Gert Jonke (1946-2009).
Gestaltung und Präsentation: Martin Polasek.
Dienstag, 4. Oktober 2016, 19 Uhr.
http://www.k-haus.at/de/veranstaltung/509/freies-kino-eintritt-frei.html
Nach diesen vorherigen unerfreulichen Beobachtungen: Was ließ sich, gestützt auf die offiziellen Meldungen, über Mohamed Abrini zusammenfassen?
Dieser Mann wurde anhand seines Äußeren nicht als der „Mann mit Hut“ identifiziert, denn selbst der unbekannte Taxifahrer soll eine andere Person „erkannt“ haben. Spuren am Tatort Zaventem, so deutet alles darauf hin, wurden ebenfalls nicht gesichert. Einzig die erst nachträglich und sehr spät gemeldeten (angeblichen) Fingerabdrücke in der Wohnung in Schaerbeek hätten zumindest ein Indiz vermitteln können, allerdings wäre Abrini bei einer realen Sicherstellung bereits sofort in Verdacht geraten – was die Polizei nie geäußert hatte, denn die hatte noch lange ihr Suchspielchen gespielt. Somit blieb nur das Geständnis von Abrini, und das war nicht viel wert, da es jederzeit widerrufen werden kann und die Beweisbarkeit des Gegenteils ganz offensichtlich eine grobe Schwierigkeit darstellt.
Wer ist Mohamed Abrini?
Der Öffentlichkeit wurde dies nicht vermittelt. Dieser wurde vorgegaukelt, dass der Fall um den Terroranschlag „irgendwie“ seinen Fortgang nahm. Hier und da ein wenig Abrini, dort und woanders einige Verhaftungen von Leuten, die angeblich mehr oder minder beteiligt gewesen sein sollen. Und dazwischen die Figur eines Salah Abdeslam, der nach seinem großartigen Geständnis im März vor allem mit Schweigen beschäftigt war.
Profunde Ermittlungsergebnisse gab es dagegen nirgends. Bis heute, September 2016, war noch nicht einmal Anklage erhoben und der Termin eines Prozesses in Aussicht gestellt worden. Der Fall geriet wieder in den Hintergrund, weil andere schreckliche Ereignisse die Aufmerksamkeit die Bevölkerung abgelenkt und teilweise auch ermüdet hatten.
Wer sich an den Anschlag in Brüssel zurückerinnern wollte, konnte sich das öffentliche Bildmaterial von damals anschauen. Das haben tatsächlich einige aufmerksame Mitmenschen gemacht und uns dankenswerterweise den Hinweis gegeben, dass eine Reihe von Fotos vom Flughafen Zaventem von einer bestimmten Person aufgenommen wurde. Die Frau heißt Ketavan Kardava oder firmiert zumindest unter diesen Namen. Sie stammt aus Georgien und ist als Reporterin und Fotografin spezialisiert auf Ereignisse wie den Anschlag in Brüssel. Zum Breivik-Fall hatte sie damals aus Norwegen berichtet, nach den Attentaten von Paris im November 2015 aus der französischen Hauptstadt. Auch am Terrorschauplatz Maidan in Kiew war sie zugegen gewesen, um für den Faschisten-Putsch zu werben. In Brüssel hatte sie endlich richtig live bei einem Terroranschlag dabei sein dürfen. Was für ein Glück! Ihr verdankten wir das Bildmaterial vom Schauplatz Zaventem, welches uns allen aus den Medien bekannt gemacht worden war.
http://www.frontnews.ge/en/news/27663-Ketevan-Kardava-%E2%80%9CUkraine-deserves-to-win%E2%80%9D
Belgien und Frankreich hatten um Abrini als Terrorverdächtigen gerangelt. Als belgischer Staatsbürger und angeblich an dem Terroranschlag in Brüssel beteiligt, hatte er nach den Wünschen von Paris nach Frankreich ausgeliefert werden sollen, wo ihm eine Beteiligung an den November-Anschlägen. vorgeworfen wurde. Und plötzlich hatten sich britische Sicherheitsbehörden eingemischt, die ebenfalls ein Interesse an Abrini und Ansprüche auf Befragungen gezeigt hatten.
http://www.thetimes.co.uk/article/first-isis-supergrass-helps-uk-terror-police-pcqrtmbz8
http://www.sudinfo.be/1609228/article/2016-06-27/mohamed-abrini-informateur-des-britanniques
Britische, französische und belgische Zeitungen waren sich offensichtlich nicht ganz schlüssig gewesen, wie sie diese Information einzuordnen hatten. Daher wurden in mehreren Artikel die Ansicht eingespeist, dass Abrini nach seiner Verhaftung, also im Gefängnis, zu einem Informaten der Polizei geworden wäre und möglicherweise einen Deal mit der Polizei vereinbart haben könnte.
Dafür gibt es allerdings weder einen Beleg noch eine Schlüssigkeit. Einen im Gefängnis sitzenden Abrini als neuen Polizei-Spitzel öffentlich bloß zu stellen, sollte seine Effektivität und auch Lebenserwartung rapide verschmälern. Noch dazu wurde Abrini als „ISIS-Supergrass“ hervorgehoben, also als einen besonders ergiebigen V-Mann in der IS-Szene. Zwischen dieser und Abrini war allerdings keine einzige Verbindung bekannt. Und die Zeit, um zu einem Super-Spitzel zu werden, dürfte er im Knast auch nicht gehabt haben. Ganz abgesehen von dem Umstand, dass er zur Klärung seines eigenen Falles nur sein Geständnis beigetragen hatte und sonst nichts.
Das ist also alles Unsinn. Abrini wurde ausdrücklich als Mitarbeiter der britischen Sicherheitsbehörden deklariert, die ihn kaum erst im belgischen Gefängnis angeworben haben dürften. Abrini war v o r h e r ihr für sie aktiver Mann gewesen.
Aber was hatten die Briten mit dem Belgier Mohamed Abrini zu tun? Im April 2016 wurden in London verschiedene Personen der Terrorfinanzierung angeklagt. Zwei Männer sollen in diesem Zusammenhang Abrini mit 3.000 englischen Pfund gesponsert haben, der (erst) zu dieser Zeit als Terrorverdächtiger geführt worden war. Die Meldung erschien aber erst weit nach der Verhaftung von Abrini, am 29. April 2016.
Kann er sein-kann er nicht sein-kann er sein-muss nicht sein – kann egal sein.
Da Abrini zu dieser Zeit allerdings für und nicht gegen die britischen Sicherheitsbehörden gearbeitet hatte, ist der logische Rückschluss jener, dass er dort zumindest ein „Netzwerk“ infiltriert und als Provokateur irgendwelche Personen zu Straftaten angestiftet haben könnte, um sie anschließend auffliegen zu lassen. Derartige Muster sind bekannt und bei Polizeibehörden durchaus üblich.
Der weiter gehende Rückschluss konnte somit nur ein verheerender sein. Wenn Abrini angeblich für die britischen Behörden ein Spitzen-Infiltrator dargestellt hatte, warum sollte es bei den Terroranschlägen in Paris und Brüssel anders gewesen sein? In England der falsche Terrorist, in Belgien der echte?
In Deutschland und in Österreich erfuhr der Medienkonsument kein Wort über die Neuigkeit. Auch die deutschsprachige Seite von Wikipedia hatte ihre Arbeit bezeichnenderweise nach nur einem Tag am 9. April 2016 eingestellt. Schade.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mohamed_Abrini
Eine einzige Meldung wurde schließlich am 5. Juli in die Medien lanciert, die nun erst recht an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten war. Mit Hilfe einer beachtlichen Ignoranz wurde folgender Müll abgesondert:
„Der mutmaßliche Terrorist Salah Abdeslam soll nach Angaben eines anderen Verdächtigen eine wichtigere Rolle bei den Pariser Attentaten vom November gespielt haben, als er selbst einräumt. Das berichtet der belgische Sender VTM Nieuws unter Berufung auf Verhörprotokolle des Terrorverdächtigen Mohamed Abrini. Der „Mann mit Hut“ gilt als einer der Hauptverdächtigen nach den Brüsseler Anschlägen vom März.
Abdeslam soll Abrini zufolge fast alle Beteiligten der Pariser Anschläge aus verschiedenen Orten in Europa geholt und zu ihren Verstecken gebracht haben. Er selbst, Abrini, habe mit ihnen in einer Wohnung übernachtet…“
Auch dieser Text für die Medienkonsumenten beinhaltete bestenfalls langweilige Unterhaltung, aber keine einzige Information. Wichtiger soll Abdeslam angeblich gewesen sein, vielleicht auch größer und bunter, möchte man ergänzen. Und dies trotz angeblicher „Verhörprotokolle“, welche natürlich immer vertraulich sind und in der Regel von der Polizei selbst „geleakt“ werden, wenn es galt, Falschinformation mit fingierten Dokumenten zu untermauern. Dass Abdeslam als Fahrer aufgetreten war, gehörte ebenfalls nicht zu den Neuigkeiten. Mit anderen Worten: da war wieder nichts. Derartige Artikel demonstrierten allerdings einmal mehr, dass die Bevölkerung für dumm verkauft wurde.
Wir wissen nicht, wie es wirklich gewesen war und werden es höchstwahrscheinlich nie erfahren. Was wir hier zusammengetragen und teilweise bewertet haben, dürfte reichen, um sämtliche behördlichen und medialen Verlautbarungen in starke Zweifel zu ziehen. In der Summe der einzelnen Aspekte ist die Umschreibung „starke Zweifel“ sogar untertrieben.
Glaubwürdigkeit besitzen die Sicherheitsbehörden und ihre Sprachrohre schon lange nicht mehr, dafür sind sie bereits zu oft der Lüge und der Manipulation in ähnlichen Fällen überführt worden. Eine Figur wie Mohamed Abrini passte wie die Faust aufs Auge in den unglaubwürdigen Terrorplot. Das Agieren über drei Länder hinweg lässt auf eine übergeordnete Polizeidienststelle schließen oder auf einen Geheimdienst.
Abrini & Abdeslam: Nicht nur Freunde, sondern auch Kollegen?
Wir nehmen anhand mehrerer Indizien an, dass der Fall um Salah Abdeslam ähnlich gelagert ist. Nachdem dieser offensichtlich Spuren gelegt hatte, um Verknüpfungen anzuzeigen oder gar erst herzustellen, soll er wie Abrini einen Selbstmordanschlag geplant, es sich dann aber kurzfristig anders überlegt haben. Wie Abrini in Brüssel gilt Abdeslam als angeblich einziger Überlebender aus der Attentätergruppe von Paris. Wie bei Abrini ließ sich eine direkte Tatbeteiligung (bislang) nicht nachweisen. Und letztlich fußte bei ihm wie bei Abrini alles einzig und allein auf einer (ansonsten unverständlichen) Selbstbezichtigung, die für eine Anklageerhebung ausreichend sein würde, aber bei Widerruf einen möglichen Prozess zusammenbrechen lassen würde.
Für die Medien ist dies unerheblich. Noch können sie mit diesen bereits erkalteten Fällen ihre Öffentlichkeitsarbeit verrichten, auch wenn sie über nichts zu informieren haben. Die Profiteure der Anschläge und der politischen wie medialen Terrorhysterie sitzen nicht dort, wie in dem mörderischen Lügentheater behauptet wird.
„Kriegsherd Ukraine“ von Ralf Rudolph und Uwe Markus, welche weitere Facetten zu dem Thema beleuchtet haben.
Hier ein Artikel AG Friedensforschung mit einem Vorabdruck:
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Ukraine1/exp-russ.html
Was haben wir diesen Song damals geliebt: „Kotton Krown“ von SONIC YOUTH aus dem Jahre 1987.
Live klang es häufig etwas anders…
„IWF: Ab 2023 bringen Flüchtlinge mehr, als sie Österreich kosten.“ STANDARD, 13. Februar 2016.
Das zumindest versucht der IWF weiß zu machen, einer jener kapitalistischen Instrumente, welche auf maifiöse Art und Weise Abhängigkeiten erzwingen.
https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160213/281496455335384
„Das goldene Ostgeschäft der Banken.“ STANDARD, 13. Februar 2016.
Wir hatten es geahnt: den Banken allgemein ging und geht es nicht so schlecht wie zumeist dargestellt. Die Verlierer sind andere.
http://derstandard.at/2000029268423/Das-goldene-Ostgeschaeft-der-Banken
„Syrien: Eine Feuerpause und Bomben auf Aleppo.“ STANDARD, 13. Februar 2016.
Christian Prantner ließ zum Thema „Münchener Sicherheitskonferenz zuerst den deutschen Außenminister Steinmeier mit hohlen Phrasen zu Wort kommen, als würden die von Belang sein. Wieder wurden hier Bombardements der syrischen und russischen Luftwaffe erwähnt, aber nicht deren verschanzte Gegenspieler: die von Al-Kaida geführten Söldner und Terroristen. Weil diese in den Augen des westlichen Verbrecherpacks und ihrer Propagandisten nicht zu existieren schienen, wurde von den Vertretern der Kriegstreiber die Feuereinstellung der syrischen Armee gefordert. Gleichzeitig wurde suggeriert, dass die syrische Regierung daran kein Interesse habe, schließlich hatte sich deren legitimer Regierungschef Assad tatsächlich erdreistet, sein Land wieder gänzlich zurückzugewinnen und vom Terror zu befreien. Und das geht in den Augen der Kriegstreiber und ihrer Sprachrohre in den Medien nun gar nicht.
https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160213/281526520106456
„Kurz will „Zustrom stoppen“.“ STANDARD, 13. Februar 2016.
Mazedonien gehört zwar nicht zur EU, soll aber seine Grenzen gegenüber Flüchtlingen „schützen“. Österreich will helfen – mit 7 Polizisten.
https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160213/281788513111512
„Europäische Integration: Die nächste Phase startet.“. STANDARD, 13. Februar 2016.
Hier ein Ausschnitt aus dem Text von Georg Vobruba:
„Den Schengenraum erschütterten die Folgen des Arabischen Frühlings.“
Es gab keinen „Arabischen Frühling“, wie er ständig propagiert wurde.
„Zum einen gingen der EU die alten autoritären Partner bei der Migrationsabwehr verloren.“
Sie gingen nicht verloren, sondern wurden weggebombt und ermordet, zum Beispiel wie in Libyen. Unter anderem von EU-/NATO-Staaten. Das hatte auch Flüchtlingsströme erzeugt.
„Zum anderen erzeugten die Konflikte, die dem Arabischen Frühling folgten, Flüchtlingsströme in bis dahin unvorstellbaren Ausmaß.“
Der Begriff „Konflikt“ verharmloste den tatsächlichen Zustand: es wurde und wird Krieg geführt. Sicherlich hatte niemand von den Kriegstreibern damit gerechnet, dass sich Syrien immer noch nicht ergeben hat. Daher vollständige Zerstörung. Mit Hilfe von EU-Staaten, welche die Flüchtlinge angeblich integrieren wollen. Die meisten Flüchtlinge wollen dies aber gar nicht.
http://derstandard.at/2000031000015/Europaeische-Integration-Die-naechste-Phase-startet
„Putin ist kein Verbündeter gegen den IS“. STANDARD, 13. Februar 2016.
Da ist es wieder: das Verbrecher-Forum des Verbrecher nahe stehenden Propagandablattes STANDARD, getarnt als „Kommentar“. Hier durfte nun auch einer der wichtigsten US-Finanziers und „Investoren“ von so genannten „Farbigen Revolutionen“, Regierungsstürze, Putsche und subversiver Wühlarbeit in Ländern, die vorher nicht nach der Pfeife Washingtons getanzt hatten, auftreten. Auf den vollkommen verlogenen Inhalt gehen wir erst gar nicht ein. George Soros gehört definitiv vor so etwas wie ein Nürnberger Tribunal und wegen Beihilfe von Massenmord und anderer Verbrechen angeklagt. Die echten Kommentare unter dem Dreck sprechen Bände. Und unsere Sammlung der Verbrecher-Plattform wächst stetig von Woche zu Woche.
http://derstandard.at/2000030993913/Putin-ist-kein-Verbuendeter-gegen-den-IS
„Feuerpause in Syrien. Druck auf die Stopptaste.“ STANDARD, 13. Februar 2016.
Propagandistin Gudrun Harrer durfte wieder STANDARD-Leser zumüllen. Im „Wording“ der Kriegstreiber gekleidete moralische Hilfestellung für Terroristen. Harrer empfand es für die „Opposition“ – Harrer vermied die richtige Bezeichnung: von Al-Kaida geführte Söldner und Terroristen – als „schlimm genug“, sollte nach den Geländegewinnen der syrischen Armee („Regimegewinne“) die Situation „eingefroren“ werden. Harrer empfahl ihnen den Waffenstillstand deswegen nur im Angesicht der „humanitären Hilfe“ für die Zivilbevölkerung (in von Al-Kaida kontrollierten Gebieten). So ist sie eben, die Harrer.
http://derstandard.at/2000030993851/Feuerpause-in-Syrien-Druck-auf-die-Stopptaste
„Wir können keine Haie in der Ägäis aussetzen.“ PRESSE, 13. Februar 2016.
Christian Ultsch und Thomas Vieregge im Gespräch mit dem griechischen Vizeaußenminister Xydakis.
PRESSE:
„Was sollte die EU also tun?“
Xydakis:
„Erstens sollte sie Geld für Nahrungsmittel bereitstellen, zweitens die Syrien-Verhandlungen reaktivieren. Wir brauchen rasch eine Waffenruhe. Vor unseren Augen spielt sich ein Verbrechen ab. Die USA haben in Afghanistan, im Irak, in Libyen einen Stellvertreterkrieg geführt, jetzt haben wir im Mittelmeerraum einige schwarze Löcher.“
Der PRESSE bzw. dem Gespann Ultsch/Vieregge kam aber kein Dialog über die Flüchtlingsursachen in den Sinn und auch keine Debatte über Friedenspolitik, sondern nur eine weitere Eskalation des Krieges.
PRESSE:
„Sind militärische Interventionen nötig, um solche Schwarzen Löcher wie in Libyen oder in Syrien zu verhindern?“
Xydakis hatte zuvor eine Ursache des Flüchtlingsstrom genannt: den Krieg. Diese Kriege wurden von den USA und ihren Verbündeten eröffnet und geführt. Ultsch und Vieregge hatten in den Raum gestellt, eine Konsequenz der Kriege – Flüchtlingsströme – mit noch mehr Krieg zu beantworten. Und das auch noch durch die Kriegstreiberstaaten. Pervers, aber für mündige Leser auch erhellend.
„Mazedonien muss Zustrom stoppen.“ PRESSE, 13. Februar 2016.
Mazedonien muss natürlich gar nichts und erst recht nicht Lasten tragen, die andere verursacht hatten.
„USA rechnen mit saudischer Armee gegen IS“. PRESSE, 13. Februar 2016.
Einer der zahlreichen Nullartikel, in welcher in den Raum gestellt wurde, dass Saudi-Arabien und die VAE die nicht existierende bewaffnete „Opposition“ in Syrien angeblich gegen den IS „helfen“ wolle. Natürlich völkerrechtswidrig, was aber nicht erwähnt wurde. Um angeblich die vermeintliche IS-Hauptstadt Raqqa in Syrien zu erobern, die sie bereits mit ihren Proxys erobert hatten.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4925029/USA-rechnen-mit-saudischer-Armee-gegen-IS
„Aleppo als Nagelprobe für Syrien-Plan.“ PRESSE, 13. Februar 2016.
Der bekannt eifrige Propagandist Karim El-Gawhary übte sich ebenfalls in Propagandasprech der Kriegstreiber: „Diktator Assad“, „Assad-Regime“, „syrischer Diktator“, „Regime“, um angebliche Kriegsgründe am Leben zu halten und die syrische Partei in dem Konflikt zu diffamieren. Die Söldnerhaufen und Terroristen schienen als „Rebellen“ und „Opposition“ auf. Alles wie gewohnt. Seine Darstellung fußte auf der falschen Behauptung, dass es sich bei den in Ostaleppo verschanzten Bewaffenten nicht um Al-Kaida geführte Verbände handeln würde, sondern um mehr oder weniger harmlose syrische Bürger. Obgleich auch der Propagandist erwähnte, dass die angeblichen „Rebellen“ von ihrem Nachschub (aus der Türkei) abgeschnitten zu werden drohen, was diese hiermit allerdings als ausländisch finanzierte, bewaffnete, versorgte Söldner deklariert. Dass die syrische Regierung weiterhin versuchen wird, ihr Staatsgebiet von den islamistischen Söldnerhaufen zu befreien, sollte demnach nicht ungewöhnlich sein. Bei uns zu Hause wäre es übrigens nicht anders. Für El-Gawhary schien das etwas zu kompliziert zu sein, was an den täglichen Briefings gelegen haben könnte, welche dem selbständigen Denken sehr abträglich ein müssen.
Da die Terroristen um Aleppo ins Hintertreffen zu geraten schienen, erfand El-Gawhary das „Grundprinzip“, dass es in diesem syrischen Konflikt (sic!) keinen mlitärischen Sieger geben wird“. Er behauptete, dass die fortlaufenden Anti-Terror-Operationen der syrischen Armee und seiner Verbündeten den Friedensbemühungen entgegenstehen würde, wobei er die Tatsache ignorierte, dass genau diese Operationen und Luftschläge erst die (durch ausländische Mächte unterhaltenen) Söldner und Terroristen sowie deren Vertreter an den Verhandlungstisch geführt hatten. Und aus genau diesem Grund wurde von Russland verlangt, ihre militärische Unterstützung für den syrischen Staat und deren Bevölkerung zu beenden.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4924978/Analyse_Aleppo-als-Nagelprobe-fur-SyrienPlan
„IS hat Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren.“ PRESSE, 13. Februar 2016.
Das war natürlich ein von der deutschen „Verteidigungsministerin“ von der Leyen ausgeworfener Quatsch. Diesen Nimbus gab es nie, es ist eine Erfindung jeder, die davon quatschen. Die Unterstützung des „IS“ durch verschiedene Kriegstreiber ist das Problem. Von der Leyen gehört dazu, denn sie verschwieg Al-Kaida in Aleppo und verschwieg den Beschuss der syrischen Bevölkerung in Aleppo durch die im Ostteil verschanzten Terroristen. Für sie existierten nur „Bombenteppiche“ durch nicht genannte Russen. Auch für von der Leyen gilt: ein späteres „Ich habe von nichts gewusst“ wird nicht glaubwürdig sein.
https://www.pressreader.com/austria/die-presse/20160213/281556584877605
KURIER vom 13. Februar 2016 fehlt.
Während die Massenmedien in Deutschland und Österreich ihre behördliche Hofberichterstattung weitgehend eingestellt hatten, unterhielten französische, belgische und schweizerische Medien ihr Publikum ab und an mit wenig sensationellen, weil vorhersehbaren „Nachrichten“.
Mohamed Abrini habe angeblich der Polizei gesagt, dass sie, die Terroristen, ursprünglich einen Anschlag auf die EM 2016 geplant hätten.
Das war ungefähr die Bedrohung, welche die Politik, die Sicherheitsbehörden und die Medien ihren TV-Zuschauern zuvor ausgiebig eingetrichtert hatten. Von diesem wertlosen Detail abgesehen, das dem geneigtem Publikum einzig einer bestimmten Atmosphäre diente, wurde nichts berichtet – also das Wesentliche: wie war das alles mit wem und warum, aus wessen Anlass und wessen Geld. Das wurde dem Publikum vorenthalten, nicht aber das Bedürfnis nach „stärkerer Überwachung“.
http://www.liberation.fr/france/2016/04/10/les-terroristes-etaient-guides-depuis-la-syrie_1445310
Vielleicht sollte bei dieser Gelegenheit kommuniziert werden, dass die Fußballeuropameisterschaft in Frankreich sicher sei, waren die verhinderten EM-Attentäter doch tot oder im Gefängnis. Die EM war und ist schließlich immer ein riesiges Geschäft und reale Störungen höchst unerwünscht.
Bei dieser Gelegenheit wurden auch das angebliche Gestammel der Brüder El-Bakraoui zitiert sowie um weitere Nuancen erweitert.
„Die Ermittler fanden gemäss der Zeitung eine Audioaufnahme «eines wahrhaftigen Brainstormings» der Anschlagsoptionen auf dem Computer der Bakraoui-Brüder. Sie sprechen angeblich darüber, dass Brüssel als Anschlagsziel bloss «in der Eile» gewählt worden sei, dass sie nicht mehr wüssten, was tun, und dass sie befürchteten, «in einer Zelle zu landen»“
Eindeutig, so muss es gewesen sein, alles klar. Und weil jeder Schwachkopf von diesem irren und phantastischen Brainstorming erfahren sollte, hätten die Brüder Bakraoui auf einem PC nun gar zu zweit von der ihnen so wichtigen „Eile“ und der Planänderung in Datei-Format „gesprochen“ und für die Nachwelt, also für uns, dokumentiert. Wir erinnern uns, dass das besagte Laptop in einer Mülltonne in Schaerbeek gefunden worden sein soll.
Die zitierten anonymen „Ermittler“ sollen sich angeblich über diese „Pläne“ wenig überrascht gezeigt haben, als hätten sie in ihrer vermeintlichen Einfältigkeit einen Beleg für diese Behauptung. Derartig unprofessionelles Gebaren unterstrich einmal mehr die Rolle von Polizei und Medien in dieser Geschichte.
Der österreichische STANDARD hatte bereits zuvor, am 31. März, Botschaften der Behörden an ihre Leser weitergereicht, um diese mit unkonkreten Belanglosigkeiten zu beschäftigen. Da sollen angeblich auf einem Computer Fotos und Pläne vom Amtssitz und einer Wohnung des „Regierungschefs“ gefunden worden sein. Wie spannend. Auf welchem Computer? Etwa plötzlich auf jenem aus dem Mülleimer? Soll ansonsten niemand einen PC oder ähnliches besessen haben?
Die österreichische PRESSE beteiligte sich gewohnt an diesen Spielchen, publizierte allerdings eine Variation des selben Themas.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4956666/Terrorismus_Die-schmutzige-Bombe-tickt
Doch welchen Sinn soll ein 10-Stunden-Video – welch riesige Datenmenge! – von einem Haus eines Mitarbeiters der Nuklearbehörde gehabt haben? Und wie will die Polizei „letzte Woche“, also erst kürzlich, herausgefunden haben, dass dieses von den Bakraoui-Brüdern stammen solle? Warum soll das im Februar nicht möglich gewesen sein? Wo wurde eine Kamera sichergestellt? Oder eine Kopie der Aufnahmen? Es wurde ein angeblicher Plan in den Raum gestellt, doch wo existierte hierfür der Beweis? Ein anonymes Video von einem Haus allein taugte dafür herzlich wenig.
Als ein weiteres Beispiel ist hier der russische Kanal Sputnik Deutschland zu nennen, deren Artikel vom 14. April von Widersprüchen trieft. Was dort an angeblichen Aussagen von Abrini mitgeteilt wurde (Geständnis eines Terroraktes/aber kein Terrorist, keine Verbindung zu den Bakraouis/kein Dementi, mit ihnen unterwegs gewesen zu sein, Jacke und Hut weggeworfen/Hut auf dem Kopf gehabt und laut SPIEGEL-BILD „verkauft“) war nichts anderes als belangloser Müll. Einzig die angeblichen Anschlagsziele wären von gewissem Interesse gewesen.
https://de.sputniknews.com/panorama/20160414/309212017/Abrini-Check-in-Schalter-Anschlag.html
„Im Flughafen Brüssel-Zaventem sollen die Terroristen die Ziele gewählt haben. Abrini zufolge waren das russische, US-amerikanische und israelische Check-in-Schalter. Aber dann sei alles nicht nach Plan gelaufen, weil er nach zwei Explosionen seine Jacke und seinen Hut in eine Mülltonne geworfen habe und anschließend weggelaufen sei.“
Demnach Auswahl der Ziele angeblich erst vor Ort, also im Angesicht derselben. So stümperhaft und unglaubwürdig dieser „Plan“ daherkam, so fragwürdig erschienen die angeblichen „Ziele“. Das Interesse an diesen „Zielen“ hätten die vermeintlichen „Ziele“ eher gehabt als Abrini, konnte doch damit perfekt eine politische Agenda verknüpft werden. Wo soll sich hier die Motivation für die vermeintlichen Attentäter befunden, wer soll diese „Ziele“ durchgesetzt haben? Dieses Gerede passte nicht einmal zu dem „Fund“ im Internet („IS“) durch das Pentagon-nahe SITE-Institut. Irgendetwas soll dann laut dem Artikel angeblich „nicht nach Plan“ verlaufen sein, aber was und warum, wurde nicht berichtet. Außer, dass die genannten Schalter offensichtlich nicht angegriffen worden waren. In Erinnerung blieb letzteres freilich nicht.
Am 20. Mai 2016 berichteten belgische Medien, dass Staatsanwaltschaft und Polizei am Vorabend (19. Mai) mit Mohamed Abrini am Flughafen Zaventem eine so genannte Nachstellung vorgenommen hatten.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/mann-mit-hut-zurueck-am-tatort/story/18614680
Spekulativ der Sender BRF, 20. Mai 2016.
http://brf.be/national/992366/
Inhaltlich gab es wieder einmal nur eine Nullnummer. Weder wurde erwähnt, welche offenen Fragen die Polizei gehabt haben soll, noch wurde über ein Ergebnis dieser Nachschau berichtet. Es wurde in allen Blättern nur herausgestellt, dass Abrini „kooperativ“ gewesen wäre – wegen seiner freundlichen Teilnahme. Von Belang war das nicht.
Ohne jegliche Information wirkte auch diese Aktion der belgischen Behörden lächerlich. Die Nachstellung von einem Ereignis, welches von unzähligen Kameras aufgezeichnet und somit dokumentiert worden war ( bzw. sein musste, auch wenn die Polizei mit Ausnahme der bekannten Sequenz die belgische Bevölkerung davon ausgeschlossen hatte), konnte nur einen Sinn gemacht haben: die Aufforderung an Abrini, die Situation nachzustellen und dessen Tun dann mit den unveröffentlichen Bändern abzugleichen.
Als geständiger Täter sollte dies für Abrini machbar gewesen sein, sofern es sich bei ihm um den „Mann mit dem Hut“ gehandelt hätte. Oder er war dazu gar nicht in der Lage gewesen, weil er es nicht gewesen war wie er sich auch dumm gestellt haben könnte, wenn er es gewesen wäre. Da von den Behörden allerdings keine Erfolgsmeldung herausgegeben wurde, scheinen hier echte Zweifel über das Unternehmen angebracht.
http://www.20min.ch/ausland/news/story/-Mann-mit-Hut–zurueck-am-Tatort-24756655
Übrig blieb hier nur noch der Gepäck-Trolli, den der „Mann mit dem Hut“ vor sich hergeschoben hatte und auf dem sich die dritte und nicht gezündete Bombe befunden haben soll. Da der verkleidete Hut-Mann sichtlich keine Handschuhe getragen hatte (Ausnahme: farblose Kautschuk-Handschuhe), so wäre die Überlegung, den Griff des Trollis nach Fingerabdrücken zu untersuchen, logisch gewesen.
Dieser Aspekt über eine eventuell nachweisbare Benutzung des Trollis durch eine bestimmte Person fand allerdings weder in Pressekonferenzen der Untersuchungsbehörden noch in Medien irgendeine Aufmerksamkeit. Aber auch hier: die Entdeckung von Fingerabdrücken eines Mohamed Abrini hätten diesen nach einem Abgleich mit der Datenbank für Kriminelle sofort identifizieren lassen. Dem war aber offensichtlich nicht so gewesen, es wurde nicht einmal zu einem späteren Zeitpunkt angedacht. Und das deutete auf ein massives Problem hin.
Der letzte Standort des besagten Trollis sollte auf den Überwachungskameras dokumentiert sein. Dass sich dieser außerhalb der Explosionswirkung der beiden gezündeten Bomben befunden haben muss, versteht sich von selbst. Die Polizei hatte den Standort interessanterweise nicht verraten.
Zwei Möglichkeiten kommen in Betracht. Entweder hatte sich der Trolli im Bereich des Luftdrucks in der Abflughalle befunden und war umgekippt oder mit anderen Teilen weggefegt worden, was innerhalb der damaligen Rauchentwicklung eine Zuordnung zwischen Tasche und einem bestimmten Trolli erschweren könnte, oder er war in einer ausgesprochen ruhigen Ecke abgestellt worden. Ruhig und sichtbar.
Die Umstände zur Entdeckung einer dritten Bombe sind leider nicht bekannt. Angeblich soll sie bei den späteren Aufräumarbeiten entdeckt worden sein. Hatte jemand in die Reisetasche hineingeschaut? Wir wissen es nicht.
Nach Feststellung eines Sprengsatzes würde natürlich die Umgebung evakuiert werden und ein Spezialistenteam anrücken. Medien vermeldeten ab 17 Uhr den Fund dieser weiteren Bombe und die Entschärfung derselben – per Sprengung.
https://kurier.at/politik/ausland/explosionen-am-flughafen-zaventem-in-bruessel/188.546.851
Diese Methode erscheint sehr sicher, schließlich soll niemand gefährdet werden. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist aber der, dass damit sämtliche Spuren vernichtet werden würden. Das ist bedauerlich und auch verwunderlich, da die Polizei heutzutage über Entschärfungsroboter verfügt. Selbst wenn diesen eine Entschärfung nicht gelungen wäre, so hätten unter Umständen einige Spuren in Sicherheit gebracht werden können. Zum Bespiel einen Gepäck-Trolli.
https://www.udldigital.de/inspektor-roboter-auf-gefaehrlicher-mission/
Wie mag es nun dem Trolli ergangen sein, auf dem sich die nicht gezündete dritte Bombe befunden haben soll? Wurde das Gefährt samt Bombe gesprengt und somit gleichfalls samt Spuren vernichtet? War es nicht mehr auffindbar gewesen? Warum wurde von einer der wenigen konkreten Spursicherstellungsmöglichkeiten nichts berichtet?
Wie immer es sich zugetragen haben mag, es wurde nicht an die Öffentlichkeit getragen. Angeblich soll es sich bei der dritten Bombe um die größte gehandelt haben. Deren Explosionsknall sollte bei einer Sprengung weit zu hören gewesen sein. Wurde dieser Knall wahrgenommen? Wurde eine erneute Rauchentwicklung über dem Flughafen beobachtet?
Wir hatten daraufhin erneut Dutzende Meldungen, Artikel und Twitter-Anmerkungen vom 22. und 23. März überprüft und nach einem Hinweis bezüglich der Sprengung durch Experten gesucht. Wir wissen, dass sich zu dieser Zeit zahlreiche Medienvertreter und Kamerateams in relativer Nähe zum Flughafen Zaventem befunden hatten. Eine spätere und überraschende Explosion hätte mit ihrem Lärm, Dreck und Qualm nicht unbemerkt bleiben können und sicherlich einen großen Schrecken verursacht.
Wir hatten gesucht und gesucht, auch nach Bildmaterial – und nichts gefunden.
Was lässt sich aus diesem Umstand ableiten? Sicher die Interpretation, dass es nie eine Sprengung der dritten Bombe gegeben habe. Vielleicht auch die, dass es die dritte Bombe nie gegeben haben könnte. Ganz sicher aber die, dass die Medien trotz persönlicher Anwesenheit über ein Ereignis berichteten, welches sie selbst nie erfahren, gesehen, gehört hatten.
Als Quelle konnte nur der belgische Sender RTBF und die Aussage des Provinzgouvereurs von Flämisch-Brabant, Lodewijk De Witte, verortet werden.
Sollte die Bombe existiert haben, aber auf anderem Wege entschärft worden sein, muss sich die Polizei der Frage stellen, warum diese Beweismittel unterschlagen worden sind.
Sie waren während ihrer Zeit in der Indie-Szene das, was heute gerne als „hip“ bezeichnet wird, ohne kommerziell erfolgreich zu sein: THESE IMMORTAL SOULS um den 2009 verstorbenen Rowland S. Howard. Hier mit dem 1987 veröffentlichen Song „Marry Me“.
Und live zu einem späteren Zeitpunkt:
„Manche Politiker gehören kastriert.“ KURIER, 12. Februar 2016.
Wer einen äußerst unsachlichen Artikel über eine FPÖ-Versammlung – von der man halten kann, was man will – lesen möchte, hier war er.
https://kurier.at/politik/inland/manche-politiker-gehoeren-kastriert/180.482.653
„Spähmission gegen Schlepper“. KURIER, 12. Februar 2016.
Da war es mit der NATO-Hilfe fixiert. Die Militärs würden einen zivilen Einsatz im Mittelmeer tätigen, bar jeglicher Ironie. Weil es sich nur um eine Überwachung handeln würde.
https://kurier.at/politik/ausland/nato-in-aegaeis-spaehmission-gegen-schlepper/180.478.958
„Russischer Premier warnt vor Weltkrieg.“ KURIER, 12. Februar 2016.
Gepolter hüben wie drüben. Das erste Mal wurde das Ergebnis einer neuer Verluststatistik über den syrischen Kriegsschauplatz publiziert, nach welcher mittlerweile 470.000 Menschen den Tod gefunden haben sollen. Im „Bürgerkrieg“, wie es zum wiederholten Male fälschlich hieß.
(Link nicht mehr auffindbar).
„Gefährlich wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.“ STANDARD, 12. Februar 2016.
Thema war hier die so genannte „Münchener Sicherheitskonferenz“ gewesen. Christian Prantner verortete in Syrien „Aufständische jeder Couleur“, um den Eindruck zu erwecken, als hätte man es mit einer syrischen Aufstandsbewegung zu tun. Folglich soll die russische Luftwaffe „Aleppo“ schwer gebombt haben, ohne zu erwähnen, dass es sich nur um den Ostteil dieser Großstadt handelt, dort, wo Al-Kaida das Sagen hat. Die „Opposition“, Al-Kaida, wolle einen Waffenstillstand, wie Prantner vermeldete, ohne darauf hinzuweisen, dass dieser Wunsch einzig aus ihren derzeitigen Schwierigkeiten resultierte.
http://derstandard.at/2000030925797/Gefaehrlich-wie-seit-dem-Kalten-Krieg-nicht-mehr
„Erdogan droht mit Syrien-Intervention.“ STANDARD, 12. Februar 2016.
Schön, dass der STANDARD dem türkischen Präsidenten eine Meinungsbühne gab, aber andere Verbrecher erhalten sie in diesem Blatt auch regelmäßig. Das Androhen von Krieg erfüllt bereits eine Straftat. Davon abgesehen, führt das türkische Regime bereits seit langem Krieg gegen Syrien, wenn auch in erster Linie mit Proxy-Truppen. Massaker würden aber nur die anderen anrichten, die Verteidiger, die natürlich nicht als solche bezeichnet werden.
http://derstandard.at/2000030924553/Erdogan-droht-mit-Syrien-Intervention
„Die Türkei platzierte alle Eier in einem Korb.“ STANDARD, 12. Februar 2016.
Verlogenes Interview mit dem türkischen Außenminister Yakis. Krieg, Tod, Zerstörung und Terror, den die Türkei nach Syrien hinein getragen hatte, kamen nicht vor. Markus Bernath hatte es auch nicht interessiert.
http://derstandard.at/2000030928311/Die-Tuerkei-platzierte-alle-Eier-in-einem-Korb
„Grüne zurück in der Pariser Regierung.“ STANDARD, 12. Februar 2016.
Stefan Brändle fabulierte hier von einer „Linksregierung“, weil die Rechten unter dem Etikett „Sozialisten“ auftreten. Er schien inhaltlich weder mit der einen, noch mit anderen Begrifflichkeit vertraut zu sein.
(Link nicht mehr auffindbar).
„Ankara und der Krieg in Syrien. Der türkische Rammbock.“ STANDARD, 12. Februar 2016.
„Ein Vorstoß der türkischen Armee nach Aleppo würde für Ankara enorme Risiken in sich bergen…“ Markus Bernath sprach von Verbrechen, aber er vermochte es nicht zu benennen. Er sah nur ein „Risiko“ – bei den Tätern.
http://derstandard.at/2000030921595/Ankara-und-der-Krieg-in-Syrien-Der-tuerkische-Rammbock
„Russland schlägt Termin für Waffenruhe vor.“ PRESSE, 12. Februar 2016.
Wie so oft, waren nur diplomatische Bemühungen der Russen zu beobachten, während die gegensätzlichen Kriegsakteure vor allem nur Forderungen auf Lager hatten, drohte doch ihren Söldnerhaufen eine Niederlage. Nicht diese Terroristen standen in der PRESSE in der Kritik, sondern Moskau wegen der Luftangriffe. Dabei soll es sich angeblich um „internationale“ Kritik gehandelt haben – in Gestalt der deutschen Bundeskanzlerin Merkel, die als Vasall des schlimmsten Kriegstreibers USA gleichfalls in dem Krieg involviert ist. Und das alles nur wegen von der Türkei unterstützten „Rebellen“, die unter anderem aus der Türkei stammen und bei Al-Kaida in Lohn und Brot stehen.
(Auch dieser Link nicht auffindbar. Als Alternative: http://www.nzz.ch/international/russland-schlaegt-waffenruhe-in-syrien-ab-1-maerz-vor-1.18693465 )
„Wir hören Horrorberichte.“ PRESSE, 12. Februar 2016.
Karim El-Gawhary wusste nach seinem Briefing Bescheid: hier die „Rebellen“, die mit etwas humanitären gekoppelt wurden, dort das „Assad-Regime“. Wo der zitierte Sam Taylor als Sprecher von „Ärzte ohne Grenzen“ aktiv gewesen sein soll, wurde nicht genannt. Sollte er sich in Nord-, West- oder Süd-Aleppo befunden und und den Beschuss durch die salafistischen Söldner und Terroristen erlebt haben? Für wen machte sich Taylor zum Sprecher?
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4924098/Syrien_Wir-horen-Horrorberichte
Die Verhaftung von Mohamed Abrini soll sich am 8. April auf offener Straße im Brüsseler Stadtteil Anderlecht vollzogen haben. Es existiert sogar Bildmaterial über zwei Festnahmen von diesem Tag, wobei in den Medien Unsicherheit darüber geherrscht hatte, welches Material sich auf Abrini bezogen haben könnte. Da dieser auf den Aufnahmen ohnehin nicht zu erkennen war, dürfte sich diese Frage eher als gleichgültig gestalten. Unklar blieb zudem, wo und wie die vier anderen Männer festgenommen worden sein sollen, auf die wir hier allerdings nicht eingehen wollen.
Begleitet von diesen Aufnahmen ohne Aussagekraft, spielte es allerdings keine große Rolle, wann, wie, mit wem oder ob überhaupt die Polizei diesen Mohamed Abrini festgenommen hatte. Über den Hergang wurde nichts konkretes berichtet, die Frage, warum die Festnahme auf offener Straße erfolgt sein soll, nicht gestellt. Weitere logische Fragen wurden gleichfalls unter den Teppich gekehrt, obwohl diese wichtig gewesen wären: wo soll sich Abrini aufgehalten, wo gewohnt haben?
Dafür wurde nur der vermeintliche Fahndungserfolg gefeiert, was aber nicht darüber hinwegtäuschte, dass die Polizei gegen Abrini so gut wie nichts in der Hand gehabt haben kann. Sie hätte den Mann tagelang befragen, aber nichts beweisen können. Und Abrini hätte alles abstreiten oder einfach nur schweigen können. Es ist nicht bekannt, dass Abrini von anderer Seite belastet worden wäre.
Doch dann kam das Wunder.
Mohamed Abrini soll laut den Sicherheitsbehörden gleich am folgenden Tag nach seiner Festnahme, also am 9. April, ein Geständnis abgelegt haben. Aber nicht wegen den Anschlägen von Paris, mit denen er in Verbindung gebracht worden war, sondern wegen dem Flughafen-Anschlag in Brüssel. Abrini soll gestanden haben, dass er der Mann mit dem Hut gewesen wäre. Die Jacke soll er unterwegs weggeworfen haben, wie er der Polizei in großzügiger Erzähllaune verraten haben soll. Seinen Hut soll er angeblich verkauft haben, was besonders die BILD-Zeitung empört hatte.
Nur: wer mag diesem Hutverkauf an einen potentiellen Zeugen – von BILD abgesehen – Glauben schenken? Dummerweise wurde über die näheren Umstände nichts bekannt, wie BILD enttäuscht eingestehen musste. Schade.
Nach dem Abrini-Wunder beschäftigte sich ohnehin niemand mehr mit Hüten.
Ein Mann, dem keine direkte Tatbeteiligung in keinem der Fälle nachgewiesen werden konnte, verzichtete anscheinend auf einen Rechtsbeistand und gestand ohne Not seine Beteiligung an einem Massenmord. Weil die Polizei es alleine mal wieder nicht geschafft hätte, so könnte der Eindruck entstehen.
Spiegel-online (wie auch BILD und sämtliche Massenmedien im verräterisch gleichem Wortlaut) hatte es anders und dramatisch beschrieben. „Mit den Ermittlungsergebnisse konfrontiert…“
Konfrontiert mit der Einfältigkeit der SPIEGEL-Redakteure stellen wir fest, dass die Polizei den Verdächtigen Abrini mit dem Renault Clio aus Paris hätte konfrontieren können, gestanden habe er aber angeblich seine Beteiligung an dem Anschlag in Brüssel. Dort hatte es keine „Ermittlungsergebnisse“ zu seiner Person gegeben. Es waren auch nie welche genannt worden.
Es gab schließlich nur einen einzigen Zusammenhang, wie die Polizei zu einem behaupteten „Ermittlungsergebnis“ gekommen sein könnte, auch wenn dies medial nicht herausgestellt worden war. Denn die Ermittler wollen angeblich in zwei „konspirativen“ Wohnungen im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek Fingerabdrücke und DNA-Spuren von Mohamed Abrini festgestellt haben. Darunter auch in jener fast leeren Wohnung, von wo aus am 22. März die Attentäter angeblich aufgebrochen waren.
In diesem Video das Gebäude in Schaerbeek, von dem die angeblichen Attentäter aufgebrochen sein sollen.
Dieser sehr plötzliche „Fund“, dieses neue „Ermittlungsergebnis“ wurde aber erst im Zuge der Verhaftung von Abrini von den Sicherheitsbehörten am 8. April an die Medien lanciert – und keinen Tag eher.
http://www.nzz.ch/international/europa/belgische-polizei-fasst-terrorverdaechtigen-abrimi-1.18724533
Wäre dem so gewesen, wäre an der ganzen Geschichte etwas wahr, dann hätte die Polizei tatsächlich Abrini zumindest der Tatbeteiligung an dem Anschlag in Brüssel verdächtigen und ihn ggf. anklagen können.
Doch auch diese Angabe der belgischen Polizei beinhaltete eine äußerst große Schwäche. Der plötzliche „Fund“ kann natürlich nicht so plötzlich gewesen sein. Die Sicherheitsbehörden selbst hatten nach den Anschlägen herausgestellt, wie schnell sie mit der Auswertung von Fingerabdrücken und DNA-Spuren angeblich sein konnten (Brüder El-Bakraoui), einschließlich jener Zauberei, wo keine Vergleichsmaterialien vorgelegen haben können (Laachraoui). Also kann es nicht anders sein, dass auch jene von Mohamed Abrini vorgelegen haben müssten. War dieser Mann schließlich der Polizei bekannt, vorbestraft und entsprechend registriert. Nur wäre dann die angebliche Suche nach dem „Mann mit dem Hut“ gelogen gewesen.
Damit war die Geschichte von Mohamed Abrini bzw. dem „Mann mit dem Hut“ so gut wie auserzählt. Ein Geständnis war vorhanden, der Fall praktisch abgeschlossen. Fragen wurden nicht gestellt. Zum Beispiel die, ob sich Tatbeteiligungen von Abrini beweisen ließen. Oder warum er sich zu einem Attentat entschlossen habe. Oder warum dann wieder nicht. Oder wer das alles organisiert, wer das alles finanziert haben könnte usw.
Übrig blieb dem aufmerksamen Zuschauer das Gefühl, mit dieser behördlichen Erzählung mächtig verarscht worden zu sein.
Das TRIEBWERK feiert sein 20jähriges Bestehen mit einem großen Fest!
Alles weitere hier:
http://triebwerk.co.at/update-zum-schlachthof-open-air-2016/
Hier der Spielplan:
Nicht zuletzt geht es auch um den Erhalt des TRIEBWERKS.
Wie wir beobachtet haben, hatten die belgischen Sicherheitsbehörden etwas nachlässig nach dem „Mann mit dem Hut“ gesucht, was zu der geschürten Terrorhysterie nicht so recht zu passen schien. Gefunden hatten sie ihren eigenen Angaben nach (am 25. März, Freitagabend) eine Person mir dem Namen Faycal C. Dieser soll angeblich vom Taxifahrer erkannt worden sein, welcher die verdächtigen drei Männer am 22. März 2016 zum Flughafen Zaventem kutschiert haben soll.
Diese Geschichte vom Taxitransport war allerdings reichlich dubios gewesen, wie wir bereits dargestellt hatten.
http://www.bollwerk.co.at/2016/04/30/bruessel-maerz-2016-ein-kommentar-teil-4/
Fakt ist, dass dieser Taxifahrer unbekannt, weil anonym geblieben ist. Wir wissen nicht einmal, ob er existiert hatte, und wenn doch, in welcher Rolle. Wolle man der behördlichen Erzählung folgen, so müsse die Polizei dem Taxifahrer mehrere Männer sowie Faycal C. zur Identifizierung vorgeführt haben.
Der Taxifahrer soll leider mit Faycal C. den falschen Mann „erkannt“ haben, was nicht unbedingt für die Wahrnehmung des unbekannten Taxifahrer sprach. Laut dem Anwalt von C. habe die Polizei allerdings zuvor dem Taxifahrer Fotos von C. gezeigt und ihn somit beeinflusst. Und weiter, dass Faycal C. ein Alibi habe. Das war die Sicht des Anwalts, während es von den Behörden keine Darstellung gab, sondern nur die Freilassung von C. am Montag, dem 28. März.
http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20160329/281573764828542
Faycal C., Quelle: photo news / HLN.BE).
Der Bürgermeister von Brüssel war darüber nicht begeistert gewesen, weil er in Faycal C. einen Aufwiegler in der Islamistenszene sah. Er hätte ihn gerne im Gefängnis gesehen.
http://derstandard.at/2000033819364/Fahndung-nach-dem-Mann-mit-Hut-geht-weiter
Vielleicht hatte das Geschehen um Faycal C. auch nur dazu gedient, die polizeilichen Bemühungen in der Öffentlichkeit darzustellen und gleichzeitig diesen lästigen Mann zu traktieren. Vielleicht aber auch, um die Existenz des angeblichen Taxifahrers zu belegen. Wir wissen es nicht.
Wie auch immer. Nur einen Tag nach der recht sinnlosen Veröffentlichung des zweiten Fahndungsgesuchs via den Medien, wurde am Freitag, den 8. April, ein richtiger Fahndungserfolg der belgischen Polizei bekannt gegeben. Es soll gelungen sein, neben vier weiteren Männern einen gewissen Mohamed Abrini zu fassen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-mohamed-abrini-festgenommen-a-1086303.html
Bei Abrini handelt es sich um ein eher kleines Licht aus dem Brüsseler Milieu. Auch er war wegen verschiedener Drogen- und Eigentumsdelikte vorbestraft, das heißt, die Polizei und die Justiz kannten ihn. Auch bei ihm ist nichts von einem realen islamistischen Hintergrund bekannt.
Mohamed Abrini. (Quelle: Polizei).
Mohamed Abrini war von den Sicherheitsbehörden unter Terrorverdacht gestellt worden, weil er als mutmaßlicher Mittäter bei den Pariser Anschlägen von November 2015 angesehen wurde. Allerdings beruhte dieser Verdacht nur auf ein Indiz.
Überwachungskameras einer Tankstelle in der Ortschaft Ressons-sur-Matz hätten Abrini zusammen mit Salah Abdeslam am 11. November 2011 aufgezeichnet. Screenshots zeigten beide Männer vor dem Gebäude, während ihr Fahrzeug aufgetankt wurde, und auch innerhalb des Shops. Das Fahrzeug, ein schwarzer Renault Clio, soll laut Polizei zwei Tage später, am 13. November, bei den Anschlägen in Paris verwendet worden sein.
Die Polizei hatte die Bilder der Tankstellen-Überwachungskameras – ohne Zeitsignaturen – am 24. November 2015 veröffentlicht. Wie die Behörden auf dieses Band gekommen sein sollen, wurde nur im französischen Sprachraum erwähnt.
Nach dieser Erklärung soll Salah Abdeslam in der Tankstelle nicht bar gezahlt haben, sondern mit einer Bankkarte. Und deswegen habe sich seine Spur zu eben dieser Tankstelle zurückverfolgen lassen.
Man mag hier an eine weitere Dummheit des Abdeslam glauben, der nie begriffen zu haben schien, was Konspiration beinhaltet. Eine andere Sicht ist die, dass Abdeslam abermals für die Polizei eine Spur gelegt hatte, die nur noch aufgegriffen werden musste.
Mohamed Abrini hatte vor den obigen Fotos keine Rolle gespielt. Dieses Überwachungsband von einer Tankstelle war die einzige Verbindung zu einer Person, Abdeslam, der als Mittäter der Pariser Anschläge verdächtigt wurde. Diese eine Aufzeichung hatte Abrini als ebenfalls verdächtig erscheinen lassen, was auch erst einmal logisch gewesen sein mochte.
Aber als Beweis für eine Mittäterschaft taugte die Aufzeichnung genau gar nichts. Die großartig herausgestellte Angabe der Polizei, dass sie in dem Wagen aka Tatfahrzeug seine Fingerabdrücke und DNA-Spuren festgestellt hätten, um ihn, Abrini, als Mittäter zu deklarieren, erwies sich sogar als unvorhergesehener (oder geplanter) Querschläger. Denn das Überwachungsband bewies schließlich die Benutzung des Clios, allerdings zwei Tage zuvor.
Mit anderen Worten: es fehlte jeglicher Beweis für eine Verwendung des Fahrzeuges durch Abrini am Tag der Anschläge.
Außerdem wäre es unglaublich dämlich gewesen, am Anschlagtag ein Fahrzeug zu verwenden und stehen zu lassen, worin er seine der Polizei bekannte Visitenkarte (DNA, Fingerprints) hinterlassen haben musste. Das Überwachungsband trug somit in gewisser Hinsicht zu seiner Entlastung bei, wenn auch nicht gänzlich. Der Clio mochte als Tatfahrzeug von Abrini beschafft worden sein, wenn auch der Nachweis seiner direkten Beteiligung an den Anschlägen nicht vorhanden war.
Die Familie von Abrini behauptete, dass Mohamed am 12. November wieder zurück in Brüssel gewesen und dort geblieben sei. Am 13. November habe er dort zusammen mit seiner Verlobten einen Mietvertrag für eine Wohnung unterschrieben.
Diese Angaben sind glaubhaft, weil es für die Vorgänge mehrere Zeugen gegeben haben muss und diese Geschichte auch nicht weiter verfolgt wurde. Nebenbei zeigte es auch an, dass Abrini offensichtlich mit seinem Leben etwas anzufangen gedachte.
http://derstandard.at/2000026509084/Familie-von-gesuchtem-Mohamed-Abrini-spricht-von-Alibi
Siouxsie And The Banshees mit „Tenant“, erschienen im Jahr 1980.
Und von der „Platte“:
„Dramatische Lage an der Grenze zur Türkei.“ KURIER, 11. Februar 2016.
Auch Stefan Schocher verwendete den falschen Begriff „Rebellen“ für Terroristen, bezog sich als Nachrichtenquelle auf das Informationsmonopol SOHR und ging nicht darauf ein, warum sich die schwersten Kämpfe zu dieser Zeit nördlich von Aleppo abspielten. Als wäre es ihm die Klarstellung peinlich gewesen, dass die syrische Armee und ihre Verbündeten versuchten, den Nachschub der „Rebellen“ aus der Türkei abzuschneiden. Weil es dann keine „Rebellen“ mehr wären, sondern Proxy-Truppen ausländischer Mächte.
http://kurier.at/politik/ausland/dramatische-lage-an-der-grenze-zur-tuerkei/180.259.850
„Reaktion auf russische Aggressionen: NATO rüstet Osteuropa weiter auf.“ KURIER, 11. Februar 2016.
Welche russische Aggressionen hier gemeint waren, wurde nicht genannt. Was auch schwierig ist, denn es gab keine. Deswegen wurde dies einfach behauptet. Einzig russische Militärmanöver in Russland fanden Erwähnung. Und weil die Russen offenbar so frech waren, auf ihrem eigenen Territorium etwas zu veranstalten, sollte US-amerikanische NATO-Präsenz in Osteuropa verstärkt werden. Wegen dem Setzen von „klaren Zeichen“.
http://www.pressreader.com/austria/kurier/20160211/281629599318547
„Rebellion gegen Realpolitik.“ KURIER, 11. Februar 2016.
Wen interessieren US-Vorwahlen? Nur den Arbeitnehmern des US-Establishments, wozu sich auch die Massenmedien zählen dürfen.
„Der falsche Treibstoff für die Demokratie.“ KURIER, 11. Februar 2016.
Falsch, denn in den USA existiert keine Demokratie, sondern eine Oligarchie.
„Auf der Erfolgswelle des Volkszorns.“ STANDARD, 11. Februar 2016.
Auch für den STANDARD sind die Vorwahlen in den USA interessant – aus ähnlichen Gründen wie beim KURIER und der PRESSE. Unterdessen dürfen sich US-Bürger überlegen, welcher der beiden rechtsgerichteten und inhaltsgleichen US-Parteien sie ihre Stimme geben dürfen.
http://derstandard.at/2000030789669/Trump-und-Sanders-auf-der-Erfolgswelle-des-Volkszorns
„NATO hilft in Syrien und stärkt ihre Präsenz in Osteuropa.“ STANDARD, 11. Februar 2016.
Was im KURIER das „Zeichen“ war, ist im STANDARD das „Signal“. Die NATO würde sich auf einen neuen „kalten Krieg“ mit Russland einstellen, u.a. wegen dem Ukraine-Konflikt, den Russland nicht verbrochen hat. In Syrien dagegen wolle die NATO „helfen“.
http://derstandard.at/2000030790118/Nato-hilft-in-Syrien-und-staerkt-ihre-Praesenz-in-Osteuropa
„Der Konkurrenzkampf der potentiellen Befreier.“ STANDARD, 11. Februar 2016.
Gudrun Harrer und ihre saudische Märchenwelt. Das ist romantisch. Aber in Syrien würde eine „Regimearmee“ agieren, welches einem „Assad-Regime“ unterstünde, die sich erdreisten, gegen die „syrische Opposition“ vorzugehen, die wiederum u.a. durch die saudische Märchenwelt „unterstützt“ wird. Harrers saudische Prinzen möchten gerne bei einer neuen Ordnung in Syrien mitreden, wo sie doch schließlich nah am Geschehen wären. In Syrien. Mit Terroristen und Söldnern. Harrer zeigte Verständnis für wahhabitische-salafistische-faschistische Ambitionen.
Ansonsten wieder einmal einer jeder durch und durch verlogenen Texte von Harrer, in denen sie die Kriegsverbrecher als „potentielle“ Befreier hinzustellen versucht.
http://derstandard.at/2000030784769/Irak-und-Syrien-Der-Konkurrenzkampf-der-potenziellen-Befreier
„NATO-Einsatz zum Schutz der EU-Außengrenze wird konkret.“ STANDARD, 11. Februar 2016.
Noch ein Gebiet, in welchem die NATO „helfen“ möchte.
http://derstandard.at/2000030776272/Nato-Einsatz-zum-Schutz-der-EU-Aussengrenze-wird-konkret
„Brauchen Frieden, um unsere Leute heimzuholen.“ STANDARD, 11. Februar 2016.
Ein primitiver Propaganda-Kommentar des US-Lakaien Salem Al-Muslet vom „HNC“, einer Terroristen-Vereinigung im saudischen Riad, an die Minderbemittelten. Unter anderem würde er angeblich für Frauenrechte unter islamistischer wahhabitischer Demokratie kämpfen. Leider verzichtete der STANDARD auf eine Gegendarstellung, um ja nicht in den Ruf der Ausgewogenheit zu kommen. Der STANDARD als Plattform für Verbrecherpack. Neu ist das nicht.
http://derstandard.at/2000030781571/Brauchen-Frieden-um-unsere-Leute-heimzuholen
„Amerikas populistische Versuchung.“ STANDARD, 11. Februar 2016.
Eric Frey – wohnt er nicht schon in Washington? – meldete sich zu Wort, um seine Sympathie für die Finanz-Oligarchin und Kriegsverbrecherin Clinton kundzutun. Alle anderen Kandidaten der Oligarchie wären „Populisten“. Und bei jenen der „Republikaner“ drohe gar ein richtiger Rechtsruck, als wäre auch nur ein einziger beider Rechtsparteien wenigstens in der Nähe der Mitte.
http://derstandard.at/2000030775711/Amerikas-populistische-Versuchung
„Die Schwächen der Hillary Clinton.“ PRESSE, 11. Februar 2016.
Für die PRESSE sorgte sich Oliver Grimm. Wir sahen dazu keinen Anlass, denn das gemeinsame Auftreten mit der Massenmörderin Albright erschien in unseren Augen konsequent wie auch die Clinton-Stiftung als Filiale der Finanz-Oligarchie mit Verbindungen zu allerbesten Diktaturen, Verbrechern und Banken wie Goldman Sachs eine hervorragende Eignung für das US-Präsidenten-Amt verspricht.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4923217/Die-Schwaechen-Hillary-Clintons
„Diktator Kim Jong-un lässt seinen Militärchef hinrichten.“ PRESSE, 11. Februar 2016.
Derartige Nachrichten gab es in der Vergangenheit viele, und keine hatte sich als richtig erwiesen. Machte aber nichts, schreiben kann man es dennoch, denn dieser Diktator ist nicht „unser“ Diktator.
„Westen verliert Vorsprung bei Kriegstechnik.“ PRESSE, 11. Februar 2016.
Bei den derzeitigen Ambitionen der NATO war das natürlich nicht zu tolerieren.
http://www.pressreader.com/austria/die-presse/20160211/281582354677288
„Jobbik wendet sich auch gegen den Islam.“ PRESSE, 11. Februar 2016.
Die rechte und zweitstärkste Volkspartei in Ungarn passte sich den Verhältnissen an und „mäßigte“ sich. Das war auch nicht in Ordnung. Aber welche rechte Partei in Europa, also fast alle vorhandenen, versucht sich nicht „anzupassen“? Die Frage ist nur: wem gegenüber.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4923225/Ungarn_Jobbiks-neuer-Kampf-gegen-den-Islam-
„Opposition wirft Ankara Massaker an Kurden vor.“ PRESSE, 11. Februar 2016.
Gemeint war hier ein Massaker von vielen. 60 Leichen in einem Keller in Cizre gaben keine gute Empfehlung für das türkische Regime ab. Zu ihrem Glück existierte dieser Keller für sie erst gar nicht.
http://diepresse.com/home/politik/eu/4923243/Turkei_Opposition-wirft-Ankara-Massaker-an-Kurden-vor
„Fünf Wahrheiten über den Terrorismus.“ PRESSE, 11. Februar 2016.
Immer wieder bringt die PRESSE diesen Joseph S. Nye Jr., als wolle das Blatt gewissen Auflagen und Interessen nachkommen. Dessen Meinungsmache war nie etwas anderes als belangloses, hohles wie falsches Gewäsch gewesen, um einige Botschaften zu platzieren. Zum Beispiel jene, dass „Al-Quaida“ die USA im Jahre 2001 nach Afghanistan „gelockt“ hätten. Also so ähnlich wie Nazi-Deutschland nach Polen gelockt worden war. Für die erbärmliche PRESSE war das „okay“.
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4923267/Funf-Wahrheiten-uber-den-Terrorismus
Tagelang war im März 2016 eine Person durch die Medien gegeistert, welcher „der Mann mit dem Hut“ genannt wurde.
Bei diesem Mann soll es sich um den angeblich dritten Attentäter gehandelt haben. Wie wir bereits feststellten, hatte sich diese Person optisch von den beiden anderen Männern unterschieden: weiße statt schwarze Kleidung, mit Hut statt ohne, ohne Handschuh statt mit. Er schien sich mit seiner kenntlichen Unkenntlichmachung auch ein wenig mehr Mühe gegeben haben. Passenderweise soll sich auch seine Handlung unterschieden haben, denn er habe gar kein Attentat verübt, sondern nur eine Bombe abgelegt, ohne sie zu zünden. Er schien es sich am 22. März 2016 demnach anders überlegt haben und war geflohen, so die belgischen Sicherheitsbehörden.
http://www.bollwerk.co.at/2016/04/26/bruessel-maerz-2016-ein-weiterer-kommentar-3/
Die Suche nach diesem Mann war anschließend medial förmlich zelebriert worden. Neugierig wirkende Fragen und Spekulationen, die aus dem Sicherheitsapparat gespeist wurden, hatten den Medienkonsumenten auf Trab gehalten. Die Fahndung hatte die belgische Polizei freundlich mit Fotos bzw. Screenshots unterstützt, auf welchen der verhinderte Täter nicht zu identifizieren war.
Die belgischen Sicherheitsbehörden hatten es sichtlich nicht eilig mit der – zumindest öffentlichen – Identifizierung gehabt. Denn es mussten erst fast sechs Tage (!) vergehen, bis die Polizei am 28. März ein Fahndungsvideo veröffentlichte.
Doch es gab keine Überraschung und keine Neuigkeit, sondern nur eine Enttäuschung. Die belgischen Behörden hatten nur eine Sequenz veröffentlicht, aus welcher die vorherigen schlechten Screenshots stammten. Der Verdächtige wurde von der Seite gezeigt und nur in schlechtester Qualität kurz von vorne, obwohl auch andere Aufnahmen zur Verfügung gestanden hatten. Ein Witz.
Das einzige, was festgestellt werden konnte, war die bessere Bildqualität, die für eine Identifizierung der verkleideten Person leider immer noch nicht taugte. Folglich hatten auch Medien wie „Zeit-online“ nicht mehr erkennen können als: „Er trägt eine weiße Jacke und einen dunklen Hut.“ Bravo!
Die Konzentration auf Jacken und Hüte lenkte von dem wichtigen Umstand ab, dass die Polizei nur auf das Material einer einzigen Überwachungskamera zurückgegriffen hatte. Eine einzige!
Soll der Flughafen Zaventem nur diese einzige Kamera montiert, soll nur die eine funktioniert haben? Oder hatten die weiteren Kameras womöglich Sequenzen aufgezeichnet, die der offiziellen Geschichte nicht entsprachen? Das wissen wir nicht, aber wir wissen auch nichts vom Gegenteil.
Das von der Polizei seit dem 22. März vorliegende und am 28. März präsentierte Material war lächerlich gewesen. Fotos oder gar Sequenzen, welche von Bedeutung gewesen wären, wurden nicht gezeigt. Kein Taxi, mit dem sie vorgefahren sein sollen, nichts über deren Bewegungen in der Flughafenhalle, um das Szenario zu skizzieren, und auch kein visueller Beweis, wie und dass die beiden anderen Männer ihre Bomben überhaupt gezündet hatten. Ebenso gab es keine Auskunft über das Verhalten des Hut-Mannes mit seiner angeblichen Bombe. Also das, was wirklich wichtig gewesen wäre.
Gezeigt wurde nichts relevantes zur Tat, so dass einzig und allein eine mündlich kommunizierte Behauptung der Sicherheitsbehörden verblieb. Für die gezeigten Bilderchen hatte es nicht einmal eine Signatur des Datums gegeben. Die Aufnahmen hätten auch vom Vortag stammen können.
Das war demnach eine ganz schwache Polizeiarbeit gewesen, wenn den Behörden tatsächlich an einer Beschaffung von Zeugen gelegen gewesen wäre. Wenn.
Dafür wurde die Spannung hoch gehalten und diese am Donnerstag, den 7. April 2016, also rund zwei Wochen nach dem Anschlag, mit neuen „sensationellen“ Bilderchen der Sicherheitsbehörden unterfüttert.
Wer immer sich nach zwei Wochen überhaupt noch daran erinnern konnte, diese Figur gesehen zu haben, so schien doch der Polizei die Rückseite des Unbekannten bei ihrer Fahndung wichtig zu sein. Dafür war abermals auf eine Zeitsignatur verzichtet worden.
Die Fahndung war schließlich erfolglos geblieben, was nicht wirklich überraschen kann. Der Mann war verschwunden, irgendwo abseits der wenigen funktionstüchtigen Kameras mit minderwertigen Optiken in der EU- und NATO-Hauptstadt Brüssel.
Zum Thema Ukraine-Konflikt empfehlen wir außerdem das Buch „Ukraine über alles“ von Jörg Kronauer, in welchem u. a. auch der Anteil der Regierung der Bundesrepublik Deutschland an der Eskalation dargestellt wird sowie die ökonomischen und politischen Interessen aller Akteure. Denn um die geht es in dem Konflikt.
Konkret Literatur Verlag.
Ein Klassiker: Das 1979 erschienene „Bela Lugosi ‚s dead“ von BAUHAUS.
Hier eine Live-Version: